Gibt es 5,1 Millionen palästinensische Flüchtlinge?

Ende Oktober 2012 wurde im Wiener UNO-Gebäude eine interessante Pressekonferenz des Internationalen Roten Kreuzes veranstaltet. Diese legte einen 304 Seiten umfassenden Bericht über die Katastrophen in der Welt vor. Der Schwerpunkt liegt auf den weltweiten gewaltsamen Vertreibungen und Fluchtbewegungen…

Von Karl Pfeifer

Bereits die erste Statistik über gewaltsam vertriebene  Flüchtlinge sollte uns zu denken geben. Denn die allermeisten der angegebenen palästinensischen „Flüchtlinge“ wurden in arabischen Ländern geboren und so ist auch der enorme Zuwachs zwischen 2009 und 2011 erklärbar.

2008      2009    2010    2011

Palästinenser u.
UNRWA-Obhut          4.70       4.70     5.00     5.10

Total (in Mill.)          92.30     74.85  101.20   72.67

 

Die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA), wurde 1949 gegründet, um das Los der arabischen Flüchtlinge zu erleichtern, die während der Kampfhandlungen nach dem UNO-Beschluss am 29. November 1947 geflüchtet sind.

In den 63 Jahren ihres Bestehens hat diese Institution ein Privileg erreicht, welches keiner anderen Flüchtlingsgruppe verliehen wird. Der Status eines Flüchtlings wurde vererbbar. So ist diese Institution teil des Problems geworden. In den Flüchtlingslagern und mit ihren Erziehungsprogrammen erhält sie die phantastische Vorstellung am Leben, die Millionen Nachkommen der ursprünglichen Flüchtlinge (laut UNO 750.000) könnten eines Tages in das heutige Israel „zurückkehren“.  Die Sozialprogramme der UNRWA schaffen eine permanente Abhängigkeit und verhindern die Integration in den Ländern, in denen sie bereits seit mehr als sechs Jahrzehnten leben. Während die Schwesterorganisation United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR), die für die vielen Millionen aktueller Flüchtlinge sorgt, ein Programm zur „lokalen Integration“ hat, dort wo die Flüchtlinge leben, hat die UNWRA kein solches Programm.

Das war nicht immer so, insbesondere von 1949 bis 1960 hat die UNWRA eine erklärte Politik der „Integration“ der palästinensischen Flüchtlinge in das normale Leben des Nahen Ostens verfolgt, d.h. eine große Anzahl sollte außerhalb Israels angesiedelt werden.

Dieses Programm wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Beschluss 393 (V) am 2. Dezember 1950 bestätigt. U.a. wurde UNWRA angewiesen einen Integrationsfonds zu etablieren „für die permanente Ansiedlung der Flüchtlinge und das Ende der Fürsorge. („to establish a reintegration fund … for the permanent reestablishment of refugees and their removal from relief.“)

Am 26. Januar 1952 bestätigte die Generalversammlung den Vorschlag ein drei Jahres Programm von $ 200 Millionen zu schaffen um 150.000 – 200.000 Flüchtlinge in ihre arabischen Gastländer zu integrieren. Sieben Jahre später wurde dieses Konzept von UNO Generalsekretär Dag Hammarskjöld bestätigt, der für die Integration der Flüchtlinge in das ökonomische Leben der Region vorschlug.

Seit 1960 hat die UNWRA diese Bestrebung aufgegeben und leistet somit einen Beitrag dazu, den Konflikt aufrecht zu halten.

Projiziertes Wachstum von Personen unter Obhut der  UNRWA
1950 750,000
2010 4,880,377
2020 6,432,567
2030 8,478,434
2040 11,174,981
2050 14,729,159
2060 19,413,735

Quelle: Mick Dumper, „Future Prospects for the Palestinian Refugees,“ Refugee Survey Quarterly, 2-3 (2009): 563-6.

Indem UNRWA die Enkel und die Urenkel der Flüchtlinge als Flüchtlinge definiert und damit die Möglichkeit unterminiert das Problem bei Friedensverhandlungen zu lösen, leistet die UNO einen Beitrag zur Verschärfung des Konflikts. 5.1 Millionen „Flüchtlinge“ ist eine derartig große Anzahl, dass sogar der Präsident der PA Mahmud Abbas bestätigt hat, wenn man von Israel verlangt diese Anzahl zu

Repatriieren, dann „bedeutet dies, das Ende Israels“.

Quelle: „The Palestine Papers: The Documents,“ The Guardian (London), Jan. 24, 2011.

71 Kommentare zu “Gibt es 5,1 Millionen palästinensische Flüchtlinge?

  1. Hi Uri,

    Du hast sicher die richtigen Konsequenzen gezogen. Die jüdisch deutsche Community hat vor dem Holocaust alles getan, um friedlich und in gegenseitiger Bereicherung mit meiner christlich deutschen Community zusammen zu leben. Dass es nichts genützt hat wissen wir heute.
    Würdest Du dich mit Leuten auseinandersetzen, die bis heute unverbesserlich sind, wär das der Erfahrung nach, zu 99,99% aussichtslos. Du würdest Dich für nichts zerreiben.

    Bin vor kurzem nochmal auf den Abgrund der Hohmann-Rede aus 2003 gestoßen. Hohmann versuchte durch wilde Prozentrechnung die Juden als Tätervolk zu entlarven, um das deutsche Gewissen zu entlasten. Andere Deutsche lügen sich ein Weltbild zusammen, in dem sie die palästinensischen Community als Opfer der Juden konstruieren, um Auschwitz zu vergessen.

    M. Friedmann sagte einmal, dass jüdisches Leben bei uns, nach dem Holocaust, ein Vertrauensvorschuss in unsere Gesellschaft ist. Er fügte hinzu, dass dieser Vertrauensvorschuss arg strapaziert ist.

    Du und viele andere versuchen das Beste. Dass es ein jüdisches Internetportal in deutscher Sprache gibt, zeigt ja auch, dass Ihr trotz allem versucht, selbst in Deutschland und Österreich, für das Gute einzutreten. Dafür kann ich Dir und allen anderen nur Danke sagen!

    Die Aufgabe meiner christlichen Community ist es, dem Vertrauensvorschuss, von dem M. Friedmann spricht, hier in Deutschland und Österreich gerecht zu werden und nicht die Verbrechen der Nazis zu relativieren, oder die Jüdische Community, über die halbe Welt, bis nach Israel zu verfolgen.

  2. Hi Sebastian,
    auf Vieles reagier ich nicht, weil´s mir zu blöd ist. Ich hab´ auch keine Lust, mich mit AntisemitInnen auszutauschen, die zu blöd und fanatisch sind, auch nur eine einzige ernstzunehmende
    Studie zu verfassen. Auch bin ich mir der Endlichkeit unseres Lebens bewusst.
    Und: Schwere Pathologien, schwere Formen von Judenhass (von denen man hier in den Leserbriefen ne Menge findet) gehören zum Psychiater bzw. gehören zur „Hamas“ – also politisch und militärisch (aus der Perspektive Israels) bekämpft.
    Ich find´s prima, dass Du Dich so engagiert beteiligst, bei den Leserbriefen.
    Danke.
    (Verehrte Ronit, gib mir nen Lebenszeichen. BITTE. Und, sehr verehrte Anat, lang ist´s her – ich vermisse Dich!)
    Uri

  3. Liebe ente,

    danke für deinen Hinweis. Wollte ja nicht sagen, dass bei uns alles richtig läuft. Bevor ich fortfahre, möchte ich mich dafür entschuldigen, dass der folgende Text mal wieder viel zu lang geworden ist, aber es ging leider nicht anders. Sorry.

    Es scheint mir nur wichtig, auf die Doppelzüngigkeit hinzuweisen, wie die Situation der Palästinenser in solchen Schriften, wie die der H.B.Stiftung „Palästina und die Palästinenser- 60 Jahre nach der Nakba“, für das eigene Ressentiment instrumentalisiert wird. Was für Flüchtlinge bei uns in Deutschland gilt, hat offenbar keine Gültigkeit für palästinensische Flüchtlinge in arabischen Staaten.

    Eine weitere Doppelzüngigkeit findet sich in der Sichtweise vieler Deutscher und in der genannten Schrift, hinsichtlich der jüdischen Flüchtlinge, die im 19 und 20 Jahrhundert vor dem Antisemitismus in Europa nach Palästina geflohen sind.
    Für jeden von uns ist völlig klar, dass Flüchtlinge aus Staaten, in denen sie bedrängt und am Leben bedroht werden, bei uns aufgenommen werden müssen. Natürlich versucht jeder, der in ein anderes Land geflohen ist, sich dort auch eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. In einigen Köpfen bei uns existiert bis heute der fremdenfeindliche Impuls, Zuwanderer nur als Konkurrenten anzusehen, die uns z.B. die Arbeitsplätze wegnehmen. Viele Menschen guten Willens aus Gewerkschaften, Politik, Kirchen, Sozialverbänden und nicht zuletzt der Zentralrat der Juden in Deutschland haben große Anstrengungen unternommen, diesen bösartigen Unsinn aus den Köpfen und Herzen der Menschen raus zu bekommen.

    Ganz anders ist der Blick der H.B. Stiftung auf die Jüdischen Flüchtlinge, die bereits im 19. Jahrhundert und umso mehr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor dem Verderben aus Europa nach Palästina flüchten mussten.
    Lies Dir doch einmal durch, wie in der genannten Schrift der H.B. Stiftung die Jüdischen Flüchtlinge, des 19.-und 20 Jahrhunderts, beschrieben werden. Es fängt damit an, dass diese jüdischen Flüchtlinge erst einmal mit dem Begriff Kolonie in Verbindung gebracht werden. Der Begriff Flüchtlinge wird im Zusammenhang mit diesen Menschen erst gar nicht genannt. Dort werden (z.B. ab Seite 62) in wohlfeilen Worten, die Jüdischen Flüchtlinge beschrieben, als hätten sie nichts anderes im Sinn, den einheimischen Bauern das Land weg zu kaufen, um diese dann zu vertreiben. Die Überlegung, was mit diesen Menschen und deren Nachkommen geschehen wäre, wären sie bis 1941 in Europa geblieben, wird erst gar nicht angestellt. Die Tatsache, dass es bei den in Palästina ansässigen Menschen breite Bewegungen gab, die die Jüdische Zuwanderung begrüßten, weil sie dazu beitrugen, Strukturen der Landwirtschaft, Medizin etc. zu modernisieren, werden in der Schrift nicht erwähnt. Statt dessen wird eine, wie es auf Seite 66 der Schrift heißt, -„uralte Bauernkultur“- heroisiert, um dem Leser klar zu machen, welches Unglück die Juden über die Palästinenser gebracht hätten.

    Die H.B. Stiftung ist nicht zimperlich. Da wird mit Überschriften gearbeitet wie:
    „Der Vorläufer des bewaffneten Kampfes, Die Bauernrevolte von 1936-39“ (Seite 67)
    oder: „Vertreibung, Nostalgie und nationales Bewusstsein“ (Seite 62)
    oder: „Landkauf und Vertreibung“ (Seite 65).

    Dass z.B. in dem, was die H.B. Stiftung Bauernrevolte nennt und als „Vorläufer des bewaffneten Kampfes“ heroisiert, der uns bereits bekannte Amin al Husseini, die den Juden zugewandten Nashashibis mit Hilfe der deutschen Nazis besiegen konnte, bleibt in der Sichtweise der H.B.Stiftung unerwähnt (sowas würde ja auch nur stören – gelle?-).

    Wie übel, die Schriftführer der H.B. Stiftung hier vorgehen, wird beispielhaft auf Seite 63-64. Da jubelt man den Juden Sichtweisen der europäischen Christen unter, um die Flucht der Juden nach Palästina als „jüdische Kolonisation“ zu verzerren. Not und Verfolgung in Europa, der nach Palästina geflohenen Juden bleibt wieder völlig unerwähnt.

    Verzerrte Sichtweisen, die Christen fabriziert haben und womit die Jüdischen Religion nichts zu tun hat, wird den Juden in die Schuhe geschoben.

    Zitat

    „Katholiken, aber auch deutsche Protestanten und Millenarier, vertraten den Gedanken des «friedlichen Kreuzzuges» zur Wiedergewinnung des Heiligen Landes für die Christenheit, der ebenfalls mit agrarischen Kolonisationsprojekten einherging. Die Notwendigkeit der Kolonisation zur «Hebung des Landes» wurde zu einem Grundelement des europäischen Palästina-Verständnisses seit Mitte der 1860er-Jahre, auf das die zionistische Bewegung später zurückgreifen konnte. Doch trotz des fast schon literarischen Topos des «öden, vernachlässigten Palästina» präsentierte sich dieses auf der Weltausstellung in Wien 1873, also vor der jüdischen Kolonisation, in einem ganz anderen Licht.“

    Zitat Ende

    Die Empathie, die von gutwilligen Menschen den Flüchtlingen, die heute zu uns kommen entgegen gebracht wird, wird den Juden, die im 19/20 Jahrhundert nach Palästina geflohen sind völlig versagt. Den Juden werden, wie es über 1500 jährige „Tradition“ in Europa ist, alle möglichen Bosheiten unterstellt. Es wird ihnen gleichsam vorgeworfen, dass sie schon im 19. Jahrhundert aus Europa geflohen sind und dann auch in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts nach Palästina fliehen mussten, nur um das eigene Leben zu retten.
    Wie es über 1500 Jahre Tradition in Europa ist, sind solche Leute nicht davon abzubringen, den Beginn allen Unrechts, den Anfang jeden Übels bei den Juden zu suchen. Das eigene deutsche Ressentiment behält die Oberhand.

