Fest verwurzelt in Israel

Der JNF-KKL e.V. erhält den Lebensraum für Mensch und Tier…

Fast 40 Grad Celsius und monatelang kein Regen. Wenn wir in Deutschland schon nach ein, zwei Wochen Hitze im Sommer stöhnen, ist diese für die Menschen im Heiligen Land vom Frühjahr bis Ende Herbst Normalität. Die Folgen sind Wasserknappheit, teils verheerende Waldbrände und die Gefahr einer fortschreitenden Verwüstung.

Der Jüdische Nationalfonds  – Keren Kayemeth LeIsrael e. V. (JNF-KKL) nimmt sich dieser Probleme an und setzt sich erfolgreich für die Natur und somit für die Menschen in Israel ein. Dazu gehören Projekte, die das Vordringen der Wüste aufhalten, die Wälder schützen, neue Waldgebiete aufforsten und Wasserquellen erschließen. Darüber hinaus kümmert sich der JNF-KKL um die Sauberkeit der Flüsse, Wälder und Parks, baut naturnahe Spiel- und Picknickplätze und informiert über Umweltschutz.

Die Arbeit schrieb bereits viele Erfolgsgeschichten. So gehören heute etwa eine halbe Millionen Bäume zum „Wald der deutschen Länder“ im Süden Israels, in der Nähe der Wüstenstadt Beer Shewa. Die Idee für den Wald entstand nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Als Zeichen der Freundschaft zwischen beiden Ländern unterstützen hier die Bundesländer die Wiederaufforstung auf zuvor Jahrhunderte lang vernachlässigtem Boden. Die Menschen in der Region nutzen den Wald für Wanderungen, zum Joggen, Picknicken und können sich in der Natur vom Alltagsstress und der Hitze erholen.

Der JNF-KKL setzt modernste Verfahren ein. Wird Boden für die landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet, um z. B. Dattelpalmen zu pflanzen, wird er mit receyceltem Süßwasser gespült. Das ist notwendig, wenn stark ausgetrocknetes Land versalzen ist. Um Wälder aufzuforsten, werden Terrassen angelegt, so dass die spärlichen Niederschläge im Winter bestmöglich genutzt werden. Zur Bewässerung setzen die Land- und Forstwirte des JNF-KKL zudem die wassersparende Tröpfchenbewässerung ein, so dass Setzlinge nur das Wasser bekommen, das sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Die Arbeit ist aufwändig und muss kontinuierlich betrieben werden. Hierfür setzt der Jüdische Nationalfonds Spenden aus aller Welt ein.

Wer sich für die Arbeit des JNF-KKL interessiert, erhält weitere Informationen im Internet unter www.jnf-kkl.de  Unter der Telefonnummer 0211/49189-0 können außerdem Materialien für Vorträge und Informationen zu Reisen, die der Jüdische Nationalfonds nach Israel anbietet, angefragt werden.

13 Kommentare zu “Fest verwurzelt in Israel

  1. @mfb:
    Man vermag sich gelegentlich des Eindrucks nicht zu erwehren, dass es Ihnen bevorzugt um eine moralische Anklage gegenüber dem demokratischen Staat Israel und seinen Bürgern geht. Dies will mir nicht als eine zwingend sympathische Grundhaltung erscheinen.

    • „Man vermag sich gelegentlich des Eindrucks nicht zu erwehren, dass es Ihnen bevorzugt um eine moralische Anklage gegenüber dem demokratischen Staat Israel und seinen Bürgern geht.“

      @Uri,
      Eindrücke können täuschen. In der Politik erwarte ich z. B. wenig Moral – egal ob in Deutschland oder Israel. Mir geht es eher um Recht bzw. um dessen Abwesenheit.

