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Leitende Krankenhausärzte reichen Kündigung ein

Heute Morgen haben etwa hundert Klinikärzte, darunter zahlreiche Chef- und Oberärzte, ihre Kündigung eingereicht. Mit diesem Schritt protestieren die leitenden Klinikärzte gegen die Entscheidung des Nationalen Arbeitsgerichts, die kollektive Kündigung von Assistenzärzten nicht anzuerkennen…

Ein Arzt am Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv erklärte: „Wenn der Staat keine Lösung findet, bricht das Krankenhaus zusammen. Diese Ärzte könnten leicht Arbeit im privaten Gesundheitssystem finden. Nur blieben dann keine Ärzte mehr, um die Patienten des öffentlichen Gesundheitssystems zu behandeln.“

Zuvor waren bereits hunderte Medizinstudenten in einen Solidaritätsstreik mit den Ärzten getreten. Die Studierenden absolvieren während ihres letzten Studienjahres ein Praktikum an einem Krankenhaus und hatten heute Morgen für eine Stunde die Arbeit niedergelegt. In einer Stellungnahme erklärten sie, sie seien nicht bereit, „die nächsten Sklaven des Gesundheitssystems“ zu werden.
Das Gesundheitsministerium erklärte, es denke über disziplinarische Schritte gegen jene Praktikanten nach, die heute der Arbeit ferngeblieben sind.

Von dem seit gestern andauernden Streik sind Kliniken im ganzen Land betroffen. Im Rambam-Krankenhaus in Haifa waren gestern 87 Ärzte nicht zur Arbeit erschienen, im Ichilov-Krankenhaus 50.

Haaretz, 15.11.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel