Junge Christen melden sich zur israelischen Armee

Die evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat eine 146 Seiten umfassende Broschüre  mit einer Menge Falschinformationen und Halbwahrheiten über Israel unter dem Titel: „Gelobtes Land? Land und Staat Israel in der Diskussion“ veröffentlicht...

Von Karl Pfeifer

Die Verfasser behaupten u.a.: „Palästinensische Israeli beklagen die schlechteren Zugangsmöglichkeiten zu Ausbildung und Beruf, weil sie aus Sicherheitsgründen vom Wehr- und Sicherheitsdienst ausgeschlossen sind.“(S. 113)[01]

Selbstverständlich sind Araber nicht vom Wehr- und Sicherheitsdienst ausgeschlossen, sie genießen das Privileg nicht dienen zu müssen.Wer aber dienen möchte, kann sich freiwillig melden. Und in letzter Zeit gibt es insbesondere mehr christliche Freiwillige. Jährlich melden sich ungefähr 50 junge arabische Christen zur Armee. Erst vor ein paar Wochen hat die erste arabische Christin einen Offizierskurs absolviert und wird eine Kampfeinheit kommandieren.[02]

Während eines Aufenthaltes in Nazareth erfuhr ich von den gefährlichen Drohungen, denen eine Gruppe von 121 christlichen Schülern aus Nazareth und dem Galil ausgesetzt wurde, die an einer Informationsveranstaltung der israelischen Armee in Nazareth Ilith (die obere, von Juden bewohnte Stadt) teilnahmen. Sie hatten ihren Wunsch geäußert, in Kampfeinheiten der israelischen Armee zu dienen. Die Schwierigkeiten begannen, nachdem auf Facebook Bilder von christlichen Jugendlichen gezeigt wurden, die an dieser Zusammenkunft teilnahmen und Militärlager besuchten. Einige arabische Zeitungen und Websites begannen mit einer Hasskampagne und gefährlichen Drohungen gegen diese Jugendlichen. Die Jugendlichen wurden als “Verräter” angeprangert und einige Schreiber drohten, sie “zu behandeln”. Unter anderem wurde auch die falsche Behauptung aufgestellt, bei dieser Zusammenkunft sei der Islam angegriffen worden.

Der arabisch-orthodoxe Gemeinderat von Nazareth kündigte an, dass der Priester Jobrail Nadaf, der an dieser Veranstaltung teilgenommen und die freiwillige Meldung christlich-arabischer Jugendlicher in die IDF unterstützt hatte, von seinen Pflichten als Priester suspendiert und aus der Kirche exkommuniziert worden sei wegen „Zusammenarbeit mit dem Feind“.

„Das ist schiere Dummheit”, sagte ein Konferenzorganisator. „Das war ein Info-Anlass und hatte nichts mit dem Islam zu tun. Der Aufruhr in den arabischen Medien ist furchtbar, sie stellen uns als Verräter und Feinde dar. Soldaten in der IDF haben ihre Kommandanten um Erlaubnis gefragt, in Zivilkleidung und nicht in Uniform nach Hause zurückkehren zu dürfen. Das könnte zu Blutvergiessen führen.“

In einer Pressemitteilung des israelischen Verteidigungsministeriums heisst es, man werde es „nicht akzeptieren, dass Menschen, die an der Förderung dieses Themas arbeiten, bedroht oder angegriffen werden und [das Ministerium] wird denjenigen, die bedroht werden, die größtmögliche Hilfe und Unterstützung zukommen lassen.“[03]

Der ehemalige katholische Patriarch Michel Sabbah, unterstellte in einem Interview mit  “Kull al-Arab” (Alle Araber) den jungen Christen, der israelischen Armee nur wegen materieller Vorteile beitreten zu wollen und verstieg  sich zur Behauptung, “Aber man wird nicht die Gleichberechtigung erhalten, die einem zusteht, weil in den Augen des jüdischen Staates wird man immer ein “Araber” sein.”[04]

Wir sehen, eine nicht zu gewinnende Situation für den jüdischen Staat. Die evangelische Kirche Deutschlands beklagt, dass Araber nicht zugelassen sind in der israelischen Armee zu dienen und der pensionierte katholische Würdenträger denunziert diejenigen arabischen Christen, die sich zur israelischen Armee melden.

In Nazareth fotografierte ich vor der Verkündigungskathedrale folgende von Muslimen angebrachten Transparente, die zeigen, was man von ihren Klagen über Islamfeindlichkeit halten kann:


And whoever seeks a religion other than Islam, it will never be accebted
(sic!) of him, and in the Hereafter he will be one of the losers Holy Qura’n


”Say: O people of the Scripture (Jews and Christians) come to a word that is just
between us and you, that we worship none but God alone, and that we associate no
partners with Him, and that none of us shall take others as Lords besides God.
But if they (Jews and Christians) turn a way, then say:
Bear witness that we are muslims”
Holy Quraan 3:64

Diskriminierung wird in Israel bekämpft

Es gibt leider auch in der EU kein Land, das sich rühmen kann, vollkommen frei von Diskriminierung zu sein. In Österreich berichtet ZARA regelmäßig über Diskriminierung von Minderheiten, zum Beispiel:

Dass die Personalauswahl nicht nur auf Basis objektiver Kriterien funktioniert, sondern dass dabei auch sehr subjektive Elemente eine Rolle spielen, liegt auf der Hand. Problematisch aber ist es, wenn sie von rassistischen Vorurteilen geleitet ist. Denn dies ist schlichtweg verboten. Im vergangenen Jahr wurden einmal mehr viele Diskriminierungen aufgrund des Kopftuchs gemeldet. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sich mehr Menschen an die Beratungsstelle wenden, weil bekannt ist, dass ZARA auch solche Fälle bearbeitet. Immer wieder zeigt sich, dass Diskriminierungserfahrungen keine einmaligen Ereignisse sind. Immer wieder erleben KlientInnen von ZARA solche Diskriminierungen mehrmals.[05]

Wenn also in einem Land wie Österreich, das seit 67 Jahren im Frieden lebt Diskriminierung erfolgt, dann dürfen wir uns wirklich nicht wundern wenn sich Mitglieder von Minderheiten in Israel sehr oft zurecht darüber beschweren.

Für das wirtschaftliche Wachstum Israels ist es notwendig die 1.5 Millionen arabischen Staatsbürger voll im Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Buchautoren Dan Senor und Saul Singer betonen dies in ihrem Bestseller “Start-Up Nation:  The Story of Israel’s Economic Miracle. Tatsächlich hat die israelische Regierung sich vorgenommen, im Staatsapparat mehr Araber zu beschäftigen. Doch die Lage in der Privatwirtschaft ist ein Problem, das wirklich gelöst werden muss. Lediglich 1.3 Prozent der arabischen Absolventen von technischer Wissenschaft werden im High-Tech Sektor beschäftigt, während 50 Prozent Lehrer werden.

