Westbank: Was gehen uns die Siedler an?

Die Siedler wissen, dass das politische System in Israel zu unsicher  ist im Umgang mit ihnen. Die vergangenen Jahre haben das immer wieder deutlich demonstriert. Dieser Siegeszug der Siedler wird zudem dadurch erleichtert, dass die Mehrheit der Israelis die Siedlungen und die Verhältnisse in den besetzten Gebieten nur abstrakt und aus der Distanz wahrnimmt…

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Die Westbank ist weit weg

Moshe Zimmermann (p.86ff, Die Angst vor dem Frieden)

Etwa drei Viertel der Israelis gaben im Juli 2008 an, dass sie während der vorangegangenen fünf Jahre keine Siedlung im Westjordanland besucht haben. Als 2005 die Gemüter wegen des bevorstehenden Rückzugs aus dem Gazastreifen besonders erhitzt waren, stellte sich sogar heraus, dass 87 Prozent aller Israelis niemals eine Siedlung im Gazagebiet besucht haben. Vielleicht unterstützten vor allem deshalb zwei Drittel der Israelis diesen Rückzug – und nicht nur, weil der Hardliner Ariel Sharon den Schritt initiiert hatte.
Daraus haben die Siedler die Schlussfolgerung gezogen, man müsse, wenn die Gehirnwäsche der Fernsehzuschauer nicht ausreiche, die erpressbare Mehrheit terrorisieren, um die Politik davon abzuhalten, in Zukunft Ähnliches zu unternehmen.

Die gewalttätige Reaktion auf die Räumung des »Außenpostens« Amona in der Wüste südlich von Jerusalem im Februar 2006 oder auf den von Netanyahu Ende 2009 auf Druck des Quartetts halbherzig verordneten Baustopp in den Gebieten zeigte, wie weit die Siedler sich trauen, gegen die staatliche Macht vorzugehen, und wie erpressbar die Mehrheit der Israelis ist, auch wenn sie sich für das Schicksal der Siedler nicht sonderlich interessiert.

Die Geschichte der Siedlungen in den palästinensischen Gebieten, aber auch auf den syrischen Golan-Höhen ist ein typischer Fall der Geschichte vom Zauberlehrling: Als die ersten Siedlungen gegründet wurden, zum Teil als Wiederherstellung von nach 1948 im von Jordanien verwalteten Gebiet zerstörten jüdischen Ortschaften unweit von Jerusalem (Gush Ezion), zum Teil aus Sicherheitsgründen entlang des Jordan-Tals (Alon-Plan), glaubte die Regierung – wohlgemerkt: eine Regierung der Arbeitspartei – nicht an »Ganz-Israel« als Ziel. Eher erwartete man, dass die arabische Welt und insbesondere Palästinenser, Jordanier und Ägypter diese Gründungen als Warnung verstehen und deswegen in Verhandlungen mit Israel eintreten würden. Da aber auf dem rechten Flügel in Israel, vor allem bei den nationalreligiösen Kräften, das Konzept »Ganz-Israel« keineswegs als bloße Taktik rezipiert wurde, wuchs der Druck auf die Regierung. Die Geister die man gerufen hatte, wurde man nun nicht wieder los.

Die kurz nach dem Yom-Kippur-Krieg im Januar 1974 gegründete Gruppe Gush Emunim stellte die Regierung wiederholt vor vollendete Tatsachen. Die israelische Linke, aus historischen Gründen nicht völlig gegen den Traum von »Ganz-Israel« oder eine angebliche Pionier-Ideologie immun, gab so lange nach, bis die Regierung der Arbeitspartei im Jahr 1977 von einer Likud-Regierung abgelöst wurde und alle diesbezüglichen Dämme brachen. Der Siedlungsbau war nun keine Taktik mehr, dahinter stand die strategische Absicht, das Westjordanland bzw. die Golan-Höhen zu annektieren und die Palästinenser zu verdrängen. Nicht nur die Siedler selbst, nicht nur die sich immer stärker ausbreitende rechte Szene, sondern die jüdisch-israelische Bevölkerung insgesamt hielt das Recht auf »Ganz-Israel« und somit das Recht, überall im Land Siedlungen zu bauen, für selbstverständlich. Der Streit geht seither letztlich nur darum, ob man um des Friedens willen, das heißt zugunsten eines Waffenstillstands und regionaler Ruhe, also aus taktischen Gründen, auf Teile des Gebietes nicht doch besser verzichten sollte…

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Moshe Zimmermann
Die Angst vor dem Frieden: Das israelische Dilemma

128 Kommentare zu “Westbank: Was gehen uns die Siedler an?

  1. „Gebiet des Völkerbundsmandats für PALÄSTINA in den Grenzen von 1920 bis 1923 (orange) als ehem. VORGESCHLAGENE Heimstätte FÜR das J Ü D I S C H E Volk“

    WAS daraus letztlich alls geworden und noch zu werden scheinen MUSS??????

  2. „Gershom Gorenberg
    ist israelischer Historiker und Journalist …lebt in Jerusalem.“

    Für Gershon bleibt zu hoffen, dass er weiter in Jerushalayim leben darf, er da nicht im sog. Westjordanland zu leben drohen bzw. womöglich diesem geographisch zugeschlagen möge 😐

    die „Wurzel“ des neuerzeitlichen „Konfliktes“

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BritishMandatePalestine1920.png&filetimestamp=20070503094638

    AUFMERKSAM den Text unter der sog. „palestine“ map – G E N I A L

  3. Lieber jim
    schawua tow,
    (*husthust* 😳 )
    Deine schönen Worte ehren Dich – ganz Ehre meinerseits.
    Das Abendrot ist in Nacht getaucht – mazal u’bracha! 😀
    http://www.youtube.com/watch?v=LyqehL4n6Ic
    Guten Morgen immerdar bis 120jor saj gesunt!

    Uri,
    natürlich auch Dir -wie allen herzensguten Menschen- Glück und Segen!
    Danke Dir für Deinen Hinweis. Du kannst Dir denken, daß ich die Auffassung von Gershom Gorenberg nicht teile. Habe manche ‚kritischen Stellen‘ in dem Text gefunden, sie mögen seine dargelegte Sicht unterstützen. Diese ist von einem Idealismus getragen, der praktisch niemanden dienen wird, weder Juden noch moslemischen Arabern oder anderen Bewohnern Israels.
    Oder anders, wenn Iran die Bombe wirft (cholile!), dann sind die ‚Probleme‘ beseitigt (Und warum ausgerechnet Iran?!). Gorenberg sollte darüber mal nachdenken (denn das tut er doch) und dann nochmal seine Brüder und Schwester besuchen, dort, im Land, wo seiner Meinung nach alles liegt, was den Frieden verhindert. Er sollte ihnen bei der Aussaat helfen, beim Bauen von Häusern und Schulen, die den Frieden und die Liebe der Tora lehren…

    http://www.youtube.com/watch?v=WPPe8ZKYJz8
    Uri schojlem un saj gesunt!

    (Schawua tow ale.hem.)

  4. 😎 jim,
    „alles nur für mich, …“
    chawer, ‚für uns, alles für uns!‘
    Geteilter Pott ist doppelt hot!
    Abgesehen davon: Respekt, Mann! 😉

    °Dem Triumph ganz stumpf!°

    So seh ich voller Wonne,
    jim tritt mich in die Tonne,
    dreht den Spieß einfach um,
    ragt er hoch, ich unten dumm!

    Krabbeln mir allerlei Krabbler
    am Gesicht, dem von dem Brabbler,
    die Mücken komm’n *sss* gesummt
    piksen mir den Mund, oj bin verstummt!

    Auf dem Acker der Worte, oh Muse,
    fand ich mich wieder, und schmuse,
    mit dir, und jim, gar maor gesellt sich zu
    und geht, ist ihm doch der Siedler schmu.

    Doch jim, jachabibi!, Du bleibst uns treu
    hältst dagegen, hart ohn Scheu noch Reu!
    Denn Dich begehrt was liegt am Strand
    so springst vom Boot beim Wasserrand.

    Den Kies, chawer, den sollst Du haben,
    leg Dich rein, magst Dich dran laben!
    Am Kieselstrand magst Du Dich sonnen
    Sei’s drum! – Sei’s Dir tausend Wonnen!

    Und geht es gegen Abend, in tiefem Abendrot,
    So magst Dich nun fragen: ist da ein Verbot?
    Mit Kies ohn End im Sonnenschein so fein
    Magst fragen Dich: darf ich hier siedeln, nein?

    Sei Dir sicher, ich gönn’s Dir und komm vorbei
    will wissen vom Kieselkönig einer- oder zweierlei!
    Wo steht’s Haus und wie geht’s dem Garten?
    Wie der Frau Gemahlin, mag sie auf Dich warten?

    Sind die Kinder wohl? Spielen am Strand Piraten?
    Keine Sorgen hier, kein Arg und kein wilde Primaten?
    Laß uns runter zum Strand mit den Kieseln flanieren,
    Unsere Frauen mögen zum Abend uns Salat garnieren?

