Nahostquartett ändert Ziele in Nahost

Das Nahostquartett hat in New York eine gemeinsame Erklärung zu der Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche durch amerikanische Vermittlung veröffentlicht. Mitglieder im Nahost-Quartett sind die UNO, USA, EU und Russland. In der Erklärung empfehlen sie frühere Erklärungen und die arabische Friedensinitiative von 2002…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 31. Juli 2013

Ein Vergleich der Erklärungen von 2011 und 2012 zeugt von einer Neuformulierung der Ziele.

Am 23. September 2011 hatte das Quartett noch einen „gerechten, dauerhaften und umfassenden Frieden im Mittleren Osten, sowie eine umfassende Lösung des arabisch-israelischen Konflikts“ gefordert.

In der neuen Erklärung vom 30. Juli 2012 wird als Ziel vorgegeben: „Zwei-Staaten-Lösung, Ende des Konflikts, dauerhafter Frieden und Sicherheit für Beide, Israelis wie Palästinenser“.

Die Formulierung „Zwei-Staaten-Lösung“ kam 2011 noch nicht vor. Neu ist auch die Erwähnung der israelischen Forderung nach einem „Ende des Konflikts“. Das hatten die Palästinenser bisher verweigert, um auch nach einem Friedensvertrag ihren „legitimen Widerstand“ gegen Israel fortführen zu können.

Während früher vor allem die „Sicherheit Israels“ betont worden ist, taucht erstmals in der neuen Quartett-Erklärung die Formulierung „Sicherheit für die Palästinenser“ auf. Dabei ist unklar was gemeint ist. Es könnte Widerspruch zur israelischen Forderung bedeuten, dass der künftige palästinensische Staat „entmilitarisiert“ sein müsse.

Auffällig ist auch das Fehlen des Wortes „gerechter Frieden“. Das ist eine palästinensische Formulierung, um das Recht auf Rückkehr für über 5 Millionen palästinensische Flüchtlingen, darunter aus dem Gazastreifen und Flüchtlingslagern im Westjordanland, in das Staatsgebiet Israels  zu verankern. Israel lehnt diese Forderung ab, weil das das Ende Israels als „jüdischer Staat“ bedeutet.

In früheren Erklärungen war auch die Rede von einer „umfassenden Lösung des arabisch-israelischen Konflikts“. Diese diplomatische Wendung galt als verklausuliertes Veto-Recht für Syrien und anderer mit Israel verfeindeten Staaten für ein jegliches separates Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern.Indem in die neueste Erklärung den Konflikt auf einen israelisch-palästinensischen Streit reduziert, muss die Frage der von Israel besetzten syrischen Golanhöhen nicht mehr zeitgleich gelöst werden. Zudem werden durch die neueste Formulierung Länder wie Libanon, Syrien oder Saudi-Arabien nicht mehr unter Druck gesetzt, zusammen mit den Palästinensern Frieden mit Israel zu schließen.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

116 Kommentare zu “Nahostquartett ändert Ziele in Nahost

  1. „Nach der Niederschlagung des 3. jüdischen Aufstands (Bar-Kochba-Aufstand, 132–135) benannte der römische Kaiser Hadrian das Land nach dem nicht mehr gebräuchlichen Namen Philistäa für die gesamte Provinz J U D Ä A um, zerstörte deren Hauptstadt Jerusalem und baute auf den Ruinen der Stadt das „Aelia Capitolina“ auf. Sein WUNSCH und BEFEHL war es, dass Jerusalem und J U D Ä A für immer vergessen sein sollten. Darum wollte er auch nicht länger den alten NAMEN DES LANDES J U D Ä A beibehalten, um jede Erinnerung daran AUSzuLÖSCHEN.“

    Wiki

    demütigenderweise 🙁 „mit judenfeindlicher Absicht“ – Verwendung mit exakt GLEICHEM Zweck und ZIEL seit der ‚Ära‘ Arafat!

