Neonazi-Abwehr: Sage mir, mit wem du umgehst…!

Irgendwie haben die Deutschen es immer drauf, sich vor aller Welt zu blamieren: Exakt vierzig Jahre nach der palästinensischen Terroraktion auf die Olympischen Spiele in München, die elf Sportler aus Israel, einen deutschen Polizisten und fünf Attentäter das Leben kostete, ließen deutsche Sportfunktionäre in London eine Ruderin im Frauen-Achter antreten, die in engem Kontakt zu einem führenden Neonazi steht…

Von S. Michael Westerholz

Es hätte ja eine Medaille dabei herausschauen können… Kaum waren diese Hoffnungen zerstoben, war alles anders: Die Ruderin flog flott heimwärts.

Nadja Drygalla (23) aus Rostock ist mit Michael Fischer (24) liiert. Der gehört der gewaltbereiten Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock“ an, sagt der Verfassungsschutz, bei der jüngsten Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kandidierte Fischer in Rostock für die NPD. Die Ruderin liebt ihn so sehr, dass sie im September 2011 nach einem Gespräch mit Vorgesetzten aus dem Staatsdienst ausschied: Sie befand sich in der Ausbildung als Polizistin. All dies wurde dem Landessport verband und ihrem Verein mitgeteilt, beteuert Innenminister Lorenz Coffier (CDU) gegenüber der BILD-Zeitung, doch in London reiste die Sportlerin erst ab, als klar war: Ihr Achter hatte nichts gewonnen. Und prompt beteuerten deutsche Spitzenfunktionäre vor Ort: „Wir haben nichts gewusst!“ Und es tue ihnen auch sooooo Leid!

Verhaltensweisen wie diese bei deutschen Verantwortlichen zwischen Rostock und London, nämlich nichts zu sehen, zu hören und zu sagen, wenn´s gerade stört, beklagt jetzt sogar STERN-, ZEIT- und Buchautor Michael Kraske im deutschen Medienmagazin „journalist“. Kraske: Die rechtsextreme Alltagsgewalt komme in der Berichterstattung zu kurz. „Die Redaktionen stürzen sich auf den Terror und vernachlässigen seine Entstehungsbedingungen.“ Und: „Wer über Rechtsextremismus berichtet, trifft bisweilen auf unüberwindbare Widerstände.“ Besonders erschreckend, aber auch von haGalil-Autoren wie Robert Schlickewitz und Karl Pfeifer oftmals angesprochen und jetzt von Rechtsextremismus-Experte Oliver Decker im „journalist“ bekräftigt: „Aussagen von Lokaljournalisten belegen, dass es Absprachen mit der Polizei darüber gibt, was berichtet werden soll – und was nicht.

Das gilt allerding offenbar nicht für die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG und ihre Landausgaben, die FREIE PRESSE in Chemnitz und andere, die Skandale wie diesen beobachteten, den Michael Kraske für den STERN beschrieben hatte: 2006 war in der DDR eine „Kameradschaft 34“ gegründet worden, benannt nach einer einstigen SA-Einheit in Nazi-Deutschland. Als einer der Gründer in seinem Dorf offen eine Hakenkreuz-Fahne zeigte, gingen zwei Nachbarn zur Polizei. Die unternahm aber gegen die Braunen nichts – sondern ermittelte gegen die konsternierten Nachbarn wegen Hausfriedensbruchs.

Jetzt wurden die Neonazis noch frecher: bedrohten die Nachbarn, trafen sich auf deren Hof, zeigten sich mit (verbotenem!) Hitlergruß und anderen Nazi-Symbolen, hetzten gegen Ausländer. Es dauerte ewig, bis Dresdner Richter gegen die Anführer der schließlich verbotenen „Kameradschaft“ vorgingen. Ihr Urteil wurde von Höchstrichtern aufgehoben. Im neuen Prozess kamen die Täter wegen schwerer Körperverletzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung mit Bewährungs- und Geldstrafen davon. Grund für die empörende Milde, laut Urteil: Das Verfahren habe mit insgesamt fast sechs Jahren überlanger gedauert…

Dass es so lange gedauert hatte, war vom Gericht zu verantworten gewesen: Es hatte sich unwillig an die Verbrecher herangemacht. Das hatte den Bürgermeister von Mittweida, wo die „Kameradschaft 34“ ihren Hauptsitz hatte, so in Rage versetzt, dasss er den Präsidenten des Landgerichts Dresden wegen versuchter Strafvereitelung angezeigt hatte. Unglaublich, aber offenbar typisch für viele Journalisten in Deutschland: Dieses harsche, ungewöhnliche Vorgehen eines engagierten Kommunalpolitikers gegen einen hohen Richter, wurde nur von der „taz“ gemeldet, einer auflagenschwachen linksgerichteten, aber unabhängigen überregionalen Zeitung in Deutschland.

Der Geheimdienst hat nicht funktioniert, Polizisten erwiesen sich als blind auf dem rechten Auge. Journalisten standen investigativer Aufklärung fern. So konnten jene drei Neonazi-Verbrecher des NSU (des National-Sozialistischen Untergrunds), die unter anderem elf Türken und Griechen ermordet hatten, viele Jahre angeblich unentdeckt in Thüringen leben, Banken ausrauben, mit echten Pässen auf andere Namen und mit schrecklichen Waffen herumreisen und sogar am Ostseestrand urlauben. Dass sie letztendlich doch noch entdeckt wurden, nachdem zwei von ihnen sich das Leben genommen hatten, dass jetzt reihenweise Köpfe bei Geheimdiensten rollen, aber auch, dass alle deutschen Medien ausgedehnt berichtet haben, beunruhigt die Dresdnerin Grit Hanneforth. Sie koordiniert für das Kulturbüro Sachsen Beratungsteams, die mit Vereinen und Kommunen Strategien gegen den Rechtsextremismus erarbeitet. Hanneforth im „journalist“: „Ein Großteil der Bevölkerung wird in dem Eindruck bestärkt: Jetzt (Anm. nach dem Urteil gegen die „Kameradschaft 34“ und dem Aufflliegen des NSU) herrscht wieder Ruhe. Wir haben kein Problem mehr. “ Die „Kameraden“ würden das als Akzeptanz auslegen und ihre Aktivitäten verstärken.

Das erfordert, glauben bayerische Polizisten, ein offensives Vorgehen gegen die Neonazis. Bayerns Landespolizeipräsident Waldemar Kirchner kündigte an: „Wir gehen massiv vor!“ Gesetzliche Handhaben gibt es ausreichend. So ist den meisten vorbestraten Braunen verboten, sich mit bestimmten Gesinnungsgenossen zu treffen. Bekannt ist aber, dass zum Beispiel der bayerische Neonazi Martin Wiese immer wieder mit amtsbekannten Freunden beisammen ist. Das Kontaktverbot missachtet er, sagt Kirchner, das wollen aber weder er und seine Beamten, noch die zuständigen Staatsanwälte weiterhin dulden. Nach dem Motto: Sage mir, mit wem du umgehst…“ wolle die Polizei alles anwenden, was die Gesetze zum Schutz der Demokratie hergeben. Den schlicht von ängstlichen oder opportunistischen Nachbarn und den lokalen Medien übersehenen „Nazi von nebenan“ soll es nicht mehr geben.

Wiese und andere Vorbestrafte seien eben wegen früherer Urteile auch als Versammlungsleiter ungeeignet, und Eilversammlungen sowie so genannte Spontandemonstrationen könnten von solchen Braunen auch nicht mehr angemeldet werden. Wie früher den Raffinessen der Braunen hinterher hecheln wird mindest Bayerns Polizei nicht mehr. Sie will vielmehr alle rechtsstaatlichen Mittel gegen die Neonazis anwenden, so wie diese bisher solche Gesetzlichenkeiten jenes Staates für sich nutzten, den sie doch so heftig bekämpfen.

76 Kommentare zu “Neonazi-Abwehr: Sage mir, mit wem du umgehst…!

  1. Guten Tag!
    Der Artikel beginnt mit der Feststellung, dass „die Deutschen“ es immer wieder drauf hätten […]“. Zählen Sie sich denn auch dazu? Denn eine Staatsangehörigkeit haben Sie doch gewiss, auch wenn für Sie primär die Zugehörigkeit zum Judentum zählt. Ehrlich gesagt: Ich habe die Vorurteile gegenüber „den Deutschen“ satt! So satt, dass ich nicht einmal mehr Lust habe, mich mit dem Judentum zu befassen. Denn irgendwann kommt sie ja wieder, die Holocaust-Keule. Meistens allerdings von Herrn Graumann, und mit der Zeit fragt man/frau sich, warum dieser Mensch überhaupt noch in Deutschland lebt, wenn hier alles so schrecklich ist. Ach ja, vielleicht ist es sein Job als Makler, der ihn hier festhält.

  2. @jens
    Also Broder, Michael und Milton Friedman, Greenspan, am Ende noch Kissinger (aber der liebt die Clubberer!) und wer weiß wer noch tragen Schuld am Antisemitismus in Deutschland? Macht ein ACKERMANN alle Schweizer in Deutschland für Sie unerträglich? Aber wer trägt dann die Schuld am miesen Image der Deutschen im In- und im Ausland? Hamann mit dem Hackebeilchen? Christine Kaufmann, die Curtiz ehelichte? Sachs, weil er mit der Bardot… Ja merken Sie nicht, wohin Sie die Diskussion drehen und wohin Sie sich verrennen? In die klassischen Antisemitismus-Widerlichtkeiten, die ohne jegliche Basis schlicht irgendetwas erzählen und dann in der trüben Brühe vor sich hin köcheln. Das hatten wir doch alles schon: Der und jener Jude ist ein Gauner, ein Verbrecher. Und einen der schlimmsten aller schlimmen Verbrecher, Himmler, der zugab, dass es viele Deutsche gab, die seiner und der Nazi-Ideologie absolut nicht folgen wollten; also ernsthaft: Warum wollen Sie denn genau da wieder ansetzen`E I N Jude soll das Ansehen ALLER Juden in Deutschland zerstören können? Genau dieses Denken ist es, was nicht aus den Köpfen heraus will. Dass Deutsche nicht: „Na und!“ sagen wollen.

  3. Ungeheuerliches, herausgepickt aus einem der angegebenen Links (wo? selber lesen 🙂 – da hat sich Israel doch tatsächlich erdreistet, bei der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen im Gegensatz zu allen anderen Nationen gleich zwei Fahnenträger, beide mit israelischer Staatsbürgerschaft, auftreten zu lassen:

    „… was macht Palästina als „Leider-noch-nicht-Staat“ bei den olympischen Spielen? Der Fahnenträger der Mannschaft lebt in Ostjerusalem und hat die israelische Staatsbürgerschaft!“

    Und das geht einfach so durch? Wenn das Schule macht…

    Im Übrigen, lieber Uri, soll es auch, so wird gemunkelt, eine Webplattform geben, in der so gut wie fast all das, was in den von dir angegebenen Links zu lesen ist, behandelt wird. URL: http://test.hagalil.com. Aufrufen lohnt sich 🙂

    • Ah ja, die Ruth. Kluge Frau. Bisserl neocon… Die – auch – in English träumt, wie sie hier mal schrieb :-). Die diese Website und ihre HerausgeberInnen auf ihrer eigenen Seite lobt, sich aber hier kaum noch blicken lässt, seit sie ihren eigenen blog hat. Hallo Ruth – wenn du mitliest: wie wärs denn mal wieder?

  4. Angesichts all der garstigen Dinge, die hier gelegentlich in Kommentaren verbreitet werden:
    Nun möchte ich mal auf einige interessante Websites aus Israel aufmerksam machen, deren regelmäßige Lektüre wirklich lohnt:
    Besonders hervorheben möchte ich Lilas Tagebuch:
    http://rungholt.wordpress.com
    Soeben erst bewusst entdeckt habe ich Uris Tagebuch:
    http://uristagebuchausisrael.blogspot.de/
    Hinweisen möchte ich auf diese beiden neueren Beiträge von Uri R.:
    http://uristagebuchausisrael.blogspot.de/2012/05/die-nakba-und-anderes.html
    http://www.journal21.ch/sorge-%C3%BCber-rassistische-tendenzen-israel (Uri publiziert einige Beiträge auch auf dem schönen Schweizer Journal 21, http://www.journal21.ch
    Dann habe ich über Uri R. dieses israelische Website entdeckt:
    http://estherstagebuchauszichronyaacov.blogspot.de/
    Und auf facebook veröffentlicht die mutige Zsuzsi Klara Schindler wunderbare Kommentare und Texte.

    • Vielen Dank Uri Degania für die interessanten Hinweise. Besonders interessant fand ich auch den Beitrag von Uris Tagebuch aus Israel: „Die Nakba und anderes.“

  5. @“Jens“:
    Ich sag es jetzt mal nicht mehr vornehm: Ihre gesamte abstoßende Diktion (Großmaul, Koksnase, Zionisten etc.), Ihr infantiler Drang, auf einem jüdischen Internetmagazin zu „provozieren“, dies alles können Sie gerne auf Altermedia oder auf PI publizieren. Hier aber wirken Ihre zwanghaften Auslassungen (die ich nur überflogen habe, weil sie zu blöd sind) einfach nur noch peinlich…

    • Zwanghaft? Ich hab nur lange Weile. Schön, mich bei euch zu blamieren ist doch eine große Ehre für mich.

      Was ist das dann für ein Drang der Hasbara auf nahezu allen deutschen Internetmedien zu provozieren? Ihr wollt nicht genauso behandelt werden, nein? Dann lasst es und zieht eure Schandmäuler endlich ab!

    • @ jens

      In der Hoffnung darauf, dass du deine Meinung änderst: was soll denn schon so groß dabei sein, wenn Israel mit Hilfe von Hasbara- http://en.wikipedia.org/wiki/Hasbara Aktiven versucht, dem ständigen Trommelfeuer der PropagandistInnen des Neuen Antisemitismus http://en.wikipedia.org/wiki/New_antisemitism aus seiner Sicht aufklärerisch entgegenzutreten? Es gibt Leute in allen Staaten, die sich für gute Bezahlung gegen die Diffamierung der eigenen oder auch anderer Nationen wehren, oder was meinst du, wozu von ihnen Geheimdienste unterhalten werden, was ihre Schlapphüte so treiben den ganzen Tag? Dagegen sind Hasbara-Leute direkt harmlos, und manche von ihnen bewirken Dank Unvermögens nichts oder sogar das Gegenteil des Gewünschten, und bis das bemerkt wird und sie wieder „abgeschaltet“ werden, kann viel Zeit vergehen.

      Wer ihren Einsatz als Provokation sehen möchte, ist wohl noch nie von jemand bedroht, gemobbt, diffamiert oder sonstwie, evtl. mit Verletzungs- oder gar Tötungsabsicht angegriffen worden oder sie/er lebt in der christlichen Fiktion des „wer dich auf die eine Wange schlägt, der/dem halte auch die andere hin“ – in der Annahme, dass Angreifende, durch solches Handeln beeindruckt, sich beschämt zurückziehen. Schön wärs.

      Reg dich lieber über die pausenlose Hetze gegen Israel in allen möglichen Medien auf, wobei bestimmte religiös orientierte, meist muslimische sich förmlich überschlagen vor Begeisterung und das dann gelegentlich auch in anderer Berichterstattung landet, oder auch über typisch einseitige Pressemitteilungen, wie sie hier Gang und Gäbe sind. Beispiel für Letzteres: aus dem Gaza-Strip werden mal wieder Raketen oder/und Mörsergranaten Richtung Israel gesandt. Die israelische Luftwaffe reagiert umgehend und versucht sofort, die Absender zu finden und zu eliminieren samt Abschussrampen, z.T. erfolgreich.

      Was kommt in den Nachrichten, evtl. etwas ausgeschmückt mit Mitteilungen über die bei der Aktion Verletzten/Getöteten: „Das israelische Militär flog am gestrigen Nachmittag mehrere Angriffe auf Gaza. Einem Hamasbericht zufolge gab es Tote und Verwundete.“ – ohne den Grund/die Ursache, nämlich den Raketen/Mörserbeschuss auch nur anzudeuten.

    • Von Hasbara Leuten bin ich schon genug gemobt worden. Meistens wurden sie dann gesperrt, weil sie sich einfach nicht benehmen können, na ja die Kleinen müssen noch viel lernen. Man weist ihnen mehrfach Lügen nach und sie lügen schamlos weiter. Haben sie dann mal keine Lust, dann werden sie ausfällig und kommen mit wüsten Beschimpfungen, was dann oft zur Verbannung führt und zwei Tage später sind sie mit neuem Account wieder da. Und ja, sie provozieren, manipulieren, lenken ab, ignorieren und relativieren. Diskutieren tun sie nie, sie sagen nie das was sie denken und ihre Ziele halten sie auch geheim.

      Als mir das nach und nach auffiel dachte ich ja erst, das so was nur der Geheimdienst machen könnte, aber nee, es macht die Botschaft, wie soll man das auch anders verstehen als üble und gemeingefährliche Provokation?

      Die Hasbara betreibt genau so eine widerliche Propaganda wie viele andere auch. Überhaupt ist fast alles nur noch Werbung und Propaganda, sie ist nur subtiler geworden, als sie noch im 3. Reich und davor, auch von zionistischer Seite, war. Ansonsten hat sich nicht viel geändert, Halbwahrheiten, Lügen und Heuchelei. Diese Methode zur Bevölkerungsverarsche sollte geächtet werden und es wäre doch mal was, wenn ausgerechnet „die Juden“ damit anfangen würden. Einst die schlimmsten Opfer davon und heute tun sie es selbst, haben ja damals schon kräftig gegen die Deutschen und Nazis gehetzt.

      Achja, das war echt bitter, als letztens der saudische Prinz verschied, waren einige von denen ziemlich traurig über den Verlust des Prinzen aus einer der schlimmsten Unterdrückungsdiktatur, die es derzeit gibt. Aber natürlich ist Assad der, der weg muss, damit in Syrien die Salafisten und Wahabiten dran kommen und Krieg gegen Israel anfangen (haben sie schon angekündigt)und dann hat Israel einen Grund in Syrien einzumarschieren und Großisrael ist wieder ein Stück näher. Vielleicht sind es solche Gedankenspiele die einen vor Israel nur noch erschaudern lassen, weil man weiß, dass sie so denken dort. Da ist kein großer Unterschied zwischen Nazi und Zionist.

      Ich hab einfach keine Lust auf Krieg auf den Straßen und es kommt mir so vor als würden die deutschen Zionisten sich das für Deutschland wünschen. Entschuldige bitte, dass ich da etwas ungehalten bin. Hast Du den fr-online Artikel zu PI gelesen, den ich verlinkt habe? Da steht drin, dass Broder und auch Giordano Kontakt zu PI hatten. Stefan Herre der Chef von PI soll über Broder gesagt haben: „Mit Broder telefonier und email ich ab und zu. Dass er öffentlich was anderes über PI sagt, naja, damit muss ich leben.“ Und das nenne ich Unfrieden in der Gesellschaft stiften und schlicht und einfach Verrat, da ist Großmaul noch geschmeichelt. Verräter mögen die Deutschen wirklich nicht.

      Du regst dich über den Hass der Muslime gegen die Juden auf, aber die Juden hassen die Muslime genauso. Dafür verachte ich alle beide, sehe kaum einen Unterschied zwischen jüdischen, muslimischen und faschistischen Propagandisten, der Ausdruck ist anders, aber gesagt wird das gleiche. Hassprediger eben, schon mal aufgefallen, dass die Hassprediger meistens den Hass der anderen predigen und den als Grund für ihren Hass nennen? Satansjünger! In Teufelskreisen verfangen jagen sie ihre eigene Unzufriedenheit, wenn es nicht so brandgefährlich wäre, würde ich gnadenlos darüber lachen, denn es ist strunzdumm!

    • @ jens

      Ich würde sagen, du forderst es geradezu heraus, dass du „gemobbt“ wirst – oder, deshalb die Anführungsstriche, was du dafür hältst, wenn dir widersprochen wird zu dem, was an und wie du Meinungen unters Volk zu bringen versuchst.

      Anscheinend hast du ähnlich romantische Idealbilder von jüdischen Leuten im Hirn, wie sie vor dem Aufkommen des Antisemitismus Allgemeingut waren: sie sollten sich der Schuld am Gottesmord bewusst sein, zu den Nichtjuden in Demut aufblicken, ihnen gefällig sein, sich ansonsten möglichst unsichtbar machen und ihnen beständig dafür danken, dass (und wenn) man ihnen ihr Eigentum – und ihr Leben ließ. Wehe denen, die nicht diesem Schema entsprachen.

      Wehe denen, die nicht in dein prinzipiell gleiches Schema passen. Da wirst du aber aktiv!

      Deuten ließe sich sowas mit einer Projektion eigenen, an sich vor sich selbst abgelehnten Verhaltens auf andere, das man dann bei ihnen bekämpft. Den Fehler machen wir alle bei allem Möglichen.

      Wie sagten schon die alten Griechen? „Erkenne dich selbst!“ Versuchend, das zu beherzigend, höre ich hiermit auf, dir am Zeug zu flicken. 🙂

    • Wem sagst Du das? 🙂

      Vielleicht haben manche Juden auch romantische Idealbilder von Deutschen im Hirn? Sollen ihre Schuld an der Schoah anerkennen und zu Juden in Demut aufblicken und sich sonst möglichst unsichtbar machen und beständig dafür danken, dass man ihnen Leib und Leben ließ und sogar noch bei ihnen kauft und mit ihnen redet. Und wehe denen die nicht in dieses Schema passen, da werden aber einige aktiv.

      Vielleicht beruhigt es dich/euch, dass ich persönlich doch relativ dankbar bin, wie man mit den Deutschen nach dem Krieg umgegangen ist, man kann da zwar auch kritisieren, aber es hätte auch ganz anders laufen können. So was sage ich auch den Nazis immer wieder gern. Außerdem ist mein kleines Städtchen voller Stolpersteine und Gedenkstätten und ja mir fällt das auf. Besonders an dem Todesmarsch-Mahnmal muss ich auch immer wieder stehen bleiben und ich fühl mich nicht gut dabei. Wie eigentlich immer wenn ich von humanitären Katastrophen höre und dann freue ich mich aber auch wieder, in was für einer friedlichen Welt ich doch bisher leben durfte. Scheinbar wissen das einige gar nicht zu schätzen.

      Ansonsten könnte ich jetzt einen Vortrage über Projektion und Reflexion halten und etwas über Ideal oder Klischeevorstellung von und über Menschen und deren Wirkung erzählen. Vielleicht nur so viel, um sich selbst zu erkennen ist manchmal eine gute Reflexion von anderen sehr hilfreich.

    • Know your enemy!

      Wer es sich antun möchte: Neonazi-Propaganda vom Feinsten – oder vom Gröbsten? Videoclip der vermummten Hampelmänner der „NSR“, der „Nationalen Sozialisten Rostock“, auf den sich der Indymedia-Artikel, u.a., bezieht.

      http://www.youtube.com/embed/BsLiaBnT03s

      Absolut beeindruckend bei der faszinierenden, choreographisch hervorragend inszenierten „Tanz“-Darbietung ist die begeisterte Zustimmung der herbeiströmenden, frenetisch Beifall klatschenden Volksmassen!

      Nur… wenn das der „Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda“ wüsste…

  6. Der Antisemitismus ist schlimmer geworden, ja, das stimmt. Ich denke das hat man Leuten wie Großmaul Henryk M. Broder, Koksnase Michel Friedmann, den Giergurus Allan Greenspan und Milton Friedmann und allen Voran dem Rothschild-Clan und solchen, nach meiner Auffassung, falschen Juden zu verdanken.

    http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/-politically-incorrect–im-netz-der-islamfeinde,10834438,10835026.html

    Kann man Juden, die immer noch den Tanz um das goldene Kalb vollziehen und sogar predigen überhaupt als Juden bezeichnen? Dürfen die das? Gibt es da nicht ein Gebot, was es untersagt Dinge zu unternehmen die Hass gegen Juden schüren könnten? Warum tun die das? Es gibt Antisemiten die sind der Meinung Juden wollen gehasst werden, da hab ich gesagt: und ihr Blödmänner tut ihnen den Gefallen.

    • Ach so, fast vergessen habe ich die von der Hasbara angeheuerten Studenten, die sich im Internet rumtreiben. Die benehmen sich wie die Axt im Walde, heucheln und hetzen, verdrehen die Fakten und Wahrheiten als ob es keinen Morgen gäbe. Und der Gipfel ist, sie halten sich noch für bessere Menschen dabei, aber sind der letzte Dreck.

      http://www.botschaftisrael.de/2011/02/03/in-eigener-sache-wir-suchen-verstarkung-fur-unsere-hasbara-abteilung/

      Widerliche Meinungsmanipulation. Aber nö, Zionisten sind ganz liebe Menschen, da haben nie was getan. So was zu verabscheuen ist natürlich eine menschliche Schwäche, ist doch klar.

    • @ Jens

      Antisemitismus ist das Verbrechen der Antisemiten und Antisemitinnen. Nicht der von ihnen Bedrängten, wie Leute wie du es verkünden, so auf die Tour: ich konnte garnicht anders als zum Antisemiten werden (sinngemäß GröFaZ).

      Völlig anderes Feld, der Mechanismus zeigt aber Parallelles:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigungsmythos

      Vielleicht überlegst du mal, was du da verzapft hast.

      Eine hier gelegentlich Postende formulierte (a.a.O.):

      „Das perfideste antisemitische Ressentiment ist die Vorstellung (und Unterstellung), die Juden seien am Antisemitismus selbst schuld. … Man will … nicht verstehen, dass der Antisemitismus nichts mit den Juden zu tun hat, sondern nur mit den Antisemiten.“

      Was Jean Paul Sartre so ausdrückte:

      „“Nicht die Erfahrung schafft den Begriff des Juden, sondern das Vorurteil fälscht die Erfahrung. Wenn es keinen Juden gäbe – der Antisemit würde ihn erfinden.“

    • Ach Jensi,

      Du hast leider das Meiste vergessen!

      Die sind noch viel, viel schlimmer:

      Was denkst Du für wen der NASA Roboter Wohnraum auf dem Mars sucht. Jeder durch jüdische Intrigen arbeitslos gewordener, nicht dem auserwählten Volk Angehöriger, bekommt den Hinflug frei, sofern man ihn hier nicht für niedere Tätigkeiten weiter benötigt.

      Soweit planen die!

      Im Gegensatz zu Dir, verstehen es die Meisten nur nicht.

    • Was würde wohl Salomon oder David dazu sagen, wenn sie unter uns weilen würden? Ich schätze: erst 15 Peitschenhiebe und danach die Zunge rausschneiden. War damals so.

      Das grenzt ja schon an Selbstverachtung sich mit euch noch unterhalten zu wollen.

  7. Auf schwankendem Boden

    „„Mein Vorgänger Ignatz Bubis hat zum Ende seines Lebens ein Interview gegeben mit dem Tenor ,Ich habe nichts oder fast nichts bewirkt‘. Damals gab es einen großen Aufschrei. Ich habe ihm auch gesagt: ,Ignatz, du hast so viel bewirkt, das stimmt doch nicht.‘ Jetzt aber kann ich ihn verstehen. Der Antisemitismus ist schlimmer geworden, das hätte ich damals nicht für möglich gehalten. Du kannst machen, was du willst, du erreichst nichts. Genau das ist der Punkt, an dem ich jetzt bin.“ Auch das ein Hilferuf. Doch von einem Aufschrei der Angesprochenen war nichts zu hören. Der Aufstand der Anständigen, er hat ihn herbeigesehnt. Vergeblich.“

  8. Für Bubis war es vielmehr ein Versuchsballon. Und er empfand es als bitter, erkennen zu müssen, dass niemand es merkte. Für ihn war das ein weiterer Beweis dafür, dass die Diskussion über die deutsche Vergangenheit nur an der Oberfläche stattfand, dass VIELES aufgesetzt wirkte, Außenwirkung erziehen sollte.

    Danke, Herr Westerholz, genau so ist es.

    Möchte gerne an dieser Stelle an das STERN-Interview erinnern:

    Das letzte Interview:
    „Herr Bubis, was haben Sie bewirkt?“

  9. @jens
    Merken Sie, wie rasch man in die fatale Richtung gerät? „…und es kann doch jeder sehen, dass nicht alle gleich aussehen…“ – ist das wirklich Ihr Neeis für „Rassen“? Das Aussehen ist die Anpassung an die Naturgegebenheiten: Aus eigenem Erleben vor Ort weiß ich, dass wir mit unserer Augenform in bestimmten Regionen Chinas alsbald schmerzhafte Schwierigkeiten haben. Und auch in Afrika begreifen wir Europäer schnell, welchen
    Vorteil die dunkle(re) Hautfarbe bietet. Meine Aussage als Grundfrage mit jener nach den Hunderassen zu verbinden, ist unerträglich: Hier handelt es sich um tatsächliche Züchtungen, die bis zur Verunstaltung gehen und in vielen Fällen unverantwortliche Tierquälereien sind.
    Diesen Vergleich verbitte ihn mir.

