Giuseppe Marcone: Auf der Flucht vor Gewalttätern umgekommen

Giuseppe Marcone kam als Sohn italienischer und bulgarischer Immigranten in Deutschland zur Welt. Er war ein mehr als aufgeschlossener und toleranter Junge, welcher Freunde jeder Nationalität und Religionszugehörigkeit hatte. Da sein bester Freund jüdisch war, verbrachte Giuseppe häufiger den Schabbat mit ihm und seiner Familie und bekam so den ersten Einblick in die jüdische Kultur, die Religion und Tradition…

Nachruf auf einen Freund
von Yves Arievitch

Er begann sich selbst dafür zu interessieren und sich damit zu identifizieren. So kam es, dass er im Jahre 2007 in die Misgeret eintrat und damit der einzige Nichtjude war, der zusammen mit den israelischen Sicherheitsmännern deutsche Synagogen und andere jüdische Institutionen sicher hielt, indem er das Sicherheitspersonal unterstützte ein weiteres Paar Augen auf den näherliegenden Straßen zu haben und sogar Personenkontrollen durchführte.

Giuseppe war ein Träumer, der stets ehrgeizig und bemüht war seine Träume in die Tat umzusetzen. Sein größter Traum jedoch blieb ihm leider verwehrt – Der Eintritt in die israelische Armee, sowie den Umzug in das gelobte Land. Aus zeitlichen Gründen gelang es Giuseppe nicht, die Aufwendigkeiten eines Giur aufzubringen, obwohl er dies, wär ihm mehr Zeit geblieben, auf sich genommen hätte, da er Teil des jüdischen Volks sein wollte und nicht nur der Davidstern um seinen Hals dies bewiesen. Es war sein wachsendes Ínteresse an der jüdischen Kultur, seine Synagogengänge und Hausbesuche zu Pessach und Rosch haSchanah die sein Interesse untermauerten. Da die Armee sein Traum blieb schrieb er sich in der Bundeswehr ein und berichtete trotzdem, dass es sich anfühle, als wäre es die falsche Armee. Er freute sich trotzdem euphorisch auf seinen neuen, selbstständigen Lebensabschnitt, den er sicherlich ohne Probleme gemeistert hätte.

Giuseppe starb am Morgen des 17. Septembers, als er vor Angreifern flüchte und dabei von einem herannahenden Auto angefahren wurde. Er wird überlebt von seiner Familie, seinen Freunden und sehr vielen dankbaren Menschen,die das Glück hatten ihn gekannt zu haben.

Quelle: HP der Jüd. Gem. z. Berlin

33 Kommentare zu “Giuseppe Marcone: Auf der Flucht vor Gewalttätern umgekommen

  1. @berlino

    Wenn sich ihr Leben nur ums Beten und in die Synagoge rennen dreht, ist das ihr Privatspass.“

    Ich habe in Berlin gearbeitet auch mit Kippa af dem Kopf kenne die Situation in Berlin auch in den U-Bahnen, Bussen, Supermärkten und auf den Strassen.

    Ihre deutsche Aroganz können Sie weich Kochen und in die Haare schmieren.

    Und meine Fragen haben Sie immer noch beantwortet damit fallen Sie bei mir in die Kategorie Spinner .

  2. Sie sind aber nicht repräsentativ für alle Juden in Berlin.
    Auch haben Sie den Artikel nicht richtig gelesen. Die Berliner U-Bahn ist weder eine Synagoge noch ist Giuseppe Marcone Jude gewesen.
    Wenn sich ihr Leben nur ums Beten und in die Synagoge rennen dreht, ist das ihr Privatspass.
    Juden und Israelis in Berlin müssen allerdings auch Geld verdienen, haben auch ein Alltagsleben.
    Das sind Bereiche wo man mit Gewalt und Diskriminierung bedroht werden kann.

  3. @berlino

    ich kenne die Stadt Berlin garantiert besser wie Sie und Sie sollte eins langsam aber sicher begreifen das Sie einer von den vielen Spinnern sind die mit völliger Kenntnislosigeit sich wichtig machen. Ich kenne Garantiert mehr Juden und Israelis in Berlin wie sie deutsche kennen.

