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So haben die Städte gewählt

Der Likud hat seinen Wahlsieg unter anderem den Wählern in Sderot, Eilat und mehreren Siedlungen zu verdanken. Das Zionistische Lager hingegen punktete in Tel Aviv und Haifa. Ein überraschendes Ergebnis hat eine beduinische Ortschaft zu bieten…

israelnetz, 19.03.2015

In Jerusalem hat der Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu 25 Prozent der Stimmen erhalten, den zweiten Platz belegt das Vereinigte Torah-Judentum mit 21 Prozent. Das Zionistische Lager von Jitzhak Herzog kommt auf 10 Prozent, die Gemeinsame Arabische Liste auf 1 Prozent.

Wahlsieger in der Küstenmetropole Tel Aviv-Jaffa ist hingegen das Zionistische Lager mit 34 Prozent. Der Likud liegt hier mit 18 Prozent gleichauf mit der linksgerichteten Meretz-Partei. Die Arabische Liste findet sich bei 3 Prozent. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, welche die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ veröffentlicht hat.

Auch in der Hafenstadt Haifa nimmt das Zionistische Lager mit 25,5 Prozent den ersten Platz ein – dicht gefolgt vom Likud mit 21 Prozent. Der Zusammenschluss der arabischen Parteien konnte hier 8 Prozent der Stimmen auf sich verbuchen.

In der Touristenmetropole Eilat am Roten Meer ist der Likud mit 35 Prozent stärkste Kraft. Das Zionistische Lager wählten 17 Prozent der Bürger. Die Bewohner der Wüstenhauptstadt Be‘er Scheva gaben dem Likud 38 Prozent ihrer Stimmen. Den zweiten Rang teilt sich das Zionistische Lager mit der Partei „Israel Beiteinu“ von Außenminister Avigdor Lieberman – beide erhielten knapp 12 Prozent.

Die Bewohner der Kleinstadt Sderot, die in besonderer Weise von Raketen aus dem Gazastreifen betroffen ist, haben dem Likud das Vertrauen ausgesprochen. Die Partei gewann in der Negevstadt 43 Prozent der Stimmen. „Israel Beiteinu“ nimmt mit 12 Prozent den zweiten Platz ein, das Zionistische Lager bekam 7 Prozent.

Aus Dankbarkeit: Beduinendorf wählt Likud

Der Zusammenschluss der arabischen Parteien konnte in der Beduinenstadt Rahat punkten. Hier stimmten 89 Prozent der Wähler für das Bündnis. Meretz erhielt 4 Prozent, das Zionistische Lager 2 und der Likud 1 Prozent. In Nazareth können sich die arabischen Parteien gar über 93 Prozent freuen, während das Zionistische Lager (3) und der Likud (1) nur wenige Stimmen bekamen.

Das nordisraelische Beduinendorf Arab al-Na‘im hingegen unterstützt den Likud mit 77 Prozent. Die Arabische Liste kommt hier nur auf 15 Prozent. Ortschaftssekretär Nimar Na‘im hat eine Erklärung für dieses ungewöhnliche Ergebnis: „Alle Regierungen haben uns gegenüber kleineren Ansiedlungen, die anerkannt wurden, fallen gelassen“, sagte er der Tageszeitung „Ma‘ariv“. „Wer uns anerkannt hat, das waren Bibi Netanjahu selbst und die Likud-Regierung.“ Die Bewohner seien genetisch so veranlagt, dass sie sich an gute Taten eines Menschen erinnerten.

Im östlich von Jerusalem gelegenen Ma‘aleh Adumim hat fast die Hälfte der Siedler für den Likud gestimmt: 48 Prozent. Die Partei von Wirtschaftsminister Naftali Bennett, „HaBeit HaJehudi“, liegt bei 15 Prozent. Das Zionistische Lager muss sich mit 5 Prozent begnügen. Auch in der Siedlung Ariel erhielt der Likud mit 46 Prozent großen Zuspruch. Zweitstärkste Kraft wurde „Israel Beiteinu“ mit 16 Prozent. Für das Zionistische Lager entschieden sich 4 Prozent der Wahlteilnehmer. (eh)