    Man ist teilweise völlig baff, darüber wenn man liest, wie Begriffe von „Vaterland und Heimat“ plötzlich wieder aus der toitschen Seele entströmen:

    Zitat

    „….Die Verbundenheit mit dem Land ist wohl historisch das wirkmächtigste und stärkste Motiv im politischen Bewusstsein der Palästinenser. Dabei meint «Land» nicht nur das Land, aus dem man vertrieben worden war, also Vaterland oder Heimat…..“ (Seite 62)

    Zitat Ende

    Weiter bin ich entsetzt darüber, wie die Wahrheit unterschlagen wird. Im Kapitel „Fez oder Kufiyeh?“ heißt es in der Schrift der H.B. Stiftung:

    Zitat

    ……Um den aufständischen Bauern auch in den Städten Schutz vor Entdeckung zu gewähren, und um die Solidarität der Städter einzufordern, wurden diese von den Aufständischen gezwungen, ihre Feze und Hüte mit der Kufiyeh zu vertauschen…

    Zitat Ende

    Hört sich eher harmlos an, wie eine Mutter, die ihr Kind zwingt den Teller leer zu essen.

    Die Wahrheit kann man dann bei Matthias Küntzel nachlesen, wie auch hier dokumentiert:

    http://fidelchescosmos.wordpress.com/2010/08/03/der-grosmufti-von-jerusalem/

    Auch der Machtkampf zwischen den „Husseinis“ und „Nashashibis“ erreichte zwischen 1936 und 1939 seinen Höhepunkt. Unter der Leitung des „Großmufti“ versuchten die nicht-jüdischen Araber mit einem Generalstreik die jüdische Einwanderung zu stoppen. Schrittweise wurde der Streik durch „institutionalisiertes Bandentum“ ersetzt. Der Mufti ging mit äußerster Härte gegen seine Gegner innerhalb des palästinensischen Lagers vor. Die „Muftibanden“ setzten mit Mord und Totschlag die neue Kleiderordnung durch. Unislamische Abweichler wurden massenhaft liquidiert. Unterstützt wurde Amin al-Husseini und seine Bewegung finanziell, politisch und mit Waffenlieferungen vom nationalsozialistischen Deutschland. Nach dem arabischen Aufstand wurde die Familie der Nashashibi, die den Ausgleich mit den jüdischen Nachbarn suchten, mit ihren Gleichgesinnten entweder ermordet oder vertrieben.

    Zitat Ende

    Liest man in der Schrift der H.B. Stiftung weiter, so findet man auch Rechtfertigungen für die Interpretation und die Sichtweise der H.B.Stiftung. Es wird geschrieben, man habe den Nahostkonflikt aus Sicht der Palästinenser beschreiben wollen. Ich habe eher den Eindruck, die H.B. Stiftung hat den Nahostkonflikt aus Sicht der Deutschen beschrieben.

  4. “Darüberhinaus hat Arafat Israel in seinen international anerkannten Grenzen anerkannt und die Artikel in der CHARTA für UNGÜLTIG ERKLÄRT, die zu seiner ‘Befreiung’ aufrufen.“

    …noch’n Witz bitte, Jane!

    Arafat hat (übrigens du/ürft das gar NICHT) … Abu Mazen hat … XY hat … nix weiter, als verbal mündlich wohlfeile Bekundungen in den internationalen Raum gestellt– KEINE TATSACHEN! …eventuell … …möglicherweise …vielleicht …

    W O o o o genau steht dies KLAR und DEUTLICH für die Völkergemeinschaft rechtlich verbindlich belastbar??????????

    …welch tolle, TRAGBAR VERLÄSSLICHE LÖSUNG für Israel!!!

    “Aufwachen riciano und mal in sich kehren!“

    Jens – bin noch richtig müde – die ganze friedliche Ruhe der zurückliegenden Tage und Wochen waren sehr erholsam! Ich hoffe, Du kannst gleichermassen solch in Bundesrepublik Deutschland ebenso ausgiebig geniessen 😉

  5. Hallo,

    um eine wirkliche, nachhaltige Lösung für die aktuellen Probleme Israels zu finden sollten wir doch mal einen Blick in die Überlieferungen werfen.
    Alles wesentliche wurde dem Volk Israels und der Menscheit offenbart. Es gibt viele schwerwiegende Fragen, in Anbetracht der jüngeren Geschichte der Menscheit und Israels.
    Gott teilt uns durch die Schriften mit:
    Der Natur und der Welt gegenüber sind wir gering. Gott gegenüber aber sind wir aufgefordert zur Partnerschaft. All unsere Nichtigkeit in dieser Welt steht im Gegensatz zu unserer Bedeutung für Gott. Gott sucht sich in uns. Für Gott sind wir keinesfalls nichtig, sondern alles: Sinn und Zweck und Erfüllung.

    Gott gibt uns mit der Freiheit Würde und Verantwortung. Gott ruft nach uns und fordert uns. Wir sollen uns ihm zuwenden und ebenbürtig mit ihm diese Welt gestalten. Egal wie begrenzt und ohnmächtig wir uns auch fühlen mögen, wie sehr wir auch erkennen mögen, dass unser Verstehen und Wissen, unser Können und unsere Kraft jeden Tag an Grenzen stoßen und bedeutungslos erscheinen: Für Gott sind wir alles.

    Gott gegenüber ist unsere Freiheit unbegrenzt. Er hat uns nicht nur in Gottes Bild erschaffen, schon dies ist ungeheuer und kaum ermessbar in seiner Bedeutung, nein, er hat es uns, den Menschen, sogar wissen lassen. Durch dieses Wissen sind wir nicht nur einfach frei, sondern sogar zur Freiheit verpflichtet. Daraus folgt die Verantwortung des Menschen – für sich und für alle seine Taten.

    In den Pirkej Awoth (3-18) lesen wir: “Geliebt der Mensch – erschaffen im Ebenbild. Ein weiteres an Liebe, offenbarte es ihm, dass er geschaffen im Ebenbilde Gottes” – “Hawiw Adam scheniwra beZelem, Chibah jeterah noda’ath lo scheniwra beZelem”.

    Jeder einzelne von uns ist Vertreter Gottes auf Erden, denn ”…nur um ein ganz weniges geringer als Gott selbst hat er den Menschen erschaffen” (Tehilim/Psalmen) …

    Es sind wir, die sich für eine göttliche – und damit ein menschliche Welt entscheiden müssen: “Siehe ich habe Dir vorgelegt, das Leben und den Tod, den Segen und den Fluch. Du aber sollst das Leben wählen, Du und Dein Same”.

    Immer wieder rief Gott nach dem Menschen, von Adam über Noah, Awraham, und Moscheh – bis heute. Niemals gab Gott die Menschheit auf.

    Die Torah liest sich oft wie ein nicht endendes Streitgespräch in einer Spannung zwischen Gott und dem Menschen. Wo ist der Mensch und wo ist Gott? Wo war Gott in Auschwitz? Warum hat Gott dieses Grauen nicht verhindert? Wo ist die Relevanz Gottes in einer Welt in der derartiges Grauen geschieht?

    Was ist Gott, wenn sein Ebenbild zu solchen Verbrechen fähig ist? Warum hat Gott Aufstachelung zum Hass, zur Barbarei und zum Völkermord nicht verhindert? Warum hat sich das Meer nie wieder geteilt? Amud haEsch? Millionenfacher Mord! Warum hat sich Gott damals und dort nicht verherrlicht und erhöht? Warum hat er sich nicht erhoben, mit starker Hand und ausgestrecktem Arm?

    Hätte er damit die Welt und die Menschheit erniedrigt? Wäre denn eine tiefere Erniedrigung noch möglich gewesen? Hätte er damit bekundet, dass er endgültig am Menschen verzweifelt sei? Worin liegt das Geheimnis der göttlichen Hoffnung? Hätte Gott mit einem deutlichen Eingreifen dem Menschen die Freiheit genommen – die Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben, zu wählen oder abzulehnen? Hätte er mit seinem Eingreifen den Menschen für immer die Chance abgesprochen die Welt – aus eigenem freien Willen – zu Gott zurückzubringen?

    “Du aber sollst das Leben wählen, damit Du lebst!”

    Ist diese Forderung vertretbar in einer Welt nach Auschwitz?
    Gibt es eine Antwort?

    Wie können wir wissen ob Gott noch immer an seine Schöpfung glaubt? Woher wissen wir, wie weit Gottes Zurückgezogenheit im Unendlichen reicht, wie weit sein Zimzum ihn von uns entfernt hat?

    Wir leben – und wir sind zurückgeworfen.

    Fundamentalisten dulden keine Fragen. Für sie gilt nur die Antwort. Ihre Antwort. Sie entscheiden für andere und sie benutzen den Namen Gottes und maßen sich an zu richten über Leben und Tod.

    “Du aber sollst das Leben wählen, damit Du lebst!”

    Sie reden von Gott und Heiligen Kriegen. Die Frage ist aber weniger die Frage nach Gott, als vielmehr die Frage nach dem Menschen: “Wo war und wo ist der Mensch?”

    Die Torah ist Ausdruck der Liebe Gottes. Diese Liebe findet ihre Steigerung in der Tatsache, dass er Israel erkennen ließ, dass diese Lehre die Lehre Gottes ist: “Eine gute Lehre gab ich euch, es ist meine Lehre, verlasst sie nicht.”

    “Ki Lekach tow natati lakhem, Torati – al-t’asowu”. Gott hat Israel dazu verpflichet, immer wieder den Menschen zu Gott zu rufen. Immer wieder zu bekennen: “Der EWIGE ist unser Gott, der EWIGE ist der Einzige”.

    Die Lehre Gottes lehrt uns im Midrasch Sanhedrin, dass ein einzelner Mensch so wertvoll ist wie die gesamte Schöpfung!!!!!!!!!!

    So wertvoll wie alles, was Gott erschuf. Auf der einen Seite das All und alles was darin, alles was war, was ist und was sein wird, alles! – und auf der anderen Seite: Ein Mensch, jeder Mensch!

    Eine gute Lehre habe ich Euch gegeben, eine Lehre zum Leben, damit Ihr lebt! Verlasst meine Lehre nicht! Torati – al-t’asowu!

    Wir sind die Hoffnung Gottes, und unsere Hoffnung ist Gott!

    Ich habe das Gefühl, dass die alten Denkmuster die Konflikte nicht lösen können. Man wird den Frieden nicht herbeibomben können, dass müsste doch klar sein?
    Wir müssen uns innerlich, in unserem Bewußtsein weiter entwickeln um den Frieden umzusetzen!
    Das bedeutet eine akzeptable Lösung auch für die Palästinenser, die auch von Gott erschaffen worden und ein Recht auf ein würdiges Leben in Israel haben sollten.

    Konstruktive Grüße!

    der Heilige, gelobt sei ER!

  6. Hallo,
    ich bin beeindruckt von dieser Internetseite. Sie gibt einen tieferen Einblick in das wahrhaftige Wesens jüdischer Religion und Weisheit. Mir hilft sie endlich die jüdische Religion zu verstehen und Vorurteile in Erkenntnis aufzulösen. Gott möchte, dass Ihr das Licht der Welt seid. Er möchte nun Frieden unter allen Völkern. Es gab genug Krieg und Hass, Tränen und Leid. Israel sollte ein Beispiel sein, ein Vorbild für alle Nationen.
    Schafft Israel es in Frieden zu leben? Dann könnte es auch der Rest der Welt schaffen. Das ist sicher alles andere als einfach aber eben Gottes Wille und Auftrag. Ich als Deutscher wünsche Israel und den Palästinensern von ganzen Herzen Frieden. Wie lange soll dieses Elend den weitergehen? Es ist Zeit für Veränderungen. Wir müssen die Veränderung sein, die wir uns für diese Welt wünschen!
    Richtet den Blick auf das was Gott will, nicht auf endlose Diskussionen über Schuld und Unschuld.
    Was will der Gott Israels, der Gott der Völker und Erde? Kann mir das jemand sagen? Ist es vorstellbar, dass er Versöhnung möchte unter seinen Völkern. Ist es nicht schön und wichtig das Deutsche und Juden wieder in Frieden leben. Sollte es nicht zwischen allen Völkern so sein?
    War dieser Frieden einfach? Nein, sicher nicht aber, er war notwendig. Ich als Deutscher schäme mich für den Rassismus der von diesem Land ausging. Ich hoffe sehr, dass Israel durch richtiges und zukunftsorientiertes Handeln Gottes Plan erfüllt und der Menschheit zu einem Licht wird.
    Frieden sei in uns!

  7. Diejenigen, die sich bei uns angeblich dafür engagieren, den von Ihnen Herr Pfeifer genannten palästinensischen Flüchtlingen ein Leben in Frieden zu verschaffen, legen doppelte Standards an. Hier in Deutschland haben wir nach dem Holocaust lernen müssen, dass man Flüchtlingen, wo immer sie herkommen, eine Heimat geben muss. Wer hier in Deutschland geboren ist, der ist Deutscher mit allen Rechten und Pflichten, unabhängig davon, welcher Herkunft seine Eltern sind. Bis auf das Nazi-Pack haben das die meisten Deutschen begriffen.

    Im Blick auf den Nahen Osten kehrt sich das in Teilen meiner deutsch christlichen Community ins Gegenteil um. Palästinenser, die in arabischen Staaten geboren und von den dortigen Machthabern in Lagern, eingepfercht werden, bleiben Flüchtlinge, denen es nur deshalb dreckig geht, weil die Juden ihnen das „Recht auf Rückkehr“ verweigern. Eine Verantwortung der jeweiligen Heimatländer für die dort geborenen,wird nicht einmal im Entferntesten angedacht. Die Palästinenser werden als Manövriermasse gegen den jüdischen Staat missbraucht. Ich habe noch nie gehört, dass sich irgendwelche deutschen NGO`s für die Integration der Palästinenser in ihren arabischen Heimatstaaten einsetzt. Dagegen wird die Not der Juden, die bereits im 19. Jahrhundert vor dem zunehmenden Antisemitismus der christlich geprägten Community in Deutschland, Russland und anderen europäischen Staaten nach Palästina flüchteten, als Kolonisation Palästinas diffamiert, wie man auf Seite 64 der Schrift „Palästina und die Palästinenser- 60 Jahre nach der Nakba“ der Heinrich Böll Stiftung nachlesen kann:
    Zitat:
    „………………Doch trotz des fast schon literarischen Topos des «öden, vernachlässigten Palästina» präsentierte sich dieses auf der Weltausstellung in Wien 1873, also vor der jüdischen Kolonisation, in einem ganz anderen Licht. ………………….“
    Zitat Ende

    Das Kapitel „Landkauf und Vertreibung“ auf Seite 65 der Schrift beginnt dann mit dem Satz:

    Zitat

    „Mit der jüdischen Einwanderung änderten sich die agrarischen Verhältnisse…………….“

    Zitat Ende

    Und dann stellt die H.B.Stiftung umfassend dar, wie sich die „Etablierung einer neuen „jüdischen Kolonie““ (wie es heißt) vollzieht.

    Die Flucht der Jude nach Palästina, vor dem zunehmenden Antisemitismus in Europa und vor allem die Flucht der Juden nach Palästina vor den Nazis, wird zur Nebensache, indem der Arabische Aufstand als eine „umfassende Erinnerung an das alte ländliche Palästina“ glorifiziert wird:

    Zitat

    „……………..Der erste große Aufstand erfolgte aber in der überwiegend von Bauern getragenen Revolte gegen das britische Mandat und jüdische Siedler 1936-1939. Dieser «Arabische Aufstand», wie er in der arabischen Geschichtsschreibung genannt wird, und sein Anführer Izz al-Din al-Qassam wurden, eingebettet in die umfassendere Erinnerung an das alte ländliche Palästina, zu einem zentralen Erinnerungsort (lieu de mémoire) für die weiteren Generationen von Palästinensern.“

    Zitat Ende

    So wird sich was zusammen gelogen. Dass der Hauptkonflikt im Arabischen Aufstand zwischen den Palästinenser selbst ausgetragen wurde, nämlich zwischen dem antisemitisch geprägten Husseinis, die sich mit Hitler verbündeten und den Nashashibis, die sich mit den Jüdischen Flüchtlingen (die ja nun auch vor der Mordmaschinerie der Nazis nach Palästina flüchteten) arrangieren wollten, findet in der Historiographie des Herrn Sterzing freilich keinen Niederschlag. Dass die antisemitischen Husseinis letztendlich durch die massive Unterstützung der Nazis als Sieger aus diesem Konflikt hervorgingen, ist der toitschen Erinnerung völlig entfallen.

    Die Lüge, dass am Elend der Palästinenser nur die Juden schuld seien, brauchen die Deutschen, nach 1945, wie ein Alkoholiker den Alkohol um sich den Verstand vor dem Blick zurück nach Auschwitz zu vernebeln.

    Man muss es sich noch einmal selbst buchstabieren, was die H.B. Stiftung da schreibt sonst glaubt man es nicht. Der Anführer des arabischen Aufstandes Izz al-Din-Quassam wurde laut Heinrich Böll Stiftung: „eingebettet in die umfassendere Erinnerung an das alte ländliche Palästina, zu einem zentralen Erinnerungsort (lieu de mémoire) für die weiteren Generationen von Palästinensern.“

    Für Leute wie Faisal bin al-Hussein, die den Jüdischen Flüchtlingen zugewandt waren haben die Ideologen, die so etwas schreiben nichts übrig.

    Dazu ein ausgezeichneten Beitrag von Jörn Schulz http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32450.html

    Zitat

    »Wir Araber, besonders die Gebildeten unter uns, sehen die zionistische Bewegung mit großer Sympathie (…) Wir heißen die Juden von ganzem Herzen in ihrer Heimat willkommen. Gemeinsam arbeiten wir für einen reformierten und erneuerten Nahen Osten.« Nach Faisal bin al-Hussein, der 1919 die arabische Delegation bei den Friedensverhandlungen in Paris führte und diese Sätze in einem Brief an den zionistischen Delegierten Felix Frankfurter schrieb, wird die Hamas gewiss keine Rakete benennen.

    Diese zweifelhafte Ehre wurde vielmehr Izz al-Din al-Qassam zuteil, der 1930 eine Geheimorganisation gründete und bis zu seinem Tod bei einem Feuergefecht mit britischen Polizisten im Jahr 1935 mindestens acht jüdische Zivilisten hatte ermorden lassen. Selbst Mohammed Amin al-Husseini, der antisemitische Mufti von Jerusalem, hielt Distanz zu Qassam, unterstützte aber den Aufstand, der im folgenden Jahr begann. Dass während der drei Jahre dauernden Revolte immer wieder jüdische Zivilisten und Siedlungen angegriffen wurden, führte zu einer weitgehenden Trennung der Bevölkerungsgruppen.

    Zitat Ende

    • Dem Tenor der Aussage zustimmend, möchte ich dies: „Wer hier in Deutschland geboren ist, der ist Deutscher mit allen Rechten und Pflichten, unabhängig davon, welcher Herkunft seine Eltern sind. “ doch nicht so einsickern lassen.
      Es gibt schon eine willkürliche Grenze: Ein heute geborenes Kind, dessen Eltern Ausländer sind, die seit dem 28. 11. 2004 ordnungsgemäß in Deutschland leben, bleibt Ausländer. Hätte es sich schlauerweise entschlossen, morgen auf die Welt zu kommen, könnte es in 23 Jahren entscheiden, welche seiner Staatsbürgerschaften gelten soll.

  8. In der Hoffnung, dass es Jane nicht die ‚letzte Sicherung oben rausknallt‘, ein zitierender Verweis auf/in das von Ihr sooo oft bemühte VölkerRECHT, welches Abu Mazen diesjährlich erneut zu beugen versuchen plant:

    „Charta der Vereinten Nationen

    Präambel

    WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN – FEST ENTSCHLOSSEN,

    •künftige Geschlechter vor der Geißel des KRIEGes zu bewahren, die ZWEIMAL zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat, …

    Kapitel I

    Ziele und Grundsätze

    Artikel 1

    Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:

    1. den Weltfrieden und die internationale SICHERHEIT ZU WAHREN und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um BEDROHUNGEN des Friedens zu verhüten und zu BESEITIGEN, ANGRIFFSHANDLUNGEN und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen;“

    Gerichtsbarkeitsbezogen bedeutet dies – vollkommen UNabhängig jeglicher Vetomöglichkeiten einzelner Mitglieder des Sicherheitsrates – dass sowohl dieser, sowie die General-/Vollversammlung Herrn Abu Mazen/Abbas mit derart dokumentiert Festgeschriebenem im Gepäck (PLO-Verfassung, Charta der Hamas & Co, …inkl. Bluttaten) ZWINGEND abweisend UNgehörter Dinge zurückschicken MUSS! …juristisch formal betrachtet ein reines, eineindeutiges UrkundenVerfahren klaren Entscheidungs-/Urteilsausganges, da KEINE Anhörungen, Zeugenvernehmungen, Beweisaufnahmen, Beratungen, Vertagungen, Beweismittelsicherungen, Anordnungsmomente, Gutachten, … entscheidend NOTWENDIG …jeder Jurist sähe freudig eines durchlaufend klaren ProzessErfolgsausganges entgegen!

    Die bewaffnet raketalen Agressionen, besonders der vergangenen Tage, Wochen, Monate, Jahre von ‚palästinensisch‘ sich nennend VERANTWORTLICHEN FÜHRERN würden NICHTaufkommende ZweifelsMomente KLAR dokumentiert BELEGEN!!! …noch Fragen, Jane?????

  9. Jane – mir ist bewusst, dass Sie massive Probleme im Umgang mit UNwiderlegbaren FAKTEN haben – diese ‚zelotisch‘ mit allem NachDRUCK auszublenden versuchen – Ihre argumetationslosen PropagandaBlubberblasen entspringen – wie wirklich JEDER hier lesen kann – niederstem ‚Niveau‘, all jenes, was Sie stets schimpfend vor sich hertragend nahezu allen anderen vorwerfen – Sie wissen um Ihren sog. ‚Keulen-Gebrauch – , nutzen Sie in geradezu ‚brilliantester‘ Form, beweisen resümierend, wie gesinnungsdeutsch Ihre “ “ Liebe “ “ all jenen gegenüber lodert, welche das Volk Israel – das Jüdische Volk – was davon die grauenvoll pervertierten Niederungen MenschSeins überleben durfte – immer, jederzeit und überall mit einzigschuldig für – nahezu ALLES – FUNDAMENTALKRITIK zu überziehen versucht. Ich bin Ihnen für Ihre deratigen Entgleisungen, welche natürlich kommentarlos so wie sie sind, FÜR SICH STEHEN!
    Sie können lernen, dass, wenn man stets darum bemüht, mit den Füssen auf dem Boden der REALITÄT – des gegebenen IST’s – sich zu bewegen müht, FAKTEN und TATSACHEN berücksichtigend, am wenigsten Gefahr zu laufen droht, realitätsfremd, gefühls-, emotions-, gar propagandageleitet und visionsduselig fern ab jeglichem Wirklichen, als dienlich billiges Werkzeug missbraucht ins Abseits zu driften! Mir war von vornherein bewusst, dass Sie NIE in der Lage dazu waren und sein werden, mit den doch NICHT von mir – keineswegs – ERFUNDENEN tatsächlichen „Palästinenser“Ambitionen umzugehen!

    „Der Begriff „Palästinenser“ in seiner jetzigen Bedeutung existiert erst seit der ersten Charta der PLO 1964″

    Die palästinensische Nationalcharta besteht aus 33 Artikeln. Sie behauptet, die Region Palästina, EINSCHLIESSLICH Israel, sei das Heimatland eines neu statuierten, arabisch-palästinensischen Volkes. Es sei ein untrennbarer Teil des arabischen Mutterlandes“

    „Die Nationalcharta
    Der Text der Palästinensischen Nationalcharta in der Fassung aus dem Jahre 1968 enthält viele Abschnitte, die zur ZERSTÖRUNG Israels AUFRUFEN.“

    Wikipedia

    Die Nationalcharta vom 17. Juli 1968 (PDF, 51 kB; Diplomatische Mission Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland)

    Von „http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Palästinensische_Nationalcharta&oldid=105820216“

  10. Unsere Rasse ist die Herrenrasse.
    Wir sind göttliche Götter auf diesem Planeten.
    Wir unterscheiden uns von den niederen Rassen,
    wie sie sich von den Insekten unterscheiden.
    Tatsächlich sind, verglichen mit unserer Rasse,
    die anderen Rassen Bestien und Tiere,
    bestenfalls Rindvieh.
    Andere Rassen sind als menschliche
    Exkremente anzusehen.
    Wir sind dazu bestimmt, über die
    niederen Rassen zu herrschen.
    Unser irdisches Königreich wird durch unseren
    Führer mit dem Eisenknüppel beherrscht.
    Die Massen werden unsere Füsse lecken,
    und uns als Sklaven dienen.

    Menachem Begin
    Israel. Ministerpräsident 1977 – 1883

    (und Chef der Irgun zu Zeiten des Anschlags auf Kind-David-Hotel Jerusalem, 91 Tote. Warum wählt Israel einen Terroristen und Rassisten als Ministerpräsident?)

    http://politikforen.net/archive/index.php/t-128523.html

    Ich denke, erstmal müssen die Juden da was erklären, denn ein Sklave von einem Menschen mit so einer Semantik werde ich garantiert nicht.

    Aufwachen riciano und mal in sich kehren! Aber scheinbar wollt ihr das gar nicht.

    Ich wollte schon immer mal die Juden fragen, die so auf ihre Erlösungen warten, von was sie denn eigentlich erlöst werden sollen?

    • „Ich wollte schon immer mal die Juden fragen, die so auf ihre Erlösungen warten, von was sie denn eigentlich erlöst werden sollen“?
      _________________________________________________________

      Von solcher Art Post`s.

    • Lieber ein „Antisemit“ (wenn das Zionisten sagen, ist das ein Kompliment) als ein Rassist und ein Heuchler.

      Wollen Sie etwa behaupten, dass Israel kein Rassismus-Problem hat? Und wollen Sie leugnen, dass Begin Chef der Irgun war und damit nur ein ganz erbärmlicher Terrorist? Und was ist mit Liebermann? Der wird bestimmt mit Parolen wie „Araber raus!“ wieder Außenminister. Bei uns bekommen die Rechten 3% in Israel 30 und das finde ich furchterregend. Oder Kahane.

      Ich bin nur ein kleiner Forenfuzzi, ich treffe keine Entscheidungen, meine Meinung, mein Denken und Fühlen hat kaum eine Bedeutung für Juden, Israel oder die Zionisten. Aber ich werde hier geprüft, merkt ihr eigentlich noch was?

      Schon seltsam, dass bei Ihnen die deutsche Rechte braun ist und die israelische Rechte natürlich die Helden in Strumpfhosen. Sie sind doch viel brauner als ich es je sein kann, Sie haben doch an Musoulinis Todestag die Trauertracht an.