    Wir aber gönnen uns ’nen Cocktail oder drei,
    Lechayim der Sonne im Abendrot, dawai! Давай!
    Oj, ist das nicht ein Segen! Der Kies, das Meer,
    das Abendrot im Wasser rötlichgolden Glitzerheer…

    – – –
    (alternativ/’der Alptraum‘, „…what if…?“)
    doch sieh, mein Freund, sieh da am Horizont!
    Die Flotte der Mißgönner naht und ganz gekonnt
    Wer hat’s verraten der ARD und dann noch der UNO?
    Da siedelt ein Kieselkönig am Paradiesstrande, und unisono
    rufen sie: das kann nicht sein, das darf nicht, oh Besatzer!
    Das woll’n wir enden, müssen wir!, und keine Patzer!
    Da segeln wir hin, wir machen Rabatz – verlaß den Strand!
    Willst du dich weigern? Ha! Wir stell’n dich an die Wand!
    Was glaubst du wer du bist, du armer Kieselkönig-Mor
    Wir werden dir dein Platz zuweisen, ach du armer Tor!
    Meinst darfst dir einfach Salz und Sonne nehmen – verwegen!
    Mit Kiesel werfen, Sprüche klopfen, am Abendrot schön leben!
    Hast gemacht die Rechnung ohne uns, das ist die Hochmoral!
    ‚S soll dir weh tun, was willst du ein Haus?, verdammt nochmal!
    Wir werden dich raustreiben, in die Wüste sollst du hin!
    Da haste auch viel Sonne, Meer aus Sand gestreckt dahin!
    – – –
    (Nachhall)
    so sah man traurig Kieselkönig,
    den letzten Kiesel in der Hand
    zu Sand zerbröselt ist’s ohn Honig,
    ohn Milch, ojweh, kommt er zurand?
    Diese Frage, schweißgebadet, hallt noch nach,
    ojgwalt, ein böser Traum, so ganz und gar!
    Doch mehr ist’s nicht gewesen, schaum, nur gemach,
    nun wach und erleichtert, froh, ist’s Schöne wieder nah.
    (alternativ „what if…?“/Alptraum Ende)
    – – –

    Ach jim, siehste, solch Hü und Hott um den Kies auf die Pfot
    die Knete, das Moos, die Kohle, Moneten, alles nur Laster
    siehst, was ist es wert, für Dich, für mich allein und in der Not?
    Wenn’s nicht ist dort am Pokertische zum Zank um den Zaster?

    Ohne dem Zaster auf dem Tische
    lohnt sich nicht die Kartenmische
    doch ohne Mische um die Asse
    verliert der Spaß enorm an Masse!

    Ja, eine Frage habe ich an Dich und laß sie los
    Jachabibi, was soll ich allein mit all dem Moos?
    Liegt sie dort ganz ohn Dein Augenfunkeln
    worüber sollten wir dann noch lustig munkeln?

    Der ganze Sinn, die ganze Freud ohn Mangel
    Es ist doch nur die Weil am lust’gen Gerangel
    So laß uns spielen, gewinnen und verprassen
    bevor wir alles nur in Trübsals Leid verlassen

    In diesem Sinne wünsch ich Dir den Kies,
    das Moos für mich, nein, bin nicht mies!
    Du darfst nehmen für Dich die Kohle
    und ich nehm die Knete mit zur Fete

    Das wichtigste jedoch ist
    wir bauen nur kein’n Mist
    nehmen mit zum Tisch die pinkepinke
    der Mißgunst und der Gier winkewinke!

    Sei umarmt, mein alter Zocker
    sieh Dich vor, ich bin ein Mocker
    zur nächsten Rund mach leer den Tisch
    denn d’rauf da knall ich uns ’nen Fisch!

    War eben doch noch schwimmen
    so kann man allerlei gewinnen
    und nun öffne den Fisch zum guten Weinbrand
    magst staunen: der Einsatz da drin, ein Diamant!

    (Nächste Runde, oder Mittagsschlaf? 🙄 )

    Nu, nochmal ganz unlyrisch meinen Dank für den link zur ‚Jerusalem Post‘.
    Würde sagen: „we got something now to build up upon!“
    Und das ist das Gute daran, nicht wahr?

    Die Mißgönner werden weiter mißgönnen, die Hasser weiter hassen, die Mörder tun was sie tun, und wir werden sehen, daß wir sie daran hindern, denn sterben können wir alle, und werden wir. Leben aber, hm, sag ich Dir mal einen Verdacht: wer weiß es besser als „die Siedler“?

  5. maor,
    ’sporty‘ enough!
    Für’n „Troll“ (scusi, nur Zitat;) biste vielleicht doch geschmeidiger, als alien denken sollte.
    Hahaha, Glück gehabt, wollte eben erst zum Stabhochsprung ansetzen, Olympia wollte mich nicht; zuviel „arabesque“, weißte… 😈
    Nuja, eigentlich habe ich sowieso nicht viel Lust auf Menschen mit’m Stock im..,..Achja…

    Insofern, gute Parade zum Abgang! Hoff es war doppelt Freud!
    Immer geschmeidig bleiben, das Leben ist ein Witz, drum lobet es! 😛
    (bzw, und nett gesagt: „…chawerim, auf mit Gebrüll…!! 😉 😉 “)
    Was mich freut bei Dir, und haste recht, gönnen muß man können!
    Dafür a Dank, in Spaß und Ernst. Saj gesunt!

    PS/
    Wer da lebt verschmockt,
    hat sich die Freud verzockt!
    http://www.youtube.com/watch?v=LAok_JLMK90&feature=related
    😀

  6. A.mOr – einfach super!

    Bist voll ok, so viel Arbeit, wirklich klug und so sehr gelungen und alles nur für mich, …

    Danke, Chaver, schalom.

    .

    Jetzt werd ich aber nachdenklich,
    echt schade um den fetten Pott,
    wo liegt denn da der Hund begraben?
    sag, schwindelt der?
    versucht der gar mich zu bescheissen?
    Nein, sicher nicht,
    nein, nicht bei solchem Spiel!

    Obzwar – zuerst die Gschichte mit dem Adler?
    Das Spiel läuft indoor, wohlgemerkt,
    da illegal bei solchen Summen
    und auch die Schwindler die bescheissen,
    postmortem völlig ungesehn
    im Teppich oder Sack verpackt
    so besser ohne Mucks abgehn.

    Und dann das mit dem Boot?
    Seh ich mich um – nur Bäume,
    ja ganze Wälder ringsumher
    und Steine, ganz hoch aufgetürmt,
    bis zu paar tausend Metern,
    und Wasser?
    weit und breit kein Tropfen.

    Kein Meer, kein See, kein Fluss, kein Bach
    und ach – das war sehr knapp mal wieder.

    Jetzt hat mich der schon wieder reingelegt,
    beinah,
    doch sicher nicht mit mir,
    da hat er sich verrechnet,
    jetzt hier,
    Kumpan,
    schau her,
    mein allerletzter Trumpf:

    Legal report on outposts recommends authorization

    da hilft kein Schreien und kein Weinen
    kein Strampeln mit den Beinen
    kein Drohen mit dem Besen
    hier hast Dein Siedlungswesen!

    Mein Herr – ich zähl schon mal den Kies.

    (und ab in die Kulisse)

    .

  7. A.mOr,
    ich lass dir ja herzlich gerne deinen Spaß, da bin ich überhaupt nicht eng oder verschmockt, nur…
    ich für meinen Teil, steige dann aus, aus dem gar nicht ach so putzigen Kapitel „Was gehen uns die Siedler an ?“

    Aber das bringt mich auf die Idee, weshalb kein Kleinkunst-Wettbewerb nun auch auf hagalil.com – ja weshalb denn nicht? Denn auch ein Großschriftsteller oder Volkslyriker ist ganz gewiss einstmals durch „platte Provinzen“ getingelt.

    Auf denn Chaverim, auf mit Gebrüll…!! 😉 😉

  8. Uri,
    Zuckermann-Interview.
    Werde einfach mal hören und etwas mitschreiben.
    Erster Punkt, er spitzfindelt an Ariel Scharons Verständnis von „europäischen Antisemitismus“.
    Wer von beiden ist spitzfindiger?
    Er instrumentalisiert an Scharon die „Siedlungspolitik“ um sein instrumentalisieren herauszustellen, wer spielt’s Instrument besser?
    Er erfindet Zionismus ganz eigen.
    Und doch, es ward davon schon gehört, tatsächlich und eindeutig bei Antisemiten.

    Aber er ist natürlich kein „jüdischer Antisemit“ -keine Ironie!- nur intellektuell irregeführt durch sich selbst. Er hat ein „barbarisches Okkupationssystem“ ge(er)funden, und wer das anders sieht, der hat keine Ahnung von Israel, so weit ist er schon.
    Bush jr meinte neulich: „mit oder gegen uns!“
    Tja.

