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Trauer um Elie Wiesel

Mit tiefer Trauer hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Nachricht vom Tode Elies Wiesels sel. A. aufgenommen…

Mit dem Tod des Friedensnobelpreisträgers hat nicht nur die jüdische Welt einen immensen Verlust erlitten. Wie kein anderer hat Elie Wiesel, der die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebte, eindringlich die Abgründe der Shoa beschrieben und sich nach dem Krieg für Versöhnung und die Einhaltung der Menschenrechte weltweit eingesetzt.

Zu seinem Tod erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „Elie Wiesel sel. A. war für uns ein großes Vorbild, dem wir immer ein ehrendes Andenken bewahren werden. Obwohl er seine ganze Familie in der Shoa verloren hatte und trotz allem, was er selbst erlitten hatte, stiftete er durch sein Wirken Frieden und Versöhnung. Er gab den Opfern der Shoa eine Stimme, die weltweit gehört wurde. Seine Werke werden bleiben und noch vielen weiteren Generationen vermitteln, warum wir die Erinnerung an die Shoa immer bewahren müssen.“

Berlin, 3. Juli 2016 / 27. Siwan 5776

Foto oben: Elie Wiesel, 2012, (c) David Shankbone

Sklavenarbeiter im KZ Buchenwald nahe Jena; viele waren an Unterernährung gestorben, als U.S. Truppen der 80th Division das Lager betraten. Der sehr kranke Mann auf dem Rücken im unteren Stockbett ist Max Hamburger, der an TBC und schwerer Unterernährung litt. Er konnte sich erholen und wurde Psychiater in den Niederlanden. In der zweiten Reihe, siebter von links liegt Elie Wiesel. Aufnahme 5 Tage nach der Befreiung. Date16 April 1945 Source U.S. Defence Visual Information Center, image #HD-SN-99-02764; NARA image ARC #535561, file #208-AA-206K(31).
Sklavenarbeiter im KZ Buchenwald nahe Jena; viele waren an Unterernährung gestorben, als U.S. Truppen der 80th Division das Lager betraten. In der zweiten Reihe, siebter von links liegt Elie Wiesel. Aufnahme 5 Tage nach der Befreiung, 16 April 1945, (c) U.S. Defence Visual Information Center