„Du bist davongekommen, du bist davongekommen!“

Filmemacher, Romancier, Essayist und Mahner: Ralph Giordano wird 90…

Von Roland Kaufhold

 „Es hat lange gedauert, bis ich mich öffentlich „Schriftsteller“ genannt habe.“
Ralph Giordano (2007, S. 488)

„Es dauerte geraume Zeit, bis Roman Bertini das Loch in der Mauer passiert hatte. Er entzündete eine Kerze und stellte sie an das obere Ende seines Lagers. Dann nahm er die Waffe aus der rechten Hosentasche, legte die Pistole neben die Menora, rückte das Buch Schau heimwärts, Engel von den Manuskripten, holte unter dem Umschlagdeckel sein silbergraues Notizbuch mit dem Goldschnitt hervor und schrieb da hinein: `Wir sind befreit.`“ Ralph Giordano war 22 Jahre alt, als er am 4. Mai 1945, dem Tode näher als dem Leben, nach einem mehrjährigen Überlebenskampf aus seinem Versteck, einem dunklen Loch einer Ruine, in Hamburg kroch. Dass er noch lebte, gemeinsam mit seiner Mutter Lea, vermochte er selbst kaum zu glauben.

52 Jahre später formuliert er in seinen „Erinnerungen eines Davongekommenen“: „Ich ging nicht, ich schwebte; ich atmete nicht, ich trank die Luft wie Nektar. (…) Freiheit, Freiheit! Und das vor allem Freiheit von Angst. Wenn ich heute, im neunten Lebensjahrzehnt, morgens die Augen aufschlage, frage ich mich immer noch verwundert und ungläubig: `Bist du wirklich da? Hast du das wirklich überstanden?´“ (2007, S. 247)

Ralph Giordano1985, beim Erscheinen der Bertinis, war Ralph Giordano, der am 20. März 1923 in Hamburg geborene jüdische Publizist und Filmemacher, eine öffentliche Person. Er symbolisierte mit seiner Vita als Überlebender, als einer der ganz wenigen jüdischen Publizisten, die „dennoch“ in Deutschland geblieben sind, die existentielle Notwendigkeit des Erinnerns. 1942, in der Phase der Verfolgung, hatte er das Buch bereits geplant, sich versprochen. Und doch hatte er 40 Jahre gebraucht, um seine literarische Familiensaga Die Bertinis – die Dokumentation des Wunders seines Überlebens – zu verfassen. Die Bertinis wird sein bedeutsamstes Werk bleiben, neben seinen „Erinnerungen eines Davongekommenen“ (2007). Heinrich Böll bezeichnete es als „ein Buch der Empfindsamkeit“: „es ist voller Weh, hat keinen Platz für Wehwehchen“. Diese Beschreibung sagte Giordano zu; in seinen „Erinnerungen eines Davongekommenen“ (2007, S. 410) zitierte er sie zustimmend. 1988 wurde das knapp 800-seitige Werk als fünfteilige Fernsehserie ausgestrahlt. Ein Kreis hatte sich für Ralph Giordano geschlossen – und zugleich begann mit diesem Werk „die Ära der Lesereisen“ (ebda.): Nun trat Giordano, der Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland ist, auch als Schriftsteller öffentlich auf. Er hatte lange gebraucht, sich dies zuzugestehen.

Publizistische Anfänge

Ralph Giordano, als Sohn eines Pianisten und einer jüdischen Klavierlehrerin in Hamburg aufgewachsen, überlebte die Jahre der Verfolgung. Er hatte unglaubliches Glück gehabt – und bereits als 20-jähriger eine lebensrettende Verantwortung für seine Familie übernommen. Kurz nach dem Krieg wurde er Journalist, publizierte von Anfang an und bis heute für die Jüdische Allgemeine, bald auch für den NDR und den WDR.

Einem Millionenpublikum bekannt wurde er durch seine 23 Bücher, vor allem jedoch durch seine Fernsehdokumentationen: 1961 erhielt der 38-jährige einen Anruf, er solle sich in einem NDR-Fernsehstudio einfinden. Es gäbe ein Projekt, bei dem er mitwirken könne. Seinen ungläubigen Hinweis, dass er mit diesem Medium keinerlei Erfahrungen habe, wischte der Redakteur lapidar hinweg: So sei es ihnen allen ergangen. 27 Jahre lang, bis 1988, produzierte Giordano für den NDR und, ab 1964, für den WDR 100 dramatisch, aufklärend konstruierte Fernsehdokumentation aus zwölf europäischen und fünfundzwanzig asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern, dokumentiert in dem Band An den Brandherden der Welt (1984). Ein treuer Kollege war ihm hierbei der Kameramann Jossi Kaufmann. Für die ältere Generation eine Erinnerungsreise. Einige Titel: Heia Safari – Die Legende von der deutschen Kolonialidylle in Afrika (1966), Hunger – Herausforderung auf Leben und Tod (1968), Der perfekte Mord – Wie die Nazirichter freigesprochen wurden (1988) prägten zwei Generationen. Sein 45minütiger Dokumentarfilm Die armenische Frage existiert nicht mehr – Tragödie eines Volkes (1986), in dem er an den Völkermord an den Armeniern erinnert, löste Hunderte von erschütterten Leserbriefen aus, brachte ihm jedoch auch zahlreiche Morddrohungen ein. Selbst die Schnittarbeiten im Studio hatten nur unter Polizeischutz stattfinden können. Ralph Giordano, dessen Adresse und Telefonnummer stets im öffentlichen Telefonbuch zu finden war, musste erneut um sein Leben fürchten. Sehr konkret. Von Kollegen erhielt er nachhaltige Unterstützung. Der zuständige Abteilungsleiter Gerd Ruge beließ es bei der Auftragerteilung bei dem lapidar-knochigen, nuscheligen Kommentar „`Ja, mach das doch!´ – einer der souveränsten Kommentare, mit denen ich je auf Drehreise geschickt worden bin“ (1984, S. 208).

