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„Aufregung tut mir gut“ – der Publizist Karl Pfeifer

Eine Radiosendung in der Reihe Menschenbilder, OE1, 05. Mai 2013, 14:05 Uhr…

1938 konnte Karl Pfeifer als 10 Jähriger mit seinen Eltern nach Ungarn fliehen, 4 Jahre später gelingt die Ausreise nach Israel, er wird im Kibbuz ausgebildet und kämpft im israelischen Unabhängigkeitskrieg. 1951 kehrt er als noch immer junger Mann nach Europa zurück, von 1979 bis heute arbeitet er als Journalist in Wien.

Sein eben erschienenes Buch „Einmal Palästina und zurück“ trägt den Untertitel „Ein jüdischer Lebensweg“. Es ist ein Lebensweg, der unter anderem vom Erleiden von Antisemitismus und vom ständigen Kampf dagegen geprägt ist, egal ob in Österreich oder in Ungarn.

Karl Pfeifer war jahrelang Redakteur der „Gemeinde“ des Organs der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, ist Wiener Korrespondent des israelischen Radios, und musste in einer Auseinandersetzung mit Andreas Mölzer bis zum europäischen Gerichtshof gehen, um sich gegen üble Nachrede zur Wehr zu setzen. „Nirgends auf der Welt kann ich mich einmal täglich so aufregen wie in Österreich, das tut mir gut“, sagte Pfeifer einmal, aber das dürfte ihm derzeit auch als Ungarn-Fachmann besonders leicht gelingen.

Im August wird Karl Pfeifer 85 – er wird weiterschreiben und weiterkämpfen.

Die Sendung kann auch im Live-Stream gehört werden.
Mehr unter: http://oe1.orf.at/programm/336320#