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Mein Stolperstein ist für…

In eigenen Worten: Zeitzeugen über die Stolpersteine in München…

47.000 Stolpersteine sind bereits verlegt – in mehr als 1.100 Städten in 18 Ländern Europas. Jeder einzelne Stolperstein erinnert an ein Opfer des Naziterrors.

Jeder einzelne Stolperstein wurde von einem Menschen gespendet: von Angehörigen, heutigen Hausbewohnern, einstigen Freunden und Mitbewohnern oder anderen Bürgern, die an Leben und Tod der Ermordeten erinnern wollen.

Auch in München sind mittlerweile knapp 250 Stolpersteine für jüdische, christliche, politisch anders denkende, homosexuelle oder behinderte Menschen gespendet und angefertigt worden – obwohl die Stadt ihre Verlegung auf öffentlichem Grund verbietet. Diese unverlegten Stolpersteine werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – von Spendern und Angehörigen der Opfer.

Wer sind die Spender der Stolpersteine? Wer sind die Opfer, an die sie erinnern möchten? Was spricht für, was gegen Stolpersteine als Form des Gedenkens?

Informieren Sie sich – und diskutieren Sie mit!

Veranstaltung am 22. Juli 2014 um 19 Uhr im Jüdischen Museum
Moderation: Amelie Fried

Weitere Informationen:
www.stolpersteine-muenchen.de

Auch Buddy Elias spricht sich für die Stolpersteine in München aus München

Das Tagebuch der Anne Frank ist ein Werk der Weltliteratur. Buddy Elias ist der Cousin und letzte lebende direkte Verwandte von Anne Frank, die mit ihrer Schwester Margot und der Mutter Edith von den Nazis im März 1945 im KZ Bergen-Belsen bzw. Auschwitz ermordet wurde. 2009 wurden Stolpersteine für Anne, Margot und Edith in Aachen verlegt. Buddy Elias ist Präsident des Anne-Frank-Fonds mit Sitz in Basel.

Er schrieb an die Initiative Stolpersteine für München e.V. u.a. folgende Worte:

„Stolpersteine bedeuten tägliches Erinnern an unschuldig ermordete und Mahnung zu humanistischem denken und handeln. Da ich durch meine Erinnerungsarbeit für Anne, Margot, Edith Frank und alle anderen Opfer viel unterwegs bin, viele Schulen besuche und mit meiner Frau auch international aus unserm Familienbuch (»Grüsse und Küsse an alle« – die Geschichte der Familie von Anne Frank) lese, bin ich dankbar, dass es auch andere Menschen und Organisationen gibt, die sich der Anbringung von Stolpersteinen widmen.“