Bücher, Bücher

Anmerkungen über einige seiner Bücher, die in ihrer Summe ein Millionenpublikum erreichten: Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein (1987) ist seine bekannteste Auseinandersetzung über das Fortleben des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik. Keine der Unzahl von Publikationen zu diesem Thema  der letzten 25 Jahre vermag ohne auf einen Verweis auf Giordanos Werk auszukommen. Er schreibt über die „zweite Schuld“, die aus der Unfähigkeit und Unwilligkeit breiter Bevölkerungsteile erwachsen ist, die nationalsozialistischen Verbrechen aufrichtig anzuerkennen. Die Unwilligkeit, den Opfern Gerechtigkeit, Entschädigung zukommen zu lassen. 1989 folgte Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte.

1991 legte er mit Israel, um Himmels willen, Israel eine berührende, vorzüglich geschriebene Rundreise durch Israels Geschichte und Bevölkerung vor. Zugleich ist es eine sehr persönliche, leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Ort seiner Liebe, seiner brennenden Sorge: Israel. Es gehört in den Bücherschrank jedes an Israel Interessierten.

Im Dezember 1967 hatte Ralph Giordano Israel erstmals besucht. 2007 fällt es ihm in seinen Erinnerungen  immer noch schwer, seine seinerzeitigen komplexen Empfindungen in Worte zu fassen: „Ich betrete den Boden des Judenstaates mit Gefühlen, die ich nur schwer beschreiben kann. (…) Es hatte in diesen neunzehn Jahren (seid der Staatsgründung, RK) keinen Tag gegeben, an dem ich nicht daran gedacht, an dem ich nicht um Israel gebangt, mich nicht mit ihm gefreut oder getrauert hätte. Israel – das schwamm mir im Blut mit, war ständige Gegenwart, es öffnete mich.“ (2007, S. 353)

1990 reiste er endlich für sechs Monate nach Israel. Aufgrund seiner Klaustrophobie – eine Spätfolge seines Überlebenskampfes im Hamburger Versteck – vermochte Giordano seit einigen Jahren nicht mehr zu fliegen. So fuhr er von Köln aus mit seinem alten Ford los, nach Bari, dann mit dem Schiff über Patras bis nach Haifa. Sechs Monate lang dokumentierte er die landschaftliche Schönheit, die politische Konfliktlage, führte einen leidenschaftlichen Kampf für die Unteilbarkeit der Humanitas. Und: Er fand, durch Zufall, ein Adoptivkind – ein zwölfjähriges palästinensisches Mädchen. Der familiäre Kontakt ist geblieben, bis heute.

Israel blieb der Ort seiner leidenschaftlichen Liebe. So verwundert es nicht, dass er in der Aprilausgabe 2007 der Jüdischen Allgemeinen auf die Frage: „Wenn Sie Deutschland den Rücken gekehrt hätten, wo wären Sie hingegangen?“, spontan entgegnete: „ Nach Israel! Deutschland ist zwar mein kulturelles Vaterland, aber der jüdische Staat mein Mutterland. Israel ist meine Liebe, meine Sehnsucht, meine Sorge und meine Kritik, aber diese Kritik ist in meine Liebe zu und Sorge um Israel eingehüllt. Im Nahostkonflikt gibt es keine einseitigen Schuldzuweisungen! Und: Israel ist in diesem Konflikt der weitaus bedrohteste Teil. Ich gestehe: Mein Herz bebt und zittert oft genug um dieses Mutterland.“

Israel, seinen Bürgern gegenüber, fühlte er sich verbunden, verpflichtet – zeitlebens. Im Januar 2007 erinnert Giordano in einem Nachruf an Teddy Kollek, Jerusalems legendärer Bürgermeister von 1965-1993. Kollek, in Wien aufgewachsen, hatte ihm eine komfortable Unterkunft im Gästehaus Jerusalems angeboten, für seine Recherchen. Vor allem jedoch hatte er ihm die Türen zu prominenten Gesprächspartnern geöffnet. Giordano fühlt sich mit Teddy Kollek tief verbunden: „So oft wir uns auch gesprochen und geschrieben haben, ich habe diese Stunden, in denen ich Dich ganz allein hatte, nie vergessen. Und erst recht nicht Deinen Satz beim Abschied, der wohl bis zuletzt galt: „Immer, wenn ich Kinder sehe, muss ich an die umgekommenen jüdischen Kinder denken. (…) Es ist auch mein Reflex, Teddy – so lang ich leben werde“ (Jüdische Allgemeine 1/2007).

Weitere Bücher dieses kreativen, streitbaren Publizisten: Die Reden- und Aufsatzsammlung „Ich bin angenagelt an dieses Land“ (1992) umfasst eine Sammlung von Essays aus den Jahren 1988-1992. Zugleich ist sie eine Dokumentation seiner ungebremsten, lebenslang anhaltenden außergewöhnlichen Schaffenskraft. Es finden sich hierin Würdigungen des von ihm höchst geschätzten Carl Ossietzky, des ehemaligen Kommunisten Alfred Kantorowicz und des zwangsweise nach Köln übergesiedelten Lew Kopelew. Dieser hat es ihm angetan mit seinem ungebrochenen Engagement, trotz seiner Ausweisung aus der Sowjetunion. Vor allem aber berührt ihn Kopelews Schrift Aufbewahren für alle Zeit. Ihm imponiert die „dichte Menschlichkeit“, die er zwischen Raissa und Lew Kopelew erlebt, in deren Kölner Wohnung.

Es findet sich hierin auch sein stolzes Bekenntnis „Ich bin und bleibe Hamburger“, welches er an seinem 65. Geburtstag eben dort verkündete: Seine Kinder- und Jugendzeit im Hamburger Versteck bleibt prägend für ihn, trotz seines heute knapp 50-jährigen Wirkens in Köln. Der WDR hatte ihm unvergleichliche Arbeitsmöglichkeiten als Fernsehdokumentarist ermöglicht. Dennoch: „Herzklopfen immer wieder, bei jeder neuen Ankunft hier, bei jedem abermaligen Anblick Hamburgs (…) Herzklopfen bis zum Halse!“ (S. 121)

Und doch ist diesem emsigen, produktiven Publizisten irgendwann, inmitten von Filmaufnahmen, einmal die Sprache ausgegangen, im wörtlichen Sinne – als er den Bereich „jenseits der Sprache“ betrat: Mitte der 1990er Jahre, bei einem Besuch des über 70-Jährigen in Auschwitz. Diese Konfrontation mit dem Ort der modernen Hölle ließ ihn verstummen:

„Auf der Rückreise nach Deutschland bin ich (…) quer durch Polen nach Auschwitz gefahren, mit kurzem Aufenthalt in Krakau. Ich habe das Stammlager aufgesucht und das Vernichtungslager. Habe die Schienen angefaßt, die gesprengten Krematorien und Gaskammern und habe meine Gedanken und meine Gefühle auf Band gesprochen. (…) Als ich nach Hause kam, den Text abgeschrieben hatte und beginnen wollte, darüber zu berichten, konnte ich es nicht. Und so ist es bis heute geblieben und wird es bleiben. Ich habe von meinem Gang über die Erde von Auschwitz nichts schreiben können, kein Wort, keine Silbe. Ähnliches ist mir nie passiert, weder vorher noch nachher. Auschwitz hatte mich stumm gemacht“ (2007, S. 477).

Auszeichnungen

Es findet sich auch viel Dankbarkeit in diesem Werk, Dankbarkeit für das eigene Überleben, aber auch für die nicht wenigen Auszeichnungen und Ehrungen, die er empfangen hat. „Aber du hast doch gar kein Abitur!“ ist seine Dankesrede für die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Gesamthochschule Kassel im Jahr 1990 überschrieben – jene Gesamthochschule, die auch Hans Keilson und Ernst Federn in vergleichbarer Weise auszeichnete. Der 67-jährige erinnert sich an „Freunde, Helfer, Lebensretter“ – und spürt doch immer wieder die Fragilität seines seelischen Abwehrsystems: „Die Erinnerungen daran werden durch keine Zeit geheilt, im Gegenteil. Je weiter sich jene zwölf Jahre entfernen, desto greller werden die Bilder von damals, desto peinigender“ (S. 196). Er bleibt ein Überlebender, mit der damit verbundenen Last, aber auch einem Gefühl der Verpflichtung. Und er wiederholt auch bei dieser Feierstunde sein immer wieder formuliertes Credo: „Ich bin geblieben, weil die Täter geblieben sind und weiter gewirkt haben, auch darum bin ich geblieben“ (S. 198).

Ein Feld heftigster Auseinandersetzungen, die Ralph Giordano immer wieder ausgetragen hat, findet sich in diesem bunten Sammelband: „Wieder Deutschlands trauerunfähige Linke!“, publiziert 1992 im Spiegel. Nach der Befreiung, von 1946 bis 1957, gehörte Giordano der KPD an. Elf Jahre lang glaubte er an die Möglichkeit eines demokratischen Sozialismus, vertraute er dem antifaschistischen Credo. Mit ungläubigem Staunen hatte er erleben müssen, wie sich ehemalige Verfolgte, ehemalige Opfer, in einfühlungslose stalinistische Täter verwandelten. 1955 war er sogar für neun Monate in die DDR übergesiedelt, kehrte danach jedoch desilluioniert nach Hamburg zurück. 1961 publizierte er seine Abrechnung mit dem Stalinismus in Die Partei hat immer recht“. Energisch wendet er sich gegen jegliche Versuche, die totalitäre Vergangenheit der DDR „nostalgisch zu verklären und zu rechtfertigen“ (S. 317). Unterstützung fand er hierbei vor allem in seinem Freund Wolfgang Leonhard.

