Augsteins Israelkritik: Eine Frage der Obsession

Jakob Augstein sorgt sich um den Kampf gegen den Antisemitismus! Da muss etwas passiert sein – und in der Tat: Das Simon-Wiesenthal-Center hat das Oberhaupt der Karfreitagslinken in die Top-Ten der Israel-Verleumder und/oder Antisemiten gesetzt. Doch was Antisemitismus ist, das können diese Juden doch wohl kaum beurteilen – glaubt man Augstein, diffamiert das SWC vielmehr den kritischen deutschen Journalismus…

Von Patrick Gensing, Publikative.org, 31. Dezember 2012

Kein Zweifel, Augstein hat sich die Berufung in die internationale Liga der Israel-Verleumder hart erarbeitet bzw. -schrieben. Hier werden alljährlich Menschen oder Gruppen aufgeführt, die sich im vergangenen Jahr besonders mit Tiraden gegen Israel oder Juden hervorgetan haben. 2011 war es Herrmann Dierkes von der Linken in Duisburg, der den Sprung in die Top Ten schaffte. In diesem Jahr belegen die ägyptischen Muslimbrüder den Spitzenplatz, gefolgt vom iranischen Regime. Auf Platz 4 tauchen europäische Fußballfans auf, auf Platz 7 die ungarische Jobbik-Partei, auf Platz 8 der Norweger Trond Ali Lindstadt – und dahinter Jakob Augstein aus Deutschland – hier die ganze Liste.

Publikative.org hatte Augstein für seine Passionsberichte auf Spiegel Online bereits mehrfach gewürdigt. Andrej Reisin stellte zu Augsteins Verteidigungsschrift für Grass und gegen Israel im April 2012 fest:

Wer bisher dachte, “im Zweifel links” hieße, zu glauben, dass möglicherweise globales Kapital und neoliberale Ideologien die “Welt am Gängelband” führten, der wird hier eines Besseren belehrt: Die Regierung Netanjahu ist es, die laut Jakob Augstein der Welt ihren Willen aufzwingt.

Und im Juni brachte Augstein dann die “Schlecker-Frauen” mit Rüstungsexporten nach Israel in Verbindung. Andreas Strippel schrieb dazu:

Es handelt sich um die übliche linke Rezeptur: Man nehme reale Schweinereien – wie Waffenhandel und die Folgen neoliberaler Politik – verknüpfe sie mit Israel und fertig ist das Gebräu. Ja, die deutsche Regierung sagt bei Waffengeschäften nicht die Wahrheit, heuchelt und liefert Waffen in Krisengebiete. Da hat Herr Augstein Recht. Der Rest sind antisemitische Ressentiments, die sich als Aufklärung tarnen. Und ganz nebenbei liefert der kritische Journalist der Bundesregierung einen Sündenbock für unsoziale Politik – denn Geld ist ja keines mehr da, wegen des Rüstungswahns der Israelis. Schönen Dank.

Augstein radikalisierte sich weiter – und stellte im September schließlich die Fragen aller Fragen, wenn man gar keine Argumente mehr hat: Cui bono? – und schob so islamistische Gewalt  in mehreren Staaten kurzerhand Israel in die Schuhe. Thorsten Mense kommentierte:

[Augstein] sieht nichts Progressives an dem islamistischem Mob. Aber in seiner Unfähigkeit, die Widersprüchlichkeit dieser Welt und die Verblendung großer Teile der Weltbevölkerung anerkennen zu wollen, sucht er zwanghaft nach Hintermännern und Strippenziehern. Dass er dabei nicht die aktuellen Machthaber vor Ort im Blick hat, die offenbar kein großes Interesse haben, die westlichen Botschaften zu schützen oder die Lage zu beruhigen, sondern wieder einmal Israel und die USA, hat eine verstörende Nähe zu antisemitischen Erklärungsmustern. Und was beide ebenfalls nicht sehen, ist, dass ihre verschwörungstheoretischen Erklärungen weit mehr westliche Arroganz in sich tragen, als die – wie stets übertriebenen – Warnungen vor der islamistischen Gefahr.