    Das was sie hier bis jetzt geschrieben haben zeigt mir das Sie 1. weil sie von nichts einen schimmer haben ablenken müssen auf „Juden und Israelis kommen nach Berlin um sich frei zu entfalten“ und 2. nochmal woher wollen sie denn wissen der keine Juden oder Israelis oder eine Synagoge von innen gesehen hat, wie Religiös jemand ist ?  Scheint eine deutsche Manier zu sein Allwissend zu sein.

    wieviel Israelis kennen sie denn die in Berlin leben und sich entfalten ?
    Was mich dazu kommen lässt das Sie meine Frag immer noch nicht Beantwortet haben.
    sind Sie Gemeindemitglied und wo Beten sie und wo haben Sie welche andere Erfahrungen gemacht das sie soetwas schreiben können wie oben ?

    Antisemitismus erfahren Menschen nicht in Synagogen.“

    Aber davor und wenn die Sicherheit nicht wäre auch in der Synagoge aber das scheint für sie einfach zu schwer zu sein um zu verstehen.
    Kann aber auch daran liegen das sie einfach keine Ahnung von der Materie haben weil sie keine Juden kennen sonder sich nur wichtig machen.

  4. Antisemitismus erfahren Menschen nicht in Synagogen.
    Im thread ging es um Gewalt die einen Menschen zum Tod gebracht hat. Und es ist nicht unwahrscheinlich dass auch antisemitische Gründe für diese Gewalt vorliegen.
    Berlin ist eine Stadt in der die Menschen nicht sonderlich religiös sind, wenn überhaupt leben sie Glauben eher spirituell. Die meisten haben keine Religion. In Berlin interessieren sich die Menschen weder für Synagogen noch Kirchen oder Moscheen.
    Im öffentlichen Raum ist man mit der Gewalt konfrontiert und nicht in Synagogen.
    Juden und Israelis die nach Berlin kommen wollen sich frei entfalten, oder auch hier ihren Lebensunterhalt verdienen. Manche machen Clubbing andere in Kunst oder im kreativen Bereich.

    Der Rest den Sie schreiben ist wie gehabt grober Unfug.
    Selektion bei Opfern von Gewalt ist pervers.

    Mir ist das auch zu blöd.
    Sie haben keine Ahnung von Berlin. Und noch weniger von den Zusammenhängen in der Stadt.
    Für wem Sie auch zu sprechen meinen, für Juden in Berlin ganz sicher nicht.

  5. Ich habe ja eindeutig geschrieben, dass  es JEDEM menschen leidtut, wenn jemand durch eine Gewalttat stirbt. Bei mir spielt es dabei keine Rolle, ob er einen Juden als Freund hatte oder nicht.

    Das mit dem Halbwissen kommt ja von dir Baruch Zion. 

  6. an berlino und abuhatzeira

    Offener Brief an SPD -Politiker Thomas Kleineidam / Giuseppe M.:
    Sehr geehrter Herr Kleineidam,
    „Sie haben am 22.9.2011 in der Berliner Morgenpost folgende Aussage gemacht:“
    „ Ich glaube nicht, dass mehr Personal auf den U-Bahnhöfen diesen Vorfall hätte verhindern können.“ Absolute Sicherheit könne eben nicht garantiert werden. „ Es wäre unseriös, diesen Eindruck erwecken zu wollen.“

    „Wissen Sie, unser toter Sohn Giuseppe wollte zur Bundeswehr, da er immer das Bedürfnis hatte zu beschützen. Naja, da Soldaten keine absolute Sicherheit garantieren, wozu dann eine Bundeswehr ???“

    „Wird denn eine absolute Sicherheit auf den Straßen garantiert ??? NEIN !!! Wieso dann Polizei ???“
    „Haben Sie etwa beim Papstbesuch mit 6000 Polizisten den Eindruck erwecken wollen, er bekommt die absolute Sicherheit……wie unseriös !!!“
    „Bieten denn die Kontrollen auf den Flughäfen absolute Sicherheit ???? NEIN !!!….warum schaffen Sie diese dann nicht ab ???“
    „Es geht in erster Linie darum, möglichen Gewalttätern die Plattformen für ihre Gewalttaten zu nehmen !!!!“
    oder
    Steht dem U-Bahnbenutzer nicht das gleiche Recht wie dem Fluggast zu ???
    Sind die Bürger dieser Stadt weniger wert als ein Papst ??
    „Ja, Richter könnten härtere Strafen verhängen, aber Sie können nicht die Welt, vor allem aber nicht unsere Demokratie retten. Das können nur wir ALLE zusammen. Norwegen macht es uns gerade vor !!!“