    @efem
    ich weiß von I. Bubis persönlich, dass ihm der Einbau von Sätzen aus der Jenninger-Rede nichts weniger als Spaß gemacht hat. Für Bubis war es vielmehr ein Versuchsballon. Und er empfand es als bitter, erkennen zu müssen, dass niemand es merkte. Für ihn war das ein weiterer Beweis dafür, dass die Diskussion über die deutsche Vergangenheit nur an der Oberfläche stattfand, dass VIELES aufgesetzt wirkte, Außenwirkung erzieheln sollte. Und ich selbst glaube, dass das furchtbare Phänomen des wiederkehrenden Naziterrors nur auf diesem Mist heranwachsen konnte. Es brodelte ja unter der Decke immer weiter: Hier in Niederbayern konnte der Chefredakteur einer Monopolzeitung viele Jahre in DVU-Freys „Nationalzeitung“ unter dem Pseudonym „Jan Neuburger“ schreiben; erlaubte sich ein katholischer Pfarrer schon 1946 (sic!)den brieflichen Hinweis an seinen Bischof, „dass sich die Juden hierorts bereits wieder unangenehm bemerkbar machen“ – es waren bis zu 1965 Überlebende aus KZ in einem DP-Camp der UNRRA; der Pfarrer wurde Ehrenbürger und lebt ib einem Straßennamen fort; wurde ein Ex-Lehrer Ehrenbbürger, der sich noch im November 1944 im handschriftlichen Lebenslauf seiner Tätigkeit „in der Jugenderziehung im nationalsozialistischen Sinne schon vor 1933“ rühmte und nach dem Krieg eisern leugnete, je „damit“ zu tun gehabt zu haben; ehrte der Landkreis einen Mann, der langjährig NPD-Funktionär gewesen und von dieser gefeuert worden war, weil er allzu deutlich seine Verfassungs-Feindschaft öffentlich vertreten hatte. Die Liste lässt sich endlos weiterschreiben: Und da wundert es heute verantwortliche Politiker, dass da so viel noch vorhanden und so viel mehr weitergegeben wird?!

    • Die fatale Richtung ist die, die Darwin in seiner Theorie vorgab, nämlich, dass die Evolution nur eine Richtung kennt, nur die Richtung der Verbesserung. Wenn man dabei vergisst, dass die Verbesserung nur in Bezug auf die Umwelt betrachtet werden kann, dann wird man zum Rassist.

      Na gut, wenn Hunde-Rassen nicht gelten, wie ist es dann bei Wölfen, es gibt Unterschiede zwischen dem amerikanischen und europäischen Wölfen. Bei Füchsen gibt es auch mehrere Ausführungen, Elefanten, Delphine, Krähen und und und. Oder die vielen verschiedenen Varianten von Pflanzengattungen die man findet. Es ist leider so, dass unterschiedliche Umweltbedingungen unterschiedliche Anpassungen hervorbringt und ja, wie will man sonst die Realität beschreiben? Wir sind alle gleich, aber du bist schwarz und ich weis, hä? Das klingt mir nicht sehr wissenschaftlich sondern ich empfinde das als kläglichen Versuch der Erziehung oder Wiedergutmachung und das kann die Wissenschaft erfahrungsgemäß noch schlechter als die Religionen.

      Natürlich hat die damalige „Wissenschaft“ da einen fatalen Fehler gemacht der immer noch nachwirkt, allerdings wird sich ein Rassist bei der Aussage „es gibt keine Rassen“ vor lachen kringeln. Und ich auch, sorry, wie blöd ist das denn? Die Diskussion ist sinnlos, weil man mit diesen „Forschungsergebnissen“ mal wieder Gesellschafts-Korrektur betreiben will und das kann nicht gut ausgehen, das ist nicht die Aufgabe der Wissenschaft. Hurra, hurra wir haben ein Dogma, endlich kann die Wissenschaft die Religionen ersetzen!

      Sagt ein Weißer zu einem Schwarzen: „Du schwarz!“, sagt der Schwarze: „Ich weiß.“

      Jeder der einen Sinn für Realität hat, wird erkennen können, dass die Liebe, die Angst, die Freude, das Leid usw. sich für alle Menschen gleich anfühlen. Darauf kommt es an, das macht einen Menschen aus und darin sind wir alle gleich. Das sieht man doch, vor allem in den Augen.

      Es geht doch darum die Rassisten zu überzeugen, dass es falsch ist was sie tun und denken, oder?

    • Brecht, hellseherisch, 1942: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

      Zu Bubis: seine Aussage, nichts bewirkt zu haben, bezieht sich auf ein Phänomen, das eigenartigerweise auch hier immer wieder zu beobachten ist: „Ich wollte diese Ausgrenzerei, hier Deutsche, dort Juden, weghaben.“

      Das zieht sich wie ein Roter Faden durch alle möglichen Verlautbarungen, Gespräche usw., und es ist nicht allein deutsch. Wenn diese Denke, diese, natürlich unüberlegte (um nicht sagen zu müssen „rassistoide“) Fahrlässigkeit, die ein bezeichnendes Licht wirft auf die, die so handeln, endlich mal auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist, wie Bubis es, auch, sinngemäß in etwa so formulierte: „wenn jemand auf die Eröffnung, jemand sei Jüde, antwortet: na und“ und das Allgemeingut geworden ist, dann ist sein Vermächtnis erfüllt.

      Es wird schon noch dahin kommen, I bet.

    • Sry. „Jüde“ gibts nicht (voriger Beitrag, letzte Zeilen). Erst schrieb ich: Jüdin/Jude, dann fiel mir ein, dass Ignatz Bubis das so bestimmt nicht gesagt habe und korrigierte. Anscheinend aber muss ich noch üben mit der Tastatur umzugehen. Ausrede: dies ist nicht mein PC.

  10. @ „Jens“
    Ach, ich les nicht jeden Quatsch, der hier verschiedentlich verbreitet wird. Aber wenn ich nur lese, dass einer der „dienstältesten“ Nazis – der A. Molau – „ausgestiegen“ sein soll (mit „Aussteigern“ haben wir hier bei haGalil ja einschlägige Erfahrungen gemacht…) – dies gleich medial, also narzisstisch verwendet – dann ird´s mir schlecht. Stattdessen ist er gleich bei den rechtsradikalen „Pro Leuten“ aus Köln eingestiegen, habe ihn „dort“ selbst vor einigen Monaten bei einer Veranstaltung erlebt, wie er sich als „moderater Nazi“ inszenierte…

  11. Lieber Efem,
    zu: „Der Daniel ist nicht der Papst“. Da magst Du Recht haben. Zur Klärung ;-): Wir können bei ihm ja mal ne Anfrage starten, ob er sich selbst als Pabst empfindet – politisch, menschlich, psychologisch, religiös 😉 – aber ich find ihn immer noch einen der interessantesten, amüsantesten und geistreichsten Politiker, die hier so rumlaufen und rumreden…

    • Zu „deutlicher Kommentar“ von Daniel Cohn-Bendit:

      Der Daniel ist nicht der Papst und hat in seinem Leben schon so einiges von sich gegeben, was nicht unbedingt unterschrieben werden sollte.

      Man stelle sich nur mal vor, all die braven Jungmädels, die „damals“ dem „lieben Führer“ glühende Briefe schrieben (gibts gesammelt/dokumentiert zum Nachlesen), würden mit der gleichen Cohn-Benditschen Nonchalance „Man versucht sich auf Kosten einer Sportlerin, der man gar nichts vorwerfen kann“ bezeichnet als Leute, denen man gar nichts vorwerfen kann. Die man jetzt „Mitläufer“ nennt zusammen mit denen, die zwar nicht Briefe an Hitler schickten, aber sonst im Prinzip ähnlich für ihn fühlten. Die, absolute Mehrheit unter den „VolksgenossInnen“ bzw. den Deutschen, es erst ermöglichten, dass die Aktiven machen konnten, was sie wollten, wobei sie sich von all denjenigen, „denen man gar nichts vorwerfen kann“ bestätigt sahen.

      Wer zu einem Nazi steht, mit ihm liiert ist, „läuft mit ihm mit“ (oder etwa nicht). Aber weder Nazis noch ihre MitläuferInnen können das demokratische Deutschland auf internationalen Bühnen vertreten. Deswegen ist das jetzt Geschehene ein deutliches Signal, das lt. einigen ihrer Publikationen von Rechts teilweise bereits besser verstanden wurde als von denen, die da immer noch meinen, die Ruderin sei jemand, der „man gar nichts vorwerfen kann“.

    • Sry efem: nochmals etwas härter: “ Die man jetzt “Mitläufer” nennt zusammen mit denen, die zwar nicht Briefe an Hitler schickten, aber sonst im Prinzip ähnlich für ihn fühlten“

      Ui,ui,ui!

      Ich persönlich möchte definitiv nicht in einem Staat leben, der mir erklärt zwar nichts gemacht zu haben, aber sonst im Prinzip ähnlich zu fühlen!

      Außer ich wäre natürlich im Gefühlsministerium.

    • @ ente

      Fühlen hat viele Bedeutungen. http://de.wikipedia.org/wiki/Fühlen

      „Ich persönlich möchte definitiv nicht in einem Staat leben, der mir erklärt zwar nichts gemacht zu haben, … “

      In einem solchen Staat lebst du. Oder hast du noch nie von der „Entnazifizierung“ gehört?

