Mordanschlag vor jüdischer Schule in Toulouse

Vier Menschen, drei Kinder und ein Erwachsener, wurden am heutigen Montag früh in Toulouse (Südwestfrankreich) ermordet. Es handelt sich um Schüler und Lehrer einer jüdischen Privatschule. Sie wurden Opfer einer gezielten Mordattacke, die mit einer Schusswaffe des Kalibers 11.43 ausgeführt wurde. Dieses Kaliber ist in Frankreich eher selten, außer in Kreisen der Organisierten Kriminalität…

Von Bernard Schmid, Paris

Laut bisherigen Kenntnissen war der Mörder ein einzelner Schütze, der einen Helm trug und auf einem Mofa oder Motorroller floh. Das benutzte Kaliber und die Vorgehensweise (ein Schütze auf einem Motorroller oder Motorrad) sind dieselben wie bei den beiden jüngsten Mordanschlägen auf Soldaten in Südwestfrankreich, Toulouse und Montauban, am Donnerstag vergangener Woche sowie am vorletzten Sonntag. Dabei wurden, ebenfalls mit Kaliber 11.43, insgesamt vier Soldaten ermordet: drei arabischstämmige französische Legionäre und ein schwarzer karibikfranzösischer; die verwendete Tatwaffe war bei beiden Anschlägen dieselbe. Einer der vier Legionäre hatte in Afghanistan gedient. Aber es wird vielfach vermutet, der Täter hätte angenommen, alle vier hätten sich dort aufgehalten. Denn die Einheiten, bei denen sie dienten, seien regelmäßig dort stationiert.

Denkbar ist eine Neonazi-Tat; ihr wären ein Schwarzer, mehrere „Maghrebiner“ und nunmehr auch mehrere jüdische Menschen zum Opfer gefallen, was in ein neo-nazistisches Gesamtprofil hinein passt. Aber auch die Tat eines islamistischen Terroristen, der beispielsweise „Rache für getötete Afghanen“ hätte nehmen wollen, ist gut denkbar. Im letzteren Falle hätte ein islamistischer Täter ebenfalls besonders gezielt maghrebinischstämmige Soldaten attackieren können, „weil es besonders schlimm ist, dass sie im Auftrag von Ungläubigen (in Afghanistan) andere Moslems töten“.

Präsident Nicolas Sarkozy möchte ebenso wie der Präsidentschaftskandidat der sozialdemokratischen stärksten Oppositionspartei, François Hollande, noch am heutigen Tag nach Toulouse reisen.

95 Kommentare zu “Mordanschlag vor jüdischer Schule in Toulouse

  1. @ Jango

    Ich hätte mich an mehr Personen richten können, ganz Recht, aber ich will keine endlosen Monologe schreiben.

    Es weiß doch jeder, dass die Kinder gestorben sind, weil sie Juden waren und nicht weil sie Kinder waren. Und das schmerzt uns alle. Wenn Kinder im Gaza sterben, weil Juden auf sie schießen, dann schmerzt uns das auch alle sehr.

    Dieser Konflikt gehört bereinigt und nicht auseinander gedreht, dass einem beim Lesen der Kommentare noch zusätzlich übel wird. 

     

  2. @ Shalom
           
    „Es sieht nicht gut aus, wenn Sie hier auf den Gefühlen herum trampeln. “

    Ganz genau, denn…   
      
    „Es gibt im Leben die eine Seite und es gibt auch eine andere.“

    und weiter

    „Wenn man jemanden kritisiert, dann sollte man am Herzen ein vielfaches an Liebe haben und nicht Rechthaberei.“

    Und dann frage ich sie Shalom…warum wenden sie sich ausschliesslich an eine Person hier? Nur an eine Seite hier? Der Wert eines Wortes liegt in den darauf folgenden Taten, ansonsten ist das gesagte wertlos!   
          
     

  3. @ Jane

    Mit ihren Beiträgen werden Sie das Judentum am wenigsten verändern, motivieren oder umleiten.

    Es gibt im Leben die eine Seite und es gibt auch eine andere.

    Wenn jemand das Judentum verändern will, dann muss er beide Seiten sehen.

    Ich zeige auch die vernachlässigte Seite gerne an, aber niemals vergesse ich nicht die Liebe an ihnen.

    Wenn man jemanden kritisiert, dann sollte man am Herzen ein vielfaches an Liebe haben und nicht Rechthaberei.

    Sie wissen nicht wie das ist mehr als 2000 Jahre Geschichte von Verfolgung zu haben, eine Geschichte voll mit Schwierigkeiten und vieles mehr.

    Im krassen Gegensatz dazu hat das zur enormer Leistungsfähigkeit und enormen Willen zum Überleben geführt. 

    Es sieht nicht gut aus, wenn Sie hier auf den Gefühlen herum trampeln.

     

  4. Halten Sie doch den Mund Jim – ich habe nichts angesprochen, was hier nicht zuvor explizit von anderen angeschnitten worden wäre. Allein von mir aus, hätte ich das tatsächlich nicht getan.
     
    Beschweren Sie sich bei Herrn Pfeifer.
     

  5. Absolut schlechtes timing? – absolut FALSCHER Zeitpunkt in…absolut FALSCHEM Artikel???


    Ach ja Riciano – ich habe zum einen auf eine sehr konkrete Frage von Herrn Pfeifer geantwortet – zum anderen Frau Ashton in Schutz genommen.
     
    Wer nutzt hier wieder mal sowas um ein Politikum draus zu machen und hört extra mit in kleinen Vernastaltungen, und bläht sie bar jeden Kontexs auf und benutzt die Tragödie in Toulouse dafür?
     
    Dazu muss man dann schon was sagen?

  6. @Jane & Co

    Absolut schlechtes timing? – absolut FALSCHER Zeitpunkt in…absolut FALSCHEM Artikel??? zum AUSLEBEN Eures NIEDEREN Gedanken“gut“s – statt Betroffenheit und Mitgefühl schüttet Ihr widerwärtiges Aufrechnen von Menschenleben und Euren persönlichen Hass jedweder Art über dieses traurige Ereignis, besudelt in einer unerträglichen Art und Weise Opfer und Hinterbliebene! DAS sagt sehr viel über Person und Charakter! Bei Auseinandersetzungen mit wichtigen Inhalten in GEEIGNETEREN Artikeln davonschleichen und HIER den Zampano – einen prahlerischen, der sich lautstark in Szene setzt und mit viel Tamtam Eindruck schinden will – geben – alle „Hochachtung“! ERBÄRMLICHER geht kaum …

  7.  
    Dieser Strang hier auf haGalil, ist ein Paradebeispiel für Gespaltenheit, Gefühllosigkeit, letztlich erschreckender Gefühllosigkeit.
    Man muss nicht unbedingt selbst eine kleine Schwester, einen kleinen Bruder oder gar ein eigenes Kind verloren haben, um empfinden zu können, wie es ist, wenn, ganz plötzlich, ohne jeden Anlass oder Grund, völlig unvorhersehbar, ein Kind ganz einfach nicht mehr nach Hause kommt, gestorben ist, von einem Moment, am Morgen noch in die Arme genommen, auf den anderen  – nicht mehr da ist.
    Diese Kinder sind tot. Unwiederbringlich und für immer ihren Eltern und allen die sie lieb hatten, genommen.
    Warum?
    Nur weil sie jüdisch waren!
    Es ist so abgrundtief entsetzlich, dass man das gar nicht ausdrücken kann!
     

  8. Zu den Auszügen über den ‚Entkopplungsplan‘ oben muss ich noch hinzufügen, dass dies nicht etwa mit den Palästinensern so ausgehandelt wurde – nein ISRAEL HAT BESTIMMT – wie auch weiterhin.

  9. @Jango-Jack
     
    Das was ich mit ”begreifen” eigentlich meinte, war, dass ich diese Ignoranz nicht begreifen kann welche diese Hardcorezionisten an den Tag legen, die hier im Forum gängig sind!


    Ja – da haben Sie Recht.
    Es ist grotesk, wie die ganze Lage, an der man so verbissen fest hält. Ich denke auch, dass die Lage in der junge Israelis heute groß werden völlig verrückt ist – eine verkehrte Welt sozusagen. Früher hat man in Israel wenigstens noch sehr selbstverständlich das Wort ‚Besatzung‘ benutzt und kannte die Grüne LInie und die meisten Israelis täuschten sich wohl selber über den wahren Charakter der Siedlungen hinweg und dachten ernsthaft, dass sie bei einem Friedensschluss wieder weg kommen würden – aber auch das soll mittlerweile aus dem Bewusstsein der neuen Generationen verschwinden.
     
