Das Dilemma Israels

Israel steht vor dem Dilemma: mit einem atomar aufgerüsteten Iran zu koexistieren und dessen Vernichtungsdrohungen tatenlos hinzunehmen, oder im Alleingang das iranische Atomprogramm zu zerstören…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2012

Die Anreicherung von Uran auf über 20 Prozent macht nur Sinn für den Bau einer Atombombe. „Daher wiederhole ich und bekräftige nochmals: Der Iran darf nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen“, so Premierminister Benjamin Netanjahu. Dieser Satz wird als offene israelische Drohung, „Kriegshetze“, „Säbelrasseln“, „Verschärfung des anti-Iran Kurses“ und als Hinweis auf israelische Militärpläne gewertet, obwohl der israelische Premier verschweigt, was er beabsichtigt.

Zahllose israelische Experten haben sich in letzter Zeit zu Wort gemeldet: Forscher, ehemalige Militärs und Politiker. Alle gestehen, weder neueste Geheimdienstinformation zum aktuellen Stand des iranischen Atomprogramms noch die heutigen Fähigkeiten der israelischen Luftwaffe zu kennen. In Israels Medien erklärten sie das Dilemma:

– Sowie Iran atomar ausgestattet ist, kann er nicht mehr bombardiert werden. Wegen der Gefahr einer Verstrahlung der Umwelt wäre er militärisch „immun“.

– Israel verfügt wegen der großen Entfernungen nur über beschränkte Mittel, über ganz Iran verstreute Atominstallationen zu zerstören. Je länger gewartet wird, desto unerreichbarer werden die von Iran in Bunker oder Berge verlegten Anlagen. Israel „rennt“ die Zeit davon.

– Die USA haben weit bessere Möglichkeit, weil näher am Ziel und mit größeren Bomben ausgestattet. Sie haben einen längeren Atem, noch ein paar Monate auszusitzen. Die USA müssten selber zum Schluss kommen, dass diplomatische Druckmittel und Sanktionen nicht fruchten und dass eine iranische A-Bombe amerikanische Interessen wie Öl und seine Verbündete unerträglich bedroht.

– In diesem zeitlichen Spannungsfeld ergibt sich für Israel ein präzedenzloses Dilemma. Der Staat Israel ist mit der Lehre aus dem Holocaust entstanden, nie wieder von den „Völkern“ abhängig zu sein, wenn es um das eigene Überleben geht. Gleichwohl befand sich Israel nie in einem Vakuum. Es  hatte immer Verbündete, die Waffen lieferten und politisch an seiner Seite standen: Sowjets, Briten, Franzosen und ab 1970 die Amerikaner. Gleichwohl fragte Israel nie, ob es sich verteidigen dürfe oder angreifen. 1991 nahm Israel Rücksicht, als es auf Raketenbeschuss aus Irak nicht reagierte, während die Bevölkerung mit Gasmasken in „abgedichteten Zimmern“ saß.

Den Iran jetzt NICHT anzugreifen bedeutet für Israel, sich amerikanischer Willkür auszuliefern. Entweder stoppen die das iranische Atomprogramm oder aber konfrontieren Israel damit, tägliche iranische Vernichtungsdrohungen tatenlos hinzunehmen und dem Funktionieren eines amerikanisch finanzierten Abwehrschirms zu vertrauen. Für ein Volk mit Holocausttrauma könnte das ein unerträglicher Zustand werden.

Gegen einen amerikanischen Militärschlag in nächster Zukunft sprechen der derzeitige Wahlkampf, die Wirtschaftskrise und schlechte Erfahrungen mit militärischen Abenteuern in Irak und Afghanistan. Die Instabilität in der arabischen Welt, besonders in Syrien, sowie die Politik der Vetomächte Russland und China, würden selbst einen erfolgreichen Schlag gegen Irans Atomprogramm zu einem Abenteuer mit unberechenbaren Folgen machen. Zudem glauben die Amerikaner offensichtlich an die Wirksamkeit der schmerzhaften Sanktionen.

Im Gegensatz zu Israel besteht für die Amerikaner keine Dringlichkeit, jetzt zu handeln. Während Israel das iranische Atomprogramm bestenfalls um ein paar Jahre hinauszögern könnte, wären die Amerikaner auch in Zukunft fähig, es nachhaltig zu zerstören.