Leider sind nur 11 Prozent der Studenten vor dem ersten akademischen Grad Araber. Der Rat für Höhere Studien hat ein neues Programm beschlossen, das mehr als 300 Millionen NIS beträgt und stufenweise während der nächsten vier Jahre realisiert wird. Dieses wird den Universitäten erlauben, den arabischen Studenten mehr Unterstützung zu gewähren. Laut einer Studie des Israel Democracy Institut aus dem Jahr 2010 verliert Israel jährlich 31 Milliarden NIS weil es arabische Arbeitskraft nicht effektiv beschäftigt. Obwohl 20 Prozent der israelischen Bevölkerung arabisch ist, tragen sie nur acht Prozent zur israelischen Wirtschaft bei. Ministerpräsident

Netanjahu sagte 2012, “The Arab sector is a main growth engine for the Israeli economy, which has yet to be fully utilised, and I believe that their integration into the labour market will contribute not only to the Arab sector, but to the State of Israel as a whole.”

Warum also sind Araber im wichtigen Wirtschaftssektor Technologie unterrepräsentiert?

Sicher nicht aus Mangel an Interesse. Inas Said ist einer der wenigen Firmenchefs einer solchen Firma, der 2011 dem “Jerusalem Report” erklärte: “ich sehe eine junge lebhafte, dynamische Generation, die erfolgshungrig ist.” ((http://www.jpost.com/JerusalemReport/PalestinianAffairs/Article.aspx?id=219302)) Die Ursache für das Problem sind weit verbreitete Vorurteile unter den Arbeitgebern. Natürlich verbietet das israelische Gesetz eine Diskriminierung. Doch so wie in allen modernen, multiethnischen Gesellschaften gibt es auch in Israel im privaten Wirtschaftssektor Diskriminierung. In Israel sind arabische und jüdische Bürger nicht nur durch kulturelle, sprachliche und religiöse Differenzen getrennt, sondern auch durch politische Differenzen, die durch den israelisch-palästinensischen Konflikt verschärft sind.

Trotzdem hat die israelische Regierung im Juli mit positiver Diskriminierung begonnen, die insbesondere Firmen des High-Tech Sektors ermutigen soll, Araber anzustellen, in dem die Regierung 25 Prozent ihres Gehalts für die ersten zweieinhalb Jahre der Beschäftigung bezahlt. Man hofft damit die Diskriminierung stufenweise zu reduzieren.

Zusätzlich hat die Regierung im Juni eine Kampagne gegen Vorurteile im privaten Sektor lanciert. Ein Fernsehfilm zeigt einen Arbeitgeber, der einen imponierenden Kandidaten interviewt, der gute Resultate bringen könnte, und ihn dann nicht anstellt, weil der Name auf dem Lebenslauf diesen als Araber ausweist. Der Film endet mit den Wörtern: “Es wäre eine Schande auf einen guten Angestellten aus falschen Gründen zu verzichten.” Diese Kampagne wurde initiiert unter der Aufsicht der Behörde für die wirtschaftliche Entwicklung der arabischen, drusischen und tscherkessischen Wirtschaft
im Amt des Ministerpräsidenten. Diese Kampagne wird nicht nur mit einem moralischen Argument durchgeführt, sondern auch mit dem pragmatischen Argument, dass arabische Technologieabsolventen, technische, sprachliche und kulturelle Fähigkeiten haben, die benützt werden können, um Israels Eindringen in den Weltmarkt zu fördern.

Im Juni hat der Generaldirektor von CISCO Systems einen ambitiösen Vierjahresplan vorgestellt, um 12.000 neue Arbeitsplätze für arabische Israelis zu schaffen. Er sagte: “Wir haben die Gelegenheit dem Rest der Welt zu zeigen, was wir zusammen mit der Regierung und den Bürgern schaffen können. Solche starke  Verbindungen zwischen der Privatwirtschaft und der Regierung sind lebensnotwendig, um die arabischen Bürger in die Privatwirtschaft zu integrieren.” Solche innovative Partnergesellschaften sind vorteilhaft für die arabischen Bürger, für
die israelische Wirtschaft und für die Beziehungen Israels zu seinen arabischen Nachbarn.

  1. http://www.ekd.de/download/20121024_gelobtes_land.pdf – Der Journalist und evangelische Theologe Ulrich W. Sahm hat sich mit dieser Broschüre kritisch auseinandergesetzt. Siehe: http://www.hagalil.com/2012/11/11/ekd-leitfaden/ []
  2. http://www.israeltoday.co.il/NewsItem/tabid/178/nid/23438/Default.aspx []
  3. http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=6268; Bild des orthodoxen Priesters auf http://media.israelhayom.co.il/2012/11/01/135176361134027099a_b.jpg []
  4. http://en.lpj.org/2012/11/02/opposition-to-idf-recruitment-of-arab-christians/ []
  5. http://www.zara.or.at/_wp/wp-content/uploads/2012/03/Zara_RR11_RZ_Web_fin.pdf []

186 Kommentare zu “Junge Christen melden sich zur israelischen Armee

  1. Ach, wie spannend, den mehr als offenkundigen Hass von Leutinnen zu lesen, deren Selbstmitleid und offenkundige antisemitische Obsession von Anfang an (s. Jim) unübersehbar war. Muss man wirklich jede Dämlichkeit, jeden Vernichtungswunsch publizieren?
    Aber, es gibt noch Hoffnung: Marcel Reich-Ranickis erschütternde Rede am 27.1.2012 vor dem Deutschen Bundestag ist soeben als „Rede des Jahres“ ausgezeichnet worden:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/marcel-reich-ranicki-geehrt-die-rede-des-jahres-11998320.html
    Eine kluge, mitfühlende Wahl.

  2. „Von Italien bis Finnland – Europas islamfeindliche Parteien sind eng vernetzt. Jetzt strecken sie ihre Fühler nach den israelischen Konservativen aus. Die Rechtspopulisten wähnen Israel an der Front im Kampf gegen den Islam. Da vergessen sie sogar ihre antisemitischen Vorurteile.

    ..In Israel sehen das nicht wenige genauso, zum Beispiel Eliezer Cohen, ein hochdekorierter Oberst der israelischen Luftwaffe im Ruhestand. Früher war er Abgeordneter von Israel Beitenu, der stramm nationalistischen Partei von Außenminister Avigdor Lieberman, die derzeit in einer Koalition mit Netanjahus Likud das Land regiert. „Europäische Politiker vom rechten Flügel des Parteienspektrums sind sensibler gegenüber den Gefahren, die Israel drohen“, behauptet Cohen im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. „Sie sprechen die gleiche Sprache wie der Likud und andere auf der israelischen Rechten. Ich bin zu alt, um lange drumherum zu reden: Wir hoffen, dass sich die Rechte in Europa durchsetzt.“

    Der Erste, der das so sah und handelte, war Geert Wilders. 2008 machte er mit seinem antimuslimischen Film „Fitna“ Schlagzeilen. Im selben Jahr knüpfte er erste Kontakte nach Israel und hat das Land seither mehrmals besucht. Auch in dieser Hinsicht hat er unter den europäischen Rechtspopulisten die Vorreiterrolle übernommen. Richtig Schwung kam in die Beziehungen zwischen Israelis und den Rechtsauslegern jedoch erst Ende vergangenen Jahres, als sich gleich eine ganze Reisegruppe auf den Weg nach Israel machte:

    – FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache,
    – Vlaams-Belang-Chef Filip Dewinter,
    – Kent Ekeroth von den rechtspopulistischen Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna)
    – René Stadtkewitz, der im Oktober vergangenen Jahres die deutsche islamkritische Partei „Die Freiheit“ gegründet hatte….

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/allianz-von-islamgegnern-rechtspopulisten-entdecken-israel-als-verbuendeten-a-777210-2.html

  3. Wenn ich Sie so Höre Sebastian – dann fällt mir ein ‚Und am Deutschen Wesen soll die Welt genesen‘ – bzw Kampf den Barbaren, den ‚minderwertigen Völkern‘, denen man zeigen muss wos lang geht und darf sich Platz schaffen auf ihre Kosten.

    – die Herrenmenschen haben die Zeichen der Zeit erkannt und hängen ihr Mäntelchen nach dem Wind.

  4. Und da ich grade H.M. Broder gelesen hab, trau ich mich jetzt auch dies zu sagen gelle:

    Zitat Fairness

    „Haben Sie eigentlich, über zig Kommentare, immer noch nicht verstanden, dass ich blühende Landschaften, eigene Häuser, eigene ungestörte Religionsausübung, Frieden und Schutz für Palästinener und für Israelis gleichermaßen wünsche und dass ich das für praktikabel halte und für UN-AUSWEICHLICH.“

    Zitat Fairness Ende

    Wenn ich das o.g. Zitat von Ihnen lese fällt mir ein Gesicht von Emanuel Geibel ein, das mit dem Satz endet „Und es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen.“

    Nun ja Fairness und ohne Ihre und der Ihren Ratschläge werden die Juden und die Palästinenser, freilich niemals in der Lage sein Frieden zu erreichen. Hab ich schon verstanden. Denn sie sind ja schließlich DIE „Fairness“.

    Ich muss Ihnen sagen, dass ich mir keine Gedanken darüber mache, wie im Nahen Osten Frieden erreicht werden kann, weil ich der Überzeugung bin, dass die dort lebenden Menschen dass viel besser ohne uns hin bekommen werden.

    Wir hatten ja schon mal die Idee, die Herrenrasse zu sein. Für mich ist die Sucht meiner deutsch christlichen Community, die Juden bis in den Nahen Osten zu verfolgen und ihnen nunmehr als moralische Herrenrasse Vorschriften machen zu wollen, nichts anderes die Kontinuität des Herrenrassenwahns der Deutschen, den die Nazis auf die Spitze getrieben haben. Dieses „grade wir als Deutsche“ ist reines bla, bla, bla, das nur unsere Sucht verschleiern soll, nachdem es bei uns nicht mehr so viele Juden gibt, den Juden in Israel mit unserem Ressentiment auf den Wecker zu fallen.

    Zum Glück brauchen die sich nicht mehr so sehr für unser bla, bla, bla zu interessieren. Die fliegen höchsten mal nach Berlin, um dort Party zu machen. Und darüber freue ich mich.

    • Sebastian, dann verraten Sie uns doch mal, wie Sie es – als einer der ganz wenigen anscheinend – geschafft haben sich von der deutschen Gegen-Juden-Sucht zu lösen?

      Ich wurde ja von zionistischen Propagandisten gerade zu da hin getrieben mich mit der Geschichte Israels zu befassen und wenn man das mal tut, dann muss man gerade als Deutscher da ganz hellhörig werden. Ich bin immer mehr – anstatt immer weniger – davon überzeugt, dass in Israel ein astreiner Faschismus herrscht.

      Und wenn Sie mal Janes Beitrag (18.Dez. 17.33Uhr) unten lesen, dann dürfte Ihnen klar sein, was die Rechten mit Europa vor haben, nämlich einen Bürgerkrieg gegen die Muslime. Ihr geschätzter Broder sehnt sich so sehr nach einem Holocaust gegen die Muslime.

      Also darf man Sie als Nationalisten betrachten? „Judenknecht“ sagen ja nur Nazis, haha…die sind wirklich lustig.

  5. Sebastian

    Ja, die Reihenfolge halten Sie immer präzise ein.
    Erst Pfeifer, dann Degania, oder Chajm, bis sich der Sebastian auch traut: erst muss er wissen, was die anderen vor ihm sagen.
    Und jetzt mal Butter bei die Fische: Was hat Ihr Beitrag mit meiner Rückfrage zu Illan Pappe’s Verbot seiner Vortragstätigkeit (ausgeladen von der Münchener jüdischen Gemeinde) eigentlich damit zu tun?

    Haben Sie eigentlich, über zig Kommentare, immer noch nicht verstanden, dass ich blühende Landschaften, eigene Häuser, eigene ungestörte Religionsausübung, Frieden und Schutz für Palästinener und für Israelis gleichermaßen wünsche und dass ich das für praktikabel halte und für UN-AUSWEICHLICH. Israel hat doch schon längst ein Atom-Waffen-Programm und will dem Sperrvertrag bei leibe nicht beitreten,
    wollen Sie eigentlich den Atompilz über sich aufgehen sehen, wie ein Silvesterfeuerwerk? O, ah, wie schöööön! Aber nicht bunt und es könnten Ihre letzten Worte sein…

    Wieso kommen Sie stets mit 2.000 Jahren? Zeitlich voll-überwiegend haben die Araber darin gewohnt und nicht die Israelis. So. Ab geht die Post.

  6. Chajm

    Mittlerweile habe ich Sie ja gut trainiert.

    Trainiert dahin gehend, dass Sie sich mit Eifer auf die Suche nach Fehlern anderer Leute machen.

    SIE HABEN RECHT

    (Damit das hier jeder lesen kann) –
    Klemperer hat die DDR als das kleinere Übel vorgezogen. Hielt aber nicht ewig…
    „“Während er nach außen das „Paradepferd“ des „Arbeiter-und-Bauern-Staates“ gibt, ist er längst desillusioniert. „Die Analogien der nazistischen und bolschewistischen Sprache“ lassen ihn den Ausdruck „Lingua Quarti Imperii“ (LQI) prägen. Das Spitzelsystem, die Kujonierung der Regime-Kritiker, der 17. Juni 1953, die Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 – in seinem Tagebuch grämt er sich zunehmend zu Tode. „Gestapo rediviva“, notiert er am 22. Juli 1958″“

    Jauche? Kennen Sie sich damit auch besser aus? Gerne Ihren Link dazu.

    • Wie kommt es wohl, dass ausgerechnet Sie auf das Stichwort „Jauche“ anspringen? 🙂

      Und was die angefragten Links anbetrifft – es wäre zuviel Mühe, Ihre Beiträge und die Ihrer Brüder und Schwestern im (Un)Geiste hier nochmal zu verlinken!

      Und was die „Suche nach Fehlern anderer Leute“ betrifft, so sollten Sie vielleicht einmal in einem Ihrer nächsten Kameradschaftsabende/Parteilehrjahr Ihren NSFO/StKpA darauf aufmerksam machen, dass der Gegenwind etwas stärker geworden ist und die Juden sich nicht mehr jede Diffamierung und Verleumdung bieten lassen – wozu diese Praktiken geführt haben, ist ja bekannt!

      Damals fing es damit an, dass die Deutschen aufgefordert wurden: „Kauft nicht bei Juden“ – heute versteckt man sich unter dem dünnen, fadenscheinigen Mäntelchen der „Israelkritik“ und plärrt vom Boykott israelischer Produkte; die Intention der damaligen und heutigen Plärrer ist letztendlich die gleiche!

  7. Prima hinweise Uri!

    Sie nannten Euch Brunnenvergifter. Sie verfolgten und ermordeten Euch 2000 Jahre lang. In Auschwitz ermordeten sie Eure Kinder, Eltern, Brüder, Schwestern, Familien und Freunde. Sie erfinden und beschuldigen Euch für Verbrechen, die Ihr nicht begangen habt.

    Heute Beschuldigen sie Euch dafür, dass Ihr Eure Kinder, Eltern, Brüder, Schwestern, Familien und Freunde beschützen wollt.

    Das beweist nur eins. Sie sind verzweifelt, denn sie haben nicht das Geringste. Das macht sie fertig. Darum hören sie nicht auf.

    Mit anzusehen,dass Ihr wieder Häuser, schöne Wohnungen und ein gutes Leben habt, das ertragen sie nicht, dass Ihr durch Israel dieselben Rechte und Freiheiten genießen könnt wie sie, lässt sie nicht zur Ruhe kommen.

    Sie sind zerfressen von ihrem Ressentiment.

    Hie noch ein Hinweis auf einen Text von Arthur Buckow: http://lizaswelt.net/2012/12/14/einstaatenendlosung/

    • >Uri D Punkt

      denken sei anstrengender als reden. Gemäß Ihrer gezeigten Überzeugung, bleiben Sie BITTE dabei, und sparen Sie Strom.

      Titanic: vor Jahren erschien eine Ausgabe mit dem erschreckten Ausruf einer blonden Frau auf der Titelseite, nachdem ihr ein Briefträger ihren Brief wieder zurück gab. :

      „Goethe ist tot?“

  8. Karl Pfeifer

    Ich wiederhole meine Frage vom 13. 12., an Sie gerichtet, hier noch einmal und bitte um Ihre Antwort. Daraufhin hatten Sie mich als Un-fairness angesprochen!

    „“Sehr geehrter Herr Pfeifer,
    bitte, lassen Sie mich aus einem gemeinsamen Buch aus 2010 von Erich Follath und Broder einen kurzen Abschnitt aus Seite 12 wiederholen:

    “(Auf der anderen Seite) wurde erst vor wenigen Monaten dem israelischen Historiker Illan Pappe auf Betreiben der jüdischen Gemeinde vom Münchner OB die Erlaubnis entzogen, an der Universität einen Vortrag zu halten. Der Grund: Pappes kritische Ansichten zur Gründung des Staates Israel”

    Und wenn ich nun die Frage stellen würde: Sind wir nun schon so weit (im Umkehrfall) wie die ungeheuerliche Forderung der Nazis, nicht bei Juden einzukaufen? Kauft euch an deutschen Universitäten keine Vorträge von israelischen Israel-kritischen Historikern ein?
    Bin ich dann ein Antisemit?

    Viktor Klemperer verlor seine Vortragstätigkeiten zuerst in der nazizeit u. später nach 1946 in der DDR. „“

  9. @Doda – etwas wollte ich auch noch hinzufügen. Sie sagen, dass die hier vertretenen Meinungen zur Besatzungspolitik (womit ich mich jetzt auf die ‚Zeloten‘ beziehe), entgegen der Bekenntnisse zahlreicher Repräsentanten jüdischer Gemeinden dort nicht mal die Meinung der Mehrheit darstellen.

    Ich bin sehr froh das zu hören. Mir ist auch klar, dass zumeist die Leute mit den extremen Ansichten auch die lautesten sind und alle anderen übertönen und mitunter in der Politik auch anführen, weil ihnen das eben ein primäres Anliegen ist. Das ist in der Tat ein allgemeines Phänomen, ob man nun über Muslime, Deutsche oder sonst wen redet. Was denn die oft stille Mehrheit so denkt, wird oft wenig wahrgenommen, einfach weil die Leute primär eben andere, privatere Anliegen verfolgen und das ist ja auch verständlich und gerade die sind oft sehr viel weniger agressiv.

    Mir scheint, dass das Thema, dass nun schon seit zig Jahren schwelt zu sehr viel neuer Befangenheit auf allen Seiten führt – mir fällt auch eine Bekannte ein, die mit einem Juden verheiratet ist – als wir mal in kleiner Runde das Thema anschnitten, merkte ich wie sie peinlich berührt war und mir einmal stumm zunickte – man sieht ja wie übel auch Juden angegangen werden, die deutlich abweichende Meinungen äußern. Ich selber mache um jüdische Gemeinden mittlerweile einen großen Bogen, anders als zu früheren Zeiten, weil ich fürchte, dort kaum frei zu diesem Thema Stellung beziehen zu können, bzw. kaum an mich halten kann, wenn ich all die selbstgerechten STatements zur Verteidigung der Besatzungspolitik hören muss.

    Ich finde das schade.

