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27 Jahre Operation Moses

Am 21. November 1984 fand die historische „Operation Moses“ statt, die mehr als 8.000 äthiopische Juden nach Israel brachte…

In den 1970er Jahren hatte die israelische Regierung entschieden, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) einzusetzen, um die Immigration von Juden aus Äthiopien zu ermöglichen. Das Land hatte zuvor seinen Staatsbürgern untersagt, nach Israel auszuwandern. Die Operation war insofern eine besondere Herausforderung, als zu dieser Zeit keine diplomatischen Beziehungen zwischen Äthiopien und Israel bestanden. Die äthiopischen Juden mussten also zunächst in den neutralen Sudan gelangen und wurden dann von dort mithilfe der israelischen Marine über den Seeweg nach Israel gebracht. Zwischen 1977 und 1984 waren so etwa 5.000 äthiopische Juden nach Israel gelangt, bis die Generäle von ZAHAL entschieden, dass dieser Weg ein zu großes Risiko für die neuen Immigranten darstellte.

Äthiopisch-jüdische Mutter mit ihrem Sohn (Foto: IDF)

In einer geheimen Regierungssitzung im November 1984 wurde dann beschlossen, eine Geheimoperation durchzuführen und dennoch Juden aus Äthiopien nach Israel zu bringen. Diese Mission wurde „Operation Moses“ genannt. Während der Operation gelangten mehr als 8.000 äthiopische Juden nach Israel, bis ihre Existenz in den internationalen Medien durchsickerte und eine politische Krise in Ostafrika auslöste, an deren Ende der Rücktritt des äthiopischen Premierministers stand.

Auf „Operation Moses“ folgten noch weitere Operationen, um Juden aus dem Sudan und Äthiopien herauszuholen. Im Jahre 2010 lebten bereits 110.000 äthiopisch-stämmige Juden in Israel. Sie haben nicht nur die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte sondern auch die israelische Gesellschaft insgesamt bereichert.

Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 21.11.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel