„Brauchen Frühwarnsystem und umfassende Strategie gegen Radikalisierung und Extremisten“

In der Nähe von Würzburg hat ein 17-Jähriger in einem Zug Mitreisende mit einer Axt und einem Messer angegriffen. Vier Menschen wurden schwer verletzt. Nun verdichten sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund…

Dazu Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Ich bin fassungslos und sehr bestürzt. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl gelten den Verletzten und ihren Familien. Ich hoffe auf eine rasche und gute Genesung. Wenn sich die Hinweise auf islamistische Motive beim Täter bestätigen, realisieren sich unsere schlimmsten Bedenken.“

Knobloch weiter: „Unsere europäischen Gesellschaften sind auf den unendlichen Hass, den der fundamentale Islam in Menschen wecken kann, nicht vorbereitet. Wir brauchen dringend ein funktionierendes Frühwarnsystem. Hier sehe ich vor allem die islamischen Verbände und Organisationen in der Pflicht, die bislang absolut unzureichend die Radikalität im Islam einräumen, die Anfälligkeit gerade junger Muslime konzedieren und die endlich glaubhafte Maßnahmen ergreifen müssen, um dieser Gefahr für uns alle zu begegnen. Die Geduld und die Rücksicht gegenüber den islamischen Vertretern und Verantwortlichen muss ein Ende haben!“

„Egal ob es sich um Flüchtlinge, um vor Jahren Zugewanderte, um hier Geborene oder um Konvertiten handelt – immer mehr Menschen fallen den Hasspredigern des Dschihad anheim. Sie brechen aus unserem freiheitlich-demokratischen Denken aus – oder waren nie dort angekommen“, so die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. „Das ist eine ernsthafte Gefahr für unsere liberalen Gesellschaften. Unweigerlich erinnert mich dieser Vorfall an den 17-jährigern Palästinenser, der vor knapp drei Wochen ein 13-jähriges jüdisches Mädchen im Schlaf in ihrem Bett ermordet hat. Wenn es keinen sicheren Ort mehr gibt, an dem der islamistische Hass nicht unschuldige Menschen treffen kann – das Kinderzimmer in Kirjat Arba, der Regionalzug durch Franken, die Strandpromenade von Nizza, ein Club in Orlando, eine Bar in Paris, ein Campus in Kenia, etc. – sind die liberalen Gesellschaften in ernster Gefahr. Denn der Terror richtet sich immer gegen die freie Welt als solche, unsere Art zu leben, unsere Art zu Denken.“

„Das müssen auch alle Integrationsmaßnahmen im Blick haben“, fordert Knobloch. „Freiheits- und demokratiefeindliche Tendenzen müssen ebenso im Keim erstickt werden wie Frauenfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Homophobie.“

Knobloch: „Angesichts der seit Jahren schwelenden Bedrohung, die sich immer öfter – und nun vielleicht auch in Bayern – realisiert, sind die Sicherheitsbehörden und die Politik gefordert, Ursachen und Folgen der Radikalisierung und Abspaltung nennenswerter Gruppen unserer Gesellschaft aktiv und nachhaltig entgegenzuwirken. Gesamtgesellschaftlich bedarf es mehr Wehrhaftigkeit. Das beinhaltet insbesondere eine umfassende Strategie, die von Politik über Justiz, Bildungs- und Sozialsystem alle gesellschaftlichen Akteure einbezieht, in die Verantwortung nimmt und unterstützt. Nur dann können wir unser Gemeinwesen und unsere freiheitlich-demokratischen Werte schützen und verteidigen.“

8 Kommentare zu “„Brauchen Frühwarnsystem und umfassende Strategie gegen Radikalisierung und Extremisten“

  1. Lassen wir es dabei bewenden, ehrenwerter nussknacker56, Sie stehen ‚denen da oben‘ näher, und ich eben ‚denen da unten‘.