    Ein sehr krasses Beispiel ist z.Bsp. Rolf Verleger, der doch tatsächlich zu äußern wagte, dass er die israelische Kriegsführung 2006 im Libanon auch unverhältnismäßig findet.
    Er musste seinen Hut nehmen. Die ganze Welt fand das völlig unverhältnismäßig, aber einem Mitglied des Vorstands des Zentralrats der Juden ist es offensichtlich nicht gestattet, das auch zu sagen (oder er wird mit den Konsequenzen konfrontiert).

    So wie Rolf Verleger gehts natürlich auch vielen Nicht-Juden; aber auch diese äußern sich natürlich nicht gerne allzu laut – führt dies doch oft zu sehr unerfreulichen Unterstellungen, wie man sie auch hier im Forum dauernd um die Ohren gehauen bekommt.

    Das alles schafft natürlich eine sehr belastete Atmosphäre.

    Ich glaube es ist wichtig, diese Meinungsherrschaft zu durchbrechen und sich davon nicht ins Boxhorn jagen zu lassen, aber angenehm ist es nicht – und ich denke dass dies ein Mosaikstein im friedlichen Miteinander zwischen Juden und Nicht-Juden, zwischen Muslime und Juden, zwischen Muslimen und Christen – sehr zuträglich wäre. Auch hier macht sich zunehmend Islamophobie breit und ich bin oft erschrocken darüber, wer schon alles mittlerweile muslimfeindlich tönt, wobei mir die Xenophobie oft in keinerlei Verhältnis zu realen Erfahrungen zu stehen scheint. Auch hier ist die Selbstgerechtigkeit oft grenzenlos, denn die Doppelbödigkeit der westlichen Politik und die verheerenden Kriegszüge der Großmächte von deren zerstörerischen Potential, wir uns hier im Westen wohl kaum eine Vorstellung machen, werden komplett ausgeblendet.

    Ich denke vernünftige, verantwortungsvolle, friedliebende Menschen gibt es überall – und ich bin froh, wenn sie nicht nur still sind, sondern sich äußern.

    In diesem Sinn noch mal – vielen Dank für Ihren Beitrag!

  10. Herrn Pfeifer, Chajim, Sebastian

    Ich möchte Sie bitten, sich diese Erkärung bis zum Schluß durchzulesen – und auf die Autorenliste zu achten. Die dort genannten Personen sind von dem Vorwurf des Antisemitismus, selbst in Ihren Augen, weit entfernt.

    Berliner Erklärung gegen die leichtfertige Verwendung
    der Worte „Antisemit“ und „Antisemitismus“
    Als Historiker und Autoren, die sich eine gewissenhafte Aufklärung
    über das NS-Regime und seinen mörderischen Rassismus zur
    Aufgabe gemacht haben, beobachten wir seit längerer Zeit mit
    wachsender Sorg eine bedenkenlose Instrumentalisierung dieser
    Geschichtsperiode für aktuelle politische Zwecke. Willkürliche
    Vergleiche mit Personen und Parolen des „Dritten Reiches“ werden
    immer wieder benutzt, um dem eigenen Standpunkt Nachdruck zu
    verleihen und den Kontrahenten moralisch zu erledigen. Die Debatte
    verkommt zur Polemik, Argumente werden durch persönliche
    Diffamierung und Denunziation ersetzt.
    Wir warnen ganz besonders vor einer leichtfertigen Verwendung der
    Worte Antisemit und Antisemitismus, die inzwischen für alles und
    jedes als Pauschalvorwurf benutzt werden. Ihr inflationärer
    Gebrauch ist politisch gefährlich und kontraproduktiv, weil die
    Begriffe auf diese Weise bis zur Bedeutungslosigkeit verharmlost
    und völlig sinnentleert werden, sodass sie auch außerhalb des viel
    zitierten deutschen Stammtisches am Ende niemand mehr ernst
    nimmt

    Prof.Dr. Wolfgang Benz, langjähriger Direktor des Zentrums für
    Antisemitismusforschung an der TU Berlin,
    Prof.Dr. Andreas Nachama, geschäftsführender Dirktor der Stiftung
    Topografie des Terrors, Dekan für Holocaust-Studien am Touro
    College Berlin und Rabbiner der Synagoge Hüttenweg,
    Prof.Dr. Reinhard Rürup, langjähriger wissenschaftlicher Direktor der
    Stiftung Topografie des Terrors,
    Dr. h.c. Gerhard Schoenberner, Gründungsdirektor der Gedenk- und
    Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

    • „Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als … na, Sie wissen schon.“

      Die einzelnen Punkte, die ihr zu beachten habt, findet ihr hier:
      http://taz.de/Die-Wahrheit/!107442/

      Sieh da, sieh da die taz – wer hätte es gedacht! 🙂
      (Bestimmt auch vom Weltjudentum/der zionistischen Lobby, den Hasbara-Schreibern/dem MOSSAD/Illuminaten/Bilderbergern unterwandert!)

    • Sieh da, sieh da die taz – wer hätte es gedacht!
      (Bestimmt auch vom Weltjudentum/der zionistischen Lobby, den Hasbara-Schreibern/dem MOSSAD/Illuminaten/Bilderbergern unterwandert!)

      Nachtrag:
      Wie konnte ich nur so nachlässig sein und die hier schon so oft erwähnten „Zeloten“ 🙂 vergessen? 🙁

  11. Wissen Sie Chajm, Ihr Elaborat ist, zumindest hier, nicht viel kürzer als diejenigen von Jane, allerdings sind die Ihren viel inhaltsloser. Statt Argument Ressentiment. Statt Diskussion Maulkorbforderungen.

    Ihr Thema scheint „Jane“ zu sein, hier geht es aber um Israel, Palästina, Likud, Fatah, Oslo … Fakten und Diskussionen, Berichtigung, Austausch und Dialog.

    Leider ist dies auf Hagalil seit Jahren nur sehr beschränkt möglich, da ein Klub 180% „Pro-Netanyahu-Liberalen-Verfechter“, hier jeden, egal ob Israeli oder nicht, egal ob Jude oder nicht, niederbrüllt und diffamiert, bis zum Aufgeben. Ich verstehe, dass die Redaktion diese Leute weitgehend gewähren lässt, sind sie doch Teil der Realität, fühlte mich aber oftmals besser, wenn ich nicht gar so direkt damit konfrontiert werden würde. Aber das geht mir an anderen Orten nicht anders. Auch in der Gemeinde muss ich manchmal Dinge hören, von Feiglin-, Chabad-, Lieberman- und anderen Anhängern der derzeitigen Rechtsregierung. So ist es eben, aber es gibt doch noch andere Sichtweisen. Jane ist die einzige Frau, die hier noch immer einigermaßen regelmäßig Positionen, so wie sie auch von der israelischen Friedensbewegung vertreten werden, vorbringt. Sie ist gegen den fortgesetzten Siedlungsbau, wünscht sich die Grenzen von 1967 und zwei Staaten in kooperativer Nachbarschaft. Was ist daran radikal, antisemitisch, nazistisch?