Israelische Experten erwähnten zudem die „historische Erfahrung“, dass die USA weder Nordkorea noch Pakistan gewaltsam am Bau einer Atombombe gehindert hätten.

Der von Menachem Begin 1981 heimlich beschlossene und erfolgreiche Angriff auf den irakischen Atomreaktor Osirak bei Bagdad, ohne Rücksprache mit den USA, könne nicht als Präzedenzfall dienen, so die Experten. Ebenso der mutmaßlich israelische Angriff auf den syrischen Reaktor Al Kabir im September 2007.

Über Iran wird seit 15 Jahren öffentlich debattiert. Iran ist zudem vorgewarnt und hat seine Lehren aus der Erfahrung des Irak gezogen. Seine Anlagen sind befestigt, und israelische Kampfflugzeuge müssten unvergleichbar größere Herausforderungen meistern.

Noch existiert keine israelische Absichtserklärung, den Iran anzugreifen, und alle kursierenden Militärpläne erweisen sich als Spekulation. Es gilt, was Verteidigungsminister Ehud Barak gesagt und der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta jüngst bestätigt hat: „Noch ist in Jerusalem kein Beschluss gefallen.“

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

11 Kommentare zu “Das Dilemma Israels

  1. Das Dilemma Israels ist doch viel schlimmer. Israel steckt im Dilemma des Stärkeren. Das ist ein moralisches Dilemma. Denn eigentlich ist es so, dass Stärke verpflichtet und nicht wie im Dschungel berechtigt. Das hat man wohl noch nicht verstanden. Gerade bei dem Anspruch den man immer wieder formuliert ein demokratischer Rechtsstaat sein zu wollen, ist es doch ganz klar, dass man sich an allgemeine Regeln halten sollte. Israels Vertreter achten bei anderen immer sehr genau auf Einhaltung der Regeln, während Israel selbst oft genug Regeln umgeht oder gleich vorsätzlich missachtet und für sich ständig Ausnahmen fordert. Wer so spielt der braucht sich über den Hass nicht zu wundern, leider ist es kein Spiel.

    Israel fährt eine Politik vollendeter Tatsachen, wenn es dann Probleme gibt, meint man dann lapidar „Müßig, die Frage nach Ursachen.“ Nein, müßig ist das nicht, es würde nur in Israelkritik enden oder – Gott bewahre – in Selbstkritik, das geht nun wirklich nicht. Manchmal hat man den Eindruck Israel reagiert nur auf Gewalt. Ein rechtsradikaler Israeli ermordet Rabin und Israel wählt rechts. Ein aufgebrachter Mob geht auf sudanesische Flüchtlinge los und Israel weist die Flüchtlinge aus. Radikale Palestinenser schießen Raketen nach Israel und Israel antwortet mit Gewalt. Es scheint so, als müsste man nur Gewalt anwenden, um Israel endlich mal zu etwas zu bewegen.

    Israel läuft Gefahr sich zunehmend der Willkür der Gewalt auszusetzen und sie selbst anzuwenden. Na ja, was soll das Gerede von Gewaltspirale, über Psychologie und Soziologie weiß man hier ja scheinbar alles. -.-

    @ efem

    Die A-Bombe Israels, die es sicher hat, das ist nun ausgiebig recherchiert, ist so ein Fall von vollendeter Tatsache und ich frage mich seit einiger Zeit warum man das gemacht hat. Zur Abschreckung kann es ja nicht dienen, wenn niemand davon weiß. Also kommen nur andere Gründe in Frage, die sich dann nicht mehr so heroisch anhören. Was könnte man mit einer A-Bombe so alles anfangen, wenn keiner weiß, dass man sie hat???

    Liebermann meinte nur dazu: „Israel darf das!“ Aha, also darf Israel selbst bestimmen was es darf und es darf bestimmen was andere dürfen und außerdem darf es bestimmen wer bestimmen darf wer was darf und alles andere ist Antisemitismus und das darf man nicht. Nun befürchtet Israel Iran könnte es genau so machen, es gibt zwar keine belastbaren Beweise, dass Iran das vorhat, aber die Befürchtung reicht aus, Israel weiß ja wie leicht man die Weltöffentlichkeit täuschen kann.

