Photoshop-Gesetz verabschiedet

Die Knesset hat am Montagabend in zweiter und dritter Lesung ohne Gegenstimmen das sogenannte „Photoshop-Gesetz“ verabschiedet. Das Gesetz verbietet es PR-Firmen in Zukunft, untergewichtige Models für Werbekampagnen einzusetzen…

Zusätzlich muss auf Plakaten kenntlich gemacht werden, wenn Models durch Bildbearbeitungsprogramme nachträglich schlanker gemacht worden sind. Das Gesetz legt einen Body-Mass-Index (BMI) von 19 als Untergrenze für Models fest. Wer einen BMI von 18,5 oder weniger hat, darf in Zukunft weder für Werbekampagnen in Israel aufgenommen werden noch dürfen Bilder aus ausländischen Kampagnen mit untergewichtigen oder untergewichtig aussehenden Models in Israel verwendet werden.

Sehr dünne Models sind Untersuchungen zufolge einer der Hauptgründe für die Entwicklung von Essstörungen bei jungen Frauen. In Israel wird jährlich bei 1.500 Kindern und Jugendlichen eine Essstörung festgestellt. Die Heilungsrate ist sehr niedrig, nur 10-17% überwinden eine Essstörung dauerhaft.

30% aller jungen Mädchen in Israel zwischen 11 und 13 Jahren machen eine Diät, eine Zahl, die deutlich über dem internationalen Durchschnitt liegt.

Haaretz, 19.03.12, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

Ein Kommentar zu “Photoshop-Gesetz verabschiedet

  1. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob so ein Gesetz wirklich helfen wird, aber dennoch finde ich es wirklich gut, dass ENDLICH mal ein Land versucht gegen den Magerwahn vorzugehen.
    Sollten sich mehr Länder anschließen und es sollte mehr in Schulen aufgeklärt werden.
    Viele Grüße
     
    Lena-Sophia

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