Augstein gibt eine Zeitung heraus, den offenbar kriselnden Freitag, dessen Internet-Community sich zum Sturmgeschütz der “Israel-Kritik” gemausert hat, und schreibt auf Spiegel Online, das wiederum von fast allen deutschen Journalisten täglich mehrfach angeschaut wird, kurzum: im Leitmedium schlechthin. Dementsprechend würdigt das Simon-Wiesenthal-Center eben auch die Relevanz seiner Kolumnen – und wie nicht anders zu erwarten war, genießt Augstein nach seiner Berufung in die weltweite Top Ten der Israelverleumder des Jahres 2012 nun wüste Unterstützung; das Solidaritätskomitee für Augstein bzw. für das Menschenrecht auf Israel-Kritik lässt aber schon wieder fast Mitleid für den Nominierten aufkommen. Die Betonung liegt auf “fast”. Viele dieser Kommentatoren im Netz sind deutschdeutsche Spätopfer der NS-Herrschaft, Leute, die keine drei von Opa und seinen Kameraden ausradierten Städte in Osteuropa nennen, dafür aber sämtliche UN-Resolutionen gegen Israel auswendig unter dem Weihnachtsbaum aufsagen können – für den Frieden!

Obsession

Es soll hier aber gar nicht um die Differenzierung zwischen einer angeblich so dringenden und angemessenen Kritik aus Deutschland an Israel bzw. dessen Politik, der selbsternannten “Israel-Kritik” sowie antisemitischen Stereotypen gehen; die internationale Forschung zu diesem Thema wird von vielen besonders kritischen Israel-Kritikern ohnehin schlicht als Unsinn und eine Waffe der jüdischen Lobby abgetan, womit sich die Frage “Israel-Kritik oder Antisemitismus?” auch schon von selbst beantwortet hat.

Es geht hier vor allem um eins: Die Israel-Kritik in Deutschland ist obsessiv, ein Volkssport (Stefan Gärtner, Titanic) – und scheinbar identitätsstiftend: “Wir haben unsere Lektion gelernt, für unsere Schuld gebüßt – die Juden/Israelis/Zionisten aber nicht, die führen sich wie die Nazis auf.” Grass dichtet so, Augstein lobt, der kleine Mann auf der Straße und der große Mann im Salon applaudieren. Die Obsession, Israel kritisieren zu müssen, ist tief in die neudeutsche Seele gebrannt. Und diese Obsession will man sich nicht kaputt machen lassen von Antideutschen, Kriegstreibern, Rechtskonservativen, Islamhassern, Zionistenknechten – oder wie man als Israelkritik-Kritiker eben sonst noch so getauft wird.

Offenbar fühlen sich einige Israel-Kritiker aber doch etwas unwohl bei ihrer Obsession, dem einseitigen Agitieren gegen den Judenstaat – Sie wissen schon, dieses schlechte Gewissen – und  greifen deshalb zu einem Trick. Der Literaturnobelpreisträger betont plötzlich, er habe natürlich nur die Regierung Netanjahu gemeint, Augstein operiert ebenfalls mit dem Konstrukt “israelische Regierung” und auf Augsteins Facebook-Seite treibt einer seiner Fans das Ganze auf die Spitze, indem er in Abgrenzung zum Antisemitismus und Antizionismus nun kurzerhand den Antinetanjahuismus erfindet (bzw. von einer tschechischen Nazi-Seite übernimmt). In Norwegen gibt es ein hübsches Sprichwort: Kjaeret barnet har mange navn! (Ein geliebtes Kind hat viele Namen!) Ebenso verhält es sich auch mit der geliebten Israel-Kritik vieler Deutscher.

