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Vier neue Geldscheine vorgestellt

Die Kommission von Bank Israel für die Einsetzung neuer Geldscheine hat vier neue Shekel-Scheine vorgestellt, die ab Herbst dieses Jahres in Umlauf gebracht werden sollen…

Die Regierung hat am Sonntag die ersten beiden Scheine bestätigt, über die weiteren wird in einer späteren Sitzung entschieden. Alle vier Scheine zeigen hebräisch-sprachige Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Ab Herbst wird es demnach einen 50-Shekel-Schein mit dem Portrait Shaul Tshernikovskis (1875-1943) geben, der Schritt für Schritt den bisherigen Schein ablöst, der Literaturnobelpreis-Träger Samuel Joseph Agnon zeigt. Gleichzeitig wird der neue 200-Shekel-Schein mit Nathan Alterman (1910-1970) eingeführt; von diesem Schein lächelte bisher der ehemalige Staatspräsident Zalman Shazar.

Der neue 50 Schekel Schein

Der neue 50 Schekel Schein

Der neue 200 Schekel Schein

Der neue 200 Schekel Schein

Vorder- und Rückseiten der neuen 50- und 200-Shekel-Scheine (Foto: Bank Israel)

Ab April nächsten Jahres sind dann zwei Frauen dran: Den 20-Shekel-Schein soll zukünftig die Dichterin Rachel (1890-1931) zieren, den 100-Shekel-Schein Leah Goldberg (1911-1970). Verzichten müssen die Israelis damit in Zukunft auf täglichen Kontakt zum ehemaligen Ministerpräsidenten Moshe Sharett und zum ehemaligen Staatspräsidenten Yitzhak Ben-Zvi.

Während die geschlechterparitätische Entscheidung für zwei Frauen und zwei Männer allseits positiv aufgenommen wurde (zur Einführung des Neuen Israelischen Shekels 1985 war auf dem 1-Shekel-Shein die ehemalige Ministerpräsidentin Golda Meir zu sehen gewesen, sie blieb jedoch die einzige Frau auf einem israelischen Geldschein, der noch dazu seit 1999 nicht mehr in Umlauf ist), stieß die Tatsache, dass es sich bei allen neuen Gesichtern auf den Scheinen um europäischstämmige Juden (Ashkenasim) handelte, auf Kritik.

Die Kommission wehrte sich gegen den Vorwurf: Es sei darum gegangen, moderne hebräische Schriftsteller zu verewigen, hieß es. Und die Begründer der modernen israelischen Literatur seien nun einmal sämtlich Ashkenasim gewesen.

Ynet, 27./28.04.13, Newsletter der Botschaft des Staates Israel