Es ist an der Zeit für Israel, mit der Hamas zu reden

Genau wie die PLO in die palästinensische Autonomiebehörde umgewandelt wurde, so ist es an der Zeit, die Hamas nicht als „Terrororganisation“, sondern als eine Regierung zu behandeln, so der Schriftsteller A.B. Yehoshua…

In einem Kommentar in der Tageszeitung Haaretz meldete sich der bekannte Schriftsteller zu Wort und forderte ein Umdenken Israels. Die Die Zeit sei gekommen, damit aufzuhören, Hamas eine terroristische Organisation zu nennen und sie stattdessen als Feind zu definieren. Die inflationäre Verwendung des Begriffs „Terror“, den Premierminister Benjamin Netanyahu besonders gern habe, behindere Israels Möglichkeiten, eine langfristige Vereinbarung zu erreichen.

Dies sei nicht nur reine Semantik, so Yehoshua. „Die Palästinenser sind unsere Nachbarn und werden es immer sein. Sie sind unsere nächsten Nachbarn und wenn wir kein vernünftiges Abkommen der Abtrennung erreichen, werden wir uns unweigerlich auf den Weg zu einem bi-nationalen Staat bringen, was für beide Seiten schlimmer und gefährlicher ist.“

Israels Militärinterventionen würden Hamas nicht etwa ernüchtert, sondern sie sogar in ihrer märtyrerhaften Aggression stärken.Trotz des Waffenstillstands habe keine der beiden Seiten das Gefühl, dass der Kreislauf der Gewalt vorüber sei. Die selbstmörderische Element, das in Gaza offensichtlich sei, könne mit der schändlichen Unterstützung von Iran nur zu mehr Tod und Zerstörung führen.

Yehoshua hält es daher für unerlässlich, die Dämonisierung auf beiden Seiten zu stoppen und zu versuchen, zu direkten Verhandlungen zu gelangen. Eine solche Annäherung hält er unter vier Bedingungen für möglich: Hamas akzeptiert eine strikte internationale Aufsicht über die Demilitarisierung des Gazastreifens von allen Angriffswaffen; die Passage zwischen Gazastreifen und Ägypten wird geöffnet; eine kontrollierte Öffnung von Israels Grenzen für palästinensische Arbeiter und die schrittweise Öffnung des Korridors zwischen Gazastreifen und Westjordanland unter strikter Einhaltung der Bedingungen des Oslo-Abkommens.

Gespräche mit Hamas und eine schrittweise Wiederherstellung ihrer Beziehungen zum palästinensischen Volk in der Westbank hält Yehoshua für essentiell, „sowohl, um schließlich zu einer Einigung über zwei Staaten für zwei Völker zu kommen, wie es die meisten Menschen in Israel wollen, wie auch das langsame, aber fortschreitende Fortschreiten in Richtung eines bi-nationalen Staates zu verhindern.“

63 Kommentare zu “Es ist an der Zeit für Israel, mit der Hamas zu reden

  1. Antwort an SchallundRauch

    Ich beziehe meine Erkenntnis aus dem Tanach, und soweit Aussagen im NT der Christen mit dem Tanach übereinstimmen, greife ich auch darauf zu.
    Aber mich würde interessieren, welcher Glaubensgemeinschaft Sie angehören.

    • @ Hans Dieter

      Sie beziehen Sich also NUR auf den Tanach.
      >>> Dann wissen Sie aber, dass Satan dort KEINE eigenständige Macht ist.
      >>> Und Sie wissen dann, dass der Böse Trieb in jedem Menschen schlummert, ganz gleich welcher Abstammung, Herkunft, Nation, Religion usw.
      >>> Sie wissen dann auch, dass der „ELOHIM Satan“ ein Diener des „-ADONAJ- ELOHIM“ ist.
      >>> Und dass der Mensch frei ist, sich zu entscheiden.

      Das alles wissen Sie, wenn Sie Ihre Erkenntnis aus dem Tanach ziehen.

      Gegenfrage ist unzulässig.
      Argumentum ad personam.
      Sie haben „unsere“ gesagt. Nicht ich.

      SchallundRauch, Ich

  2. lieber Karl 🙁 könnt sich’s evtl. Vllt. schllicht ‚NUR‘ um ’ne „“FalschÜbersetzung““ handeln??? ähnlich den vermeintlich kreativistischen „Recht“fertigungsVersuchen zu den MullahGeisterAussagen bezüglich Israel??? Möglicherweise findet „Sie“ wieder was Erbärmiches dazu in „Ihrem“ delegitimierend bits and byte-Kampf GEGEN den JÜDISCHEN Staat Israel???????? Zitat Völkergemeinschaft in 1922: „Einrichtung ein Heimstätte für DAS JÜDISCHE Volk“ in sog. RESTMandatsPalästina! Zitat Völkergemeinschaft Zweites! in 1947: „Kraft des natürlichen und historischen RECHTS DES JÜDISCHEN Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“

    …unbenommen, das es keine ‚christlichen‘, buddistischen‘, …Statten zu geben scheint …hingegen durchaus auch ‚islamische Republik‘, ‚hashemitisches Königreich‘, und und und

  3. Der gute A.B.Y. würde gerne mit Hamas reden. Doch die wollen nicht mit Israel reden, deren Anführer M. gibt bekannt, dass er Israel vernichten will. Dass Hamas weiter machen wird mit der Politik der Provokation und damit auch erfolgreich sein könnte, denn Obama & Co möchten glauben, es gäbe eine gemäßigte Moslembruderschaft und die EU nicht sehen will, dass keine der palästinensischen Kleptokratien, weder die von Gaza noch die von Ramallah die Absicht haben, neben Israel in Frieden zu leben.

    • Und damit wäre der kleine, aber feine Unterschied zu hamasesken Typen bezeichnet:
      Der eine will reden und der andere nicht.

      Reden = Vernunft gebrauchen.

      Wer nicht redet, schlägt zu.
      Wer redet, kann auch zuschlagen, will das aber nicht.

      Und wer mit denen, die nicht reden wollen, nicht reden will, der läßt sich von denen, die nicht reden wollen, zu dem machen, was diese sind.

      THAT’S ALL, FOLKS!

  4. Wenn Israel keine Feinde mehr hat, leben wir in Gottes Neuer Welt. Unsere Hoffnung ist, dass der Messias bald kommt und alle Feinde Gottes und damit Israels vernichtet und Gottes Königreich über die ganze Erde ausbreitet.
    Warum also noch mit den von Satan beherrschten Feinden?

    • Hans Dieter!

      Wer sind den die „unsere“ aus „unsere Hoffnung“?
      Welche Religionsgemeinschaft/ Konfession?
      Wie kommen sie, Hans Dieter auf Satan?

      Im Judentum jedenfalls gibt es keinen Satan, der ein eigenständiger Widersacher Gottes wäre. Kein Dualismus, alles Gottes Schöpfung.

      Vernichtet Gott seine eigene Schöpfung?
      Sie werden jetzt vielleicht sagen, dass sei sein gutes Recht.
      Tja, und da wird’s philosophisch.

      Schon mal von der Freiheit, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden gehört.
      Was sagt ihr Messias dazu?

  5. „Die „grüne Fahne Allahs über ganz Palästina“ aufzuziehen und „Juden zu töten“, das sind erklärte Ziele der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas.“

    „Nachdem er vor Zehntausenden Anhängern – die Hamas sprach von einer halben Million – einer großen Raketen-Attrappe auf dem Podium entstiegen war, stellte Maschaal das Existenzrecht Israels infrage: „Palästina von der See (Mittelmeer) bis an den Fluss (Jordan), vom Norden bis in den Süden ist unser Land“.

    http://www.n24.de/news/newsitem_8437160.html

  6. „Faschismus ist eine Form rechtsextremer Ideologie, die die Nation oder Rasse als organische Gemeinschaft, die alle anderen Loyalitäten übersteigt, verherrlicht. Er betont einen Mythos von nationaler oder rassischer Wiedergeburt nach einer Periode des Niedergangs oder des Zerfalls. Zu diesem Zweck ruft Faschismus nach einer „spirituellen Revolution“ gegen Zeichen moralischen Niedergangs wie Individualismus und Materialismus und zielt darauf, die organische Gemeinschaft von „andersartigen“ Kräften und Gruppen, die bedrohen, zu reinigen. Faschismus tendiert dazu, Männlichkeit, Jugend, mystische Einheit und die regenerative Kraft von Gewalt zu verherrlichen. Oft – aber nicht immer – unterstützt er Lehren rassischer Überlegenheit, ethnische Verfolgung, imperialistische Ausdehnung und Völkermord. Faschismus kann zeitgleich eine Form von Internationalismus annehmen, die entweder auf rassischer oder ideologischer Solidarität über nationale Grenzen hinweg beruht. Normalerweise verschreibt sich Faschismus offener männlicher Vorherrschaft, obwohl er manchmal auch weibliche Solidarität und neue Möglichkeiten für Frauen einer privilegierten Nation oder Rasse unterstützen kann.“ (nach Matthew Lyons, zitiert nach http://www.publiceye.org/eyes/whatfasc.html vom 12.1.2004

  7. „So kann Jehowah seine Macht demonstrieren, wenn Er die Feinde Israels vernichtet – hoffentlich bald!“

    „…Sie haben 1991 in The Nature of Fascism eine idealtypische Faschismus-Definition vorgeschlagen. Ihr zufolge ist Faschismus zu verstehen als „Gattung politischer Ideologie, deren mythischer Kern in seinen mannigfachen Permutationen aus einer palingenetischen [auf „Neugeburt“ der dekadenten Gesellschaft zielenden; AS] Form populistischem Ultranationalismus besteht“.

    „The Nature of Fascism“ (1991), Roger Griffin
    nternational bekanntesten Faschismusforscher und Professor für Zeitgeschichte am Department of History an der Oxford Brookes University

    • “…Sie haben 1991 in The Nature of Fascism … … etc.

      Ziemlich unverstehbar ohne Kenntnis des Kontextes: „AS“ ist Kürzel für einen Interviewer (Alfred Schober) des DISS, des (verdienten) „Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung“. Von ihm, und nicht von Griffin, den er in dem an genau ihn als Frage gerichteten Text lediglich zitiert, ist dein Zitat, Jane, das hättest Du so ruhig dazuschreiben dürfen :- ) URL: http://www.diss-duisburg.de/2004/12/der-umstrittene-begriff-des-faschismus/

      Du hättest noch zitieren sollen, was Griffin zu seinem von AS Zitierten in dem Interview sagt:

      „Die zitierte Ein-Satz-Definition ist weder als Abriss des Wesens des Faschismus noch als Summenformel meiner Faschismustheorie zu lesen, so als fände sich dort die ganze Wahrheit über Faschismus als historisches Phänomen.“

      So wird das „ziemlich unverstehbare“ (s.o.) verständlich. Ach..

      Und das nächste Zitat, in deinem folgenden Beitrag, steht so in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie#Definitionen_des_Faschismusbegriffs

      Was aber soll uns das hier? Es gibt viele Faschismusdefinitionen. Um sich schlüssig darüber zu werden, ob und wenn ja wer in Nahost sich mehr oder weniger faschistisch verhält, bedarf es einer sorgfältigen Analyse, die hier kaum zu leisten ist.

      btw.: Die diversen Perteien in Syrien bezichtigen sich gegenseitig des Faschismus… es könnte sein, dass sie Recht haben, alle.

  8. Man kann sich auf die Hamas tatsächlich verlassen, sie anerkennt Israel nicht und sie will den Juden ihr von Gott gegebenenes Land wieder abnehmen – letztlich von Gott gewollt – wie die Verhärtung Pharaos damals in Ägypten!
    So kann Jehowah seine Macht demonstrieren, wenn Er die Feinde Israels vernichtet – hoffentlich bald!

    • Wieso überlassen Sie die Frage nach dem Willen Gottes nicht Gott?

      Und den Zeitpunkt lassen Sie ihn besser auch selbst festlegen.

      Und bitte passen Sie auf, dass Ihnen Ihre Dialektik nicht einen schlimmen Streich spielt. Für Ihre „Hoffnung“ ist im pandeterministischen Gotteswillen nämlich kein Platz. Nicht dass Sie auch – „letztlich von Gott gewollt“ – zu den Feinden Israels zählen.

