Der bayerische Schriftsteller Hans Zöberlein und die Juden, Teil 2

Der von der heimischen Geschichtsschreibung am liebsten totgeschwiegene Schriftsteller Hans Zöberlein wurde zusammen mit seinem berüchtigten Roman „Der Befehl des Gewissens“ in einem vorangegangenen Beitrag vorgestellt. Die dort wiedergegebene Leseprobe vermittelte am Beispiel des Motivs Rassenschande bereits einen ersten Eindruck von Sprache, Stil und Intentionen ihres Autors. An einem zweiten Textabschnitt sollen weitere Motive aus dem Antisemitismus-Repertoire des Hans Zöberlein einer kurzen Betrachtung unterworfen werden…

Von Apollonia Viehlechner

Zwar blieb die Auflagenhöhe von Zöberleins „Der Befehl des Gewissens“ mit bis 1942 über 400 000 Exemplaren unter der seines Erstlingswerkes „Der Glaube an Deutschland“, das in wohl doppelt so vielen Exemplaren ausgeliefert worden war, zurück, dennoch kann man bei ihm von einem überdurchschnittlichen Erfolg sprechen. Ganz entsprechend fiel auch die Breitenwirkung, die dieses Buch entfalten konnte, aus.

In der unten folgenden zweiten Leseprobe aus „Der Befehl des Gewissens“ tauchen, neben dem den ganzen Handlungsstrang des Romans durchziehenden Dauerthema Rassenschande, noch folgende weitere Motive auf:

– Das rituelle Schächten der Juden als „Tierquälerei“
– Die so gerne missverstandene Auserwähltheit des jüdischen Volkes
– Die angebliche Gewissenlosigkeit der Juden
– Die angebliche Christenfeindlichkeit des Judentums
– Juden als „Tüchtige Reklameleute“
– Die angebliche sexuelle Abartigkeit der Juden
– Der angebliche Zusammenhang zwischen Judentum und Bolschewismus
– Die angebliche Fragwürdigkeit der jüdischen Bibel

Außerdem wagt der Bayer Zöberlein einen Exkurs zur Überlegenheit der Religion der Germanen gegenüber Christentum und Judentum bzw. propagiert er die Vorzüge des germanischen Volkscharakters gegenüber dem der Römer oder dem der Juden. Der jüdischen Kultur spricht er deren Stellenwert in der Zivilisationsgeschichte der Menschheit ab.

Leseprobe 2:

Der Lenz und der Michl konnten es noch nicht glauben. Schau den Schorschl an, von dem hätte man so viel Schneid zuallerletzt erwartet. „Schorschl, ist’s wahr? Du gehst morgen hin?“ „Alleweil schon! Ich hab‘ genug vom roten Schwindel, bis daher.“ Dabei strich er mit dem Finger über die Lippen, und der Lenz meinte nachdenkend: „Neugierig bin ich schon lang. Im Schlachthof reden fast alle Metzger vom Hitler. Schon wegen der Schächterei am armen Vieh. Wenn man diese Tierquälerei anschauen muß, da könnt‘ man gleich den Juden selber abstechen. Der Altmetzger Gramml hat sich einmal nimmer halten können, hat dem Juden das Schächtmesser aus der Hand geschlagen und den Ochsen schnell abgestochen, daß er in der Schächtgabel nicht so lang hat leiden müssen. Jetzt haben sie ihm drei Monat gegeben wegen Gotteslästerung.“

„Schneid ab! Das erzählst deiner Waschfrau“, mißtraute der Michl der Wahrheit dieser Erzählung. „Brauchst mir’s ja nicht glauben, frag doch den Gramml selber.“

„Es ist sogar in der Zeitung gestanden“, mischte sich Hans in das Gespräch. „Ja, Michl, die Tierquälerei ist eine Religionshandlung bei den Juden, wie bei uns das Gebet. Und das Menschenquälen noch mehr. Deine so gut christliche Bayerische Volkspartei beschützt das noch, weil das Schächten religiös sein soll. Wenn ein Lausbub eine Katz‘ schindet, muß er das beichten, weil das eine Sünde ist. Aber die Juden dürfen Tag für Tag das Vieh schön langsam zu Tod schinden, das ist bei deiner Partei keine Sünde.“ „Und obendrein“, poltert der Lenz, „wenn ihnen ein Stückl trefer wird, weil das Schächtmesser schartig ist oder unsauber, das ist dann nicht mehr rein genug für die Judengoschen, das mögen sie nimmer. Für die Christen ist es aber noch gut genug, an die wird’s dann weiterverkauft.“

„Wahr ist’s!“ „Stimmt!“ „Haut doch hinein in die Judenbande!“ „Mit dem Knochenbeil!“ lärmt’s entrüstet durcheinander.

„Für das Christenvieh ist ihr Dreck gut genug, für den Akim, den Goi!“ rief Heinz grollend darüber hin, aber Krafft gebot Ruhe und sprach: „Michl, weißt du, was du in den Augen der Juden bist? – Nicht mehr wie ein Vieh, ein Tier! Mensch ist nur der Jude, so sagt ausdrücklich ihre Religion. Wenn ein Jude bei einer Jüdin, die nicht seine Frau ist, schläft, das ist eine Sünde. Ist’s aber nur ein Christenmädel, dann nicht, denn die ist ja bloß ein Tier. Mit Tieren dürfen sie treiben, was sie wollen. Wenn ein Jud‘ einen anderen betrügt, das ist eine Sünde für ihn; wenn er es aber bei dir tut, geht er bloß an den Brunnen und wäscht sich seine Pfoten, weil er sich an dir unrein gemacht hat beim Geschäft. Die Pfoten nur, sein Gewissen nicht. Er hat ja gar keins.“

Der Michl schneuzte sich verlegen: „Was soll man da noch glauben. Erst vergangenen Sonntag wieder hat der Stadtpfarrer gegen die Judenhetze gepredigt, daß sie unchristlich wäre. Die Juden sind das auserwählte Volk Gottes, das steht in der Bibel, und durch Moses hat er uns die zehn Gebote gegeben, ohne die wir Menschen arme Heiden geblieben wären und nicht in den Himmel kommen könnten. Christus war jüdischer Abstammung, der heilige Josef und die Muttergottes auch, Moses, Abraham, Noah, David – und so weiter bis zum Apostel Paulus. Die größten Männer der Religion waren Juden. Es gibt überall Sünder, unter den Christen noch mehr als unter den strenggläubigen Juden. Und Christus hat gesagt: Liebet eure Feinde!

Geh doch einmal hin zur Predigt. Das ist jetzt fast Sonntag für Sonntag das gleiche über Juden und Neuheiden. Hör dir’s einmal an!“.

„Nein, Michl!“ wehrte Hans ab, „wenn ich eine politische Rede hören will, gehe ich in eine Versammlung und nicht in die Kirche, so gut als ich im Hofbräuhaus keine Predigt suche. Aber dir rate ich, geh einmal am Schabbes in eine Synagoge, ob du dort auch so besorgte Reden um die lieben Christen hörst wie in deiner Kirche um die Juden. Ob sie sagen, daß Christus ein großer Mann der Religion war, wie dir vom Moses und Abraham erzählt wird. ‚Christus ist der Sohn einer Hure!‘ sagen sie. Und so sehr lieben die Juden ihre Feinde, daß sie an den Gräbern ihrer Toten noch beten: ‚Grüße mir Abraham, grüße mir Isaak, grüße mir Jakob – des Zimmermanns Sohn wenn du aber siehst, dann werfe ihn mit Steinen!‘ Dazu legen sie einen Stein, den sie mitgebracht haben, dem Toten auf das Grab. Soweit geht ihr Haß gegen uns, bis über den Tod hinaus. Darum muß ich mit Hitler sagen: Wir können nicht Christus lieben und zugleich jene, die ihn ans Kreuz geschlagen haben.“

Da muß der Lenz tief aufschnaufen: „Herrgott! Wenn das wahr ist, dann weiß ich nimmer, bin ich ein Mandl oder ein Weibl. Seitdem ich den Katechismus lernen hab‘ müssen, weiß ich nichts andres, als daß das Heil der Menschen von den Juden kommt.“

Der Heinz lachte lauthals, daß die Fensterscheiben vibrierten: „O ja, tüchtige Reklameleute sind die Juden seit jeher gewesen. Schon in der Bibel haben sie sich als das auserwählte Volk eintragen lassen. Und weil sich keine Konkurrenz meldete, die das bestritten hat, sind sie konkurrenzlos auserwählt geblieben. Sie haben immer für ihr Volk Reklame gemacht: Judas Söhne sind die besten! So gut als der Mandelbaum sagt: Meine Schuhe sind die besten!“

Der Heinz lacht selber am lautesten in der erheiterten Korona mit, wird aber plötzlich ganz ernst: „Lest doch einmal das Alte Testament aufmerksam durch! Da wimmelt es von geopferten Vorhäuten, von ruhmvollen Beischläfen, von auserwählt dreckigen Huren, Knabenschändern, Sodomitern, von Blutschande, Meuchelmord, Massenschlachtungen, abgeschnittenen Geschlechtsteilen – genau dasselbe, was man heute vom Bolschewismus in Rußland hört, dem modernen Paradies der Menschheit. Merkst du was, geliebter Leser?

Schlau sind sie schon immer gewesen, diese Teufelsbrut, sie haben immer den Gott als die höchste Instanz für sich nachzuweisen, an den die anderen glauben. Eine Verbrecherbande ist dieses auserwählte Volk! Und wenn sich der Herr Stadtpfarrer meinetwegen auf den Kopf stellt!“

„Aber Gott hat uns doch die zehn Gebote durch Moses gegeben, die haben wir doch von den Juden“, warf der Lenz ein und wartete lauernd, wie der Heinz diesen Brocken bewältigen würde.

Da schnitt Krafft dem Heinz das Wort mit einer leisen Handbewegung ab: „Du zwingst mich zu einer Antwort, Lenz, die deinen Glauben in ein ganz anderes Licht stellen wird. Vielleicht sagst du, ich bin ein Ketzer. Mache deine Ohren ganz weit auf, damit du mich richtig verstehst. Gehen wir einmal um rund zweitausend Jahre zurück zu unseren Vorfahren, den Germanen. In eine Zeit also, als Christus noch nicht geboren war und also noch kein Mönch mit dem Christentum die zehn Gebote nach Deutschland gebracht haben konnte, das war erst gut fünfhundert Jahre später.

Vor dieser Zeit aber schrieb der Römer Tacitus, der gewiß kein Freund der Germanen war, daß sie keine geschriebenen Gesetze kannten wie die Römer, daß aber bei den Germanen die überlieferten Sitten mehr galten als anderswo gute Gesetze. Er rühmte, daß er kein Volk kenne, das Vater und Mutter so hoch achtete wie die Germanen. Es sei bei ihnen nicht Sitte, Eide zu verlangen, denn sie kannten das Lügen nicht, ein Handschlag galt mehr als anderswo ein Siegel. Wenn sie einen Streit hatten, mordeten sie nicht, sondern stellten sich offen zum Zweikampf. Die Ehe war ihnen so heilig, daß sie Ehebrecher schimpflich im Sumpf ertränkten. Und Diebstahl sühnten sie durch noch schimpflicheres Hängen.

Und waren doch Heiden nach der christlichen Lehre, diese ‚wilden‘ Germanen, die edlere Sitten hatten als die edlen Römer. Sie wußten aber von selber, ohne durch einen Moses Gesetzestafeln von Gott erhalten zu haben, daß Lügen, Stehlen, Morden, Ehebrechen und andere Niedertrachten verboten sind. Weil sie ein Gewissen hatten, das ihnen ohne geschriebene Gebote von selber so gebot.

