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Viktor Orbáns Deklarationen und die Wirklichkeit

Die alle zwei Wochen erscheinende Zeitung Új Élet des Verbandes der jüdischen Gemeinden Ungarns (Mazsihisz) brachte in ihrer Ausgabe vom 1. März 2014 unter dem Titel „Null Toleranz“ Nachrichten darüber, was in Ungarn toleriert wird…

Von Karl Pfeifer

Zum Beispiel im Februar 2014 den Aufmarsch von Neonazi in der Stadt Székesfehérvár, die weniger als 40 km von der Gemeinde Felcsút entfernt ist, wo Ministerpräsident Viktor Orbán wohnt. Anlässlich ihrer Zusammenrottung meinten die Teilnehmer, der wirkliche Holocaust sei nicht die Vernichtung der Juden, sondern die Bombardierung von Dresden gewesen.

Im Orbán nahestehendem ECHO TV konnte man Anfang März folgende Sprüche des Journalisten Ferenc Szaniszló hören: „Ungarn muss sich vorbereiten, ob es will oder nicht, es muss wieder die Karpaten-Ukraine integrieren.“ „Wenn die Russen uns vor vollendete Tatsachen stellen und uns anbieten, dass wir zurücknehmen, was das unsere war über viele Jahrhunderte, was werden wir dann erwidern? Dass unsere Brüsseler und Washingtoner Herren antworten werden?“ „Während in der Zwischenzeit in Ungarn nur die hochverräterischen Nazi-Sozialisten, die faschistischen Liberalen, die Linksextremisten und die antisemitischen Zionisten die Europäische Union befürworten.“ „Russen und Ungarn sind in der Ukraine die leidenden Subjekte der gleichen nazi-sozialistischen, faschistisch-liberalen Unterdrückung.“

In einem zivilisierten Land würde man einen solchen Menschen nicht in die Nähe eines Mikrofons lassen.

Viktor Orbán schrieb am 19. Februar 2014 in einem Brief an Mazsihisz: „Wie Sie wissen haben meine frühere und auch meine jetzige Regierung Null Toleranz gegenüber dem Antisemitismus erklärt…“

Wer kann ihm noch glauben?