    Liebe Grüße,
    die Mutter eines toten Kindes

    Das ist das eigentliche Thema an dem jungen sollten sie sich beide ein Beispiel nehmen, und nicht hier Halbwissen und Blödsinn schreiben.
    Der Junge hatte ein Ziel für sein Leben und hat was gutes getan für die Gesellschaft und für die Juden in Berlin. 
    Dafür wurde er vom Pöbel in deutschland Berlin zu Tode gehetzt darüber sollte sie beide nachdenken. 

  7. @abuhatzeira
    was heist hier aggressive ich habe die Sache mit der sicherheit erklärt und Mister berlino war der Meinung weil ihme die Argumente ausgegangen sind, er muss mit der Antireligiösen Keule kommen und die These ins Spiel bringen die Juden sein nicht Religiös genug.
    Was völlig vom Thema abkommt denn hier geht es um einen Jungen der zu Tode gehetzt worden ist von Antijüdischen Pöbel.

    Berlino der wenig bis kein wissen vom Juden Judentum Israelis Religion und Jüdischen Zusammenhängen in Berlin hat macht sich hier wichtig und schreibt eigentlich nur Schwachsinn.

    Und weil er nicht weiterkommt weil er keine Ahnung hat,  wie viele andere auch die hier schreiben  kommen die dann immer mit dem schein Argument die Juden und die Israelis seien ja gar nicht so Religiös und überhaupt lohnt sich der Sicherheitsaufwand gar nicht für die paar Juden.

    Der Sicherheitsaufwand in Berlin für Juden und Jüdische Einrichtungen wie z.b. Synagogen, Altersheime, Verwaltungen Museum und und  ist in zusammen mit den deutschen Sicherheitsbehörden und der Israelischen Sicherheit.

    Und den Blödsinn mit der Berliner Bevölkerung zeigt wie Kindlich und Naiv manche hier sind. Sicherheitssysteme in deutschland für wen und für was  werden nicht mit der Bevölkerung besprochen ist ja ganz was neues.

    Vieleicht sollten sich einige überlegen bevor sie schreiben ob sie überhaupt Ahnung haben vom Thema. Denn einige stelle ich immer wieder fest sind nur Wichtigtuer und haben nichts im Kopf.

    Wenn ich Anfange Tachles zu reden und Frage stelle, dann heist es ich sei Aggressiv.

  8. Baruch Zion warum dieser aggresive Ton Berlino gegenüber? Hagalil ist ein weltoffenes, tolerantes Forum. Wenn einem eine offene Diskussion mit säkulären Juden oder nicht- Juden nicht passt, kann man ja in ein Rabbinerforum gehen, oder in ein Forum der Kach und Kahane).

  9. @berlino

    Sie weichen meinen Fragen und fangen wieder ein anderes Thema an.

    Nochmal die Frage an Sie, sind Sie Gemeindemitglied und wo Beten sie und wo haben Sie welche andere Erfahrungen gemacht das sie soetwas schreiben können wie oben.

    Denn die Frage war die Israelischen Sicheheitskräfte und nicht die Religiösität der Juden in Berlin.

    Auf der Strasse oder in den Clubs usw.., da kann es nicht sein das man wegen einen Davidstern oder Israel flag um sein Leben fürchten muss.“

    Schon wieder was Sie besser wissen als Juden ?

