Simulation der Gräuel Israels

Einen Tag vor dem Massaker auf der Insel Utøya bei Oslo wurde in dem sozialistischen Jugendlager im Beisein von Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre eine Anerkennung des „Staates Palästina“ und ein Boykott Israels thematisiert…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 24. Juli 2011

Wie die israelische Zeitung Jedijot Achronot und norwegische Zeitungen berichten, hielten Teilnehmer des Jugendcamps ein Spruchband mit der Aufschrift „Boikott Israel“ hoch, als der Außenminister auf der Insel ankam. Støre beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion mit einer norwegischen Journalistin und der Leiterin eines christlichen Hilfsfond. Beide seien bekannt für ihre anti-israelische Positionen, berichtet die israelische Zeitung. Støre stimmte zu, dass den Palästinensern ein Staat zustehe, wollte sich aber nicht zu einem Boykott Israels äußern.

Mehrere jugendliche Überlebende des Massakers berichteten, dass sie die Schießerei des als Polizist verkleideten Mörders zunächst für eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten. Sie glaubten, dass ihnen so die „Gräuel der israelischen Besatzung“ vor Augen geführt werden sollten.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

59 Kommentare zu “Simulation der Gräuel Israels

  1.  

    Ich finde es sehr gut, daß Herr Sahm darauf hingewiesen hat, daß die Opfer “Palästinenser-Kinder” gespielt haben.
     
    Lassen Sie es gut sein, lieber Ulli, das was Herr Sahm geschrieben hat steht in seiner ganzen Bedeutung und damit Tragweite so lange unberichtigt da, so lange Herr Sahm es nicht der Mühe wert findet zurückzunehmen, zu berichtigen, oder sich zumindest zu erklären zu versuchen, immerhin postet er ja hier so dann und wann.
     
     
     
     

  2. Ich finde es sehr gut, daß Herr Sahm darauf hingewiesen hat, daß die Opfer „Palästinenser-Kinder“ gespielt haben.
    Er hätte es mit Sicherheit auch erwähnt, wenn die Opfer z.B. Siedler-Kinder gespielt hätten und Breivik für einen muslimischen Angreifer gehalten hätten. Auch das hätte er als „wahnhaftes Weltbild“ bezeichnet. Oder nicht?
    Allerdings sagen andere Jornalisten, daß einige Kinder zu Breivik liefen, da sie ihn für einen Polizisten hielten. Die haben dann sicherlich in ihrem „wahnhaften Weltbild“ sich vor der Hamas beim IDF-Soldaten Breivik verstecken wollen. Genauso wie es die Siedler-Kinder in ihrem „wahnhaften Weltbild“ dann getan hätten…

  3. Es gibt bei dieser zu verurteilenden Gewalttat viele Aspekte. die tiefer begriffen werden müssen.

    Sowohl beim Täter als auch in Bezug auf die Opfer.

    Und bei der Untersuchung der Täter-Opfer-Täter… Verknüpfungen wird es  schwierig.

    Doch einen Aspekt möchte ich einbringen, weil er wohl eher verdrängt wird.

    1991 erreicht mit „Sofies Welt/Sofies verden“ ein stark beachteter Roman zur Einführung in philosophische Zusammenhänge ältere Kinder und Erwachsene in Norwegen.

    Der Autor erfährt auch international Anerkennung, Deutscher Jugendliteraturpreis 1994,  Verfilmung,  Übersetzung in 54 Sprachen, Willy Brandt Preis 2004…

    Sozusagen der ganze „Seilschaft-Fahrstuhl“.

    Der Autor studierte Philosophie, evangelisch-lutherische Theologie und norwegische Literaturwissenschaft.

    Insgesamt für seine Leser, Schüler usw. sozusagen ein kompetenter Hoffnungsträger mit Durchblick der einfach nur vertrauenswürdig sein müßte.

    Und dann 8/ 2006 sein Kommentar in der Zeitung Aftenposten „Gottes auserwähltes Volk“.

    Und ich zitiere auszugsweise  aus      http://de.wikipedia.org/wiki/Jostein_Gaarder

    …„Es gibt keine Umkehr. Es ist an der Zeit, eine neue Lektion zu lernen: Wir erkennen den Staat Israel nicht länger an…

    Wir müssen uns nun an den Gedanken gewöhnen: der Staat Israel in seiner jetzigen Form ist Geschichte.“

    …„Wir glauben nicht an die Idee eines von Gott auserwählten Volkes. Wir lachen über die Hirngespinste dieses Volkes…

    … Der Staat Israel hat jedoch, mit seiner skrupellosen Kriegführung und seinen abscheulichen Waffen, seine eigene Legitimität massakriert. …

    Am 12. August schrieb Gaarder in der Aftenposten

    „Kein gottgegebenes Mandat“

    Viele gaben zum Ausdruck, ich würde Religion und Politik miteinander vermischen. Ich versuchte das genaue Gegenteil.

    Als ich dem Kommentar den Titel ‚Gottes auserwähltes Volk‘ gab, geschah das, um zu unterstreichen,

    dass wir in diesem Konflikt niemals akzeptieren dürfen, dass sich irgendeine Partei auf ein göttliches Mandat beruft […]

    „Hier handelt es sich in erster Linie um etwas,

    das wir ‚christlich-zionistische‘ Vorstellungen nennen können,

    was ich meinte, also Vorstellungen davon, dass Gott weiterhin einen Plan für die Juden hat…

    Zitat Ende.

    Was soll ich sagen? Gottlosigkeit ruft das Reich des Ewigen an die Front.

    Und ein Zerreden der ewigen Berufung Israels ist Gottlosigkeit.

    Weniger religiöse  sagen Links schaukelt Rechts.

    Zur Waffe zu greifen war und ist in diesem Fall falsch.

    Aber für das Reich des Ewigen auf Erden ist es Routine, dass der Autor von Sofies verden

    mitsamt seinen Gefolge ein ständiges Gebetsanliegen ist.

    Gemessen am Tenach bleibt zur Zeit für Jostein Gaarder nur das Urteil Irrlehrer mit zuviel Einfluß.

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