    Aber vielleicht liegt es in der Natur der Sache, wenn man einen Weg so lange schon in die falsche Richtung gelaufen ist, dann mag man nicht mehr umkehren. Grotesk ist freilich auch, dass Deutschland, dass die USA entgegen der eigenen Waffenbestimmung, entgegen der Einsicht, dass Israel gegen das Völkerrecht eine Expansion betreibt, die zu Lasten von Menschen geht, die mehrheitlich schon einmal einer ethnischen Säuberung zum Opfer fielen und die dadurch kontinuierlich massiven Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind, dennoch an Israel in großem Stil Waffen liefert und diese auch noch mit dem Geld der Steuerzahler subventioniert. Um die schlimmsten Folgen dieser Politik zu mildern, leben die Palästinenser nun auch schon seit zig Jahren am Tropf der internationalen Gemeinschaft, die auch hier die Kosten übernimmt, welche eigentlich der Besatzungsmacht obliegen. An und für sich müsste man die Waffenlieferungen in Anbetracht der Besatzungspolitik sofort stoppen und die Kosten der Besatzung Israel in Rechnung stellen. Das wäre eigentlich das mindeste.
     
    Damit es so bleibt, klappern alle Pro-Zios vom kleinen Blogger bis hin zum Präsidenten, ordentlich mit dem Geschirr. So folgt eine ‚Empörung‘ auf die nächste und verhindert dadurch, dass man überhaupt mal zu den substantiellen Fragen durchdringt. Dieses Spiel geht jetzt schon so lange und sollte es dennoch mal ein Politiker wagen, die Dinge beim Namen zu nennen, wie kürzlich Sigmar Gabriel, dann folgt das mediale ‚Entsetzen‘ über die rethorische ‚Entgleisung‘ (mit natürlich antisemitischem Hintergrund – was sonst).


    So lange dieses Getöse seine Wirkung nicht verfehlt, werden sich nur einzelne Politiker zaghaft aus dem Fenster lehnen, und schon das braucht viel Mut. Sie stehen allzu schnell alleine da und ihre Karriere kann ernsthaft schaden nehmen, das ist hier so und in den USA ist es auch so.


    Im Prinzip beruht dieses ganze Setting auf einer moralischen Erpressung, der man sich schon lange nicht mehr beugen sollte, weil es einfach falsch ist. Die westlichen STaaten verraten damit nicht nur die eigenen Rechtsnormen, sie handeln auch massiv gegen die eigenen Interessen, denn fraglos wird sich die arabische Welt mit ihren Ölpfründen gerne anderen Global Players zuwenden, insofern sie nicht mal darauf rechnen kann, dass der Westen wenigstens die eigenen Rechtsnormen im Umgang mit der arabischen Welt auch ernst nimmt. Nicht zuletzt trägt das auch den Terror zu uns (nicht alleine auch die Feldzüge der USA und Großbritanniens).


    In diesem Zwiespalt pendelt unsere Politik, sie ist weder Fisch noch Fleisch. Deshalb unterstützt man Israelis UND Palästinenser – man mag sich nicht entscheiden, die eigenen Rechtsnormen endgültig über den Haufen zu werfen, aber sie konsequent umzusetzen, das kommt im Falle Israels halt auch nicht in Frage. Ich kann aus historischen Gründen die Skrupel ja nachvollziehen, die dazu führten, aber in Anbetracht der unverdrossenen Besatzungspolitik und Expansion seit über 40 Jahren, denke ich, dass man sie zu Gunsten der Menschenrechte ALLER Menschen, natürlich auch der Palsätinenser, mal beiseite lassen müssen.


    Ich kann schon verstehen, dass junge Muslime auch hier den Eindruck gewinnen, dass für den Westen die Muslime Menshen zweiter Klasse sind und dass ein muslimisches Leben für die westliche Politik anscheinend nicht den gleichen Wert hat, wie das Leben der Europäer, Amerikaner oder gar Israelis. Dass das zu großer Frustration führt die dem Terror und der Radikalisierung auch unter manchen Muslimen in der EU zuträgt ist nur logisch, wenn auch Terror gegen Unbeteiligte Unschuldige gar Kinder, dadurch natürlich dennoch bleibt was es ist. ein brutales Verbrechen.


    Aber weder der Westen, noch Israel, ist so unschuldig an der Situation, wie es sich die Leute gerne glauben machen. In Anbetracht der fraglosen Überlegenheit, ökonomisch, etc – finde ich das besonders verwerflich. Aber es ist wie es ist, wo die Wirtschaft waltet, vor allem auf fremden TErritorium, da hat halt auch der Westen, die hehren Werte immer ganz gerne in der Versenkung verschwinden lassen – Doppelmoral – nennt man sowas und die Menschen dort bekommen sie hautnah ‚zu spüren‘ und hier täuschen sich dann allzu viele ganz gerne darüber hinweg.

  10. Jane, schreiben Sie doch noch längere Mantras und erklären uns doch noch warum Hamas & Co berechtigt sind, nach dem Israel den Gazastreifen geräumt hat, Israel mit Raketen anzugreifen und das Leben von einer Million Israelis zu stören.


    Das kann ich gerne tun.
     
    Diese ganze Argumentation, die sich wider besseren Wissens so hartnäckig hält, tut es deshalb, weil sie einfache Bilder anbietet, für Menschen, die kein Interesse haben komplexe Realitäten zu erfassen – aber alles was man wissen muss, um zu begreifen, dass Israel auch weiterhin Besatzungsmacht blieb und das Leben der Palästinenser von Anfang an auch weiterhin drangsalierte, ist kein Geheimnis.


    Weil Israel zwar die Siedler aus dem Gazastreifen gehört hat, aber eben von Anfang an darauf bestanden hat, das Leben der Menschen in Gaza auch weiterhin zu ’stören‘.


    Wie sah der ‚Abzug‘ aus?


    Dem Plan zufolge wird Israel bis Ende 2005 Siedler und zu deren Schutz eingerichtete Militärbasen aus dem Gazastreifen und vier isolierte jüdische Siedlungen im Westjordanland entfernen. Die israelische Armee wird an der südlichen Grenze des Gazastreifens in Stellung bleiben und ihre Truppen an anderen Stellen unweit des Gebietes neu positionieren.
     


    Zusätzlich zur Kontrolle der Grenzen, der Küste und des Luftraums wird Israel nach wie vor Telekommunikation, Wasser, Elektrizität und Abwasserkanäle kontrollieren, sowie den Strom von Menschen und Gütern in beide Richtungen. Zudem wird Gaza die israelische Währung beibehalten.


    Eine Studie der Weltbank zu den ökonomischen Auswirkungen des Planes wies darauf hin, dass der „Abzug“ die Mobilität innerhalb von Gaza erleichtern würde. Die Studie warnte aber auch davor, dass der Abzug von Siedlern und Truppen ohne Öffnung der Grenzen wenig positive Auswirkungen zeigen würde. Wenn die Grenzen für Arbeitskräfte und Handel geschlossen würden, wird der Plan „größeres Elend schaffen als heute dort herrscht.“


    „Völkerrechtlich wird das Bestehen einer Besatzung durch die tatsächliche Kontrolle einer feindlichen Armee über ein Gebiet definiert, nicht die Positionierung von Truppen.“ sagte Whitson. „Ob die israelische Armee nun innerhalb von Gaza oder an der Peripherie stationiert ist und Ein- und Ausreise beschränkt – sie behält die Kontrolle.“..


    http://www.hrw.org/de/news/2004/10/28/israel-abzug-bringt-kein-ende-der-besatzung-von-gaza


    Aus dem ‚Disengagement Plan‘:


    http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Archive/Press+Releases/2004/Disengagement+Plan/Disengagement+Plan.htm


    1) Israel will guard and monitor the external land perimeter of the Gaza Strip, will continue to maintain exclusive authority in Gaza air space, and will continue to exercise security activity in the sea off the coast of the Gaza Strip.
     
    Dh. in der Praxis z.Bsp.:
     
    Das Wort „Dämonen“ gibt es im hebräischen Wörterbuch zwar nicht, aber eine alt-neue Waffe aus dem raffinierten Waffenarsenal, die gegen die Palästinenser gerichtet wird, ist plötzlich wieder aufgetaucht. Auch wenn sie nicht tödlich ist, so ist sie teuflisch: die Schallmauer durchbrechenden Knallbomben.


