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Sommer-Rehabilitationslager für israelische Kinder

Zum 14. Mal hat Chaim Layeled dieses Jahr ein Rehabilitationslager für CF-Kranke Kinder und Kinder mit anderen Lungenkrankheiten durchgeführt. CF steht für Cystic Fibrosis, eine schwere Lungenkrankheit. Dieses Jahr hat das Lager zum vierten Mal in Mühlbach am Hochkönig in Österreich stattgefunden…

Drei Ärzte, zwei Physiotherapeuten, Kindergärtnerinnen, ein Musiker, der auch Spitalclown ist, ein Koch und eine Gruppe von Freiwilligen haben die Patienten und Patientinnen begleitet.
Die Ärzte, die Kinder und ihre Eltern sagen, dass sie während dem dreiwöchigen Aufenthalt Kräfte für das ganze Jahr sammeln – physisch und psychisch. Die Funktion ihrer Lungen verstärkt und verbessert sich, vor allem wegen der guten und reinen Luft der Alpen. Gleichzeitig wirkte sich die aussergewöhnliche Stimmung und der Zusammenhalt positiv auf das Durchhaltevermögen und die Lebensfreude kranken Kinder aus.

Während dem Aufenthalt hatte die Gruppe hochrangige Besuche: Die Polizei Salzburg, vertreten durch Oberst Karl-Heinz Pracher und Alois Stolar vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung waren von der Atmosphäre und der medizinischen Ausrüstung in Mühlbach am Hochkönig beeindruckt. Der Oberst lud die Gruppe spontan zu einem Ausflug zur Polizei Salzburg ein. Der Oberst kam nicht in Polizeiuniform, um eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Er war so gerührt, dass er einen Jungen, der ohne Eltern nach Österreich reiste, unter seine Obhut nahm. Die Polizei organisierte auch einen Besuch beim privaten Hangar von Red Bull, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Danach folgte eine spannende Leistungsschau, bei der Dienstfahrzeuge besichtigt wurden, Diensthunde ihr Können zeigten und sich Eliteeinheiten von einem Dach seilten und eine Wohnung stürmten.

Der israelische Botschafter in Österreich, Aviv Shir-On, nahm die vierstündige Reise auf sich und kam aus Wien, um das Lager von Chaim Layeled zu besuchen. Der Botschafter erkundigte sich nach den Bedürfnissen der Gruppe und bot seine Hilfe an. Abschliessend sagte er: „Bei meinem Besuch habe ich verstanden, dass dieses Lager so wichtig ist wie die Luft zum Atmen“.
Weitere Besuche folgten vom Bürgermeister der Stadt Mühlbach, Rabbinern aus Wien und interessierten Einwohnern aus Mühlbach. Alle Besucher waren von der Hingabe der Freiwilligen sehr beeindruckt.

Das Lager war auch medizinisch ein Erfolg: Neben der Reduktion von Therapien und Medikamenten haben die CF-kranken Kinder zwischen 3 und 6 Kilo zugenommen! Normalerweise leiden die Kinder auch wegen den körperlich sehr anstrengenden Therapien unter drastischer Gewichtsabnahme.

Die Patienten sagen immer: Wir leben von einem Aufenthalt bis zum nächsten. Den Schweizer und Österreicher Lieferanten von Esswaren, wie Käse, Milch und Joghurt, den Helfern aus der Schweiz und Israel vor Ort, den Freiwilligen, die die organisatorisch schwierige Logistik meisterten und allen Spendern sei an dieser Stelle gedankt – ohne Ihrer Hilfe wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen!