„Integriert, aber nicht zugehörig?“

Marc Wrasse im Gespräch mit Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern…

Ellen PresserWährend im Nachkriegsdeutschland die formale Integration der Juden in die Gesellschaft weitgehend gelang, war ihr soziales Leben jahrzehntelang von Zurückgezogenheit, Misstrauen und Isolation geprägt. Die Vorstände der Kultusgemeinde und der Zentralrat der Juden arrangieren sich mit der Politik, sahen für die heranwachsende Generation aber meist keine Zukunft in einer Umgebung, die mit einer Mischung von schlechtem Gewissen, Gleichgültigkeit und Ignoranz auf die jüdische Gegenwart blickte. Im Gespräch mit dem Kurator der aktuellen Wechselausstellung erinnert Ellen Presser an die Situation in ihrer Jugend und berichtet über ihre Erfahrungen als Erwachsene im letzten Jahrzehnt der alten Bundesrepublik.

Das Zeitzeugengespräch ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Fremd im eigenen Land? Zwischen Synagoge und Museum: die jüdische Gemeinde Augsburg, 1969 – 1990.“, die bis zum 17. Mai 2015 im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg zu sehen ist.

Dienstag, 29. Oktober 2014, 19:30 Uhr

Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Halderstraße 6-8, Augsburg
www.jkmas.de

Ort: Festsaal
Eintritt: 5,00 Euro/ 3,00 Euro ermäßigt