  10. Sie reduzieren Juden nur auf Synagogen, das ist aber nicht die Lebensrealität in Berlin. Überhaupt ist das mit dem Glauben und der Religiösität in Berlin kaum verbreitet. Die Antisemiten machen auch nicht diese Unterscheidung, ihnen ist egal ob ein Jude Atheist oder ultrareligiös ist. Und dass ist doch das Schlimme, nachdem Antisemitismus in Berlin ausgerottet war, taucht er von unerwarteter Seite neu auf.
    So wie hier, bei Giuseppe Marcone, in Berlin gibt es ein generelles Problem mit Gewaltkriminalität. Und wenn die sich antisemitisch begründet wird es unerträglich.
    Das ist die Lebensrealität der Menschen. Man erfährt nicht in Synagogen Antisemitismus sondern im Alltag. Auf der Strasse oder in den Clubs usw.., da kann es nicht sein das man wegen einen Davidstern oder Israel flag um sein Leben fürchten muss.

    http://www.tip-berlin.de/musik-und-party/junge-israelis-erobern-das-berliner-nachtleben

  11. @abuhatzeira

    Sie hatte eine Frage gestellt und eine Antwort bekommen mehr kann man dazu nicht sagen. Wie Sie darüber denken ist oder was Sie davon halten ist Sekundär.

    Auch an Sie, wie Religiös die Juden sind oder nicht das ist nicht Thema und das ist eine Sache zwischen dem Juden und G“tt.
    Denn Sie sitzen am Shabbat nicht in jeder Jüdischen Wohnstube und sehen was die Juden machen.  

  12. es ist immer wieder Interessant wie manche deutsche Reagieren auf Unwissenheit und ihre eigen Aroganz.

    Da wird hier von Nicht Juden geschriebe und Behauptet die noch Nie und erst recht nicht öfter in einer Berliner Synagoge waren.

    Da wird aus Verwfeifelung weil man es nicht Begreift oder Wahr haben will die Anti Religiöse Keule rausgeholt in der Hoffnung man kann wieder mitreden weil man was mal gehört oder gelesen hat in deutschen Zeitungen.
    Und ich bin immer wieder erstaunt woher deutsche die gerademal 5% Informationen vom judentum haben, wissen wollen wer wie Relegiös ist.
    Aber das scheint Generell eine deutsche Aroganz zu sein, zu wissen was die anderen Völker sind oder nicht.

    @berlino

    Ich mache schlicht andere Erfahrungen als Sie.
    In Berlin leben viele Juden und Israelis, und viele müssen nicht 24 Stunden am Tag um eine Synagoge rumschleichen um sich ihrer jüdischen Identität sicher zu sein.
    Sie haben diesen verbohrten eingeschränkten Blick in nur eine Richtung,so das Sie
    am Ende nicht mehr die Gesamtheit einer Situation erfassen.“

    Ich kenne die Berliner Synagogen und Rabbiner Persönlich weil ich Regelmässig in Berlin bin und dann auch in den Synagogen bin.

    Sie sind Gemeindemitglied der Jüdischen Gemeinde und Beten in welcher Synagoge ?

    Wo haben sie denn wann welche Erfahrungen gemacht ?

  13. Wie der thread hier besser gelaufen wäre, zeigen die meisten Kommentare zu dieser Meldung des Berliner Tagesspiegels zu zwei festgenommenen Tatverdächtigen, von denen einer wieder freigelassen wurde: 

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/haftbefehl-gegen-verdaechtigen-aufgehoben/4673912.html

    Mit der Hilfe Giuseppe Marcone’s an der Synagoge hat der Unfall nicht das Geringste zu tun:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/haftbefehl-gegen-mutmassliche-u-bahn-schlaeger/4619474.html

    Lesenswert ist dieser Artikel

    http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/584357/ ,

    der vielleicht kritisiert werden könnte wegen der vielen Details, aber andererseits ist er hilfreich, um sich ein Bild des offensichtlich von vielen außerordentlich geschätzten Jugendlichen zu machen.

    Darin steht auch der Link zu einer Website (Blog), die ein Bruder von Giuseppe für ihn einrichtete:

    http://giuseppemarcone.de/blog/
     
     

  14. http://www.jpost.com/LandedPages/PrintArticle.aspx?id=129876

    Zitat:

    Ministry director-general Erez Halfon said that ’new immigrants have all been a strong Zionist nucleus which has contributed to the state’s endurance. I call on new immigrants to join the Israeli hasbara ranks and thus contribute to improving the country’s image throughout the world.‘ New immigrants wishing to volunteer can send their personal details (full name, phone number, e-mail address and native language) to media@moia.gov.il .

    Nachtigall, ick hör dir trappsen… Unbehaglich wirds immer dann, wenn derart Geworbene oder zumindest sich davon angesprochen Fühlende meinen, sie müssten hier jeden entstehenden Thread belegen, dann darin mit der Taktik arbeiten, vom eigentlichen Thema mehr oder weniger geschickt abzulenken und KommentatorInnen persönlich anzugreifen. 

    Wird allmählich langweilig.

    In diesem thread beispielsweise sollte es um Mitgefühl mit Giuseppe Marcone gehen und warum er sein Leben verlor und wieso das nicht verhindert werden konnte. Darüber ließe sich nachdenken. Statt dessen aber wird mit geheimnisvollem (per se unbeweisbarem) Insiderwissen über sonstwas geprahlt und fleißig nach genanntem Schema gearbeitet. Schade.

  15. Zitat Baruch Zion

    „Es gibt  für die Jüdische  Objekte in Berlin den Schutz der deutschen Polizei vor dem Objekt, und innerhalb des Objektes ist die Israelische Sicherheit Verantwortlich in Absprache und Einverständniss auf Grund der Geschichte und der besonderen Umstände mit dem deutschen Staat.“

    Grober Unfug! Erstens wäre es gegen das Gesetz und zweitens absolut unrealistisch. Der Staat Israel schützt im Ausland seine Botschaften, Fluglinien und Politiker auf Auslandsreisen, mehr nicht. Der Staat kann nicht hunderte oder tausende jüdische Einrichtungen schützen. Desweiteren sind in Deutschlands Synagogen größtenteils Russen und Ex-UDSSRler anzutreffen und selten Israelis. 

  16. Berlino hat den Nagel praktisch auf den Kopf getroffen!
    Also was die Botschaft angeht, sind AUF dem Botschaftsgelände staatliche Sicherheitskräfte des jeweiligen zu vertretenden Land zuständig. AUSSERHALB, aus vor der Botschaft und auf den Strassen ist es nur die deutsche Polizei.

    Andere jüdische Einrichtungen sind nur von der Landespolizei zu schützen, wenn die nötig ist. Desweiteren kann jede jüdische Gemeinde oder Synagoge private Sicherheitsfirmen zur Objektüberwachung usw. beauftragen. Diese Firmen haben allerdings keine hoheitlichen Befugnisse und nur die selben Rechte wie jeder andere Bürger auch.

    Berlino und nun zu deinem Statement mit der „Religiösität“. Das die meisten Israelis nicht besonders religiös sind, trifft nicht nur auf die berliner Israelis zu, sondern auf die meisten Israelis(auch in Israel selbst). Die meisten Israelis sind ziemlich tolerant und weltoffen, und nicht stark religiös veranlagt.

    Man kann ja mal in Tel Aviv auf der Strasse oder am Strand die jungen Leute fragen, was sie von Siedlern oder Ultrareligiösen halten…Die meisten wollen damit nichts zu tun haben.

    Das ist aber eher ein anderes Thema. Denke aber jeder ist sich hier sicher, dass Gewalt und Jugendgewalt auf deutschen Strassen und U-Bahn Station verurteilt und bestraft gehört, egal ob das Opfer eine Affinität zum Judentum hat oder nicht. 

  17. Ich mache schlicht andere Erfahrungen als Sie.
    In Berlin leben viele Juden und Israelis, und viele müssen nicht 24 Stunden am Tag um eine Synagoge rumschleichen um sich ihrer jüdischen Identität sicher zu sein.
    Sie haben diesen verbohrten eingeschränkten Blick in nur eine Richtung,so das Sie
    am Ende nicht mehr die Gesamtheit einer Situation erfassen.
    Im Grunde ist mir das egal.

  18. @berlino

    die Sicherheitsmassnahmen sind für Jüdische Objekte und den Juden die innerhalb der Objekte sind. Was hat das mit Relegiösität zu tun oder genervt sein nur weil Sie im Unrecht sind müssen Sie jetzt nicht mit dem Thema kommen wer ist und wer ist nicht Religiös oder wer fühlt sich von wem genervt.

