Stolpersteine Grindel, Rappstrasse 2

Stolpersteine – Fotografien aus dem Grindel

Vernissage zur Ausstellung von Amos Schliack…

Mittwoch, 9. November 2016, 19 Uhr
in Anwesenheit des Künstlers

Einführende Worte: Dr. Beate Meyer, Institut für die Geschichte der Deutschen Juden
Konzert: Irina Landsberg (Mezzosopran) und Moshe Landsberg (Klavier)

Laufzeit: 10. November bis 10. Dezember 2016
galerie postel, Rutschbahn 2, 20146 Hamburg

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung „Amos Schliack – Stolpersteine. Fotografien aus dem Grindel“ in der galerie postel am 9. November 2016 um 19 Uhr im Hamburger Grindelviertel. Zur Eröffnung geben Irina und Moshe Landsberg ein Konzert. Die Mezzosopranistin, die bereits an der Pariser Opéra de Bastille auftrat, wird Lieder singen, die dem feierlichen Rahmen entsprechen. Dr. Beate Meyer vom Institut für die Geschichte der Deutschen Juden wird in die Ausstellung einführen.

Zahlreiche Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnern im Hamburger Grindelviertel an die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden während der Nazizeit. Im Winter 2012 deckte eine dichte Schneedecke die Straßen Hamburgs zu. Doch die Stolpersteine aus Messing drängten durch diesen schmutzigweißen Mantel des Vergessens an die Oberfläche.

Der Fotograf Amos Schliack ist Initiator und Mitbegründer der Aktion „Grindel leuchtet„, mit der seit 2013 an jedem 09. November an die Novemberpogrome von 1938 erinnert wird. Schliack, der in seinen Reportagen und Fotodokumentationen für Zeitschriften wie dem stern, GEO, FAZ oder dem ZEIT-Magazin sowie diversen Buchveröffentlichungen vor allem Menschen in den Mittelpunkt stellt, hat dieses Phänomen in einer stillen und doch eindringlichen Fotoserie festgehalten.

Die Fotoserie „Stolpersteine“ wird zusammen mit Fotos orthodoxen jüdischen Lebens in dem Stadtteil Mea Shearim in Jerusalem und Bildern aus Auschwitz in der galerie postel vom 10. November bis 10. Dezember ausgestellt. Zur Eröffnung am 9. November 2016, 19 Uhr im feierlichen Rahmen findet ein Konzert der Mezzosopranistin Irina Landsberg und des Pianisten Moshe Landsberg statt. Beate Meyer vom Hamburger Institut für die Geschichte der Deutschen Juden wird die Fotografien und das Stolperstein-Projekt vor dem Hintergrund der jüdischen Geschichte des Grindelviertels einordnen.

Ein Anteil des Erlöses der Serie wird der Finanzierung weiterer Stolpersteine zugute kommen: Jedes verkaufte Einzelblatt finanziert einen Stolperstein, der Erwerb eines Portfolios ermöglicht die Finanzierung von vier neuen Stolpersteinen.

Öffnungszeiten der galerie postel: Mi., Fr., 12-17 Uhr, Do. 12-20 Uhr, Sa. 12-15 Uhr und nach Vereinbarung

Abbildung oben: Amos Schliack, Stolpersteine, Dillstraße 16 & Rappstraße 2, Fotografien, 2012

Grindel leuchtet“ – auch in diesem Jahr wieder

Ein Kommentar zu “Stolpersteine – Fotografien aus dem Grindel

  1. Vor 75 Jahren begannen die Litzmannstadt-Transporte Der 15. Oktober hatte als trüber, kalter Tag begonnen, in Wien blieben die Temperaturen unter zehn Grad, es war windig, leichter Regen setzte ein. In der Stiftgasse 21, wo Margarethe Thomann zuletzt lebte, war es ein gewöhnlicher Morgen. Doch irgendwann fingen ihre Mitbewohner an sich Sorgen zu machen, als Frau Thomann am Vormittag noch immer nicht aus ihrem Zimmer gekommen war. …

    Weiterlesen: http://derstandard.at/2000046973622/Auftakt-zur-systematischen-Ermordung-der-oesterreichischen-Juden

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