      Diese „braune“ Quelle ist ein öffentliches Diskussionsforum, wo sich wohl viele Rechte tummeln, weil dort wenig zensiert wird, auf vielen anderen darf man solche Fragen gar nicht stellen, sonst kriegt die Hasbara wieder Anfälle. Ich habe das gewählt, weil dort diese Aussage kontrovers diskutiert wird, im Gegensatz zu hier. Ich schreibe dort nicht und lesen tue ich da auch kaum.

      Ich bin ja auch kein faschistischer Zionist, nur weil ich manchmal dort lese oder dahin verlinke.

      Aber der Pfeifer will mal wieder nur seine Vorurteile pflegen, das ist man ja gewohnt.

  11. „Wenn die vermeintliche VERHANDLUNGsmasse (sog.’palestine’) seitens des einen ERHANDLUNGs’partner’s (’Pali’ in EINZIG festgelegtem GRUNDlagenziel) erst vollständig vom VERHANDLUNGsgegenüber (Israel) B E F R E I T werden MUSS, WAS bzw. WORÜBER bitte(un)schön sollte dann denn noch und vor allem mit WEM VERHANDELT werden????????“

    Völlige Umkrehrung der Realität.

  12. Gegenwärtig ‚befreit‘ Israel das Land von den Palästinensern und nicht umgekehrt.

    Darüberhinaus hat Arafat Israel in seinen international anerkannten Grenzen anerkannt und die Artikel in der Charta für ungültig erklärt, die zu seiner ‚Befreiung‘ aufrufen.

    Riciano – für realistische Lösungen interessieren Sie sich nicht, weil sie die Grüne Linie nicht akzeptieren wollen.

  13. Wenn die vermeintliche VERHANDLUNGsmasse (sog.’palestine’) seitens des einen ERHANDLUNGs’partner’s (’Pali’ in EINZIG festgelegtem GRUNDlagenziel) erst vollständig vom VERHANDLUNGsgegenüber (Israel) B E F R E I T werden MUSS, WAS bzw. WORÜBER bitte(un)schön sollte dann denn noch und vor allem mit WEM VERHANDELT werden????????

    Jane – ich frage Sie als ’Pali’-EXPERTIN -trauen Sie sich und erklären Sie die Logik des der sogenannten ’palästinensischen’ VERFASSUNG zugrundeliegenden Kerns!

    Es ist dringend an der Zeit, dass ’denen’ UNmissverständlich zu REALisieren anzutragen ist, dass Israel NIE WIEDER und schon überhaupt NIE NIE WIEDER ’bewaffnet’ von irgendjemandem von irgendwelchem einem Fleckl dieser Erde auch nur mordend, vernichtend, ausrottend und dergleichen Vokabular vertrieben wird! Verständnis für TERRORistenZiele vollkommen UNakzeptabel – dann bleibt es so, wie es ist – fertig!

    …dämmernd …dunkel …SH. SH.

  14. „Die Zeloten waren eine von Judas dem Galiläer und einem Priester mit Namen Zadok (auch: Sadduk) im Jahre 6 n. Chr. gegründete paramilitärische Widerstandsbewegung der Juden gegen die römische Besatzung. 70 n. Chr. fielen zahlreiche von ihnen bei der Eroberung Jerusalems durch römische Legionäre. Die letzten Aufständischen, die sich nach dem Fall der Stadt in die Bergfestung Masada zurückgezogen hatten, konnten sich noch bis 73 n. Chr. den römischen Legionen widersetzen. Als sie erkannten, dass ihr Widerstand nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, beschlossen sie gemäß der Überlieferung, als freie Bürger aus dem Leben zu scheiden, töteten alle anwesenden Frauen und Kinder und warfen das Los, um zu bestimmen, wer die Pflicht habe, seine Kameraden in den Tod zu befördern….

    Wikipedia

    Und heute finden Sie für Leute Ihrer Gesinnung Riciano die ‚Masada.Org‘ Website

    http://www.masada2000.org/

    Passt genau!

    • Jane, ansonsten haben Sie doch stets große Sympathie für „paramilitärischen Widerstand (…) gegen (…) Besatzung… Was stört Sie denn dann an den Zeloten?

      Abgesehen davon: Gegen welches Imperium leistet Riciano Widerstand, und dann auch noch militärisch?

  15. ’allerliebste’ Jane – DAS ist genau, WAS ich meine – GENAU umgekehrt ist es – Sie helfen bei den folgend ZITIERTen sog. “palästinensischen“ fest verankerten WESENs- u. GRUNDlagenZIELEN – doch KEINE Erfindungen von mir – ma GENAU
    hingucken!!!:

    “ “ Die Palästinensische Nationalcharta

    Artikel 1
    Palästina ist das Heimatland des arabischen, palästinensischen Volkes, es ist ein
    untrennbarer Teil des gesamtarabischen Vaterlandes und das palästinensische Volk ist
    ein integraler Bestandteil der arabischen Nation (umma).
    Artikel 2
    Palästina ist innerhalb der Grenzen, die es zur Zeit des britischen Mandats hatte, eine
    unteilbare territoriale Einheit.
    Artikel 3
    Befreiung seines Landes
    Artikel 7
    Vaterland wiederzugewinnen und dessen Befreiung herbeizuführen.

    Artikel 8
    Das historische Stadium, das das palästinensische Volk gegenwärtig durchlebt, ist das
    eines nationalen Kampfes für die Befreiung Palästinas.
    …eine Volksfront, die für die Wiedergewinnung Palästinas und seine Befreiung durch den
    bewaffneten Kampf tätig ist.
    Artikel 9
    Der bewaffnete Kampf ist DER EINZIGE Weg zur BEFREIUNG PALÄSINAs. Es handelt sich daher um eine strategische und nicht um eine taktische Phase. Das arabische palästinensische Volk bekundet seine unbedingte Entschlossenheit und seinen festen Willen, diesen bewaffneten Kampf fortzusetzen und auf dem eingeschlagenen Weg einer bewaffneten Volksrevolution zur Befreiung seines Landes

    Artikel 10
    Kern des Befreiungskrieges

    Artikel 11
    nationale Mobilisation und Befreiung

    Artikel 12
    jeden Plan ablehnen
    Artikel 13
    die Befreiung Palästinas
    zur Befreiung Palästinas und die Befreiung Palästinas

    Artikel 14
    Bestreben des arabischen Volkes zur Befreiung Palästinas

    Artikel 15
    Die Befreiung Palästinas ist vom arabischen Standpunkt aus nationale Pflicht. Ihr Ziel ist,
    der zionistischen und imperialistischen Aggression gegen die arabische Heimat zu
    begegnen und den Zionismus in Palästina auszutilgen. Unbeschränkte Verantwortung
    hierfür obliegt der arabischen Nation

    Artikel 16
    Die Befreiung Palästinas

    Artikel 17
    Die Befreiung Palästinas

    Artikel 18
    Die Befreiung Palästinas

    Artikel 19
    Die Teilung Palästinas im Jahr 1947 und die Schaffung des Staates Israel sind völlig
    ILLEGAL,

    Artikel 20
    Die Balfourdeklaration, das Palästinamandat und alles, was sich darauf stützt, werden für
    UNRECHT erachtet. Ansprüche der Juden auf historische und religiöse Bindungen mit
    Palästina stimmen nicht mit den geschichtlichen Tatsachen

    Artikel 21
    Das ARABISCHE palästinensische Volk, das durch die BEWAFFNETte ARABISCHE Revolution seiner Existenz Ausdruck verleiht, LEHNT A L L E Lösungen AB, die einen Ersatz für DIE VOLLSTÄNDIGE BEFREIUNG PALÄSTINAS bilden und VERWIRFT ALLE Vorschläge

    Artikel 22
    Israel ist eine ständige Quelle der Bedrohung des Friedens im
    Nahen Osten und in der ganzen Welt. Da die Befreiung Palästinas die zionistische und
    imperialistische Präsenz ZERSTÖREN

    Artikel 25
    Zur Verwirklichung der Ziele dieser Charta und ihrer Prinzipien wird die Palästinensische
    Befreiungsorganisation ihre Rolle bei der Befreiung Palästinas gemäß der Konstitution
    dieser Organisation spielen.

    Artikel 26
    Die Palästinensische Befreiungsorganisation

    Artikel 27
    Die Palästinensische Befreiungsorganisation wird mit allen arabischen Staaten angesichts
    der Erfordernisse des Befreiungskrieges

    Artikel 29
    sein Heimatland zu befreien und WIEDERzugewinnen

    Artikel 30
    Kämpfer und Waffenträger im Befreiungskrieg sind der Kern der Volksarmee, die die
    beschützende Kraft für die Ziele des arabischen

    Artikel 31
    Die Befreiungsorganisation

    Artikel 32
    der Palästinensischen Befreiungsorganisation
    sollen dieser Charta

    Artikel 33
    der Palästinensischen Befreiungsorganisation “ “

  16. @Riciano

    Mit Ihrer Versessenheit auf den ‚Kampf zur Befreiung ganz Palästinas‘ und im Desinteresse an allen anderen Optionen von arabischer Seite – kaschieren Sie nur Ihr Ansinnen auf ein Groß-Israel und das Bestreben Palästina von der Landkarte zu wischen.

  17. “…und lenkt vom Thema ab“ yepp – soo isse – unsre PropagandaArabicana-Jane – die wiederholteste Wiederholung der Wiederholungen einstiger Wiederhohlung ;-((

    Ihrer “Argumente“ zugunsten eines arabisch-bewaffneten Kampfes gegen Israel – denn das ist das erklärte Ziel der sogenannten sich “Palästinenser“FÜHRER nennenden ARABISCHen Clientel quasi arish beFEUERT mit schürenden VorwurfsTiraden AUSSCHLIESSLICH gegen Israel, sind natürlich für jedes halbwegs intakte Hirn eine Bestätigung des besonnenen und entschiedenen politischen Handelns aller in Verantwortung je gestandener und stehender israelischer Regierungen seit Wiedergründung in 1948!!!

    Worüber sollte Israel denn mit “denen“ verhandeln, wenn “die Befreiung GANZ sogenannt ’Palästinas’ als vermeintlich einziges ’friedbringendes’ Ergebnis ARABISCHes ZIEL sein DARF, mit Wohlwollen und Akzeptanz ’gereinigt’ gesegnet würden dürfe???

    Über das Datum eines von denen lautstark gewünschten ’MeeresGanges“ Israels und seiner Menschen?

    NO way!

    Jane, Sie schleichen sich zischelnd wie eine Schlange um dieses SCHRIFTLICH zahlreich gefasst und (unverändert) FIXierte ““palästinensische““ GrundlagenZIEL drumherum und bemühen sehr schwergängig argumentativ ABLENKEND die x-te Fortsetzung der Schmierenkomödie “Die Protokolle der Weisen von Zion“ – verwenden sogar Begrifflichkeiten arabisch antwortender PropagandaZELOTEN! Vermutlich und möglicherweise schaden Sie eigentlich im Hinblick auf SACHLICHKEIT unbelegterweise wirklicher TATSACHEN ’Ihren Palis’ vielmehr, als Ihre SCHÜTZENhilfe Unterstützung zu bringen vermag – NUN – DAS IST JA AUCH SCHO MAL WAS! Weiter so …“Fremdschämen-Gefühle“ kommen sicher bei den wenigsten Lesern hier auf – die Situation doch WESENTLICH ernsthafter, LEBENSWICHTIGER für VIELE BETROFFENE Menschen ist, als dat badsch’s “Geplärre“!

  18. Die geführten Diskussionen sind so mühseelig! – Solange sich die arabischen Völker nicht emanzipieren können und für sich selbst Bildung und ein menschenwürdiges Dasein von ihren eigenen Machthabern einfordern, beißt sicht der Hund immer wieder in den Schwanz! – Und den Frauen kommt eine besonders wichtige Rolle dabei zu, meiner Meinung nach. Sie bringen Kinder zur Welt, auch die Söhne, und die haben sie eigentlich vor diesem Wahnsinn zu beschützen!

  19. “ denn sie bedienen nicht das vorgefertigte Bild. Hinrichtungen von Oppositionellen durch die Hamas hat hier noch nie Empörung von Jens hervorgerufen und wird es auch nicht.“

    Was soll das denn für eine Logik sein, will Chaim jetzt Menschen, wie Jens oder mir, die sich für ein Ende der Besatzung einsetzten unterstellen, wir fänden die Palästinenser so toll, weil die Hamas Kollaborateure hinrichtet? Und er glaubt, alle Palästinenser, die nicht so extremistisch sind, wären automatisch Pro-Israel???

    Na – das ist dann jedenfalls mal wieder was neues.

    „Zitat Jane…
    “Sie müsssen gar nichts mit Palästina und Palästinensern zu tun haben – wenn Israel sie endlich in Ruhe lässt”.
    _________________________________________________________

    ? Das glauben Sie doch nicht im Ernst?“

    @Udo Sefiroth

    Wissen Sie eigentlich wie absurd Ihre Frage in Anbetracht der realen Situation ist. Eigentlich ist dies die Logik eines Psychopathen.

    Es sind nicht die Palästinenser, die die Israelis überfallen und besetzt haben. Es sind nicht die Palästinenser, die die Israelis vertreiben, ihre Häuser zerstören, ihre Bäume entwurzeln, sie einsperre, sei es in Gaza oder zwischen 3 Checkpoints, die sie mittels militärischer Macht verbieten, Häuser und Brunen zu bauen. Es sind nicht Palästinenser, die israelische Kinder in ihre Gefängnisse verschleppen und Erwachsene ohne Anklage.