  9. Schön, dass man sich auf die Hamas immer verlassen kann. Und ehrlich sind sie ja mitunter. 😀

    Hamas Exil-Chef Maschaal:

    „Wir können keinen Zollbreit und keinen Teil davon abgeben“, fuhr er fort. „Wir können außerdem weder die Legitimität der Besetzung Palästinas noch Israel selbst anerkennen.“

    „„Palästina ist vom Mittelmeer bis zum Jordan und vom Norden bis zum Süden unser Land und unsere Nation“, sagte er…

    Die „Befreiung ganz Palästinas“ sei „ein Recht, eine Pflicht und ein Ziel“, sagte Maschaal. Widerstand sei zudem ebenso wie „alle Formen des Kampfes“ der „richtige Weg, um unsere Rechte einzufordern“.“

    http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/hamas-exilchef-provoziert-israel-wir-koennen-israel-nicht-anerkennen_aid_878113.html

  10. „Und dieser E. Arendt ist der Kronzeuge der haßerfüllten Israelbasherin Jane.“

    Schwachsinn – Herr Arendt ist überhaupt kein Kronzeuge, das sind all die Journalisten und Friedensaktivisten etc. der Artikel, die man auf seiner Website lesen kann. Die Webseite ist ja lediglich ein Informationsportal welches zahlreiche Medien verlinkt, gegen die Sie im einzelnen wohl kaum was vorzubringen haben.

    Herr Arendt hat übrigens gerade den Palästina-Solidaritäts-Preis erhalten und zahlreiche auch jüdische Gratulanten, wie z.Bsp. das ehemalige Mitglied des jüdischen Zentralrats, Rolf Verleger und Judith Bernstein, Mitstreiterin für die Genfer-Initiative.

    Weiterhin – schön, jetzt haben wir also ein klein bischen mehr erfahren – was wir nicht erfahren haben, was denn konkret jetzt Herr Arendt gesagt oder getan haben soll.

    Herr Arendt hat jedenfalls auf seiner Seite nichts zu Dr. Werner Pfeifenberger, auch wenn er dort Opfer von Rufmordkamapagnen etc. , wie z.Bsp. Dr. Ludwig Watzal thematisiert.

  11. Jens, Aha, sie meinen ich hätte den Dr. W. Pfeifenberger als Nazi beschimpft. Aus welcher trüben Quelle schöpfen Sie dies?
    Dr. W.P. klage mich wegen vier Sätze die lauten
    1) Freiheitliches Jahrbuch 1995 mit (Neo)Nazi-Tönen
    2) Pfeifenberger wärmt die alte Nazi-Mär von der jüdischen Weltverschwörung langatmig auf.
    3) Der Autor lügt aufgrund von sinnwidrigen, aus dem Kontext gehobenen Zitaten:
    [ich zitierte Dr. W.P.: ”Der internationalistische Hasser, Kurt Tucholski (sic!) meinte, den Menschen seines deutschen Gastlandes gesamthaft den Gastod wünschen zu müssen, weil sie ihm viel zu nationalistisch dachten.” und schrieb]
    4)Das ist Nazidiktion.
    Dr. W.P. klagte und verlor, da ich den vollen Beweis für meine Behauptungen lieferte.
    Zurück zum Ausgangspunkt E. Arendt ein sich propalästinensisch gebender Deutscher beschuldigte mich – wie es Neonazi und Rechtsextremisten taten – ich hätte den Dr. W.P. in den Tod getrieben. Und dieser E. Arendt ist der Kronzeuge der haßerfüllten Israelbasherin Jane.
    Ich denke, damit können wir diese Diskussion beenden.

    • Ich will das auch nicht diskutieren. Es stört mich lediglich die Art und Weise wie man heute noch mit Personen umgeht, die andere Meinungen vertreten. Man könnte glatt vermuten, dass solche Sachen eine Ursache für die allgemeine Politikverdrossenheit sind. Ich zähle da auch den Fall Wulff dazu, wobei da nicht ganz klar ist, ob es da politische Motivationen gab.

      „Nimm Rücksicht auf die Gefühle anderer. Ein Streit hat meist drei Seiten: deine, die des anderen und die richtige.“

      ttp://test.hagalil.com/judentum/feiertage/hanukah/habad10r.htm

      Und, das wollte ich auch noch sagen, finde ich es durchaus löblich, dass Sie, Herr Pfeifer, und auch andere Autoren von haGalil sich den Diskussionen stellen, ich weiß das sehr zu schätzen. Das ist nicht überall üblich im journalistischen Netz. 🙂

  12. Herr Pfeifer – ich habe natürlich auch etwas gegoogelt zu dem Fall und Sie haben Recht, dass man sich ja schlau machen kann.

    Freilich gehört sehr viel dazu, um hierzu dezidiert was sagen zu können.

    Was ich aus den Fragmenten zum Thema wohl beziehen kann ist, dass Herr Dr. Pfeifenberg wohl tatsächlich rechts-nationales Gedankengut verbreitet hat, denn ohne seine Schrift zu kennen und ohne sie so beurteilen zu können, spricht alleine eine Veröffentlichung bei der FPÖ, für die ich persönlich nichts, aber auch gar nichts übrig habe, dafür. Das macht ihn noch nicht zu einem Nazi – mir persönlich aber ist diese politische Richtung zuwider und ich würde sie schon als rechtsnational bezeichnen.

    Wenn dann Herr Arendt meinte dass es eine Parallele zum Fall Möllemann gab, dann ist das wohl kaum verkehrt, wobei ich bis heute zögern würde Herrn Möllemann rechtsnational und antisemitisch zu nennen – ich habe da ziemliche Zweifel, bin aber über den genauen Verlauf der Auseinandersetzung auch nicht ganz im Bilde, denn ich denke, dazu muss man das ganze wirklich chronologisch und in seiner ganzen komplexen Geschichte aufrollen – ohne das ist es schwierig sich ein Urteil zu erlauben. Verklagt hat sie aber damals nicht Herr Arendt, sondern jemand anderes, wenn ich das richtig sehe.

    Mit Jens bin ich nicht ganz einverstanden, dass eine solche Kampagne einen Menschen nicht möglicherweise in den Selbstmord treiben kann.

    Ich denke schon, dass das bei einem Menschen in eponierter gesellschaftlicher Position durchaus möglich ist, wohl kaum wenn es dabei bleibt, dass ‚ein Menschen einen mal Nazi‘ genannt hat, wohl aber, wenn das ganze darauf abziehlt die gesellschaftliche Reputation und Existenz eines Menschen zu zerstören und tatsächlich kann unter Umständen ein solcher Vorwurf eine solche Wirkung entfalten, gerade hier in Deutschland. Ob dann Ursache und die eben möglicherweise schon gegebene Wirkung in einem annehmbaren Verhältnis stehen, dass kann man schon hinterfragen und auch ob die gesellschaftliche Reaktion auf solche Auseinandersetzungen wirklich adäquat ist, auch dann, wenn man die politischen Ansichten eines solchen Protagonisten nicht teilt.

