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Nach den ersten Hochrechnungen – Kein Umschwung in Sicht

Israel hat gewählt. Wie schon so oft haben sich die letzten Prognosen vor der Wahl nicht bewahrheitet…

Danach hatte „Das zionistische Lager“, die gemeinsame Liste der Arbeitspartei unter „Bushi“ Herzog und Zippi Livnis haTnua, einen Vorsprung von 4 Sitzen. Nach den ersten Hochrechnungen ist alles anders. Der Likud von Ministerpräsident Netanyahu führt danach mit 28 Sitzen bzw. steht mit dem „zionistischen Lager“ gleich auf bei 27 Sitzen, je nach Hochrechnung.

Ob er nun führt oder nicht, für die Regierungsbildung wird das egal sein. Für Herzog ist es fast unmöglich, eine Regierung zu bilden. Die linke Meretz Partei hat nur 5 Sitze erhalten, zwischen den übrigen Kandidaten für eine Koalition gibt es unüberbrückbare Differenzen. Die nächsten Tage werden zeigen, was sich in den Verhandlungen tut.

Netanyahu kann mit Hilfe der religiösen Parteien, der nationalreligiösen „haBeit haJehudi“ und Israel Beiteinu von Avigdor Lieberman eine bequeme rechtsgerichtete Koalition bilden.

Der große Gewinner des Abends heißt Moshe Kachlon, der im Herbst letzten Jahres den Likud verließ und mit einer eigenen Partei, Kulanu („Wir alle“), auf Anhieb 9 Mandate erhalten konnte. Er trat vor allem mit sozialpolitischen Themen zur Wahl an und wird bereits sowohl vom Likud wie auch vom „zionistischen Lager“ für eine Koalition umworben.

Die gemeinsame Liste der arabischen Parteien erreichte 13 Sitze und wird damit drittstärkste Kraft in der Knesset.

Weitere Ergebnisse der Hochrechnung um 22 Uhr: Yesh Atid 12, Kulanu 9, haBeit haJehudi 8, Shas 7, Jahadut haTora 6, Meretz 5, Israel Beiteinu 5. Die Partei des ehemaligen Shas-Vorsitzenden Eli Ishai, Jachad, verpasste den Einzug.

Am Morgen sieht die Welt ganz anders aus. Nach 99% der ausgezählten Stimmen:
Likud 30 Sitze, Das zionistische Lager 24, Arabische Liste 13, Yesh Atid 11, Kulanu 10, haBeit haJehudi 8, Shas 7, Jahadut haTora 6, Israel Beiteinu 6, Meretz 5