Indien: „Cochin“ von Isaak Markon im Jüdischen Lexikon von 1927

Informationen zu indischen Juden enthält  das „Jüdische Lexikon“ nicht nur in seinem Eintrag „Indien“, sondern auch noch unter anderen Stichworten bereit, so unter „Cochin“. Der Verfasser des von dieser südindischen Provinz und deren Juden handelnden Eintrags war der damalige Berliner Dozent am Rabbinerseminar, Prof. Isaak Markon…

Erschienen ist das aus fünf Teilbänden bestehende „Jüdische Lexikon („Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Begründet von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno Kirschner. Unter Mitarbeit von über 250 jüdischen Gelehrten und Schriftstellern“) im Jahre 1927 in Berlin.

Als Sohn eines Großkaufmanns wurde Isaak Dow Ber Markon am 27.1.1875 in Rybinsk an der Wolga geboren. Er studierte Rechtswissenschaften sowie Orientalistik in St. Petersburg und in Berlin. Außerdem war er zeitweise am Hildesheimer Rabbinerseminar immatrikuliert.

Als eine seiner ersten Anstellungen trat Markon 1901 die als Bibliothekar an der kaiserlichen öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg an (bis 1917). Ab 1908 lehrte er zusätzlich an der St. Petersburger Universität als Dozent Orientalistik und dann, von 1917 bis 1920, Judaistik. Von 1922 bis 1924 bekleidete er an der Belorussischen Universität Minsk eine ähnliche Stelle und übte zeitweilig eine Beraterfunktion am kaiserlichen Erziehungsministerium aus. Insgesamt vier Jahre arbeitete Markon an der Herausgabe eines der bedeutendsten jüdischen Nachschlagewerke in russischer Sprache mit, an der „Jewrejskaja Entsiklopedija“. Ferner gilt er als einer der Mitbegründer und -herausgeber des vierteljährlichen Periodikums „Ha-kedem“, das 1907 bis 1909 in hebräischer und deutscher Sprache erschien.

Markon verließ Russland 1926 und siedelte sich in Berlin an. Hier wurde er bald Mitarbeiter der Encyclopaedia Judaica bzw. der Eschkol Enziklopaedijah Jisre’elit und zwar in der Funktion eines Spezialisten für das Karäertum sowie eines Fachmanns für Bibliographien generell. Zeitweise unterrichtete er daneben noch am Rabbinerseminar. Im Jahre 1928 ernannte ihn die Deutsch-Israelitische Gemeinde von Hamburg zum Leiter ihrer Jüdischen Bibliothek und Lesehalle – eine Stelle, bei der sich Markon hohes Ansehen erwarb.

Als Jude und noch dazu als „Ostjude“, mit (wohl noch) sowjetischer Staatsangehörigkeit, oder als Staatenloser, hatte der Gelehrte ab 1938 keine Chance länger legal in Deutschland bleiben zu können, man wies ihn aus. Seine nächsten Stationen waren zunächst Amsterdam, dann ab 1940 Großbritannien, wo er beim Montefiore College in Ramsgate Aufnahme fand.

Nach dem Kriege verfasste Markon Verzeichnisse jener jüdischer Kulturgüter, die dem manischen Vernichtungseifer deutscher Judenhasser an Hamburger Bibliotheken zum Opfer gefallen waren. Der Gelehrte verstarb am 28. 3. 1949 in London.

Zu Markons herausragenden Leistungen zählen u.a. sein Vergleich zwischen christlich-kirchlichen und talmudischen bzw. karäischen Ehegesetzen (1901), ferner eine Arbeit zu einem verwandten Thema „Mekorot le-Korot Dinei Nashim“ (1908), außerdem verschiedene Herausgaben karäischer Schriften. Nennenswert sind zudem seine Studie zu slavischen Glossen im Text „Or Zaru’a“ bei Isaac ben Moses aus Wien (1906) und seine Herausgabe (gemeinsam mit D. Guenzburg) einer Festschrift für A. Harkavy.