Der verbale Heißsporn Giordano wählt angesichts der von der deutschen Regierung offensichtlich geduldeten Giftgaslieferungen an Saddam Hussein deutliche Worte: „Helmut Kohl selbst, der Dreisteste der Dreisten“ (S. 237) Wenig später, im Januar 1992, formuliert er einen „Offenen Brief an Helmut Kohl, überschrieben mit „Und Auschwitz, Herr Bundeskanzler – Auschwitz?“ (S. 272ff.)

Dieses Thema vertiefte Giordano in seinem mit heißer Feder verfassten „Wird Deutschland wieder gefährlich? Mein Brief an Kanzler Kohl – Ursachen und Folgen“ (1993). Die Streitschrift löste heftigste Kontroversen aus. Nach dem Mordanschlägen von Hoyerswerda, Solingen und Mölln, nachdem ihn brieflich die 221. Morddrohung erreicht hatte, rief er öffentlich zur Gegenwehr auf. Sein fulminantes Werk wurde viel rezipiert, eine öffentlichkeitswirksame Intervention, die eine breite gesellschaftliche Diskussion auslöste. Zurückgenommen, bedauert hat er seine deutlichen Worte niemals. Sie blieben für ihn lebensnotwendig.

Vehemente Kritik am Kölner Moscheebau

Im Jahr 2007 eröffnete sich für den Schoah-Überlebenden Giordano – vielleicht, im Rückblick betrachtet: zu seiner eigenen Überraschung – ein neues Streitfeld, in welchem er in kürzester Zeit zu einer Symbolfigur avancierte: Der Kölner Moscheebau. Über Jahrzehnte hinweg hatten sich moslemische Gläubige in Köln in diversen „Hinterhofmoscheen“ getroffen, nahezu unbemerkt von der deutschsprechenden Mehrheitsgesellschaft. Im Jahr 2007 hatten alle im Kölner Stadtrat vertretenen Parteien – mit Ausnahme der mit fünf Sitzen im Kölner Stadtrat vertretenen Rechtsradikalen – für den Bau einer großen Moschee im „Arbeiterstadtteil“ Ehrenfeld ausgesprochen. Insbesondere der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma positionierte sich, zur Überraschung Vieler, in volkstümlich-kölschem Dialekt anfangs als ein überzeugter Anhänger eines Moscheebaus. Betreiber der geplanten Moschee ist die DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.), diese ist dem türkischen „Präsidium für Religionsangelegenheiten“ kurz DIYANET, zu- bzw. untergeordnet. Aufgabe der DITIB ist es, sich für die Religionsangelegenheiten der Türken im Ausland zu kümmern. Sie ist, dies sollte nicht unerwähnt bleiben (s.u.), politisch-religiös immer so wie die jeweilige Regierung in der Türkei ausgerichtet. Politisch ist sie sehr konservativ und unbeweglich (wie die katholische Kirche auch). Viele progressiv-demokratisch ausgerichtete Kölner Kurden und Türken betrachten deren Wirken äußerst skeptisch, sehen deren konkretes Handeln als kaum vereinbar mit demokratisch-liberalen Werten und Grundüberzeugungen – insbesondere, was die Rechte von Frauen betrifft.

Von der DITIB wurde ein renommierter Architekt, Paul Böhm, mit der architektonischen Planung und Gestaltung beauftragt. Böhm unterstützte das Bauvorhaben auch in seiner Gigantomanie: Es ist eine 35 Meter hohe Kuppel mit zwei Minaretten von je 55 Metern Höhe vorgesehen, die 1.200 – nach anderen Zahlen sogar 4000 – Gläubigen Platz bieten soll. Von Kritikern, zu denen keineswegs nur Giordano gehörte, wurde diese optisch gigantisch anmutende Bauversion als eine Geste der (religiösen) Macht interpretiert. Es dürfte vor allem dem Ansehen Paul Böhms geschuldet sein, dass diese Bedenken sich anfangs weitgehend nur verklausuliert bemerkbar machten.

Giordano hatte sich bereits in seinem Werk „Erinnerungen eines Davongekommenen“ (2007) sehr kritisch mit diesem Bauvorhaben auseinander gesetzt. Nach einem vom lokalen Kölner StadtAnzeiger moderierten Streitgespräch Giordanos mit Bekir Alboga, Dialogbeauftragter des Bauherrn Ditib, am 16.5.2007[01], eskalierten die Auseinandersetzungen. Giordano äußerte eine vernichtende Kritik an dem Großprojekt sowie dessen Betreiber Ditib. „Es ist ein falsches Signal. Wahr ist, dass die Integration der muslimischen Minderheit in Deutschland gescheitert ist“, so sein Credo, welches er in diversen Interviews wiederholte. Der Bau der Moschee sei ein falsches Signal, die Integration sei gescheitert. Vermutlich empörte ihn insbesondere die parteiübergreifende Unterstützung der Moscheebaupläne. Die „Regierenden“ würden in einer illusionären Verkennung der Wirklichkeit die Augen vor der Gefährdung der westlich-demokratischen Werte durch „den Islam“ verschließen, so sein Vorwurf. Der Islam gehöre nicht zu Europa, wiederholte Giordano immer wieder. Unterstützung erfuhr er hierbei u.a. von einigen bekannten Publizistinnen wie Necla Kelek, Alice Schwarzer und Seyran Ates.