    An Zuckermann Mosche:
    „Es hat IMMER etwas mit den ‚Selbstbefindlichkeiten‘ zu tun, bei Dir nicht?“

    Nu, er spricht allerdings auch Dinge an, wie zB „Sicherheit von Juden im eigenen Land“ (das ist ein weites Feld!), die absolut kein Blödsinn sind.
    Auch seine Bemerkungen zum Thema „Fremdenfeindlichkeit“ in Europa und sein Hinweis auf strukturelle Ursachen dabei sind meines Erachtens vernünftig.

    Seine Ansicht zu Antisemitismus in Europa teile ich nur, wenn ich -anscheinend ähnlich wie er?- abwäge -zB in meinem Umfeld- und sagen muß, es gibt ihn und es gibt ihn nicht. Vielleicht ist es sogar so, daß der Antisemitismus aus sich selbst erklärend nicht so weit verbreitet ist, wie man hin und wieder glaubt.

    Nur, auch der „Hitlerismus“ war in der Weimarer Republik nicht weit verbreitet.
    Jene Leute jedoch waren laut und brutal, betrieben erfolgreich Agitation/Propaganda, und sie konnten viele Stimmen für ihre Sache bei den Leuten gewinnen, die letztendlich zurecht sehr unzufrieden (zB hungrig!) waren.
    Will sagen, die NsdAP wurde sicher nicht ausschließlich von „Nazis“ und/oder Antisemiten gewählt.

    Klar, am Ende zählt was hinten rauskommt.
    Man möge also sehr bedacht um die Qualität der Nahrung sein (…oder, um beim Beispiel zu bleiben, überhaupt Ernährung bei allen sicherstellen!)

    Er macht das „Problem Israels“ aus am „Palästinenserproblem“.
    Wir haben ein Problem/Probleme dort, aber er engt die Sache auf ein „Palästinenserproblem“ ein. Das ist zu kurzsichtig, und es soll wohl nur seiner Argumentation dienlich sein, die letztlich im Staat Israel einen Unrechtsstaat erkennen lassen will.

    „Israel muß sich entscheiden. Will es den Frieden oder will es ihn nicht!“ so schlägt der Hammer des Richters Mosche Zuckermann auf den Tisch.
    Das ist in anderen Zusammenhängen vielleicht einfach eine Frage, aus seiner Argumentation heraus bestätigt er nur das Bild des „Unrechtsstaat“.

    Meiner Meinung nach schlägt er in den Baum ein, der gute Frucht haben soll, er sollte lieber davon ablassen.

    Ja, ich glaube ihm, daß er sich „sorgt um sein Land“, nur möchte ich ihm auch empfehlen daran zu denken, daß seine Sorgen erst Sorgen von sich selbst sind. Inwiefern er tatsächlich aus „ideologischen“ Gründen von einem Weg der Vernunft abkam, das kann ich nicht beurteilen, dafür kenne ich den Mann und va seine Arbeit zu wenig. Aber ich wünsche ihm und uns allen, daß er sein Vermögen einsetzt für den „Unsinn“, daß es uns überhaupt noch gibt! ב“ה
    (Denn das ist eben aller Sinn!)
    Es ist ein Wunder, und ich hoffe, daß er im Herzen seine Wege nicht gänzlich verschüttet hat.

    Meine nicht so nette Bemerkung in einem meiner hervorgehenden Kommentare zu Mosche Zuckermann war impulsiv, so würde ich sicher nicht in einem Gespräch mit ihm umgehen, nu, kommt auf den Rufer im Wald an, natürlich.

    Der Punkt ist, wenn wir uns erbarmungslos bekämpfen, dann gewinnt der Kampf. Es kann aber für uns nur ein Kampf gelten der lohnt, er ist uns mit der Tora, dem Tanach gegeben, aber er kann auch im Herzen gefunden werden (und so sollte es sein, und wer kennt alle Wege?), nenne ich’s das „Licht des Lebens“.
    Die Tora selbst ist Licht, der Ausdruck dieses Lichts jedoch mag viele Gestalten annehmen, der Kern ist, das Licht trennt von Finsternis.
    So belasse ich’s mal in dieser Bildersprache.

    Wenn Mosche Zuckermann glaubt, er bekommt als Maus Frieden mit der hungrigen Katze weil er ruft: „Frieden, Frieden mit euch! Ich will doch nur Frieden!“, was soll’s?
    Nu, im Paradies, so heißt es, da wird kein Raubtier mehr seine Beute als Beute erkennen, sondern nur noch Gleichgesinnte, Freunde.

    Möge uns doch nur ein kleiner Anteil sein hier auf Erden!
    Danke Uri für den Hinweis. Saj gesunt.

  9. Mein lieber jim,
    trotz der Volltreffer: einstecken kannste, das muß man Dir lassen!
    Respekt!
    Ob’s jedoch mit’m Pott voll Moos noch hinhaut soll’n wir bald erfassen!
    Verzockt!

    Dem jim a Trimm.
    Schiffeversenken pokernd jüdisch?

    (prologue)
    Den melting pott willste haben, kein melting – kein pott!
    Du streckst die Hand umsonst, machst die Finger lang.
    Wozu, frag ich Dich, der Tisch ist leer, die Kohle fott!
    Seh Dich am Tischesrande, oj, wie er um die Moneten rang!

    (Vorhang)
    Am Siedlungswesen willste genesen,
    kühn in meinem Hemde hausen.
    Alder! Digger! Das ist’s gewesen,
    werd‘ Dir austreiben die Flausen!

    Spielen wir Poker, Katz und Maus,
    die Taler funkeln dort im Hemde,
    Katz-Mausefalle! Geh lieber raus,
    verirr Dich dort nicht in der Fremde!

    Ahoj, beim Ozeans Schweiße,
    schwimmen ist jetzt angesagt,
    Dir sei meines Hemdes weiße,
    als Segel, sei Du nicht verzagt.

    Schwupptiwupp, sei Dir ein Boot.
    Es soll Dir vortrefflich schwimmen,
    brauchst nicht fürchten keine Not,
    jedoch die Beute muß Dir entrinnen!

    Siehst: das Boot ist schwer’m Seegang gestanden,
    für Katz, für Maus und Kapitän,
    der Moneten-Pott jedoch zu schwer, verstanden?
    Da wer’n Dir wer’n naß die Zeh’n!

    (exeunt)
    So nimm Du’s Segel und schipper los ohn‘ Knete,
    auch behalt ich’s Hemd, da magst Du träumen!
    Werd hier auf Dich warten, Dir schmeißen ’ne Fete,
    Goldes Funkeln in meines Hemdes Säumen!

    (Vorhang, Tomaten, Augen zu & Obstsalat…)

    Sieh doch, der Pott ist meins!
    Die Freude doch ganz meiner Deins! 😛 )

    Nächste Runde?
    Plitsch platsch, Wasserlatscher! 😀
    (gez. „Ephraim“,
    Revanche an Jossele-Jachabibi, hab die Ehre!)

    ~ * ~

    -maor
    nicht zu verwechseln mit amor-/
    wenn de mitspielen willst, dann gewöhn‘ Dir mal die „Geschwätzigkeit“ ab, die ist wirklich fehl am Platze, Bratze!
    Willst Du teilen mit uns Spaß,
    sollst Freud uns gönnen, en masse!

    (…oder anders.
    Es ist typisch, die Leute ohne Not verstehen keinen Spaß, haben keine Freude an der Freude selbst, erfinden Dinge wie zB ‚Opferneid‘ aus Mißgunst, woll’n kein Spaß, „leiden mit“ am Leid der andern. Doch leiden sie tatsächlich nur an der Unfähigkeit zum Mitleid, tragen großes Wort in die Welt, die Herzen der Empathischen zu pulieren-manisch, ma?
    Was soll der Schmu, biste ein solcher?
    Wo ist der Witz am Galgen, yippie!, dort kann man schwungvoll hin und her schwingen, dort ist die Luft so gut! Und teuer auch, kannste nicht bezahlen, das sag ich Dir!)
    ________

    Eine Geschichte zum Frühstück.

    Von Vlad III ‚Țepeș‘ Drăculea, a id isser nit, kursiert eine Geschichte hier und dort.
    Er hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, die gierigen und mordschatzend umherschwärmenden Türken in Romenje, alle zu Befehl des Osmanensultans Eroberer, einzusammeln, um sie auf langen Pfählen hintenreingefahrn daran aufzustellen. Weil es aber zu jenen Zeiten recht viele jener Besucher des Osmanenreiches gab, hatte der „Țepeș“ („der Pfähler“) recht bald recht viele Türken am Spieß, ja, ein wahrer Wald von Türken, die ihre Reise nach Romenje mit dem langen Holzpfahl hintenrein endeten, um so, da oben an Pfahles Spitze, die letzten Züge Luft zu nehmen von Romenjes Winden zu ihrem Enden.

