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Appell an die begossenen Pudel!

Sie sehen alle aus wie begossene Pudel. Wobei beim Pudel ja vor allem die Frisur leidet, das Tier ansonsten aber, auch in nass, einen recht gesunden Eindruck macht…

Von Ramona Ambs

Anders als der Mensch. Also der Mensch, der sich bei der IceBucketChallenge einen Eimer Wasser über seinen Kopf schüttet. Der sieht kein bißchen gesund aus. Um genau zu sein, sieht der nasse Mensch aus, als sei er auf den Hund gekommen… Unterstrichen wird dieser Eindruck noch durch die Geräusche, die die Beschütteten von sich geben. Das geht von einem lautlosen Zischen über einen kurzen Klagelaut bis hin zu einem ausgiebigen spitzen Schrei, der Mark, Bein und Seele der Zuschauer berührt.

Das Ganze machen die Leute freiwillig, für eine gute Sache. Sie machen sich also nass, um nicht spenden zu müssen, spenden dann aber meistens trotzdem noch. Ich bin schwer beeindruckt von dieser neuen Bewegung. Sonst hieß es immer: nu, mach Dich mal nicht nass– und plötzlich ist das Gegenteil attraktiv, und die Leute machen sich nicht nur nass, sondern zahlen auch noch dafür. Mit soviel Flexibilität und Engagement meiner Mitmenschen hatte ich nicht gerechnet. Aber das bringt mich natürlich auf eine Idee…:

Liebe Mitmenschen, Ihr habt bewiesen, dass Ihr Euch für andere engagieren wollt! Das ist großartig. Vielleicht wollt Ihr dieses Engagement für die Minderheiten vor Ort fortsetzen? Das wäre- nicht nur unter gesellschaftlichen Aspekten- sehr löblich, sondern auch unter gesundheitlichen Erwägungen sinnvoll. Denn nach dem Eiswasser ist Euch doch sicherlich kalt um den Kopf, oder? Dann bindet Euch doch jetzt mal entweder ein muslimisches Kopftuch um die Birne oder setzt Euch eine jüdische Kippah auf. Das wärmt den Schädel und zeigt Eure Solidarität mit den hier lebenden Minderheiten. Die Anschläge auf Moscheen und Synagogen in den letzten Wochen waren nämlich so, dass man, auch ganz ohne Eiswasser, zum schreien anfangen könnte… Ihr könnt auch gerne ein Video davon drehen und bei youtube oder facebook einstellen… Das Ganze läuft dann unter #wear-a-yarmulke-day oder #no-more-iceBucket/just-headscarf. Der Phantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt. Und lernen könntet Ihr auch noch was dabei. Denn die Blicke, denen Ihr mit Eurem heißen Kopf dann ausgesetzt sein werdet, lehren Euch ne ganze Menge… Versprochen. Und kosten tuts auch nix… also Leute, Fortsetzung!!!