Die vergessenen Christen des Ostens

Es ist nicht klar, was die westlichen Regierungen und westlichen Kirchen erreichen wollen, indem sie vor der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern ihre Augen verschließen…

Von Caroline B. Glick, The Jerusalem Post v. 10.Oktober 2011

Am Sonntag Abend (9.Oktober) versuchten ägyptische Kopten eine friedliche Mahnwache vor dem Gebäude des ägyptischen Staatsfernsehens in Kairo abzuhalten. Diese tausend Christen vertreten die alte rund acht Millionen starke christliche Gemeinde Ägyptens, die schon vor der Gründung des Islams dort mehrere Jahrhunderte existiert hatte. Sie versammelten sich in Kairo, um zu protestieren: Gegen die jüngste Verbrennung von zwei Kirchen durch einen islamischen Mob, und gegen die vom Staat unterstützte und rapide eskalierende Gewaltausübung muslimischer Gruppen an Christen. Das geschah seit dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.

Nach koptischen Quellen wurden die Demonstranten am Sonntagabend von islamischen Angreifern bedrängt, die bald vom Militär unterstützt wurden. Dabei wurden zwischen neunzehn und vierzig Kopten von Soldaten und muslimischen Angreifern getötet. Sie wurden von Militärfahrzeugen überfahren, geschlagen, erschossen, und durch die Straßen von Kairo geschleift.

Das staatliche Fernsehen berichtete am Sonntagabend nur, dass drei Soldaten getötet worden seien. Laut al-Ahram Online haben die Militärs die Studios von al-Hurra TV am Sonntag Abend angegriffen, um die Berichterstattung über die Angriffe des Militärs auf die Kopten zu verhindern.

Offenbar gelang der Versuch, die Berichterstattung über die Geschehnisse zu verhindern. Die Nachrichten vom Montag gaben wenig Hinweise auf die Identität der Toten und Verletzten. Das, was tatsächlich passiert ist in Kairo am Sonntagabend, wurde verschwiegen.

Im Zusammenhang mit diesen Spannungen sprach der libanesische, katholisch-maronitische Patriarch Bechara Rai vor zwei Wochen eine Warnung aus. Während seines offiziellen Besuchs in Paris warnte Rai den französischen Präsident Nicolas Sarkozy, dass der Sturz des Assad-Regimes in Syrien eine Katastrophe für die Christen in Syrien und in der gesamten Region bedeuten könnten. Derzeit wird die vom Westen unterstützte syrische Opposition von der Muslimbruderschaft dominiert. Rai verwies darauf, dass der Sturz von Präsident Baschar al-Assad zu einem Bürgerkrieg und der Errichtung eines islamischen Regimes führen könnte.

Seit dem Sturz des irakischen Baath-Regimes von Saddam Hussein durch die von den USA angeführte Allianz 2003 hat sich dort ein blutiger Dschihad, geschürt von iranischen und syrischen Interessengruppen, gegen die christliche Bevölkerung formiert. In diesem Monat jährt sich das Massaker des vergangenen Jahres an 58 christlichen Gläubigen in einer katholischen Kirche in Bagdad. Vor einem Jahrzehnt gab es 800 000 Christen im Irak. Heute sind es noch 150 000.

Unter dem Schah von Persien konnten iranische Christen mehr oder weniger frei ihre Religion ausüben. Jedoch heute sind sie den Launen der islamischen Herren ausgesetzt, die kein anderes Gesetz als die Vorherrschaft des Islam kennen.

Nennen wir das Schicksal von Yousef Nadarkhani, einem evangelisch-protestantischen Prediger, der vor zwei Jahren verhaftet und wegen ‚Apostasie‘[01] und der Weigerung, seinem christlichen Glauben abzuschwören, zum Tode verurteilt wurde. Es gibt kein Gesetz gegen Apostasie im Iran, aber egal. Ayatollah Khomeini war gegen Apostasie. Und so funktioniert das islamische Recht.

Als Nadarkhanis Geschichte im Westen publik wurde, änderten die Iraner ihren Kurs. Jetzt haben sie angeblich die Anklage auf Apostasie aufgegeben und verurteilten Nadarkhani wegen Vergewaltigung zum Tode. Die Tatsache, dass er nie wegen Vergewaltung verdächtigt oder angeklagt worden war, ist eine „unbedeutende“ Nebensache.

Palästinensische Christen haben in ähnlicher Weise unter ihren demokratisch gewählten Regierungen gelitten. Als die Palästinensische Autonomiebehörde im Jahr 1994 gegründet wurde, machten die Christen 80 % der Bevölkerung Bethlehems aus. Heute sind es weniger als 20%.

Seit die Hamas Gaza im Jahr 2007 „befreite“, ist die Minderheit des dort seit der Antike existierenden Christentums fortwährend Ziel von Angriffen. Die nur 3000 Mitglieder der christlichen Gemeinde von Gaza mußten mit ansehen, wie ihre Kirchen, Klöster, Buchhandlungen und Bibliotheken durch Hamas-Mitglieder und deren Verbündete verbrannt wurden. Ihre Mitglieder wurden getötet und angegriffen. Während die Hamas vorgibt, die Christen von Gaza zu schützen, wurde niemand für antichristliche Gewalt belangt.