    Es gibt einfach zu wenig Gemeinsamkeiten und noch weniger Übereinstimmungen zwischen uns (Wie kann man bei einer kritischen Betrachtung Bayerns von Schablonenhaftigkeit und Schwarzweißmalerei sprechen, angesichts von derart eindeutigen Tatsachen? Der Stamm der Bayern hat nicht weniger als Hitler und den NS hervorgebracht und ist heute noch der antisemitischste und fremdenfeindlichste aller deutschen Stämme. Es hat nie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der bayerischen Schuld in der deutschen Geschichte stattgefunden. Bis heute lügen bayerische Geschichtsbücher und bayerische Medien die eigene Geschichte gesund und keiner protestiert. Eine durch und durch verlogene Gesellschaft ohne Interesse an der eigenen Identität, die sich in Konsum und allen möglichen Ersatzbefriedigung ergeht, und Flüchtlingen die kalte Schulter bietet. Unmoralischer geht es doch nicht. Und Sie? Ich zähle Ihnen zahlreiche Links mit Belegen zur himmelschreienden, erbärmlich stinkenden, bayerischen Intoleranz auf und Sie nehmen Sie nicht einmal zur Kenntnis…), also reden wir uns nicht unnötig heiß.
    Ebenfalls Alles Gute

    • zeitgenosse:

      Ihre Aussage:
      „Wären diese hingegen Söhne von Scheichs, würden sich die kleinen, dicken, blonden, deutschen Jungfern weit weniger zieren Kontakte zu knüpfen, bzw. Beziehungen einzugehen.“ fand ich eigentlich aussagekräftig genug, um mich nicht weiter mit Ihren Definitionen von Rassismus und Sozialneid zu beschäftigen. Blieb aber dann dennoch an den, anscheinend Ihr Weltbild stützenden, „Statistiken“ hängen:

      „Die letzten Zahlen zu Fremdenhass in (Gesamt-)Bayern bewegten sich zwischen 33 und 40 %, Antiziganmismus etwa das Zweifache davon usw.
      In Niederbayern kann man jeweils vom doppelten Prozentsatz ausgehen.“

      Vielleicht stimmt Ihre Beurteilung der Menschen, die sich länger dort aufhielten, doch wenigstens teilweise.

      • Auch Ihnen gegenüber kann ich nur mein Unverständnis äußern.

        Allgemein anerkannt ist doch, unter zivilisierten Menschen zumindest, dass das Dritte Reich mit seinen Folgen den schwersten Bruch in der Zivilisationsgeschichte der modernen Menschheit darstellt.

        Die Bayern waren unbestritten der Haupttäterstamm unter den Deutschen, von Ihnen ging jener Zivilisationsbruch, der sechs Millionen Juden die Hölle bereitete und eine ganze Welt in einen furchtbaren Krieg stürzte, aus.

        Die selben Bayern, nur eben drei/vier Generationen später, stehen schon seit Jahren als der fremdenfeindlichste und antisemitischste aller deutschen Stämme in den modernen Statistiken. Dieser Stamm der Bayern hat demnach nichts (oder nur wenig) aus seiner mörderischen und zutiefst intoleranten Geschichte gelernt.

        Sie, ente, finden diese Tatsache keinen, auch nicht den allerknappsten, Kommentar für wert. — Ist halt so, muss man hinnehmen, Schwamm drüber, lasst doch die armen Bayern in Ruhe, die sind eben so und nicht zu ändern. — Das ist doch Ihre Einstellung?
        Die typische Einstellung gelangweilter, gedankenloser, gleichgültiger, nationalstolzer, nicht lernbereiter Deutscher eben.

        Wenn ich als Kritiker der deutschen Gesellschaft dann einen ganz besonders häufigen Bayerntyp (auf zugegeben, wenig schmeichelhafte Weise) beschreibe, und wenn ich scheußliche, aber häufig anzutreffende, bayerische Verhaltensweisen schildere, dann stellen Sie mich in die Nähe von Rassisten oder Sozialneidern.

        In diesem speziellen Zusammenhang sind Sie also in der Tat in der Lage sowas wie Betroffenheit oder Solidarität zu empfinden (klar, geht ja hier auch um Ihre lieben bayerischen Landsleute, und auf die lässt man als Deutscher doch nichts kommen).

        Merken Sie nicht welch moralische Verkommenheit aus Ihrem Doppelstandard spricht?

        Sie sollten sich wahrlich was schämen!
        Ich weiß schon, Sie sehen das ganz anders, deswegen diskutiere ich auch nicht weiter mit Ihnen.