    Vlad hatte noch ’ne Angewohnheit, er ließ sich in diesem Wald voll Gepfählten einen Tisch aufstellen, dort nahm er kräftigendes Frühstück zu sich, wie’s scheint mit Genuß.
    Verstehe einer den Țepeș!
    Einer tat es nicht, ein Pfarrer war’s. So kam er hin zum Țepeș und frug: „Fürst, warum speist ihr hier, riecht ihr nicht den Geruch der Leichen, allüberall? Stinkt es euch nicht?“

    Der Fürst der Walachei verstand sehr wohl, was der Priester wollte, er verstand’s auf seine Weise, der Pfarrer, wie hätte er’s ahnen sollen? Hätte er? Wollte er? Mußte er?
    Müssen soll man nicht sollen wollen, muß man vielleicht mal sagen, eingestehen gar, denn eingeführt ward dem Priester ein Pfahl, ein besonders langer war’s, länger als all die anderen, und aufgestellt wurde er, den Pfarrer ganz nach oben befördernd, himmelwärts.

    Vlad Țepeș, am Frühstückstische, sah hinauf zum Pfarrer an dessen Lebenshöh es war zuende, hob sein Glas und prostete zu dem Christenmanne: „Dort oben, alter Freund, da ist die Luft viel besser! Nimm noch ein paar gute Hiebe Atemluft, Deine letzten sollen die besten sein!“
    ________

    Ja, so ging’s einst zu im alten Romenje, als ein Fürst der Walachai, den meisten heutigen bekannt als „Drakula“, bekämpfte auf seine grausame Weise die Bekehrungsversuche von Christen und osmanischen Moslems, nicht minder grausam waren sie, man glaubt es kaum, so waren die Zeiten!

    Heute, liebe Freunde, ist die Grausamkeit noch längst nicht verschwunden vom Antlitz dieser Erde!
    Doch wer den Pfarrer seine letzten Atemzüge zügen sah, der mag vielleicht verstehen, daß es besser ist, nicht dort in die Höh zu streben, die er erlangte.
    Wir sollten mit Freuden, denn kann man’s nicht versteh’n?!, gönnen den Menschen die Ruhe und den Frieden, sollten sie das Glück haben solches zu erleben, und nicht jeden und alles miestun, weil man selbst sich nur am Miestun gut tut.

    Miesmacher sind blöd!
    So isse’s, was dagegen?

    ~ * ~

    Uri anti riciano 😉
    Stimmt, hier möchte ich Uri bestätigen, sein Satz war eben nur auf die eine Person gemünzt/bzw zu mir, die ich selbst jenen zwar viel positiver einschätze (obwohl „anti“ selbst schon ein ungünstig konnotierter Begriff ist).
    Nu, es gibt doch die Weise, Du sollst nie die Hoffnung aufgeben am Menschen und seinen Willen sich zum Besser zu wandeln.
    Wir -als Jidn- mögen zwar vielen „blöd“ sein, aber blöd sind wir nicht, auch wenn es manchem der Geduld zuviel abverlangt zu sein scheint, erstens, ich habe schon Pferd(e) kotzen gesehen, und zweitens, wer aufgibt hat verlorenen ohne alles zum Besser versucht zu haben.

    Tikkun olam ist Lebensaufgabe, wir sollen nicht die Menschen aufgeben, also mindestens sehr vorsichtig nicht nur zweimal, sondern auch dreimal gucken, bevor wir jemanden „abschreiben“.
    Und können wir das?
    Unbarmherzig können wir sein, aber das Buch des Lebens schreibt jeder für sich selbst, und keiner von uns kann es abnehmen oder unterschreiben.
    Gezeichnet ohne Unterschrift, unterzeichnet unbeschriftet.

    Und euch allen hier nochmal,
    daß wir nicht vom Siedeln soweit abkommen: Siedler gesichtet!
    http://www.youtube.com/watch?v=tLPZmPaHme0
    Bodenhaftung behalten, dem Adler die Erde fest im Greif! 😯

    Und zum Abschluß, wo wir schon dabei sind,
    und bloß nicht zuviel Spaß beim Geschwatz!
    Zum Ernst der Lage: „Moral for the Orel.“
    http://www.youtube.com/watch?v=dn22M0piGhA&feature=fvst
    (sorry for the →*$)&F..kファック?%(€*← commercials!) 🙄

    😎 (exeunt) – SHAZAM ええ!
    (tribute to Adam Yauch sel.A.)
    http://www.youtube.com/watch?v=J8-mAGS-o9o
    (Vorhang.)

    Ale saj gesunt schalom!

    • Davon verstehen Materialisten nichts.

      Wie fühlt sich ein Sportler, der durch Doping Gold gewonnen hat? Selbst auf seiner eigenen Siegesfeier wird er sich einsam fühlen. Manche denken ja, es ist besonders toll und schlau, andere zu verarschen. Und wovon träumen sie Nachts? Von der Angst vor dem Erwischt-Werden und der Angst vor Rache oder Bestrafung. Aber dagegen kann man ja wieder ein paar Pillchen schlucken oder sich einen drauf runterholen.

      Wie fühlt sich ein türkischer Vater der aus Gründen der Familienehre seine Tochter hat umbringen lassen? Wie ein kleiner, mieser, dreckiger Hund, was er ja auch ist. Es wird so schmerzhaft sein, dass er niemals in seinem Leben darüber reden kann.

      Ehre ist etwas sehr persönliches und das wichtigste was ein Mensch haben kann. Denn ohne Ehre hat alles einen Preis, aber nichts mehr einen Wert. Man merkt das auch, von Mensch zu Mensch, Menschen ohne Ehre werden nicht respektiert und die die dauernd davon reden, haben meistens am wenigsten davon. Sie müssen es von anderen einfordern, weil sie es selbst nicht haben.

      Was ist ein Mensch ohne Ehre wert? Nichts, rein gar nichts! Man kann ihm niemals vertrauen, also kann man nichts mit ihm anfangen.

      A.mOr, es wird nicht am Triumph gemessen, sondern an dem Genuss des Triumphes und dem daraus entstehenden Stolz. Das kann man nicht anfassen oder drin wohnen, so etwas nennt sich ‚ideeller Wert‘. Ehre erwirbt man einzig und allein durch seine Taten, durch Rechtschaffenheit, das hat mit Auszeichnungen und offiziellen Ehrungen nicht viel zu tun. Das ist das schöne am Leben, die wichtigen Sachen kann man nicht kaufen.

      Nur weil du was besseres hast, heißt das noch lange nicht das du was besseres bist.

    • Jens,
      bin auf angenehme Weise baff, wenn ich so sagen kann.
      Nu, ich könnte natürlich an diesem und jenem herumeiern, möchte ich aber garnicht, möchte es so schön verstehen (trotz auch der Bitterkeit), wie ich’s hier lesen kann. Der Begriff „Ehre“, nu, da haste recht, daß ist vielen etwas sehr voneinander abweichendes.
      Doch Dir kann man an dieser Stelle -soweit ich’s recht versteh- zustimmen.
      Danke Dir und halte diesen hohen Wert für Dich im Kerne Deines Handelns.
      Ob es recht ist an dieser Stelle? Hab Vertrauen, dieser Wert, den Du beschreibst, ist es wert, denn tatsächlich, ‚das‘ kann man nicht kaufen!

  10. Hallo David 😉 …toleranterweise gehören gesunde Portionen an Witz und Charme natürlicherweise zur Diskussion dazu, sie doch – find ich – ausweglos verheddert erscheint …eben das Thema – Ablenkung tut gut 🙂

    Lieber Uri,
    es war …ist keineswegs meine Absicht, Ihre 😐 Deine 😉 Äußerung “über eine bestimmte, hier gelegentlich postende Person …“ in “einen allgemein politischen Kontext zu stellen“ …fernest liegt mir solches, weil zutiefst sinnentleert) …wohl eher ganz im Gegenteil, da ich JEDEN user …Mensch …dessen formuliert inhaltlichen Standpunkte, Sichtweisen auf Dinge IMMER grundsätzlich “ernst“ nehme, respektiere …jaaa und einfach gradezu wissenshungrig daran INTERESSIERT bin, eben weil eine Vielfalt an Meinungen, Ideen, Sichtweisen die Möglichkeit objektiveren Einschätzens folglich auch vorankommendes weiterentwickelndes LERNEN bietet. Mir ist es tatsächlich nicht gelungen, einen einordnenden Zusammenhang zu von Dir gemeinter “anti-Person“ herzustellen 😐 alle Kommentare zu diesem Artikel irritiert – “verwirrt“ – getrübten Blickes – rauf und runter lesend …mhm …und ehrlich schon au a bissle traurig darüber 🙁

    …“selbstverständlich absolut verwerfen“ sollte “man“ N I E M A L S etwas …es wäre eine “absolute“ Torheit mhmm “lächerlich“ …SCHÖN wäre es, wenn es irgendetwas in diesem Konflikt zu belächeln geben DÜRFTE …