So wie die Juden der islamischen Welt mit Gewalt aus ihren uralten Gemeinden durch die arabischen Herrscher vertrieben worden sind, seit der Gründung des Staates Israel, so wurden dort auch Christen verfolgt und aus ihren Häusern vertrieben. Populisten des islamistischen und arabischen Regimes stützen sich auf die islamische Vorherrschaft und auf den arabisch-rassistischen Chauvinismus gegen Christen. Entsprechend die Parolen an die Untertanen. Diese Aufrufe haben weiter zur Dezimierung der christlichen Bevölkerungen in der arabischen und islamischen Welt geführt.

Bei der Unabhängigkeit des Libanons von Frankreich 1946 bestand die Mehrheit der Libanesen aus Christen. Heute sind es weniger als 30%. In der Türkei ist die christliche Bevölkerung von zwei Millionen am Ende des Ersten Weltkrieges auf weniger als 100 000 geschrumpft. In Syrien machten zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Christen fast die Hälfte der Bevölkerung aus. Heute sind noch 4% der Syrer Christen. In Jordanien waren vor einem halben Jahrhundert 18% der Bevölkerung Christen. Heute sind es noch 2%.

Christen wird das Ausüben ihrer Religion in Saudi-Arabien verboten. In Pakistan wird die christliche Bevölkerung systematisch durch vom Regime unterstützte islamische Gruppen zerstört: Kirchen werden niedergebrannt, Konversionen erzwungen; Vergewaltigungen, Morde, Entführungen und juristische Verfolgungen von Christen sind in Pakistan an der Tagesordnung.

Traurigerweise für die Christen der islamischen Welt wird ihre Sache weder von den westlichen Regierungen noch von den Christen im Westen verteidigt. Anstatt die französische Unterstützung der syrischen Opposition und die Aussage ihrer Führer auf Religionsfreiheit für Alle in einem Nach-Assad-Syrien zu hinterfragen, reagierte das französische Außenministerium mit Ärger auf Patriarch Rais Warnung, was wohl Syriens Christen blühen wird, wenn Präsident Bashar Assad und sein Regime gestürzt werden. Das Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der es sich „überrascht und enttäuscht“ von Rais Aussage zeigte.

Die Obama-Regierung reagierte noch weniger freundlich. Rai reist gerade durch die USA und Lateinamerika auf einer dreiwöchigen Besuchs-Tour zu ausgewanderten maronitischen Gemeinden. Die Existenz dieser Gemeinden ist eine direkte Folge der arabischen und islamischen Verfolgungen der libanesischen maronitischen Christen. Rais Besuch in den USA sollte mit einem Besuch in Washington und dem Treffen von hochrangigen Regierungsvertretern beginnen, unter anderem mit Präsident Barack Obama. Jedoch nach seiner Aussage in Paris wurden alle geplanten Treffen mit ihm abgesagt. Anstatt die Gefahren, auf die Rai aufmerksam gemacht hatte, in Augenschein zu nehmen und den Einfluss der USA einzusetzen, um Christen, Kurden und andere Minderheiten in einem Nach-Assad-Syrien zu stärken, beschloss die Regierung Obama, Rai für Überbringung der Botschaft abzustrafen.

Abgesehen von manchen Protestanten der Evangelikalen sind die meisten westlichen Kirchen ähnlich uninteressiert an der Verteidigung der Rechte ihrer Glaubensgenossen in der islamischen Welt. Die meisten protestantischen Kirchen, angefangen mit der anglikanischen Kirche und ihren US- und internationalen Niederlassungen, die Methodisten, Baptisten, Mennoniten und andere Kirchen, haben keine nachhaltigen Anstrengungen zum Schutz oder zur Verteidigung der Rechte der Christen in der muslimischen Welt organisiert.

Statt dessen haben in den vergangenen zehn Jahren diese Kirchen und die damit verbundenen internationalen Gremien wiederholt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Bevölkerung in den vergangenen sechzig Jahren zugenommen hat, angegriffen: Israel.

Benedikt XVI., der seit fünf Jahren Papst ist, ließ den Vatikan in seiner Regensburger Rede den Fehdehandschuh aufnehmen, indem er die islamische Welt aufforderte, mit Vernunft und Toleranz den anderen Religionen zu begegnen. Jetzt jedoch hat der Vatikan diese grundsätzliche Haltung aufgegeben. Ein echter Diskurs auf Augenhöhe wurde ersetzt durch Zugeständnisse gegenüber dem Islam, im Namen wirtschaftlicher Interessen. Im vergangenen Jahr schenkte Benedikt auf einer Synode über die Christen im Nahen Osten der Verfolgung von Christen durch islamische und populistische Kräfte und Regime keine Aufmerksamkeit. Statt dessen wurde explizit Israel kritisiert.

Die Reichweite des Vatikans erstreckt sich nun bis zum Iran, seitdem er einen Vertreter zu Ahmadinedschads Vorgaukelei einer Art Anti-Terror-Konferenz entsandt hat. Wie Giulio Meotti in dieser Woche in ‚Ynetnews‘ schrieb, verließen alle EU-Botschafter während Präsident Ahmadinedschads den Holocaust leugnender Rede den Saal, so wie bei der zweiten Durban-Konferenz der UN in Genf im Jahr 2009; nur der Vatikan-Botschafter blieb sitzen. Somit hat der Vatikan die Anführer der Muslimbruderschaft in Europa und dem Nahen Osten umarmt.

