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Jom Kipur

Jom Kippur, acht Tage nach Rosh Hashana, ist der Versöhnungstag, der Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und Umkehr (Lev. 23, 27-32), an dem die Verfehlungen des einzelnen Menschen gesühnt werden. Jom Kippur ist ein Tag, um über die eigenen Verfehlungen und Vergehen nachzudenken. Juden beten an diesem Tag um Vergebung der Sünden zwischen Menschen und Gott und bereuen fehlerhaftes Handeln und Vergehen im zwischenmenschlichen Bereich…

Es ist der einzige in der Bibel genannte Fastentag.
Die wichtigsten religiösen Vorschriften des Jom Kippur – lange Bittgottesdienste und ein 25-stündiges Fasten – werden selbst von vielen eigentlich säkularen Juden befolgt. Würde und feierlicher Ernst des Jom Kippur in der Öffentlichkeit sind stärker ausgeprägt als bei anderen Festen, Rosh Hashana ausgeschlossen. Israel kommt für 25 Stunden zu einem absoluten Stillstand. Alle Unterhaltungs- und Vergnügungsstätten sind geschlossen; Fernseh- und Radiosendungen werden eingestellt – sogar Nachrichten werden nicht gesendet; der öffentliche Verkehr ruht, die Flughäfen werden geschlossen und viele Straßenzüge abgesperrt.

Der Ernst des Tages wird in Israel durch die Erinnerung an den Krieg von 1973, also an den Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel an Jom Kippur, zusätzlich unterstrichen.

ZaHaL – An Jom Kippur vor 38 Jahren, am 6. Oktober 1973, griffen ägyptische und syrische Truppen Israel an und der Jom Kippur Krieg brach aus, in dem 2.688 israelische Soldaten ihr Leben verloren haben. Gegen Ende des Krieges schrieb Generalmajor Benny Peled: “Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieses Krieges uns dem Frieden ein Stück näher bringen werden. Doch neben der Hoffnung in unserem Herzen sind wir auch auf alles vorbereitet.“

Auch in diesem Jahr herrscht hohe Alarmbereitschaft während Jom Kippur

Ynetnews – Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die Polizei und der Magen David Adom Rettungsdienst ihre Alarmbereitschaft auf die höchste Stufe gesetzt. Besonders in gefährdeten Regionen im Norden und in Jerusalem werden verstärkt Sicherheitskräfte stationiert. Unruhen werden in der Region um Tuba Zangaria und um den Tempelberg befürchtet. Im Norden wird die Polizei zudem sowohl Synagogen als auch muslimische und christliche heilige Stätten schützen. Entlang der Route 85 wird die Polizei gegen Angriffe durch Steinewerfer eingesetzt.

Quelle: Botschaft Israels