Sein Kölner Kollege Günter Wallraff  entfaltete zeitgleich eine eigene Initiative, um die Dialogbereitschaft der Ditib bzw. deren Ankündigung, sie wolle die Moschee auch für kulturelle Veranstaltungen öffnen, zu überprüfen. Er kündigte an, in der Kölner Moschee aus den „Satanischen Versen“ seines Freundes Salman Rushdie zu lesen. Diesem hatte Wallraff  seinerzeit Unterschlupf geboten. Die Ditib lehnte sein Vorhaben ab. Daraufhin formulierte Wallraff eine sehr scharfe, persönliche Kritik am Ditib-Vorsitzenden, die sich von Giordanos Diktion kaum unterschied. Wenig später wurde Wallraff unter Polizeischutz gestellt, da er von der Organisation „Islam News Center“ im Internet als „Islamfeind Nummer eins“ bezeichnet und mit dem Tode bedroht wurde.[02]

Besonders empörte Ralph Giordano der Anblick von burkatragenden Frauen in Köln, die er wiederholt als „menschliche Pinguine“[03] bezeichnete. Dieser Anblick sei ihm persönlich unerträglich. Er erinnerte auch an die bekannt gewordenen Pläne der moslemischen Attentäter des 11.9., u.a. auch den Kölner Dom in Trümmer zu legen.

Zugleich wies er darauf hin, dass ihn seit der Veröffentlichung seiner „Erinnerungen eines Davongekommenen“ sechs Morddrohungen, offenkundig von moslemischen Fundamentalisten, erreicht hätten – eine neue und dennoch vertraute Erfahrung für den streitbaren Publizisten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten den 84-jährigen 1300 Morddrohungen von Rechtsradikalen sowie von Leugnern des Völkermordes an den Armeniern erreicht.[04]

Diese pauschalisierende, vehemente Ablehnung von moslemischen Gotteshäusern löste im liberal-linken politischen Spektrum z.T. scharfe Kritik aus. Ein Teil dieser Polemiken bedarf aus meiner Sicht keiner Erwähnung. In liberalen Blättern wie der SZ[05] und der ZEIT („Das ist die unrühmliche Abdankung eines Mannes, der einmal ein Aufklärer war“)[06] wurde hingegen eine bedächtige, argumentierende Kritik an Giordanos Positionen formuliert.

Die ZEIT (23/2007) gab zu bedenken: „Moscheen sind keine Signalanlagen der Integration – ebenso wenig wie die neuen Synagogen der wachsenden jüdischen Gemeinde. Aber zweifellos kann man an ihnen etwas ablesen. Die Kölner Moschee, gegen die Giordano streitet, ist das Zeugnis eines neuen Selbstbewusstseins. Und das ist kein Grund zur Sorge, sondern zur Hoffnung.  (…) An dem Ort, an dem die Moschee entstehen soll, beten Muslime unbescholten schon seit Jahrzehnten. (…) Dies ist das Signal von Ehrenfeld: Muslime wollen selbstbewusst in der deutschen Gegenwart ankommen, sie wollen aus Fabriketagen und Hinterhöfen in die Öffentlichkeit. Wer ein Interesse an Reform und Einbürgerung des Islams hat, sollte das begrüßen. Ein Islam, der sich nicht versteckt, muss und will sich auch kritischen Fragen stellen.“[07]

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik (2009) formulierte in einem Buchbeitrag, der explizit Giordanos Entwicklung hin zum „Islamkritiker“ analysiert, eine auch sprachlich scharfe Kritik an dessen politischer Entwicklung. „Das halbierte Humanum. Wie Ralph Giordano zum Ausländerfeind wurde“ ist sein Diskussionsbeitrag dementsprechend betitelt.[08] Brumlik konstatiert einleitend:

„Ralph Giordano war einmal eine moralische Autorität in Deutschland. Mit seinen aufrüttelnden Reportagen (…) sowie seinem politisch – psychologischen Traktat die „Zweite Schuld“ gehörte er über Jahrzehnte zu jenen Stimmen, die einer selbstgerechten und indolent gewordenen westdeutschen Gesellschaft den Spiegel vorhielt. Nun jedoch (…) ist der Autor zu eben dem geworden, was er jahrelang analysiert und damit an den Pranger gestellt hat: zu einem von dumpfen Ressentiments getriebenen Kleinbürger, der – von undurchschauten Vorurteilen getrieben – seine Liebe Not und Mühe hat, sich des überreichen Beifalls von der falschen, der rechten Seite zu erwehren“ (Brumlik, 2009, S. 469).