Es ist unklar, was die westlichen Regierungen und die westlichen Kirchen denken und was sie damit erreichen, indem sie sich gegenüber Verfolgung und Dezimierung der christlichen Gemeinschaften in der muslimischen Welt blindstellen. Die Ereignisse am Sonntag in Ägypten und die anderen täglich stattfindenden Angriffe von Muslimen gegen Christen in der ganzen Region zeigen, dass dieses Verhalten niemanden besänftigen kann.

Aber klar ist, dass sie ernten, was sie säen.

Übersetzung: A.mOr

  1. Apostasie bezeichnet die Abkehr von einer Religion durch einen förmlichen Akt (beispielsweise durch Kirchenaustritt oder Übertritt zu einem anderen Bekenntnis, Konversion). []

24 Kommentare zu “Die vergessenen Christen des Ostens

  1.  
    Hallo Arkadi v.E.
    „Es hätte den Holocost nicht gegeben wenn sich weltweit alle Juden solidarisiert hätten.“
    Dieser Satz ist unüberlegt formuliert, denke ich. Möchte sogar sagen: falsch!

    Eine schlechte Absicht sehe ich hier nicht, nur wohl Unbedachtheit.

    Es stimmt einfach nicht, daß es den Holocaust nicht gegeben hätte, wenn die Juden sich weltweit solidarisiert hätten.
    Diese Vorgänge waren von anderen (den Nazi) bestimmt.
    Jenen war (und ist) es herzlich gleichgültig, ob ein Jude Chassid, Banker, Bauer, Schnorrer, Schauspieler oder grünhaarig (usw) war.

  2. @
    liebe Birgit,
    der Fim „Mein Bauch gehört mir“ ist nicht FÜR Abtreibung. Mehr Differenzierung , weniger Schwarz-Weiss- Denken wäre hilfreich, auch im Umgang mit Menschen von unterschiedlichem religiösen Hintergrund. Ich verstehe schon, dass genau dies allen monotheistisch geprägten Gläubigen schwerfällt leben doch genau diese mithilfe von Abgrenzung. Das aber ist der Grund warum christliche Kirchen und deren Gläubige wenig Reaktion zeigen wenn andere, z.B. Kopten, Christen im Iran, Irak, etc. bedrängt werden.  Es gibt keine naturgegebene Solidarit unter den ungezählt colorierten christlichen Gemeinschaften. Selbt das gerne benutzte Feindbild Islam reicht da nicht.
    Es sind immer nur einzelne Menschen denen das ans Herz geht und diese sind Juden, Moslems, Christen, Mitglieder andere Religionen oder Nichtgläubige. Kurz es sind Menschen mit Herz und die gibt es glücklicherweise überall völlig unabhängig von religiösen Prägungen.
    Es hätte den Holocost nicht gegeben wenn sich weltweit alle Juden solidarisiert hätten. Es hätte den 30jährigen Krieg nicht gegeben wenn  Christen  ihre proklamierte Nächstenliebe gelebt hätten. Es hätte..hätte..hätte.

  3. Es geht noch weiter in der EU. Vor 2 Jahren stand zur Diskussion dass der Gott in der EU Allah heißen soll, und alles andere darf nicht mehr gesagt werden, weil es Streit bewirken könnte. E wurde aber dann doch noch nicht eingeführt. Ich bin froh darüber Obwohl ich inzwischen von den Türken weiß das Allah nicht unbedingt ein Name für einen Mondgott ist sondern auch das Wort für Gott allgemein.

    Die verfolgten Christen werden hier durch 2 Organisationen unterstützt das ist Open Doors das ist in der nähe von Frankfurt (etwa 10 km) 
    http://www.opendoors-de.org/

    und http://www.avc-de.org/de/agenda/konferenzen.html

    das ist das Aktionskomitee verfolgte Christen in Nidda

    Diese kümmern sich um verfolgte Christen aber nicht um verfolgte Juden da  sind die  Ebenezer immer noch das beste. der Ebenezer Hilfsfond in Hamburg mit denen ich bekannt bin, arbeiten in Russland, Äthiopien (Falaschas), und Deutschland. Ansonsten gibt es noch weltweit Ebenezer auch in IL. In Hamburg arbeiten jetzt Juden und Christen erstmalig zusammen. (Bekehrungsversuche sind dort auch für Besucher untersagt da braucht niemand Angst haben.)

    In den Mainstreammedien wird das alles totgeschwiegen. Genau wie das, das die occupy Bewegung antisemitische Tendenzen hat., Mich wunderte schon warum die Politiker nicht viel dagegen haben bei uns und auf der Tagesschau Seite gefragt wurde wer für die occupy- Bewegung ist und wer nicht nur für ihre Statistik. Da dachte ich , hoppla, da muss was nicht stimmen, wenn es im Interesse des Mainstreams liegt. 

    Wenn der Mainstream was nicht sagt liegt es daran das  wir keine Nachrichten hören sondern das nur noch Dogmen verkündet werden was wir glauben sollen. Ja die Tages“show“-Märchen- stunde,  kann man das auch nennen. Deswegen auch das Pallywood.

    Wie Baruch Zion schon geschrieben hat ist, ist die Gotteserkenntnis und die Thora und der Tenach oft ein Grund weshalb die Bösen die Juden nicht lieben. Weil Finstenis und Licht nicht zusammenpasst. Nun geht es eben auch gegen Christen die die 10 Gebote ernst nehmen und Gott ernst nehmen inzwischen. der erste Christ wanderte in Schweden in den Knast weil er homophob war. Und hier in Deutschland wurden bereits jetzt Christen verhaftet weil sie ihre Kinder nicht in die Schule liessen ;als der Film mein Bauch gehört mir ;gespielt wurde, der ja für die Abtreibung ist, was ja nach der Thora nicht erlaubt ist.

