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Präsident Shimon Peres traf sich mit Außenminister Guido Westerwelle

Staatspräsident Shimon Peres und der deutsche Außenminister Guido Westerwelle kamen am gestrigen Sonntagabend zu einem diplomatischen Arbeitstreffen zusammen. Während des Treffens diskutierten sie die Situation im Mittleren Osten, die atomare Bedrohung durch den Iran und die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern…

Präsident Peres dankte dem Außenminister für die Unterstützung des Friedensprozesses und für den Kampf gegen jene Kräfte, die diesen Prozess gefährden, wie die Hisbollah und der Iran. Er sagte: „In einigen Tagen werden wir die Verhandlungen mit den Palästinensern eröffnen. Ich weiß, dass es Skeptiker gibt. Die Menschen fragen, was der Unterschied zwischen diesem Versuch und vorangegangenen Versuchen ist – der Unterschied liegt im Zeitpunkt. Die arabische Welt bietet den Frieden an und Israel ist vereint im Wunsch nach einer Zwei-Staaten-Lösung.“

Präsident Peres ging auch auf den jüngsten Beschluss der Europäischen Union zu Vertragsabschlüssen zwischen Israel und der EU ein. Er sagte: „Ich bedauere die beschlossenen Änderungen. Ich glaube nicht, dass es geplant, diese Beschluss ausgerechnet an dem Tag zu treffen, an dem die Wiederaufnahme der Verhandlungen verkündet wurde. Ich empfehle dringend, die Dinge abzuwarten und seitens der EU die Entscheidung zu vertagen. Die Veränderungen beziehen sich auf den Unterschied zwischen Israel und dem Westjordanland, aber wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird dieses Problem nicht länger von Bedeutung sein.“

Der deutsche Außenminister begrüßte zunächst die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen und sagte: „Dies ist eine entscheidende Phase für Ihr Land, für die Region und, so meine ich, für die ganze Welt. Die gesamte internationale Gemeinschaft und ganz besonders Europa wissen um die Verantwortung, diese direkten Verhandlungen zu unterstützen. Meine klare Botschaft lautet: wir wollen alle beteiligten Seiten zu diesen Gesprächen ermutigen und natürlich wollen auch wir unseren Teil tun. Deutschland spürt eine große Verantwortung für die Region und vor allem Anderen für die besondere Freundschaft zu Israel. Was immer wir tun können, um diese direkten Verhandlungen konstruktiv zu begleiten, werden wir tun.“

Außenminister Westerwelle betonte, dass es keine Veränderung der europäischen Position zu Israel gebe und sagte: „Es gab keinen Politikwechsel innerhalb der Europäischen Union und es wird auch keinen geben. Wir streben eine dauerhafte Partnerschaft zwischen Europa und Israel an, insbesondere auf dem Feld der Forschung. Wir wollen diese wichtigen Projekte fortführen, das liegt in unserem gemeinsamen Interesse und beide Seiten profitieren davon.“

Präsidialamt, 11.08.13, Newsletter der Botschaft des Staates Israel