    S L I C H A …lieber Uri …bleibt an dieser Stelle nur bibberndes Hoffen auf Gnade und vllt. Vergebung für – S L I C H A – schreib bitte meeehr DEINER Ideen …is ja schon fast “unheimelich“, wie Du …und auch Rika quasi “reflexartig“ im Automatismus “gefangen“ auf jim’s doch sehr HART formulierte und unrichtige Worte verweisend angwiesen scheint …er bislang leider NICHT dazu in der Lage war, diese abmildernd korrigierend RICHTIG zu stellen 🙁

    “BESATZUNG aus Sicherheitsgründen und INBESITZNAHME durch BESIEDELUNG … – zum einen ist es nach internationalem Recht??? ILLEGAL???, besetztes Gebiet zu besiedeln und zum anderen steht fest, dass diese Siedlerei, wenn sie nicht endlich gestoppt und zurückgefahren wird, Israel, aus all den bereits angeführten Gründen, SCHADET, bis hin zur Existenzgefährdung, … Den Siedlungsapologeten geht es um ganz andere Dinge als Sie hier apostrophieren, es geht ihnen schlicht darum, sich das Land, aus welchen Gründen auch immer, ANZUEIGNEN???.“

    Zutiefst ungerechte Vorwürfe – suggerierend, “Siedler“ …MENSCHEN

    “schleichen sich wie kleine Diebesbanden durch BesatzungsLande sich ILLEGAL (auf kriminellem Wege) fremdes Eigentum aneignend, klauend und inbesitznehmend“

    WELCH ein BILD??? …klischeehaft anmutend niveauarm …

    Man sollte dies NICHT so stehenlassen – finde ich – deshalb meine postings.

    Verletzend für die MEHRZAHL der Benannten (denke man an Jerusalem und drumrum) …vernachlässigbar ExtremMinderheitlichen

    “Besorgt bin ich jedoch zutiefst.“ – zweifellos, mir geht es ganz genauso

    …in diesem Sinne
    der r.

  11. Na ja… riciano,

    falls sich hier so einige geschwätzige Schwärmer nicht ganz so selbstversponnen und sentimental ‚ausflattern‘ täten, dann wär sogar ’ne gewisse Struktur zum Thema noch erkennbar… (*schnief*) 😉

  12. Guter Versuch, jim!
    Wirklich? 🙄
    “Gemeinwesen”, “Gesundheitswesen”, “Finanzwesen” …

    Hahahahaha, wenn Du Dich nicht verschrieben hättest -„Alder“, hahaha, na klar: ‚Adler‘ soll sein!- dann bräuchte ich nicht diesen kleinen Trumpf ausspielen, würd‘ Dir die Scheinchen auf die Krallen stecken, auf jede einzelne, vom kleinen Finger bis zum Daumen oder durcheinander, so wie’s paßt… 🙂
    Zu all dem, was Du einführst, habe ich zB ein klitzekleines entkräftendes oder unterstützendes -man weiß es nicht genau- Argument, pack die Tränen aus!
    http://www.youtube.com/watch?v=4rRea9qnjK4
    (wohl eher christlich interpretiert, nu, Alder ist Adler,
    und komm mir nicht mit der Geier-Leier!)

    Dein Lächeln ham wir ruckzuck wieder vorgezaubert, hab doch’n Ehrenpreis für Dich, kleiner Urlaub der besonderen Art, begleitet von den ‚Eagles‘
    http://www.youtube.com/watch?v=NUbTW928sMU
    Nu, JETZT möchte ich mal sehen wer hier schwitzt!
    Und sei extra-froh, denn mein Hemd paßt Dir sowieso nicht, allein ein einziger Schweißfleck darin lehrt Dich schwimmen! Und wenn ich Dir erst erzähle, was da sonst noch so „besiedelt“ …mmmh… :mrgreen:
    hahaha…„Adlernestwärme“ am judäischen Körper! Shazam!

    Aber wenn Du’s genau wissen willst,
    mal sehen wie hoch Dein „Gemeingesundheitsfinanzwesen“ so fliegen kann, Alder: Kondor!
    http://www.youtube.com/watch?v=-C9n_3diBeA

    Nu, Jachabibilech tajere,
    leg’n mir schon mal vor für die nächste Runde
    ( denn in dieser Sekunde
    tik-tak
    ist verlor’n die Runde
    tak-tik )

    Wer von denen steht jeweils für
    Finanz, Gemein und/oder Gesundheit?
    http://www.youtube.com/watch?v=NSEd6O0bBFs
    Nu? 😉
    Kleiner Tip: alles Siedler!

    (oj, ich kann’s riechen, säckeweise pinkepinke
    *Fingernägelkrallen kreischen über dem Tisch*
    Und komm mir nicht mit Geier, das gildet nicht! 😛 )

    Winkewinke,
    „ob der auf meine Finte reinfällt?“,
    dachte er auf dem Weg zur Pinte…

    ~ * ~

    riciano – SHAZAM! 😎
    Du und Uri, kennt ihr eigentlich „jüdisches Poker“…?

    • Guter Versuch, mein Bester, doch leider geht der Pott gleich wieder zurück und zwar – zu mir – wenn Dus genau wissen willst.

      Den Royal Flush nämlich, das mit dem Siedlungswesen, alter Kumpel, hast nämlich Du gegeben, und zwar – mir – auf die Hand, comprende?

      Denk doch mal nach – denk an das Levy-Gremium!

      Könnt mich kringeln, her mit dem Zaster, Alder, und zwar rasch, …

      .

      Kleine erklärende Nebenbemerkung als PS: Der Begriff „Alder“ ist, je nach Betonung, in positivem Sinne, unter alten Kumpel sowas wie’n freundschaftlicher Klaps, ne vertrauliche Anrede, in Ganovenkreisen, logisch.

    • nochn PS – coole Links, muss ich schon sagen, geb ich zu, paar Volltreffer dabei, okay, okay, und wegen dem Hemd, keine Sorge, nehm ichs halt als Zelt, denn rausrücken wirst Dus wohl müssen, früher oder später, versprochen.

  13. @ riciano:
    Dun zitierst meine Äußerung die ich quasi „privat“ gegenüber unserem A.mOr geäußert habe: “Damit möchte ich nichts zu tun haben. Es ist destruktiv”. Ich habe mich hierbei in einer mehr als eindeutigen Weise über eine bestimmte, hier gelegentlich postende Person geäußert, die haGalil ansonsten immer nur bekämpft und entwertet. Sie nutzt haGalil aber dennoch gerne als Werbeforum, mittels seiner polarisierenden Äußerungen. Den Satz habe ich in seiner klärenden Deutlichkeit formuliert, weil mein überaus geschätzter A.mOr mich noch einmal darum bat. Ich selbst hatte nicht mehr den Impuls, mich darüber zu äußern. Es war mir zuwider.
    Insofern hat es keinerlei Sinn, meinen Satz in einen „allgemeinen politischen“ Kontext zu stellen. Dies ist unredlich.

    Desweiteren fragst Du nach konkreten Lösungsvorschlägen für die gegenwärtig ausweglose Situation.
    Nun, ich persönlich habe keinerlei Zweifel daran, dass die Situation in den nächsten 30 Jahren, vermutlich noch viel länger, ausweglos bleiben wird. Inwieweit der demokratische Staat Israel und seine Bürger längerfristig durch diese zutiefst verfahrene Situation – an denen „die Siedlungen“ nun einmal einen großen Anteil haben (Jim hat dies vorhergehend, vielleicht auch in einem parallelen Posting, dargestellt) – Schaden nehmen werden, existentiell gefährdet sind, vermag heute niemand zu prognostizieren. Besorgt bin ich jedoch zutiefst.
    Es liegen ausreichend Lösungsperspektiven vor (die Du selbstverständlich absolut verwerfen und lächerlich machen wirst…): Die Genfer Initiative, die Papiere von Nusseibeh und israel. Kollegen, die mahnenden, solche Initiativen unterstützenden Schriften von Grossman und Amos Oz etc. etc.
    ..

  14. KEINE Antworten sind dann letztlich immer AUCH irgendwie Antworten, welche die Glaubwürdig- u. Ernsthaftigkeit der von Ihnen vertretenen sog. “2Staaten“Lösung möglicherweise zu erhöhen scheinen? …oder vllt. “grosszügigerweise“ der israelischen Regierung zögernd überlassen bleiben mag, um sich seine eigene KritikMöglichkeit sichernd im Falle von “Fehlentscheidungen“ vorsorglich erhaltend wahren zu können, zumal Biynjamin Nethanjahu und sein Regierungskabinett oft leichtfüssigerweise unsachlich bis zuweilen weltweit kollektiv mit “national“ “rechts“ u. u. u. DAFÜR adjektiviert werden.

    Offen bliebe, ob gleiche oder ähnliche Debatten im Ringen um eine wirkliche FriedensLösung auf der “anderen Seite“ ebenso stattfinden – geführt werden “dürfen“ können?

  15. jim, Rika, Uri

    Frage:

    Auf WELCHER rechtlichen Basis …Grundlage wäre eine Verteidigung Israels dann überhaupt möglich, im Falle eines 2. arabischen Staates in sog. “Palästina“ – diesmal “mittendrin“ sozusagen – bedenke man souveräne Grenzen z. B. nach Ägypten??? …STAAT wieder AUFLÖSEN, falls “net klappen sollt“???

    “Ihr glaubt, daß Israel besser dasteht, wenn es die Fehler der Vergangenheit WIEDERHOLT und dem Feind…“A.

    “Aber hier geht es ja um die SIEDLUNGEN…“ j.

    …in EU landläufig Wohngebiet …Viertel genannt …

    “ “Was ich geschrieben habe GILT.“ “ U. D.

    jim –Jerushalayim??? Mauer um die AltstadtMauer??? oder ganz weg“räumen“ da aus “WestJordanland“??? …wie praktisch dann???

    Dazu müsst Ihr doch eine konkrete Vorstellung haben??? …OHNE ignorierend auszuweichen …wegzuschweigen????

    komfortabel?

    „Damit möchte ich nichts zu tun haben. Es ist destruktiv“ U. D.

  16. Lieber A.mOr 😉 BRILLIANT ausgeführt all Deine postings – eben die Sicht der Dinge basierend auf der WIRKLICHKEIT im Hier und Jetzt – desto …umso meeehr noch glaub- und vertrauenwürdiger * toda raba *

    …ich hadere (viel zu) oft zweifelnd über meine Reflektion des „so kompliziert verfahrenen“ IST …ob vollstäbndig genug??? …objektiv??? …gerecht???

    nicht immer einfach, „durchzuhalten“ …Israel …ein ewig während „Antrieb“ – gerade und deshalb …nach all von MENSCH verursachten Katastophe!

    Die Diskussion, -sbeiträge u. -sinhalte zum Thema DIESES Artikels – finde ich – mit Abstand eine der Niveauvollsten – vergleichend jene zuvor – bescheiden an der Zahl von mir „beteiligend“ besuchten …

    pro und contra …Frage und Antwort …kontrovers ( 🙁 EINIGE kurze mehr auf meine Fragen wären noch toller …) …FRIEDLICH „streitbar“ in der Sache …insgesamt ein „guter Weg“ 🙂

    …Kompliment an ha galil …admin & Co. …gut, das es EUCH gibt …

    * BIGest * * * THAAANKs * * * for

  17. Weil wir über Moshe Zuckermann sprachen. Hier ein 15-minütiges Interview mit ihm (mit einer österreichischen Journalistin) über sein neustes Buch:
    http://www.youtube.com/watch?v=-pj9Fx2mV_E

    Wie ich gehört habe soll er Wien verlassen haben und wieder nach Israel zurückgelehrt sein. Er lehrt wohl wieder als Sozialwissenschaftler an der Uni von Tel Aviv.

  18. Mensch!, „Siedlungswesen“, alleine dieses Wort verhunzt die Angelegenheit (…und somit streiche ich mal den Punt ein: Ultimo & Ben Gurion & Der Fliegende Holländer! Alles klar? Noch ‘ne Runde?)

    Okay, mein Freund, okay.

    Und jetzt aber, Jachabibi, mein tiefst verehrtester, Du alter Zocker, jetzt lass nämlich ich sehen, da wirst Du aber schauen, Kerl, ganz heiß wirds Dir werden, unter Deim letzten Hemd, das Du nun rausrücken wirst müssen, da kenn ich kein Pardon, den Schweiß wirds Dir auf die Stirne treiben, mit zittriger Hand, ich sehs direkt vor mir, wirst Dir durchs wirre Haar fahren und Dein Blick wird flattrig und gehetzt sein, nun – „Gemeinwesen“, na was sagst jetzt, Kollege, „Gesundheitswesen“, geb ich noch eins drauf, und – „Finanzwesen“ um noch weiter zu erhöhen, damit sichs auszahlt, gell, da schaust jetzt aber, Alder, also her mit der Kohle, aber zackzack, bisschen plötzlich und zwar bar auf die Kralle, wenn ich höflichst bitten darf!

    .

  19. Lieber A.mOr:
    „Es ging mir allerdings um die Sache, der Text, den Du verlinkt hattest.
    Genau wie ‘anti’ habe ich kein Verständnis dafür, daß irgend Christen von Israeli den Boykott der Landesverteidigung fordern, während sie selbst -Zufall?- nicht den Arsch dafür hinhalten.“ – kein grundlegender Dissens. Danke!

  20. Gut, mit dem HTML hier komme ich zwar nicht klar, aber dieser dann geht an Dich, Uri! 🙂
    http://www.youtube.com/watch?v=MrOsHfZsVLk

    Mir ging es nicht so sehr um ‚anti‘, der hat schon hin und wieder diese zynische Ader, die ich nicht gerne mag.
    Zum Glück läßt er allerdings hin und wieder ganz trocken einerseits Wahrheiten andererseits Witz durchblicken, trifft’s also. Das ganze hat noch Hoffnung!

    Es ging mir allerdings um die Sache, der Text, den Du verlinkt hattest.
    Genau wie ‚anti‘ habe ich kein Verständnis dafür, daß irgend Christen von Israeli den Boykott der Landesverteidigung fordern, während sie selbst -Zufall?- nicht den Arsch dafür hinhalten.
    Die machen es sich zu leicht mit ihren Friedenstauben. Erinnert eher an Tontauben?

    Für hirnrissige Ideen (und sowieso) ist jüdisches Leben zu teuer!
    Das war alles, der Rest ist der Versuch zu Knuddeln! 😳

    So, noch einer für Dich und jim (und admin, und … 😉 )
    http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=_CHjYHwNzx0

  21. jim schalom,
    zunächst einmal möchte ich Dir meinen Patzer gestehen, daß ich mich nicht in Deine Hinweise eingelesen habe, übliche „Ausrede“, daher verzichte ich darauf; „Prioritäten“, e da.
    Danke für den Kishon, der ist einfach würdiger Meister seines Fachs, sel.A.!
    Natürlich lockern seine Worte auf, ein „Masseur beim Worte am guten Gemüt“!

    Hinsichtlich Peres ist nuneinmal so, sein Argument bei dem Interview ist, „raus aus Gasa, dann gibt’s Frieden“.
    Nu, schau Dir den „Qassam(Grad)-Ticker“ von Lila an.
    Nur zum Beispiel.

    Außerdem, ich gab Dir den Hinweis auf einen „Doppel-Artikel“ bei ‚aro1‘.
    http://aro1.com/harel-bin-nun/
    Der erste ist quasi „Konkordanz“ zu dem guten Jungen Harel Bin Nun, der von den „Friedensresistenten“ ermordet wurde, genau wie Shlomo Libman, sie waren 18 und 24 Jahre bei ihrer Ermordung.
    Das war 1998, also lang vor dem SZ-Interview mit Schimon Peres.
    Ssaj-wi-ssaj!

    Im zweiten Artikel geht’s um die israelischen Sicherheitsinteressen, Autor ist Giulio Meotti.
    Er vertritt die Auffassung, daß Israel seine Verteidigungsfähigkeit „verliert“, wenn der Staat Judäa und Schomron aufgeben würde. Diese Auffassung teile ich, allerdings wäre es mir persönlich lieber, wenn wir dabei nicht an militärstrategische Erwägungen denken müßten.
    Aber, wir müssen!
    Und Peres bringt in dem Interview ein treffendes Beispiel.
    „Gandhi hat einmal gesagt, wenn eine Katze eine Maus jagt, macht es keinen Sinn, dass die Maus eine Waffenruhe deklariert. Die Katze muss der Waffenruhe zustimmen.“
    (Nu, Du kennst wohl auch die Geschichte von dem Frosch und dem Skorpion?)

    Ja, ich bin vollkommen -als Privatmann zwar- für die israelische Kontrolle bis zum Jordangraben, mehr denn je, die „Siedler“ sehe ich nicht als „Besatzer“, sondern als Juden in urjüdischem Land, erezJissrael.
    Und wie ich schon sagte: „Die Besatzung ist tot!“, siehe Levy-Gremium.
    Es lebe Israel!

    Es wird in manchen Köpfen sich niemals ändern, bin doch selbst „Idealist“, aber eben nicht „Ideologe“, die „Siedler“ sind gute Menschen mit guten Ideen, die Mörder sind Mörder.
    Die Araber sind auch gute Menschen, aber die „panarabischen“ Ideologen erziehen ihre Kinder zu Judenhassern. Was also soll das ergeben für die Zukunft?