      Lies die in vielen Passagen ganz ausgezeichnete*), aus Anlass der „Kristallnacht“ gehaltene und von den ach so guten, selbstgerechten und untadeligen Abgeordneten des Deutschen Bundestages am 10.11.1988 in Grund und Boden verdammten Rede des Philipp Jenninger, dann weißt du, wie die MitläuferInnen der Hitlerdiktatur f-ü-h-l-t-e-n – genau das.

      http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/jenninger_rede/jenninger_rede.pdf

      *) Ignaz Bubis fand sie derart zutreffend, dass er Teile davon in eigene Reden einbaute:

      „Henryk M. Broder: Jenningers Rede war alles, nur nicht antisemitisch. Er tat sich zwar mit der Betonung schwer und versäumte es, an den richtigen Stellen Pausen zu machen, aber am Inhalt gab es nichts auszusetzen. Nicht umsonst hat sich später der damalige Präsident des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, einen Spaß daraus gemacht, Teile aus Jenningers Rede in seine eigenen Vorträge zu integrieren. Und niemand hat es gemerkt. Jenninger ist kein Antisemit, er war ein Opfer der Political Correctness.“

      Dass es Bubis Spaß machte, glaube ich zwar nicht… http://www.heise.de/tp/artikel/29/29712/1.html

      @ Uri

      „niemals sind die Deutschen so sehr bei sich als in der Rolle der verfolgten Unschuld“

      Wer hat das gesagt? 3 x darfst du raten:

      ? ? ?

      Richtig! Das war der Daniel 🙂

      http://www.copyriot.com/antide/walser_w.htm

  12. @jens
    Kann es sein, dass Sie etwas verpasst haben? Nämlich jene Naturwissenschaftler, die der junge Antisemitismusforscher Dr. Peter Widmann aus Deggenau, lange an der TU Berlin, jetzt in Istanbul tätig, zitiert: Es gibt überhaupt keine Rassen! Die gesamte Menschehiet hat sich demzufolge von Afrika aus über die Erde verbreitet, aus einem Stamm kommend körperlich den Naturgegebenheiten (Kälte, Hitze, Dauertrockenheit, blendende Sonne!) angepasst, aber absolut nicht als unterschiedliche „Rassen“ zu identifizieren. D a s Gerede sollte nun wirklich beendet werden.
    Sie schreiben u. a.: „Das erklärt auch,warum nach der Wende sofort rechtsradikales Gedankengut im Osten auftauchte.“ Ganz falsch: Die DDR-Führung, die SED und ihre als Parteien, Gewerkschaften und vorgeblich freie Massenorganisationen getarnten Anhängsel hatten schon Jahre vor der „Wende“ mit diesem Phänomen zu kämpfen, die gezielte linke Erziehung war völlig fehlgeschlagen. Der Staatssicherheitsdienst hat die rechtsextremistischen und rechtsradikalen Strömungen mit teils dramatischer Brutalität unter der Decke gehalten. Sicher, massiv vorbestrafte Neonazis wie „Wehrsport-Hofmann“ aus Ermreuth zogen in die Ex-DDR, für einige war es die Heimkehr nach dem einstigen Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland. Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit waren DA, ich habe die Dramen und Tragödien in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda vor Ort erlebt. Unterhalten Sie sich bitte einmal mit Vietnamesen, Kubanern oder Mosambikanern, die in der DDR gearbeitet haben – die haben die dortigen, gut vernetzten Neonazis schon in den achtzigeer Jahren erlebt und erlitten.

    • Sorry, aber wenn mir ein Wissenschaftler erzählt es gäbe keine Rassen, dann widerspricht er der allgemeinen Wahrnehmung und niemand glaubt ihm. Es ist auch zu spät, seine Vorgänger haben sich da zu viel Mühe gegeben die Rassen zu deklarieren und es kann doch jeder sehen, dass nicht alle gleich aussehen. Das ist doch totale Realitätsverweigerung. Aber trotzdem denke ich spielen diese Unterschiede keine entscheidende Rolle. Sprache, Schrift und Kultur prägen das Wesen eines Menschen mehr als seine Gene. Manch ein Dunkelhäutiger ist ein guter Deutscher und der Sänger Gentleman ist ein guter Jamaikaner.

      Wer kann schon einen Labrador von einem golden Retriever unterscheiden? Was ist der Unterschied zwischen einem deutschen Schäferhund und einem altdeutschen Schäferhund? Das können nur Leute unterscheiden die sich damit auskennen. Würde einer behaupten es gibt keine Hunderassen, den würde man für verrückt erklären.

      Was die DDR angeht, so kann ich da persönlich wenig dazu sagen, außer dass ich plötzlich auf dem Schulhof gefragt wurde, ob ich rechts oder links bin und das von Leuten die nicht dafür bekannt waren sehr wissend und interessiert zu sein. Ich wusste damals keine Antwort und frage mich bis heute wo das herkam. Ich versuche Realist zu sein. Es kann von den Opas gekommen sein oder aber irgendwie von „drüben“ und da steckte ja der Verfassungsschutz bis zum Hals mit drin. Jedenfalls verstehe ich das bis heute nicht. Da muss gehetzt worden sein was das Zeug hält.

      Ich fragte mal einen der „Rechten“ warum er denn rechts sei, die Antwort: „Die Ausländer haben meiner Mutti die Arbeit weggenommen!“ und das in einer Zeit als noch kaum Ausländer da waren, außer die Westdeutschen. Unfähig zu erkennen, dass es doch der Chef war. Nazis sind schon immer Bauernfänger gewesen und dieses Fußvolk kann man leicht davon abbringen und dann stehen die paar „Selbstdenkenden“ (denken auch nicht selbst, sondern lesen hundert Jahre alte Bücher) alleine da. Die sind nur durch ihre Mitläufer stark und die laufen ihnen andauernd davon und wechseln ständig.

    • Ein Nachtrag: Vielleicht sollte man nicht von Rassen sprechen, sondern von Variationen. Das passt besser. Und man sollte endlich mal anerkennen, dass die Eugenik, also der wissenschaftliche Rassismus, aus der Evolutionstheorie von Darwin entstammte, die in ihrer Erklärungskraft sehr zu wünschen übrig lässt. Das ist auch eine Realität die gerne verschwiegen oder abgelehnt wird.

      Ich habe eine andere, ziemlich abgefahrene Theorie. Man weiß ja nun, dass sich frühe Menschen mit Neandertalern paarten und man bis heute bei vielen Neandertaler-Gene findet. Und das ist ein Problem. Denn die meisten von uns sind Hybridwesen und bei Hybridwesen hat man das Problem, dass die Instinkte und das „eingebaute“ Sozialverhalten durcheinander geraten. Interessant auch diesbezüglich, dass der Ort des Zusammentreffens mitten im gelobten Land lag.

      Aber es könnte so sein. Mulis verhalten sich nicht wie Esel oder Pferde. Liger (Hybrid aus Löwe und Tiger) haben ein Wesen wie eine Kuh und sind riesengroß.

  13. >>“Ich könnte noch etwas hinzu setzen:
    gestern beim Nazi-Trauermarsch in Bad Nenndorf, da habe ich am Arm eines Neonazis eine tätowierte Odalrune entdeckt, die nach § 86a unter Verbot steht.Die Polizisten dirket davor erkannten dies offenbar nicht. Darauf angesprochen, reagierten sie nicht,d.h. sie sahen keinen Handlungsbedarf……. wie so oft und üblich.
    Ich werde diese Angelegenheit weiter verfolgen. Beweisfotos sind vorhanden.“<<

    @Irmela Mensah-Schramm

    Das könnte ein Grund sein:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13691933.html

    "…Zwar war die Odalrune Zeichen des "Bundes Nationaler Studenten" (BNS), eines Sektiererhaufens, der 1961 als verfassungsfeindlich aufgelöst wurde.

    Aber das illegale Symbol trägt auch jeder Hauptfeldwebel der Bundeswehr als Rangabzeichen.

    Ebenso sah Meier-Staude das Neonazi-Zeichen schon im Fernsehen, auf den "Trikots von Spielern bei den ATP-Tennisturnieren".

  14. @ efem: echt enttäuscht!

    Ein deutscher Staat, der es sich anscheinend leisten kann, die NPD zu alimentieren, diskutiert über eine 23-jährige Frau deren Lebenspartner ehemaliges Mitglied dieser Partei ist. Wir kennen ja die Berufsverbotsdebatte vor längerer Zeit, Breitner durfte dennoch für die BRD spielen, und der war persönlich so überzeugt nicht so richtiger Anhänger des herrschenden demokratischen Grundrechtes.

    Du wirst mir hoffentlich keine Verharmlosung unterstellen, ich sehe mich eher als Verteidiger!

    Statt Rosen: Verbot! ( Die Idee Nazis durch die Partei und anhängende Gruppierungen zu identifizieren und relativ unschädlich zu machen, hat sich durch NSU wohl erledigt, denke ich)

    • @ ente

      Jaja, neenee, ich denke, mir ist schon klar, was du meinst, aber – also das Gedicht Tuchos, eines der ganz großen Dichter und entschiedenen Feindes allen Nationalismus und der typisch deutschen Duckmäuserei, die den Nazis, die er abgrundtief hasste, den Weg ebnete, ist ja mit dem zitierten Anfang nicht beendet. Der Schluss macht die in solchem Sinn in der Lyrik gelegentlich verwendete Metapher „Rosen“ eigentlich klar: sie steht für Blut. Für das der Braunen, die gerne das der anderen vergössen und vergossen. Auch das Küssen ist ja nun nicht wörtlich gemeint, genau wie die übrigen Sinnbilder, sondern steht für das Gegenteil, wobei z.B. Hunde gute Dienste leisten können.

      Was rufen Linke gelegentlich dem faschistisch/nazistisch orientierten Bodensatz dieser Demokratie zu, so er sich, was er liebend gerne tut, mal wieder auf der Straße zusammenrottet?

      „Wir haben euch was mitgebracht!“ – klingt doch nett, was denn wohl? –

      „Hass, Hass, Hass!“

      Dsss das Gesocks es als billige Retourkutsche übernahm – nun ja, auf ihrem eigenen Mist wächst halt nicht viel ohne die Macht eines hinter ihnen stehenden Staates, wenn überhaupt. Schon seit „Addis“ Zeiten, bevor der im Reichstag einzog.