    Was mir weiter dazu einfällt, natürlich hat auch Herr Arendt unter sehr vielen Anfeindunen zu leiden, und was auf seiner Website veröffentlicht wird ist seriös und es ist auch nicht judenfeindlich. Um das zu beurteilen, reicht es ja aus sich die Quellen der verlinkten Artikel anzuschauen, neben Friedensaktivisten, jüdischen,nicht-jüdischen, die dort mitunter auch Texte veröffentlichen, die aus fremdsprachigen Medien überseztt wurden oder sonst wo nicht zu finden sind, finden sich zahlreiche Artikel z.Bsp. vom Standard, von der Haaretz, vom Spiegel usw. usw. – absolut nichts ehrenrühriges und schon gar nichts rechts-nationales.

    Herr Arendt hat auf seiner Seite auch die Drohungen und Angriffe dokumentiert, denen er und andere Kritiker der israelischen Besatzungspolitik ausgesetzt sind, bis hin zu Morddrohungen – Herrn Dr. Pfeifenberg ist dort und auch wo anders nicht aufgeführt – daher kann man davon ausgehen, dass Herr Arendt selbst auch nicht für dessen Inhalte in keiner Weise eintreten möchte.

    Da Herr Arendt aber natürlich weiß, was da mitunter losgetreten wird, hat er natürlich seinen eigenen, leidgeprüften Blick auf diese Umstände.

    Ob sein Vorwurf berechtigt war oder nicht – das kann ich aber auch nach diesen Betrachtungen überhaupt nicht beurteilen.

    Allein seine Kritik an der Kritik – macht ihn aber keineswegs ‚braun‘.

    Mit der gleichen Begründung wird ja auch generell Kritik an Israel abgewürft – aber allein, aus dem Grund, dass sich ein paar Rechte all die Breitseiten, die Israel nunmal liefert, zu Nutze machen, kann man unmöglich den Schluss ziehen, dass man dann Israel nicht kritisieren dürfe. Da sollte man schon unterscheiden können.

    Ich kann mich Jens Urteil insofern anschließen, als dass man zu einer echten STellungnahme sehr viel mehr wissen muss, als den paar Versatzstücken, die sich im Internet finden.

    Herrn Arendt sehe ich allerdings in keiner Weise als Braunen und habe auch keinen Anlass dazu – und sei es, dass er sich vielleicht in der Sache tatsächlich ‚verrannt‘ hätte – auch das kann ich, auch zu Ihren Gunsten, natürlich nicht ausschließen.

  13. Jens, wenn ich darauf hinweise, dass ein sich als links und propalästinensisch gebender Mensch (E. Arendt) mir den gleichen Vorwurf gemacht hat, wie Neonazi und Rechtsextremisten, dann gebe ich nicht an. Sondern zeige auf, aus welchen trüben Quellen Arendt schöpft.
    Wenn ich Sie richtig verstehe, hätte ich es erdulden sollen, als ich beschuldigt wurde mit einer im Februar 1995 publizierten Rezension einen Menschen im Mai 2000 als Mitglied einer linken Jagdgesellschaft in den Tod getrieben zu haben?

    • Nein, da haben Sie mich nicht richtig verstanden. Ich finde es nur immer etwas – wie soll man das sagen? – unwürdig?, wenn sich erwachsene, sicher auch gebildete, Leute vor Gericht streiten müssen, um irgendwelche Aussagen oder Formulierungen in ihren Publikationen zu „diskutieren“. Es wirkt halt einfach so als ob da politische Meinungsbildung auf dem Gericht gemacht wird. Nehmen Sie das nicht persönlich so was stört mich allgemein und es hat ja auch der andere angefangen mit der Anzeigerei.

      Ich musste mich auch erst darüber informieren und habe das nur oberflächlich getan und letztlich müssen Sie wissen, was Sie sich vorzuwerfen haben oder nicht, ich will den Fall nicht diskutieren. Jedenfalls gehört zu einem Suizid etwas mehr und da war ja auch noch mehr. Ich würde mich doch auch nicht umbringen nur, weil mich jemand als Nazi beschimpft oder meine Meinung kritisiert. Aber bezugnehmend auf das Problem was Justice aufwarf, weiß ich selbst ziemlich gut, wie so was passieren kann. Aber lassen Sie mal, die Ämter hier hatten sich auch geirrt mit mir, die haben gedacht mir macht das was aus, dabei bin ich froh, dass ich erstmal raus bin.

  14. Ach so jetzt hab ich den Kern wieder vergessen, der palästinensische Staat soll ein „Menschenrechtsstaat werden“. Kein mittelalterliches islamisches Diktatoren Kalifat. Und Israel sollte sich besinnen und darüber nachdenken, was die umliegenden Agressoren schlechtes bewirkt haben, wie z.B. millitärische Unterdrückung im eigenen Staat und die Anwendung der Folter und der Gewalt in Gefängnissen. Das kann nicht akzeptiert werden. Da müssen die Menschenrechte in Israel wieder gestärkt werden.

  15. Also ich will schon einen palästinensischen Staat, aber ich weis doch ganz genau, dass das Millitär Regime die Leute dort grausamst unterdrücken wird. Ich bin eher ein „Logiker“. Die Menschen dort würden grausamst unterdrückt werden, Folter wäre an der Tagesordnung. Das ist überall zu verzeichnen, wo religiöse Regime herschen. Im Iran leiden die meissten Menschen. Sie fühlen sich nicht wohl. In Ägypten entsteht auch schon wieder eine islamische Diktatur. Schöne Grüße an Arabien, mir könnte es eigentlich egal sein, aber ich weis genau, was den Frieden, den Wohlstand, und vor allen Dingen, den Naturschutz nach Afrika bringen kann. Nur die Aufnahme der Allgemeinen Menschnerechte in das Grundgesetz sämtlicher afrikanischer Staaten. Religionsfreiheit, Recht auf körperliche Unverehrtheit ist auch interessant. Am Recht auf „körperliche Unversehrtheit“ kann man sofort entlarven, wer das eigentlich gar nicht möchte. Natürlich die Leute, die absolut kein Interesse am Recht auf körperliche Unversehrtheit haben. Und wer ist das ? Genau, Folterer aus allen Gegenden. Übrigens haben wir hier in Europa auch ein Regime, in Deutschland sind de facto die Menschenrechte schon lange abgeschafft. Deutschland ist im Begriff, ganz Europa zu einem faschistischen Regime zu machen, Der Fall Mollath zeigt, was hier los ist. Und die USA können als schlimmes Menschenrechtsverbrecher Regime bezeichnet werden, absolut genauso verbrecherisch wie das chinesische Regime. Das sind die Fakten. Wir müssen jetzt praktisch noch mal von vorne anfangen und die Demokratie in Europa und den anderen Industrie Staaten, erst wieder herstellen. Und am Umweltschutz haben die Billionäre und Reichen absolut kein Interesse, wie der UN Bericht zeigt. Die Reichen zerstören tatsächlich den ganzen Planeten. Das ist nicht „Demokratie“ das ist Vollidiotie. Um das zu tarnen, übertrifft man sich in den Medien im Einkaufen von Menschenrechtsopfern. Die „Holocaust Leugner“ Industrie in Deutschland kauft sich Ai Wei Wei, und Pussy Riot, und Bo Xilai, und andere, um Mollath zu verbergen, und das super Geschäft mit Verbrechern aus aller Welt. Das ist „unerträglich“, sich Ai Wei Wei zu kaufen, der jetzt Multimillionär ist, wie Pussy Riot bald auch, und dann Mollath verschwinden zu lassen. Das heisst auf Ai Wei Wei und Pussy Riot und diese ganzen Millionäres Dissidenten können wir getrost verzichten, sie wären nicht in den Medien, wenn sie der Warheit dienen würden, weil Zensur. Das ist Logik,hä? Und jetzt zu Arabien, hier gibt es die Chance auf einen Neustart, mit echten Menschenrechten, zum Beispiel das Recht auf eine Eigentumswohnung vom Staat bezahlt aus Erlösen der Rohstoffverkäufe und eine vollkommen andere Form der Wirtschaft, Nachhaltig ist das Stichwort. Also bloß aufhören mit der „Scharia“, das ist verbrecherisch und teuflisch, das ist Gewalt und Diktatur, und die Quelle eines neuen internationalen Konflikts.