Giordanos islamkritisches Engagement sei eher kein „Ausrutscher“ sondern ein „kontinuierliche(r) Zug seiner politisch-charakterlichen Entwicklung“ (ebda.). Dessen Auslassungen über den Islamismus seien durch einen „zutiefst illiberale(n) Duktus“ geprägt und von “Ressentiment(s)“ motiviert, die früher das „Charakteristikum einer ethnozentrischen, wenn nicht rassistischen Rechten gewesen“ sei (ebda.) Giordanos Bewältigung seiner zutiefst traumatischen Lebenserfahrungen während der Zeit der Verfolgung münde, so Brumliks auch tiefenpsychologische Interpretation, in einem „Appell“, einem „Imperativ, derlei nicht mehr zuzulassen und zu bekämpfen – ein Imperativ, der alleine das Überwältigtwerden durch traumatische Erinnerungen verhindern kann.“ (ebda.) Sein immer wieder formulierter Anspruch von der „Unteilbarkeit der Humanitas“ sichere diesem zwar „psychische Stabilität und persönliche Identität“, sei jedoch „in der Sache nicht durchzuhalten“ (ebda.). Dessen verallgemeinernde Anklagen des Islamismus seien „kenntnislos“, „während ihm die vielen einzelnen muslimischen Immigranten in auch ihrem nicht einfachen Leben zu einer verächtlichen Totalität zusammenschrumpfen, zum „Integrationsreservoir““ (Brumlik, 2009, S. 475).

Abschließend hebt Brumlik hervor:

„Die traumatische Erfahrungen der NS-Verfolgung lassen sich im Fall Giordanos offenbar nur dadurch ertragen, dass er diesen Feind immer weiter bekämpft, auch wenn er die Gestalt gewechselt hat. Derzeit hat er die Gestalt der Türken in Köln Ehrenfeld angenommen. (Brumlik, 2009, S. 475).

Ralph Giordano ließ sich durch diese kritischen Repliken in seiner Vehemenz nicht irritieren. In rechtspopulistischen und rechtsradikalen Internetmagazinen avancierte er durch seine Äußerungen ungefragt zum „jüdischen Kronzeugen“ gegen „die islamische Gefahr“. Als auch die im Kölner Stadtrat vertretenen Rechtsradikalen den Versuch unternahmen, Giordano verbal zu vereinnahmen, reagierte er in gewohnter Deutlichkeit: „Pro Köln“ sei „die lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus, Leute, die mich, wenn sie könnten, wie sie wollten, in die Gaskammer stecken würden.“[09]  Trotz des expliziten „Gaskammer-Vorwurfes“ trauten sich die Kölner Rechtsradikalen nicht, Giordano zu verklagen.

Dass sich Giordano inmitten des Kampfgetümmels zu einer Verteidigung des eitlen Rechtspopulisten Thilo Sarrazin verleiten ließ gehört für mich zu den wenigen Befremdlichkeiten Giordanos, auf die man vielleicht nicht eingehen sollte.[10]

Die Vereinnahmungsversuche durch Rechtsradikale machte Ralph Giordano  offenkundig vorsichtiger: Im Dezember 2010 wollte er anfangs auf einem internationalen „Anti-Islam-Kongress“ in Paris auftreten. Sein Name stand bereits auf den Plakaten.[11]

Kölner Freunde informierten ihn, dass dort auch zahlreiche Shoah-Leugner als Referenten auftreten. Am 7.12. sagte er seine Teilnahme in einer eilig verfassten Pressemitteilung ab: „Ich wurde auf eine falsche Fährt gelockt“, betont er hierin.[12]

In Giordanos Tagebuch „Mein Leben ist so sündhaft“, 2010 erschienen, ist seine seelische Erschütterung über die dieses Thema, aber auch über die soeben beschriebenen Angriffe gegen seine Person überdeutlich. Sein scheinbar gehärtetes Selbstbewusstsein – auch heute noch steht seine Telefonnummer im Kölner Telefonbuch –  erscheint als zutiefst erschüttert, er sehnt sich nach „Normalität“, nach einem stabilen Deutschland. Micha Brumliks sowie Claus Leggewies Kritik empfindet er als eine „Fatwa“, er fühlt sich durch „professionelle Hassprediger“ bedroht.

