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Die Schweiz und Israel – Auf dem Weg zu einem differenzierteren historischen Bewusstsein

Historiker Jonathan Kreutner spricht mit Radio tachles über seine Dissertation, «Die Schweiz und Israel – Auf dem Weg zu einem differenzierteren historischen Bewusstsein» (Chronos Verlag). Darin formuliert er u.a. die These, dass Europa für den Nahostkonflikt mitverantwortlich sei…

Radio-Sendung » 15.12.2013

Seine Motivation, ein solches Thema wissenschaftlich zu erarbeiten, lag insbesondere in der mangelnden Gesamtschau zur Thematik, so Kreutner gegenüber tachles-Radaktorin Gisela Blau. So entpuppte sich etwa im Laufe seiner Recherche, welche Rolle der Holocaust für das innerisraelische Bild, aber auch für die Wahrnehmung aus der Schweiz spielte.

Kreutner untersuchte, welche Faktoren dazu führten, dass die Gefühle der Schweizer für Israel bis zum Sechs-Tage-Krieg regelrecht euphorisch waren, danach bald aber in eine Ablehnung umschlugen und schliesslich einen ersten negativen Höhepunkt im ersten Libanonkrieg erfuhren. Jonathan Kreutner, der auch Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) ist, erläutert zum Schluss des Gesprächs, die Haltung des SIG gegenüber Israel, damals wie heute.

Hören: Historiker und SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner zum Verhältnis Schweiz und Israel