  2. zeitgenosse, fangen wir von hinten an:

    „Also schweigen Sie lieber.“ Keine gute Idee, Ihr Schlusswort. Oder führen Sie gerne Monologe?

    Lieber zeitgenosse, Ihre Spekulationen über meinen persönlichen Hintergrund – wenn auch manchmal leicht unverschämt –, haben bei mir immerhin ein breites Schmunzeln ausgelöst. Ich werde das nicht weiter ausführen, nur ganz freundschaftlich empfehlen, mit solchen Vermutungen sparsamer zu sein um sich nicht auf irgendwelchen Holzwegen zu verirren.

    Dass Sozialarbeiter und soziale Berufe allgemein skandalös schlecht bezahlt werden, da stimme ich mit Ihnen absolut überein. Die Investitionen Deutschlands für die Integration von Flüchtlingen sind dagegen ein komplexes Thema. Ich meine, dass hier sehr wohl eine ganze Menge investiert wird. Natürlich wäre es besser, noch mehr zu tun. Doch wo wäre das nicht ebenfalls angebracht? Trotz allem Reichtum haben wir in Deutschland auch eine erhebliche Anzahl von Menschen, die ebenfalls in einer äußerst prekären Situation sind.

    Ich hätte es gut gefunden, wenn Sie mehr auf meine vorgebrachten Punkte eingegangen wären. Nochmal: Alle von Ihnen geforderten Maßnahmen hätten das Verbrechen nicht verhindert.

    Gerade Sie als Sozialarbeiter müssten wissen, dass es eine Klientel gibt, die außer Forderungen und Schuldzuweisungen an Dritte wenig Bereitschaft zeigt, ihre persönliche Situation zu verbessern. Dazu gehören nicht selten, völlig unsinnige Erwartungshaltungen, die mit der Realität nicht in Einklang zu bringen sind.

    Sie kritisieren zurecht das niedrige Niveau in manchen bayerischen Landstrichen, übersehen aber, dass solche „Täler der Ahnungslosen“ leider auch in anderen Teilen Deutschlands zu finden sind. Und Sie übersehen noch einen wichtigen Punkt, nämlich dass auch bei den Flüchtlingen solche Menschen zu finden sind: Antisemiten, Dummköpfe, Frauenhasser, Kriminelle usw. Das heißt nicht, dass diese die Mehrheit darstellen. Es heißt aber zwingend, dass wir uns diesen Tatsachen stellen müssen, wollen wir verhindern, dass eine rassistische Rechte dieses zu ihrem Thema macht.

    Nach wie vor finde ich Ihren untenstehenden Beitrag schablonenhaft und Schwarz-Weiß-Malerei. Ich kann nur widerspiegeln, wie der Inhalt auf mich gewirkt hat. Über das Ergebnis müssen Sie, lieber zeitgenosse, nachdenken, genauso über einen möglichen Tunnelblick auf bayerische Landstriche. Vielleicht wäre auch ein Ortswechsel mal eine überlegenswerte Alternative.

    Alles Gute.

  3. nussknacker56, Sie haben schon originellere Beiträge gepostet.

    Danke für das Stichwort Rassismus. Genau das ist es, was Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten und aus dem Balkan täglich in Niederbayern erleben: Rassismus.

    Sie, lieber Freund, leben in einer größeren Stadt, sind wohlhabend und Ihr Freundeskreis setzt sich i.d.R. aus Leuten wie Ihnen, vermeintlich liberal gesinnt, vermeintlich gebildet, vermeintlich über die Verhältnisse im eigenen Lande gut informiert, zusammen. N’est ce pas?

    Sie kennen aber nicht aus näherer Anschauung Deutschlands dümmsten Landstrich, jedenfalls nicht so gut wie ich, der ich seit über vier Jahrzehnten entweder öfter in Niederbayern zu tun hatte oder auch nahezu ein Jahrzehnt dort leben musste.
    Hier ein paar Fakten: Das Erzbistum Passau ist der katholischste Kirchensprengel ganz Deutschlands, bis zu 90 % glauben hier noch an das Christkind, an den Osterhasen und an den Papst. Kaum ein deutscher Landstrich zählt weniger Abiturienten als der sog. Bayerwald und das davor gelegene Flachland. Nirgends sind die Abneigungen gegen Fremde und gegen Minderheiten wie Juden oder Sinti und Roma so ausgeprägt wie in jenem Landesteil. Die letzten Zahlen zu Fremdenhass in (Gesamt-)Bayern bewegten sich zwischen 33 und 40 %, Antiziganmismus etwa das Zweifache davon usw.
    In Niederbayern kann man jeweils vom doppelten Prozentsatz ausgehen.

