Ein Antikriegsstück auf Tournee: Tzaddhik

Trauerhallen, Atombunker und KZ-Außenlager: die Spielorte des Stücks “Tzaddhik” sind so außergewöhnlich wie das Stück selbst…

“Friedhöfe für den Frieden Tournee”

März – April 2012 – Außergewöhnlich am Stück ist der Ehrgeiz, den Menschen den Weg aus ihrem ewigen Kreislauf von Ermordung und Verdrängung klarzumachen. Außergewöhnlich ist auch die Hauptfigur Tzaddhik, der in der biblischen Tradition ein Gerechter ist, dessen Handeln Gott dazu bringt, die Menschheit doch noch ins Buch des Lebens zu schreiben.

Außergewöhnlich ist das Stück selbst: eine Mischung aus talmudischem Slapstick, „entarteter“ Musik, gesprochenen Oratorien und Beerdigung. „Das Stück gehört aufgeführt, wo die von ihm angesprochenen Themen – das Ende der Menschheit und der Erinnerung – den Zuschauern sehr nahe sind“, so der Regisseur Barry Goldman.

„Nachdem ich dieses bewegende Stück gelesen hatte, wurde mir einmal mehr bewusst, was die deutsche Kultur durch die Ermordung der Juden verloren hat. Tzaddhik soll leben!“ (Tilman Spengler)

„Terry Swartzbergs Anti-Kriegs-Burleske klärt verzerrt-schaurig, wohl auch lustig, sicher aber spannend darüber auf, dass sich ein Blutfaden durch das Weltgeschehen zieht, der abgerissen werden muss.“ (Augsburger Allgemeine)

Letzte Etappe der „Friedhöfe für den Frieden“ Tournee des Stücks ist die Trauerhalle am Münchner Ostfriedhof.

Tzaddhik
von Terry Swartzberg
Regie: Barry Goldman
Musik: Ann Margaret Shaw
mit: Jürgen Bauer, Wilhelm Beck, Barry Goldman, Nirit Sommerfeld und Terry Swartzberg
am 28.4 um 16 Uhr, am 29.4 um 19 Uhr, Länge: 70 Minuten, keine Pause