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peacecamp 2016

Nach dem Trauma – auf der Suche nach einem neuen Leben…

Vier Gruppen aus Konfliktregionen – jüdische und arabische Israelis, Schüler aus Ungarn und eine gemischte Gruppe aus Österreich – verbringen gemeinsam elf Tage in der Abgeschiedenheit des Ötschergebirges, um im Dialog gegenseitiges Verstehen, ein positives, der Realität zugewandtes Selbstbild und Strategien der Lebensbewältigung in ihrem jeweiligen, mitunter neuen Lebensumfeld zu entwickeln.

Die Gruppen bestehen aus 16- bis 18-jährigen Schülern; sie kommen aus Familien, in denen sie selbst oder ein naher Familienangehöriger Traumatisierung durch Terror, Krieg, Verfolgung, Flucht, Entwurzelung, Diskriminierung oder andere extreme Lebensbedingungen erfahren haben. Die Jugendlichen beider Gruppen aus Israel wachsen unter permanenter Bedrohung durch Krieg und Terror auf; die ungarischen Jugendlichen – zweite Generation nach dem Fall des Eisernen Vorhangs – sind mit einer Rückkehr zum Nationalismus und Formen der Diskriminierung konfrontiert. Diese Gruppe bringt „ungarische“ und Kinder aus Roma-Familien mit, die ihre jeweiligen Familien- und Lebenserfahrungen miteinander teilen werden. Die österreichische Delegation – eine um Schutzsuchende aus fünf verschiedenen Ländern (Syrien, Afghanistan, Somalia, Gambia und dem Kosovo) erweiterte Gruppe – wird ihren Jugendlichen Gelegenheit bieten aufzuzeigen, wie der euphemistisch verwendete Begriff „Migrationshintergrund“ auf unterschiedliche Stadien gelebten Traumas hinweist, der die Betroffenen vor gewaltige Hürden neuer Realitätsbewältigung stellt.

Von einer Gruppe von Experten – Künstlern, Pädagogen, Trauma-Pädagogen, Trauma-Therapeuten, Historikern, Lehrern – angeleitet, werden die Jugendlichen an Workshops teilnehmen, die folgende Themen in den Mittelpunkt stellen:

peacecamp besteht aus drei Phasen,

Das diesjährige peacecamp beinhaltet eine besonders intensive gemeinsame Vorarbeit der beiden Gruppen aus Israel unter Anleitung ihrer beider Koordinatorinnen.

Des Weiteren hat die gemischte österreichische Gruppe, angeleitet von der Trauma-Pädagogin Caroline Koczan, im Vorfeld sehr intensiv an der Konsolidierung der „österreichischen“ und der „asylsuchenden“ Teilnehmer gearbeitet; in diesem Rahmen standen sie bereits als Gruppe gemeinsam auf der Bühne (peacecamp-Matinee am 6. Juni 2016 im Theater Odeon). Auch diese Gruppe wird nach dem peacecamp gemeinsam mit Frau Koczan weiterarbeiten.

peacecamp 2016 ist das 14. peacecamp seiner Art. Jedes peacecamp hat ein seinen psychosozial relevanten Themen entsprechendes Programm. Für peacecamp 2016 ist eine zweite Begegnung aller Teilnehmer in Wien, Sommer 2017 angedacht.

Mag. Evelyn Böhmer-Laufer, Juni 2016

https://peacecamptexts.blogger.de/
http://2016.peacecamp.net/

Abschlussfeste „show4peace“ :

am Mittwoch, 13.7. um 14:30 Uhr im Jungen Hotel Lackenhof am Ötscher
in Anwesenheit des Herrn Vizebürgermeisters Ludwig Hable

am Donnerstag, 14.7. um 18:00 Uhr im Theater Dschungel/MuseumsQuartier Wien
in Anwesenheit I.E. Frau Botschafterin des Staates Israel Talya Lador-Fresher und der Frau Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag.a Muna Duzdar

Eintritt frei.

(Anmerkung: Aus Gründen der Lesbarkeit haben wir auf die separate Verwendung weiblicher und männlicher Schreibformen verzichtet. Es sind natürlich immer beide Geschlechter gemeint und angesprochen.)

This project is co-funded by the European Union
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