    Ja sicher – es sind Palästinenser die Kassams abschießen und es war wohl ein Palästinenser, der heute eine Bombe auf einen Bus in Tel Aviv warf – aber gleichzeitig brachten israelische Truppen 120 Palästinenser um – und all dies geschieht doch nur, weil Israel die Menschen seit 1967 drangsaliert und am Leben hindert, weil Israel die Menschen in Gaza, einsperrt und weil Israel die Menschen in der West-Bank schleichend vertreibt und jegliche Hoffnung zerstört.

    Kein Mensch kann so leben, und natürlich laufen Palästinenser immer wieder Amok gegen diese unzmutbaren Lebensumstände.

    Die Palästinenser hoffen, eigentlich völlig zu Recht, auf Ihren Staat, denn die Rechtslage ist eigentlich klar.

    Aber Israel ignoriert diese seit 1967 und deshalb ist die Aufwertung Palästinas als Staat in der UNO auch ein Schreckensszenario für Israel – denn dann
    haben die Palästinenser endlich die Möglichkeit sich an den internationalen Gerichtshof zu wenden.

    Die Israelis müssen die Palästinenser in Ruhe lassen, besser noch – in Frieden lassen – natürlich können sie sonst keinen Frieden erwarten. Sie zerstören ihn doch selbst.

    Aus Moshe Sharetts Tagebuch:

    „Ich habe über die lange Kette von falschen Vorfällen und Feindseligkeiten, die wir erfunden haben, nachgedacht; über die vielen Zusammenstöße, die wir provoziert haben, die uns so viel Blut kosten; über die Rechtsverletzungen unserer Männer – die alle schlimmes Unheil brachten und den Lauf der Ereignisse festlegten und zur Sicherheitskrise beitrugen“.

    Als Sharett durch eine Zusammenarbeit von Israel, den angrenzenden arabischen Staaten und den Vereinten Nationen Grenzsicherheits-Vereinbarungen verabschieden wollte, um die gefährlichen Vergeltungsanschläge zu vermeiden, reagierte Moshe Dayan zornig :

    „Solche Garantien könnten Israel die Hände binden. Die Vergeltungsschläge sind unser Lebensnerv. Sie helfen uns, in der Bevölkerung und der Armee eine hohe Spannung aufrecht zu erhalten….um junge Männer in den Negev zu bringen, müssen wir hinausschreien, dass sie in Gefahr sind.“

    Diese Politik setzt Israel seit seiner Gründung um, freilich geht aus Dayans Zitat hervor, wie die Regierung ihre eigene Bevölkerung manipulierte, indem sie bewusst Situationen in Kauf nahm, die die Angst am leben hielten – um die Feindseligkeit fortzuführen, um den Weg freizumachen für ihre Ambitionen.

    • „Wissen Sie eigentlich wie absurd Ihre Frage in Anbetracht der realen Situation ist. Eigentlich ist dies die Logik eines Psychopathen“.

      _________________________________________________________

      Nein, eher die Eines Realisten.

      „Die Israelis müssen die Palästinenser in Ruhe lassen, besser noch – in Frieden lassen – natürlich können sie sonst keinen Frieden erwarten“.

      Also die Raketen Angriffe hinnehmen? Hinweg „Sehen“ bei
      den Untaten des Hamas Regimes?

    • udosefiroth hat sich bei mir schon disqualifiziert als er mal wieder meinte, man könne Gaza über Ägypten versorgen. Dumm nur, dass es da ein Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Ägypten gibt, was beinhalten, dass auch Ägypten seine Grenze ziemlich dicht halten muss. Ein Realist, soso. Kann ja sein, dass er das wirklich nicht weiß, aber wenn, dann ist das eher psychopathisch als realistisch.

      Kollaborateure? Wo? Gilt da nun eigentlich das Kriegsrecht? Ich kenne mich da nicht aus, aber ich denke es ist ganz normal, dass im Krieg Spione standrechtlich erschossen werden. Ich bin dagegen. Krieg und Recht kling wie Elefant und Fliegen.

    • Jane, dass Sie sich den Schuh anziehen, obwohl mein posting nicht an Sie gerichtet war sagt ja schon mal was aus.

      Da ich allgemein von Oppositionellen gesprochen habe (und auch wenn Sie es nicht glauben mögen, die gibt es auch wenn Medien und vermeintlich wohlmeinende Unterstützerinnen und Unterstützer der Hamas das nicht wahrhaben wollen), Sie aber sofort unhinterfragt die totalitäre Diktion der Hamas übernehmen und von „Kollaborateuren“ sprechen, sagt schon alles. Erinnert sei nur daran, wieviele Mitglieder der Fatah ermordet wurden… für Sie wahrscheinlich auch alles alles Spione. Hat mir gezeigt, Dass es mit Ihnen nichts bringt.

      Zum Glück weiß ich aus persönlicher Erfahrung, dass die Situation vor Ort bedeutend vielschichtiger und weniger Schwarz-Weiß ist als Sie und das Medienbild, das oft hierzulande produziert wird, es einen glauben machen möchten. Diese Grautöne machen es nicht unbedingt einfacher (weshalb sie wahrscheinlich so störend auf Sie wirken mögen), aber gerade auf den Stimmen der palästinensischen Bevölkerung, die sich den Kategorien, die Sie hier hochhalten möchten, entziehen, ruht zumindest meine Hoffnung für die Zukunft.

    • Zitat…
      Jens
      22. November 2012 – ט׳ בכסלו תשע״ג at 22:06
      udosefiroth hat sich bei mir schon disqualifiziert als er mal wieder meinte, man könne Gaza über Ägypten versorgen. Dumm nur, dass es da ein Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Ägypten gibt, was beinhalten, dass auch Ägypten seine Grenze ziemlich dicht halten muss. Ein Realist, soso. Kann ja sein, dass er das wirklich nicht weiß, aber wenn, dann ist das eher psychopathisch als realistisch.

      Kollaborateure? Wo? Gilt da nun eigentlich das Kriegsrecht? Ich kenne mich da nicht aus, aber ich denke es ist ganz normal, dass im Krieg Spione standrechtlich erschossen werden.
      _________________________________________________________

      Damit kann ich leben, denn das „Sicherheitsabkommen“ zwischen Ägypten und Israel ist im Grunde GEGENSTANDS-
      LOS; siehe diediversen geduldeten Tunnel!

      Was anderes ist das mit dem Kriegsrecht! Kollaborateure
      haben den Status des Kriegsgefangenen-Sie sind also ge-
      schützt!
      Nur im Realfall sind dann die Grenzen offen, Wer ist
      Kollaborateur und Wer schon Spion?

  20. @Jens

    „Ja, ihr habt ja Recht, warum nur tue ich mir das immer wieder an.“

    Du hast, mein junger Freund, die Frage falsch gestellt!
    Eigentlich müsste sie lauten: „Warum tust Du uns DAS immer wieder an?“

    Und für den Fall, dass Du nicht weisst, was DAS ist – ganz einfach: Dein absolut kindlicher (oder meinethalben auch kindischer) Versuch, uns die Welt zu erklären.

    • „Warum tust Du uns DAS immer wieder an?“

      Musst es doch nicht lesen, Chajm, niemand muss das, außer der arme Admin der es freischalten muss. Also tut ihr euch das an und ich mir, ist doch jeder seines Glückes Schmid (aber nicht jeder Schmid hat Glück).

      Um nochmal auf den Vorwurf einzugehen, ja mir ist palestinensisches, jüdisches auch tibetisches oder schlesisches Leid egal, ich kenne nur menschliches Leid. Ich weiß nicht warum, ich steuere das nicht, jedenfalls hat mich das Zugunglück mit den 40 toten Kindern in Ägypten mehr geschockt. Unfälle schocken mich mehr als Morde, keine Ahnung warum.

      Das Leid der Menschen in Gaza kommt mehr durch die Blockade. Wenn Israel zwar keine Besatzungsmacht mehr ist, dann ist es immer noch eine Belagerungsmacht, wie im Mittelalter.

      Chajm, ich kann mir ein kindisch sein ohne Reue oder Sorge einfach so erlauben, bin ja nur ein Kasper. Aber das Bibi-Jüngelchen oder das Peres-Bübchen, die sind eigentlich alt genug und sollten sich solche Kindereien, die regelmäßig hunderte von Leben kosten, nicht erlauben DÜRFEN. Aber was will man machen, der arme Bibi wirft sich sonst wieder zu Boden und schreit wie am Spieß, das wollen wir dem doch nicht antun.

  21. „Müssen wir doch, denn die Rede ist ausnahmsweise nicht von dem erbarmungswürdigen palästinensischen Volk, sondern von Ihnen.“

    Achso – mal wieder einer von den üblichen Diskussionstricks.

    Diverse Menschen verwenden in Diskussionen persönliche Angriffe als Argumentationstricks. Doch während ein Argumentationstrick nur den Eindruck vermittelt, derjenige der ihn verwendet hätte recht, obwohl durch den Trick nichts bewiesen wird, verletzt ein persönlicher Angriff den Diskussionspartner und lenkt vom Thema ab.

  22. @Chaim

    zum einen sagte ich eingangs selbst, dass ich jetzt keine Zeit dazu habe, denn ich fing gerade an zu arbeiten und natürlich wäre dies sehr zeitaufwändig – zum anderen – wie larmoyant – ich sehe kaum, dass jemand auf die Informationen eingeht, die ich verlinke etc.

    Weiterhin habe ich genügend Infos verlinkt, die seriös belegt sind, die etwas ganz anderes aussagen.

    Also bitte!

    Doch wenn Sie darauf bestehen:

    „Im November vergangenen Jahres ist das Buch des israelischen Historikers Ilan Pappé über „Die ethnische Säuberung Palästinas“ nun auch in Deutschland erschienen. Die darin veröffentlichten Forschungsergebnisse stehen im eklatanten Widerspruch zur offiziellen Geschichtsschreibung, die den bis heute anhaltenden Exodus der palästinensischen Bevölkerung als Akt der systematischen Vertreibung durch das zionistische Israel leugnet. Ilan Pappé rüttelt am Gründungsmythos des Staates Israel. Seine Veröffentlichung führte dazu, dass der an der Universität Haifa lehrende Professor ins Exil gedrängt wird.

    Memorizid: Ilan Pappé und der Verlust der Erinnerung

    Der israelische Historiker Ilan Pappé, der die systematischen Grausamkeiten, die von Isarel im Zusammenhang mit der Staatsgründung 1948 an der palästinensischen Bevölkerung begangen wurden, nicht leugnet, sondern in seinem Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ offen beim Namen nennt, und der für das systematische Auslöschen der Erinnerung den treffenden Begriff „Memorizid“ geprägt hat, wird unter Druck gesetzt und ins Exil nach England getrieben. …

    Es sind die Archive der Israel Defense Forces (IDF) und die Archive der Untergrundmiliz Hagana, in denen der „Plan D“, der am 10. März 1948 von späteren führenden israelischen Politkern verabschiedete Masterplan zur „ethnischen Säuberung“ Palästinas, sowie die Einsatzbefehle an die militärischen Einheiten zur Umsetzung dieses Plans zu finden sind. Das alles ist nicht so einfach vom Tisch zu wischen, wie es die Israel-Lobbyisten versuchen.

    „Die ethnische Säuberung
    Palästinas“
    Zweitausendeins,
    Frankfurt am Main 2007.
    413 Seiten, 22 Euro

    Und hier noch mal der LInk zu den Aussagen eines ehemaligen Kämpfers der Hagana, der an der ethnischen Säuberung Palästinas beteiligt war:

    http://mondoweiss.net/2011/12/video-an-israeli-soldier-recounts-the-nakba.html

  23. „Im Übrigen, es gibt auch so etwas wie Eigenverantwortung, Jane. Es sind nicht immer die anderen schuld, auch nicht an einem völlig verpfuschten Leben. Stellt sich bloß die Frage, warum ausgerechnet wir hier – das nun alles ausbaden müssen?“

    Müssen Sie doch gar nicht – die Palästinenser wären glücklich, wenn die Israelis blieben wo sie hingehören, in ihr Land hinter der Grünen Linie, statt die Palästinenser mittels ihrer militärischen Übermacht zu enteigenen, in ihrer Bewegungsfreiheit und bis in die letzten Bereiche ihres Lebens (Gaza Personenstandsregister, Nahrungsmittel etc.) zu kontrollieren.

    Sie müsssen gar nichts mit Palästina und Palästinensern zu tun haben – wenn Israel sie endlich in Ruhe lässt.

    • Zitat Jane…
      „Sie müsssen gar nichts mit Palästina und Palästinensern zu tun haben – wenn Israel sie endlich in Ruhe lässt“.
      _________________________________________________________

      ? Das glauben Sie doch nicht im Ernst?

  24. @Jens
    „Die Palestinenser, die es im Blute ihrer Lieben ausbaden, die brauchen freilich keine Greulpropaganda, um sich im Recht und bedroht zu fühlen.“

    Pathetischer geht’s wohl nicht mehr, oder?

    Das wenigste, was die Palästineser brauchen, sind solche infantilen und nichtssagenden „Beileids-Bezeugungen“ eines Möchtegern-Welterklärers Ihres Schlages!
    Sie, mein lieber junger Freund, sitzen bequem auf Ihrer Couch und haben noch nie einen Raketeneinschlag in raeliter erlebt. Wenn Sie in Deutschland den Bus steigen, müssen Sie keine Angst haben, dass ein fanatisierter SMA sich mit Ihnen gemeinsam zu den versprochenen 72 Jungfrauen versammelt.
    Es ist zwar schön, dass Sie der Meinung sind, Sie müssten Ihren Senf dazugeben; aber ausser für ein paar hier mitlesende Claqueure Ihrer Couleur ist es völlig unerheblich, wie Sie sich entleeren!