    • Ja, Justice, das ist wohl wahr, nur leider wollen das viele nicht wahr haben. Wenn es um Russland, China, Israel, Iran oder Palästina geht, da haben alle eine Meinung, aber wenn es um Deutschland geht, dann sagen sie: Wir können es doch nicht ändern!

      Der Fall Mollath ist nicht etwa ein Einzelfall, das ist scheinbar ganz normal. Hochinteressant auch der Fall der Steuerfahnder aus Frankfurt, die wohl ihre Arbeit zu genau genommen hatten und die falschen Milliardäre ins Visier nahmen. Die wurden wegen einem Gutachten, was „querulatorisches Verhalten“ bescheinigte suspendiert, z.

      http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=14&NAVZU_ID=57&STORY_ID=57

      Das ist wirklich wie in China. Ich vergleiche das manchmal mit der DDR und kann immer wieder nur sagen, damals haben es wenigstens alle gewusst. Heute will es keiner (mehr) wissen.

      Es ist auch nicht so, dass es da Leute gibt, die solche Gutachten anfechten, nein, da kann der größte Nonsens drinstehen, niemals würde ein Sachbearbeiter da etwas anzweifeln. Selbst Amtsärzte und Sozialpsychiater haben da kein Interesse daran. Ich habe es aufgegeben nach Hilfe zu suchen, die raffen es einfach nicht, da knallt man irgendwann wirklich noch durch.

  16. ²’Jaku‘

    „Falsch, beide sind bekanntlich Antisemiten. Aber Sie kapieren nur Null.“

    Und Sie verstehen die Ironie nicht – dass Sie Melzer als Antisemiten, (‚bösen Juden‘) bezeichnen würden war mir natürlich vollkommen klar.

    @Anonym – ich lehne Extremismus,Gewalt und dessen Verherrlichung in all ihren Formen ab,sei es von Palästinensern oder Israelis.
    Umfreilich dem Extremismus keine neue Nahrung zu geben (und zwar auf beiden Seiten) müssen nicht nur Juden frei von Übergriffen durch Palästinenser, sondern auch Palsätinenser frei von Übergriffen durch Juden leben können – letzteres ist gegenwärtig institutionalisiert.

    @Herr Pfeifer –

    von der Geschichte habe ich keine Ahnung.

  17. Jane, Ihr Busenfreund Arendt hat mir – wie es die Neonazi und Rechtsextremisten taten – vorgeworfen, den rechextremen Dr. Werner Pfeifenberger in den Tod getrieben zu haben.

  18. Ach hier noch mehr ‚gute Juden‘ (wie Jaku sie zu nennen beliebt) die tatsächlich einen palästinensischen Staat wollen und ich sehe auch überhaupt keinen Grund ihnen das nicht auch zu glauben (anders als so ein paar zwielichtigen Gestalten an der Spitze des israelischen Staats):

    Leaders of prominent New York City synagogue praise UN Palestine vote

    Die Leitung einer bekannten New Yorker Synagoge begrüßen die Anerkannung Palästinas in der UN.

    The New York Times, which first reported the email on Tuesday, said that it elicited ’shock‘ from some members and was welcomed by others.

    The leaders of a prominent New York City synagogue sent out an email to congregants praising the UN vote that elevated the Palestinians to non-member state status.

    „The vote at the UN yesterday is a great moment for us as citizens of the world,“ said the email, signed by the B’nai Jeshurun’s three rabbis, cantor, board of directors and executive director. „This is an opportunity to celebrate the process that allows a nation to come forward and ask for recognition. Having gained independence ourselves in this way, we are especially conscious of this.“

    http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/leaders-of-prominent-new-york-city-synagogue-praise-un-palestine-vote-1.482485

    Schön!

    • „Ach hier noch mehr ‘gute Juden’ (wie Jaku sie zu nennen beliebt) “

      Hä? Ich habe noch nie jemanden als „gute Juden“ bezeichnet. Ihre Behauptungen sind ja nur noch absurd.

      „Der ‘böse Antisemit’ Arendt und der ‘gute Jude’ Abraham Melzer“

      Falsch, beide sind bekanntlich Antisemiten. Aber Sie kapieren nur Null. Dass Sie den Hasser trotz das Sie es besser wissen müssten, wenn Sie es denn je einmal wollen, spricht für Ihre Unglaubwürdigkeit.

      Geschenkt, kennen wir nunmehr seit 2005!

  19. Ach ja Jaku – nun es ist einach so, dass es Leute unterschiedlicher Gesinnung gibt, solche die ethnozentrisch denken, die sich leicht von kollektiven Feindbildern infizieren lassen und solche, die ein humanistisches Weltbild haben und begreifen, dass uns diese Art zu denken noch nie irgend wo hin gebracht, wo irgend wer gerne sein möchte.

    “Arendt ist der Palästinenserfreund schlechthin und so nennt er auch sein Portal. Juden, sind nur gute Juden wenn sie gegen Israel sind, da weiß er sich mit T.I. Steinberg einig. Wer Jude ist, wer Antisemit, wer Philosemit bestimmen sie.

    Niemand ‚bestimmt‘ wer ein guter Jude ist – und ihrer Meinung nach muss man anti-palästinensisch sein, denn sonst ist man kein ‚guter Jude‘ – es gibt halt welche mit denen man die politischen Ansichten teilt und andere nicht, genauso wie mit Nicht-Juden. Das hat mit Judentum gar nichts zu tun. Umgekehrt sind es ja mittlerweile Juden schon gewöhnt, insofern sie sich deutlich gegen die israelische Besatzungspolitik ausprechen, dass sie als von Juden als Antisemiten diffamiert werden, wie z.Bsp. zuletzt Judith Butler. Ergo Juden üben auf Juden massiven Druck aus, um sich zu Israel und der israelischen Besatzungspolitik und zu einer unkritischen Haltung gegenüber derselben zu verpflichten, und auf LInientreue zu trimmen, weil sie sonst angeblich keine guten Juden seien.

    • Es gibt genug Material über den Ungeist des Herrn, wo man sich infomieren kann. Der Mann ist bekanntlich ein Israelhasser und noch schlimmeres. Er unterstützt die Hassmauer in Köln, er negiert das Existenzrechts Israels usw.

      Sie können sich gern mal informieren, wie er mit Andersdenkenden umgeht. Er montiert ohne rot zu werden ein Hakenkreuz über einen Davidstern und stellt andere mit einem Schwein dar. So jemanden nennen Sie seriös?

      http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/11/20/die-judensau-2-0/

      „Erhard Arendt negiert das Existenzrecht Israels, möchte Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland ausbürgern, ersetzt mal das Hakenkreuz durch eine Menorah und schreckt nicht einmal davor zurück, Juden in Deutschland als “Judensau” darzustellen. “

      http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/11/24/masel-tov-erhard-arendt/

      „Ein Terrorstaat wie Israel (…) hat aber in unserer Weltgemeinschaft langsam keinen Platz mehr.

      Und:

      Ein Dieter Graumann, ein Zentralrat der Juden (…) hat auch langsam keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft. Sollten wir nicht aus unserer unseligen Geschichte gelernt haben?“

      http://spiritofentebbe.wordpress.com/2012/11/14/juden-raus-anno-domini-2012/

      „Sie machen sich lächerlich – hier eine Liste von Arikeln jüdischer Friedensaktivisten und Journalisten beim Palästinaportal, lauter engagierten jüdisch-israelischen Philantropen.“

      Nein, Sie machen sich lächerlich, indem Sie wiederholt behaupten, der Mann wäre für den Frieden, seriös und sonst noch was. Diese Quelle ist eine Drecksquelle, aber wenn Sie das nicht mitbekommen, sind Sie auf einer Linie mit dem Arendt. Dann ist sowieso alles gesagt und alles klar.
      Dann erübrigen sich weitere Quellen über diesen Hasser.

  20. @Anonym – die fletschen auch nicht mehr die Zähne als Sie.

    Ich halte mich lieber an die vernünftigen Leute – auf beiden Seiten.(in der israelischen Politik sind die aber leider auch nicht sehr stark repräsentiert, wenn es sie auch gibt)

  21. 2Die Seite ist seriös und eine Fundgrube zu israel-kritischen Artikeln internationaler angesehener Medien, israelischer und palästinensischer Friedensaktivisten etc.“

    „Danke dass Sie sich immer wieder so lächerlich machen.“

    Sie machen sich lächerlich – hier eine Liste von Arikeln jüdischer Friedensaktivisten und Journalisten beim Palästinaportal, lauter engagierten jüdisch-israelischen Philantropen.

    @ Jane, Link setzen, das ist schon etwas arg lang!!!
    Admin

  22. Die angeblich Frieden anstrebende Freunde des rotbraunen Arendt und der Israelbasherin Jane:
    Fatah Central Committee Member Jibril Rajoub: Fatah Will Not Lay Down Its Swords Until the Refugees Return, Resistance Is Its Strategic Choice
    Palestinian Authority TV –
    November 29, 2012 – 00:01:25
    http://www.memri.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3663.htm

    Hamas Leader Mahmoud Al-Zahhar against Mahmoud Abbas: Anyone Who Wants to Liberate Palestine Should Pick Up a Gun
    Mayadeen TV (Lebanon) – November 26, 2012 – 00:01:51
    http://www.memri.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3657.htm

  23. http://rebellogblog.com/text/blog/984/984-03.htm

    „Arendt ist der Palästinenserfreund schlechthin und so nennt er auch sein Portal. Juden, sind nur gute Juden wenn sie gegen Israel sind, da weiß er sich mit T.I. Steinberg einig. Wer Jude ist, wer Antisemit, wer Philosemit bestimmen sie.
    Suchen wir also weiter: Finden wir irgendwo in diesem apokalyptischen Linksammelsurium einen Hinweis auf die Verbrechen der Palästinenser an der israelischen Zivilbevölkerung? Schreibt uns E. irgendwo etwas über Arafat, sein von der EU aufgestocktes Portefeuille, seine 12 Geheimdienste? Finden wir bei Ed eine Analyse warum die Palästinenser nicht konstruktiv ein Gemeinwesen gestaltet haben, eine Erfindung gemacht, eine funktionierende Wirtschaft etabliert haben? Warum sie nach dem Abzug aus Gaza ihre Gewächshäuser zerstört haben? Wo sie sich der Vielzahl der von außen kommenden, zum Beispiel der geldgebenden EU, Vorschläge angenommen und sie kooperativ umgesetzt haben? Nichts, nada, niente, njet, unser E. hält differenzierender Betrachtungen für unnötig.
    Arendt verkauft sich als Antisemit, damit ist er sich schon mal des Beifalls der großen Schar unbedarfter und unkritischer in den letzten 30 Jahren Indoktrinierter sicher, aber ein Land für Juden bejaht er nicht. Zu dumm auch, daß es nach dem Holocaust immer noch Juden gibt die irgendwo bleiben müssen.“

    usw.

  24. Anonym – Herr Arnedt ist nicht braun – das trifft schon eher auf Sie zu.

    Die Seite ist seriös und eine Fundgrube zu israel-kritischen Artikeln internationaler angesehener Medien, israelischer und palästinensischer Friedensaktivisten etc.

    Dass Ihnen die Seite nicht passt ist nicht weiter verwunderlich.