    Und da zeigt sich doch die selbstgefällige und selbstgerechte „Moral“ Israels sehr deutlich und es wird immer schwieriger noch Bündnispartner zu verpflichten, weil man immer mehr erkennt, so einem Israel kann man nicht vertrauen. Es wird immer das tun was es will, Regeln und Verträge nur so lange einhalten wie es ihm selbst nutzt und wenn nicht dann eben nicht, einfach so. Waren Juden eigentlich schon immer so oder kam das erst mit dem Zionismus auf?

    Ein kleines Beispiel hier aus dem Text:

    „Der Staat Israel ist mit der Lehre aus dem Holocaust entstanden, nie wieder von den „Völkern“ abhängig zu sein, wenn es um das eigene Überleben geht.“

    Das ist doch völliger Unsinn! Israel wurde schon vor dem 1. WK geplant und direkt nach dem 1. WK fingen schon die Einwanderungen von Juden nach Palestina an und kurz darauf begann der Terrorkrieg mit den Palestinensern. „Da unten“ hat schon lange vor der Schoah die Luft gebrannt. So wird das nichts, wir sind doch nicht bei Pippi Langstrumpf, äh nee, das ist nun wieder eine Beleidigung für Pippi, die hat mit ihrer Stärke anderen geholfen und sie beschützt und nicht etwa bedroht und verjagt.

    • @ Jensi:
      „Ein kleines Beispiel hier aus dem Text:

      “Der Staat Israel ist mit der Lehre aus dem Holocaust entstanden, nie wieder von den „Völkern“ abhängig zu sein, wenn es um das eigene Überleben geht.”

      Die Betonung liegt auf MIT UND Gründung (zeitgleich mit der Lehre aus dem Holocaust).

      Ich finde schön dass Sie dies erkennen.

      Schöner finde ich :

      „Die A-Bombe Israels, die es sicher hat, das ist nun ausgiebig recherchiert, ist so ein Fall von vollendeter Tatsache und ich frage mich seit einiger Zeit warum man das gemacht hat. Zur Abschreckung kann es ja nicht dienen, wenn niemand davon weiß. “

      „die es sicher hat, das ist nun ausgiebig recherchiert…“ und „wenn niemand davon weiß.“

      Noch schöner:

      “ Waren Juden eigentlich schon immer so oder kam das erst mit dem Zionismus auf?“

      Leider, leider wurde das Philosophische Quartett im Mai abgesetzt, es gibt aber andere Möglichkeiten:

      Erklären Sie doch einfach mir hier weiter Ihre Welt. Gebe es sofort weiter:

      http://www.youtube.com/watch?v=ds01_G66b9s

  2. Es gibt Menschen, die wissen aus jahrhunderte langer Erfahrung, dass eintreten wird, was sie befürchten, die deshalb bemüht sind, das Unvermeidbare noch bevor es eintritt, abzuwenden.

    Es geht schlicht und einfach um Israels Existenz.

    Es ist erschreckend beobachten zu müssen, wie sehr sich die schlimmsten Erwartungen und Befürchtungen in Bezug auf die derzeitige Iranische Führung immer mehr konkretisieren und Schritt für Schritt zu Realitäten werden.

    Israel war in seiner Existenz bisher noch nie so bedroht wir gegenwärtig. Die schlimmsten Albträume könnten sich, wenn sich nun im letzten Augenblick nicht doch noch etwas entscheidend ändert, verwirklichen.

    Müßig, die Frage nach den Ursachen. Der Konflikt wird eindeutig und ausschließlich und vollkommen einseitig an Israel herangetragen. Man lässt Israel keinerlei Ausweg, keinerlei Alternative. Was bleibt ist konsequente Selbstverteidigung, der Kampf ums Überleben. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Diplomatisch und letzten Endes – wohl auch militärisch.

    Seit Jahren, eigentlich seit Jahrzehnten warnt Israel die Weltöffentlichkeit vor gerade eben dieser Situation und genau während eben dieser Jahrzehnte hat man seitens der Verantwortlichen die Ernsthaftigkeit dieser Problematik nicht wahrnehmen wollen, das wahre Ausmaß der sich anbahnenden Katastrophe mit eigenen Befindlichkeiten und vielfach ökonomisch egoistischer, eigener Vorteilsnahme überlagert und so verdrängt, eine möglich Lösung hinausgeschoben, bis hin zum Point of no return, wie sich nun immer deutlicher abzeichnet.