    Eine christliche  Familie bekam Asyl in Tennessee , weil sie hier wegen der Schulpflicht geflohen sind die Kinder sollten nicht gegen Gott und seine Regeln erzogen werden- also wollen sie dann Homeschooling lieber haben.

  4.  
     
    Gerhard Vinnai Das Christentum, eine Religion der Gewalt? (2009)
    Erschienen in Psychologie & Gesellschaftskritik Heft 1 /2, 2009

    „[…] Er fordert in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“: „Dass man ihre
    Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit
    Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke
    davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der
    Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien und solch
    öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen
    wissentlich nicht geduldet noch gebilligt haben. .. Dass man auch ihre Häuser
    desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie
    in den Schulen treiben.“(zitiert nach Deschner 1971 S.458) Was an Luther selbst
    „verzweifelt“, oder „durchböset“ ist und seinen Gott „lästern“ und „fluchen“
    will, muss er mit Hilfe seines Hasses auf die Juden bekämpfen.
     
    […]
     
    Die Frommen träumen noch immer von der Überwindung der Zweifel an ihrem
    Gott, die gesicherten inneren Halt verspricht. Die Religion lebt nach wie vor
    vom Wunsch nach einem Glauben, der dem verunsichernden Zweifel
    widerstehen kann. Erst die mit der neuzeitlichen Wissenschaft verbundene
    Aufklärung hat das Recht und die Pflicht zum Zweifel an Allem und Jedem
    gegen erbitterte Widerstände und unter vielen Opfern zur Geltung gebracht.
    Wissenschaftlicher Fortschritt ist ohne ständigen Zweifel an überkommenen
    Denkformen unmöglich, auch wenn es natürlich auch im Bereich der
    Wissenschaft Dogmen gibt, die ihre Anhänger der Kritik entziehen wollen. Wo
    aber die Notwendigkeit des Zweifels akzeptiert wird, ist die in der Religion
    enthaltene Wahrheit nur noch in Verbindung mit ihrer Kritik zu retten. Niemand
    kommt, psychologisch betrachtet, ohne Halt gebende seelische Mächte und mit
    ihnen verbundenen Formen des Glaubens aus. Wer sie bei der Religion sucht,
    sollte das so aufgeklärt wie möglich tun!“
     
     

  5.  
     
    Dazu hab ich was:
     
    Religionspsychologie: Verdrängte eigene Glaubenszweifel führen zu Gewalt gegen Andersgläubige
     
    Christliche Kirchen – auf katholischer wie evangelischer Seite – haben gegenüber “Abweichlern” eine Gewaltbereitschaft bewiesen, die dem intoleranten Fanatismus islamischer Fundamentalisten ähnelt. In ihrem Selbstverständnis predigen die Religionen Liebe. Wie entsteht dennoch extreme Gewalt? Prof. Dr. Gerhard Vinnai (Bremen) bietet auf der Basis der analytischen Sozialpsychologie eine Erklärung, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von “Psychologie und Gesellschaftskritik”…
    “Äußere Zwänge und die Angst vor der Verzweiflung bei der Abweichung vom rechten Glauben können Glaubenszweifel nie ganz zum Verschwinden bringen, sie werden allenfalls durch Verdrängung unbewusst gemacht. Die verdrängten Zweifel können aber wiederkehren, indem sie…

    Weiterlesen …

     
     

  6. @ruth: korintenzähler, buch wude 43 verlegt bermann-fischer verlag.
    ich denke religion spielt eine entscheidene rolle. leider nicht immer eine positive.stimmt christen haben viel übles getahn.ausser zweifel.
    der anfang fing mit der leugnung ihres ursprungs an.
    aber für mich sind religon und glaube zweierlei.der glaube wird durch taten bestätigt,lebendig.
    für christen gelten auch die zehn gebote.ohne zweifel.und noch strenger.sie sind nur eingepfropfte ölzweige,in den bund mit israel,aber sie sind kein ersatz für israel. auch das ist ohne zweile.
    christen haben und tun es immer noch sich gegenseitig abgeschlachtet.aber das hat nichts mit dem wahren glauben an hashem zu tun.sondern nur mit rechthaberei.g-tt ist einzig.nicht teilbar.es gibt nur den g-tt abrahams ,iaaks und jakobs. und genau das haben sie vergessen.den ursprung ihres seins.
    aber nicht alle haben vergessen.viele wurden graden wegen diesem bekenntnis verfolgt.
    mit dem islam ist es anders . da ist das töten vorgeschrieben. da giebt es noch nicht mal eine notbremse.
    ich wünsche allen shabat shalom.und einen guten start g-ttes segen zur neuen woche.

  7.  
    „…Wer immer noch Christ sein muss,…“
    Klar, Robert, verstehe ich, diese Konsequenz. Aber auch beim Christen (als Mensch, nicht als Kirche) darf man doch wenigstens mal hoffen, daß es a gitn mensch ist. Es ist ja nicht die Religion (und ich meine damit ganz einfach die -nennen wir’s- „Ehrfurcht vor dem Schöpfer“), die in Verantwortung steht für böses Handeln. Der Mensch macht das, und ob er bei üblen Handeln ruft „Gott ist groß“, -whatever!- das ist !nichtReligion!
     