    Wer mit der Waldbahn (Googeln!) unterwegs ist, wird an nahezu jeder Haltestelle und täglich Zeuge von wüsten Beschimpfungen von Flüchtlingen, von abfälligen Bemerkungen durch Einheimische, von prompten Verbrüderungsszenen vollkommen fremder Einheimischer gegenüber einzelnen oder in Gruppe reisenden Flüchtlingen. Die Blicke dieser Niederbayern drücken blanken Hass aus.
    Wer in den Biergärten von Straubing, Cham, Kötzting, Bogen, Hengersberg, Schwankirchen, Niederaltteich, Auerbach usw. nur ein klein wenig seine Ohren auf Empfang stellt, hört diesen geballten Hass in akustischer Form und der erinnert den Belesenen an schlimmste Zeiten deutscher Geschichte („vagast gherans“, „daschmeissen soit mas“, „damanschen, sog i, mi‘ m Buidog!“).

    http://www.focus.de/politik/videos/studie-zeigt-bayern-ist-das-auslaenderfeindlichste-bundesland_id_4266916.html

    http://www.huffingtonpost.de/2014/11/11/bayern-auslaenderfeindlich-bundesland_n_6137870.html

    http://www.shortnews.de/id/1118880/studie-kein-ostdeutsches-bundesland-sondern-bayern-ist-am-auslaenderfeindlichsten#

    https://www.youtube.com/watch?v=QnEc3_MiIfs

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article139244155/Bayern-in-Sachen-Fremdenfeindlichkeit-auf-Platz-zwei.html

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/mitte-studie-auslaenderfeindliche-einstellungen-in-bayern-weit-verbreitet-1.2423644

    http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/jetztmalehrlich/juedisches-leben-bayern-antisemitismus-100.html

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/studie-zu-fremdenfeindlichkeit-bayerische-lebensluege-1.2424477
    Bayern antisemitischer als der Osten
    http://www.taz.de/!5172062/

    https://books.google.de/books?id=grKXmW4AlV8C&pg=PA163&lpg=PA163&dq=bayern+antisemitisch&source=bl&ots=m-IQ9Kdc2x&sig=YWFe_kLUG4SXAbj5B_qDYKL0RBU&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiT29Tg24TOAhUHChoKHahECxwQ6AEIRTAG#v=onepage&q=bayern%20antisemitisch&f=false

    http://www.migrantenkind.net/studie-in-bayern-rassismus-und-antisemitismus-am-grosten.html

    http://www.theologe.de/theologe11.htm

    https://www.bayern-gegen-rechtsextremismus.bayern.de/lernen/holocaust-education/antisemitismus

    Bei all diesen Statistiken dürfen Sie gerne noch jeweils 50 % drauflegen um die Werte für das rassistische Niederbayern zu bekommen. Wer jetzt noch Niederbayern verteidigt, der hat gewiss nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    Hier noch ein Link zu Niederbayern im NS:
    http://buecher.hagalil.com/2014/03/rosmus/

    Sämtliche meine Kollegen, auch die Mitarbeiter anderer Hilfsorganisationen, sind der Meinung, dass der deutsche Staat wesentlich zu wenig in die Integration von Flüchtlingen, vor allem von solchen aus muslimischen Ländern, investiert. Lächerliche Löhne für Sozialarbeiter, für Sozialpädagogen, für freie Therapeuten und für Hilfskräfte belegen gleichfalls, dass unser bundesdeutscher Staat der Meinung ist, es müsse schon so irgendwie gehen wie bisher, ohne zusätzliche Kosten…

    Leute wie Sie, nussknacker56, die genug auf der hohen Kante haben, die keine Existenzsorgen drücken, die sich auch nicht freiwillig die Hände an Flüchtlingen schmutzig machen würden, haben gut reden, und wissen doch von nichts.
    Also schweigen Sie lieber.