Bei genauerem Hinsehen erscheint der Antinetanjahuismus möglicherweise sogar eine angemessene Bezeichnung für dieses Phänomen. Nach dem Antihitlerismus (den bekanntermaßen so gut wie alle Deutschen unterstützten, denn so wie es damals keine Nazis gab, gibt es heute keine Antisemiten), dem Antistalinismus nun also der Antinetanjahuismus, der im Gegensatz zu seinen Vorläufern über bisherige ideologische Grenzen hinweg die deutschen Friedensfreunde vereint. Und so kann der Bundestag dann auch einstimmig die Aktion der IDF gegen die “Gaza-Hilfsflotte” verurteilen – ohne dass auch nur ein unabhängiger Bericht dazu vorliegt. Der UN-Palmer-Bericht zeichnete später ein differenzierteres Bild, das spielte aber keine Rolle mehr. Der gefährlichste Schurkenstaat für die Mehrheit der Deutschen heißt Israel – der einzige jüdische Staat auf Erden, so groß wie Hessen, aber in deutschen Medien und im Kulturbetrieb präsenter als Ungarn, Iran, Mali, China und ganz Südamerika zusammen.

Definitionsmacht

Die Deutschen haben ein Problem, und das heißt nicht Israel, sondern die Obsession dem jüdischen Staat gegenüber. Dieses Problem äußert sich durch maßlose Selbstüberschätzung der Hobbystrategen und unerträgliche Selbstgerechtigkeit, vor der auch Augsteins Reaktion auf die Nominierung strotzt. Das Simon-Wiesenthal-Center sei, so schickt es Augstein großzügig voraus, “eine wichtige, international anerkannte Einrichtung. Fuer die Auseinandersetzung mit dem und den Kampf gegen den Antisemitismus hat das SWC meinen ganzen Respekt.” Doch es sei “um so betrueblicher”, wenn “dieser Kampf geschwaecht werde”. Also, weil Augstein dieser Institution Respekt zollt, ist es besonders ärgerlich, dass diese Juden nun so handeln, wie sie handeln.

Und warum wird der Kampf gegen den Antisemitismus, der Augstein so am Herzen liegt, vermeintlich geschwächt? Nun, dies sei “zwangslaeufig der Fall, wenn kritischer Journalismus als rassistisch oder antisemitisch diffamiert wird”. Augstein verpasst seinen Kolumnen das Label “kritischer Journalismus”, dabei ist dieser “Cui-bono?”-Journalismus in etwa so kritisch und mutig wie die Ergüsse des Thilo Sarrazin. Es handelt sich in beiden Fällen um absolut durchschnittlichen Mainstream.

Und dieser weiße, deutsche Mainstream will auch bestimmen, was Antisemitismus oder Rassismus ist. Das können die Juden, Türken oder Schwarzen doch selbst gar nicht beurteilen. Allein schon die Reaktion Augsteins zeigt, wie richtig seine Nominierung war. Ein Umdenken ist dennoch nicht zu erwarten, denn ein Verzicht auf den Sündenbock Israel würde die Welt ganz schön unübersichtlich machen. Und außerdem: Wem würde es nützen, wenn Augstein umdächte? Eben.

Patrick Gensing, Nachrichten-Redakteur und Blogger, Mitherausgeber von Publikative.org, zuvor initiierte und betrieb er das NPD-Watchblog. Gensing wurde mit dem 3. Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet und als Autor des Störungsmelder mit dem Grimme-Online-Award geehrt. Im September 2012 erschien sein zweites Buch “Terror von rechts – die Nazi-Morde und das Versagen der Politik” im Rotbuch-Verlag. Im Jahr 2009 veröffentlichte Gensing beim dtv das Buch “Angriff von rechts – die Strategien der Neonazis“. Er schreibt unter anderem für die taz und die Jüdische Allgemeine.