    Gefährdete Institutionen sind zum Beispiel die Synagogen

    Überhaupt ist das unverfroren, den berliner Sicherheitsbehörden zu unterstellen sie würden nicht mit ein paar Neonazi oder Möchtegern-Dschihadisten fertig werden.
    In Berlin sind vollkommen andere politische und kriminelle Gruppierungen aktiv.“

    Wieso ist das unverfroren ? Sie haben keine Erfahrungen weil Sie nicht in Jüdische Objekte gehen also können sie es überhaupt nicht Beurteilen wie gut oder wie schlecht der Berliner Wachschutz ist. 
    Sie können doch gar nicht Enschätzen wer oder was wie Gefährlich ist, also reden Sie hier nicht von klein Kriminellen.

    Unverfroren ist das viele hier über Themen schreiben von denen sie keine Ahnung haben und wenn man das ihnen sagt sind sie Beleidigt.

    Sollten Gruppierungen, auch religiöse Gruppierungen, auf die Idee kommen neben der deutschen Exekutive sowas wie einen eigenen Polizei- oder Sicherheitsapparat in Deutschland zu betreiben, könnte man das der berliner Bevölkerung kaum kommunizieren.“

    Was sind denn Religiöse Gruppierungen ? 

    Sie sind reichlich Aggressiv wenn man Ihnen die Wahrheit sagt oder wenn Sie erkennen was sie alles nicht wissen aus ihrer Stadt.

  19. Ach na ja, man muss da ziemlich aufpassen.
    Viele Juden und Israelis in Berlin sind überhaupt nicht religiös, viele jüdische Veranstaltungen in Berlin haben keinerlei religiösen Charakter. Gerade die Israelis sind oft genervt von der alten westberliner jüdischen Gemeinde die zu einer rigerosen Abschottung neigt, wobei es oft auch um finanzielle Zuwendungen geht, um Aufteilung des Bratens. Die hatten schon Panik als die russischen Juden in Berlin eingerückt sind.
    Wie auch immer.
    Das gefährdete Institutionen auch eigenes Sicherheitspersonal haben ist nachvollziehbar.
    -Dann drücken Sie sich einfach missverständlich aus.
    Sollten Gruppierungen, auch religiöse Gruppierungen, auf die Idee kommen neben der deutschen Exekutive sowas wie einen eigenen Polizei- oder Sicherheitsapparat in Deutschland zu betreiben, könnte man das der berliner Bevölkerung kaum kommunizieren.

    Überhaupt ist das unverfroren, den berliner Sicherheitsbehörden zu unterstellen sie würden nicht mit ein paar Neonazi oder Möchtegern-Dschihadisten fertig werden.
    In Berlin sind vollkommen andere politische und kriminelle Gruppierungen aktiv.

  20. Auf dem Botschaftsgelände eines Staates gilt allein dessen Recht, d.h. dort sind auch allein seine Sicherheitskräfte zuständig (die aber erlauben können, dass solche des Gastlandes sie u.U. unterstützen). Vermutlich hat Baruch das gemeint. Mit Misstrauen gegenüber der deutschen Polizei hat das nichts zu tun: das wäre eine sie und indirekt alle BürgerInnen der BRD beleidigende Unterstellung.

    In Kairo konnten die anwesenden israelischen Sicherheitsdienste die Botschaftsangehörigen zuletzt nur noch unvollkommen schützen (eine gepanzerte Tür tat gute Dienste) und waren froh, als schließlich auch sie das Gebäude verlassen konnten: mit Hilfe ägyptischer Spezialeinheiten.

    Im Fall des Falles arbeiten Sicherheitskräfte eng zusammen und verlassen sich aufeinander.

    In Israel ausgebildete Security-Leute genießen einen guten Ruf, weltweit. Verschiedene israelische Firmen bieten solche Dienste an. Sie haben jedoch keine Befugnisse, die den Gesetzen des Staates, in dem sie von sonstwem angeheuert werden, zuwiderlaufen.

    Warum dem tapferen Giuseppe Marcone offensichtlich niemand zur Hilfe kam – oder zur Hilfe kommen konnte -, ist zu untersuchen. Jedenfalls haben seine Kameraden, egal wer sie waren (deutsch oder/und israelisch), da leider total versagt…

    Möge er nie vergessen werden!