      Das Symbol der antifaschistischen Aktion, das Outfit, die Ratschläge, wie sich bei Verhaftungen zu verhalten sei, Transpigestaltung und und und und vieles andere, selbst „der Schwarze Block“ ist von Links abgekupfert. Man muss sie einfach gern haben, diese so beschränkten lieben Braunen. Schönes Beispiel dazu auf der Webseite des Fotografen Martin Langer: http://www.langerphoto.de/leidkultur/rohopi.html

    • „Jaja, neenee, ich denke, mir ist schon klar, was du meinst, aber – also das Gedicht Tuchos, eines der ganz großen Dichter und entschiedenen Feindes allen Nationalismus und der typisch deutschen Duckmäuserei, die den Nazis, die er abgrundtief hasste, den Weg ebnete, ist ja mit dem zitierten Anfang nicht beendet. Der Schluss macht die in solchem Sinn in der Lyrik gelegentlich verwendete Metapher “Rosen” eigentlich klar: sie steht für Blut. Für das der Braunen, die gerne das der anderen vergössen und vergossen. Auch das Küssen ist ja nun nicht wörtlich gemeint, genau wie die übrigen Sinnbilder, sondern steht für das Gegenteil, wobei z.B. Hunde gute Dienste leisten können.“

      Echt wahr?, na wenn das so ist!

      Dann kapiere ich nach Jahrzehnten erstmals: http://www.youtube.com/watch?v=IuOQasXpdcs&feature=related . Dachte immer was soll das nur, aber dank Dir:

      Verstanden!

      Hurra!

    • @ ente

      Wie schön, dass ich dir den Gefal.. Moment aber auch! Verulken kann ick mir selber. 🙂 Du hattest gemeint: „Statt Rosen“ – das ließ mich darauf schließen, dass Du da irgendwie auf der Leitung gestanden hättest, könnte ja sein, andererseits traue ich dir, den ich dich seit Urzeiten kenne, das nicht unbedingt zu, aber wer weiß. Besser hättest du getextet: „Mit Rosen und: Verbot!“, wär passender.

      Aber Verbieten? Ist anscheinend derzeit nicht drin, doch soll es schon, besonders zu Tucholskys Zeiten, Menschen gegeben haben, die „Nazis aufs Maul!“ nicht nur sinnbildlich nahmen. Das von wegen Rosen.

      Außerdem lesen ja auch Leute hier, die sich nie äußern oder neu hinzustoßen und vielleicht nichts gegen eine kleine eigentlich kaum nötige Interpretation des ihnen evtl. unbekannten Gedichtes haben, wenn sie nur den zitierten Anfang lasen. Obwohl der eigentlich eindeutig ist in seinem bitterbösen Sarkasmus, jedoch das Wort „Rosen“ taucht im ganzen Text nicht wieder auf, und wer Tucholsky nicht kennt, zieht bei alleinigem erstmaligem Lesen der ersten Zeilen evtl. falsche Schlüsse. –

      Analogie: Es gibt ein ebenso berühmtes oder noch berühmteres Lied der KämpferInnen der Pariser Commune, „Les Temps des Cerises“. Da ist im Text von Kirschen die Rede. Kirschen? Hmm, lecker. Im Lied wird es kurzfristig klarer. Viele aber halten es dennoch nur für ein einfaches Liebeslied, das damals gesungen wurde, wie es etwa dieser gut gemeinte, ahnungslose Videoclip in seinen Hintergrundbildern nahelegt: http://www.youtube.com/watch?v=fFI7ICbHUYQ

      – im Gegensatz zu diesem, der den Anlass darstellt und entsprechend illustriert ist:

      http://www.youtube.com/watch?v=rLCeFRKyDc8 ,

      in etwa vergleichbar dem Clip von Ernst Busch, den du verlinkst. Von Busch sollte man auch wenigstens diese Vertonung eines Brecht-Gedichtes kennen:

      http://www.youtube.com/watch?v=grdQaJ8A8VE

    • Zitat…efem
      8. August 2012 – כ״א באב תשע״ב at 19:32
      Was rufen Linke gelegentlich dem faschistisch/nazistisch orientierten Bodensatz dieser Demokratie zu, so er sich, was er liebend gerne tut, mal wieder auf der Straße zusammenrottet?

      “Wir haben euch was mitgebracht!” – klingt doch nett, was denn wohl? –

      “Hass, Hass, Hass!”

      Dsss das Gesocks es als billige Retourkutsche übernahm – nun ja, auf ihrem eigenen Mist wächst halt nicht viel ohne die Macht eines hinter ihnen stehenden Staates, wenn überhaupt. Schon seit “Addis” Zeiten, bevor der im Reichstag einzog.

      Das Symbol der antifaschistischen Aktion, das Outfit, die Ratschläge, wie sich bei Verhaftungen zu verhalten sei, Transpigestaltung und und und und vieles andere, selbst “der Schwarze Block” ist von Links abgekupfert. Man muss sie einfach gern haben, diese so beschränkten lieben Braunen:
      __________________________________________________________

      Mir efem gehen die LINKEN genauso auf dem Geist, in Ihren
      Verhalten die Selbe abartige Beschränktheit. Das die Rechten
      von der Linken gelernt haben, entlarvt den Populismus der
      Linken Sektierer, die sich erheischen, die Herolde des
      liberalen Zeitgeistes zu sein.
      Und jetzt, ja jetzt übernimmt die LINKE die Sippenhaft der
      Rechten. Erinnern wir uns, Frau Nadja Drygalla hat einen
      Freund der dem rechten Spektrum angehörte und wird deshalb
      aus Ihrem Ruderteam entfernt. Hmm, nicht für etwas was Frau
      Nadja Drygalla selber getan hat, sondern für die Vergangen-
      heit Ihres Freundes. Erbärmlich efem, genau dies spiegelt
      unseren Mainstream Zeitgeist aufs Beste ab.
      Genau so funktionierte das NS Regime. Ja sollten die Linken
      nicht mehr „Von Stalin lernen, siegen lernen“ skandieren,
      wäre nun „Von Führer lernen, siegen lernen“ weitaus ehr-
      licher.
      Jedenfalls wurde das Leben von Frau Nadja Drygalla, hin-
      sichtlich Ihrer Perspektiven negiert.

    • @udosefrioth:
      „Erinnern wir uns, Frau Nadja Drygalla hat einen
      Freund der dem rechten Spektrum angehörte und wird deshalb
      aus Ihrem Ruderteam entfernt. “

      Ehrlich gesagt verwirrt mich dieser Satz: Meines Wissens hat die Sportlerin NACHDEM die Ruderwettkämpfe gelaufen waren das olympische Dorf aus eigenem willen verlassen (um die Auseinandersetzung um ihre Person von der Delegation fernzuhalten). Sie ist weder aus dem Team entfernt worden, noch droht ihr eine Gefängnisstrafe oder sonstige Konsequenzen (was das Gerede von „Sippenhaft“ ja nahelegen würde).

    • @ ente

      Seifenlied? In dem von mir Verlinkten, in dem Brecht mehrere der Ursachen für den Erfolg militanter brauner Vorfeldorganisationen beschreibt und erschreckend deutlich macht, was die Folgen sein werden, geht es nicht um das Geplänkel zwischen DKP und SPD wie in dem Seifenlied („Wer hat uns verraten?“). Das mit „Teddys“ (Thälmanns) Aufruf zur Antifaschistischen Aktion – die sich die Antifa noch heute auf die Fahne geschrieben hat, und: was der Hauptgrund für die Gründung der SED war – eigentlich so gut wie erledigt war. Das „Lied vom SA-Mann passt schon ganz gut in den Kontext des thread-Titels, denke ich.

  15. @mfb
    Ich möchte Sie daraufhinweisen, dass die Sippenhaft sich auf verwandtschaftliche Verhältnisse bezieht, die mensch sich bekanntlich NICHT aussuchen kann. Einen Freund/Lebenspartner hingegen schon.

    • Hä? Seit wann kann man sich Liebe aussuchen? Entweder man liebt oder man liebt nicht. Wenn man wegen Politik oder der Gesellschaft seine Liebe aufgibt ist man ein dummer, armer Thor. Wer das verlangt ist ein Faschist, ja genau so einer wie die Nazis früher, nur in einer anderen Farbe. Damals durfte man halt keine Juden lieben und heute keine Nazis, die Menschenverachtung ist identisch. Einfach nur noch beschämend.

      Man sollte sich in aller Form bei ihr entschuldigen. Ich hab auch manchmal Kontakt zu Nazis, na und? Sind auch Menschen, mit den meisten kann man auch umgehen und ich hatte noch nie Probleme meine andere Meinung dort zu vertreten, im Gegenteil hatte ich schon einige sehr kontroverse aber respektvolle Diskussionen mit Neo-Nazis, huuuhuhuuu. Krieg ich jetzt auch einen Shitstorm ab? Affen werfen gerne mit Kot.

    • „Ich hab auch manchmal Kontakt zu Nazis, na und? Sind auch Menschen, mit den meisten kann man auch umgehen und ich hatte noch nie Probleme meine andere Meinung dort zu vertreten, im Gegenteil hatte ich schon einige sehr kontroverse aber respektvolle Diskussionen mit Neo-Nazis, huuuhuhuuu.“

      @Jens,

      nein – du bekommst keinen Shitstorm, denn den Shit hast du selber geliefert und das ist keinen Storm wert.
      Wer behauptet, kontorverse, aber respektvolle Diskussionen mit Neo-Nazis geführt zu haben, ..
      a) hat eh nicht verstanden, was respektvolle Diskussionen sind, und/oder
      b) glaubt, dass Diskussionen über den Garzustand von Grillwürstchen kontrovers und respektvoll sein können und/oder
      c) glaubt, dass eine Diskussion zwischen zwei Neo-Nazis kontovers sein kann.

      abba wie auch immer – der Glaube ist frei ..