130 Kommentare zu “Augsteins Israelkritik: Eine Frage der Obsession

  1. Es gibt keine Juden, Christen, Zeugen Jehova, Budhisten, Hindus, Atheisten, Kommunisten, Demokraten, Philosophen in muslimischen Gesellschaften. Dort haben wir eine 99% muslimische GEsellschaft. Das ist nicht gerecht. Ich empfehle sich mal die muslimische Expansion anzuschauen, und in die Realität zurückzukehren. Muslime sind erst seit 1500 Jahren in Afrika, Asien oder sonstwo. Nun gibt es eine „internationale Islamische Front“. Es ist an der Zeit, öffentlich die Ermordeten, Gefolterten, Vergewaltigten, Versklavten, zu dokumentieren. Da kommen sie auf einige Millionen, Zerfetzte, Erschossene, Versklavte, das sind sogar so um die 50.000.000 Getötete nur in jüngster Zeit. Scharia ist absolut Anti Demokratisch. Die Hamas und die Fatah und die Hisbollah sind islamische, fundametalistische, terroristische, Scharia Terrororganisationan, die Demokratie, Dialog, Menschenrechte nicht wollen und sie bekämpfen. Wo sind die Tatsachenberichte über die Selbstmord Attentate, die Hundertausende Zerfetzte Zivilisten, die Geköpften, die Gefolterten. Warum berichtet man nicht flächendekcend über diese unglaublichen Schandtaten dieser religiösen Fundametalisten. Mittlererweile haben die eine Afrika Front aufgebaut, die zieht sich durch ganz Afrika durch. Das ist Kolonialisierung. Die haben in Afrika eigentlich absolut nichts zu suchen.

    • „99% muslimische GEsellschaft“

      Klingt nach Stammtischparole.

      Beispielsweise leben in Syrien – nach Wikipedia – 74% Sunniten, 15% Christen, dazu kommen 13% Alawiten (die von Sunniten weitgehend als Ungläubige betrachtet werden, ähnlich wie nicht ganz so ausschließlich die Schiiten), der Rest verteilt sich auf Drusen, Schiiten, Yesiden und andere. Zusammengezählt sind das über 100%, aber nur scheinbar, weil einiges sich überschneidet. Staatsräson ist die Scharia. In einem säkularen Land. Denn sie ist in erster Linie ein Rechtsprinzip, das Auslegung verlangt und erlaubt. Ihre Verteufelung bei Islamophoben ist Unsinn. Sie gilt in Syrien, eigentlich logisch, nicht für die christliche Minderheit. Noch ist es so…

      Auch auf den Libanon trifft deine Behauptung nicht zu, s.

      http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Religions_of_Lebanon.png&filetimestamp=20110214214055

      In Ägypten, wiederum nach Wikipedia, leben zwischen 4% und 15% Christen (genaue Zahlen fehlen).

      Und so weiter. Selbst in Marokko stellen überwiegend Christen nebst einer kleinen Anzahl Juden zusammen noch 1,3 % der Gesamtbevölkerung.

      Die Türkei macht es sich leicht und bestätigt zwar deine Aussage, das liegt aber eher an staatlich verordnetem Wunschdenken.

      Nur bei den Golfstaaren könnte in etwa zutreffen, was du beklagst.

      Aber die größte muslimische Gemeinschaft mit 200 Millionen Mitgliedern lebt in Indonesien, sie stellt dort mit 88% die Mehrheit. Nicht mit 99%.

      Deine übrigen Ausführungen sind ebenfalls, mit der Lupe betrachtet, so nicht haltbar. Richtig allein ist, dass der Islam missioniert, z.T. wie zu Mohammeds Zeiten mit Feuer und Schwert (jüngstes Beispiel Mali). Das Christentum aber macht(e) das Gleiche, und das seit fast 2.000 Jahren, zwar inzwischen nicht mehr gewaltsam, aber sein Death-Toll dürfte dennoch viel höher liegen, denk nur an die beiden Amerika.

      Empfehlenswert, weil gut geschrieben:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion

      – – –

      Wirklich interessieren würde mich: Wie kommst du auf 50 Millionen Toter „in jüngster Zeit“?

  2. Ich muss noch hinzufügen:

    „Diese Beobachtung ist natürlich durchaus nicht nur aus der Luft gegriffen.“

    – wobei es natürlich nicht die Absicht ist, Ressentiments gegen Juden zu schüren und meine Kritik richtet sich ja auch genauso wenig wie Augsteins Kritik gegen Juden, sondern gegen eine politische Agenda, die sich in Israel lange etabliert hat und die die Region in ständigem Konflikt hält und eine schwere Hypothek im Verhältnis der arabischen mit der westlichen Welt darstellen, darüberhinaus auch an einigen jüdischen, fundamentalistischen religiösen Bewegungen, die aber keinesfalls gleichzusetzen sind mit ‚den Juden‘ – genauso wenig, wie man den Islamismus, der natürlich scharf zu kritisieren ist, gleichsetzen dürfte mit ‚den Muslimen‘.

