Tarafa Baghajati weiß, wie der „Rest der Menscheit“ denkt

Es gab eine Zeit, da hörten wir mehr von Tarafa Baghajati, seines Zeichens Obmann der Inititative muslimischer Österreicher (IMÖ). Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie vor ein paar Jahren eine Bibliothekarin, die den Mut hatte, Henryk Broder zu einer Vorlesung nach Wien einzuladen, vom Wienert Magistrat angehalten wurde, doch die Vorlesung in eine öffentliche Debatte zwischen Baghajati und Broder umzufunktionieren…

Von Karl Pfeifer

Zum Glück für die Zuhörer war die Bibliothekarin dazu nicht bereit, doch um ihren guten Willen zu zeigen, erhielt Baghajati das Recht, sofort nach der Vorlesung ein zehnminütiges Koreferat zu halten.

Nun hat er in der Presse (20.3.2012) einen Leserbrief geschrieben, in dem er dem Presse-Kommentator Christian Ortner „dummdreisten Zynismus“ vorwarf, um im gleichen Satz noch die Neoliberalen und Neocons zu brandmarken und zu bemerken, dass „auf den Rest der Menschheit … ein solch deplacierter Text einfach nur abstoßend“ wirkt. Was mehr über die schwarz-weiß Sicht des T. Baghajati als über den ausgezeichneten Kommentar von Ortner aussagt.

Baghajatis Leserbrief erinnerte mich an die alte Geschichte aus der Volksschule. Der Lehrer fragt den kleinen Moritz der sich über den Mitschüler Christian beschwerte, wie denn der Streit begann, worauf der kleine Moritz schluchzt, „Herr Lehrer, das begann damit, dass der Christian mich zurückschlug“.

Wenn wir Herrn Baghajati glauben könnten, dann wäre der Gazastreifen, ein Ort des tiefen Friedens, wenn nicht – seiner Meinung nach – es so zugehen würde: „Das Szenario ist altbekannt: Israels Luftwaffe führt eine „gezielte Tötung“ durch“. Freilich feuern dann die euphemistisch von Baghajati „Militante“ genannten Terroristen in Gaza lediglich „primitive Raketen auf Israel“.

Wie der kleine Moritz, so lässt auch Baghajati sein Szenario damit beginnen, dass die Israelis, nicht tolerieren wollen, dass man sie terrorisiert und die Anführer der Terroristen, die ja selbst deklarieren nichts sehnlicher zu wünschen, als den Status eines Shahids zu erreichen, dorthin befördern wohin sie hinstreben und hingehören.

12 Kommentare zu “Tarafa Baghajati weiß, wie der „Rest der Menscheit“ denkt

  1. Na klar doch Israel Shahak behauptete, dass Zionisten ein aktives Interesse daran hätten, den Antisemitismus zu fördern und zu instrumentalisieren, um die Verfolgung von Palästinensern zu rechtfertigen. Er unterstellte Juden würden den Satan täglich anbeten und dass die jüdische Religion totalitär wäre. Israel war in seinen Augen ein totalitärer Staat. Kein Wunder dass Chomsky und viele andere Linksextremisten und Rechtsextremisten sich für diesen Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem begeisterten.
    Nun die Karawane schreitet voran, es gibt den jüdischen und demokratischen Staat und die Schakale heulen auf, weil es ihn gibt und weil ihrer Meinung nach alle Völker auf Erden das Recht auf Selbstbestimmung haben mit der Ausnahme der Juden. Und da haben sie auch jüdische Befürworter, die dann zumiranischen Präsidenten pilgern, um mit Holocautleugnern gemeinsame Sache zu machen.
    Daher begeistern sich da einige Poster hier für diese Juden.
     

  2.  
    http://www.talmud.de/cms/Haeufige_Fragen.377.0.html
     
    Wer das Buch (und alle Bücher von Shahak) kennt, die posthum erschienen sind, wird wissen, das es kein Buch über den tatsächlichen Talmud ist oder die tatsächliche jüdische Religion.
    Wer sich ein wenig mit der Person beschäftigt (google etc.) wird schnell lernen, dass man hier keine wissenschaftliche Abhandlung über den Talmud erwarten kann.
    Der Talmud ist integraler Bestandteil jüdischer Lehre, jüdischen Lebens und jüdischen Tuns und kein Werk von/für Fundamentalisten irgendwelcher Art. Wer sich tatsächlich mit dem Talmud beschäftigt hat wird merken, dass man über das Werk selber das nicht leisten kann.
    Wichtig zu erwähnen ist vielleicht, dass der tatsächliche Jisrael Schahak, also der Chemie-Professor von der Hebräischen Universität, der offenbar tatsächlich ein Kritiker der israelischen Politik war, mit dem Autoren der Bücher über das Judentum, den Talmud und den angeblichen Rassismus im Talmud nichts zu tun hat. Der tatsächliche Israel Shahak ist verstorben und kann sich dementsprechend nicht wehren, wenn Bücher unter seinem Namen veröffentlicht werden. Zum guten Schluß noch ein Link zu einem Text von Rabbiner Jakobovits, früherer orthodoxer Oberrabbiner Großbritanniens
     
     

  3.  
    John Sack, Alfred Lilienthal , Noam Chomsky, Israel Shahak, Benjamin Freedman, Jack Bernstein, Henry Makow , Victor Ostovsk….Dan die organisation:
     
     
     
    Neturei Karta, Jews United Against Zionism…- die sind wahrscheinlich, auch Antisemiten.
     