  25. “Hamas akzeptiert eine Zwei-Staatenlösung. Als der von Newsweek-Washington-Post Korrespondent Lally Weymouth am 26. Februar 2006 gefragt wurde, welchem Abkommen Hamas bereit sei, Folge zu leisten, antwortete der neue Hamas -Ministerpräsident Ismail Haniyeh: dasjenige, das die Errichtung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt in den Grenzen von 1967 garantiert. Weymouth fragte weiter: „Werden Sie Israel anerkennen?“ Worauf Haniyeh antwortete: „Wenn Israel erklärt, dass es dem palästinensischen Volk einen Staat und alle seine Rechte zurückgibt, dann werden wir es anerkennen. (5) Diese Ansicht enthält Hamas’ Forderung der Gegenseitigkeit.

    Hamas Regierungssprecher Ghazi Hamad machte am 10. Mai 2006 gegenüber Reportern folgenden Kommentar: „ Ja, wir akzeptieren einen unabhängigen Staat in den palästinensischen Gebieten, die im Nahostkrieg von 1967 von Israel erobert wurden. Diese Haltung ist nicht neu und ist auf Regierungsebene erklärt worden.“

    Bei einer Bemühung, die Hamas-Position nach Abbas’ Aufruf zu einem Referendum zu klären, erklärte der Hamas Parlamentssprecher Aziz Duweik, dass es nichts mit einem Mangel an Unterstützung für die Zwei-Staatenlösung zu tun habe. „Jeder von Hamas sagt Ja zur Zwei-Staatenlösung“, sagte er. „Das Problem liegt in der Tatsache, dass die Israelis bis jetzt nicht sagten, dass sie die Grenze von 1967 als Grenze zwischen den beiden Staaten akzeptieren.“

    Andere Führer drücken sich genau so klar aus. „Hamas ist sich einig darin, was die historische und die vorübergehende Lösung betrifft. Wir sind für beides bereit: die Grenze von 1967, ein Staat, Wahlen und ein Abkommen nach 10-15 Jahren Vertrauensaufbau“ , kommentierte Usama Hamdan, der Hauptvertreter der Hamas im Libanon (9). Bemerkenswert hieran ist, dass diese Bemerkungen schon 2003 gemacht wurden, bevor Hamas den Sieg im Januar 2006 errungen hatte. Tatsächlich sollte darauf hingewiesen werden, dass die meisten offiziellen Kommentare diesbezüglich vor den Wahlen abgegeben wurden.

    Weitere Hamassprecher, die klare Aussagen zur Akzeptanz eines palästinensischen Staates auf dem Land von vor 1967 machten, schließt Scheich Ahmad Haj Ali ein, einen Führer der muslimischen Bruderschaft und Hamaskandidat für die Legislative, der z.Zt. in Israel im Gefängnis sitzt (Interview vom Juli 2005); Muhammad Ghazal, Hamassprecher, z.Zt. auch in einem israelischen Gefängnis (Sept. 2005), Hassan Yussef, politischer Führer auf der Westbank (August 2005), und das Hamas Wahlmanifest, Art.5,1, das dazu aufruft, am Ziel festzuhalten, die 1967-Besatzung zu besiegen und einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt zu errichten. …

    In einem 2004 von der hoch angesehenen International Crisis Group veröffentlichte Bericht schlugen Hamasführer „während des Aufstandes von 1987-1993 verschiedene Rezepte für einen Rückzug zu den Grenzen vom 4. Juni 1967 vor, der mit einem Jahrzehnte langen Waffenstillstand erwidert werden würde.“ Derselbe Bericht bemerkt, dass „ bei einem Treffen im März 1988 mit dem israelischen Außenminister Peres und dem damaligen Verteidigungsminister Rabin im Juni 1989, der Hamasführer ( jetzt Außenminister) Mahmud Zahar ausdrücklich einen israelischen Rückzug zu den Grenzen vom Juni 67 vorgeschlagen hat, dem ein verhandeltes Abkommen folgen sollte.“ Das Angebot wurde abgelehnt.

    ……tatsächlich sind die hier von Hamasmitgliedern diesbezüglich gemachten Statements nur eine kleine Probe ähnlicher Statements, die seit Jahren als öffentliche Aufzeichnungen gemacht – aber nie veröffentlicht wurden.

    Sicherlich kann man über die Jahre hin auch viele Bemerkungen von Hamasführern hören, die weniger versöhnlich klingen, ja sogar aufrührerisch und oft beunruhigend sind. Es würde in die Irre führen, anderes zu behaupten. Trotzdem geht der Trend besonders in den letzten Jahren zu einer versöhnlicheren und in der Tat realistischeren Politik. Der Analytiker Mouin Rabbani von der Crisis Group schrieb: „ Über Hamas muss ich sagen, dass die Organisation als Ganzes sich mit einem Abkommen einer Zwei-Staatenlösung als strategische Option abgefunden hat, aber dies offiziell als Position der Organisation noch nicht angenommen hat. Yasin, Rantisi, Abu Shanab , Mashal etc. haben alle solche Statements gemacht. Haben sie auch andere gemacht, die ihnen widersprechen ? Natürlich. Aber ich denke, man kann sicher davon ausgehen, dass die strategischen Entscheidungen getroffen wurden, die Taktik ungelöst bleibt und die Formalitäten zuletzt kommen. Bleibt für uns die Frage, ob wir Hamas die Chance geben wollen, ihre Worte in Taten umzusetzen. Rabbani schreibt: „Es würde naiv sein, die oberen Statements als bare Münze zu nehmen, und es wäre töricht, sie nicht zu testen..“

    Menachem Klein weist in einem Haaretz-Artikel darauf hin, dass die politischen Verlautbarungen von Hamas aufzeigen, dass die Organisation nicht fundamentalistisch ist“. (16) Sie hat sich von den ideologischen Forderungen ihrer Charta fort- und zu einem Pragmatismus hinbewegt, der versucht, auf die Forderungen des Tages zu reagieren, ohne in dieselbe Falle zu treten, in die die Fatah und die von Fatah geführte Palästinensische Behörde während der letzten Jahre fiel. Sie hat einen einseitigen Waffenstillstand während der letzten 16 Monate eingehalten, auch wenn jetzt (9.6.) bei dem israelischen Artillerieangriff auf den nördlichen Gazastrand 7 Zivilisten – 6 von einer Familie – starben, nun dieser Waffenstillstand wohl zu einem Ende gekommen sein mag….”

    http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/loevenstein_jennifer_sache_hamas_klar_stellen.htm

  26. Hier noch ein Literaturtipp: „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch.
    Manchmal muss man den Menschen auch das glauben, was sie sagen. Das ist eine Art des Respekts.