    Wir haben das Geschenk der Tora…, wir haben die zehn Gebote.
    Man muß nicht religiös sein, die Vernunft und die Weisheit dieser Gebote allein nur zu begreifen. Ach, hätten die Menschen doch nur die Vernunft dazu!
    Vollkommen gleich, zu welcher Kultur sie sich wähnen, bzw einfach von Geburt an haben.
     
    Aber, wie Du bestens weißt, der Mensch ist frei in seinen Entscheidungen, Adam in Seinem Angesicht…
    Möge der Mensch weise werden…
    Und möge er dem widerstehen, was sein Gewissen durch den Lärm falscher Versprechungen und Androhungen (usw) zu übertönen droht.
     
    Die Kirchen haben eben das menschliche Problem, so wie auch die moslemischen Machtmenschen (usw).
    Sie wollen herrschen, etc. Das ist nicht Religion. Wer herrscht mit Nichtherrschaft?
    Wer herrscht durch das Blühen einer Blume, durch den Regen in der Trockenheit?
     
    Es ist nicht Religion anderen Menschen übles Leid zuzufügen (zB durch „Unterwerfung“) und die Schöpfung im „Namen der Schöpfung“ selbst sogar (!) zu schänden.
    Im Gegenteil, das ist gegen die Gebote!
     
    Tikkujn Ojlam, das nur ist für uns als Menschen ehrenvolle Aufgabe, wir sind Seine Kinder. B“H.
     
    Den Nichtjuden kann man nur empfehlen auf ihr Gewissen zu hören, aber es wird schwer gemacht.
    Daher ist eine gute Orientierung, wenn wir freundlich und respektvoll miteinander umgehen, respektvoll heißt aber auch, die Dinge beim Namen zu nennen, aufrichtig und rechtschaffen zu sein…
    So sehe ich das.
     
    Gitn Schabbojs ale.hem!
     
    (OT, habe Deine Anmerkung unter ‚Bajern‘ gesehen. Hatte selbst wenig Zeit zuletzt, schauen wir mal, wer schneller ist;)
     
     
     

  8. „Ganz im Gegenteil haben sie sie, solange das noch Mode war, mit Krieg überzogen, falls sie sich stark genug dafür fühlten. Das fing schon früh an und führte in manchen Fällen zur Ausrottung der “Falschgläubigen”, am wüstesten aber wurde es im 30-jährigen Krieg, bei dem etwa 17 Millionen Menschen starben.“
     
    Christen schlugen Christen bei weitem nicht nur wegen „Falschgläubigkeit“ tot. Christen fanden und erfanden immer neue Gründe die eigenen Brüder und Schwestern im Glauben mit Feuer und Schwert heimzusuchen. Und stets war die christliche Religion, bzw. waren deren Vertreter, mit Eifer dabei: Feldkurate, Garnisonsprediger, Feldgeistliche, Bischöfe und Kardinäle hetzten mit „Gott“ und „Christus“ zum Gefecht: „Pour dieu et la patrie!“, „For god and fatherland!“, „Für Gott und den Führer!“…
    Zwei Weltkriege mit zusammen über 60 Millionen Toten sind wahrlich denkwürdige Werke von Christen Hand.
     
    Die Angehörigen keiner anderen Religion auf dieser Welt haben soviel Kriege vom Zaun gebrochen, haben soviel gemordet, geschändet, gebrandschatzt, geraubt und damit ihre eigene Religion auf alle Ewigkeit mit Schmutz bekleckert, wie die Christen.
    Wer immer noch Christ sein muss, denkt entweder sehr ungern nach oder ist allzu rasch dazu bereit christliche Verantwortung zu verdrängen, zu entschulden, zu vergessen.
     
    Besondere Schuld luden die drei großen Kirchen auf sich, Katholiken, Protestanten, Orthodoxe.
    Deutsche, die begriffen haben/hatten, kehr(t)en der Evangelischen oder der Katholischen inzwischen den Rücken. Nur noch weniger als 60% der Deutschen sind Angehörige der beiden Staatskirchen und jedes Jahr werden es weniger.
     
    Geblieben sind die Fanatiker, die Fundamentalisten, die Naiven, die Beschränkten und die, die außerhalb der Kirchen keinen Job finden würden.

  9. Ergänzung. In Wikipedia schreibt wer:

    „Auf internationaler ökumenischer Ebene arbeitete er“ (Tveit) “ in der Kommission für Glaube und Kirchenverfassung sowie als Co-Vorsitzender der ÖRK-Kerngruppe zum Ökumenischen Forum Palästina/Israel mit.“

    Ganz unbekannt ist der Lutheraner am östlichen Mittelmeerrand wohl doch nicht.

  10. Die Anhänger des Christentums bilden keine Einheit, auch wenn manche Leute wie etwa Baruch, der davon keine Ahnung zu haben scheint (muss er ja nicht), das glauben. Das Christentum hat sich schon immer aufgespalten, ein Ende ist nicht abzusehen. Im Ökumenischen Rat sind derzeit 349 Kirchen vertreten – ohne die unzähligen Sekten.

    Wann aber je in der Geschichte haben einzelne christliche Gemeinschaften sich für andere christliche Gemeinschaften eingesetzt, die nicht fast genau ihre Richtung hatten? 