    Sie ist keine Jüdin, keine Israelin, aber sie hat bestimmt nicht weniger Ahnung als Sie, Herr Chajm. Und darum geht es. Um Fakten und Diskussionen, Berichtigung, Austausch und Dialog. Wie gesagt, leider ist dies auf Hagalil seit Jahren nicht mehr möglich, was dieser sicher sehr wichtigen Website, vermutlich der wichtigsten und ausgeglichensten deutsch-israelischen Seite überhaupt, bestimmt sehr geschadet hat. Ich meine diese Seite hätte das Potential gehabt unterschiedliche Positionen zumindest in Dialog zu bringen. Eine Chance – für Israel – wurde also vertan.
    Die Art wie hier Israel gezeigt wird, hat Modellcharakter. Hier könnte man sehr viel mehr Menschen ansprechen und auf Israels Seite ziehen, doch viele potentielle Freunde, die sich von den staatlichen Propagandaseiten und ihrer Einseitigkeit eher abgestoßen fühlen, oder gar durch die Radikalität angeblicher PRO-Israel-Seiten erschreckt, wurden vertan.
    Leute aus allen Bereichen der Gesellschaft, wurden also zugunsten eines messianistisch und nationalistisch verwirrten Klubs von Polit-Abenteurern, die noch nicht einmal in den jüdischen Gemeinden die Mehrheit sind, auch wenn offiziell gern so getan wird, weil fast alle Repräsentanten dieser Richtung (zumindest als Ja-Sager) angehören. Fanatiker und Fundamentalisten sind einfach lauter und unreflektierter. Fundamentalisten ist eh jeder Zweifel fremd.
    Oft geht es um Identitätskittung, nicht um Lösung des Streits um Israel / Palästina.

    Ich kenne zahlreiche Freunde, hier in der Gemeinde (Zürich), die Hagalil seit Langem als reine Regierungspropaganda abtun. Meiner Meinung nach liegen sie falsch und vielen hat sich dieser Eindruck nur durch das stramm rechtsradikale Auftreten der angeblichen Israelfreunde in den Kommentaren eingeprägt. Ich finde es schade, dass angebliche Israelfreunde, wie Sie, jede Diskussions- und Begegnungsplattform zerstören müssen, mit hysterischenm Geschrei und ungeheuerlichen Beleidigungen. (ich erinnere mich, dass Jane sogar als Nazihure, BDM-Mädel, SS-Schlampe usw. tituliert wurde). Ich denke derartiges erweist Israel den denkbar schlechtesten Dienst.

    • „Ich kenne zahlreiche Freunde, hier in der Gemeinde (Zürich), die Hagalil seit Langem als reine Regierungspropaganda abtun“

      Ein kurzer Blick auf die Vielfalt der hier vertretenen Autoren, zeigt wie grundfalsch diese Einschätzung ist und wie es sie eher selbst einem politischen Willen entspringt.

    • Jaja; die gute Jane & Co. und ihre „Fakten“ – was kommt denn da?
      Gebetsmühlenartig Links zu dubiosen Seiten, die mehr oder minder unverblümt ihren Hass auf Israel auskübeln bis hin zum Palästina-Portal!
      Und alle die, die nicht Ihrer und Janes „Meinung“ sind, werden diffamiert – Ihr „Beitrag“ und die darin zum Ausdruck gebrachte Meinung über Andersdenkende spricht Bände!

  12. Sebastian – es ist ja nicht harmlos des Antisemitismus beschuldigt zu werden und insofern man betroffen ist, oder insofern der Begriff offenkundig missbraucht wird un unlautere Aktionen für sakrosant zu erklären, dann ist es wohl fraglos durchaus konstruktiv mit Juden auf einer jüdischen Website darüber zu reden – im übrigen gibt es genauso Juden, die sich wünschen, dass der Rest der Welt nicht mer die Klappe hält hinsichtlich einer mehr als fragwürdigen Besatzungspolitik und einer offenkundigen politischen Sackgasse in die sich Israel begleitet vom Chor der ‚guten Freunde‘ über zig jahre hinein manövriert hat.

    • Jane; Sie „reden“ nicht mit Juden auf einer jüdischen Website!
      Sie benutzen diese Website nur als Vehicle, um unter dem Deckmantel der sog. „Israelkritik“ ihren dumpfen Hass auf den Judenstaat ins www zu kübeln!
      Und daran ändern auch Ihre ellenlangen, aus den immer gleichen Parolen bestehenden pseudo-intellektuellen Sermone nichts.
      Diese „Arbeit“ könnten Sie sich ersparen indem Sie ganz einfach sagten, was Sie tatsächlich über den Staat Israel denken und das ganze Geblubber und Geschwurbel weglassen, welches Ihre tatsächliche „Denkart“ ohnehin nur ganz schlecht verdeckt!

      Und um zu verstehen oder auch nur ansatzweise nachzuvollziehen, wohin sich die israelische Politik bewegt – dazu fehlt Ihnen einfach der Durchblick!
      Ein derart mit antisemitischen/antizionistischen/antijüdischen Scheuklappen verhängter Blick, wie Sie ihn hier tagtäglich bis zum Erbrechen vermitteln, hat noch nichtmal etwas hilfreiches für die „armen“ Palästinenser! Auch diese sind für Sie nur Mittel zum Zweck!

  13. Fairness, Sie wollen auf einer jüdischen Website den Juden erklären, wie sie den Begriff Antisemitismus zu gebrauchen haben.

    Ist da nicht ein wenig schmerzfrei??

    Mir fällt dazu jedenfalls nix mehr ein.

  14. Bin mal das Antisemitismus-Prüfungs-Skript durchgegangen – traf alles auf mich nicht zu

    – bis auf den letzten Punkt –

    ‚wenn es Fehler auf allen Seiten gibt und Sie nehmen Partei gegen Juden‘ (ergo – antisemtisch)

    Nun – gerade dieser Punkt ist ganz albern.

    Ich ergreife ganz klar Partei gegen Israel und für die Palästinenser – aber eben weil ich gegen das Messen mit zweierlei Maß bin – ich bin ganz und gar dafür, dass Israelis frei von palsätinensischen Übergriffen leben können – UND UMGEKEHRT Palästinenser frei von Übergriffen durch Israelis.

    Stellt sich nur die Frage –

    Wieviel israelische Häuser haben die Palästinenser in den letzten 40 Jahren zerstört.

    0

    Wieviele palästinensische Häuser haben Israelis in den letzten 40 jahren zerstört.

    24 813

    Wieviele jüdische Kinder starben durch palästinensiche Anschläge seit Ausbruch der zweiten Intifada?

    126 jüdische Kinder

    Wieviele palästinensische Kinder starben durch Soldaten der IDF und Siedler?

    1467 palästinensische Kinder

    Illegale jüdische Siedlungen auf palästinensischem Boden?

    236 illegale jüdische Siedlungen

    Illegale palästinensische Siedlungen auf israelischem Boden?

    0

    Politische jüdische Gefangene in Palästina?

    0

    Politische palästinensische Gefangene in Israel?

    5604 politische, palästinensische Gefangene

    Seit Herst 2000 im Konflikt gefallene Juden?

    1096

    Seit Herbst im Konflikt gefallene Palästinenser?

    6568

    Seit Herbst 2000 verletzte Israelis?

    10 792

    Seit Herbst 2000 verletzte Palästinenser?

    59 575

    Das war der Stand im April 2012.

    Quelle:

    http://www.ifamericansknew.org/

    Die Vorstellung man müsse immer ‚gleichmäßig‘ kritisieren – ist natürlich total albern und kann nur von jemandem mit unterdrücktem Schuldbewusstsein geäußert werden, denn die Forderung könnte immerhin die Bilanz aufbessern – um Realität zu erfassen muss man sie tatsächlich möglichst unvoreingenommen begegnen – die Forderung das Ergebnis der Bestandsaufnahme vorwegzunehmen – entspricht aber einer geforderten Voreingenommenheit.

    Dann müssten ja auch die Zeloten ganz gleichmäßig ihre Kritik über Israelis und Palästinenser verteilen.

    Ums mal zugespitzt zu sagen, dann müsste man ‚die Juden‘ genauso kritisieren wie ‚die Nazis‘ – womit ich in keiner Weise einverstanden bin. Ich finde Juden weder gut noch schlecht – aber Nazis sind böse.

    Nein – das ist ein Totschlagargument, dass streng genommen keines ist und an Muttis Regeln vom Spielplatz erinnert – und die haben damals auch nicht immer unbedingt gestimmt.

    Also – das Script ist okay – bis auf den letzten Punkt – aber bitte auch die eigenen Aussagen prüfen hinsichtlich Islamophobie, Anti-Goyismus und jegliche Art von Rassismus anwenden.

    Gott – da seht Ihr alle alt aus.

  15. Uri D.

    Dieses Beispiel habe ich „für Vertrauen aufbauen“ damit gemeint.

    MANSOUR: Wir bilden Multiplikatoren aus, die selbst Migranten sind und leisten Präventionsarbeit. Wir diskutieren mit Jugendlichen über Themen wie „Ehre“, Unterdrückung, Gleichberechtigung oder „Jungfräulichkeit“ in vertrauensvoller Atmosphäre. Während der Ausbildung wird über Rassismus, Vorurteile, Gewalt in der Familie, Israel und den Antisemitismus gesprochen. Innerhalb von fünf Jahren haben wir über 200 Workshops veranstaltet und tausende Jugendlicher erreicht.

  16. Uri Degania

    „Antisemitinnen bleiben Antisemitinnen. Und sie sind noch stolz darauf“

    Herr Degania, da können wir alle doch mal nachlesen, wie gefährlich inflationär der Begriff durch Sie benutzt wurde. Den angebl.Antisemit-innen unterstellen Sie eine permanente Geisteshaltung, auf die sie „noch stolz“ sein dürften, sumasumarum auch nicht abstreiten würden, sondern sie sogar noch voll ausleben würden. Berührend.
    Ist es Ihnen nicht peinlich zu sehen, was Sie mit Ihrem Geisteshintern umhauen, was andere jüdische Organisationen an Vertrauen an anderer Stelle in dieser Gesellschaft wieder aufgebaut sehen möchten?

  17. Herr Pfeifer: Was ist Antisemitismus?

    bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Politik_Gesellschaft/EXpertenkreis_Antisemmitismus/bericht.pdf?__blob=publicationFile
    Kurz: Bericht im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres
    210 Seiten, viel Spaß! Ich habe gerade mal 37 Seiten geschafft und danach hellwach!
    Hellwach für Maulkörbe, für Stellnetze, für Stolperfallen jeder linguistischen Art. Wenn sich schon Attack rechtfertigen muss, hängen Maulkörbe gaaanz tief. Aber für Ihre Befriedigung und die von Uri Degani reicht es allemal.

  18. Vielen Dank Uri für den Hinweis auf einen so wunderbaren Menschen. Ahmad Mansour, seine Arbeit und was er schreibt kannte ich bisher noch nicht. Leider sind bei uns Palästinenser nur dann populär, wenn man sie für das eigene Ressentiment missbrauchen kann. Darum erfährt man nur sehr wenig über Leute wie Ahmad Mansour.

    Und wenn ein Palästinenser wie Ahmad Mansour einen klugen Beitrag über den Krieg in Syrien schreibt und es wagt vom deutschen „Lieblingskonflikt“ in der Region abzulenken, bekommt er gleich gehässige Kommentare, wie Du in den Leserkommentaren zu seinem Beitrag in der taz nachlesen kannst.

    http://www.taz.de/!100058/

    • Sehr geehrter Herr Pfeifer,
      bitte, lassen Sie mich aus einem gemeinsamen Buch aus 2010 von Erich Follath und Broder einen kurzen Abschnitt aus Seite 12 wiederholen:

      „(Auf der anderen Seite) wurde erst vor wenigen Monaten dem israelischen Historiker Illan Pappe auf Betreiben der jüdischen Gemeinde vom Münchner OB die Erlaubnis entzogen, an der Universität einen Vortrag zu halten. Der Grund: Pappes kritische Ansichten zur Gründung des Staates Israel“

      Und wenn ich nun die Frage stellen würde: Sind wir nun schon so weit (im Umkehrfall) wie die ungeheuerliche Forderung der Nazis, nicht bei Juden einzukaufen? Kauft euch an deutschen Universitäten keine Vorträge von israelischen Israel-kritischen Historikern ein?
      Bin ich dann ein Antisemit?

      Viktor Klemperer verlor seine Vortragstätigkeiten zuerst in der nazizeit u. später nach 1946 in der DDR.

  19. Hinzufügen muss ich noch – dass sich ja so wie auch viele Blogger hier, auch viele jüdische Institutionen regelrecht als Bannerträger der israelischen Politik präsentieren und damit Muslime zu Menschen zweiter Klasse erklären – und das rund um den Globus – dazu muss man sich all die Hähme und all die Hetze gegen Muslime auch hier in diesem Forum durchlesen – und dann darf man sich weiß Gott nicht wundern, dass dies zu Spannungen führt.

    Ich heiße das in keiner Weise gut, genauso wenig wie ich die Hetze gegen Muslime gut heißen kann, aber wundern braucht einen das dann freilich nicht.