  4. Zeitgenosse, ist dieser Beitrag ernst gemeint oder Satire? Ehrlich gesagt, habe ich überwiegend den Eindruck, dass Sie es tatsächlich so meinen wie geschrieben.

    „Wären diese hingegen Söhne von Scheichs, würden sich die kleinen, dicken, blonden, deutschen Jungfern weit weniger zieren Kontakte zu knüpfen, bzw. Beziehungen einzugehen.“
    Das ist nicht nur unglaublich plump sondern nichts anderes als Rassismus.

    „…Ein Vorkommnis wie das bei Würzburg wird man mit derlei Methoden jedoch nicht verhindern können.“
    Mit Ihren vorgeschlagenen „Lösungen“ aber noch weniger. Gerade dem Würzburger Täter standen alle Türen offen – er hatte u.a. sogar eine Lehrstelle in Aussicht. Was soll hier noch alles getan werden um solche Psychopathen aufzufangen: BMW, Eigentumswohnung und ein monatliches bedingungsloses Grundeinkommen?

    „Als Streetworker in einer deutschen Großstadt mit breitem Klientenkreis weiß ich wovon ich rede.“
    Hmmm.

  5. So wie die meisten Probleme auf dieser Welt ist das mit den jungen Muslimen, die ganz plötzlich zu Radikalen, zu Islamisten werden, ein Problem zwischen Arm und Reich und eines des staatlicherseits ungenügenden Einsatzes für Flüchtlinge aus Kriegsregionen

    Würde unser Staat sich mit wesentlich mehr Helfern und wesentlich mehr Maßnahmen den unbegleiteten männlichen Flüchtlingen annehmen, würden Sprach-, Landeskunde- usw. -Unterricht, Intergrationskurse, sportliche Wettkämpfe und Musik- bzw. andere Kulturveranstaltungen diesen Jugendlichen nicht nur angeboten, sondern zur Pflicht gemacht, bliebe ihnen gar keine Zeit, um auf dumme Gedanken zu kommen.

    Schuld trägt auch zu einem nicht geringen Teil die örtliche, eingesessene, deutsche Bevölkerung, die sich in ihrer Mehrheit gleichgültig und desinteressiert verhält, sich machmal sogar feindlich abwendet und mit den mittellosen Jugendlichen aus dem Mittleren Osten keinen Kontakt haben will. Wären diese hingegen Söhne von Scheichs, würden sich die kleinen, dicken, blonden, deutschen Jungfern weit weniger zieren Kontakte zu knüpfen, bzw. Beziehungen einzugehen.

    Einen idealen Hintergrund zum Beobachten der Szene bietet beispielssweise der Regionalzug Passau-München. Streng bleiben die Gruppen junger Leute unter sich, nur sehr selten geraten Gruppen einheimischer Niederbayern mit muslimischen Neubürgern ins Gespräch.
    Dankbar vermerkt, wie immer wieder zu sehen ist, der Duchschnittsreisende, dass Polizisten, die zum, oder vom Dienst in diesem Zug mitfahren, der Anweisung ihrer Vorgesetzten gefolgt sind, sowohl in voller Uniform, als auch bewaffnet einzusteigen. Zusätzliche Kontrollen durch bewaffnete Bahnpolizisten, die immer wieder den Zug von einem Ende zum anderen durchwandern, allerdings nie den Zug von Passau nach München auf der ganzen Fahrt begleiten, sollen ebenfalls suggerieren „Wir der Staat, sorgen für Eure, Bürger, Sicherheit.“
    Ein Vorkommnis wie das bei Würzburg wird man mit derlei Methoden jedoch nicht verhindern können.

    Man täte besser, sich der Jugendlichen und ihrer Probleme intensiver (mit wesentlich höherem Budget versehen) anzunehmen, bevor sie an unserer zutiefst ungerechten Gesellschaft scheitern. Ungerecht deshalb, weil der Aufstieg von ganz unten nach oben nur sehr wenigen glückt, und weil im Zweifelsfall nicht nur in Bayern, bei der Einstellung stets dem Einheimischen der Vorzug erteilt wird und Menschen mit türkischen oder arabischen Namen oft gar keine Chance auf ein Vorstellungsgespräch erhalten. Als Streetworker in einer deutschen Großstadt mit breitem Klientenkreis weiß ich wovon ich rede.

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