    • mfb, warum sollte man mit Nazis nicht diskutieren können? Das macht Spaß, die meisten sind mir intellektuell nicht gewachsen und merken das schnell und hören auch zu, lassen sich sogar was erzählen. Die freuen sich richtig, wenn sie mal ernst genommen werden. Besonders stört mich immer der Rassismus. Den kann man mit einem Satz für Unsinn erklären. „Die Unterschiede innerhalb einer Rasse, sind größer als die Unterschiede zwischen den Rassen.“ und schon denkt man anders darüber. Wie will man denn sonst mit einem Rassisten umgehen? Wollen wir wieder eine Gesinnungspolizei? Bob Marley war auch ein Rassist, ein ziemlich übler sogar, obwohl er ein Mischling war, deswegen mag ich den nicht. Nazimeinungen sind meist inkonsistent und nicht sehr schwer zu zerlegen.

      Kann mir mal jemand erklären was das bringen soll, jeden in den Dreck zu ziehen, der sich mit denen abgibt? Meine Mission ist es die Mauern abzubauen und nicht noch höher zu ziehen. Ich sag euch mal was, der Kampf gegen Rechts findet auf der Straße statt, am Lagerfeuer, beim Konzert oder eben beim Grillen, da „kämpfen“ nur wenige. Da riskiert man durchaus auch mal eine dicke Lippe (weil die Bratwurst zu heiß gegrillt wurde) und sich dann dafür noch dumm anmachen zu lassen, ist schon ganz schön, na ja. Ihr könnt euch ja weiterhin angewidert wegdrehen und nach Hause gehen und dann mal ein Kerzchen anzünden, so verschwinden die dann von alleine, ganz bestimmt, man muss nur ganz dolle Händchen halten. Helfen tut das jedenfalls nicht, mit solchen Aktionen macht man sich lächerlich und verliert am Ende die Glaubwürdigkeit. Die Antifa ist ja schon gefährlicher als die Nazis selbst.

      Die Glaubwürdigkeit der BRD ist mit dem NPD-Verbotsverfahren und der NSU-Affäre eh dahin. Die meisten Redelsführer waren vom Verfassungsschutz „angeworben“, also ist es ein Bauernfängerverein der Regierung. Nun müssen sie Akten schreddern und haben alle Mühe den Betrug zu vertuschen. Das erklärt auch, warum nach der Wende sofort rechtsradikales Gedankengut im Osten auftauchte. Ich glaube der BRD kein einziges Wort mehr und den Medien auch nicht, nicht eine Silbe und damit bin ich nicht alleine. Das haben sie nun von ihrem „Kampf gegen Rechts“ und für „Freiheit und Demokratie“, nur die Deutschen sind doch nicht ganz so dumm für wie man sie verkaufen wollte. Sie haben die BRD so weit runtergesaut, dass sie nun klar zur Übernahme ist. Ich denke aber, dass die Leute dann doch lieber die Linke wählen als die NPD.

      @Chaim, mein Respekt gegenüber den meisten Journalisten und Politikern ist ganz weit im Keller. Für mich sind das Menschen von unterstem Niveau, lügen und hetzen für Geld und für Chaos und das den ganzen Tag, da dreht sich mir alles um, Entschuldigung. Griechenland, Syrien einfach nur widerwärtig das Geschmiere. Nein, nicht Entschuldigung es ist genau das was ich da denke, dressierte Affen werfen mit Kot. Steht manchmal als Warnschild im Zoo, müsste also auch vorne als Warnhinweis auf die Bild-Zeitung und die anderen Hetzblätter. Die Journalie benimmt sich wie eine Horde Paviane. Da habe ich vor Nazis noch mehr Respekt, die sagen wenigstens was sie denken und nicht nur das was andere hören wollen.

      Ich gehöre halt auch nicht zu den Leuten die sich von anderen vorschreiben lassen, was sie zu denken und zu fühlen haben. Ja ich weiß, so was ist ganz schrecklich, aber das ist mir wurscht. Käuflich bin ich auch nicht, schon gar nicht mit Geld und so bin ich halt unbequem, nicht nur für Nazis. Und sauer bin ich auch.

      PS: Ich bin Anarchist, würde mich also auch dagegen wehren, mich zu dieser „Demokratie“ zu bekennen, vielleicht grade so zu den ersten 20 Art. des GG und zu den Menschenrechten. Das sollten erstmal die Journalisten und Politiker tun und sie sollten bei „§1 Die Würde des Menschen ist unantastbar“ anfangen, zu lügen oder belogen zu werden ist Menschen-Unwürdig. So was kommt von so was.

      Eine Konzerndiktatur (Energiewende? Ja, aber bitte nur mit den Großkonzernen, was wiedermal eine völlige Verschwendung und verpasste Chance wird) als Demokratie zu verkaufen hat schon was abenteuerliches. Dass die Leute nun nicht in Massen zu Nazis werden, ist kein Verdienst der Medien oder der Regierung, sondern der Vernunft des einfachen Volkes zu verdanken, Glück im Unglück oder Pech je nach dem ob man zur Chaos-Fraktion gehört oder doch lieber Ordnung und Frieden will.

      Wo ist denn eigentlich der Bericht über Andreas Molau, ein wichtiger Funktionär und Kopf, der letztens erst die NPD verlassen hat? Das wollt ihr wohl nicht hören? Da passiert mal was positives aber es interessiert die jüdische Welt nicht. Einer weniger den man den Deutschen vorwerfen kann, schade eigentlich.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschutz-programm-frueherer-npd-stratege-andreas-molau-steigt-aus-11837796.html

    • Ach ja, ich will mal nicht so sein, weil ich ja nicht so bin. Ich kann der ganzen Lügerei und Heuchelei auch was Positives abgewinnen. Nämlich die Kreativität und die Fähigkeit zur Empathie, die man zum Lügen braucht. Das war es dann aber auch schon. Und wer seine Fähigkeit für solch schäbige wecke benutzt, braucht von mir dafür keinen Respekt zu erwarten.

      Aber die Fähigkeiten machen mir schon noch Hoffnung, sonst wäre ich doch schon lange ins nirgendwo gelaufen.

      Und noch was, hasst nur, hasst sie alle! Hasst die Juden, hasst die Nazis, hasst die Muslime und die Christen, hasst die Journalisten und die Politiker, die Bosse und die Bettler, hasst sie alle! Hasst euch, hasst eure Welt und hasst das Leben. Das ist das was die satanischen Nihilisten von euch erwarten, sie werden euch reichlich belohnen dafür.

  16. „S. Michael Westerholz schrieb:
    “Irgendwie haben die Deutschen es immer drauf, sich vor aller Welt zu blamieren: Exakt vierzig Jahre nach der palästinensischen Terroraktion auf die Olympischen Spiele in München, die elf Sportler aus Israel, einen deutschen Polizisten und fünf Attentäter das Leben kostete, ließen deutsche Sportfunktionäre in London eine Ruderin im Frauen-Achter antreten, die in engem Kontakt zu einem führenden Neonazi steht…”“

    Hat mensch der Frau persönlich etwas vorzuwerfen?
    Wenn ja – bitte erzählen.
    Ansonsten gibt es in D keine Sippenhaft.

    • „Hat mensch der Frau persönlich etwas vorzuwerfen?“

      Aber sicher.

      Wer mit Nazis, selbsterklärten Nachfolgern und Bejublern dessen, was die Welt in die größte menschliche Katastrophe aller Zeiten führte, schmust, hat kein Recht, als Botschafter/in Deutschlands, als die alle an Olympiaden teilnehmenden Deutschen zu sehen sind, aufzutreten, selbst dann nicht, wenn sie/er absolute Kings in ihrer Disziplin sein sollten.

      Kein Mensch kann fünf Jahre mit jemand gut befreundet sein, ohne zu merken, wie der politisch drauf ist, in diesem Fall extrem rechts. Akzeptiert frau/man das, muss sie/er auch mit den Konsequenzen leben.

      Es zeugt bei der „Dame“ schon von erheblicher mentaler Inkompetenz oder aber eher dem genauen Gegenteil, einem bewusstem Kalkül, sich auf Kosten der den Nazis so verhassten BRD ins Ausland kutschieren zu lassen und da dann auch noch um Medaillen in Spielen zu kämpfen, die den Wunsch nach Völkerverständigung, aber nicht Völkermord, wie ihn die braune Ideologie herbeisehnt und schon mal durchexerzierte, repräsentieren.

    • „Kein Mensch kann fünf Jahre mit jemand gut befreundet sein, ohne zu merken, wie der politisch drauf ist, in diesem Fall extrem rechts. Akzeptiert frau/man das, muss sie/er auch mit den Konsequenzen leben“

      Genau, genau unglaublich, daß“ Konkret“ Leute nicht bestraft wurden. Mit wem war die Meinhof denn zusammen, Jahre, der muß die Kosequenzen tragen. Meiner persönlichen Meinung nach sind die Kinder auch strafbar. Schreiben jetzt bei der Achse! Unglaublich!

    • @mfb
      „Hat mensch der Frau persönlich etwas vorzuwerfen?“

      Nun, offensichtlich hat sie selbst wegen ihrer Kontakte zur rechten Szene als Polizeianwärterin im September 2011 „um ihre Entlassung aus dem Vorbereitungsdienst gebeten.“ (Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/drygalla-innenministerium-wusste-von-angeblichem-nazi-umfeld-a-848128.html)

      Abgesehen, dass man sich zu „Freundschaften“ zu denjenigen, deren Ideologie offen auf die physische Vernichtung Anderer ausgelegt ist, seinen Teil denken kann, sahen Polizei und Sportlerin nach Gesprächen wohl keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit.

      Vielleicht fragen Sie einfach die zuständigen Beamten, was der Frau vorzuwerfen ist?