  21. wieso ist bei manchen deutschen alles immer gleich grober Unfug nur weil das wissen bei manchen deutschen dazu nicht vorhanden ist.

    berlino in wieviel Synagogen waren Sie denn schon Regelmässig Beten in Berlin?

    Es gibt  für die Jüdische  Objekte in Berlin den Schutz der deutschen Polizei vor dem Objekt, und innerhalb des Objektes ist die Israelische Sicherheit Verantwortlich in Absprache und Einverständniss auf Grund der Geschichte und der besonderen Umstände mit dem deutschen Staat.

    Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben aus Sicherheitsgründen.

    Und warum sollte das zu Irritationen bei der Politik führen und bei den Berliner Bürger. Denn selbst zum Tag der Synagogen werden Berliner Besucher Teils von Israelischen und deutschen Sicherheitsbeamten Kontrolliert.

    Also berlino es nicht alles immer Unfug nur weil Sie es nicht wissen oder Ihnen keiner Bescheid geagt hat das es so ist.

  22. @Baruch Zion:

    Das sind Hoheitsaufgaben des deutschen Staats, hier erfolgt der Schutz durch die Berliner Polizei. Ich selbst habe bereits gesehen das sie notfalls mit panzerartigen Räumfahrzeugen vor Synagogen stehen oder mit Maschinengewehr usw., halt nach Sicherheitslage.
    Die Berliner Polizei schützt erfolgreich seit Jahrzehnten die jüdischen Einrichtungen. Sowas wie einen israelischen Militärapparat innerhalb von Deutschland würde man nicht akzeptieren.
    Klar arbeiten die deutschen Sicherheitsdienste mit anderen ausländischen Diensten zusammen. Was sie schreiben ist grober Unfug und würde zu Irritationen führen, nicht nur bei der Politik sondern auch den Berlinern Bürgern.

  23. Das sind ja jetzt viele Infos, danke erstmal dafür. Baruch Zion was meinst du mit „im Inneren“ ?
    Also in Deutschland es ist NUR die Polizei, die für Sicherheit zu sorgen hat, und auch nur die Polizei hat gewisse Rechte, die Zivilisten nicht haben.

    Es ist also nur vorstellbar, dass jüdische Gemeinden zusätzlich private Sicherheitsdienste angagieren, die jedoch nur Objektschutz betreiben dürfen, bzw. Einlasskontrollen.

     

  24. Bestimmte Jüdische Einrichtungen unter anderem auch bestimmte Synagogen werden ausserhalb von deutscher Polizei Bewacht und im inneren von Israelischen Sicherheitskräften.

    Auf deutsche Polizisten kann man sich in deutschland nicht verlassen wenn es um die Sicherheit Jüdischer einrichtungen geht, desswegen der zusätzliche Schutz im innern durch Israelisch gut Ausgebilde Sicherheitsleute mit den denen nicht zu spassen ist.

  25. @ abuhetzeira

    Du schreibst:

    „ziemlich unwahrscheinlich, dass der Mossad irgendwelche Zivilisten unterstützt, die Synagogen bewachen und Waffen tragen.“

    Davon steht nichts in meinem Kommentar . Das ist nicht nur „ziemlich unwahrscheinlich“, sondern definitiv ausgeschlossen.

    Schlapphüte (nicht die des deutschen Staatsschutzes, dessen niedere Chargen im Straßeneinsatz jeder kennt) gleich welchen Landes werden sich hüten, ihr allein ihren Führungspersonen  bekanntes Inkognito anderen gegenüber zu lüften, auch nicht im eigenen Verein. Es gilt: „erkannt – verbrannt“. Sonst könnten sie auch gleich mit Namensschild rumlaufen.

  26. danke für die info berlino !!!

    ja es ist sehr sehr schade, dass man gotteshäuser schützen muss in deutschland, denn hier herrst kein nahost-konflikt oder krieg. mittlerweile werden fast alle jüdischen und sogar muslime gotteshäuser überwacht, weil es immerm ehr brandanschläge gibt. 