Zurück zum geplanten Moscheebau: Im November 2011 kündigte die Ditib unter fadenscheinigen Gründen ausgerechnet dem Architekten Paul Böhm, der maßgeblich dazu beigetragen hatte, dass der Moscheebau in Köln von allen großen gesellschaftlichen Gruppierungen unterstützt wurde (s.o.) – trotz allen spürbaren Unbehagens. Die Süddeutsche Zeitung titelte am 10.11.2011: „Neuer Streit um Kölner Moschee. Christliche Symbole „eingeschmuggelt“?“ und sprach von „bizarre Vorwürfe gegen den Architekten Paul Böhm“.[13] Seitdem ist der Moscheebau weitgehend zum Erliegen gekommen, Gerichtsprozesse sind anhängig. Als Grund für die Kündigung gelten interne Machtkämpfe in der Türkei: Die fundamentalistische Gruppierung Milli Görüs versucht, ihren Einfluss auf die Moschee zu vergrößern. Der Beirat der Kölner Moschee – u.a. der ehemalige OB Fritz Schramma (s.o.) – wurde über die Veränderungen nicht informiert und musste diese der Presse entnehmen. Ein Jahr später demonstrierte die Ditib erneut ihre Kommunikationsunfähigkeit und ihr problematisches Verhältnis zu demokratischen Umgangsformen: „Die Ditib brüskiert Köln“ titelte der KStA – der den Moscheebau anfangs mit Sympathie unterstützt hatte – am 11.10.2012.[14] Weiterhin heißt es: „Die Öffentlichkeitsarbeit der Türkisch-Islamischen Union bleibt problematisch. Dass nun beinahe der komplette Vorstand ausgetauscht wurde, behandelt die Kölner Ditib wie ein Staatsgeheimnis. Nur türkische Medien waren eingeweiht.  (…) Der Bauherr, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), geht mit ihrem deutschen Partner um, als handele es sich  bei dem Gotteshaus um türkisches Hoheitsgebiet. Wieder einmal ist der Kölner Moschee-Beirat durch die Informationspolitik der türkischen Organisation brüskiert worden. Informationen über den Führungswechsel innerhalb des Ditib-Vorstands musste der Beirat den Medien entnehmen. Kein Wort darüber im Vorfeld gegenüber denen, die diesem Bau stets offen, voller Verständnis und mitunter in Freundschaft gegenüber standen und halfen, Missverständnisse, Ängste und Befürchtungen auszuräumen.“

Die Machtverhältnisse innerhalb der Türkei hatten sich erneut zugunsten konservativ-fundamentalistischer Kräfte verschoben, dementsprechend wurde der Kölner Ditib-Vorstand ausgetauscht, der Architekt Böhm gekündigt. Was die Zukunft bringen wird bleibt ungewiss.

Freundschaften

Das Alter bringt für Ralph Giordano eine traurige Pflicht mit sich: Er muss an das Wirken verstorbener Freunde, Weggefährten erinnern. Giordano hat dies in der Jüdischen Allgemeinen (JA) in den letzten Jahren immer wieder getan.

Der Tod Paul Spiegels im Jahr 2006 war für ihn ein Schock. In der Jüdischen Allgemeinen (5/2006) erinnert er voller Wehmut an die Lebensstationen des 15 Jahre Jüngeren: „Es gibt Freundschaften, die keiner Vorverständigung bedürfen, diese war so eine. Sie sollte 48 Jahre dauern, bis zu seinem Tod am 30. April. (…) Wo fände man einen zweiten Menschen, mit dem man fast ein halbes Jahrhundert kommunizierte, ohne dass es je auch nur zu einem Anflug von Streit, Spannung oder gar einer Verletzung gekommen wäre?“

Vor zehn Monaten, im Mai 2012, erschien sein mit „Chronist des Widerstands“ betitelter Nachruf auf Arno Lustiger – diesen autodidaktischen jüdischen Überlebenden und Zeitzeugen, der den absurd-törichten Mythos von der „jüdischen Wehrlosigkeit“ eindrucksvoll widerlegt hat. Es ist der „Tod eines Aufrechten“ – ihm, dem Gleichaltrigen, fühlt er sich besonders verbunden. Gemeinsam mit seinem Freund nahm er die Last auf sich, das Todeslager Bergen-Belsen zu besuchen – immer bedroht von der Sorge, von den eigenen mörderischen Erinnerungen überwältigt zu werden. Im Nachruf erinnert sich Giordano:

„Eine Szene wie gestochen, obwohl sie so lange zurückliegt, Mitte der 90er-Jahre. Arno Lustiger und ich auf dem Territorium des ehemaligen Konzentrations- und Todeslagers Bergen-Belsen, mitten im Gelände und an diesem Morgen als die einzigen Besucher. Da beginnt es zu regnen, aber nirgends eine Unterkunft. Wir werden nass und gehen weiter. Diesen Gang hatten wir uns lange versprochen. Nun war es endlich so weit. Da griff der um ein Jahr Jüngere nach meiner Hand und sagte vier Wörter: »Die Kinder, die Kinder …« Ich könnte alt werden wie Methusalem, diese Szene wird immer wie eingebrannt in meinem Kopf sein.“ (JA, 5/2012)

Abschiede haben Giordanos letzte Lebensjahre geprägt. Der Tod seiner zwei Ehefrauen an Krebs setzte ihm schwer zu. Und doch hat er seine bemerkenswerte publizistische Produktivität nie abbrechen lassen. Sie ist seiner Verbundenheit mit den Ermordeten geschuldet. Aufgegeben hat Ralph Giordano nie.

2010 legte er ein Tagebuch „Mein Leben ist so sündhaft lang“ vor, 2012 folgte „Von der Leistung kein Zyniker geworden zu sein“ – ungebrochene publizistische Kontinuitäten eines Unermüdlichen.

Auch in den letzten Jahren ist Ralph Giordano sich gleich geblieben. Unvergessen seine Titulierung eines Oberstaatsanwaltes als „emotionslosen Ochsenfrosch“, in einer Rezension von Peter Finkelgruens Buch „Haus Deutschland“. Der engagierte Publizist ist keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen, wenn er sich für Freunde, gegen erkennbare Ungerechtigkeiten zu engagieren vermochte.

