Kurt Eisner und der schwere Gang der Erinnerung

Vortrag und Stadtführung zum 94. Jahrestag der bayerischen Revolution, des Freistaates und der Räterepublik mit dem Aktionskünstler und Vorsitzender der Kurt-Eisner-Kulturstiftung Wolfram Kastner…

Am 7. November 1918 fand eine unblutige Revolution in Bayern statt. Vor 94 Jahren wurde die Adelsdiktatur abgeschafft, die Bevölkerung zum Souverän erklärt und von Kurt Eisner der Freistaat Bayern ausgerufen. 1867 wurde Kurt Eisner als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren. Als erster Ministerpräsident Bayerns arbeitete er mit politisch engagierten Künstlern wie Erich Mühsam, Gustav Landauer und Ernst Toller zusammen.

Man könnte darauf stolz sein, dass Bayern einmal die Nase vorne hatte. Nichts dergleichen! Weder gibt es ein Porträt des ersten Ministerpräsidenten Kurt Eisner im Parlament oder in der Staatskanzlei, noch gibt es angemessene würdigende Veranstaltungen oder einen zentralen Platz zur Erinnerung an die Begründer der demokratischen Umwälzung.

Der grünglasige abseitige Kiosk am Oberanger zeigt, dass man immer noch nicht richtig umzugehen weiß mit Geschichte und Gegenwart der Demokratie. Wer kennt die versteckte Tafel im Gebäude (Matthäser), wo einst die Republik ausgerufen wurde?

Mit Bildern, Texten und einer Ortsbesichtigung soll bei dieser Veranstaltung im Rathaus eine Anregung gegeben werden, das klein-gerautete Versteckspiel zu ändern.

7. November 2012 um 19.00 Uhr
im Rathaus am Marienplatz, Raum 209
(Eingang am Fischbrunnen)

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit dem Verein „das andere Bayern“ und der Kurt-Eisner-Kultur-Stiftung.