    • Chajm, Jens interessiert sich in keiner Weise für das Schicksal der palästinensischen Bevölkerung, sein Schulterschluss mit der Hamas dient lediglich dazu, dass er seinen Ressentiments freien Lauf lassen kann. Bezüge zu kritischen palästinensischen Stimmen, für die nicht alles Schwarz-Weiß ist und für die Israel nicht an allem Schuld ist, sucht man bei diesen Leuten vergebens, denn sie bedienen nicht das vorgefertigte Bild. Hinrichtungen von Oppositionellen durch die Hamas hat hier noch nie Empörung von Jens hervorgerufen und wird es auch nicht.

    • Ok, den Pathos gebe ich zu, aber was das restliche soll???

      Lila hat hier auch eine ganz rührende Beleidsbekundung auf ihrem Blog:

      http://rungholt.wordpress.com/?s=ein+bild&searchbutton=go%21

      Nein, solche Bilder bringen die deutschen Medien Gott sei Dank nicht, weil so was bei uns eine wirklich üble Geschmacklosigkeit und eine ganz hässliche Art des Pathos ist. Da vergeht mir jede Lust auf Kondolenz. Außerdem würde man das bei uns als Greulpropaganda betrachten.

  25. Ach Jim – die Palästinenser sind Untermenschen, Jane ist eine Antisemitin etc. etc. – das ist alles was Sie in einer fotwährenden Litainei den offenkundigen und handfesten Argumenten entgegenzusetzen haben.

    Wollen Sie auch die Nakba bestreiten? Oder wollen Sie auch die palästinensischen Horden beschwören, die Israel zu überfluten drohen, wenn man auf israelisch-jüdischer Seite überhaupt mal endlich anfangen würde, über eine andere Politik (auch laut) nachzudenken?

    • „Die Palästinenser sind Untermenschen“ – völlig verblödet jetzt?

      Im Übrigen, es gibt auch so etwas wie Eigenverantwortung, Jane. Es sind nicht immer die anderen schuld, auch nicht an einem völlig verpfuschten Leben. Stellt sich bloß die Frage, warum ausgerechnet wir hier – das nun alles ausbaden müssen?

    • Ausbaden im Angstschweiß? Viel mehr ist es doch nicht! Und die meiste Angst davon kommt von eurer eigenen Propaganda.

      Die Palestinenser, die es im Blute ihrer Lieben ausbaden, die brauchen freilich keine Greulpropaganda, um sich im Recht und bedroht zu fühlen.

  26. 200 000 Flüchtlinge wurden 1948 aus militärischer Notwendigkeit vertrieben (in der Gegend um Tel Aviv)

    500 000 flohen auf Anraten der arabischen Angreifer, die ihnen weismachten, nachher, wenn die Juden ins Meer geschmissen wurden, wieder zurückkehren zu können.

    Was ist hier so schwer zu verstehen?

    Und weils Jane einfach nicht versteht: Wer hat den Krieg 1948 begonnen?

    Und weils Jane einfach nicht versteht: Wer hat seit dem Rückzug der Israelis aus Gaza ständig Israel angegriffen?

    Und weils Jane einfach nicht versteht:

    .. es ist so mühsam. …

  27. Martin – ich habe heute morgen nicht die Zeit auf Ihr Schreiben in Vollständigkeit einzugehen.

    Aber zunächst einmal:

    Zahlreiche Massaker an der palästinensischen Zivilbevölkerung, in den Jahren 48 und 49, sind auch durch israelische Militärarchive belegt.Deir Yassin war nur eines von vielen.

    Hier ein Link zu der Beschreibung der Vorgänge in jender Zeit aus einer Quelle, die Sie kaum als unglaubhaft als anti-israelisch diffamieren können, es handelt sich um die Schilderung der Vorgänge von einem jüdischen, ehemaligen Kämpfer der Hagana:

    http://mondoweiss.net/2011/12/video-an-israeli-soldier-recounts-the-nakba.html

    Sie könenn sich hier selbst ein Bild auf Youtube davon machen.

    Der Israeli erzählt unter anderem, dass die israelischen Soldaten zahlreiche Massaker an einer unbewaffneten, und in keinerlei Kampfhandlungen verwickelten Zivilbevölkerung verübten. Diese Massaker fanden oft fern der wenigen Gegenden statt, auf denen die israelischen Kämpfer auf Widerstand stießen.

    Die meisten Araber flüchteten wenn sie konnten und hochrangige israelische Militärs selbst bezeugten, dass sie 400 palästinensische Dörfer dem Erdboden gleichgemacht hatten.

    Natürlich riefen die Nachbarn die palsätinensische Bevölkerung zunächst auf, sich in Sicherheit zu bringen.

    Die Zahl der Flüchtlinge von ca 725 000 – ist seriös belegt.

    Wenn Sie irgend welche obskuren Quellen, arabische Blätter, etc. anführen, die unter irgendwelchen Umständen, aus Motiven, denen jetzt hier nachzugehen zu weit geht – irgend was anderes schrieben – dann ist das schlichtweg nicht seriös. Es gibt genügend seriöse Zeitzeugnisse.

  28. Unsinn Herr Pfeifer – ich würde das mal so analysieren.

    Sie benutzen die altbekannte zionistische Logik, nach der Israel nie für irgend etwas verantwortlich zu machen ist und einen Freibrief für alles hat, weil jeder der es wagt, dies zu kritisieren dann als Antisemit bezeichnet wird.
    Es hat eines der hochgerüstetsten Militärs der Welt, die es recht hemmungslos gegen eine wehrlose Zivilbevölkerung einsetzt, es annektiert völkerrechtswidrig Land seit zig Jahren, drangsaliert die einheimische arabische Bevölkerung, aber es hat ’nie irgend eine Verantwortung‘. Das ist vollkommen unakzeptabel.

    Diese Art der Logik zieht sich leider durch die politische Rethorik, durch die Diskussionen im Fernsehen, allzu oft durch die Selbstdarstellung jüdischer Institutionen und natürlich nicht zu letzt durch die Foren, wie hier zum Beispiel.

    An und für sich ist das ein geradezu grotesker Standpunkt, den die Israelis, bzw. die Zeloten (ein Begriff den ich vorziehe, denn natürlich sind nicht alle Israelis und Juden so verbrettert und auch Nicht-Juden gehören mitunter zu den Zeloten) auf das selbstverständlichste für sich in Anspruch nehmen und dermaßen überstrapazieren, dass sich zu Recht dagegen Unmut regt.

    Die Dreistigkeit mit der dieser Begriff schon lange vollkommen überstrapaziert wird, um von israelishcer Seite das eigene Handeln für sakrosant zu erklären, ist, ums mal deutlich zu sagen, scheinheilig, verlogen und dient der Legitimation vollkommen unehrenhafter Absichten.

    Vorgeschoben wird dauernd das angebliche Leid und die angebliche Bedrohung der Juden und Israelis, die man damit doch selbst immer wieder aufs neue selbst heraufbeschwört.

    Und jetzt zu ihrem Zweiten Punkt.

    Aha – Sie behaupten – die Palästinenser wollten keinen Waffenstillstand, weil sie ja heute morgen weiter Raketen auf Israel abschossen.

    Die Redlichkeit erfordert es allerdings nicht zu verschweigen, dass Israel in der Nacht seine Bombadierung noch verstärkt hatte.

    Komischerweise (gerade laufen die Nachrichten) – wird das dann in unseren Medien immer folgendermaßen dargestellt:

    ‚Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand in NahOst hat sich nicht erfüllt. Heute morgen schossen radikale Palästinenser weiter Raketen auf Israel. – (Ja und dann hintendran kommt der Satz) – ZUVOR verschärfte Israel sein Bombardement des Gazastreifens in der Nacht.“

    Warum diese Reihenfolge – die ganze Rethorik – auch in unseren Medien verfälscht die Vorgänge mal mehr oder weniger subtil.

    Mit dieser Reihenfolge der Aufzählung wird angedeutet, Palästinenser hätten einen möglichen Waffenstillstand torpediert – das ist natürlich völliger Blödsinn, wie der nachgeschobene Satz deutlich macht.

    Aber dennoch nennt man die Palästinenser an erster Stelle.

    In dieser Art und Weise arbeitet auch in usneren Medien, auch wenn Sie es nicht zugeben wollten, dauernd oft verfälschend und sehr einseitig, der israelischen Sache zu.

  29. Jane benützt die altbewährte antisemitische Logik. Wenn man die Juden derart haßt, dann sind die auch schuld.
    Heute früh stellt sich heraus, dass Hamas keinen Waffenstillstand will. Und Jane wird auch dafür den Schuldigen nennen. Natürlich nicht Hamas. Schuld sind in ihren Augen immer: Juden.
    Jane man kann auf ihre öde Schleimereien nur so eingehen, wie das Israelis tun, Chaval al sman. Schade um die Zeit. Sie langweilen.

    • Nicht Ihr zionistisches Propaganda Gesülze ist das schlimmer, sondern dass es Leute gibt die es auch noch glauben. Besonders tragisch mal wieder für Juden, besser kann es ein Antisemit nicht machen.

    • Na klar Chaim, wenn ich Antisemit wäre, dann würde ich mich zu den Juden setzen und überall den Hass der anderen auf die Juden sehen. Ich würde dafür sorgen, dass kein Jude der Welt mehr in Ruhe schlafen kann, ich würde ihnen Angst einjagen wo es nur geht. Und zwar so lange, bis sie einen Fehler machen und ich sie dann dafür anzinken kann.

      So kann ich nur meine Meinung vertreten, so wie ich sie eben habe und versuche einfach nur zu zeigen, dass auch Goyim ganz normale Menschen sind, die auch ihre eigene Subjektivität und Empfindungen haben und man auch denen nicht erklären braucht was sie zu denken und zu fühlen haben. Eigentlich muss man nur vor der Angst der anderen Angst haben.

      Wenn alle dem zionistischen Narrativ folgen würden und Kritik grundsätzlich als ein Produkt von Ablehnung und sogar Hass betrachten würden, dann hätte Israel gar keine Freunde mehr, weil alle glauben müssten, von den Zionisten nur gehasst zu werden. Und obwohl ich eigentlich weiß, dass das im Grunde stimmt, glaube ich es trotzdem nicht.

    • „So kann ich nur meine Meinung vertreten, so wie ich sie eben habe und versuche einfach nur zu zeigen, dass auch Goyim ganz normale Menschen sind, die auch ihre eigene Subjektivität und Empfindungen haben (…)“

      Aus psychoanalytische Sicht ist diese Projektion recht interessant, denn sowas hat hier niemand geschrieben. Dass Sie den Unterschied zwischen Kritik und Ressentiment sehen, glaube ich nicht mehr.

  30. Für Jane:
    „seit 1948 fordern wir die Rückkehr der (paläs­tinensischen) Flüchtlinge, obwohl wir es sind, die sie zur Flucht zwangen ..“ /Khaled al-Asm, ehem. syrischer Premierminister, in seinen Memoiren 1973, Haschiwah 4-1993/

    „Unsere Führer sind verantwortlich für die Flucht der Dorfbewohner, weil sie falsche und über­triebene Gerüchte von jüdischen Verbrechen und Greueltaten wie Mord an Frauen und Kindern verbreiteten, um die Araber aufzuhetzen …
    /Jordanische Tageszeitung AL URDUN, 9.4.1953, aus /Fa/

    Der Generalsekretär der Arabischen Liga bemerkte 1951, dass sein Vorgänger Azzam Pasha „den Arabischen Völkern versicherte, dass die Besetzung von Palästinas und Tel Aviv so einfach sei wie ein Spaziergang …denn es würde ein Leichtes sein, die Juden ins Mittelmeer zu werfen.“ /Arutz Sheva_29.02.2004/

    Nach einem Bericht des arabischen Instituts für Palästinensische Studien in Beirut (1969) wurde die Mehrheit der arabischen Flüchtlinge 1948 nicht vertrieben und 68% hätten das Land verlassen ohne einen israelischen Soldaten gesehen zu haben. /Pe S.13/

    Walid Shoebat, ein früherer PLO Terrorist erkannte, dass er für eine Lüge kämpfte:
    “Wir betrachteten uns selbst als Jordanier bis die Juden nach Jerusalem zurückkehrten. Dann waren wir plötzlich Palästinenser. Sie entfernten den Stern von der jordanischen Flagge und ganz plötzlich hatten wir eine palästinensische Flagge.”

    Am 23. März, volle vier Monate nach Ausbruch der Feindseligkeiten, vermerkte der ALA-Oberkommandierende Safwat einigermaßen erstaunt, dass die Juden „bisher nicht ein einziges arabisches
    Dorf angegriffen haben, außer sie wurden von diesem provoziert“.)

    „Das Land ist leer und verwüstet und ohne Einwohner“
    schreibt Samuel Manning 1874 in ‘Those Holy Fields“ /WS/

    Judäa sei so verwüstet menschenleer, daß er „meilenweit keine Anzeichen von Leben oder Besiedlung gesehen habe, berichtet der englische Geograph Arthur Stanley 1881 in „Sinai and Palestine“ /WS/

    „ein verfallenes Land “
    /WS/ W.C. Prime 1857 in „Tent Life in the Holy Land“

    „Die .. Türken … verwandelten es in Ödland … Die Araber selber, die zum kleinen Teil seine Bewohner sind, … haben hier nichts erschaffen.“ /WS/ Felix Bovet von seinem Besuch in Israel 1858 in „Egypt, Palestine and Phoenicia: A Visit to Sacred Lands“:

    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb der britische Konsul von Palästina folgendes: „Das Land ist zu einem Großteil unbesiedelt, und daher braucht es dringend eine Bevölkerung.“ /Be/_S. 164_(James Finn zum Earl von Ciarendon, 15. Sept. 1857).