    Ganz im Gegenteil haben sie sie, solange das noch Mode war, mit Krieg überzogen, falls sie sich stark genug dafür fühlten. Das fing schon früh an und führte in manchen Fällen zur Ausrottung der „Falschgläubigen“, am wüstesten aber wurde es im 30-jährigen Krieg, bei dem etwa 17 Millionen Menschen starben.

    Wie „leichtfertig“ hier – nun ja, es ist eine jüdische Plattform, da ists verständlich – argumentiert wird, geht schon allein daraus hervor, dass nicht bedacht wird, dass die koptische Kirche ihren eigenen Papst hat. A.mOr deutet das leider nur vage an.

    „Der Papst“, wie oben geschrieben, nämlich der in Rom, hat in Ägypten garnix zu melden. Shenouda III. würde sich das im gegenteiligen Fall bestimmt verbeten. Ach…

    Wenn denn wer jetzt bei der gegenwärtigen Ägyptischen Regierung gegen die Morde, Zerstörungen, Plünderungen usw. zu protestieren hätte, wäre das der jetzige Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit (Norwegen). Voin ihm haben die Militärs in Kairo aber bestimmt noch nie was gehört 🙁

    Ob sie von ihm hören werden?

  11. die kirche ist schlaftrunkent geworden.und grade in der katolischen ist der glaube das du erlöst wirst durch leid ,leider noch sehr verbreitet. aber was weis ich schon bin nicht katolisch.
    aber es wird zeit das die kirche aufwacht. und israel aufhöreren gegen sich selber aufzustehen.
    das freut doch die nachbarn nur.
    aber es ist schwer,teilen oder nicht teilen das ist die frage. nein ,nochmals nein.
    sein erbe ,sein grundrecht aufzugeben .nein.
    das selbe betrift die kirche. sie macht wie oben schon von mir darauf hingewiesenen fehler hiskias. „haubtsache zu meiner zeit.“und dann?

  12.  
    @Karl Hilse
    Baruch Zion hat den „Darwinismus“ klar im Verhältnis mit dem „Nationalsozialismus“ gesetzt, der kam nach Darwins Ableben.
    Die Nazi wiederum haben eben in einer Art Pervertierung von Darwinismus „argumentiert“…
    (…der Rest ist Geschichte.)
     
    Die Problematik mit dem Islam (bzw der Menschen im Namen von was auch immer) wird nicht geringer, indem man sie in Schachteln, wie „politisch“ und „unterschiedlichen Richtungen“ steckt. Ich brauche nicht den Islam kennen, um den Menschen, und auch bestimmende Menschengruppen an dem Tun und Handeln zu erkennen und zu beurteilen.
     
    Mögen die Mörder ihr Tun „Religion“ nennen, ich nenne es Mord… Die Tora auch.
    Und die Bibel?
     
    Auch unter den Deutschen zur Nazi-Zeit hat’s gute Deutsche gegeben, aber die haben nicht den Ton bestimmt. Offenbar. Am Ende ist’s Deutschland in der Verantwortung.
    Am Ende hat man die Deutschen „befreit“ mit Bomben …
     
    Wie sieht’s nun aus mit den Moslems, die den Ton spielen? …
    Wo ist die Gegenwehr? Wo sind die „guten Moslems“?
     
    Die Zahlen, die Caroline hier angibt, sind wohl verständlich genug.
     
    Der Herr Papst Ratzinger Pius hat gewiß keine Furcht von Moslems kritisiert zu werden, aber das ist nur Vermutung, trotz dem „gewiß“…
     
    Nu, soll der Papst treiben, was er mag, und sehr heilig sein dabei, wenn er kann.
    Es wäre ihm gewiß kein Schandblatt, wenn er den Moslems mal ins Gewissen redet, oder wie wir so sagen „tachless“!
    Seine Entscheidung, sind ja „nur“ Christen…
     
    Caroline, in Vertretung also ausgerechnet die Seite der Juden, benennt ganz schlicht, daß das Christentum in moslemischen Ländern seit einigen Jahren im Verschwinden ist.
    So wie es vorher mit den Juden der Fall war. Nur in Israel nicht.
    Und ausgerechnet Israel wird von westlichen Christen kritisiert?
    Hassen die „Westchristen“ die „Ostchristen“?
    Egal? Und uns wird ja sowieso nicht geglaubt?
     
    Nu, und da könnte er, der Herr Papst Ratzinger Pius, ihm wird geglaubt. Der hat was zu sagen.
     
    Caroline Glick in „Zusammenfassung“:
    „Es ist nicht klar, was die westlichen Regierungen und westlichen Kirchen erreichen wollen, indem sie vor der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern ihre Augen verschließen…
    Aber klar ist, dass sie ernten, was sie säen.“
     
    Oder warten die Herren Papst auf die Blähungen vom Zeus/Jupiter, der mit Feuersteinchen spielt?
    Nu, frag‘ den Papst, der muß es wissen, nicht?
    Und das haben wir hier dann mal getan, auf English, Hebräisch und Deutsch und weiß der Sprachwissenschaftler…
     
     
     
     

  13. Leider gibt es in Israel auch antisemitische Christen, die glauben, so wird man sie als dhimmis tolerieren.“

    Ja, das sind dann immer die, die in Tel Aviv für einen  Palästinenser Staat Demonstrieren.

