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Golan: Israel bedauert österreichischen Rückzug aus UNDOF-Mission

Zur Entscheidung der österreichischen Regierung, die Soldaten des Landes aus der UNDOF-Mission auf den Golan-Höhen abzuziehen, heißt es in einer Stellungnahme des israelischen Außenministeriums: …

„Wir sind dankbar für Österreichs langjährigen Einsatz und das Bekenntnis zum Frieden im Nahen Osten. Daher bedauern wir diese Entscheidung und hoffen, dass sie nicht zu einer weiteren Eskalation in der Region beitragen wird. Israel erwartet, dass die Vereinten Nationen ihr Engagement gemäß der Resolution 350 (1974) des UN-Sicherheitsrats aufrechterhalten, die zur Gründung der UNDOF-Mission führte.“

Die Presse – Österreich
Kein Verlass auf UN-Mitglied Österreich

Die Regierung Österreichs hat am Donnerstag beschlossen, nach 39 Jahren die österreichischen Blauhelme von den zwischen Israel und Syrien umkämpften Golanhöhen abzuziehen, nachdem es dort zu Gefechten zwischen Rebellen und syrischen Truppen gekommen war. Die Entscheidung ist überstürzt und unsolidarisch, kritisiert die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse, 07.06.2013:

„Auf dem Golan handelt es sich nämlich nicht um ein österreichisches Soloprogramm, sondern um einen internationalen Einsatz. Nach einem Rückzug der österreichischen Soldaten steht die gesamte UN-Mission vor dem Ende. Im Wettlauf zum Notausgang überholte Österreich nun sogar die Philippinen, deren Außenminister vor ein paar Wochen öffentlich über einen Abzug nachgedacht hatte [nachdem philippinische UN-Soldaten dort entführt worden waren]. Jetzt wird sich wohl niemand mehr finden, der die Lücke füllt. Der Schaden ist groß. Die Vereinten Nationen sind ramponiert, ebenso das Ansehen Österreichs: Es ist kein Verlass auf sie, wenn es brenzlig wird.“