    Die beste Luftwaffe der Welt macht sich einen Spaß daraus, Angst und Hilflosigkeit in einer (zu Tode) erschrockenen Zivilbevölkerung zu verursachen. 29 solche Knallbomben explodierten während vier Tagen im September, und vor kurzem wiederholte sich dies, wie die Ärzte für Menschenrechte und das Gaza Community Health Program-Zentrum mitteilten. Sie haben gemeinsam wegen dieser Angelegenheit eine Petition beim Obersten Gerichtshof in Israel eingereicht. Wenn es so etwas wie einen eindeutigen Fall von kollektiver Strafe gibt, dann ist es dies hier. Eltern in Gaza sprachen über die Ängste ihrer Kinder, unter denen sie in den vergangenen Wochen gelitten haben, über die Alpträume, das Bettnässen. Ehemänner berichteten von den erlebten panischen Angstzuständen ihrer schwangeren Ehefrauen. Fensterscheiben gingen nach einander zu Bruch. Hier eine sensationelle Meldung: Palästinenser können auch „traumatisierte Opfer“ sein. Diese die Schallmauer durchbrechenden Explosionen, deren einziger Zweck es ist, unter unschuldigen Zivilisten Angst hervorzurufen, kamen zu den Artilleriegranaten, die den Gazastreifen bombardierten, und dem täglichen Sperrfeuer der Raketen, die willkürlich bewaffnete Militante und unschuldige Leute töten. Die Tatsache, dass die Luftwaffe diese Waffe vor allem während der Nacht oder am frühen Morgen benützt, wenn Massen von Schülern auf dem Schulweg sind, macht ihre Boshaftigkeit noch sichtbarer. Israel mag sich aus dem Gazastreifen zurückgezogen haben – aber noch nicht von seinem Himmel…..


    …Israelische und palästinensische Menschenrechtsgruppen reichten beim Obersten Gerichtshof eine Petition ein, die die israelische Luftwaffe zwingt, mit dem Überschalllärm über dem Gazastreifen aufzuhören…


    …..Als Chef der Gaza-Organisation schrieb der Psychiater Dr. Eyad Sarraj in einer medizinischen Stellungnahme, dass der Überschall-Lärm nach einem Bericht schwerwiegende Folgen für die Kinder von Gaza hat, wie Angstzustände, Panik, Furcht, geringe Konzentration und geringen Fortschritt beim Lernen/Studieren. Er sagte auch, dass die Anzahl spontaner Fehlgeburten während dieser Zeiten des häufigen Überschallgeräusches angewachsen sei….


    http://www.globale-gleichheit.de/index.php?option=com_content&view=article&id=162:daemonen-an-gazas-himmel-&catid=4:politik&Itemid=2
     
    2) The Gaza Strip shall be demilitarized and shall be devoid of weaponry, the presence of which does not accord with the Israeli-Palestinian agreements.

    3) Israel reserves its inherent right of self defense, both –  preventive –  and reactive, including where necessary the use of force, in respect of threats emanating from the Gaza Strip. …


    ….6. The border area between the Gaza Strip and Egypt (Philadelphi Route)
    Initially, Israel will continue to maintain a military presence along the border between the Gaza Strip and Egypt (Philadelphi route). This presence is an essential security requirement. At certain locations security considerations may require

    some widening of the area in which the military activity is conducted.-…


    10. Economic arrangements

    In general, the economic arrangements currently in operation between Israel and the Palestinians shall, in the meantime, remain in force.

    These arrangements include, inter alia:

    i. the entry of workers into Israel in accordance with the existing criteria.
    ii. the entry and exit of goods between the Gaza Strip, the West Bank, Israel and abroad.
    iii. the monetary regime.
    iv. tax and customs envelope arrangements.
    v. postal and telecommunications arrangements…..
     
    12. International passages

    i. The international passage between the Gaza Strip and Egypt
    1) The existing arrangements shall continue.
    2) Israel is interested in moving the passage to the „three borders“ area, approximately two kilometers south of its current location. This would need to be effected in coordination with Egypt. This move would enable the hours of operation of the passage to be extended.
    b. The international passages between the West Bank and Jordan:
    The existing arrangements shall continue. ….


    D.h. Israel wollte keine Verantworetung mehr haben, aber dennoch alles kontrollieren – bis hin zum Geburtenregister, der Währung, den Steuern, dem Waren- und Personenverkehr , den Grenzen, den Luftraum, die Gewässeretc….

    Die Israelis besetzen seit 2000 ununterbrochen die Gewässer Gazas und hindern die Fischer am Fischen jenseits einer Entfernung vom Strand von mehr als 4 Kilometer, obwohl diese Gewässer bis zu 20 Meilen zu Gaza gehören, was auch in den OsloAbkommen so geregelt ist.

    Um diese ‚Besatzung‘ durchzusetzen, wird immer wieder auf palästinensische Fischer geschossen. Die Fischer werden so daran gehindert zu den fischreichen Fischgründen zu gelangen.

    Grund für den mageren Fang sind die israelischen Auflagen über die Entfernung vom Strand, in der die Fischer fischen dürfen. In den Oslo-Verhandlungen wurde zwar vereinbart, dass sie sich bis 25 Kilometer hinaus auf die offene See bewegen dürfen, Tatsache ist jedoch, dass sie nicht mehr als vier Kilometer vom Strand weg fischen können.

    «Fast täglich werden wir von der israelischen Seemarine beschossen.Viele von uns wurden schon verhaftet, nach Ashdod ins Gefängnis gebracht und erst Tage später wieder freigelassen», erzählt der Fischer Majed Abu Leil. Dunne bestätigt dies. Zu Verhaftungen
    und Beschiessungen käme es zudem nicht nur, wenn die Fischer die Grenzen überschritten, es herrsche die reine Willkür.«Im Mai war ich mit zehn Leuten auf dem Meer nahe der israelischen Grenze», erzählt Rami Abu Jahud. «Dort gibt es mehr Fisch,weil viele das Gebiet aus Furcht meiden. Die israelische Marine schoss auf uns, dann forderten sie
    mich auf, ins Meer zu springen und zu ihnen zu schwimmen, um mich zu verhaften.» Erst drei Tage später liessen sie Jahud wieder frei…..


    http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Bund_30-08-05_Das_enge_Netz_um_die_Fischer_von_Gaza.pdf


    Weiter als drei Meilen dürfen sich die palästinensischen Fischer nicht mehr aufs Mittelmeer hinauswagen. „Tatsächlich sind es nicht einmal drei Meilen“, kritisiert Al-Habeel. Oft würden er und seine Brüder mit ihren Fischerbooten schon 1,5 Meilen vor der Küste von der israelischen Marine unter Feuer genommen. Wer hinausfahre, riskiere täglich seine Gesundheit und Schäden an den Fanggeräten, stellte er fest.
     
    Das bestätigt auch ein im August veröffentlichter Bericht, den das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) zusammenstellte. Danach wurden palästinensische Fischer aus 85 Prozent der Fanggebiete vertrieben, die ihnen der 1993 zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgehandelte Oslo-Vertrag zusagt….
    Der Fischer Al-Habeel betonte, dass ihm und seinen Brüdern gar nichts anderes übrig bleibe, als das Risiko in Kauf zu nehmen, ins Visier der israelischen Marine zu geraten. „Wir müssen schließlich unsere Familien ernähren.“ Beim letzen Beschuss seines Bootes wurde die Treibstoffleitung getroffen. Zumindest sei der kleine Treibstofftank unbeschädigt geblieben, berichtete er. Ein Ersatztank sei teuer und kaum aufzutreiben. Andere Fischer berichten von einem 22-jährigen Kollegen, der mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Er hatte sich auf kaum mehr als zwei Meilen aufs Meer gewagt…


    http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ausland/panah694.html


    Es ist ein sonniger Tag, geradeso wie heute. Ein guter Tag zum Entfliehen. Ein bisschen nur hinaus zu gehen, aus der Enge des grössten Gefängnisses der Welt, weg von fast 1.5 Millionen Menschen auf engstem Raum. Weg von dem Krieg, in dem man lebt. In Gaza.
     