    Bei den Moselms sind Christen in Beit Lehem an Laternen aufgehangen worden und in Israel Demonstrieren die für die Teilung Eretz Israel.

    Übrigens: Die Reichen Christlichen Araber kaufen sehr gerne in den Teureren Jerusalemer Einkaufsläden wie z.B an der Altstadt ein und tragen ihr Kreuz sehr deutlich was sie in Beit Lehem und Ramalah nicht so können.

  14. und es war ein jude (stefan zweig) der schon 1943 warnte .im grunde hat er den fall byzanz noch einmal zum mitschreiben und  als warnung erzält.aber nimmt man das ernst,hat man aus der geschichte gelernt?
    zeitgeist?zeitgeist ist eine mode.töten,eine mode? wegsehen eine mode?
    nein ich bezeichne es als ignoranz,faulheit.
    „haubtsache  frieden und sicherheit in meinen tagen.was rings rum und nach mir kommt ist doch egal.“
    diese einstellung hat byzanz gefält. 60.mill.  tote im 2.weltkrieg ,davon 6mill.juden .in der russichen zohne ging die verfolgung weiter.wieder wurde weggesehen ,oder das opfer zum täter gemacht.

  15. „Der Darwinismus als Kultur fördert den Sozial und Wirtschaftsdarwinismus in allen deutschen Gesellschaftsschichten. “
    Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass vor dem „Kultur“ Darwinismus die Gesellschaft und die Wirtschaft sozialer gewesen sind. Das wage ich zu bezweifeln.
    Ausserdem gab es Christen und Judenverfolgung schon lange bevor Darwin existiert hat. Und man sollte nicht vergessen einen Unterschied zwischen Islam ( mit sehr vielen unterschiedlichen Richtungen) und dem politischen Islam zu ziehen.
    Für den politischen Islam sind die Atheisten oder Zweifler noch größere Feinde als die Juden oder Christen. Dass die Kirche unter Papst Ratzinger eher die Muslime ( auch vor Kritik) in Schutz nimmt ist reine Selbstverteidigung, denn sie möchte selbst nicht kritisiert werden.

  16.  
    Nu, „Zeitgeist“ trifft’s anscheinend, auch wenn das schon zynisch klingt. Aber zynisch ist’s doch, unglaublich zynisch sogar!
    Caroline kommt mit nüchternen Zahlen aus, das ist auch gut so. Aber wenn man sich mal ein wenig in das Thema hineinwühlt, dann offenbaren sich sehr grausame Details, die ich wirklich nicht den zartbesaiteten Menschen empfehle.
     
    Aber zart oder nicht, diese Dinge finden eben statt! Die Mörder, Vergewaltiger, Folterer, Sadisten, die da ihren Islam, bzw Allah anrufen bei Ausübung ihrer Schändlichkeiten, die nehmen keine Rücksicht darauf, ob ihr Opfer der Begierde („Religionspflicht“???-scusi) „zart“ ist, im Gegenteil! Gerade christliche Kinder (Kinder überhaupt) fallen ihren Umtrieben zum Opfer und werden, wenn sie’s überleben, auf’s Leben gepeinigt – das ist so traurig…
    Nicht umsonst gibt es bei Folterern den zynischen Spruch: „Du wirst dir wünschen tot zu sein!“
     
    Baruch Zion, zehn „christliche“ Gebote? Ja, da hast Du recht, das ist absurd (obwohl, vergiß nicht, die Übersetzungen sind häufiger recht ungenau;). Genau wie die Araber/Moslems, die die gesamte Geschichtsschreibung versuchen zu „islamisieren“, „arabisieren“ etc…
     
    Auch damit hast Du wohl recht, daß viele Menschen den Glauben als Spinnerei abtun. Aber ich habe schon beobachten können im Bekanntenkreis, daß auch manche Wissenschaftler, Akademiker etc an ihre „wissenschaftlichen“ Grenzen stoßen, da bleibt dann ein ‚Fragezeichen‘, und dort neigt der Mensch wenigstens zu der Annahme oder „Erkenntnis“, daß man nuneinmal auch keinen Beweis gegen die „Existenz“ von haschejm hat…Ja, auch die Menschen, die sich im Lebtag sehr um Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit bemühen, sogar Leute, die sich mit dem Gehirn selbst in der Funktion auskennen, und praktisch alles am menschlichen Verhalten, Sein etc „herleiten können“, stehen am Ende vor sich selbst und fragen sich „wer bist ‚du‘? Habe ich eine Seele, gibt es den G“tt?“ usw
     
    Karl (ich mach das jetzt mal ganz „israelisch“, wenn’s Dir/Ihnen recht ist? Öhm, ich bin einfach „Amor“, tow?), „vorgefaßte Meinung“ ist doch wirklich sehr treffend, und macht eben auch „unseren“ Zeitgeist aus. Habe gerade jemand anderes sowas geschrieben:
     
    „Manche Leute müssen nicht nachdenken, hinterfragen etc, sie „wissen Bescheid“, sie brauchen nur noch lernen zum Anwenden, nicht zum Verstehen.
    Man „muß“ funktionieren, aber eben mit der Bewegung, selbst wenn die Hirten die dümmsten Rechthaber sind…
    Zu Israel haben sich soviele „geeinigt“.
    Wir können ihnen erzählen, was wir wollen, wir probieren und geben gutes Vorbild, aber „sie“ glauben uns nicht, sie glauben sich selbst nicht…“ (einfach mal herkopiert.)