    “ …genannte HERODOT, der bereits “Palaistinä” schrieb …“

    „Der griechische Historiker Herodot (5. Jh. v. Chr.) verwendete die Bezeichnung „Syria palaistine“ für den gesamten KÜSTENSTREIFEN zwischen Phönikien (der Levante d. h. VOR ALLEM L I B A N O N ), dessen Südgrenze er vermutlich am Karmelgebirge zog und der Gegend von GAZA, in der die Stadt Kadytis lag (s. Herodot II, 5). ((NIX JUDÄA …Jerushalayim) Das griechische Wort „Palaistine“ wurde im Lateinischen zu „Palaestina“.“ Wiki

  2. Israel will not sign future agreements with EU along terms stipulated in settlement guidelines

    Israel wird keine neuen Abkommen mit der EU unter den Bedingungen der kuerzlich veroeffentlichten Leitlinien gegenueber den Siedlung unterzeichnen das sagte diplomatische Quellen am Donnerstag nach einem Treffen in der Angelegenheit unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu.

    http://www.jpost.com/Diplomacy-and-Politics/Israel-will-not-sign-future-agreements-with-EU-along-terms-stipulated-in-settlement-guidelines-322487

    Bruessel und die Ashton ziehen Illegal ein Grenze nach alter Europaeischer Kolonialtradition.

    Die Israelische Regierung tut gut daran sich nicht von Bruessel erpressen zu lassen.

    Bruessel kann gerne in der Europaeischen Union den Mitgliedslaendern der EU vorschreiben was die zu machen haben.

  3. “ fairness
    6. August 2013 – ל׳ באב תשע״ג at 15:53 • Reply
    @ riciano, das ist doch unter Ihrem Niveau, weshalb lassen Sie sich so hinreißen?

    Jane
    6. August 2013 – ל׳ באב תשע״ג at 17:09 • Reply
    Ich weiß Riciano – Sie sind ja einer von diesen eleminatorischen GROß-Israel-Anhängern, die ‘Palästina‘ VERUNMÖGLICHEN und die Menschen verjagen wollen.“

    “ “Natürlich ist ‘Palästina’ eine Notwendigkeit” “

    liebe Jane, liebe Gitte,

    1. in jeglichem Hinblick und in klarer SACHLICH objektiver Betrachtung dieses Konfliktes in all seinen stattgefunden habenden Ausprägungen resümierend ist SOGENANNT ‘palestine‘ in KEINster Weise eine NOTWENDIGKEIT??? VIELMEHR W A R ‚es‘ eine aber sowas von totale KATASTROPHE für A L L E davon betroffenen Menschen!!! …dieser zweifelhafte, vollkommen UNhistorische BEGRIFF ‘palestine‘ steht seit seiner Verwendung 1918 als Mandatsbezeichnung eines Teiles zerfallen Osmanistans für UNENDLICHes LEID, MORDEN, TERROR und KRIEG!!! …oooder wollen …wissen Sie TATsächlich ANDERES berichten?????

    “ Der NAME Palästina WURDE IM 20. JAHRHUNDERT FÜR das britische Völkerbundsmandat für Palästina VERWENDET, das seinerseits in das kleinere Cisjordanien (neulateinisch für diesseits des Jordanflusses) vom Jordanfluss westwärts bis zum Mittelmeer und das GRÖßERE Transjordanien (jenseits des Jordanflusses) im Osten aufgeteilt WAR, das bis 1950 die offizielle Staatsbezeichnung Jordaniens WAR.“

    Wikipedia

    Es gibt KEIN sogenannt ‘palestine‘ mehr – willkommen im 21.JAHRHUNDERT … im HIER und JETZT!

    “ …Das Mandat DAUERTE vom Beginn der Zwanzigerjahre BIS zur israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948. ….“ “… Das ENDE des britischen Mandats für Palästina am 14. Mai 1948, einem Freitag …“
    Wikioedia

    2. “eleminatorischer GROß-Israel-Anhänger“
    …ich wiederhole: Sie hab’n ‚n KNALL! JANE – UNSACHLICH – frühkindliche Reaktionsmechanismen greifen, weils mit dem ‚Begreifen‘ noch was dauert – deshalb antworte ich erfordernd ausnahmsweise auf diesem von Ihnen selbst gewähltem ‚Niveau‘!

    Vergegenwärtigen Sie sich einmal die Größe der Fläche Israels genau! …ich frage mich, WAS dann für Sie der ANDERE Flächenteil – DER ARABISCHE ‘Staat‘ (genauer Kalifat)einstig bezeichnet ‘palestine’s‘ denn dann ist??? RIESIGST????

