- haGalil - http://www.hagalil.com -

Eyal, Gilad Sha’er und Naftali: Ein leuchtendes Vorbild der Stärke und Hoffnung

Nach dem grausigen Fund der Leichen im Wald bei Hewron, trat das Sicherheitskabinett umgehend zusammen. Zu Beginn der Sitzung sagte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu: “Eyal Yifrah, Gilad Sha’er und Naftali Frenkel wurden entführt und kaltblütig von menschlichen Tieren ermordet“… Naftali - Gilad - Eyal

Vorlauf

Als Hauptverdächtige wurden Marwan Kawasmeh und Amar Abu-Isa, zwei Mitglieder der Hamas benannt. Sie waren unter den bei einem früheren Gefangenen-Austauch Freigelassenen. Zur Durchsetzung ähnlicher Freilassungen, wird es sicher noch schwieriger sein, überzeugende Argumente zu finden. Dies ist um so tragischer, als diese Freilassungen oft das einzige Zugeständnis waren, zu dem sich die Netanyahu-Regierung noch durchringen konnte.

Premier Netanyahu weiter: “Zu unserer großen Trauer wurden diesen Abend drei Leichname gefunden. Alles deutet darauf hin, dass es sich um die Körper der drei entführten Jugendlichen Eyal Yifrah, Gilad Sha’er und Naftali Frenkel handelt. Sie wurden entführt und kaltblütig von menschlichen Tieren ermordet. Im Namen des ganzen jüdischen Volkes möchte ich ihren Familien, ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern, ihren Brüdern und Schwestern, sagen, dass wir tief getroffen sind, und dass die ganze Nation mit ihnen trauert. Wir werden für ein angemessenes Begräbnis der Jungs sorgen.

‚Rache für das Blut eines kleinen Kindes hat der Satan noch nicht geschaffen.‘ Auch nicht die Rache für das Blut dreier unschuldiger Jungen, die auf dem Weg nach Hause zu ihren Eltern waren…

Die Hamas (Harakat al-Muqāwamat al-Islāmiyyah) ist verantwortlich – und die Hamas wird zahlen. Möge die Erinnerung an die drei Jungen gesegnet sein.“ Die Liebe zur Heimat Auch Präsident Shimon Peres gab nach Bekanntwerden der Nachricht vom Tod der Jungen folgende Stellungnahme ab:

„Ganz Israel neigt heute sein Haupt. 18 Tage lang haben wir gehofft und mit einer Stimme gebetet, dass wir die Jungen gesund und sicher finden werden. Angesichts dieser bitteren Nachricht trauert nun ganz Israel. Wir fühlen den großen Verlust und bleiben zugleich entschlossen, die Terroristen zur Rechenschaft zu ziehen. Unsere Entschlossenheit zum Kampf gegen den Terror wird noch stärker und wir versichern, dass mörderischer Terrorismus dieser Art es nicht mehr wagen wird, sich zu erheben. In diesen schweren Tagen sind meine Gedanken und meine Gebete bei den Familien. Sie haben ihre Kinder hingebungsvoll erzogen und in ihnen die Liebe für ihr Heimatland gesät.“

Der zukünftige Präsident Reuven Rivlin sagte:

„Was wir befürchtet haben, ist wahr geworden. Unsere Befürchtung reichte tief, aber wir trugen in unseren Herzen die Hoffnung, dass selbst mörderische Terroristen die Teenager verschonen würden. Unsere Herzen sind in diesen schweren Tagen bei den tapferen Familien, die für immer als Vorbild der Stärke und Hoffnung auch in den schwersten Zeiten stehen werden.“

Außenminister Liberman hat seinen Besuch in Prag abgesagt, um nach Israel zurückzukehren.

Reaktionen in Deutschland: Hamas – Quelle von Hass und Mord

„Die schreckliche Nachricht von der Ermordung der drei Jugendlichen hat mich persönlich zutiefst schockiert und macht mich ganz fassungslos“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann. „Wir alle haben 18 Tage lang so sehr gehofft und gebetet. Nun wissen wir: Drei völlig unschuldige junge Menschen sind Opfer von brutalen und bösartigen Terroristen geworden. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien in dieser so schweren und schmerzhaften Zeit.

Ich hoffe, dass die Entführer und Mörder der Jungen nun bald gefasst und ihrer Strafe zugeführt werden. Der Terrorismus der Hamas, die nun sogar Teil der fatalen Einheitsregierung auf palästinensischer Seite ist, erweist sich wieder einmal als Quelle von Hass und Mord und muss entschlossen bekämpft werden.“

Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde verurteilt die Entführung der jungen Siedler aus Hebron Die Regierung Palästinas verurteilte die Entführung der jungen Siedler aus Hebron, wies aber eine Mitverantwortung zurück. Hebron liege in der Zone C, in der die gesamte Sicherheitskontrolle allein von Israel ausgeübt werde. Es gäbe dort keinen einzigen palästinensischen Polizisten. Sowohl die Besetzung Hebrons als auch die Siedlungen sind völkerrechtswidrig. Der Ministerpräsident hoffte, dass die entführten Jugendlichen gesund und bald auch wieder frei sind. Der Ministerpräsident würdigte die Hilfe durch die EU und besonders durch Deutschland, hoffte aber auf eine noch stärkere Mitwirkung beim Friedensprozess. Die Palästinensische Regierung sei auch weiterhin zur Verhandlung mit Israel bereit, wenn Israel wie versprochen bestimmte Häftlinge freiließe und den Siedlungsbau stoppe. Es gäbe nur die Zweistaatenlösung, die durch den Siedlungsbau täglich mehr gefährdet würde.

Quellen: ZJD (Zentralrat der Juden in Deutschland), Außenministerium des Staates Israel, 30.06.14, Botschaft des Staates Israel