Aber auch andere Völker des Altertums wußten das. Die Gebote Gottes sind die ungeschriebenen Urgesetze der Menschen, ohne deren Befolgung kein Volk zusammenleben kann. Die Ägypter, Perser und Babylonier kannten sie, noch ehe die Juden bei ihnen waren und ehe Moses den Berg Sinai bestieg. Das hat unsere Forschung längst entdeckt. Denn ohne diese Sittengebote wäre keines dieser Völker zu seiner großen Kultur gekommen, vor der wir heute noch staunend stehen. Die Legende vom Berg Sinai ist schön erfunden, wie das Märchen vom Paradies, das unsere Forschung über die Entstehung dieser Erde längst als gleichnishafte Dichtung in die Rumpelkammer der Weltgeschichte verwiesen hat.

Die zehn Gebote sind ewig, nicht erst durch die Juden sind sie in die Welt gebracht worden. Aber sie lassen sich gerne dafür ausgeben, damit wir meinen sollen, wie sittlich groß die Juden sind. Damit sie leichter verdunkeln können, daß sie selber gar nicht daran denken, darnach zu handeln.“

(Hans Zöberlein, Der Befehl des Gewissens, München 1937, S. 709-713)

Dieser Beitrag besteht aus drei Teilen. In Teil 3 wird der Umgang der allerneuesten bayerischen Geschichtsschreibung mit dem Tabuautor Zöberlein einer eingehenden Betrachtung unterworfen. 

Anmerkungen:

Die in der 18. Auflage von „Der Befehl des Gewissens“ des Jahres 1942 genannte Auflagenhöhe beträgt 391. – 420. Tausend.

In Deutschland hatte das Königreich Sachsen mit einem Schächtverbot im Jahre 1892 den Anfang gemacht. Bayern folgte 1930, Braunschweig 1931, Oldenburg, Anhalt und Thüringen 1932. Durch Gesetz vom 21. April 1933 wurde für das ganze Reich bestimmt: „Warmblütige Tiere sind beim Schlachten vor Beginn der Blutentziehung zu betäuben.“

Bayerische Volkspartei (BVP) = zur Zeit der Weimarer Republik eine christlich-konservative Partei in Bayern und die Vorgängerin der heutigen CSU.

trefer = mit dem Wort „trefe“ (=unrein) wird alles bezeichnet, was „nicht koscher“ ist.

Korona = Zuhörerschaft, fröhliche Runde.

Sodomit(er) = einer der Geschlechtsverkehr mit Tieren hat.

Literatur:

Saul Friedländer, Das Dritte Reich und die Juden, München 2008, S. 138f

Hellmuth Langenbucher, Deutsche Dichtung in Vergangenheit und Gegenwart, Berlin 1937, S. 307f

Joseph Wulf, Kultur im Dritten Reich – Literatur und Dichtung, Frankfurt a. M. und Berlin 1989, S. 407

Hans Zöberlein, Der Befehl des Gewissens, München 1937 (3. Aufl., 51.-70. Tausend)

Zöberlein, Hans in:

Biographisches Lexikon zum Dritten Reich, (Hg.) Hermann Weiß, Frankfurt a. M. 2002

Enzyklopädie des Nationalsozialismus, (Hg.) Wolfgang Benz u.a., München 2007

Der Große Brockhaus in zwanzig Bänden, 15. Aufl., Leipzig 1935:

„Schriftsteller, *Nürnberg 1. Sept. 1895, lebt in München, Architekt. Z. ist seit 1934 Leiter des Kulturamtes München; er gründete den Münchner Künstlerkreis „Der Glaube an Deutschland“. Unter dem gleichen Titel erschien sein Kriegsbuch (1931, mit einem Geleitwort von Adolf Hitler), das die Erlebnisse des Infanteristen Z. an der Westfront schildert; nach diesem Buch wurde vom Verfasser 1933 der Frontfilm ‚Stoßtrupp 1917‘ hergestellt.“

Der Neue Brockhaus in vier Bänden, 2. Aufl., Leipzig 1942:

„Dichter, *Nürnberg 1. Sept. 1895, Architekt, seit 1934 Leiter des Kulturamts München; schrieb einen vom Weltkrieg zur nationalen Revolution reichenden Doppelroman: ‚Der Glaube an Deutschland‘ (1931) und ‚Befehl des Gewissens‘ (1937).“

Ernst Klee, Das Kulturlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt a. M. 2007

Ernst Loewy, Literatur unterm Hakenkreuz, Frankfurt a. M. 1983, S. 328f.