Cochin, Staat in Süd-Indien an der Malabar-Küste, seit 1795 unter britischer Herrschaft. Die Anfänge j. Ansiedlung im Lande reichen in das tiefe Altertum zurück. Nach einer Annahme sollen die Israeliten schon im Zeitalter des Königs *Salomo im Handelsverkehr mit C. gestanden haben, andere sehen die J. in C. als Nachkommen der *Zehn Stämme, wieder andere als Abkömmlinge der in die *babylonische Gefangenschaft fortgeführten J. an. Die erste Erwähnung C.‘er Juden geschieht in Bronzetafeln, die nach Annahme der geschichtlichen Forschung wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des 4. Jhdts. stammen. Sie enthalten eine Urkunde des Königs von Malabar, laut welcher dieser den J. Josef Rabban zum Fürsten einsetzte und ihn mit der Stadt Anjuvannan (bei Cranganore) belehnte. Neben anderen Privilegien wurden dem neuen Fürstentum alle rückständigen Abgaben und Steuern erlassen, und Josefs Nachkommen wurde die Erfolge zugesichert, „solange die Sonne die Erde bescheint“. Die hier seßhaft gewordenen J. vermischten sich mit den Eingeborenen und wurden die Vorfahren der gegenwärtigen „schwarzen Juden“, die eine Mischung von jüd. und indisch-dravidischen Rassenmerkmalen (Kala Israel) aufweisen. Nach dem Zeugnis des *Benjamin von Tudela (12. Jhdt.) wohnten hier ungefähr 100 J. von schwarzer Gesichtsfarbe. Auch Marco Polo (13. Jhdt.) und Vasco da Gama (1498) sollen solchen J. hier begegnet sein. Die neben den schwarzen J. in C. lebenden weißen J sind erst später ins Land gekommen. Unter ihnen sind viele spanischer und portugiesischer Herkunft, die namentlich Anfang des 16. Jhdts. nach C. gelangten. Das j. Fürstentum in C. ging schon im 16. Jhdt. an inneren und äußeren Streitigkeiten zugrunde. Ein Teil der J. ließ sich dann in Mottancheri (südw. von C.) nieder. Die weißen J. errichteten 1568 eine besondere Synagoge, u. zw. gegen den Protest der schwarzen J., die gemeinsame Bethäuser und vollständige Verschmelzung beider J.-Gruppen verlangten. Unter portugies. Herrschaft, unter der sich die Zahl der J. stark vergrößert hatte, erlitten sie Bedrückungen; 1524 sollen sie ausgewiesen worden sein. Ihre Rechtslage besserte sich wesentlich erst, als das Land unter die Herrschaft Hollands (1663-1795) und später Englands (von 1795) geriet. Solange die Sklaverei in Malabar Brauch war, nahmen auch die J. verschuldete Männer und Frauen als Sklaven auf. Die Nachkommen der freigelassenen Sklaven waren in religiöser Hinsicht gleichgestellt, mit der Einschränkung, daß sie zur *Toravorlesung nur am *Simchat-Tora zugelassen wurden. Die Sklaven selbst wurden in den beiden *Seder-Nächten als Freie behandelt. In der Synagoge war ihnen früher eine besondere, abgegrenzte Abteilung hinter den Bänken angewiesen.

Gegenwärtig besteht kein wesentlicher Unterschied religiöser Natur zwischen den Weißen und Schwarzen; beide Gruppen befolgen die gleichen religionsgesetzlichen Vorschriften, beten nach sĕfardischem *Ritus, sind streng religiös und sprechen dieselbe Sprache (Malayalam, einen Tamildialekt). Dagegen ist die gesellschaftliche Absonderung noch erheblich, weil die weißen J. die schwarzen noch immer als geringere und unreine Kaste betrachten. Deshalb gilt bei ihnen die Ehe mit den schwarzen J. als verpönt, und sie speisen mit ihnen nicht an einem Tisch. Die weißen J. haben eine, die schwarzen J. zwei Synagogen, deren ältere schon aus dem 12. Jhdt. stammen soll, während die zweite 1625 erbaut wurde. Die schwarzen kennen weder Kohanim (*Ahroniden) noch *Leviten und wenden sich, wenn solche zum Gottesdienst benötigt werden, an ihre weißen Brüder. Als C. zum Schutzgebiet Hollands wurde, wurden den J. auf Ersuchen von David Rechabi Torarollen, Gebetbücher und Werke der rabbinischen Literatur aus Amsterdam zugesandt. Der 15. Aw, an dem diese Sendung eintraf, wird noch jetzt alljährlich gefeiert. 1752 und 1769 wurden in Amsterdam besondere Gebetbücher nach dem Ritus von „Singali und Cochin“ gedruckt.

Die weißen J. betätigen sich vornehmlich als Farmer und treiben auch Handel. Die schwarzen J. sind vorwiegend Fischer und Gärtner. Es gibt unter ihnen auch viele Holzhauer und Ölpresser. Die Nachkommen der freigelassenen Sklaven sind meistens Buchbinder, Angestellte und Kleinhändler. Die wochentägliche Kleidung der weißen J. unterscheidet sich nicht von der der Eingeborenen. Die schwarzen J. bekleiden nur den Unterteil des Körpers; sie tragen rote Kopfbedeckung und lassen die traditionellen Schläfenlocken (*Peot) wachsen. In der Synagoge legen sie eine besondere Tracht an. Die Jugend bemüht sich um Durchsetzung der europäischen Kleidung. Die Juden C.‘s sind monogam. Die weißen J. wohnen insb. in dem „Jewish Tower“ genannten Stadtteil; zwischen ihren Häusern führt der Weg zur Synagoge. Im Hofe eines jeden Hauses befindet sich eine Zisterne zum Baden und eine Hütte, in der die Feiertage verbracht werden. Sie wird peinlich sauber gehalten und am Sabbat und Feiertag sowie *Rosch chodesch hell beleuchtet.

