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Charlotte Knobloch: Stolpersteine, Synagogen und Sommermärchen

Als Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland war Charlotte Knobloch die erste Frau in diesem Amt und die letzte Holocaust-Überlebende in dieser Funktion. Von den geschätzt mehr als 200.000 Juden in Deutschland repräsentiert Charlotte Knobloch rund 100.000 Mitglieder. Diese sind in bundesweit rund 100 Mitgliedsgemeinden organisiert…

Die Vergangenheit werden wir nicht bewältigen.
Wir müssen die Gegenwart bewältigen und die Zukunft gestalten.

„typisch deutsch“ – Moderator Hajo Schumacher spricht mit Charlotte Knobloch

Geboren wird sie als Charlotte Neuland am 29.Okt. 1932 in München. Die Nazi-Zeit und den Krieg überlebt sie versteckt bei einer Bekannten der Eltern, die sie als ihre Tochter ausgibt.
Nach dem Krieg widmet sie sich zunächst der Familie.


1981 wird sie im Alter von 53 Jahren zum ersten Mal in den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern gewählt, deren Vorsitz sie 1984 übernimmt. In den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückte Knobloch im Juni 2006, nachdem sie nach dem Ableben von Paul Spiegel einstimmig zu seiner Nachfolgerin als Präsidentin des Zentralrats bestimmt worden war. Schwerpunkte ihrer Arbeit in dieser Zeit sind die Integration der Zuwanderer aus Osteuropa und der Kampf gegen ein Erstarken der deutschen Neonazi-Szene. Nach interner Kritik an ihrer Arbeit gibt sie Anfang 2010 bekannt, dass sie bei den Neuwahlen im November nicht wieder antritt, um einen Generationswechsel einzuleiten.