Bereit sein für den Ernstfall

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL), Generalmajor Amir Eshel, hat sich bei einer Konferenz am Mittwoch zur Lage in Syrien geäußert…

Er erklärte unter anderem: „Das Assad-Regime hat viel investiert, um die bestmögliche Luftabwehr aufzubauen. Solche Systeme stellen nicht nur eine operative Bedrohung dar, sie führen auch zu einem Gefühl der Sicherheit, das Staaten dazu bringen könnte, Dinge zu tun, die sie sonst nicht tun würden.“

Eshel fuhr fort: „Syrien verändert sich vor unseren Augen. Wenn es morgen zusammenbricht, könnten wir dieses riesige Waffenarsenal sehr schnell gegen uns gewendet finden.“

Die Konferenz, auf der der Generalmajor sprach, beschäftigte sich mit den Bedrohungen seit dem Yom-Kippur-Krieg vor vierzig Jahren. Zur Frage, ob ein solcher Überraschungsangriff sich auch heute ereignen könnte, erklärte er: „Ein überraschender Krieg kann heute in verschiedenen Konstellationen entstehen. Einzelne Vorfälle können sehr schnell eskalieren, und zwingen uns, innerhalb von Stunden bereit zu sein zu handeln – und zwar mit allen Möglichkeiten, die der Luftwaffe zur Verfügung stehen.“

Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 22.05.13, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

7 Kommentare zu “Bereit sein für den Ernstfall

  1. Ach fairness,

    ein Einsatz der U-Boote made-in-Germany gegen die Hisbollah erscheint mir mehr als unwahrscheinlich, aber für Sie: Jeder Merkava fährt mit deutscher Wertarbeit… und Panzerfäuste erfreuen sich neuer Beliebtheit im Land wo Milch und Honig fließt.

    Und Subventionierte Rüstungslieferungen an Israel erscheinen mir nicht als die schlimmste Sünde Deutschlands, denken Sie doch nur an die vielen, vielen Arbeitsplätze, die im Restreich am Leben erhalten werden. Und ein Strategiespielchen brauch´ ich mir nicht schenken zu lassen: Es soll auch Leute geben, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben… und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich etwa genieße mein Steak gewöhnlich blutig, aber nicht kalt.

    Im diesen Sinne: Wegtreten, Schütze!

  2. Syrien. Hisbollah. Assad. Die Aufständischen…ich weiß nicht so wirklich, was ich von alldem halten soll. Fakt scheint mir zu sein, ich bin da bewusst vorsichtig in der Wortwahl: Assad ist recht säkular. Politisch berechenbar. Auch Israel hatte/hat mit ihm einen zwar nicht freundlichen, aber einschätzbaren Nachbarn, der offenbar Juden nicht ins Meer treiben will. Unter Assad konnten sowohl Schiiten wie Christen wie der Schia verwandte Alewiten zumindestens frei glauben. Auch Frauen können mit Assad recht frei leben. Assad, Freund des Iran, hat deren Rhetorik nicht benutzt gegenüber Israel oder dem Westen. Wer aber sind die Aufständischen? man hört von starken Einflüssen von Gotteskriegern salafistischer Art. Ich fürchte, es sind recht wenige echte Demokraten unter ihnen. Eher eine Form von Sunniten, wie sie im Irak und anderswo schon wüted. Ich denke, es dürfte vernünftiger sein, Assad zu stützen. Israel sollte sich da schön raus halten, es kommt eh darauf an, dass der Westen endlich irgendwie Persien und die Schiiten wieder ins Boot der Diplomatie holt-der radikale Islam der intolerantesten Art sitzt m.E. in Riad und hat vielviel Geld.

    • mit assad war die grenze ruhig, das stimmt. allerdings hat
      er die waffenlieferungen vom iran an die hizballa moeglich
      gemacht. und von dort aus gibt es immer wieder probleme.
      der iran will eine vormacht im nahen osten und das kann
      man denen nicht so einfach ausreden.

      J

  3. Je tiefer sich die Hisbollah im Bürgerkrieg verstrickt, desto größer wäre der Erfolg eines Überraschungsangriffs auf den von ihr kontrollierten Süden Libanons. Hätte ich im israelischen Generalsstab etwas zu melden, würde ich auf jeden Fall auf eine derartige Entscheidung drängen.

    Man könnte weiter den Schulterschluss mit dem libanesischen Staat suchen, um die Hisbollah von einer dritten Seite aus anzugehen. Leider hat Israel sich beim letzten Libanonkrieg wie die sprichwörtliche Axt im Walde verhalten und auch staatliche Infrastruktur wie etwa den internationalen Flughafen Beiruts zerstört, nicht zu vergessen gewisse Grenzfragen in denen Israel unnachgiebig ist. Solange aber keine Vollidioten im Außenministerium oder dem Geheimdiensten sitzen, könnte man zumindest vorsichtig seine diplomatischen Fühler in Richtung Beirut ausstrecken.

    Würde Israel einen Angriff im Schulterschluss mit der libanesischen Zentralregierung wagen, dann wird die Hisbollah bald der Vergangenheit angehören, davon abgesehen dass Israel einen Konflikt auch als Sieger verlassen könnte, was m. E. seit dem Jom-Kippur-Krieg nicht mehr der Fall war. Man muss nur wollen…

    • Am logistischen Hintergrund Ihrer Kriegsgelüste hat sich die deutsche Bundesregierung in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft bereits mitschuldig gemacht. Das 5.U-Boot wurde gerade „getauft“ und das 6. ist in Arbeit sowie weitere.
      Mitschuldig und ohne gefragt zu sein (oder gefragt zu werden), ist der deutsche Steuerzahler geworden, der in weit überwiegender Zahl Kriege ablehnt. Lassen Sie sich doch ein packendes Strategiespiel schenken, mit vielen bunten Fähnchen zum Abstecken Ihrer Angriffsziele.
      Geschmacklos!

    • „Das 5.U-Boot wurde gerade “getauft” und das 6. ist in Arbeit sowie weitere.“

      DAs ist doch eine gute nachricht.

      was libanon betrifft glaube ich israel tut gut ruhig zu halten.
      im augenblick zumindest.

      J

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