Meyers Kleines Lexikon in drei Bänden, 9. Aufl., Leipzig 1934:

„Architekt und Schriftsteller, *1895; ‚Der Glaube an Deutschland‘ (Kriegsbuch, 1933; preisgekrönt)“

Robert Wistrich, Wer war wer im Dritten Reich?, Frankfurt a. M. 1992

Internet:

Hans Zöberlein

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Z%C3%B6berlein

http://www.munzinger.de/search/portrait/Hans+Z%C3%B6berlein/0/3196.html

Das Schächtverbot in Bayern

http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2737979

http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4chten#Bayern

http://www.europeana.eu/portal/record/09319/33AA36E3AB93CE36D7161DD940B8C2FE64390076.html

http://www.ditg.org/infopdf/41.pdf

http://geschichte.digitale-sammlungen.de/landtag1919/sachbegriff/schaechtverbot

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28955533.html

Tacitus über die Germanen

http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_%28Tacitus%29

http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/roemischer-historiker-tacitus-ueber-das-wesen-der-germanen-a-890966.html

http://www.gottwein.de/Lat/tac/Germ16.php

Die Zehn Gebote

http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote

http://en.wikipedia.org/wiki/Ten_Commandments

http://fr.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9calogue

„Jüdischer“ Bolschewismus

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Bolschewismus

http://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_Bolshevism

Die Juden – ein auserwähltes Volk (?)

http://www.hagalil.com/deutschland/ost/judentum/relgrund.htm

http://en.wikipedia.org/wiki/Chosen_people

http://en.wikipedia.org/wiki/Jews_as_the_chosen_people

http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Judaism/chosen_people.html

http://fr.wikipedia.org/wiki/Peuple_%C3%A9lu

http://fr.wikipedia.org/wiki/Peuple_%C3%A9lu_%28juda%C3%AFsme%29

http://www.judentum-projekt.de/religion/religioesegrundlagen/auserwaehlt/

http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/691900/jewish/Das-auserwhlte-Volk.htm

http://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/160993/jewish/Are-the-Jews-the-Chosen-People.htm

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/1249

http://www.deutschlandradiokultur.de/fluch-oder-segen.1079.de.html?dram:article_id=176190

http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=179&nid=22096

Ein Kommentar zu “Der bayerische Schriftsteller Hans Zöberlein und die Juden, Teil 2

  1. „Zwar blieb die Auflagenhöhe von Zöberleins „Der Befehl des Gewissens“ mit bis 1942 über 400 000 Exemplaren unter der seines Erstlingswerkes …, zurück, dennoch kann man bei ihm von einem überdurchschnittlichen Erfolg sprechen. Ganz entsprechend fiel auch die Breitenwirkung, die dieses Buch entfalten konnte, aus.“

    Bücher wurden damals, in den Zeiten vor dem Fernsehen, von mehr Menschen pro verkauftem Exemplar gelesen als heute. Man kann daher wohl davon ausgehen, dass „Der Befehl des Gewissens“ von mehr als einer Million Deutscher gelesen wurde – und dass diese Leser durch die Lektüre des Romans entsprechend menschlich-sittlich enthemmt wurden.

    Allein folgendes Zitat aus diesem Machwerk ist in seiner Fürchterlichkeit kaum zu überbieten:

    „…da könnt‘ man gleich den Juden selber abstechen.“

    Wer dies nicht nachempfinden kann, ersetze Juden duch Bayern (oder Deutsche):

    „da könnt‘ man gleich den Bayern selber abstechen.“
    „da könnt‘ man gleich den Deutschen selber abstechen.“

    Möge dieser Artikel zu Zöberlein als Mahnung an alle verstanden werden, die die menschliche Würde von Gruppen oder Ethnien in Frage stellen, bzw. die Gleichwertigkeit aller Menschen anzweifeln.

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