    Wer die Entwicklung im Iran seit 79 aufmerksam verfolgt hat, all die Arbeiten zum Totalitarismus bis hin zu Arendt kennt, der weiß, dass dort, inhärent, ein Mechanismus zwanghaft abläuft, sich in sich permantent perpetuiert und in seiner Destruktivität, der absoluten Negation menschlichen Lebens – durch nichts zu stoppen ist.

    Ein totalitäres Regime wie das gegenwärtige im Iran, angetreten die Vorherrschaft innerhalb der islamischen Gesellschaften zu erobern, im Besitz der Bombe, ist nicht mehr aufzuhalten!

  3. Spiel mit dem Feuer.

    Zwar weiß niemand, was der Iran eigentlich bezweckt mit seinem Atomprogramm (vermutlich will er sich unangreifbar machen), aber Panikmache, um einen Grund zu konstruieren, ihn per Kampfjets, Marschflugkörpern etc. „zu besuchen“, ist schon eine gefährliche, unkalkulierbare Sache.

    Jedenfalls braucht er m.W. kaum auf knapp 20% angereichertes Uran für Brennstäbeherstellung, der Reaktor benötigt welche mit um die 5%. Andererseits muss für eine A-Bombe modernerer Bauart 80%iges Uran genommen werden, oder Plutonium. Beides hat er nicht und kann es auch nicht produzieren in „ausreichender“ Menge in nächster und auch fernerer Zukunft, abgesehen davon, dass eine Bombe zunächst aufwändig getestet werden muss, damit sie nicht von alleine hochgeht oder auch überhaupt nicht.

    btw.: ob Nordkorea so ein Ding hat, ist unklar. Mit Hilfe einer größeren Menge herkömmlichen Sprengstoffs in einer Tiefbohrung lassen sich seismische Wellen erzeugen, die sich von denen einer gezündeten A-Bombe (in einer Bohrung) nicht unterscheiden lassen… Übrigens sind von Israel keine derartigen Tests bekannt, was Spekulationen über sein Nuklearwaffenpotential fast absurd erscheinen lässt – es sei denn, es besitzt importierte A-Waffen. Wer soll die geliefert haben???

    Netanjahu kann nur das interpretieren und auf seine Art wiedergeben, was ihm seine BeraterInnen vorkauen. Die gesamte Nukleartechnik ist bekanntlich äußerst kompliziert und ohne spezielles Studium und Praxis für „normale“ Menschen ein Buch mit sieben Siegeln, d.h. auch für PolitikerInnen (außer für die promovierte Physikerin Angela Merkel :-). Netanjahu ist vielseitig, hat Architektur und Management und Politik studiert, aber eben nicht Physik.

    Mit Inbetriebnahme des Reaktors und den ganzen Anreicherungsanlagen ist übrigens dieser Fall:

    „- Sowie Iran atomar ausgestattet ist, kann er nicht mehr bombardiert werden. Wegen der Gefahr einer Verstrahlung der Umwelt wäre er militärisch „immun“.“

    schon längst eingetreten. Es fragt sich ernsthaft, ob Israel Grass‘ „Gedicht“ Wahrheit lassen werden möchte – sicherlich nicht.

    Also bleibt eigentlich nur die Option, vorsichtig mit dem Iran Gespräche zu starten unter zunächst scheinbarer Hinnahme seiner allerdings eh illusorischen großmachtpolitischen Ambitionen. Illusorisch deshalb, weil sie gegen den Widerstand seiner Nachbarn schlicht nicht durchsetzbar sind, was er natürlich weiß, aber sowas macht sich ja gut gegenüber dem eigenen Volk: das ist die alte Leier des Nationalismus. Netanjahu scheint ebenfalls auf ihr spielen zu wollen… Worum geht es demnach? Um Machterhalt. Wie überall.

  4. Sahm zitierte Ehud Barak:
    „Noch ist in Jerusalem kein Beschluss gefallen.“

    Gesicherte Erkenntnis ist aber doch wohl: Keiner will den Krieg, nur Israel will ihn und tut alles, um ihn herbeizuführen. Und das ist eben das ‚Dilemma‘, in dem sich Israel befindet: Da in Israel wünscht man sich so sehnlich einen gross angelegten Krieg gegen die Iraner – nur selber bluten und sterben in diesem Krieg möchte man dort lieber nicht so gerne. Dafür soll dann der ganze Rest der Welt in diesen Krieg ziehen und bluten und sterben, aber die Welt will eigentlich auch nicht so gerne. Und schon gar nicht für solch einen kriegslüsternen Staat wie Israel.