    Die Familie Ghalya geht an den Strand, breitet ihre Tücher aus. Die 7-jährige Huda Ghalya entscheidet sich schwimmen zu gehen. Während sie das tut, schlagen Granaten am Strand ein, drei Krater wird man später sehen (1).
    Huda Ghalya eilt zurück…
     
    In einem der Krater findet sie ihre tote Familie, Vater, Mutter, drei Brüder, die sie eben noch lebendig verlassen hat


    Fernsehberichten zufolge hatten israelische Marineschiffe gezielt, nur mal so, auf die Familie am Strand geschossen.
    Nachher werden die israelischen Streitkräfte zugeben, dass sie sechs Granaten in diese Gegend gefeuert hat und sagen, das die Wahrscheinlichkeit “null” betrage, dass sie diese Familie getötet habe (2), obwohl israelische Granatsplitter gefunden werden (1)….


    http://www.radio-utopie.de/2008/01/15/gaza-strand-9-juni-2006/


    Weiterhin Kontrolle des Warenverkehrs, da Israel nur einen Grenzübergang, Karni als Übergang für Waren aus Gaza ‚ERLAUBT‘ – bedeutete in der Praxis:
    Nach dem israelischen Abzug haben Palästinenser die Gewächshäuser der ehemaligen Siedler übernommen. Der Nahost-Gesandte Wolfensohn warnt vor der Verrottung der Ernte an geschlossenen Grenzübergängen
    Schon Ende November sollen die ersten Kisten mit reifen Tomaten und Paprikaschoten in den Handel kommen. Dann dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis die „Paltrade“ wieder zahlungsfähig wird. Vorausgesetzt allerdings, dass die mit Früchten beladenen Lastwagen den Gaza-Streifen dann auch verlassen dürfen. Absatzmärkte sind vor allem Israel, das Westjordanland und Europa.

     
    James Wolfensohn, der bei den Verhandlungen vermittelt, zeigte sich Anfang der Woche vor allem über die israelische Seite enttäuscht und pessimistisch….


    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/11/15/a0084


    Ja und wer nun verständlicherweise fragt – was macht das für einen Sinn – der sollte begreifen, dass die Realität nicht so aussieht, wie wir uns normalerweise etwas Sinnvolles vorstellen – nein die den Palästinensern durch Israel aufoktruierte Realität ist ziemlich verrückt  und lautet wie folgt:


    “Die Bedeutung unseres Abzugsplans liegt darin, dass der Friedensprozess eingefroren wird. Der Abzugsplan liefert das Formaldehyd, das nötig ist, damit kein politischer Prozess mit den Palästinensern in Gang kommt“, Zitatende.



    Das sagte Dov Weisglass, bis vor kurzem noch der Stabschef des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon ( im Oktober 2004)

    und nun sein wichtigster Berater. Ganz offen gab Weisglass in dem Zeitungsinterview zu, wieso es für den Regierungschef so wichtig ist, den Friedensprozess einzufrieren: Man verhindere damit die Gründung eines palästinensischen Staates….


    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/309862/


    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/309862/
     
    Die Israelis wollen keinen Frieden, sie wollen die West-Bank und die Palästinenser vertreiben und bis dahin dominieren. Der Abzug war nicht das, was man normalerweise unter einem Abzug verstehen würde und eine Befriedung war niemals die Absicht der israelischen Führung – sie wollte nur ihre Ambitionen auf die West-Bank konzentrieren.
     
    Übrigens – alleine, die von der israelischen Marine getöteten Fischer in den Gewässern Gazas, sind mehr als israelische Opfer durch sämtliche Kassams seit 2000. (und es gibt noch viel mehr palästinensische Opfer)

     

  11. Jango Jack ich finde Ihre ganze Argumentation armselig und unlogisch.
    Kehren wir doch zu den Tatsachen zurück. Israel hat den Gazastreifen geräumt. Warum hat Hamas, anstatt etwas konstruktives für die eigene Bevölkerung zu tun, geglaubt es könne ungestraft und ohne Reaktion das Leben einer Million Israelis mit Raketenbeschuss stören?
    Ich brauche keinen Antisemitismus zu suchen. Ein Blick in die Charta von Hamas und wir haben schon die Berufung auf das klassische Werk des modernen Antisemitismus, auf die Protokolle der Weisen von Zion.
    Gerade dieser Obskurantismus, die Diskriminierung von Christen und Frauen, die Verfolgung von Homosexuellen und die ständige antisemitische Haßpredigten machen Hamas für manche so sympathisch.
    Das sind natürlich alles Themen und Fragen, die weder Jane noch Jango berühren bzw. beantworten wollen oder können.
     

  12. @ Jane

    Das was ich mit „begreifen“ eigentlich meinte, war, dass ich diese Ignoranz nicht begreifen kann welche diese Hardcorezionisten an den Tag legen, die hier im Forum gängig sind!

    @ Karl Pfeifer

    Offenbar schöpfen sie die Richtigkeit tatsächlich aus der Quelle der „Zustimmung“ ihrer radikalen Freunde. Sonst würden sie mich endlich in der 2ten Person ansprechen.

    Vollkommen richtig, wenn es darum geht, dass Kinder sterben ist es schrecklich! Offenbar ist ihnen auch folgendes nicht in den Sinn gekommen…

    Frau Ashton sprach vor palästinensischen Kindern, während vermutlich palästinensische Eltern zugegen waren. Für diese Kinder ist Israel – aus gutem Grund – ein böses Land. Nun gibt es auch leider sehr viele Palästinenser, die keinen Unterschied machen zwischen Juden und Zionisten, Gemäßigten und Radikalen wie ihnen z.B. Herr Pfeifer. 

    Ashotn hat in gegenwart von Palästinensern auf das schreckliche Schicksal der jüdischen Kinder hingewiesen, hat darauf hingewiesen, dass auch die jüdischen Kinder unter schrecklichen Umständen gestorben sind.

    Ja, nach der griechischen Deutung bin ich ein Idiot ( habs nachgeschlagen, danke!) , und das ist auch gut so, denn ich kann unvoreingenommen auf die Situation sehen.

    Menschen die den Sachverhalt politisch betrachten würden es möglicherweise folgendermaßen sehen:

    Radikaler Islamist: „Man kann doch keine 300 palästinensische Kinder mit 3 jüdischen Kindern vergleichen, Muslime werden ermordet weil sie Muslime sind.“

    Karl Pfeifer ( radikaler Zionist): „Es ist doch nicht gleich schrecklich wenn jüdische und andere Kinder unter schrecklichen Umständen sterben, Juden werden ermordet weil sie Juden sind.“      

    Afghane:“ Diese zionistischen Medien, während bei uns vor kurzem Kinder gezielt erschossen und verbrannt wurden weil sie afghanische Muslime waren,  kümmern sich die Medien nur um die jüdischen Kinder.“

    Greenpeaceaktivist:“ Mein Gott, alle Lebewesen haben das gleiche Recht zu leben, aber keinen interessiert es wenn hunderte kleine Robbenbabies ermordet werden, auch Ashton erwähnt es nicht!“

    Klar, jetzt könnt ihr auf mir rumhacken, aber das nehme ich mir nicht an, weil ich weiß wie ich es meine. Was ich meine ist, dass man eine „neutrale“ Aussage je nach „politischer Brille“ die man sich aufsetzt umdeuten kann, so dass ein und dieselbe Aussage zig verschiedene Bedeutungen bekommen!       

    Sie Karl Pfeifer glauben hinter jeder Ecke einen Antisemiten entdeckt zu haben sobald er Israels Politik kritisch tangiert, da reicht es schon wenn man Israel nicht aktiv unterstützt sondern neutral bleibt – oder es mit ihren Worten auszudrücken – bei der Vernichtung der Juden untätig mitanzusehen! Sie armer Kerl, in ihrer Haut möchte ich nicht stecken, soviele böse Gedanken!  

                

  13. Jane, schreiben Sie doch noch längere Mantras und erklären uns doch noch warum Hamas & Co berechtigt sind, nach dem Israel den Gazastreifen geräumt hat, Israel mit Raketen anzugreifen und das Leben von einer Million Israelis zu stören.
     

  14. Welcher Teil dieser Aussage provoziert diesen Reflex? Ich begreife es nicht! 
     
    Ich denke, ich begreife es schon Jango Jack. Aber dazu muss ich ausholen.
     
    Frau Ashton und die EU wie der Rest der Welt generell, ist für Israel ein Problem, weil sie trotz aller Loyalität gegenüber Israel auf der einen Seite (auf die Israel durchaus angewiesen ist), dennoch an den fundamentalen Rechtsprinzipien des Völkerrechts festhalten und auch, weil sie, allzu dezent zwar, aber dennoch auch weiterhin Israel wegen seiner Missachtung der Menschenrechte in den besetzten Gebieten und Missachtung zahlloser UNO-Resolutionen kritisieren – meiner Meinung nach viel zu wenig, denn eigentlich müsste solche Kritik auch Konsequenzen haben, und das hat sie im Fall Israels nie (im Gegenteil – Israel wird auch noch militärisch und finanziell unterstützt, was nebenbei oft gegen die eigenen Bestimmungen der Waffenausführ verstößt), was nicht unerheblich zu den Spannungen zwischen West und Nah-Ost beiträgt (nicht das alleine, auch die Feldzüge der USA und GroßBritannoiens, zuvor die Kolonialreiche). Möglicherweise wird das irgendwann wirklich allen Beteiligten um die Ohren fliegen – das ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Natürlich muss man die Menschen hier vor Terror schützen und natürlich ist es nie richtig irgend welche Menschen einfach umzubringen – aus Rache. Aber was der Westen und Israel machen, das ist auch extrem gewalttätig und in diesem Kontext, legen wir selbst auch mit die Urache für die Probleme – und es gibt genügend Leute, die das eben nicht begreifen wollen, sei es, weil sie eine solch negative Selb-REflexion nicht wahrhaben wollen, sei es aus wirtschaftlichen Interessen, sei es aus bloßer Unkenntnis.
     