    3. “ ‘Palästina‘ VERUNMÖGLICHEN“

    Sie wollen die Geschichte ZURÜCKdrehen an diesen o. b. PUNKT???? …oder aber vllt. vielmehr eine ARABISCHE “GRÖßER-KAMPF-Zone“ (RaketenAbschussRampenErweiterung) für erklärt BEFREIUNG GANZ … …was letztlich in Konsequenz EliminierungsVersuche des Jüdischen Staates bedeutet, denn GENAU dies ist das MEHRFACH schriftlich fundamentierte ZIEL der von Ihnen kraftvoll und leidenschaftlich vertretenen “organizations“ – LESEN und ERLÄUTERN Sie uns deren OFFEN existierende “GRUND(gesetz)LAGENWERKE …Verfassungen“ – NIX einfach ignorierend verwegschwinden, immer gerade GENAU dann, wenn es KONKRET auf wird 🙂

    • „dieser zweifelhafte, vollkommen UNhistorische BEGRIFF ‘palestine‘“

      Ach ja?

      Lassen wir einen Professor für Geographie und Geschichte in Jerusalem, Herrn Dr. phil. Abraham Jakob Brawer, und den Rabbiner Dr. jur. Samuel Klein, Professor am Judaistischen Institut, Jerusalem, mittels ihres Beitrages im Jüdischen Lexikon von 1927 Stellung nehmen:

      “ … Seit 138 n. wurde der Name Palästina, wohl mit judenfeindlicher Absicht, offiziell eingeführt. … In der Bibel (Ez. 15, 14) lautet der Name peleschet; in der griechischen Form“ (ich transkribiere, efem) „Syria hä Palaistinä erscheint er zuerst bei Herodot. … Die ägypt. und assyr. Form lautet: Pulastu bzw. Palastu. Später wird die Bezeichnung P. auch auf das Land östlich der Küste ausgedehnt und hat einen schwankenden Umfang. Seit 150 fand die Bezeichnung P. in der christlichen Lit. Eingang und später durch die Vulgata allgemeine Verbreitung und Geltung. Bei den mohammedanischen Beherrschern des Landes vor den Kreuzzügen war Filastin offizielle Bezeichnung von Judäa und Samaria. Den Kreuzzüglern war P. = Westjordanien. Dem Beispiel der letzteren folgte in der Gegenwart die britische Behörde. Auch im gegenwärtigen Amtshebräisch heißt das Land Palästina, doch wird die Abkürzung von erez Jisrael in Klammern hinzugefügt.“

      Zweifelhaft? Unhistorisch?

      • Ergänzung:

        Der in dem Zitat aus dem Lexikon genannte Herodot, der bereits „Palaistinä“ schrieb, erblickte bekanntlich fast ein halbes Jahrtausend vor der christlichen Zeitrechnung das Licht der Welt.

      • efem es hat nie ein Staat Palestina in Shomron oder Judea gegeben.

        die Plischtim sind ein Seeraeubervolk aus der Aegaeis also aus Makedonien die von dort aus Raubzuege gegen alle Kuestenstadze fuehrten wie auch an der Kueste zu Mizaraim ( die Europaer sagen dazu Aegypten)

        Spaeter hat sich dieses Seeraeubervolk der Plischtim an der Kueste von Kanaan (steht in der Torah die Europaer sagen dazu Bibel was uebrigens eine Schwachsinnige Ubersetzung ist) niedergelassen und gruendenten die Staedt Gaza Ashdot Ashkelon .

        Ein der der Plischtim sind spaeter ein Teil von Koenig David Armee geworden.

        Spaetestens mit der Eroberung Babylons gab es im alten Israel keine Plischtim mehr.

        Erst die Roemer haben diese Bezeichnung wieder Eingefuehrt weil sie nach der Zerstoerung des Tempels in Jerusalem den Namen von Judea ersetzen und ausloeschen wollten.

        Und wenn die Moslemischen Araber in Gaza und in den A Gebieten sich nach einem Makedonischen Seeraeubervolk benennen die vor uber 3000 Jahren schon Gepluendert und Gemordet hatten, dann spricht das nicht unbedingt fuer die Moral.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.