    Wer dann auf alte Mythen von Amalek etc. zurückgreift, der hat doch einfach nur Angst vor einer kritischen Selbstanalyse.

  20. „Sie ist schlimmer als in meiner Schulzeit in Frankfurt am Main in den Siebzigern. Da war die Großwetterlage merklich besser. Auf dem Gymnasium habe ich keine antisemitischen Töne gehört. Es gab dort mehre jüdische Schüler, aber keine einzige judenfeindliche Aktion, keine Angriffe, auch wenn wir durchaus viel diskutiert und politische Konflikte ausgetragen haben.

    Ja genauso war es – und anders habe ich es auch nie erlebt.

    Und deshalb ist es auch absurd, was sich weltpolitisch zwischenzeitlich so getan hat komplett auszublenden, um als einzige Erklärung, warum Muslime Juden mitunter feindselig begegnen auszublenden, oder den schon lange vom 3. Reich Äonen weit entfernten Deutschen zu unterstellen, sie würden doch nur ihre Großeltern bzw. Urgroßeltern entlasten wollen, wenn Sie die israelische Besatzungspolitik krtisch sehen. Fragt sich auch was mit dem Rest der Welt ist, denn die Kritik daran kommt ja weiß Gott nicht nur aus Deutschland. Ja natürlich – der internationale Antisemitismus – im Grunde genommen ist diese Art die Welt zu erklären genauso verschroben und absurd, wie die Mähr vom ewigen Juden – ich würde sogar sagen – sie ist ihr Gegenstück und beides ist hoffnungslos irrational und dazu angetan, der Realität aus dem Weg zu gehen und eine ehrliche Konfrontation mit ihr zu vermeiden.

    Das ist weiß Gott keine Rechtfertigung für Übergriffe, allerdings ist es unvermeidbar, dass ein Konflikt mit rassistisch, ethno-zentrischen Parametern, der in Nah-Ost seit zig Jahren in einem völlig unhaltbaren Zustand gehalten wird und der vom Westen mit einer gehörigen Portion Heuchelei begleitet wird, die maßgeblich dazu beiträgt eine Lösung zu verhindern, nicht zunehmend zu Spannungen zwischen Muslimen und Juden, auch außerhalb Israels führt.

    So schreibt jüngst der designierte Patriarch von Jerusalem Michel Sabbvah:

    „Solange die Grundfrage im israelisch-palästinensischen Konflikt nicht gelöst ist, sind all die Schreie, die immer dann ausgestoßen werden, wenn die Temperatur in Gaza oder andernorts steigt, reine Heuchelei“, sagte Sabbah der katholischen Zeitung „Die Tagespost“. „Eine Heuchelei, der wir überdrüssig sind.“
    Grundfrage des Konflikts sei die Dauer der israelischen Besatzung. Es gebe genug UN-Resolutionen, um den Konflikt zu lösen, aber niemand wage es, sie umzusetzen.
    „Ist das Gewissen der Staatengemeinschaft stark genug, zu erwachen und zu handeln? Oder wird sie teilnahmslos bleiben angesichts der Tragödie, die das palästinensische und israelische Volk durchleben?“, fragte er.
    Sabbah forderte ein Ende der unmenschlichen Abriegelung des Gazastreifens, die Muslimen wie Christen den Tod bringe. Man müsse die 1,6 Millionen Menschen aus ihrem Freiluftgefängnis befreien und den Konflikt lösen. “ 17.11.2012

    Antisemitismus ist auch eine Selbstentlastungstheorie für manche Juden, die sie einfach auf alles darauf schieben und grundsätzlich meinen Israel seie nie für irgend etwas verantwortlich außer die Juden in der Welt und in seinem Land – aber mit so einem begrenzten Sinn für Verantwortung kann man heute keinen Staat machen. Die anderen und auch die Palästinenser gehen die Israelis natürlich etwas an – und ihr Staat ist verantwortlich für über 40 Jahre Besatzung und deren schlimmefolgen für das Leben der Palästinenser.

    Die frühere israelische Ministerin Shulamit Aloni sagt dazu ein offenes Wort:

    „“Anti-semitic“, „its a trick we always use it“

    http://www.youtube.com/watch?v=D0kWAqZxJVE

    Auch in Deutschland ist Israel nachdem dies früher ganz anders war zunehmend unbeliebt – das hat aber nichts mit irgend welchen obskuren 9/11 oder Finanzmarktverschwörungstheorien zu tun (wer immer daran glaubt gehört einem kleinen, völlig unbedeutenden verschrobenen Grüppchen an, dass mit der allgemeinen Stimmungslage in der Bevölkerung so gut wie nichts zu tun hat), sondern damit, dass die Heuchelei und die Ungerechtigkeit bzgl. des NahOstKonflikts so offenkundig ist und die Menschen ganz einfach Mitleid mit den Palästinensern haben und die selbstgerechten Aggressionen der Israelis satt sind, die sich zu allem Überfluss immer noch selbst als die Opfer darstellen.

    Die Palästinenser erwägen jetzt wegen des Siedlungsbaus vor den IGH zu gehen – ein richtiger Schritt, der ihnen ja jetzt dank der Anerkennung durch knapp 70% der Länder dieser Welt endlich mölgich ist.

  21. Sebastian

    Sie behaupten: „H.M.Broder kann man ohne Weiteres schon zu Lebzeiten in einem Atemzug mit Publizisten wie Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky nennen“

    Ich sage dagegen: Da lacht sich Broder über Sie tot und Tucholsky und Ossietzki drehen sich vor Ärger im Grab rum. Erstmal Atem holen, beide Autoren lesen und anschließend neu denken. Ich habe nichts gegen die Intelligenz von Broder, er verwendet sie aber falsch.

  22. Stevie Wonder sagt Konzert für die israelische Armee ab

    Der amerikanische Sänger Stevie Wonder hat ein Benefiz-Konzert zugunsten der israelischen Armee abgesagt. Dazu habe er sich angesichts der heiklen Situation im Nahen Osten entschieden, teilte eine Sprecherin mit. Da er Sonderbotschafter der Vereinten Nationen für den Frieden sei, habe ihm auch die UNO zu der Absage geraten. Stevie Wonder sollte am kommenden Wochenende in Los Angeles bei einer Gala des Vereins der Freunde der Israelischen Armee singen. Die Organisation sammelt Geld für die Familien gefallener Soldaten. Stevie Wonder will nun nach eigenen Angaben lieber für israelische und palästinensische Kinder mit Behinderungen spenden. Er sei immer schon gegen jeden Krieg gewesen, und sein Herz sehne sich nach Einheit in der Welt, betonte der 62-Jährige.

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