    Viele Israelis, Juden und IsraelFreunde verdrängen was sich dort abspielt, die Misshandlung der Palästinenser, sie relativieren es, dehumanisieren die Palästinenser, um sich so eine Rechtfertigung zu schaffen über das was dort vor sich geht – und verschließen die Augen vor den Menschenrechtsverletzungen ihrer eigenen Streitkräfte, ihrer Regierung, ihres Ansinnens auf Expansion. Sie stürzen sich auf jeden Akt des Widerstands der Palästinenser und verschließen die Augen vor der Gewalt der eigenen Politik, die ursächlich für den Konflikt ist und dazu noch sehr viel größer. (denn nicht die Israelis leben unter palästinensischer Besatzung, sondern die Palästinenser unter israelischer und letztere haben diesen Konflikt auch nicht heraufbeschworen, entgegen aller inbrünstig betriebenen PR in dieser Angelegenheit).
     
    Um diese Verdrängung zu bewerkstelligen müssen sie praktisch dauernd neue Feindbilder produzieren. Ich will damit nicht behaupten, es gäbe keinen Antisemitismus, es gäbe keinen Islamismus etc. – ja sicher gibt es das und mitunter ist es fraglos gefährlich und wird (was mich nicht wundert) weiß Gott nicht weniger /Islamismus; und natürlich ist der Holocaust, dessen letzte Zeugen heute im Greisenalter sind, ein prägendes Erlebnis auch für die Nachkommen, dass natürlich seine Spuren hinterlassen hat – aber das was da an Feindbildern seitens Israels und manch jüdischer Kreise produziert wird, hat in meinen Augen oft jegliches Maß verloren und wird mehr und mehr zum Selbstzweck und zum Panzer gegen das eigene Schuldbewusstsein und ist auch Ausdruck des verdrängten Gewissens, denn Juden werden halt mitunter auch Täter, so wie alle anderen in der Welt eben leider auch (Es gibt ja nicht nur das Klischee ‚böser Jude/guter Christ‘ etc. – mir scheint dass heute das umgekehrte Klischee viel mächtiger ist – nämlich ‚guter Jude‘ und der böse Rest der Welt, vor allem ‚böser Islam‘ – und das ist nicht weniger falsch und destruktiv). Dennoch ist die Sache mit Israel sehr speziell – die Art damit umzugehen einzigartig auf Grund dieses mächtigen ‚positiven Klischees‘ und in meinen Augen extrem kontraproduktiv, bzw. führt zu einer massiven Verhärtung, die bei allem Wohlstand, bei aller Macht (und das sind Faktoren, die es einem eigentlich leichter machen sollten), nicht zu einer konstruktiven Entwicklung führen, sondern zu einem – immer weiter so. Die Vorstellung von sich selbst als ewigem Opfer und dem bösen Rest der Welt wird so innig gepäppelt und regelrecht mit Hingabe gepflegt, dass ein offener Blick auf die Dinge anscheinend von vielen allzu leicht vermieden werden kann. (ich muss dazu sagen, dass mir scheint dass das heute unter Juden, aber auch Nicht-Juden verbreitet ist, aber genau wie es unter Nicht-Juden sehr unterschiedliche Standpunkte gibt, ist das natürlich auch bei Juden, nur sind diese in dieser Angelegenheit ganz offenkundig eine Minderheit, die den öffentlichen Diskurs weiß Gott nicht anführt, was von der nicht-jüdischen Umgebung auch lange so unterstützt wurde und mir scheint, dass diese ‚Unterstützung‘ für dieses andere ‚Klischee‘ langsam bröckelt, was gut und längst überfällig ist, denn es ist auch nur ein weiteres Klischee).
     
    Zu diesem Zweck (Feindbildbestätigung zur Abwehr des eigenen Schuldbewusstseins) liegen offenkundig nicht wenige Pro-Zionisten (damit meine ich Verteidiger der israelischen Expansion) ständig auf der Lauer, um etwas zu finden, um ihre Kritiker mundtod zu machen (und damit ihre eigenen uneingestandenen Zweifel). Sei es, dass sie palästinensische Sender abhören oder eben aufpassen, was C.Ashton sagt, wenn sie eine Delegation palästinensischer Jugendlicher empfängt oder die israelische Friednesbewegung, die, wo sie noch aktiv ist, natürlich auch delegitimiert werden muss.
     
    Die Sache mit Frau Ashton war ganz gewiss kein ‚Zufall‘.
     
    Man muss sich mal vor Augen halten WO Frau Ashton das sagte. Hätte sie Toulouse gar nichts gesagt, sondern ur von den Kindern in Gaza gesprochen – es hätte wohl kaum jeh dieses negative Echo gefunden.
     
    Wenn man die Dinge mal spiegelbildlich betrachtet (und dies zu tun, ist offenkundig vielen Pro-Zionisten nicht möglich), dann muss man verstehen, dass vor einer Delegation palästinensischer Jugendlicher vor allem die Besatzung und die prekäre Lage und die Menschenrechtsverletzungen, denen sie ausgesetzt sind Thema der Veranstaltung ist. Daür sind sie extra angereist. und damit haben sie auch ein Recht auf einen höflichen und achtsamen und angemessenen Empfang und auf Thematisierung ihres Anliegens.
     
    DENNOCH  hat Frau Ashton die aktuellen dramatischen Ereignisse in Toulouse nicht unbeachtet gelassen und hat sie auch zum Thema gemacht. Wäre dies singulär geschehen nur dieses betont worden, so könnte ich mir die Enttäuschung der Jugendlichen gut vorstellen und auch ein weiteres Gefühl, dass sie von der Welt verlassen sind, während alle Welt aufschreit, wenn jüdische Kinder Opfer werden. Das hat Frau Ashton NICHT gemacht. Die Aufzählung mag einem ungeschickt vorkommen und ein wenig ist sie es auch, aber sie bezieht überhaupt nicht Stellung in einem Konflikt. Natürlich lässt Frau Ashton es sich aber nicht nehmen klarzustellen, dass palsätinensische Kinder sehr unter der Besatzung mit all ihren Auswirkungen leiden, jüdische Kinder auch und Kinder in anderen Konflikten in der Welt eben auch.
     
    Kein Pro-Zionist will irgend etwas von den Leiden der palsätinensischen Kinder wissen und wenn doch, dann können nur die Palästinenser daran schuld sein. Sie wollen mit aller Macht verhindern, dass dieses Leiden überhaupt wahrgenommen wird, deshalb behindern sie die Presse und demontieren jeden noch so seriösen Kritiker, jüdisch oder nicht-jüdisch – ganz egal. Israel gibt eine Menge Geld aus, um den Kampf der Wörter auch im Internet, bis hin zu bezahlten Bloggern, für sich zu gewinnen – und das, was sich in den besetzten Gebieten abspielt aus dem Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu löschen und auch wenn es das 100% wasserdichte Abschotten nicht gibt, erzielen sie damit durchaus Erfolge, denn die Wahrnehmung der Situation der Palästinenser in den besetzten Gebieten ist im Allgemeinen überhaupt nicht angemessen.
     
    Den Leuten, die da mit spitzen Ohren mithören, ist es einfach ein Bedürfnis etwas zu finden, was die EU und C.Ashton demontiert und wenn sich irgend welche Versatzstücke aus einer Rede dazu hinbiegen lassen, dann stehen die Chancen gut, dass es mal wieder einen konzertierten Aufschrei gibt und entsprechende Schlagzeilen produziert werden. Wir können dann aus der israelischen Presse gar Dinge hören wie ‚Die EU hat ihre Seele verloren‘ – oder ‚Ashtons Rücktritt‘ gefordert – was schon ein gewisses Maß an Hysterie und auch an Anmaßung offenbart und natürlich auch dem latenten Ärger über die Verbündeten im Allgemeinen und Frau Ashton im Besonderen, so hat man sich mal wieder ein Ventil verschafft. (natürlich zerdeppern die Israelis so immer mehr Porzellan und das dient dann in seiner cicrkulären Logik wieder der Bestätigung der eigenen Vorurteile – ein Teufelskreis, der aufrechterhalten wird, um eines aufrechtzuerhalten, eine unrealistisch positive Selbstwahrnehmung – ‚die morlaischste Nation‘, ‚die morslischste Armee‘ etc.)
     