    • @efem,
      in meiner Jugend – langlang ists her – hab ich ziemlich deutlich und offensiv gegen das Berufsverbot für Kommunisten gekämpft. Auch wenn ich selber diese Weltanschauung für ziemlich idiotisch hielt .. und immernoch halte .. warum sollte ein solcher Mensch nicht Postbote sein .. oder Olympiateilnehmer.
      Und wenn ich heute auf die NPD sehe, dreht sich mein Magen um. Doch wenn ich an mein Engagement für KPDler denke, darf ich dann die gleichen Rechte für NPDler verweigern, nur weil es mich zum Kotzen bringt?
      Und nun ne STufe tiefer ..:
      Darf ich, darfst du, darf der Staat familiäre Bindungen (genetischer oder libidöser Art)politisch werten und sanktionieren???
      Kommt mir fast vor wie „Halbjude“, „Vierteljude“ ..

      ´.. also ich mag da nicht ..

    • @ mfb

      Sehe gerade deinen Beitrag mit

      „Darf ich, darfst du, darf der Staat familiäre Bindungen (genetischer oder libidöser Art)politisch werten und sanktionieren???“

      Zuvor meintest Du, du habest dich gegen Berufsverbote für DKPler gewandt. Die Berufsverbote betrafen aber alle, bei denen angeblich Zweifel an ihrer Verfassungstreue bestünden, da sollte mensch schon konsequent sein beim Protest gegen solches Mißtrauen von Staats wegen und sich für alle davon Betroffenen eingesetzt haben.

      Aber nun zu dem Einkopierten. Das war nicht „der Staat“ oder irgendwer wie du und ich, der einer mit einem Top-Nazi eng Befreundeten nahe legte, der Olympiade den Rücken zu kehren. Vielmehr stand das im Einklang mit dem DRV, der u.a. diese Erklärung herausgab:

      > „Frau Drygalla hat am Ende unseres Gesprächs erklärt, dass sie das Olympische Dorf verlassen wird, um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen. Der Deutsche Ruderverband begrüßt diese Entscheidung.

      DRV-Sportdirektor Mario Woldt: „Wir begrüßen den Schritt von Nadja, deren Wettkämpfe beendet sind.“ <

      http://www.rudern.de/nachricht/news/2012/08/03/erklaerung-des-deutschen-ruderverbands-zur-abreise-von-ruderin-nadja-drygalla/

      Alles andere ist haltlose Spekulation, wobei kaum jemand bis drei Zählende/r es gutheißen dürfte, wenn in die per se rassistische und schlicht nazistisch orientierte, jede Demokratie ablehnende braune Szene irgendwie Verstrickte das demokratische Deutschland in internationalen Wettkämpfen mit vertreten.

      Das anschließende Handeln der Ruderin, die sich nicht sträubte, ist anzuerkennen, keine Frage – nur: darauf hätte sie kommen sollen, bevor sie teilnahm. Übrigens soll ihre Einstellung, die wohl doch nicht so politisch unangreifbar war/ist, wie manche behaupten, einer anderen teilnehmende Ruderin zufolge ein "offenes Geheimnis" bei der Achter-Besatzung gewesen sein (kam in den WDR-Nachrichten, deshalb ohne Beleg).

      Vielleicht ist ja was dran, dass ihr Freund sich aus der Szene lösen möchte. Aber. Solche Verlautbarungen hat es schon öfters gegeben lediglich als Schachzug, oder die Zwänge erwiesen sich anschließend doch als zu machtvoll, denn die sind nicht die einer normalen Bindung, die mensch ohne Weiteres beenden kann.

      Jede/r ehrliche Aussteiger/in ist ein Gewinn für dies Land, und es gereicht ihm/ihr bei der Mehrheit der Menschen hier bestimmt nicht zum Nachteil, ganz im Gegenteil. Können beide den Ausstieg glaubhaft machen, steht einer weiteren Teilnahme bei dem Achter nichts im Wege.

    • @efem,

      „Zuvor meintest Du, du habest dich gegen Berufsverbote für DKPler gewandt. Die Berufsverbote betrafen aber alle, bei denen angeblich Zweifel an ihrer Verfassungstreue bestünden, da sollte mensch schon konsequent sein beim Protest gegen solches Mißtrauen von Staats wegen und sich für alle davon Betroffenen eingesetzt haben.“

      Abba als ich mich dafür stark machte, ‚traf‘ es nur die’linke Extreme .. „geht doch nach drüben“ .. die ‚Rechte“ wurde vdamals noch folkloristisch heimatverbunden angesehen.

      „Alles andere ist haltlose Spekulation, wobei kaum jemand bis drei Zählende/r es gutheißen dürfte, wenn in die per se rassistische und schlicht nazistisch orientierte, jede Demokratie ablehnende braune Szene irgendwie Verstrickte das demokratische Deutschland in internationalen Wettkämpfen mit vertreten.“

      Kann ich grundsätzlich teilen – ABER – in meinem Darm rumort da halt die Erinnerung, dass jemand, der .. wie auch immer wirre – Gedanken zur Sozialisierung der Umwelt hegte, nicht mal das Deutschland in nationalem Briefverteilungswesen mit vertreten durfte. Immerhin fragte – mir zumindest nicht bekannt – niemand nach der „Beischläferin“ des Briefzustellers.

      Nein – es muss Grenzen der Gesinnungsschnüffelei geben .. sogar gegen Neonazis .. ansonsten ist eine ‚liberale‘ Gesellschaft unglaubwürdig.

  17. @S. Michael Westerholz
    Die Aufarbeitung der Entwicklung der Rechtextremen-Szene, die aus der zusammenbrechenden DDR entstanden, wäre durchaus interessant und notwendig.
    Es gibt da einige Lücken und man findet recht wenig über sich ab den 80 Jahren zu entwickelnden Szene, da es offiziell keine Rechten gab.
    Das Problem mit Rechten wurde wie von Ihnen erwähnt sehr diskret gehandhabt und wenn nur in der Regel von der Stasi abgewickelt. Darum liegen auch viele Sachen im Dunkeln und einige Aktivität von Rechten, wurden oft als jugendliches Rowdytum abgetan.

    Hier noch ein Link zum Thema, der ein paar Ereignisse von Damals ganz gut dokumentiert und vielleicht interessiert:

    http://www.antifa-nazis-ddr.de/index.php

    MFG und besten Dank für persönliche Antwort.

  18. S. Michael Westerholz schrieb:
    „Irgendwie haben die Deutschen es immer drauf, sich vor aller Welt zu blamieren: Exakt vierzig Jahre nach der palästinensischen Terroraktion auf die Olympischen Spiele in München, die elf Sportler aus Israel, einen deutschen Polizisten und fünf Attentäter das Leben kostete, ließen deutsche Sportfunktionäre in London eine Ruderin im Frauen-Achter antreten, die in engem Kontakt zu einem führenden Neonazi steht…“

    Nein wie ist das doch entsetzlich und wie typisch deutsch mal wieder.

    Jetzt sollte Israel aus Protest gegen diesen deutschen Antisemitismus umgehend die Olympiade boykottieren und alle jüdischen Sportler heim nach Eretz abkommandieren.

    Bevor ein Herr Westerholz oder die Antifa oder die deutsche Schlafzimmer-Gestapo bzw. -Stasi diesen israelischen Sportlern noch in die Unterwäsche schaut, ob die vielleicht schon mal mit einem Siedler in den besetzten Gebieten oder mit einem Judeo-Nazi von der Shas-Partei befreundet gewesen sind.

  19. @Ringo F.
    Sie haben natürlich Recht: Es geschah in der ehemaligen DDR. Doch wäre auch dieses Thema ausdehnungsfähig: Ich habe ab der „Wende“ einige Jahre in der soeben untergehenden, dann einstigen DDR gearbeitet. Und musste bald schon zur Kenntnis nehmen, dass es dort seit Jahren schon Neonazi-Erscheinungen gegeben hatte. In den Stasi-Unterlagen findet sich darüber sehr viel, und wenn ich meine Sammlung der Veröffentlichungen darüber überblicke, muss ich erkennen: die ist nicht minder erschrechend umfangreich als jene aus der Bundesrepublik vor und seit der Wiedervereinigung.

  20. Wieder mal eine unerhörte, schwer erträgliche Hetze gegen eine aussterbende Spezies, die der edlen, wahren Deutschen! Wie wohl tut da doch das deutschfreundliche Urteil eines unbeirrbaren deutschen Amtsrichters von echter deutscher Art:

    http://aargb.blogsport.de/2011/12/22/richter-bezeichnet-nazis-als-schuetzenswerte-minderheit/

    Dazu passt noch immer Tucholsky’s Gedicht:

    http://www.textlog.de/tucholsky-rosen-weg.html

    Gedichtanfang:

    „Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
    erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
    Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
    getreulich ihrer Eigenart!
    Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
    Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!“

  21. Ich könnte noch etwas hinzu setzen:
    gestern beim Nazi-Trauermarsch in Bad Nenndorf, da habe ich am Arm eines Neonazis eine tätowierte Odalrune entdeckt, die nach § 86a unter Verbot steht.Die Polizisten dirket davor erkannten dies offenbar nicht. Darauf angesprochen, reagierten sie nicht,d.h. sie sahen keinen Handlungsbedarf……. wie so oft und üblich.
    Ich werde diese Angelegenheit weiter verfolgen. Beweisfotos sind vorhanden.

    Zudem kann ich ein „Lied davon singen“, wie pernament seit eh und je Naziaktivitäten in Berlin und anderswo sowohl von politisch Verantwortlichen, Polizei, Justiz, als auch von der breiten Öffentlichkeit. gnadenlos verharmlost werden.
    Dies zieht sich wie ein roter Faden durch all die 26 Jahre meines Engagements gegen Nazipropaganda im öffentlichen Raum und betrifft alle (!!!) Bundesländer.
    Meine größten „Auszeichnungen“ sind wohl die Strafanzeigen gegen mich wegen „Sachbeschädigungen“, die ich angeblich bei der Entfernung all dieser Hassbotschaften begehe.
    Dies immer mit dem sehr guten Gefühl danach: Es ist weg, der geistige Dreck!

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