Eine höfliche Frage

Der Sozialdemokrat Darabos erklärte heute der Presse, „Lieberman ist unerträglich“…

Von Karl Pfeifer

Unabhängig davon, ob der israelische Aussenminister tatsächlich unerträglich ist oder nicht stelle ich nur eine Frage.

Hat der Herr Darabos schon Ähnliches über andere ausländische Politiker gesagt? Zum Beispiel über den slowakischen Rechtsextremisten Jan Slota als dieser
mit seinem Genossen Robert Fico gemeinsam in einer Regierung  war.

Ich kann mich nicht daran  erinnern.

15 Kommentare zu “Eine höfliche Frage

  1. Deutsche Touristen einer Nikkreuzfahrt besuchen den Assuan-Staudamm.
    Zeitpunkt: vor den letzten Knesseth-Wahlen. Der Türsteher aus Moldawien ist noch in der Opposition.
    Die Fremdenfüherin erwähnt, daß ein Nachbar im Norden (hört,hört) damit droht den Assuan-Staudamm zu bombardieren. Es war der meschuggene Herr Liebermann.
    Der deutsche Tourist schweigt betroffen. Wie hätten französische oder italienische Touristen reagiert?
    Welch eine Demokratie? Statt ins Aussenministerium hätte man den Faschisten Liebermann in die Psychiatrie einweisen sollen.

  2. Ich pflichte Minister Darabos bei und lächele milde über die längst erwartete Stellungnahme des nach dem Tode des Namensgebers moralisch und ethisch völlig heruntergekommenen Simon-Wiesenthal-Zentrums.
    Rechtsextremer Lieberman hat durch die Rolle Israels im größten und ältesten ständigen Krisenherd seit dem Ende des WW II einen unvergleichlich größeren negativen Einfluß auf die Welt als ein Slota in der unbedeutenden Slowakei. Lieberman ist nicht nur ein faschistoider Extremist, er ist auch ein intellektueller und professioneller Schandfleck am israelischen Kabinettstisch, obwohl er unter seinen seltsamen Kollegen gar nicht mehr auffällt … 

  3. Natürlich sehe ich die Analogie. Slota ist ein rassistischer Politiker in unseren Nachbarland Slowakei, der sich vor ein paar Jahren in einer Regierungskoalition mit dem Sozialdemokraten Robert Fico befunden hat.
    Damals habe ich nichts von Herr Darabos dazu gehört. So schaut der doppelte Maßstab des Herrn Darabos aus.

  4.  
    Mir ging es aber in diesem Fall darum, ob Darabos sich schon je so geäußert hat über den Ungarnfresser J. Slota.
     
    Keine Ahnung. Sehen Sie eine Analogie? 
     
     

  5. Über die skandalöse Haltung der SPÖ zum Fall Martin Graf habe ich hier geschrieben. Mir ging es aber in diesem Fall darum, ob Darabos sich schon je so geäußert hat über den Ungarnfresser J. Slota.
     

  6. Da ich kein Aussenminister bin, halte ich die Unerträglichkeit für mich gegeben.

    Darabos hat allerdings einen wahrscheinlich völligen Knall:

    Israel war in dem Interview eine von mehreren Sachen, da könnte er sich gar nicht einmischen! Er schickt nämlich seine Soldaten Korridore in Syrien zu schützen und natürlich nach Mali, um den Ansturm auf Österreich zu unterbrechen: „Probleme, die man in Afrika löst, werden nicht in Form von Flüchtlingsströmen auf Europa überschwappen. Österreich gewinnt über den Umweg von Auslandseinsätzen international mehr Bedeutung als seiner Größe zustünde.“ Die Presse selbes Interview fett von mir

    Hoffentlich gibt es auf dem Rückweg aus den USA kein Drogenscreening.
     

  7.  
    Wirklich unerträglich ist, dass österreichs Sozialdemokraten einen Martin Graf in höchster politischer Funktion installiert und dort verbissen halten:
     
    Es ist ein Skandal sondergleichen, dass der österreichische Nationalrat punktuell von einem deutschnationalen, rechtsextremen Burschenschaftler geleitet wird.
    Martin Graf ist 3. Nationalratspräsident des österreichischen Parlaments und wurde auch von ÖVP und SPÖ ins Amt gewählt.
    Graf ist Mitglied in der Burschenschaft „Olympia“ wo Rechtsextreme Lieder wie: „Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spass erst an….“ anstimmen und nationalsozialistisches Gedankengut leben.
     
    So wurde Martin Graf 3. Nationalratspräsident
    Am 28. Oktober 2008 wurde der neugewählte Nationalrat mit der Wahl der drei NationalratspräsidentInnen konstituiert. Neben Barbara Prammer (1. Präsidentin, SPÖ) und Fritz Neugebauer (2. Präsident. ÖVP) wurde Martin Graf (FPÖ) mit 109 Stimmen zum 3. Präsidenten des Nationalrats gewählt.
    Grafs Nähe zum Rechtsextremismus war lange bekannt
    In den vorangegangenen Debatte haben die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig und Abgeordneter Karl Öllinger Grafs Gedankengut und sein Naheverhältnis zum Rechtsextremismus nachdrücklich dokumentiert. Das hinderte zahlreiche Abgeordnete von SPÖ und ÖVP nicht, ihm zum besten Ergebnis eines 3. Präsidenten seit Jahrzehnten zu verhelfen.
     

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.