    Nu, vielleicht hätte ich den letzten Satz so enden lassen sollen:
    „…, sie glauben sich doch selbst nicht!“
     
    Ja, auch der Hinweis auf die „EUMC in Wien 2003“ ist sehr passend.
    Die linkspolitischen Bewegungen in Deutschland zB, die sich eben den Kampf gegen den Faschismus (AntiFa) in die „Gebetsbücher“ geschrieben haben, aber wenn der Antisemitismus von den Moslems kommt (oder eben der „Antichristianismus“), dann paßt’s nicht mehr in die Agenda. Das ist so „engstirnig“…
    Aber, gut, die sind dann wohl politisch gegen Faschismus, haben aber gegen Menschenfeindlichkeit offenbar nichts einzuwenden? Stalin hat’s auch nicht so eng gesehen an der Stelle?
     
    „Am besten ist nicht darüber zu sprechen…“, genau, ein Pflaster d’rauf und abwarten, nicht die Wurzel, die Ursache klären, sondern die Symptome bekämpfen (Symptome im Sinne „Hydra“), der klassische Kampf, der uns durch Don Quichote, Ritter wider die Windmühle traurigen Bemühens, bekannt ist…
     
    So ein Artikel, wie der von Caroline, den werden wir so bald nicht in deutschen Zeitungen (etc) finden. Wenigstens hier ist er gelandet (danke hagalil!), aber ob’s irgendwelche Ergebnisse haben wird? Ist das Schicksal dieser Christen mit ihren doch sehr alten Gemeinden (älter, als die Moslems sowieso, älter als die der „westlichen Christen“) nicht längst besiegelt?
     
    Vielleicht, aber wir wissen wenigstens, was’s bedeutet, „besiegelt“ zu sein, gerade eben begann unser neues Jahr…Was können wir tun?
    Wer, außer Juden (und noch’n paar „Gerechte“) ist betrübt über das Schicksal der Juden in moslemischer Welt, wer nun über das Schicksal der „Ur-Christen“?
     
    Nu, wie heißt’s so häufig? Die Juden!
     
    (Danke Caroline:)
     
     
     
     

  17. Baruch Zion, ich glaube Sie irren sich. Das nicht zur Kenntnis nehmen wollen der Leiden der Christen in der arabischen Welt hat wenig zu tun mit der Entchristlichung Europas. Es ist eher der Ausdruck des Zeitgeistes, dem solches nicht in die vorgefasste Meinung passt. Wenn irgendwelche fanatische Juden in Israel eine Moschee schänden, dann gibt es darüber wesentlich mehr Nachrichten als über antichristliche Pogrome in der muslimischen Welt.
    In diesem Zusammenhang darf auch daran erinnert werden, dass die EUMC in Wien 2003 den Bericht über Antisemitismus in Europa ablehnte, weil für diesen nicht hauptsächlich  Rechtsextremisten verantwortlich gemacht worden waren, sondern Jugendliche mit muslimischen migrantischen Hintergrund.
    Am besten ist nicht darüber zu sprechen, dann wird das auch verschwinden, das ist die Meinung vieler „Antirassisten“. Doch die Erfahrung zeigt, dass gesellschaftliche Probleme durch Nichterwähnen nicht verschwinden. 

  18. Obwohl man in deutschland immer wieder gerne von der Christlich Jüdischen Kutlur spricht und eine deutsche Politikerin sogar im Bundestag von den Zehn Christlichen Geboten sprach ( unglaublich die Geschichtsfälschung ). Will deutschland mit dem Christentum und seiner Mutter das Judentum niemand mehr was zu tun haben.

    Deutschland hat im Prinzip sein Christliches Erbe und Kultur 1933 abgegeben und auch nie wieder zurück geholt. Viele Menschen in der Westlichen Welt können nicht mehr verstehen das es Menschen gibt die an einen G“tt glauben und die Torah als Moralisches Vorbild für sich und ihre Familie nehmen.

    Der Darwinismus als Kultur fördert den Sozial und Wirtschaftsdarwinismus in allen deutschen Gesellschaftsschichten. 

  19. Was ich an diesem Text auch sehr gelungen finde, daß ist die pure Angabe der Zahlen, die ganz nüchtern ausdrücken, was da eigentlich geschieht.
    Nur in einem einzigen “Nebensatz” wird noch das Schicksal der Juden erwähnt, uns fällt das natürlich sofort auf, aber es ist angemessen.
    Fakt ist, die Juden sind längst vertrieben aus der islamischen Welt, letzter trauriger Höhepunkt war die Evakuierung der letzten 300 Juden aus dem Jemen Anfang dieses Jahres, nach 3000 (dreitausend) Jahren jüdischer (Yahudi) Geschichte dort.
    Kurz vor der Evakuierung wurde noch ein 8jähriger jüdischer Junge entführt! Ich habe nie erfahren, wie’s ihm weiter erging.
    Doch, im Iran gibt’s noch Juden, aber es will doch keiner so genau wissen, wie es denen ergeht?
    Tut mir leid, klingt etwas bitter.
    Ja, das ist bitter.
    Nun sind die Christen an der Reihe, auch sie haben eine wesentlich ältere Geschichte und Tradition als die “neuen Herren”, die sich auf dem Islam berufen…
    Wie lange noch?
     
     
     

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