    Mir ist die Politik zweitrangig, selbst wenn Politik und Kultur, wie zB in Europa, sich längst zu einem „ideologischem Kauderwelsch“ in den Köpfen der Menschen zusammenfanden.
    Man nehme die Formulierung „politisch korrekt“, oder die Idee des „multikulti“ nur.
    Es geht nicht um rechts oder links, und auch nicht um die „richtige“ Religion (selbst, wenn diese sich dann ‚Atheismus‘ nennt und das mit ‚Aufklärung‘ gleichsetzt.)
    Und was ist „richtig oder falsch“?
    Letztlich muß das jeder mit seinem Gewissen (mit oder ohne Gott, wie ein jeder es bevorzugt eben) ausmachen.

    Soviel also dazu.
    Verzeihung für meinen vielleicht schroffen Ton (?) in vorhergegangenen Kommentaren, bin eben wie der Wald, bzw nah im Wasser, wobei nicht Du es warst, der hineinrief.
    Trotzdem, nicht Juden in Judäa sind und waren jemals ‚das Problem‘.
    Bin nicht bereit, die Agenda der Feinde zu übernehmen, und ich (oder wir) mache mir keine Feinde, sehe mich auch nicht als „Maus“, nur die „Katze“ -jene wenigstens- sieht das anders.
    Und das war und ist das ‚Problem‘, „hier“ gegen Juden, auf der Welt insgesamt gegen alle Friedliebenden. So sieht es aus.

    Zum Pokern, tief durchgeatmet.
    Dein Trumpf hatte Wirkung, obwohl meiner besser war. Habe zugelassen mich durch Dein „pokerface“ beeindrucken zu lassen, und Schimon Peres, ojgwalt!
    Ich mag den Mann sehr, sagen wir: einfach so. Das Interview jedoch zeigt die Schwächen, die die Geschichte seit 2005 aufdeckte.
    Die Absicht war eine gute, was sollte ich sonst von Schimon erwarten?

    Jane bezeichnete mich einmal als Barak (!), und als Wolf im Schafspelz, aber was soll ich sagen? Barak, na klar! Ist ja nicht so, als gäbe es irgendeinen israelischen Politiker, an dem kein Makel zu finden ist, man muß nur lang genug suchen…
    Gut, Scherz beiseite, Politik ist Politik, Seder ist Seder, wie dem auch sei, wenn ich traurig bin, dann erscheinen mir alle anderen Sachen, die ich in dem Moment betrachte betrüblich, wenn ich fröhlich bin, dann ist alles leichter.
    Politik ist sicher kein Feld, welches sich zu sehr an emotionalen Regungen orientieren sollte, dafür aber ist es abhängig/bedingt von anderen „Faktenlagen“, muß dem Rechnung tragen, Kompromisse müssen erzielt werden, und dabei ist wohl selten irgendwer komplett zufrieden.

    „Politiker“ bin ich nicht, aber Kompromisse schließen müssen wir alle im Leben, ist’s nicht so?
    Hier auf Kommentarebene nicht so sehr, möchte ich behaupten, daher umsomehr meinen herzlichen Dank für Dein schönes Gesicht, auch wenn wir -teils- eine Meinungsverschiedenheit haben.
    Es gelingt mir kaum, nicht emotional betroffen zu sein angesichts der Dinge, wie wir sie hier haben. Da bin ich mir wohl eher ein Ephraim! 😉
    Nächste Runde: „Siedlungswesen“, wie Du sagst, „macht solches in diesem Kontext wirklich nicht einfach“.
    Du hast recht. Warum?
    Mensch!, „Siedlungswesen“, alleine dieses Wort verhunzt die Angelegenheit (…und somit streiche ich mal den Punt ein: Ultimo & Ben Gurion & Der Fliegende Holländer! Alles klar? Noch ’ne Runde?)

    Saj gesunt, mein Freund!
    Es sind schöne Worte Deine.
    Laß es ‚Alles Liebe‘ sein!
    A.mOr. 😎 😳 😎

    PS/
    hoppa, vergessen.
    600 Jahre meintest Du im Entstehungskontext? On tanes?
    Den Abstand kann man verkürzen auf den römischen ‚Kaiser Konstantin‘ (bissl „Apostata“ noch, und dann geht’s schön kontinuierlich über ganz Europa/Nordafrika/Orient, schließlich die ganze Welt weiter. Islam ist im Gegensatz dazu von Anfang an kriegerisch offensiv erobernd; beim Christentum mußte erst noch die Symbiose mit „römischen Imperialismus“ fruchten…)

    PPS/
    was heißt hier eigentlich „zynisches Gedicht“!? 😯
    Satire!, und obwohl ich mich nicht mit Spott anfreunden mag, aber Sarkasmus lasse ich auch noch gelten (bis auf weiteres), nur Zynismus?
    Früher, da dachte ich, daß das lustig sei, denn bitter Milch ward mir gegeben, das härtet ab, aber heute ist für mich Zynismus nur kalte Überheblichkeit, bzw „bitter Selbstaufgabe möchtegern stark“, je nachdem.
    Nix gut.
    Und damit, das ausgesprochen zu haben, ist’s wieder gut! 😀

    (Hoffe, mein

    funktioniert/e…)
    😉

  22. Lieber Jim,
    wie bereits früher bemerkt: Ich stimme Dir – sowie Rika C. – 100prozentig zu. Die Siedlungen bleiben ein Hindernis auf dem Weg einer Verständigung. Ich hab nur keine Lust, hierüber immer wieder in Kommentaren zu schreiben.
    Mein verehrter A.mOr: Es tut mir leid, aber ich sehe keinen Sinn darüber, mich mit Dir über den verschrobenen „Anti“ auszutauschen. Was ich geschrieben habe gilt. Er ist ein Fanatiker, poralisiert, entwertet, macht vieles kaputt.
    Damit möchte ich nichts zu tun haben. Es ist destruktiv.
    Aber DICH lese ich immer gerne!

  23. Aber hier geht es ja um die Siedlungen, zum besseren Verständnis vielleicht noch paar weiterführende Erklärungen zu meiner persönlichen Sicht der Dinge:

    Israel ist in einem Augenblick des Stillehaltens, der Besinnung, von der Weltgemeinschaft neu gegründet worden. Als Heimat, als Nationalstaat des jüdischen Volkes. Und zwar genau dort, wo es ein Israel schon einmal gegeben hat, wo seither immer und ohne Unterbechung Juden gelebt haben, das jüdische Volk seinen Ursprung genommen hat, seit Jahrtausenden verwurzelt ist.

    Nun, das gegenwärtige Israel ist auf gesetzlicher Basis gegründet, Grundlage ist internationales Recht. Das Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes hat klare Strukturen, demokratisch, pluralistisch, Legislative und Exekutive sind selbstverständlich sekular, es ist ein Rechtsstaat, kann und darf den Weg der Rechtsstaatlichkeit nicht verlassen, das Staatsgebiet hat, auch selbstverständlich, in seinem endgültigen Umfang mit den jeweiligen Nachbarn abgestimmt zu sein.

    Das heutige Israel ist also weltlich, und damit kann auch ich mich identifizieren, bin ich zu hundert Prozent solidarisch und natürlich ist es daher auch mein Anliegen, den modernen, fortschrittlichen und durch und durch demokratischen Staat Israel, soweit es mir möglich ist, gegen jegliche Anfeindungen wie zB Leugnung des Existenzrechtes, Verweigerung des Rechtes auf Selbstverteidigung, Beleidigung und Diffamierung, in Schutz zu nehmen sowie immer wieder auf den tatsächlich unbeugsam eliminatorischen Charakter der Intentionen der Todfeinde Israels, des Extremismus, des islamischen Fundamentalismus und dessen Bestrebungen, die Gründung Israels als autonomen Staat des jüdischen Volkes nicht nicht nur nicht anerkennen, sondern mit allen je zur Verfügung stehenden Mitteln rückgängig machen zu wollen, hinzuweisen.

    Allein das Siedlungswesen, denke dabei insbesondere an solche wie Hebron und Kiryat Arba und das Verhalten deren Bewohner, A.mor, macht das mitunter nicht leichter.

    Alles Liebe

    jim

  24. hi A.mor,

    alles klar, logisch,

    trotzdem paar kleine Erläuterungen, zum einen in Hinblick auf Perez, dachte wir wären in ner heißen Pokerpartie in Bezug auf die Konnotation des Ausdruckes „Großisrael“. Da war er ein unschlagbares Blatt, der Perez, hätt ich Dir Dein letztes Hemd abgenommen, sozusagen. Zum anderen in Hinblick auf dieses kleine, zynische Gedicht: Dieses Kölner „Skandalurteil“, wie es Rika Chaval so treffend bezeichnet, betrifft doch Judentum und Islam in gleicher Weise und wegen der Jahrhunderte könnte man vielleicht sagen, dass der Islam nun auch schon bald zweitausend Jahre besteht, ich hob nischt kejn Tanes, A.mor, aber was sind denn schon 600 Jahre?

    Nun, denke, jeder weiß doch, woraus Christentum und Islam hervorgegangen sind und wie lange das Judentum schon Bestand hat und zumindest hier, denke ich, wissen auch die meisten um die Bedeutung von Or laGojim.