      „Dies will mir nicht als eine zwingend sympathische Grundhaltung erscheinen.“

      Diskutieren Sie nur mit denen, die gleicher Meinung und Ihnen sympathisch?
      Ich denke, es geht um Argumente, im besten Sinn um Tatsachenfeststellungen und Meinungensaustausch. Das kann ich auch mit Menschen, die bzw. deren (angebliche) Grundhaltung (wie immer die aussehen mag) mir nicht zwingend sympathisch sind.

      Vom Allgemeinen zum Konkreten ..

      Hier gehts um die jnf-kkl. Bis zum Artikel war sie mir nicht bekannt. Ich habe eine sachliche Frage gestellt, die efem mir dankenswerter Weise ehrlich beantwortet hat. Meine Frage beruhte auf der BEFÜRCHTUNG, dass die Gesellschaft sich ausschliesslich für die jüdischen Menschen in Israel einsetzt. Diese BEFÜRCHTUNG hegte ich, weil ich aufgrund der mir zur Verfügung stehenden Informationen der MEINUNG bin, dass das israelische System rassistisch handelt. Dieser MEINUNG muss sich mensch nicht anschliessen, doch sollte ein Austausch über Fakten möglich sein.
      Meine BEFÜRCHTUNG wurde durch die Antwort von efem zerstreut. Offensichtlich ist die Gesellschaft ja auch in Gegenden tätig, die überwiegend muslimisch bewohnt sind.
      Die Zusatzinformation, dass sich die Gesellschaft an der Zwangsvertreibung arabischer Einwohner beteiligt, finde ich mehr als skandalös.
      Jetzt stellt sich latürlich die Frage, ob efem mir diese Information geben sollte – Jim ist eindeutig der Meinung nein.
      Wollen Sie eine ernsthafte Diskussion oder nur Propaganda für Israel. Im ersten Fall müssen Sie es dann aushalten, dass solche nicht zwingend sympathichen menschen wie ich auch negative Fakten über Israel thematisieren und werten.

      Efem hat Fakten genannt und seine Wertung dazu: „Aber seine das rel. wenige Negative bei Weitem überwiegenden vernünftigen Aktivitäten gereichen allen BewohnerInnen Israels zum Vorteil.“

      Ich werte da kritischer, nicht aufgrund meiner ‚Grundhaltung‘ zu Israel sondern aufgrund meiner allgemeinen Grundhaltung – egal, was jemand oder etwas ansonsten tolles tut, Verbrechen bleiben trotzdem Verbrechen und sind nicht gegenrechenbar. Als drastisches Beispiel, ich lasse die Diskussion auch nicht zu, dass „Adolf“ „doch auch was gutes gemacht“ habe .. Autobahnen.

    • „… jnf-kkl in israelischen Gebieten tätig … von muslimischen Israelis bewohnt …“

      Keine dumme Frage.

      Diverse Antworten darauf, z.B. dazu, dass nach den durch Hisbollah-Raketen verursachten Waldbränden in vor Allem von Muslimen bewohnten Gebieten der KKL das wieder aufforstete, aber leider auch solche mit negativem Hintergrund, kamen hier doch schon. Beispiele zu Letzterem:

      “ „Neulich verklagte uns der Jüdische Nationalfond (KKL), weil ich neben dem Haus ein Zelt errichtet hatte“, erzählt Ali verbittert, während er sich seine Schirmmütze mit dem KKL-Wappen zurechtrückt. Weil das Haus auf den Namen seines Stammes im Grundbuch eingetragen ist, konnten die Behörden ihn nicht vertreiben. Fast der ganze Stamm wurde in ein Nachbartal umgesiedelt, denn die Regierung will das Tal zu Füßen von Jodfat im unberührten Naturzustand belassen.“

      aus: http://test.hagalil.com/2010/09/12/iftar/

      Oder, härter:

      http://test.hagalil.com/2011/08/15/negev-2/

      Zitat:

      „Obwohl vor Gericht über die Besitzverhältnisse noch nicht entschieden worden ist, übertrug die staatliche Behörde das Land dem Jüdischen Nationalfonds (JNF) zum Aufforsten, denn ein einseitiges Aufforsten schafft Fakten. Hinter dem schönen Slogan „Die Wüste zum Erblühen bringen“ versteckt sich die Absicht, den ursprünglichen Einwohnern des Negev ihr Land wegzunehmen und die Region, die von den Beduinen schon landwirtschaftlich bearbeitet wurde, unfruchtbar zu machen. Die beduinische Landwirtschaft in Al-Arakib ist den lokalen Verhältnissen angemessen, während israelische Landwirtschaftsminister am 3.3.2010 im Parlament zu den geplanten JNF-Wäldern öffentlich zugab, dass die Aufforstung zum Ziel hat, das Land zu beherrschen und dass die Bäume später vielleicht wieder ausgerissen würden. Genau das geschah bereits in nächster Nähe, um die Erweiterung der neugegründeten jüdischen Mittelstandssiedlung Giv’ot Bar zu ermöglichen.“

      Der so einzigartige und lobenswerte JNF/KKL hat leider auch Schattenseiten, und in einer Demokratie mit Pressefreiheit bleiben sie eben nicht verborgen. Warum seine Verantwortlichen nicht zu verstehen scheinen, dass darunter seine Reputation leidet und, nebenbei, die Spendenbereitschaft bei Leuten, die sowas mitbekommen, für ihn in der übrigen Welt nicht gerade gefördert ist, weiß der Sheitan…

      Aber seine das rel. wenige Negative bei Weitem überwiegenden vernünftigen Aktivitäten gereichen allen BewohnerInnen Israels zum Vorteil.

    • Danke efem für die vernünftige Antwort.

      Oki – ich habe verstanden, dass es einiges gibt, was auch tatsächlich muslimischen Israelis „vor der eigenen Tür“ hilft.

      Andererseits läßt sich jnf-kkl auch von der Regierung in die Vertreibung des arabischen Bevölkerungsanteil einspannen. Stellt sich mir die Frage: gibt es ein Verhältnis, wieviel Schlechtes eine Organisation tun darf, damit es noch vom Guten aufgewogen wird?

      Die deutschen Gelder für jnf-kkl laufen über einen deutschen Verein (siehste Uri, ich HABE die Seiten gelesen), damit der deutsche Steuerzahler schön mit bezahlt .. wie bei allen deutschen gemeinnützigen Vereinen. Auch wenn ich es toll finde, dass Wüsten aufgeforstet werden .. und davon haben nicht nur alle Israelis etwas sondern die ganze Welt .. auch wenn wir nicht zum joggen kommen, aber will ich die Vertreibung der Minderheit mitfinanzieren?

    • Keine dumme Frage.

      Na, was hab ich gesagt? Nulpe ist jetzt genau dort, wohin er wollte: Er will die durch die israelische Regierung betriebene Vertreibung der Minderheit nicht mitfinanzieren.

      Na Super.

      Die JNF-KKL ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte, und Nulpe stellt seine blöden Fragen, nun gut, soll sein.

    • Der JNF-KKL ist auf dem gesamten Staatsgebiet tätig. Natürlich nicht in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die Wälder und Parks stehen allen Menschen offen. Schauen Sie doch mal auf die Homepage. shalom

    • @ keren,

      danke für die Antwort. Ich habe auf der Homepage geschaut. Leider ist mir die Bevölkerungsverteilung in Israel nicht so präsent, dass ich daraus meine Frage selber beantworten konnte.
      Und ja – dass mit „steht allen Menschen offen“ habe ich schon verstanden.
      ABBA – stell Dir doch mal vor, eine „Gesamtdeutsche Stiftung“ baut nur Kindergärten, Freibäder und dergleichen in streng katholischen Gegenden .. sagen wir mal BaWü und Bayern. Nutz da die Aussage, steht doch allen menschen offen?

      Ich kann nur regelmässig im Wald joggen (falls ich dies denn wollte .. lol), wenn er vor meienr Haustür ist.

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