Tango mit Yasmin Levy

Konzert in Berlin: 10. September 2014, Synagoge Rykestrasse (anläßlich der Jüdischen Kulturtage)…

„In meinem beruflichen Leben bin ich stets auf einer spannenden und bewegenden Reise gewesen. Sie hat mich in eine musikalische Welt voller Feuer und Leidenschaft geführt. Tango zu singen war immer ein Charakteristikum des Hauses, in dem ich aufgewachsen bin. Dennoch hat es gedauert, bis ich in die Tiefe der Songs eingestiegen bin und entdeckt habe, wie sehr ich diese Musik wirklich liebe.“
Yasmin Levy über ‚Tango‘

Eine international renommierte Sängerin, Songschreiberin und Geschichtenerzählerin wie Yasmin Levy sollte eigentlich gar keine Erklärung mehr brauchen. Im Verlauf der fünf bemerkenswerten Alben und zahllosen Welttourneen ist sie zu einem internationalen Star geworden – mit ihrem tiefgründig spirituellen und leidenschaftlichen Gesang. ‚Tango‘ ist Levys sechstes Album innerhalb einer großartigen Karriere. Ihr letztes Album ‚Liberlad‘ machte aus ihr eine Sängerin/Songschreiberin mit großem Ansehen. Sie näheite sich stark den Einflüssen der spanischen und türkischen Musik, genauso wie sie ihr Markenzeichen, die Ladino-Lieder, dargeboten hat.

Auf “Tango‘ stellt sie uns eine weitere ihrer Leidenschaften vor – mit einem Album und einem Konzert auf DVD: großartig arrangierter und voller Leidenschaft vorgetragener argentinischer Tango. Es ist mutig, aber das sollte uns nicht überraschen. Levy ist eine Künstlerin, die niemals still steht. Von ihrem Durchbruch als Wiedererfinderin des Ladino über ihre Ausflüge zu persischen und türkischen Liedem bis zu ihren eigenen von Flamenco beeinflussten Songs – sie ist immer eine Künstlerin, die nach neuen Herausforderungen sucht, neuen Arten, die melancholische Schönheit auszudrücken, die im Herzen ihrer Kunst liegt.

‚Tango‘ begann mit einer Einladung von Yaron Gottfried, dem musikalischen Direktor des Israel Kibbutz Orchestra. „Wir hatten zuvor schon einige Projekte gemacht und die liefen sehr gut. Sie haben sich dafür entschieden, ein weiteres mit mir zu machen und Yaron hat mich gebeten darüber nachzudenken, was ich machen wollte. Etwas, das ich noch nie gemacht habe, mich aus meiner sicheren Zone zu entfernen und einen neuen Ort zu betreten, wo ich mich wirklich ausdrücken kann als Person und als Künstlerin“, erzählt Levy.

Irgendwann verbrachte Yasmin eine lange schlaflose Nacht damit, großartigen Sängern wie Carlos Gardel tfnd Roberto ‚Poyaco‘ Geleneche zuzuhören. Sie zeigten ihre einzigartigen Versionen des Tango. „Auf einmal war ich regelmäßig bis drei, vier, fünf Uhr jede Nacht wach, alleine dasitzend und Tango hörend und ich habe gleich Lieder gesammelt. Jeder Song hat unglaublich viele Cover-Versionen, jeder singt auf andere Art. Und ich konnte einfach nicht aufhören“, so Levy. Eines Tages waren die Lieder ausgesucht, eine riesengroße Tour folgte und zum Glück wurde das Tape reichlich verkauft. Das resultierende Album und die DVD ‚Tango‘ sind spektakulär ־ sie präsentieren Levy bezaubernd.

Auf “Tango‘ sind Levys überwältigende, Inbrünstige Interpretationen einiger ihrer favorisierten Tango-Lieder perfekt eingerahmt von Gottfrieds bildschönen Arrangements und dem großartigen Spiel des Israel Kibbutz Orchestra. Es ist eine absolut gewinnende Kombination und eine, die neue Wege zu der Seele von Levys Kunst aufspürt. Für sie repräsentiert Tango .Intimität, Sex, wahnsinniger Reiz“, aber immer elegant: „Alles trieft vor Sex, aber sehr respektvoll, nicht billig. Und die Songs ־ die sind alle melodramatisch“. Aber es gibt noch etwas anderes im tiefsten Herzen des Tango, das Levy dort hinzog und aus ihr eine perfekte Interpretin dieser großen Tradition machte: „Was ich am meisten am Tango liebe ist, dass Ich nicht einen einzigen fröhlichen Song finden konnte – alles ist traurig, und das liegt mir total“, sagt sie. „So viele Jahre lang habe ich traurige Songs gesungen“. Die traurigen Texte im Tango bedeuteten, dass Levy sie selbst sein konnte. „Ich lebe auf der Bühne…Ich lebe, ich atme. Wenn es Flügel gäbe, würde man mich fliegen sehen – es ist eine tiefe Verbundenheit mit Gott, mit den Menschen, mit ihren Seelen. Es ist tief und real, das Ehrlichste, das ich sein kann“. Es ist genau diese Verbundenheit, die das Album ‚Tango‘ so fesselnd macht – und es ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte einer außergewöhnlichen Künstlerin. Eine, die jedem, für den sie singt, ihre eigene Seele mitbringt.

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10. September 2014 · 20 Uhr · Synagoge Rykestraße

YASMIN LEVY & BAND

Libertad – Ladino music

James ‚Cuffy‘ Cuthbertson – Gitarre
Itay Abramovitz – Klavier
Vardan Hovanissian – Klarinette/Duduk
Ishay Amir – Perkussion 

Wenn sie zu singen beginnt, dann verschmelzen die Welten: Yasmin Levy, herausragende Interpretin der Ladino-Musik, schlägt bei diesem Konzert eine neue Richtung ein. Analog zu ihrer jüngsten Veröffentlichung „Libertad“ fügt sie auch bei ihrem Bühnenprogramm zum Drama und der Leidenschaft des Flamenco und des argentinischen Tangos die gefühlvollen Rhythmen der türkischen Musik hinzu.

Yasmin Levy schlägt damit einen Bogen von ihren sephardischen zu ihren türkischen Wurzeln. Es entsteht ein aufregendes Klangerlebnis, hervorgerufen durch den charakteristischen Zauber der Flamencogitarre im Zusammenspiel mit den satten Tönen türkischer Streichinstrumente. Ergänzt durch ein kubanisches Klavier entsteht ein Sound, der alle Einflüsse vereint, die Yasmin Levy geprägt haben.

Mit ihren Kompositionen zu „Libertad“ präsentiert sich Yasmin Levy zudem als selbstbewusste Songschreiberin. Das Ergebnis ist ein Konzertprogramm, mit dem sie und ihre hochkarätig besetzte Band das Publikum in ihren Bann zieht.

Eintritt:
PK I 25 Euro | ermäßigt 20 Euro
PK II 20 Euro | ermäßigt 15 Euro
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