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München Tipps

In der Woche der Brüderlichkeit …

Montag, 9. März 2015, 19:00 Uhr
»War Luther Antisemit? Das deutsch-jüdische Verhältnis als Tragödie der Nähe«
Buchvorstellung mit Dietz Bering

Der Kirchenreformator Martin Luther ist so eng mit der deutschen Geschichte verbunden, dass sein Verhältnis zum Judentum für Christen wie Juden eine schwere Bürde ist. 1523 schrieb Luther, man müsse Juden „freundlich annehmen“. Zwanzig Jahre später forderte er schreckliche Gewaltmaßnahmen, auf die sich Antisemiten durch die Zeitläufte immer wieder berufen haben.
Der Historiker und Sprachwissenschaftler Dietz Bering wirft ein neues Licht auf Luthers rätselhaften Wandel vom ‚Judenfreund‘ zum erbitterten Judenfeind und findet zu einer differenzierten Deutung. Zu seinen grundlegenden Werken im Bereich Vorurteilsforschung gehören „Der Name als Stigma. Alltagsantisemitismus 1812 – 1933“ und „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“.

Karten unter (089) 20 24 00 491, karten@ikg-m.de und an der Abendkasse
Eintritt: 7,- Euro / erm. 5,- Euro, Schüler & Studenten frei

Veranstalter:
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit & Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Dienstag, 10. März 2015, 19:00 Uhr
»Who the Fuck is Kafka«
Lesung und Gespräch mit der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und ihrer Übersetzerin Mirjam Pressler

Ein Hotel in Rom. Eine israelisch-palästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe. Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim Abu Heni aus Ostjerusalem entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba. Aber sie sprechen miteinander, lernen einander kennen.

Lizzie Doron, 1953 in Tel Aviv geboren, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman „Ruhige Zeiten“ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeanette Schocken-Preis. In all ihren Büchern verweb sie Historisches mit Privatem, Faktisches mit einem So-hätte-es-sein können, das oft wirklicher als das Leben selbst erscheint.

Mirjam Pressler, 1940 in Darmstadt geboren, studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt. Seit 1979 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, für die sie als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen deutscher Sprache – ebenso wie für ihre zahlreichen Übersetzungen aus dem Hebräischen und Niederländischen – vielfach ausgezeichnet wurde.

Anmeldung erbeten unter (089)202400-491 oder karten@ikg-m.de
Eintritt: 7,- Euro / erm. 5,- Euro; Schüler & Studenten frei
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde & Deutscher Taschenbuch Verlag

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

Donnerstag, 12. März 2015, 19.00 Uhr
„Der Geiger auf dem Dach« »Literarische Erkundungen zu Marc Chagalls Schtetl-Bildern
Vortrag & Lesung

Marc Chagalls Bilder seiner Heimatstadt Witebsk begründeten den Mythos des Schtetls und prägten unsere Vorstellungen von den Orten, an denen die Juden Osteuropas lebten. In literarischen Schtetl-Bildern erschufen Schriftsteller wie Scholem Alejchem, Joseph Roth u.a. das Schtetl als europäischen Sehnsuchtsort.
Vortrag: Brigitte van Kann
Lesung: Leo van Kann

Karten unter (089) 20 24 00 491, karten@ikg-m.de und an der Abendkasse
Eintritt: 7,- Euro / erm. 5,- Euro, Schüler & Studenten frei

Veranstalter:
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit & Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18