  27. Wie verhandelt man mit jemanden, der einen umbringen will und damit offen wirbt? (siehe Charta der Hamas oder ihre Presseerklärungen, ihr Fernsehprogramm…)

    Soll das zukünftige Mordopfer dann über Zeitpunkt und Durchführung mit dem Täter beraten?

    Wie dämonisiert man eigentlich jemanden, der einem das Recht auf Leben streitig macht? Und wie kann man seinen Mörder in ein besseres Licht rücken?

  28. Auf Papier lässt es sich leicht schreiben, aber die Realisierung ist eine ganz andere.

    Was man von der Hamas verlangt, ist eine Bekehrung zu anderen Werten, wie sie sie haben. Wer geht jetzt hin und sagt ihnen als Jude, dass sie die Waffen lassen sollen? Und das Selbstmordattentate etwas Falsches sind?

    Es gibt keine menschliche Macht, die diese Herzen beeinflussen kann.

    Wenn jemand kommen kann, der schon die Ziele, die die Hamas hat, im Koffer hat und sie ihnen zeigt, ab da kann man mit Verhandlungen anfangen.

    Leute, da muss man mit Gott schon sehr innig wandeln, wenn man in so einer Runde überhaupt gehört werden will.

    • Das stimmt wohl, es gibt keine menschliche Macht. Aber eine göttliche. Den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Den auch wir Christen anbeten. Den Vater, der keine Freude am Gericht hat, sondern am Erbarmen.

    • @ Carmela
      „Es gibt keine menschliche Macht, die diese Herzen beeinflussen kann.“

      Noch schwieriger wird es aber vielleicht, andere von einer nicht-menschlichen Macht, die das leisten kann, zu überzeugen.

      Ne, kein menschliches Herz ist linear. Es kommt nur auf den richtigen Punkt im Herzen an, dann öffnet es sich von ganz alleine. Wie eine Blume.

      Zum Herz-Vergleich übrigens: der stammt doch vom Auszug aus Ägypten und dem verstockten Herzen Pharaos. Das aber hat Gott versteinert. Puhhh…

      @Reinhard Stroh
      Mag schon sein, das ihr Gott keine Freude am Gericht hat. Muss es aber trotzdem abhalten?
      Kommt halt darauf an, wie mensch sich das „Gericht“ vorstellt.

      Imago hominis.

      „Wenn der Mensch ein Irrtum Gottes ist, dann ist Irrtum der Gott des Menschen.“
      Levent Aktoprak

    • Herr Stroh, der Gott Isaaks ist auch der Gott Ismaels, also auch der Gott der Muslime.

      Und weil diese möchtegern Religionen alle den selben Gott anbeten und sich wie die kleinen Kinder darum streiten, muss ich das nun tun. Kaum andere da, die es überhaupt wollen können. Und ich habe da so was von null Bock dazu. Für diese Menschen? Die wollen doch gar nicht, die sind doch glücklich, wenn sie sich streiten und hassen und morden, das macht denen doch Spaß, sonst würden sie es ja nicht tun.

      Das Gericht ist ganz einfach, man steht nackt vor seinem Gewissen, da zählen keine Ausreden mehr, wie etwa „in der Bibel steht aber…“ oder „der Rabbi/Imam/Pfarrer hat gesagt…“, die allermeisten dürften dabei nur feststellen wie dämlich sie waren. Sich vor Gott schuldig zu machen ist gar nicht so einfach. Die Gebote sind doch keine göttlichen Gesetze sondern Regeln für die Menschen, wir schaden nur uns selbst, wenn wir sie nicht einhalten.

      Na gut, dann verrate ich es halt. Gott ist ein armes kleines schwaches Wesen, es ist so, es ist immer und überall, es ist alles, es lebt, es denkt, es fühlt. Ich lebe, ich denke, ich fühle, ich bin ein Teil des Ganzen und so ist das Ganze teilweise wie ich und darum kann ich die ganze Welt verändern ohne das Bett zu verlassen.

      Nur, da es überall ist und dadurch immer nur sich selbst findet, weiß es nicht, dass es wirklich wahr ist, da ist keine Möglichkeit zur Reflexion von Außen. Darum hat es vor langer Zeit Teile so von sich abgespalten, dass die eine andere Perspektive bekommen. Wir sind ein Ergebnis dieser Abspaltung, denn wir schauen von außen drauf, wir sehen und fühlen nur die Grenzen, diese Grenzen nennen wir Materie. Das innere, eigentliche Wesen der Welt sehen wir nicht. Aber wir sollen es entdecken. Jeder der es kennt sagt, das Himmelreich liegt in dir.

      Das ist auch der Grund für unsere zwei Grundgefühle Angst und Liebe. Angst wird es, wenn es sich nicht erkennt und Liebe wird es, wenn es sich erkennt. Darum ist es für uns so wichtig, alles was ist, so zu akzeptieren wie es ist.

      Es ist nur unsere Aufgabe zu sagen: Ja, wir sind. „Ich bin“ ist die höchste Form der Gotterkenntnis.

      Im Glauben sind die Menschen Lügner, im Zweifel sind sie ehrlich. Darum liebt Gott auch die Zweifel, denn Glaube ist ein Weg zum Wissen.

      Da haben die Monotheisten schwere Fehler gemacht und ich weiß nicht, ob man das noch retten kann. Jedenfalls wurden viele Spirituelle Meister von euch als Häretiker und Ketzer verfolgt und verbrannt. So haben sich die Religionen ihrer Spiritualität beraubt und darum sind sie eigentlich tot, Suizid. Es sind doch die Religionen, die es nicht wahr haben wollen.

      PS: Schon blöd gelle, ausgerechnet ein Heide, der noch nicht mal getauft ist. Das hat natürlich eine Bedeutung.

  29. Tolle Idee die Dämonisierung auf beiden Seiten zu stoppen. Ich bin absolut begeistert, in den Synagogen Israels im staatlichen TV und Radio sowie in den Medien wird niemand mehr die israelischen Kinder auffordern Shahids zu werden und Selbstmordattentate in den palästinensischen Gebieten zu verüben, außerdem wird dann auch nicht die israelische Jugend aufgefordert werden jeden Araber, der sich hinter einem Strauch oder Baum versteckt zu töten. Israel streicht aus seinen offiziellen Dokumenten jeden Bezug zum Protokoll der Weisen von Zion. (Ironie)
    Dafür verpflichtet sich Hamas das gleiche zu tun.
    Wenn das eintritt, dann kann keine israelische Regierung es wagen einen Dialog mit Hamas zu verweigern.

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