Demonstranten stürmen „jüdische“ Fastfood-Restaurants

Nach einer Anti-Israel-Demonstration am Samstag (19. Juli) in Nürnberg stürmten mehrere Hundert Teilnehmer den Hauptbahnhof, um in den vermeintlich jüdischen Burger-King- und McDonald’s-Filialen „friedlich“ gegen den Krieg zu protestieren…

Ein bei Youtube eingestelltes Video zeigt, wie die fanatisierten Massen durch den Bahnhof laufen, Parolen wie etwa „Kindermörder Israel“ und „Allahu Akbar“ skandieren und in den Burger-King einfallen. Sowohl die örtliche Polizei wie auch die im Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei griffen nicht ein.

In Nürnberg wurde offenkundig versucht, diese widerliche Aktion zu verharmlosen beziehungsweise unter den Teppich zu kehren. Die größte Zeitung in der Region „Nürnberger Nachrichten“ erwähnt das Ereignis – eher beiläufig – erst in der heutigen Dienstagausgabe: „… antisemitische Töne bei Protesten auch in Nürnberg“. Nur die kleinere Schwester „Nürnberger Zeitung“ veröffentlichte gestern Nachmittag auf ihrem Internetportal unter der Rubrik „Aus den Blogs“ einen Artikel und verlinkte den Text mit dem Video.

Auf Anfrage von haGalil stellte die Bundespolizei Nürnberg zu den antisemitischen Vorfällen fest, dass sie „keine strafrechtliche Relevanz“ sah, gegen die Demonstranten vorzugehen. Geschäfte zu stürmen, die sich (angeblich) in jüdischem Besitz befinden, wird hier anscheinend als traditionelles Brauchtum gewürdigt. Differenzierter wird das Ereignis von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nürnberg betrachtet: Da der Aufzug „friedlich“ verlaufen und offiziell beendet gewesen sei, sah man auch hier keine Möglichkeit einzugreifen, zumal die Vorfälle sich außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der bayerischen Landespolizei ereigneten. Immerhin soll das Video unter strafrechtlichen Gesichtspunkten analysiert werden.

Das offizielle Nürnberg zeigte sich dagegen bestürzt über den blanken Hass und verurteilte die anti-jüdische Aktion scharf. Die Leiterin des kommunalen Menschenrechtsbüros, Martina Mittenhuber, erklärte gegenüber haGalil: „Wir dulden keine Formen des Antisemitismus in unserer Stadt, die zivile Bürgerschaft wird es nicht hinnehmen, dass ein antisemitischer Mob unsere Straßen beherrscht.“ (jgt)

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4 Kommentare zu “Demonstranten stürmen „jüdische“ Fastfood-Restaurants

  1. Burger King und McDonald jüdisch. Aha. Hab ich mir doch schon immer gedacht. Irgendwie erinnern die runden Dinger ja auch entfernt an Mazzes.

    Inzwischen ist lt. PressTV (iranische online-Seite) trotz vergeblicher Geheimhaltung durchgesickert, dass Japan auch irgendwie jüdisch ist und Sony die israelischen Raketen mit HiTec-Kameras bestückt: URL abs. unvollständig – presstv.ir/detail/2014/08/11/374934/sony-helps-israel-in-gaza-offensive/. Aufrichtige Menschenfreunde kaufen deshalb nix von Sony. Logisch eigentlich.

    Ja, aber was ists mit der israelischen Technik in ihren PCs? Moment. Muss rassist denn alles wissen?

    Blütenlese (3 Leserbriefe aus PressTV zum Thema):
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    cfb
    Aug 11, 2014 7:11 PM
    I’m glad I stopped buying that junk years ago. From now on I will check carefully to see where the items originated from. It’s nice to know who the fascists are who support the illegal entity known as „Israel“, and the Jewnited States.
    Rating8
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    Kooh
    Aug 11, 2014 6:45 PM
    Government of Japan has lost its dignity, after the atomic bombardment by Yankees on their two cities. It has become the puppet of the American Zionist. Once , a proud nation, Now a servant who takes orders. A sad reality…
    Rating9
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    Mahala
    Aug 11, 2014 5:19 PM
    Shame on Sony and Japan.I will never-ever buy Sony product again.Zionist took over them too.WOW.
    Rating67
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    Wenn die wüssten, dass die russische und die chinesische Führung längst aus native Mossad-Agents besteht, würden sie sich vermutlich die Kugel geben…

  2. Ein Dokument, das vermittelt wie gesellschaftsfähig der Judenhass inzwischen geworden ist. Da ist niemand, der dagegen hält. Der Polizei sind wegen „Zuständigkeitsproblemen“ die Hände gebunden, außerdem ist ja schließlich „nichts passiert“. Wird schon wieder.

    Das meint auch Wolfgang Benz,Experte für Antisemitismus. „Aber deshalb jetzt von antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zu sprechen, halte ich für übertrieben. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet, einige haben blödsinnige Parolen gerufen.“

    Erneut zeigt sich, dass vergangene Leistungen nicht davor bewahren, irgendwann Dinge von sich zu geben, die diese Verdienste Stück für Stück wieder aufheben. Interessant wäre zu wissen, warum es zu solchen Ausfällen kommt.

  3. Kaum konnte die glücklicherweise nach Indien verbannte Ulrike Putz keinen Zusammenhang zwischen dem abgeschossenen MH Flug und Israel konstruieren, darf sie jetzt von dort aus schon wieder, praktisch nicht mehr unterschwellige, Botschaften im Spon veröffentlichen:

    „Dass es in den vergangenen Wochen mehrfach Raketenalarm gab, war für viele Tel Aviver bisher kein Grund, ihr fröhliches Strand- und Straßenleben zu unterbrechen. Die Unterbrechung des Flugverkehrs wird die reisefreudigen Israelis jedoch empfindlich treffen – und sie vielleicht dazu bewegen, dem Krieg in Gaza mehr Aufmerksamkeit zu schenken.“

    Super, vielleicht dürfen jetzt endlich mal auch die Spiegel Mitarbeiter in Südamerika, Australien oder China über Deutschland berichten, die waren immerhin auch schon mal da und kennen sich aus.

    Durch Putz weiß ich aber immerhin endlich, wie die Israelis ticken: eingezogene oder tote Töchter und Söhne, ständiger Raketenalarm, Terroristen, Entführungen führen zu fröhlichem Strandleben der nie arbeitenden, denkenden oder trauernden Israelis, aber wehe wenn „Ahasverus“ am Wandern gehindert wird, „vielleicht“ denkt er dann und hält kurz im Feiern inne.

    Da Frau Putz uns ja jetzt die demokratischen Verhältnisse in anderen Gegenden nahebringen wird, bin ich der festen Überzeugung, der verantwortliche Schlußredakteur sollte die tolle Zusammenarbeit auch für dieses Gebiet fortsetzen.

    Eigentlich habe ich ein bißchen Mitleid mit der dortigen Bevölkerung.

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