    In einem Bericht der britischen Peel-Kommission von 1937 heißt es (Prof. Efraim Karsh: Palestine Betrayed. Yale University Press, 2010, S. 12): „Die Zunahme der arabischen Bevölkerung ist in urbanen Bereichen am stärksten, beeinflusst durch jüdische Entwicklung. Ein Vergleich mit den Zensusergebnisse von 1922 und 1931 zeigt, dass sechs Jahre später die Zunahme in Haifa 86%, in Jaffa 62%, in Jerusalem 37% beträgt, während sie in rein arabischen Städten wie Nablus nur 7% beträgt; in Gaza gab es einen Rückgang von 2 Prozent.“

    „Brüder, die Hälfte der Palästinenser sind Ägypter und die andere Hälfte aus Saudi-Arabien,“ so der Hamasminister.
    http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24349/Default.aspx

    [Aber es ist so, wie] die Araber in der Arabischen Liga jener Zeit sagten, „Wir wollen das als eine offene Wunde halten und die Menschen als Pfand gegen Israel gebrauchen.“ /Joan Peters (s.u.) in WorldNetDaily.com, zitiert in ARAB NATIONS PERPETUATED THE REFUGEE PROBLEM /Arutz Sheva-4.Febr.2001/

    Die Leiden der 1948 dort lebenden Araber bzw. Palästinenser hat 1976 ein junger, arabischer Journalist im offiziellen Journal der PLO in Beirut, „Falastin al-Thawra“, relativ gut beschrieben:
    „Die arabischen Armeen drangen nach Palästina ein, um die Palästinenser vor der zionistischen Tyrannei zu schützen, ließen sie aber statt dessen im Stich, zwangen sie, auszuwandern und ihr Heimatland zu verlassen, führten bei ihnen eine politische und ideologische Blockade ein und warfen sie in Gefängnisse, die den Ghettos ähnelten, in denen die Juden in Osteuropa lebten.“
    Dieser junge Journalist ist heute der gewählte Präsident der Palästinenser, Mahmud Abbas (Abu Mazen), von dem auch Sie nicht behaupten können, dass er ein Sprachrohr Israels wäre.

    ARAFAT: „Wir wollen einen einzigen arabischen Staat schaffen, von Marokko bis Aden.“ (Also kein Palaästina)
    http://www.youtube.com/watch?v=O8DG56K8hTY&feature=player_embedded

    Zahir Musein, Mitglied des Exekutiv-Komitees der PLO sagte in einem Interview mit der holländischen Zeitung „Trouw“ am 31. März 1977 folgendes:

    „Es existiert kein palästinensisches Volk. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel zur Fortführung unseres Kampfes gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit. In Wirklichkeit gibt es
    heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volks, da die nationalen
    arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines besonderen „palästinensischen Volks“ behaupten um gegen den Zionismus zu opponieren.“

    http://www.nytimes.com/2010/08/02/opinion/02karsh.html?emc=eta1

    “We couldn’t care less if all the refugees die,” an Egyptian diplomat once remarked. “There are enough Arabs around.”

    Arafat was forced to acknowledge that “what Kuwait did to the Palestinian people is worse than what has been done by Israel to Palestinians in the occupied territories.”

    http://www.welt.de/welt_print/kultur/literatur/article6035106/Dann-schickte-Allah-Adolf-Hitler.html

    Zur Flucht trieb die Palästinenser auch die Angst vor der angekündigten Invasion arabischer Armeen. Am 15. Mai 1948, am Tag nach der Ausrufung des Staates Israel und dem Ende des britischen Mandats, schlugen die arabischen Armeen los. Aber nicht um Israel zu beseitigen oder den Palästinensern zur Rückkehr zu verhelfen. Sondern um zu verhindern, dass Transjordaniens König Abdullah das arabische Palästina annektierte. Ägyptens König Faruq wollte nicht zulassen, dass Palästina unter haschemitischen Einfluss fiel. „Der jüdische Staat ist gewiss. König Abdullah will sich nur den arabischen Teil Palästinas sichern“, hieß es auch in Damaskus. Das stimmte sogar: König Abdullah hatte die Briten gebeten, ihm bei der Herstellung eines „größeren Transjordanien“ zu helfen…Nur eines wollte niemand: den Palästinenser-Staat. Vergeblich drängte der Jerusalemer Mufti darauf, in Kairo eine palästinensische Exilregierung aufzustellen. Die Arabische Liga und vor allem Ägyptens König Faruq ließen ihn abblitzen.
    Dabei ist es lange geblieben. Fast 20 Jahre lang, von 1949 bis 1967, herrschten Jordanier und Ägypter im Westjordanland und in Gaza – und dachten gar nicht daran, einen Palästinenser-Staat auf eigene Beine zu stellen…

    http://www.bayernkurier.de/index.php?id=224&showUid=2193

    Und solche“Friedensaktivisten“liefern Meldungen aus Israel:
    Der Hitler-Fan von Human Rights Watch
    Von Beruf war er Menschenrechtsaktivist, privat begeisterte er sich für SS-Uniformen und Hitler-Autogramme. Nun hat sich Human Rights Watch von Marc Garlasco getrennt. Aber ganz leise, damit es niemand merkt.
    http://www.ftd.de/lifestyle/outofoffice/:out-of-office-der-hitler-fan-von-human-rights-watch/50099363.html

    Die Untersuchungen von HRW waren bestimmt ganz Objektiv…

    http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-das-land-israel/

  31. “Aber wie gesagt – Israel gibt es ja – seine Existenz ist auch nicht gefährdet“

    Und WIE GENAU unGEFÄHRDET ebendiese ‚gefühltermassen‘ ist, kann in diesen Tagen sehr “eindrucksvoll“ anschaulich und überDEUTLICH die ganze Welt – Jeder Aufmerksame Beobachter R E A L sehen …eigens in ‚trauter selbstbestimmender AutonomieFreiheit gezüchtete, arabisch-islamistische Friedenstauben‘ überbringen SCHLAGkräftig MORD- und TODbringende ‚Shalom-Botschaftgrüße‘ für die Einwohner Israels – unüberhörbar laut aufheulend ertönen ‚musizierend friedliche Sirenen’klänge‘ verkündend diese bittersüsse ‚Frohe Botschaft‘ in den bevölkerungsreich größten Städten Israels! Jane – merken Sie eigentlich überhaupt noch irgendwas????

    “– Palästina gibt es nicht, und sein Werden ist mehr als gefährdet“

    Da stimme ich Ihnen vollumfänglich zu und ergänze bei dieser Gelegenheit VERVOLLLSTÄNDIGEND, dass es historisch NACHWEISLICH auch N I E zuvor sogenannt ‚Palästina‘ je gegeben hat und “sein Werden“ versuchtermassen in der TAT eine ERFINDUNG via brit. PR-Auftragsarbeit seitens des einstig vermögend machtvollen Arabischen ‚Friedens’Fürsten Arafat unmittelbar nach dem VERLORENEN ARABISCHEN Krieg gegen Israel in 1967 war – als sozusagen KampfBegriff zur bewaffneten „BEFREIUNG G A N Z sog. ‚Palästinas‘ – eben Rückabwicklungsversuche der Folgen des I. + II.Weltkrieges 1918/1945, des UnabhängigkeitsKRIEGES 1948, des SechsTageKrieges 1967 …in immerwährend aufrechterhaltender UNAkzeptanz – scheinbar eigens ausschliessliches SONDERrecht? für nichtakzeptiernwollende „beleidigte arabische Seelen“ (Polen, Deutsche, Österreicher, Czechoslowaken, Sowjets, Ungarn, Österreicher, Rumänen, Franzosen …GANZ neugeordnet Europa galt alternativlos??? ANDERES, Jane!) Chris – nicht beirren lassen – Sie kann es argumentativ NIE faktuell belegen, wovon Sie unentwegt schwadronierend zu suggstionieren versucht!

    Jane, das sogenannte ‚Palästina‘, von welchem Sie in Ihren Endlos-Kommentaren hasserfüllt gegen Israel glauben agitieren zu müssen, hat seinen URSPRUNG begrifflich NATÜRLICH keineswegs in weit zurückliegenden Jahrhunderten und Epochen der Menschheitsgeschichte, vielmehr damit gemeint zu scheinen ist neuerzeitlich das vom Völkerbund (UN) soBEZEICHNETE V O L L S T Ä N D I G E (Sie lassen dabei immer 78% DESSEN grosszügig mathematisch wegschwindend ausser Betracht!!!) MANDATSpalestine nach Beendigung der ersten dunklen dt.-österr. WeltKriegsKatastrophe und dem Zerfall der osmanisch administrierten HerrschaftsTerritorien!

    „und die Palästinenser“ …sind eingewanderte, einst geSIEDELTE muslimische ARABER – selbst der in Kairo geborene ARABER Arafat war weder Ägypter und schon gar NICHT sog. ‚Palästinenser‘ – lesen Sie dazu inhaltlich NACHHOLEND die Artikel des sog. ‚palästinensischen“ GRUNDlagenwerkes aus 1967, Charta der PLO! u. v. „…Land des A R A B I S C H E N palästinensischen Volkes …“ usw.

    Die landläufig so bezeichnete ‚Weihnachtsgeschichte‘, welche die Geburt des JUDEN J. v. N. erzählt, des z. B. Lukas-Evangelium der Christlichen Bibel beginnt ‚…ES begab sich aber zu der Zeit …Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, IN DAS JÜDISCHE LAND zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und
    Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria …‘ …KEIN Wort von sog. ‚Palästina‘ – vermutlich hat Kaiser Hadrians später, schwererungener Sieg über Judäa und dessen folglich beabsichtigte begriffliche ‚Tilgung‘ bis in die römisch-katholische und weitere kirchliche AutorenGremien nachwirkenden Einfluss gehabt …die arabische PA jedoch motivierend inspiriert 🙁

  32. „Die Polen hatten übrigens in Folge des Kriegs selbst im Osten Land an Russland verloren.“

    Spannend, spannend, so zur vorhergehenden Erklärung für Grenzziehungen und Schuld nach dem zweiten Weltkrieg.

    Damals wurde das „Palästinenserland “ im Osten durch Jordanien annektiert, im Westen durch Ägypten nur besetzt.

  33. Hallo,
    Entschädigung? In den 60 Jahren sind so enorme Mittel von EU und UNO den Palästinensern zugegflossen daß die mehr als ausgereicht hätten für eine bürgerliche Existens zwischen Marakesch und Aden oder Mossul und Sudan, für jeden der 700 000 Flüchtlinge.

  34. Noch etwas zu den deutschen Flüchtlingen.

    Es ist verständlich, dass diese dies als ein großes Unrecfht erfuhren, allerdings ist es angemessen sie vor allem als Opfer der deutschen Aggression gegen seine Nachbarstaaten zu betrachten in deren Sog diese gerieten.

    Das macht ihre Vertreibung nicht moralisch vertretbar, aber in Anbetracht der deutschen Aggression nachvollziehbar.

    Vor diesem Hintergrund sind Rechte solcher Art sehr viel schwerer vertretbar.

    Hinzu kommt, dass Deutschland 1970 auf die Ost-Gebiete offiziell und freiwillig verzichtete. All dies geschah zweifelsohne vor der gewaltigen Tragödie, die Deutschland mit seiner Expansionspolitik über die europäischen Nachbarn gebracht hatte. Man kann das auch als eine Art Sühne betrachten. Die Polen hatten übrigens in Folge des Kriegs selbst im Osten Land an Russland verloren.

    Daher ist die deutsche Flüchtlingsfrage in keiner Weise mit der, der Palästinenser zu vergleichen.

    Israel ist vertragsbrüchig hinsichtlich seiner Akzeptanz, die Flüchtlinge zurückkehren zu lassen.

    Israel hat mit der Resolution 194, Artikel 11 dem Rückkehrrecht der Flüchtlinge zugestimmt. Dies war Voraussetzung für die Anerkennung durch die UNO.

    Israel ist hier vertragsbrüchig geworden und darum geht es. Israel ließ, anders als versprochen, die Flüchtlinge nicht zurückkehren und verleibte sich deren Besitz nur wenige Jahre später, mit dem Absent Property Law, ein.

    Niemand erwartet ernsthaft, dass 5 Millionen Palästinenser nach Israel zurück kommen – auch nicht die Palästinenser.

    Eine Anerkennung dieses Rechts, verbunden mit Entschädigung und einem symbolischen Kontigent von Rückkehrwilligen, würde diese Frage einem Abschluss entgegenbringen.

    Israel ist hierzu verpflichtet, auch wenn es nichts davon wissen will. Das bestehen auf das Rückkehrrecht bedeutet aber eben nicht die Rückkehr von 5 Millionen Palästinensern.

    Es bedeutet aber, dass Israel erwachsen wird und einsieht, dass die Zeit der Unschuld im Exil nur deshalb eine Zeit der Unschuld war, weil es eben ein Volk ohne Land und daher ohne Macht war.

    Ist die Macht da – ist es mit der Unschuld eben auch schnell vorbei.

    Einen realistischen Standpunkt hinsichtlich seiner selbst einzunehmen ist jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung – aber Israel geht dermaßen verbissen seit zig Jahren in eine Richtung, die nichts als Hass und Gewalt gebiert – auf Dauer tatsächlich keine gute Existenz-Grundlage.