Das geistige Niveau der C.‘er Juden ist nicht hoch. Es haben sich aus ihrer Mitte bekannt gemacht: David Rechabi, Verfasser des Kalenders „Ohel David“ (gedruckt in Amsterdam 1791), und Salomon Rinman, Verfasser von „Massaot Schĕlomo“ (Wien 1884).

Lit.: JE IV, 135-138; Safir, Eben safir II, 56f.; Rinman, Massaot Schĕlomo, 146 f; G. Oppert in „Semitic Studies in Memory of Alex. Kohut“, das., S. 420-434; Ernst v. Hesse-Wartegg, Die weißen u. schwarzen J. des südlichen Indiens (Ost u. West 1912, Sp. 243 ff.)

Quelle:

Jüdisches Lexikon. Vier Bände (5 Teilbände), Band I, 1. Aufl., Berlin 1927, „Cochin“. Der Lexikontext wurde in seiner Originalschreibweise belassen; * deutet auf einen korrespondierenden Artikel in diesem Nachschlagewerk hin; j = jüdisch; J = Jude(n).

Kotschin (Cochin) im Internet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Cochin-Juden

http://en.wikipedia.org/wiki/Cochin_Jews

http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%BE%D1%87%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B5_%D0%B5%D0%B2%D1%80%D0%B5%D0%B8

http://adaniel.tripod.com/cochin.htm

http://www.hindu.com/thehindu/mag/2005/05/15/stories/2005051500300400.htm

http://www.hindu.com/2003/09/11/stories/2003091108060400.htm

http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&aid=1859700

http://www.jcpa.org/jpabfl93.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Kochi_%28Indien%29

http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g297633-d450998-Reviews-Paradesi_Synagogue-Kochi_Cochin_Kerala.html

http://www.indien-reise.com/german/Cochin-Ernakulam.htm

http://israel.nahost-politik.de/israel-nachrichten/news/indien.htm

http://www.youtube.com/watch?v=5zMAT4S22Zk

http://www.youtube.com/watch?v=Q2a2bxhAdOQ

http://www.youtube.com/watch?v=3tQgIjSTSWc

http://www.youtube.com/watch?v=7KcghKqNX-Y

http://www.youtube.com/watch?v=D-iDwBpjqYs

http://www.youtube.com/watch?v=NWMTN61GaOY

http://www.youtube.com/watch?v=iRIyAzUpuYc

Anmerkungen:

Die Informationen zur Biografie von Isaak Markon entnahmen wir der Encyclopaedia Judaica, Jerusalem 1971 bzw. stammen von:

http://www.dasjuedischehamburg.de/inhalt/markon-isaak-dow-ber

http://www.google.de/search?hl=de&tbo=p&tbm=bks&q=inauthor:%22Isaak+Markon%22#q=inauthor:%22Isaak+Markon%22&hl=de&tbm=bks&psj=1&ei=P-q9T5aCDqSD4gSw-7mbAw&start=0&sa=N&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&fp=28876dd3875a5fb6&biw=1272&bih=853

http://books.google.de/books?id=txZ8m5ymMf0C&pg=PA134&lpg=PA134&dq=isaak+markon&source=bl&ots=x2XrrdU_ab&sig=_BAKYVSU9VtOudMjAbvATlQspog&hl=de&sa=X&ei=Ffi9T9XlHPDV4QSi8KQ0&ved=0CFQQ6AEwBzgK#v=onepage&q=isaak%20markon&f=false

http://books.google.de/books?id=YedYAAwCXT4C&pg=PA33&lpg=PA33&dq=isaak+markon&source=bl&ots=LAXN9dTQuh&sig=weQv2R9-PhL7GCRMd5-a-b2g_9w&hl=de&sa=X&ei=Ffi9T9XlHPDV4QSi8KQ0&ved=0CFcQ6AEwCDgK#v=onepage&q=isaak%20markon&f=false

http://books.google.de/books?id=dhyn8Ur8wCEC&pg=PA71&lpg=PA71&dq=isaak+markon&source=bl&ots=MlcfPWk0GH&sig=gpK3Ll0X8LqI4-YItB1tsRsu2LU&hl=de&sa=X&ei=Ffi9T9XlHPDV4QSi8KQ0&ved=0CFoQ6AEwCTgK#v=onepage&q=isaak%20markon&f=false

Werke von Isaak Markon (Auswahl):

Slavianskie glossy u Isaaka-Ben-Moiseia iz Veny v ego sochinenii Or-Zarua. (1905)

Die slavischen Glossen bei Isaak ben Mose Or Sarua (1906)

Als Herausgeber gemeinsam mit V. Guenzburg: Festschrift zu Ehren des Dr. A. Harkavy: Aus Anlass Seines am 20. November 1905, Vollendeten Siebzigsten Lebensjahres, Gewidmet von Freunden und Verehrern (1908)

Meḳorot le-ḳorot dine nashim ve-‘arayot etsel ha-ḳara‘im (1908)
זכרון לאברהם אליהו הרכבי : קבוצת מאמרים בחכמת ישראל אשר נכתבו לכבוד הרב אברהם אליהו הרכבי …

Zikaron le-Avraham Eliyahu : ḳevutsat ma‘amarim be-ḥokhmat Yiśra‘el asher nikhtevu li-khevod Avraham Eliyahu Harkabi … (1908)

Das Buch von den verbotenen Verwandtschaftsgraden (1908)

Das Buch von den verbotenen Verwandschaftsgraden des Jeschû‘a ben Jehûda (Abû-l-Faraǵ Furḳân ibn ‘Asad) (1908)

הקדם. ha-Ḳedem (?)

Über das Mahsor nach Ritus Kaffa (1909)
Di︠e︡lo o sozhzhenii otstavnogo morskogo flota kapitan-poruchika Aleksandra Voznit︠s︡yna za otpadenie v evreĭskui︠u︡ vi︠e︡ru i Borokha Leĭbova za sovrashchenie ego. (1910)
Daniel al-Kumisi : ein karäischer Schrifterklärer des 9. Jahrhunderts. (?)
Odno iz nazvaniĭ Turt︠s︡ii v evreĭskoĭ literature (1923)
Eine Benennung der Türkei in der jüdischen Literatur (1926)

Das Land „Schabat“ in den Reisebemerkungen des Athanas Nikitin (1466-1472) (1928)

Bemerkungen zum Bericht des R. Jakob Emden über die Wilnaer Flüchtlinge im 17. Jahrhundert. (1929)

Etwas über den Einfluss der Wilnaer Emigranten auf das geistige Leben der deutschen Judenheit im 17. Jahrhundert. (1929)

[Review of] כִּתבֵי רְאובן פאהן חלק ראשוןִ ספר הקראיםִ בשני ספריםִ הוצאת „ועד הי׳בל (1930)

[Review of] The Arabic Commentary of ‚Ali ben Suleimān the Karaite on the book of Genesis (1930)

Rabbi Meir ben Isaac Vorbeter zu Worms (1933)

מאמר על מחזור מנהג אפ״ם. Ma‘amar al mahzor minhag … (1936)

Zwei Freimann-Festschriften (1937)

Ergänzungen und Berichtigungen zu meinem Artikel in der Jakob Freimann-Festschrift „R. Abraham ha-Cohen Rapoport und sein Werk ״איתן האזרחי (1937)
Aus der Literatur über die Karäer (1937)

Rabbi Hillel ben Naphtali Herz : Oberrabbiner de Dreigemeinden AHW (1671-1680) (193?)

Rabbi Schimschon Bloch, genannt „Chassid“ (1939)

כתבי־יד קראיים באספת אברהם גייגר / Kitve-yad Ḳara‘iyim ba-asupat Avraham Gaiger (?)

שני קטעים של משנה עם הנקוד הבבלי : עפ״י כתב יד של הביבליותיקה הקיסרית בפטרבורד / Sheni ḳeṭa‘im shel mishnah ‘im ha-niḳud ha-Bavli : ‘a.p.y. kitav yad shel ha-bivlioteḳah ha-ḳesarit bi-Peṭerburg (?)

זכרון לאברהם אליהו : קבוצת מאמרים בחכמת ישראל … לכבוד הרב … אברהם אליהו הרכבי – לזכרון היום אשר בו מלאו שבעים שנה לימי חייו … / (?)

רשומות מספר ״דבר שפתים״ לרבי דוד לחנו : השייכים לקורות היהודים וחייהם הפנימיים / Reshumot mi-sefer „devar śefatayim“ le-ravi Daṿid Leḥno : ha-shayakhim le-ḳorot ha-Yehudim ṿe-ḥayehem ha-penimiyim (?)