Art/Violence

Am Mittwoch, den 6.11.13 um 20:00 wird in der Filmpalette der Film „ART/VIOLENCE“ gezeigt…

Israel/ Palästinensische Gebiete / USA 2013. Länge: 75 Min. Sprachen: Hebräisch.Arabisch, Englisch (mit dt. Untertiteln)
Regie: Udi Aloni. Co-Regie: Adi Golan, Batoul Taleb

CINEMA fairbindet – Preisträger BERLINALE 2013

Juliano Mer-Khamis – Friedensaktivist, Regisseur und Schauspieler – wurde 2011 vor seinem Theater im Flüchtlingslager von Jenin erschossen. Bis heute wurde der Mord nicht aufgeklärt. Mer-Khamis, Sohn einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters, leitete seit 2006 das Freedom Theatre und spielte mit den Mitteln der Kunst gegen die Hoffnungslosigkeit und die Gewalt im Flüchtlingslager an. Außerdem stellte für ihn das Theater eine Möglichkeit dar, Künstlern, ungeachtet von Nationalität und Geschlecht, eine Bühne zu bieten. Der Film ART / VIOLENCE dokumentiert die Zeit im Freedom Theatre nach der Ermordung Juliano Mer-Khamis‘. Nach dessen Tod hat Udi Aloni dort Becketts „Warten auf Godot“ inszeniert – eine leidenschaftliche und poetische Arbeit gegen das allgegenwärtige Trauma, bei der er gleich zwei Tabus gebrochen hat: Männerrollen wurden mit Frauen besetzt und Frauen und Männer treten gemeinsam auf. Die Proben waren nicht einfach, einer der Schauspieler wurde von der israelischen Armee verhaftet, saß ohne Anklage einen Monat lang im Gefängnis. Und die Frauen mussten sich rechtfertigen für das, was sie da auf der Bühne taten. Im Stück fragt Gogo Didi: „Haben sie uns unsere Rechte genommen“? Und Didi antwortet mit bitterem Lachen: „Nein, die haben wir aufgegeben“.

Udi Aloni, geboren 1959 in Israel, ist sowohl Theater- wie Filmregisseur, Schriftsteller und Künstler. Seine Filme „Forgiveness“ (2006) und „Local Angel and Innocent Criminals“ (2003) wurden im Panorama der Berlinale gezeigt. 2009 begann er am Freedom Theatres zu arbeiten. Seine Inszenierungen tourten in Ramallah, Jaffa, Helsinki, Berlin und Kassel.

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Karten an der Kasse, empfehlenswert ist es Karten unter der Tel. 0221 – 12 21 12 zu bestellen.
www.filmpalette-koeln.de
Nachher treffen wir uns im „Extrablatt“ (ehem. „Cafe Spitz“)