    Der Schlüssel zur Vermeidung eines israelischen Angriffskrieges gegen den Iran liegt aber wohl eher in Moskau als in Washington. Könnte man sich dort in Moskau dazu entschliessen, kurzfristig die vertraglich schon ausgehandelte (und wohl auch schon bezahlte) und nach Auskunft des U.S. Aussenministeriums nicht gegen UNSC-Resolution 1929 verstossende Lieferung der russischen High-Tech S-300 Flugabwehrsysteme an den Iran zu bewilligen, wäre das doch die eleganteste Lösung des Problems. Diese rein defensiven Abwehrsysteme gehören zu den effizientesten ihrer Art weltweit, und können auch noch gegen Stealth-Bomber und Tarnkappen-Jets und ballistische Raketen und Marschflugkörper wirksam eingesetzt werden.

    Die angreifenden israelischen Jagdbomber und Kampfjets könnten dann also über iranischem Territorium wie die Moorhühner vom Himmel geputzt werden, und wenn dann erstmal der Stolz der israelischen Luftflotte zerstört am Boden liegt, und viele hunderte israelische Piloten entweder tot sind oder für Jahrzehnte in iranischen Kriegsgefangenlagern verschwinden oder sich vor einem iranischen Kriegsverbrechertribunal zu verantworten haben, dann dürfte es wohl ein Ende haben mit den Allmachtsphantasien und den Herrschaftsansprüchen und den ewigen Kriegsdrohungen aus Israel.

    Dann wäre die Welt wieder ein kleines Stück friedlicher, und wer wollte das ernsthaft bedauern.

    • „Die angreifenden israelischen Jagdbomber und Kampfjets könnten dann also über iranischem Territorium wie die Moorhühner vom Himmel geputzt werden, und wenn dann erstmal der Stolz der israelischen Luftflotte zerstört am Boden liegt, und viele hunderte israelische Piloten entweder tot sind oder für Jahrzehnte in iranischen Kriegsgefangenlagern verschwinden oder sich vor einem iranischen Kriegsverbrechertribunal zu verantworten haben, dann dürfte es wohl ein Ende haben mit den Allmachtsphantasien und den Herrschaftsansprüchen und den ewigen Kriegsdrohungen aus Israel.“

      Liebevoll ein Taschentuch reichend, sonst klebt es so, meine Meinung:

      http://www.youtube.com/watch?v=8N_tupPBtWQ&feature=related

    • Selber Moorhuhn, oder: wie schieße ich einen Sebaldius ab.

      Lesen bildet. Das englische Wikipedia zu S-300 beschäftigt u.a. sich mit dem Iran, der sowas gerne hätte oder evtl. teilweise hat.

      Und jetzt kommt der Abschuss: „Israel’s purchase of F-35 Lightning II fighters was allegedly motivated in part to nullify the threat of S-300 missiles that were, at the time the fighters were initially sought, subject to a potential arms sale to Iran.“

  5. Ich würde das nicht so wichtig nehmen. Ist ja sowieso eine MAD Situation. Bei der heutigen Sprengkraft, der Atombomben, wäre ein Angriff vom Iran natürlich auch der Untergang des Irans. Das wissen alle. Man kann sich also auf das „Gleichgewicht des Schreckens“ verlassen. Was eine viel größere Gefahr ist, sind die ja schon bekannten Pannen, von denen es nun schon Tausende gab. Die Kuba Krise war nur die Bekannteste. Und da eine aufgeklärte immer stärker anwachsende Mehrheit im Jahre 2012 Religionskriege sowieso absurd und altmodisch findet, würde ich eher auf eine Demokratisierung des Irans hinarbeiten, welche von einer sehr breiten Bevölkerungsschicht schon lange ersehnt wird. Totalitäre Regime fallen immer in sich selbst zusammen. Es ist nicht angenehm so zu leben. Also würde ich eher auf die „green revolution“ Bewegung setzen, und bis dahin sogar Handel mit Iran treiben. Sorgen sind absolut nicht nötig, eher die Sorge, dass es eine Panne gibt, das ist sehr viel häufiger der Fall.

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