  27. In Berlin müssen jüdische und israelische Institutionen von Polizei und BKA geschützt werden.
    Leider ist das notwendig. Das hat aber nichts mit dem Mossad zu tun, auch machen das keine Juden, auch ist mir neu das isralisches Sicherheitspersonal vor Ort ist.
    Sicher haben diverse Einrichtungen auch eigenes Sicherheitspersonal, aber der Schutz der Gebäude obliegt der Berliner Polizei.
    Sollte Giuseppe Marcone seinen Davidsstern sichtbar getragen haben, ist klar das es Probleme gibt. In Berlin leben mehrere hdt. tds. Muslime und Araber, viele Gegenden in Berlin sind für Juden und Israelis ein heisses Pflaster. Es kommt immer wieder zu Angriffen auf israelische Touristen, auch Juden die in Berlin leben sind vorsichtig mit Israel Flaggen usw., wir haben in Berlin ein Problem mit arabisch/islamischen Antisemitismus.

  28. Baruch Zion wenn ich eine Frage habe werde ich die Stellen, egal ob es Ihnen passt oder nicht. Denn ICH entscheide, wass ich wissen und fragen möchte und nicht andere Menschen.

    Efem mir ist das aus ferner Vergangenheit bekannt, aber aktuell und in Deutschland klingt es ziemlich unwahrscheinlich, dass der Mossad irgendwelche Zivilisten unterstützt, die Synagogen bewachen und Waffen tragen.

     

  29. Misgeret? Die Leutchen in Berlin spielen gerne Zahal. Das ist die ganze Sache dabei. Das Berliner Gemeindeleben scheint zu langweilig. Man braucht Adrenalin und Identität. In Israel ist dauernd Krieg. Super!
    Die berliner gemeinde würde in Israel geschlossen in der Lieberman Partei landen nehme ich mal an. Exterm rechts gerichtet.
    Ich fand die Stimmung dort sehr schlecht und erstaunlich fanatisch, 5000 km von Palästina!

  30. Misgeret? Ursprünglich Schloss, Burg, Festung, ist letztlich eine Rahmenstruktur, auch für sicherheitsrelevante Aufgaben in weitestem Sinn durch unterschiedliche Organisationen, kann jedoch auch ganz anderes „einschließen“.

    Beispielsweise hier steht, wie sich der Mossad  im Untergrund engagierte, um jüdische Menschen in Algerien und Tunesien zu schützen:

    http://zionism-israel.com/Israel_espionage_timeline_1948.htm

    Zitat:

    „The Misgeret (Framework), a subunit of the Mossad, is established as a special force in North Africa to protect Jewish populations, mainly in Algeria but also in Tunisia. Harkabi, promoted to major general, becomes head of AMAN (military intelligence); he serves in this position until 1959.“

    Eine Misgeret kann auch Richtschnur für Kindererziehung sein:

    http://www.taltoursinc.com/israel-travel-sights/back-to-school-in-israel/

    Zitat:

    „The term misgeret literally means frame or framework, and in this case refers to a toddler’s first experience in early childhood education, which allows the child to develop a schedule or frame.“

    usw. Was Misgeret im Artikel meinte, hat ja schon Baruch klargemacht. Synagogen, schon immer z.T. wie kleinere Burgen gebaut (analog im Christentum: Wehrkirchen), verlassen sich nicht unbedingt auf einen Polizeiwagen vor dem Gebäude, sondern schulen ihre sportlicheren Mitglieder durchaus in Kampftechniken und evtl. auch Waffengebrauch. Es ist nicht ungefährlich für Angreifer, sich dem auszusetzen.  

    Wirklich Schade um den vortrefflichen Mann:

    „Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben gibt für seine Freunde.“  

  31. @abuhetzeira

    im Artikel gut Beschrieben mehr muss man nicht wissen dazu

    Er begann sich selbst dafür zu interessieren und sich damit zu identifizieren. So kam es, dass er im Jahre 2007 in die Misgeret eintrat und damit der einzige Nichtjude war, der zusammen mit den israelischen Sicherheitsmännern deutsche Synagogen und andere jüdische Institutionen sicher hielt, indem er das Sicherheitspersonal unterstützte ein weiteres Paar Augen auf den näherliegenden Straßen zu haben und sogar Personenkontrollen durchführte.“

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