    Bravo Welches unterschied gibt zwischen so etwas und Diktatur?
    Und, bitte nicht meine Kommentare, die für euch unpassend sind, löschen. Österreich ist freies demokratisches Land, und habe recht auf  Humane Meinung. Bin gegen jene Unterdruckung, egal von wem dass auskommt. Menschen machen Fehler, aber manche sehen und versuchen das zu ausbessern und manche versuchen auf Erde zu herrschen mit DEDZAL- die Deppen. Aber wahrer Lohn wird  in Jenseits ausbezahlt, nicht hier. Also bis dann.

  4.  
    Ich bin gegen jedes Unterdrucken, egal auf HAUT Farbe und von wem die inhumane Macht ausgeht. Und ich will nicht mehr mit Euch diskutieren –es hat kein sinn.  Ihr habt ihren Weg und ich meine. Alle Menschen machen Fehler, aber nicht in gleichem ausmaß und manche Menschen einsehen das die Fehler begangen haben und versuchen das zu ausbessern. Es wird in Jenseits wahres Lohn ausbezahlt, nicht hier. Also bis dann.
     
    Ach, übrigens- Diese Menschen sind, wahrscheinlich, auch Antisemiten- darf man nicht anders ( human ) denken: John Sack, Alfred Lilienthal , Noam Chomsky, Israel Shahak, Benjamin Freedman, Jack Bernstein, Henry Makow  und Victor Ostovsky

  5. Inhuman klar doch Charles Lindbergh der immer leugnete Antisemit zu sein, hielt am 11.9.1941 in Des Moines, Iowa eine Rede in der er das amerikanische Engegement im Krieg gegen Nazideutschland und Verbündete ablehnte. Lindbergh hat die die Briten, Roosevel und die Juden als „die Hauptagitatoren für den Krieg“ gebrandmarkt und er war besorgt über den „Besitz und Einfluß der Juden in der Filmindustrie, unsere Presse, unser Radio und unsere Regierung.“
    Inhuman vielleicht wurden Sie als Kind verflucht und zu heiß gebadet. Denn sonst ist nicht zu erklären, woher Sie die Frechheit nehmen über Zionisten zu schwadronieren.  
     
     
     
     
     

  6. mfb, Argumente haben Sie also keine. In Ihrer Wut nehmen Sie nicht den Anlaßfall zur Kenntnis, dass eine Vorlesung vom sozialdemokratischen Magistrat der Stadt Wien umfunktioniert werden sollte in eine Vorlesung. Ein doch etwas ungewöhnlicher Vorgang. Aber nach dem mfb Demokratieverständnis hätte man Broder überhaupt nicht anhören sollen. Und Hagalil dürfte auch nicht mir erlauben, hier zu schreiben.
    Nun keiner zwingt Sie hier Ihren geistigen Mist abzuladen. Trollen Sie sich auf eine Website, wo Sie hingehören.

  7. Eine Mitarbeiterin, die einen solchen geistigen Brandstifter wie Broder, wär bei mir nicht mehr lange in der Firma.

    Und das Sie, Herr Pfeiffer, ein Fan von ihm sind, passt schon .. gleich und gleich .. 

  8. Jane, klar doch die bösen Israelis räumen den Gazastreifen, da kann es ja nur eine Antwort der Hamas & Co geben, Raketen auf israelische Dörfer und Städte zu feuern, um dann zu jammern, wenn der jüdische Staat versucht das ungestörte Leben seiner Bürger zu schützen.
    Wer hat denn begonnen nach der Räumung von Gaza mit dem Raketenbeschuss?
    waren es die Israelis oder war es Hamas & Co.
    Wer hat denn einen israelischen Soldaten fünf Jahre gefangen gehalten ohne dem internationalen Roten Kreuz zu gestatten ihn zu besuchen?
     

  9. Herr Pfeiffer – Ihre Argumentation wird durch ein von Ihnen angeführtes Beispiel ganz gut dokumentiert.
    Die Pro-Zionisten beschweren sich immer, die Palästinenser haben zuerst zurückgeschlagen.
     
    Außerdem wäre es im Kontext eines solche ‚Artikels‘ doch sinnvoll dem Leser nicht vorzuenthalten, was den dem so gescholtenen Herrn Baghajati an dem Kommentar von Christian Ortner nun nicht gefallen hat – sonst hat man tatsächlich den Eindruck, dass Hagalil zur Plattform fürs gegenseitige Abwatschen selbst auf Artikelebene wird. Der Informationsgewinn ist jedenfalls denkbar gering.

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