  35. Ach ja – und was ich auch noch sagen wollte.

    Die Rückkehr von 5 Millionen Palästinensern wäre sicher nicht akzeptabel für Israel; allerdings gibt es kaum ein arabische-palsätinensisches Gremium, dass nicht signalisiert hätte in Verhandlung eine Lösung zu akzeptieren, welche in Einklang mit den demographischen Interessen Israels ist; das gilt für die PA und für die gesamte arabische Liga und das galt auch für Arafat.

    Dh. das Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr, dass Israel mit der Aufnahme in die UNO anerkannt hat, lässt sich auch im Einklang mit dem Willen der Palästinenser und der Arabischen Liga zu einem guten Teil mit Entschüdigungszahlungen lösen. Es muss aber verhandelt werden,ist aber, anders als oft dargestelltüberhaupt kein Hindernis für den Frieden. Die Israelis müssen sich nur dauernd neue Ausreden einfallen lassen.

    Das Recht der Palästinenser auf Rückkehr und auf Heimat nach 60 Jahren zu bestreiten, kann man kaum mit anderen historischen Beispielen bagatellisieren, in Anbetracht der Tatsache – dass heute Millionen von Juden ‚Rückkehr‘ – nach Israel/Palästina, als ihr ‚Recht‘ definieren und das nach 2000 Jahren.

    Aber wie gesagt – Israel gibt es ja – seine Existenz ist auch nicht gefährdet – Palästina gibt es nicht, und sein Werden ist mehr als gefährdet und die Palästinenser führen unter einer seit 45 Jahren währenden israelischen Militärdiktatur ein unwürdiges Leben ohne jegliche Rechte.

    Aber letztendlich entwürdigt sich damit Israel selbst.

    Wenn Israel Frieden haben will, dann muss es aufhören soviele Menschen zu entrechten. Es muss aufhören mit dieser agressiven Expansions- und Dominanzpolitik – jedenfalls dann wenn es seine eigentlich bislang stabile Existrenz auch in Zukunft nicht doch aufs Spiel setzen möchte – denn sonst sehe ich für Israel irgendwann dann doch noch schwarz.

  36. @Chris „die sog. Palästinenser (begriff wurden nach 1967 von Arafat erfunden“

    Palästina – Philistin – Philister

    „Die Siedlungstätigkeit im fruchtbaren Süden Palästinas stand zunächst unter der Schirmherrschaft Ägyptens. Die Küstenstädte Gaza, Askalon und Aschdod waren Ende des 12. Jahrhunderts v. Chr. noch ägyptische Zentren. Die Philister gründeten einen Fünf-Städte-Bund (Pentapolis) der Stadtstaaten Aschdod, Askalon, Ekron oder Akkaron (heute: akir), Gath (vgl. Tell es-Safi) und Gaza (heute: Ghazza). Die Städte wurden von Fürsten regiert.

    Die Stadtstaaten bildeten eine Konföderation, die wahrscheinlich nicht statisch organisiert war. Der Schwerpunkt wechselte im Verlauf der Zeit von Stadt zu Stadt. Mit dem Schwinden der ägyptischen Macht übernahmen die Philister die Vormacht in der Region, die sie – laut Bibel – bis zu König Davids Herrschaft auch behielten

    Altes Ägypten: Die Philister werden von vielen Forschern mit den „Peleset“ gleichgesetzt, die aus Texten aus der Zeit Ramses III. bekannt sind.

    Assyrien/Babylonien: Entsprechend werden die Philister in den assyrischen und babylonischen Inschriften als Palastu bezeichnet.

    Persien: Der persische König Darius I. nennt die Bewohner der gleichen Region Palastai bzw. Palasti.

    Der Name „Palästina“ geht auf die Philister zurück. Die Römer reorganisierten nach dem Bar-Kochba-Aufstand (132–135) diesen Teil ihres Reiches neu und legten die Provinzen Syria und Judaea zur Provinz Syria Palaestina zusammen. Im Jahr 193/194 wurde diese Provinz wieder geteilt, unter anderem die Provinz Palaestina geschaffen. Dieser Name hat sich für die Region durch die byzantinische, arabische und osmanische Zeit gehalten.[3] Die heutigen Palästinenser tragen ihren Namen nach dieser Region.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Philister

    Die Juden in den 30ern hatten übrigens in Palästina einen palästinensischen Pass.

    Nun ja – die heutigen Palästinenser sind wahrscheinlich mit den antiken Philistenr so verwand, wie die heutigen Juden mit den antiken.

    Wie auch immer – für den Konflikt ist das gleichgültig.

    Das Problem ist ja nicht die Existenz Israels, sondern das Recht der Palästinenser auch auf ihren Staat.

    Israel hat kein Recht durch kriegerische Auseinandersetzungen sein TErritorium zu erweitern.

    Da das so ist, hält es seit zig Jahren den Konflikt am Leben, um sich in seinem Schatten völkerrechtswidrig Territorium anzueignen. Das geht nur deshalb so schleichend vor sich, weil es eben dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Es ist schlichtweg eine Unrechtspolitik und daher kaschiert sie ihre Motive, obwohl sie doch mittlerweile vollkommen offensichtlich sind.

    Dies verunmöglicht seit viel zu langer Zeit, den Palästinenser ein menschenwürdiges Leben.

    Es geht also um Menschen heute. Es geht nicht um die Existenz Israels. Das gibt es schon. Es geht um die Existenz der Palästinenser, der ihre Menschenwürde und ihre grundlegenden Rechte nicht missachtet und darum,dass ihnen diese Rechte von Israel vorenthalten werden.

    Israel gehört nicht die West-Bank, nicht Ost-jerusalem und auch nicht Gaza.

    Israel hat genauso wenig ein Recht diese Menschen so zu drangsalieren, wie niemand ein Recht hat, einen anderen so zu behandeln, genauso wenig umgekehrt, oder sonst irgendwen. Wenn man das zu Recht erklären würde,wäre die Welt ein noch schlimmeres Irrenhaus, als sie es sowieso schon ist.

    Niemand würde so behandelt werden wollen, wie die Israelis die Palästinenser behandeln, deren einzig wirkliches Ärgernis für Israel ihre Existenz ist, auf einem Land welches von Israel begehrt wird.

    Um dieses Unrecht fortzuführen, fliegen heute in Israel und in Gaza Bomben, und um dieses Unrecht und dieses illegale Ansinnen nicht zu beenden,sterben jetzt wieder Menschen – auf beiden Seiten (wenn auch natürlich viel mehr Palästinenser).

  37. Um einem Missverständnis entgegenzutreten – ich habe gar nichts dagegen, dass Juden ihr Land haben und die historischen Gründe sind mir weiß Gott auch geläufig.

    Es ist aber nicht einzusehen, dass man deshalb die Rechte der Palästinenser ignoriert und mit Füßen tritt.

    Nachdem es ja nun seit 64 Jahren ein Land der Juden gibt, kann ich absolut nicht einsehen,warum Israel die Staatsgründung Palästinas neben Israel sabotiert.

    Eine Rechtsgrundlage für die Expansion über die Grüne Linie hinaus gibt es auch nicht und das fortwährende Leid der Palästinenser ist durch nichts zu rechtfertigen und unerträglich.

    Israelis sollten sich nicht darüber wundern, dass diese Politik sie immer wieder einholt.

    Was Israel gegenwärtig verteidigt, ist ihr Ansinnen die Palästinenser zu vertreiben, ihnen das Leben dermaßen unerträglich zu machen, dass sie auch Gaza und die West-Bank aufgeben –

    Das ist unrecht!

  38. Jane – one of more …for example: Exodus from ariern murderous destruction war?

    Dimensionen zu von Ihnen liebstgewonnenen ‚Wohlstands- u. Versorungs …

    @Karl …sowas darf man doch NICHT 🙁 TATSACHEN veröffentlichen – Jane hat jetzt wieder anstrengend erhöhte image-ReparierungsArbeit aus 1001-Nacht …

  39. Jane als Ignorantin sollten Sie nicht zuviel schreiben. Denn Ihre Ignoranz und ihre Böswilligkeit und Einseitigkeit ist immer zu spüren.
    Juden wurden aus der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft ausgeschlossen und mit dem Tod bedroht. 1938 wurde eine internationale Konferenz in Evian einberufen, um den jüdischen Flüchtlingen zu helfen, doch mit Ausnahme eines kleinen mittelamerikanischen Staates war kein Staat dazu bereit.
    Die jüdische Gemeinschaft in Palästina wäre bereit gewesen Juden aufzunehmen, doch die Briten dachten an ihre ökonomischen Interessen und beschränkten ausgerechnet im Mai 1939 mit dem Weißbuch die Einwanderung.
    Nach dem die Alliierten die Bestie niedergerungen haben, wollten die Briten an ihrer Politik der Einwanderungsbeschränkung festhalten. Hundertausende jüdische Überlebende konnten oder wollten nicht mehr dorthin zurückkehren, wo sie von ihren Nachbarn ausgeraubt und in den Tod geschickt worden sind und wo es wie in Polen, der Slowakei und Ungarn auch nach der Befreiung noch Pogrome gab.
    Die 600000 Juden im Heiligen Land hatten das Selbstbestimmungsrecht. Die Vereinten Nationen beschlossen am 29.11.1947 die Teilung des Landes. Die Palästinenser unter ihrem damaligen Führer – dem Hitlerfreund Hadj Amin el Husseini – begannen sofort einen Bürgerkrieg gegen ihre jüdische Nachbarn. Große Teile der arabischen Mittelklasse flüchteten aus dem Land bereits während dieses Bürgerkrieges. Am 15. Mai 1948 griffen die arabischen Armeen Israel an. Und dieser Staat besteht, trotz all der Hasser wie Jane, die doch hofft, dass die arabischen Nachbarn das vollenden, was ihre Vorfahren nicht zu Ende gebracht haben.
    Und die Islamisten und ihre linksextremistischen Freunde demonstrieren ja auch unter dem Brandenburgertor für die von ihnen gewünschte Endlösung.
    http://pic.twitter.com/xcR50xaH

    Und jetzt erklären Sie uns doch bitte, warum jemand, der in dritter, vierter Generation im Libanon, Syrien, Irak oder anderswo in der arabischen Welt geboren wurde, im Gegenteil zu allen anderen Flüchtlingen der Welt als Flüchtling anerkannt wird? Erklären Sie uns, ob sie die Diskriminierung dieser Menschen, dort wo die leben wünschen?

    • „Und jetzt erklären Sie uns doch bitte, warum jemand, der in dritter, vierter Generation im Libanon, Syrien, Irak oder anderswo in der arabischen Welt geboren wurde, im Gegenteil zu allen anderen Flüchtlingen der Welt als Flüchtling anerkannt wird?“

      Ds ist einmalig auf der Welt, aber solange die Organisation UNRWA daran Geld verdient, haben die gar kein Interesse daran, etwas zu ändern.

      Ich bewundere Sie, dass sie sich überhaupt noch zu der Dame äußern. Bei ihr bringt es nix, hat es seit nunmehr 7 Jahren, seitdem sie bei Hagalil schreibt, nichts geändert.
      Aber solange andere mitlesen, hat es einen Sinn.

  40. Wieso will man eigentlich den Juden als einzigem Volk auf der Welt immer ein eigenes Land absprechen? Wieso sollen die Juden weniger Anspruch auf Israel haben, als die sog. Palästinenser (begriff wurden nach 1967 von Arafat erfunden), obschon ihre ursprünglichen Wurzeln nachweislich in Israel liegen? Wieso wollen ausgerechnet die arabischen Länder, welche über 200 mal mehr Fläche an Land aufweisen als Israel(ca.20’000km2)unbedingt dieses Land, obwohl ihre Wurzeln in Saudiarabien oder Aegypten liegen? Wieso integriert man diese arab. Flüchtlinge nicht? Der einzige Grund liegt darin, so weiterhin gegen Israel aufhetzen zu können. Denn was man nicht will, darf nicht sein.Im weiteren darf man nicht vergessen, dass die arabischen Länder ebenfalls rund 750’000 Juden vertrieben haben.

  41. Die Israelis definieren ja sogar Millionen von Juden als Flüchtlinge, die nach 2000 Jahren angeblich ein Recht auf Rückkehr hätten, selbst dann, wenn sie gar keine Nachkommen des vergleichsweise kleinen Grüppchen von Juden sind, die einmal im Jahr der Tempelzerstörung aus Jerusalem vertrieben wurden, aber schon 150 Jahre später allemal wieder das Recht hatten dort zu leben.

    Wie kann man denn all diese als Flüchtlinge mit Recht auf Rückkehr definieren?

  42. Hallo,
    in Bayern gibt es die Städte Waldkrauiburg und Traunreut. ich hörte nicht daß sich Bürger von dort nach 1947 geboren als „Flüchtlinge“ fühlen oder bezeichnen, was aber nicht ausschließet böhmerwälder Famlilienkultur betreff Lieder, küche, Festtagskelidung usw. zu bewahren.

    Im übrigen, Sudetenländer oder Böhmerwälder waren bis 1918 Bürger derKuK-Donaumonarchie, der neue tschechoslowakishce Staat 1945 betrachtet das Münchner Abkommen als „von Anfang an nichtig“, damit die Einbürgerung der Sudeten in das Deutshe NS-Reich als nicht wirksam und warf diese Leute als Statenlose aus dem Land 1945/1946.

    Die Länder in den Besatzungszonen namen diese aber sofort mit allen Rechten und Pflichten als deutsche Staatsbürger auf.

    Etwas was bis heute nicht mit Palästinensern entsprechend in Libanon, Syrien oder Ägypten(Gaza) von 1948 – 1967 geschah.

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