    Wenn einige schlichte Gemüter daraus einen Generalverdacht gegen Juden im Allgemeinen stricken, ist das leider die weit verbreitete Dummheit mit der wir wohl wie’s aussieht alle leider leben müssen, von welcher andere ethnische Gruppen etc. genauso oder noch sehr viel mehr betroffen sind. Und natürlich handelt es sich um eine Dummheit die auch überall mal mehr oder weniger genauso anzutreffen ist AUCH bei Juden und AUCH in Israel.

  3. „Der Dokumentarfil,: Wadim – Selbstmord nach Abschiebung“

    Ja es gibt tragischeres als Augstein und auch tragischeres als Broder.

    Und es gibt Engagement für mehr Menschlichkeit, dass wohl ernst zu nehmender und glaubwürdiger ist, als aufmerksamkeitsheischende TOp-Ten Listen vom Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angelos, dass sich immer wieder mal was einfallen lassen muss, um seine Geschäftsmodell zu pflegen.

    Der Umgang mit Flüchlingen im ’schönen Deutschland‘ ist weiß Gott ein Thema, aber wenn man schon dauernd alles auf diesen Deutschland/Israel Antagonismus hiefen muss – die Frage stellt sich in Israel weiß Gott nicht weniger.

    Herrn Augstein als selbstgerecht zu bezeichnen halte ich freilich für völlig verkehrt. Herr Augstein scheint mir eher ein unerschrockener Fürsprecher für mehr Güte im Umgang der Menschen miteinander zu sein – und nicht etwa ’selbstgerecht‘. Insofern sehe ich in ihm einen sympathischen Menschen, der offensichtlich zu einer guten Portion unparteiischer Empathie fähig ist und im Fall eines Falles kein Blatt vor den Mund nimmt.

    Nun würden natürlich von Broder bis Degania und auch bis Korn alle behaupten – was – wie das? Wenn man ihm doch eines vorwerfen kann, dann dass er oft ohne Feingefühl einer Dampfwalze gleich jüdische Befindlichkeiten ignoriert und damit, ob bewusst oder aus Ignoranz Ressentiments gegen Juden fördert.

    Diese Beobachtung ist natürlich durchaus nicht nur aus der Luft gegriffen. (und trifft wohl auch auf mich zu, ich kann mich mit Augsteins Kritik jedenfalls in vielerlei Hinsicht identifizieren und bin auch mit seinen sonstigen politischen Analysen Deutschlands, Europa etc betreffend oft d’accord)

    Ich nehme allerdings an, dass Augstein eines erkannt hat, dass es eben diese ‚Befindlichkeiten‘ sind, die Israel allzu lange, allzu sehr vor deutlicher Kritik und den an und für sich notwendigen Konsequenzen derselben geschützt hat – und das auf Kosten der elementarsten Grundrechte der Palästinenser seit über 40 Jahren – an und für sich seit über 60 Jahren.

    Es gibt einfach einen Punkt wo Nettigkeiten nicht weiter helfen – den hat Israel längst überschritten.

  4. Es gibt Wichtigeres als den ollen, selbstgerechten Augstein:

    Schicksale im schönen Deutschland: Wadim, ein 23-jähriger junger Mann, der in Deutschland leben möchte, nimmt sich nach einer fünfjährigen Vertreibung voller Verzweiflung das Leben – in Hamburg:
    Der Dokumentarfil,: Wadim – Selbstmord nach Abschiebung lief gestern um Mitternacht in der ARD:

    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/dokumentarfilm-im-ersten-tod-nach-abschiebung-wadim-100.html

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/herausragende-tv-doku-wadim-wenn-behoerden-ein-leben-zerstoeren-a-803359.html

    http://www.wadim-der-film.de/

    http://www.youtube.com/watch?v=l-JuTfaN4YE

    http://www.youtube.com/watch?v=OQm4DkFao5I

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