    Hinzu kommt etwas, was in den Ohren eines solchen ‚Rezipienten‘ natürlich alle Alarmglocken schrillen lässt – das Mitgefühl und das Entsetzen über die Morde in Toulouse (das einem soclhen pro-zionistischen Rezipienten natürlich total nahe geht) wird in einem Satz genannt, mit dem Leiden der Kinder, die er ja auf jeden Fall vergessen machen will, das ist ja zum Teil Zweck dieser Jagd nach journalistischer Ausbeute, der Grund des Mitschnitts.
     
    Also das eine ganz – und das andere so weit weg, so weit weg wie nur irgendwie möglich, am besten auflösen, verschwinden lassen – das ist dann sozusagen der Gau.
     
    Ja und so kommt es dann zu diesem völlig unangebrachten Aufschrei. Natürlich wollen die Zeloten das nicht verstehen und natürlich haben sie ein grundsätzliches Bedürfnis zu demontieren, wer sie an unbequeme Wahrheiten erinnert. Da das von der israelischen Regierungsspitze bis durch zahlreiche Mitglieder jüdischer Gemeinden rund um den Erdball nicht anders ist, trifft es dann eben auf ein solches Medienecho und wird somit zum ‚gefunden Fressen‘ und viele Nicht-Juden, die dem Klischee vom ‚guten Juden ‚ genauso aufsitzen, wie viele Juden offenkundig selbst, ziehen mit.
     
    Zu meinen Ausführungen möchte ich noch 2 Artikel, bzw. Links beifügen:
     
    Die fortwährende Verschleiderung –
     
    Israel errichtet im großen Stil Siedlungen in den palästinensischen Gebieten – und gerät darüber in Streit mit dem Uno-Menschenrechtsrat. Der will die Politik der Jerusalemer Regierung untersuchen. Premier Netanjahu lehnt das ab und wirft dem Gremium eine anti-israelische Haltung vor….


    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,823234,00.html


    Zu den Menschenrechtsverletzung aktuell:
     
    In den USA hat eine Allianz aus 380 Organisationen die Regierung aufgefordert, die Militärhilfe für Israel zu überdenken. Wie aus einer neuen Veröffentlichung der Kampagne zur Beendigung der israelischen Besatzung hervorgeht, lieferten die USA von 2000 bis 2009 mehr als 670 Millionen Rüstungsgüter inklusive Munition an Tel Aviv.



    Im gleichen Zeitraum »tötete Israel mindestens 2969 unbewaffnete Palästinenser, darunter 1128 Kinder«.


    …Josh Ruebner zufolge verstoßen die Waffenlieferungen an Israel oftmals gegen das US-Gesetz zur Auslandshilfe und Waffenexportkontrolle. Die 1961 in Kraft getretene Regelung sieht vor, daß »keinem Land, dessen Regierung kontinuierlich gravierende Verstöße gegen international anerkannte Menschenrechte verübt, Sicherheitshilfe geleistet werden darf«.
     
    ….Wie Ruebner unlängst auf einer Konferenz in Washington erklärte, führten die USA nicht nur ihr Versprechen für den allgemeinen Schutz der Menschenrechte ad absurdum. Die Militärhilfe an Israel laufe zudem den strategischen Interessen Washingtons im Nahen Osten zuwider. Abgesehen davon, daß dadurch ein großer Teil der in den USA selbst benötigten Steuergelder verlorengehe, gefährde die Militärhilfe den Wunsch Washingtons nach einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina und trage zu einer Verlängerung der israelischen Besetzung der Palästinensergebiete bei…


    http://www.jungewelt.de/2012/03-23/031.php


    Josh Ruebner ist übrigens der Gründer der Bewegung ‚Jews for a Just Peace‘.

  15. „Graumann hat auch Kinder“,
    mögen einige einwerfen.
     
    Er setzt wohl weiter auf eine Fahrt in dem Zug,
    wie man dies auch in Toulouse beobachten kann,
    eine Fahrt, die bis vor nicht allzu langer Zeit funktionierte,
    bevor der Islam sich bei uns ausbreitete.

    Werterelativismus hat seinen Preis.

  16. Den Äußerungen des Präsidenten des ZdJ in Deutschland anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus sowie denen des Bundespräsidenten anlässlich seiner Vereidigung ist eines gemeinsam:

    Sie sind kastriert, nennen das Kind nicht klar beim Namen,
    reden wie die Katze um den heißen Brei,
    formulieren Entscheidendes ausweichend bzw. umgehen es. 

    Gauck spricht (sinngemäß) vom „Missbrauch des Islam durch Islamisten“, vom „Missbrauch der Religion“.

    Wenn dies auch falsch ist, so ist es doch „immerhin etwas“, könnte man meinen.
    Wo mag die Ursache liegen?

    Gauck wird in Kürze wohl Urgroßvater eines hoffentlich prächtigen Urenkels.
    Er dürfte sich „so seine Gedanken machen“ und gemacht haben über eine „Welt“,
    die „Welt“, in der seine Nachkommen leben. *

    Graumann sagt an entscheidender Stelle…—nüscht:

    „Politik und Gesellschaft dürften in ihrem Einsatz gegen Neonazis, Extremisten und anderen Feinden der Demokratie nicht nachlassen. „Die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe, die mich nach wie vor erschüttert, zeigt, welch schreckliche Folgen Nachlässigkeit haben kann.“

    (*)Wer es mag, vergleiche einmal die „Standorte“, „Standpunkte“, das Handeln, die Äußerungen der „Politiker“ im Hinblick darauf, ob sie Kinder haben. 

    Allerdings darf dies nicht zu einem ungerechtfertigten Umkehrschluss führen.
    Ein oder der Zusammenhang ist nicht notwendigerweise zwingend.

    Es soll auch hinreichend altruistische, gerechte, „des Denkens fähige“, denkende Exemplare geben, die kinderlos an eine Welt nach ihnen denken.

  17. Jango-Jack schreibt wie ein Idiot (siehe wie die Griechen dieses Wort brauchten)
    Frau Ashton ist eine Politikerin, was sie sagte, war nicht die Erklärung einer Toilettenfrau in Patagonien, sondern die der EU Außenkommissarin. Daher ist das ein Politikum.
    Aber es ist klar, wenn ein Islamist zuerst Soldaten, dann Kinder mordet, dann muß man das seiner Meinung nach unpolitisch relativieren.
     

  18. @ Lisa
    Ja aber genau das ist ja men Problem. Herr Pfeifer sieht immer nur durch die eine Brille. So werden Dinge die unpolitisch sind zum Poliikum gemacht. Unpolitische Aussagen werden zu politischen Aussagen umgedeutet.
     
    Ashton hat gesagt: IMMER WENN KINDER STERBEN IST ES SCHRECKLICH!!!
     
    Liebe Lisa, warum muss man aus dieser Aussage ein Politikum machen? Warum ist es so wichtig zu sagen..“Ja aber das ist was anderes“! Welcher Teil dieser Aussage provoziert diesen Reflex? Ich begreife es nicht! 
     
     

  19. Hallo Yael,

    ebenso über Juden. Ich lese solche Kommentare nicht mehr, denn sonst wird mir regelrecht schlecht.

    Das ist eine gute Idee. Da kann einem wirklich schlecht werden.  In der welt-online liest man ganz haeufig entsetzliche Aussagen, wenn es um Israel, oder Juden geht. Oder eben Muslime. Ganz ganz schlimm was fuer Leute sich dort tummeln.  

    Deswegen finde ich diese Aktion http://www.israelovesiran.com einfach grossartig! Heute Abend werde ich auch einen Kommentar reinschreiben, man muss ja nicht Jude oder Perser sein. Hauptsache diese Leute erfahren groesstmoegliche Unterstuetzung.

    Danke fuer die Info oben (habe kaum Zeit die Nachrichten so detailliert zu verfolgen). Aber wegen dieser „Ausbildung“ Yael, ich glaube dass man nicht Afghanistan reisen muss, um Gewaltfantasien auszuleben.  Siehe all die jungen Menschen, die in Schulen schon Amok gelaufen sind.  Wie kam es dazu? Ich denke dass bei diesem Moerder in Toulouse etwas aehnliches geschehen ist.

    Beten wir dass sowas nie wieder passieren wird. Ich weiss, das ist ein frommer Wunsch. Aber trotzdem hoffen wir weiter, dass die Menschen lernen und altes verkrustetes Denken abstreifen. Denn der Prophet im Islam sagt : „Eignet euch an, dass, wenn die Menschen gut sind, ihr gut seid, und wenn sie schlecht sind, ihr trotzdem kein Unrecht tut!“

    Ich warte darauf, dass man die website von israelovesiran.com weiter bearbeitet fuer die arabische Welt 🙂


  20. Über viele Kommentare in deutschen online Zeitungen bin ich aber auch entsetzt. Viele machen dort völlig ungeniert ihrer Abneigung gegen Muslime Luft. Teilweise erschreckend hasserfüllt. 
     
    Ja, ebenso über Juden. Ich lese solche Kommentare nicht mehr, denn sonst wird mir regelrecht schlecht.

  21. Mohamed Merah habe laut US-Behörden auf der „no-fly“-Liste für Terror-Verdächtige gestanden.
    Nach Angaben aus US-Kreisen war Merah zudem für kurze Zeit von US-Sicherheitskräften in Afghanistan in Haft genommen worden. Es blieb zunächst offen, wann das war und was mit Mareh danach passierte. Die Behörden in den USA und Frankreich haben erklärt, Merah sei 2010 in Afghanistan gewesen, um an einem Training islamistischer Militanter teilzunehmen. Er habe an der afghanisch-pakistanischen Grenze einige Zeit mit Militanten verbracht, sei gefangengenommen worden und wieder nach Frankreich zurückgekehrt. Nach französischen Angaben war Merah auch danach noch in Afghanistan, kehrte aber selbstständig nach einer Hepatitis-Erkrankung wieder nach Frankreich zurück.

    http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2225912/Attentaeter-stand-auf-US-Liste-fuer-Terrorverdaechtige.html
     
    Wie schon gesagt, das ist ja keine Frage des Glaubens, sondern der Fakten.
    In Afghanistan werden diese Leute in vielen Dingen ausgebildet, unter anderem auch, um die Hemmung zu überwinden, zu töten. Das hat er dort sicher sehr praktisch gelernt.


     

  22. Hallo Jane und Yael, Ihr habt recht, was Al-Kaida betrifft. Und klar, dass man bei Al-Kaida keinen „Mitgliedsausweis“ hat. Allerdings dachte ich, dass der Täter jemand war, der sich selbst durch Internet websites aufpeitschte. Auch wenn er mehrere Male in Afghanistan gewesen ist, glaube ich eher, dass er auf eigene Faust gehandelt hat. 
    Yael, in Deinem Link steht er sei in Afghanistan „ausgebildet“ worden. Der Moerder ist mit dem Motorrad direkt an die Opfer herangefahren und hat sie erschossen. Welche Art „Ausbildung“ braucht man denn dazu? Tut mir leid, ich glaube das nicht und denke, hier wird Politik gemacht. 

    Der Mörder ist nun tot. Das ist gut so.
    Enorm wichtig finde ich aber, dass man sich um die geistigen Brandstifter kümmert! Dagegen muss dringend etwas getan werden.
     
    Über viele Kommentare in deutschen online Zeitungen bin ich aber auch entsetzt. Viele machen dort völlig ungeniert ihrer Abneigung gegen Muslime Luft. Teilweise erschreckend hasserfüllt. 

     
     

  23. Hallo Jango-Jack, 
    Sie sagen: „Ashton sagt: Wenn Kinder sterben ist es schrecklich! Bitte antworten sie mir, was stimmt daran nicht?“
    Nichts ist falsch an diesem Satz.  Jango-Jack, welcher Nationalität oder Religion Kinder angehören, spielt für mich gar keine Rolle. Das sollte es auch nicht. Aber leider, gibt es viele Menschen, die das nicht so sehen, und die sehr wohl Unterschiede machen. Ich weiss das und das macht mich wütend. Alle Kinder dieser Erde sind gleich wertvoll! Ohne Ausnahme! 
     
    Wenn ich die Ursachen des Todes eines Kindes nochmal erwähnte, dann deswegen, weil ich mir vorstellen kann, das die
    Ursache des Todes, bei der Trauerverarbeitung vielleicht doch eine Rolle spielt.
    Aber ich sehe nichts falsches daran, wenn Mrs. Ashton sagt, dass es immer schrecklich ist wenn Kinder sterben, und wenn sie als Beispiel Orte aufzählt.  

  24. @Mimi
    hier ist genaueres zum Mörder Mohamed Merah:
    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article13939840/Mohamed-Merah-Terrorist-aus-Toulouse.html
     
    Während der langen Verhandlungen mit der Polizei in seinen letzten Lebensstunden berichtet Mohamed, im pakistanischen Waziristan von der Terrororganisation Al-Kaida ausgebildet worden zu sein. Dort habe er es abgelehnt, ein Selbstmordattentat auszuführen – sich aber bereiterklärt, ein anderes Attentat in Frankreich zu verüben, berichtet der Pariser Staatsanwalt Francois Molins. Innenminister Claude Guéant sagt, der junge Mann habe sich selbst als Mudschahedin (Gotteskämpfer) und Mitglied von Al-Kaida bezeichnet: «Sein Profil entspricht dem eines sehr entschlossenen Menschen.»
     
     

  25. Al-Kaida-nahe Organisation bekennt sich zu Attentaten
    Paris (dpa/n-tv) – Nach dem Tod des mutmaßlichen Serienattentäters von Toulouse bekennt sich eine dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Organisation zu den Anschlägen in Frankreich. Das berichtet der Nachrichtensender „n-tv“.
    http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/15013956-al-kaida-nahe-organisation-bekennt-sich-zu-attentaten.html

    weiter lesen: http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/15013956-al-kaida-nahe-organisation-bekennt-sich-zu-attentaten.html#.A1000145

  26. @Mimi
    er muss ja kein Mitglied von Al Qaida gewesen sein. Anhänger reicht ja schon aus. 
    Danke für den Hinweis auf Facebook. Ich kannte das Plakat schon. Gefällt mir sehr gut.

  27. Jane Sie Traumtänzerin, die Islamisten stört nicht die Besatzung sondern die Existenz von Juden


    Herr Pfeiffer – Sie sind ja nicht der jüngste – wer in Ihrem hohen Alter immer noch so ein großer Verdränger ist – dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.


    Übrigens hier – ein Video von einem Mitstreiter aus alten Tagen:


     
    VIDEO: An Israeli soldier recounts the Nakba
     
    http://mondoweiss.net/2011/12/video-an-israeli-soldier-recounts-the-nakba.html
     

  28. Die Juden Frankreich haben keinen Krieg angefangen und sogar die PA hat sich vom Kindermörder distanziert. Ashton hat nicht die Sensibilität gehabt, zu diesem Fall menschlich Stellung zu nehmen, sondern hat kaltschnäuzig diesen Mord relativiert. Das gefällt natürlich Jane&Jango


    Niemand hat behauptet, die Juden in Frankreich hätten einen Krieg angefangen und niemand hier hat die Morde an den Kindern nicht als das benannt was sie waren, kaltblütige Morde und niemand hier wünschte sich nicht, dass der Täter bald gefasst wird, was jetzt schneller als wohl irgend jemand gehofft hätte auch passiert ist. Auch Frau Ashton hat das nicht relativiert – egal wie oft Sie Herr Pfeiffer in ihrem Wunsch überall den Feind zu projezieren, dies noch wiederholen. Wie all die Headlines zum Thema verzerren sie die etwas ungeschickte Aufzählung Frau Ashtons und tun so, als ob sie gesagt hätte, das wäre alles das gleiche – ein Verkehrsunfall in der Schweiz, ein Mordanschlag in Frankreich, die Ängste der Kinder in Sderot und die toten Kinder und die traumatisierten Kinder von Gaza oder in Syrien. Da kann von ‚Gleichsetzung‘ keine Rede sein – lediglich von einem gemeinsamen Kontext, dem Leiden der Kinder durch Konflikte, wobei ich eines unpassend finde – den Verkehrsunfall. Das alles wurde vor einer Delegation von palästinensischen Jugendlichen gesagt und in diesem Kontext ist dies verständlich – schließlich erelben diese Jugendliche Krieg Tag für Tag. Es ist schon sehr böswillig was man Frau Ashton da unterstellt und total überzogen. Was man jetzt nicht alles aus Israel härt – Frau Ashton solle zurücktreten – so eine Unverschämtheit – was meinen Sie was viele in Europa von Herrn Netanyahu oder gar seinem Türsteher Lieberman halten; die finden auch viele unmöglich, aber deshalb käme niemand auf die Idee Rücktritt ‚zu fordern‘. Das ist immer noch Sache der Israelis und umgekehrt ist das auch so.


