Je suis Charlie

Zwölf Menschen wurden heute ermordet. Die Attentäter riefen „Allah ist groß“ und „Wir haben den Propheten gerächt“. Nachdem es lange in Frankreich gebrodelt hatte, ist das Schreckliche passiert…

Neun der Opfer sind Mitarbeiter des Satiremagazins Charlie Hebdo, darunter Herausgeber Stéphane Charbonnier, Charb, und die Zeichner Bernard Verlhac, Tignous, Georges Wolinski und Jean Cabut, Cabu. Charlie Hebdo, das sich in den vergangenen Jahren immer wieder die Freiheit nicht nehmen ließ und mehrfach sog. Mohammed-Karikaturen veröffentlichte. Was schon 2011 zu einem Brandanschlag auf die Redaktion geführt hatte. Der Polizeischutz und die Leibwächter halfen heute nichts. Zu professionell das Vorgehen der Attentäter. Al Kaida aus dem Jemen heißt es erst, Rückkehrer aus Syrien später.

Die Menschen in Frankreich sind entsetzt und gehen auf die Straße. Mehr als 100.000 Franzosen demonstrieren ihre Solidarität, „Je suis Charlie“, und signalisieren „Wir haben keine Angst“. Tatsächlich geht dieses Attentat ganz Europa etwas an, denn es ist die Meinungsfreiheit an sich, die hier vernichtet werden sollte, Meinungs- und Pressefreiheit als Stützen der Demokratie.

Trotz der Tragweite dieses Anschlags, zuallererst wurden heute zwölf Menschenleben ausgelöscht, zwölf Familien zerstört. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.

Je suis Charlie

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