End-of-Life: Jewish Perspectives (2)

Das Jüdische Krankenhaus Berlin und das Klinikum Bielefeld laden gemeinsam zu einer Tagung ein, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen im Judentum beschäftigen…

Von alten Traditionen bis zu neuesten Entwicklungen werden sich Experten aus ganz Deutschland, Israel und der Schweiz mit Bikkur Cholim, jüdischer Krankenhaus-Seelsorge, Spiritual Care, Palliativmedizin und jüdische Medizinethik beschäftigen und mit Mitgliedern aus Bikkur-Cholim-Gruppen, Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern und interessierten Laien diskutieren.

Berlin, 27.4.2017-30.4.2017  –  Anmeldungen zum Seminar ab sofort möglich (Teilnehmerzahl begrenzt)

Schwer kranke und sterbende Menschen brauchen nicht nur eine gute medizinische Behandlung, sie haben auch einen Anspruch auf eine professionelle psychosoziale, spirituelle und seelsorgerliche Begleitung. Dafür ist ein holistisches Verständnis von Medizin und die Zusammenarbeit verschiedener professioneller und ehrenamtlicher Helfer als Team unbedingte Voraussetzung. In der jüdischen Tradition wird dieser Ansatz bereits seit vielen Jahrhunderten gelebt.

In unserem Seminar werden wir uns aus jüdischer Sicht mit psychosozialen, medizinischen, spirituellen und religiösen Aspekten der modernen palliativen Versorgung beschäftigen. Hierzu konnten wir hochkarätige Experten der in diesem Sinne gefragten Fachdisziplinen als Referenten gewinnen und wir dürfen einen fruchtbaren multiprofessionellen Dialog und Austausch erwarten. Bei aller akademischen und wissenschaftlichen Expertise der Referenten stehen aber die praktischen Aspekte und die täglichen Probleme und Herausforderungen unserer Lebenswirklichkeit im Fokus. Damit richtet sich das Seminar primär an alle, die beruflich oder ehrenamtlich schwer kranke und sterbende Menschen begleiten, aber es ist sicherlich auch durch den Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft für alle die interessant, die sich theoretisch und wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen.

Die Veranstaltung wird von der ZWST, der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, der Deutschen Palliativstiftung, dem Abraham-Geiger-Kolleg, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin Brandenburg, der Union Progressiver Juden in Deutschland und der liberalen jüdischen Gemeinde Münchens „Beth Shalom“ unterstützt. Referenten werden sein:

Prof. Dr. Yizhak Ahren, Jerusalem, Prof.Dr. Gerhard Baader, Berlin, Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin, St. Gallen, Prof. Dr. Eckhard Frick, München, Dina Herz, Jerusalem, Priv.Doz. Dr. Jan Jungehülsing, Berlin, Larissa Karwin, Frankfurt, Prof. Dr. Doron Kiesel, Frankfurt, Prof. Dr. Admiel Kosman, Potsdam, Rabbiner Dr. Tom Kucera, München, Silke Migala, Berlin, Dr. Stephan Probst, Bielefeld, Dr. Michael Schmiedel, Bielefeld, Dr. Schimon Staszewski, Neu-Isenburg, Priv. Doz. Dr. Mark Schweda, Göttingen, Prof. Dr. Shani Tzoref, Potsdam, Sarah Werren, Basel und Dr. Katja Wolgast, Potsdam.

Weitere Informationen und Anmeldung bei: Dr. Stephan Probst, Klinikum Bielefeld, Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld, Stephan.probst@klinikumbielefeld.de

Weitere Informationen zur Tagung (pdf)

Kommentar verfassen