    Also.

    .

  25. „Selbstverständlich gehen Sie dabei nicht so p r i m i t i v vor, wie der K r i e g s v e r b r e c h e n v e r h e r r l i c h e r Rici – Sie sind intelligenter .. unbestritten. Statt dessen lenken Sie lieber von jedem Hinweis auf israelische Verbrechen ab mit dem Hinweis, dass .. “

    …ungewohnt hohe Temperaturen in EU? …yepp 😉 ein „HochDRUCKgebiet“ derzeitiger Wetterlage …meeehr unmanipuliertes H2O …weniger Aljopops …lieber mfb – sich kurz, prägnant, K L A R und unmissverständlich auszudrücken – eine Segen, wenn trefflich gelingen tut …halt nicht immer :-)) …drumherum, vorbei und zwischnedurch …Zeitverschwendung …davon haben wir allesamt viel zu wenig …

    shabbat shalom …der r.

  26. jim,
    http://test.hagalil.com/2012/07/24/westbank-12/comment-page-2/#comment-36624
    was sollte ich schon zu Schimon Peres sagen?
    Der Mann hat meinen ungeteilten Respekt, auch wenn er sehr durch manche („meiner“) Leute in der Kritik steht. Für mich gilt bei ihm erst recht, was für mich auch bei Karl Pfeifer zum Beispiel gilt.

    Dabei geht es nicht um den Respekt von einem „Spießer“, und weil das eben so „zu sein hat“.
    Bin schließlich auch ein Mensch mit Leben, und kann, auch wenn ich jünger bin, aus meinem eigenen Erfahren einen tieferen Sinn dieses Respekts herleiten.
    Die Welt/das Leben ist eben oft nicht Apfelstrudel mit Sahne im lauen Sommerwind unter Obstbäumen im Garten am See.
    Und obwohl Alter an sich ein quantitativer Wert ist, mehr oder weniger, es ist eben nicht in jedem Fall ein qualitativer Wert. Ein Mindestmaß an Respekt -mag natürlich so mancher anders verstehen was damit gemeint ist- gilt für mich vor jedem Menschen, dem Leben eben.
    Aber, wenn ich keinen Grund hätte zB Schimon Peres zu respektieren, dann würde ich das auch nicht ausdrücken. Muß aber nicht bedeuten, daß ich in jedem Fall seiner Meinung bin.
    Trotzdem, er ist „el presidente“, das ist klar!

    Das gute an dem ‚Levy-Gremium‘ ist, daß endlich dieser Hickhack -dieses Rumeiern- um das Wort ‚Besatzung‘ ein Ende gefunden hat. Auch bei den Israeli.
    Es ist natürlich klar, daß „das andere Lager“ weder dieses Gremium noch dessen Ergebnisse anerkennt, nach der Sicht mancher Leute müsse man eben Juden grundsätzlich mißtrauen.
    Dieses Mißtrauen -g*ttlob- kenne ich nicht, obwohl mein Leben mich im Umgang mit Menschen insgesamt ganz anders gelehrt hat, aber da geht’s wieder mehr um „Quantitäten“, ich bin froh um dieses Gremium, und sehe den Aspekt „Wahrhaftigkeit“ gestärkt.
    Wenn Schwindler das nicht anerkennen, so wie bislang so vieles nicht, weil sie ihre Geschichte eben eher klittern „müssen“, dann kann ich das wohl kaum ändern.
    Die „offensiven Brachialmethoden“ sind ja doch „den Anderen“ vorbehalten.

    (Rika Chaval), jim, ihr mögt eure Sicht haben zu jüdischem Leben in Samaria und Judäa, und wie es aussieht (wenigstens bei Dir, aber auch Rika Chaval erscheint mir ziemlich reflektiert), und ich nehme das ernst und mache mir meine Gedanken.
    Schließlich haben wir ein gemeinsames Ziel: die Wertschätzung von Leben!
    Für uns alle hoffe ich, daß unsere Absicht eine gute Frucht trägt. Mögen unsere Wege dorthin zu gutem Erfolg führen!

    Das einzig wirkliche „Kapital“, welches Israel in einer „Welt der Schlagzeilen“ hat, ist neben dem nackten Leben die Wahrhaftigkeit.
    (Wissenschaft und so weiter mal außen vor…)
    Nicht umsonst wird mit so großem Aufwand von den „Israelkritikern“ versucht, die Glaubwürdigkeit Israels zu untergraben und zu diskreditieren. Israel wird so oft behandelt wie ein „Paria“, in Olympia derzeit wird die israelische Mannschaft von „islamischen“ Mannschaften „boykottiert“, zuletzt haben die Nazis Juden „boykottiert“
    (‚Nahkontakt‘ gegen Juden war nur zum Schänden, Foltern, Morden hoch angesehen…Parallelen…)

    Die Diskussionen rund um das Thema „Kölner Beschneidungsurteil“ nehmen Züge einer Pogromstimmung an, von „der Weltöffentlichkeit unbemerkt“ fliegen weiter die Raketen auf Israels Süden, man wird erst wieder aus der Gegend hören, wenn Israels Verteidigung die Mörder jagt.
    Man wird wieder die Vokabeln „Vergeltung“ und „Auge um Auge“ lesen.
    Man wird wieder sicher sein, daß Israel und die Juden Monster seien. Und die Araber sind die Freiheitskämpfer, die edlen Wilden, die Fogels (sel.A.!) seien miese Besatzer!

    Ihr glaubt, daß Israel besser dasteht, wenn es die Fehler der Vergangenheit wiederholt und dem Feind (!) mit Milde versucht an den Verhandlungstisch zu bekommen, und Land abgibt, welches urjüdisches Land ist, und die heiligen (bzw historischen) Stätten des Judentums den Leuten überläßt, die nichts besseres damit anfangen „können“, als es zu schänden und zu zerstören.
    Und den Arabern würde es dann natürlich viel besser gehen, wenn es Israel einfach nicht mehr gibt?
    Wer quält die Araber? Und wer erzieht arabische Kinder zu Hassern?

    ~ * ~

    http://test.hagalil.com/2012/07/24/westbank-12/comment-page-2/#comment-36621
    „Deutsches Wesen
    lässt
    endlich jetzt nach hunderten von Jahren
    Islam und Judentum genesen,
    wenn nötig per Gerichtsbeschluss!“

    Scusi jim, der Satiriker kann damit nichts anfangen. Schätze, der ist übers Ziel hinausgeschossen, so daß nun alle Absurdität beinahe nur noch bitterer Galgenhumor zu sein scheint.
    Für mich zB, ich weiß nicht, woher diese Worte stammen (außer von Dir), und ich weiß auch nicht, was >„hunderte von Jahren“ in Gleichstellung von Juden und Moslems am Deutschen Wesen> zu bedeuten haben sollen, außer eben Absurdität.
    Vielleicht bin ich momentan „blind“ für den tieferen Sinn dieser Sache?
    In dem Fall würde ich gerne Deine Erläuterung lesen dazu…

    …nächste Woch…
    Schabat Schalom.

  27. Ich les es erst jetzt:
    @ „efem
    @ Karl Pfeifer:
    ” … … ich sollte nicht mehr posten … …”
    Sonst noch was? Hiergeblieben! Bitte.“
    Ja, korrekt, wichtig: HIERGEBLIEBEN! BITTE!
    Und auf den wunderbaren Film von Thomas Schmidinger, Mary Kreutzer und MitstreiterInnen über Sie kann nicht oft genug hingewiesen werden! Er ist ja hier gleich zwei mal rezensiert worden.
    Und noch was: Wie ich vernommen habe (für unsere Verschwörungstheoretiker: gewiss vom Mossad ;-)) schreiben Sie gegenwärtig an Ihrer Autobiografie! Wenn Sie denn – hoffendlich!!! – 2013 erscheint: Ich schreib auf jeden Fall eine Rezension. Oder gleich zwei. Versprochn 😉

  28. Lieber Herr Pfeifer,
    herzlichen Dank für die Klärung!
    Ja, mir war daran gelegen, dass der nicht so informierte Leser Zimmermann und Zuckermann nicht durcheinander wirft.
    Zuckermann wirkt doch gegenwärtig – sofern mein Informationsstand noch aktuell ist – bei Ihnen in Wien.
    Er hält es offenkundig für seine vorrangige politische Aufgabe als Marxist, auf allen möglichen antiisraelischen Prapagandaveranstaltungen (Stop the wall etc.)aufzutreten, jegliche Berührungstabus sind ihm offenbar fremd.
    Sie schreiben: „Aber vielleicht haben Sie recht Uri Deganja und ich sollte nicht mehr posten, als Journalist und auch sonst habe ich ja genug Arbeit.
    Ja, ich habe auch gelegentlich Zweifel daran, dass diese Leserpostings einen Sinn ergeben. Aber ich wollte Sie wirklich nicht davon abbringen!

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