In den letzten Jahren folgten weitere Werke und vereinzelte Auszeichnungen, Teilnahmen an unzähligen Fernsehdiskussionen über den Nationalsozialismus und den Rechtsradikalismus. 2007 legte er mit Erinnerungen eines Davongekommenen noch einmal eine grandios geschriebene autobiografische Schrift vor. Sie hat viele Leser gefunden. „Ich bin ein Glückskind und weiß das auch“, bemerkt er hierin ganz nebenbei.

An diesem Mittwoch ist das Glückskind 90 Jahre alt geworden.

Masel Tow und bis 120!

Eine gekürzte Version erschien in der Jüdischen Allgemeinen v. 20.03.2013.
Foto: Ralph Giordano im März 2008, © CC BY-SA 3.0, MMH

Das PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland veröffentlicht zu Ralph Giordanos Geburtstag den Band: „Jubeljung begeisterungsfähig – Zum 90. Geburtstag von Ralph Giordano„, die Beiträge sind im Internet einsehbar.

  1. KStA: Ralph Giordano: „Stoppt den Bau dieser Moschee“, http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/-stoppt-den-bau-dieser-moschee-,16341264,13378094.html; weiterhin: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10256801/Ralph-Giordano-schreibt-dem-Bundespraesidenten.html; http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article13924008/Ralph-Giordano-kanzelt-Ex-Kanzler-Schroeder-ab.html []
  2. Der Spiegel, 10.7.2007: Günter Wallraff will in Moschee aus Satanischen Versen lesen, http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/islam-debatte-guenter-wallraff-will-in-moschee-aus-satanischen-versen-lesen-a-493666.htmlSZ;
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/streit-um-moscheen-lesung-wallraff-beschimpft-islamfunktionaer-a-507861.html; 19.5.2010: Günter Wallraff im Visier von Radikalen. Mit dem Tode bedroht. http://www.sueddeutsche.de/kultur/guenter-wallraff-im-visier-von-radikalen-mit-dem-tode-bedroht-1.889224 In einem Interview mit der Jüdischen Zeitung (8/2007) distanzierte sich Wallraff von Giordano. Dieser lege „eine Härte an den Tag, die mir völlig unverständlich ist. Er schließt Menschen aus und gibt ihnen überhaupt keine Chance. (…) Giordano gibt sich plötzlich als Islamexperte und kommt mit dem Begriff der Taqivya.“. []
  3. Der Spiegel, 24.5.2007:  Islamdebatte: Pinguine, Burkas und der Nazivorwurf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamdebatte-pinguine-burkas-und-der-nazivorwurf-a-484685.html []
  4. Spiegel  25.5.2007: Moscheekritik: Morddrohungen gegen Ralph Giordano. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/moscheekritik-morddrohungen-gegen-ralph-giordano-a-484937.html []
  5. Giordanos Islam-Kritik. Der alte Mann und die Moschee: http://www.sueddeutsche.de/kultur/giordanos-islam-kritik-der-alte-mann-und-die-moschee-1.881427 []
  6. Die ZEIT, 7.9.2007: Jörg Lau: Ralph Giordanos intellektueller Selbstmord http://blog.zeit.de/joerglau/2007/09/07/ralph-giordanos-intellektueller-selbstmord_717 []
  7. Die ZEIT, 12.6.2007: Raus aus der Fabrik. Muslime wollen in Köln eine neue Moschee bauen – kein Grund zur Aufregung http://www.zeit.de/2007/23/Giordano []
  8. Micha Brumlik (2009): Das halbierte Humanum. Wie Ralph Giordano zum Ausländerfeind wurde, in: T. G. Schneiders (Hrsg.): Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. Wiesbaden 2009 (VS-Verlag), S. 469-475. []
  9. Der Spiegel, 31.5.2007: „Gaskammer“-Streit: Giordano und Pro Köln gehen vor Gericht. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gaskammer-streit-giordano-und-pro-koeln-gehen-vor-gericht-a-485894.html; http://www.publikative.org/2007/05/28/nrw-pro-koln-verklagt-giordano/ []
  10. http://www.welt.de/welt_print/kultur/literatur/article9388479/Wider-die-Kreidefresser.htmlhttp://www.fr-online.de/die-neue-rechte/sarrazin-debatte-ist-die-islamophobie-der-neue-antisemitismus-,10834438,4924994.htmlhttp://www.hagalil.com/2010/08/29/sarrazin-6/http://www.tagesspiegel.de/kultur/sarrazins-buch-radikalismus-der-mitte/1915830.html []
  11. http://www.hagalil.com/2010/12/06/anti-islam-kongress/ []
  12. http://www.hagalil.com/2010/12/07/giordano/ []
  13. http://www.sueddeutsche.de/kultur/neuer-streit-um-koelner-moschee-christliche-symbole-eingeschmuggelt-1.1185270; taz: 28.10.2011 http://www.taz.de/!80839/ []
  14. http://www.ksta.de/debatte/moscheebau-die-ditib-brueskiert-koeln,15188012,20571678.html []