    Zu Frau Ashton – Gideon Levy spricht mir in der Haaretz aus dem Herzen:


    ….we’ve invented another imaginary enemy: Catherine Ashton, the European Union’s foreign policy chief.
    Ashton made some distasteful remarks about the cruel fate of children who had been killed, unintentionally mixing road-accident victims (Belgium ), war victims (Syria, Gaza and Sderot ) and hate-crime victims (France ). And immediately, I mean immediately, Israel fomented an international scandal, despite France’s very impressive stand with the Jewish community, first and foremost by its president.
     
     
    Not a very important stateswoman, but apparently a good-intentioned one, Ashton misspoke. We realize that her intentions weren’t bad, certainly not anti-Israel. Listening to her full remarks proves this.
    ….But the thunderous attack from Jerusalem (and Tel Aviv ), orchestrated by the prime minister and the foreign minister, and backed up by a chorus of journalists and pundits, was wrong and unnecessary, no less than Ashton’s remarks.


    Israel must never be compared to anything else – not to apartheid and not to other oppressors of freedom around the world, not to other occupation regimes and not to other colonialism. We’re always something else. The children of Sderot must not be compared to the children of Gaza, the children of Toulouse must not be compared to other children who are slaughtered elsewhere in nationalist hate crimes.


    Our children are different, not only to us – that’s natural. But they must be different to the whole world. That’s our uncompromising demand. Neither must the Palestinian struggle be compared to any other fight for liberation elsewhere around the world. Anyone who dares compare Israel to anything else – their fate is sealed.


    The Ashton mini-storm will be forgotten in a day. Israel will celebrate another minuscule victory, but the residue will build up.



    It wasn’t Ashton who lost her senses, but rather Israel, which is playing the role of the eternally offended party, once again seen in a maudlin light. And this happened just as the world was responding compassionately to the victims and was remarkably empathetic toward Israel….
     
    http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/guilt-tripping-the-world-is-dangerous-for-israel-1.420111
     
    Mimi – Al Qaida – d.h. nicht notwendigerweise, dass man irgendwo in den ‚Verein‘ eintritt und einen Mitgliedsausweis erwirbt – es reicht sich selbst dazugehörig zu fühlen und hier und da in Kontakt getreten zu sein. Al Qaida ist auch ein sehr loses Gesinnungsnetzwerk, das macht gerade ihre Stärke aus. Dass der Täter in Afghanistan war ist wohl schon gesichert und ich erinnere mich daran, dass dort sehr viele Taliban aus einem Gefängnis fliehen konnten, weil die Amerikaner es bombadiert hatten. Möglich, dass er da drin war. Auszuschließen ist das nicht. Warum sollte man das erfinden?
     
    Aber wenn ein Täter sonst nicht weiter auffällig war und allein agierte, dann kann man sowas niemals zu hundert Prozent verhindern. Eben das ist für die Geheimdienste ja sehr viel schwieriger als großangelegte und lang geplante Anschläge, die auch die französischen Geheimdienste in der Vergangenheit schon erfolgreich verhindert hatten.
     
    An der Stelle muss ich auch mal sagen, dass der französischen Polizei doch auch ein Lob auszusprechen ist, dass die Sache in weniger als einer Woche schon geklärt wurde. In Toulouse atmen die Menschen jetzt auf, ansonsten hätte weiterhin zu Recht große Angst geherrscht und auch wenn es für die Angehörigen immer eine schlimme Tragödie bleiben wird und die Toten tot bleiben – so ist dieser Spuk jetzt doch vorbei und die Angehörigen können sich ihrer Trauer zuwenden.

     

  29. Ich poste natürlich nicht weil ich glaube Jane&Jango könnte man zur Vernunft bringen, sondern weil man ihnen Vernunft entgegensetzen muss.

    Was ist das für eine Vernunft anderen blinden Hass vorzuwerfen? Vernunft allein ist gefühllos.

    Was ist DAS für eine Vernunft, bei einer Trauerrede von „hasserfüllten Tieren“ zu reden? Tiere weinen nicht und Tiere hassen nicht, eine Beleidigung für jedes Tier und jeden Mensch. Solche Aussagen bringen Menschen zum Hass und dazu Gewalt zu relativieren, besonders dann, wenn sie gerade schweres Leid erfahren haben. Und das auf beiden Seiten. Das schockiert mich fast genau so, wie die Morde selbst.

    Ashton hat nichts falsches gesagt. das war weder eine Relativierung noch ein Vergleich, es war eine Aufzählung. Hätte sie Gaza nicht genannt, wäre es eine Herabwürdigung der dortigen Opfer, besonders wenn sie vor Palestinensern gesprochen hat.

    Bleibt zu hoffen, dass es wenigstens die jüdischen und muslimischen Verbände in Frankreich schaffen, sich von solchem Terror nicht spalten zu lassen, wie sie gemeinsam erklärten.

  30. @ Mimi
    Es werden in der Kritik der Aussage von Ashton Äpfel mit Birnen verglichen,
    Ashton sagt: Wenn Kinder sterben ist es schrecklich!
    Bitte antworten sie mir, was stimmt daran nicht?
     
    Alles Weitere wird hineininterpretiert! Warum beschweren sich die Palästinenser nicht über die Aussage? Man kann doch wohl nicht einen absichtlichen Bombenabwurf mit einem Busunglück vergleichen! Oder vertue ich mich da?
    Geben sie mir darauf bitte eine Antwort!

  31. @ Karl Pfeifer
    Deutsche Kinder sind ebenso schrecklich ( verbrannt, zerfetzt) umgekommen wie jüdische Kinder ( vergast, erschossen, verbrannt), diese Meinung haben ich. Da habe ich noch keine Aussage darüber getan wieso weshalb warum oder warum das eine ein Verbrechen, dass andere eine Reaktion usw. gewesen sind.
    Sie bringen Dinge zusammen die nicht zusammen gehören! Machen sie nicht aus allem ein Politikum, wenn Kinder sterben, vor allem durch Ausseneinwirkung, dann bleibt das schrecklich. Aber wem erzähle ich das? Einem alten Greis, der die Vertreibung der Palästinenser erleben durfte und heute dadurch verteidigt, dass er sagt, sie gab es gar nicht. Ich vermute die Deutschen haben es damals auch nicht „gleich“ schrecklich gesehen wenn ein deutsches oder ein jüdisches Kind umgekommen ist. In meinen Augen ist das ein Indiz für Rassendenken!
     
    Und bitte sprechen sie mich doch in der 2ten Person an, sonst bekommt man den Eindruck sie schöpfen die „Richtigkeit“ ihrer Aussagen von der Meinung des Publikums! Das taten in der Vergangenheit viele Leute…schlimme Leute!
     
     

    • @Jango-Jack
      In Herrn Pfeifers Text auf meinem Computer differenziert Herr Pfeifer nicht in Bezug darauf, bei welchem Kind der Tod schrecklich ist, sondern auf die Einordnung des Todes der Kinder in den historischen Kontext.
      Die gezielte und geplant durchgeführte Ermordung der jüdischen Kinder ist ein Verbrechen und rassistisch. Ich gehe davon aus, das ist Konsens.
      Die durch Bombenangriffe getöteten Kinder sind Opfer eines von Deutschland – unter anderem durch die Bombardierung ziviler Ziele in E, PL, F … – begonnenen Krieges. Dieser Krieg konnte auch als die Niederlage Deutschlands absehbar war, erst beendet werden, als sich die an der Ost- und Westfront kämpfenden Alliierten trafen. Eine Politik, die zivile Opfer vermeidet (Evakuierungen, Waffenstillstandsverhandlungen) wurde von der deutschen Führung abgelehnt. Besuchen Sie historische Führungen in deutschen Großstädten, die die bereits lange vor dem Krieg gebauten Bunker und Zivilschutzvorbereitungen, die deshalb in die Wege geleitet wurden, weil man mit entsprechenden Reaktionen auf einen bereits Jahre vor Beginn geplanten Angriffskrieg rechnete. Die durch Bombenangriffe getötenen Kinder sind damit wohl, wie von Herrn Pfeifer dargestellt, der Verantwortung der deutschen politischen und militärischen Führung zuzuordnen. Wenn Herr Pfeifer auf die vor diesem Hintergrund besonders menschenverachtend erscheinende propagandistische Ausschlachtung der von Bomben getöteten Kinder gegen die Alliierten hinzuweist, ist das in keiner Weise rassistisch. Im Gegenteil, Herr Pfeifer tritt dem Missbrauch der Kinder entgegen, die ein System hineingeboren waren, das sie nur als propagandataugliche Bombenopfer wertschätzte und nicht als Wesen, die ein Recht auf Leben und Entwicklung in einer friedlichen und die Menschenwürde respektierenden Gesellschaft haben.
      Lisa

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