Flottillentheater: Eingetrichtertes Gedächtnis

Seit mehreren Wochen befinden sich unsere Armee und Marine in einem hohen Alarmzustand, um tapfer eine tödliche Bedrohung unserer bloßen Existenz zu verhindern: zehn kleine Boote versuchen, Gaza zu erreichen. In den Booten sitzt eine gefährliche Bande bösartiger Terroristen, in Person älterer Veteranen aus Friedenskampagnen bestehend…

von Uri Avnery, 09.07.2011

Binyamin Netanyahu hat unsere unerschütterliche Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, bestätigt: Wir werden niemanden die Blockade brechen lassen, um Raketen zu den Terroristen in Gaza zu schmuggeln, die sie dann abfeuern, um unsere unschuldigen Kinder zu töten.

Dies ist sogar für Netanyahu eine Art Rekordleistung: kein einziges Wort ist wahr. Die Flotilla transportiert keine Waffen – die Vertreter respektierter internationaler Medien in den Booten versichern uns dies. Ich denke, wir können uns auch auf den Mossad verlassen, der wenigstens in jedes Boot einen Agenten setzt (Wofür zahl ich schließlich meine Steuern?). Die Hamas hat seit langem keine Raketen abgeschossen – sie hat sehr gute eigene Gründe, sich an das inoffizielle „Tahdiyeh“ („Ruhe“)-Abkommen zu halten.

Wenn der Flotilla erlaubt worden wäre, Gaza zu erreichen, hätte es für ein paar Stunden Nachrichten gegeben – und das wäre es dann gewesen. Israels totale Mobilisierung, das Training der Marinekommandos, um die Boote abzufangen, die Sabotageakte, die in griechischen Häfen ausgeführt wurden, der immense politische Druck, den Israel und die USA auf das arme, bankrotte Griechenland ausgeübt haben – all dies hat diese kleine Initiative wochenlang in den Nachrichten gehalten und hat so die Aufmerksamkeit auf die Blockade des Gazastreifens gezogen.

Wofür ist diese Blockade gut? Es gibt bis jetzt keinen feststellbaren Grund, falls es je einen gegeben hat. Um die Bevölkerung zu terrorisieren, damit sie die Hamasregierung stürzt, die Siegerin von demokratischen Wahlen? Nun, das hat ja nichts geholfen? Die Hamas zu zwingen, ihre Bedingungen für einen Gefangenenaustausch zu verändern, der Gilad Shalit frei kommen ließe? Auch das kam nicht zustande. Den Waffenschmuggel in den Gazastreifen verhindern? Die Waffen kommen ungestört durch einen der hundert Tunnel aus Ägypten, falls wir glauben, was uns unsere Armee erzählt. Also welchem Zweck dient die Blockade? Keiner scheint es zu wissen. Aber es ist der Felsen unserer Existenz. Das ist klar.

Als ein Ergebnis des Druckes aus aller Welt, der der Flotilla im letzten Jahr folgte, wurde die Blockade beträchtlich gelockert. Doch Gazas Fabrikanten und Landwirte werden immer noch daran gehindert, ihre Produkte zu exportieren – das verurteilt den größten Teil der Bevölkerung zu Arbeitslosigkeit und bitterer Armut.

Dasselbe gilt für den ekelhaften Handel mit menschlichen Überresten. Netanyahu versprach, die Leichen von 84 „Terroristen“ (Fatah und Hamas) an Mahmood Abbas als Geschenk zu vermachen. Im letzten Augenblick hielt er sein Wort nicht. Seine Leute glauben, dass diese Überreste, die kaum mehr zu identifizieren sind, als Verhandlungschips im Entlassungsspiel mit Gilad Shalit dienen könnten.

Dasselbe gilt auch für die Aktionen von gestern: der Ankunft von internationalen Friedensaktivisten am Ben-Gurion-Flughafen. Alles, was sie wollten, ist, nach Bethlehem und nach Gaza gehen, was nur dadurch erreicht werden kann, dass man israelisches Gebiet überquert. Fast tausend Polizeioffiziere wurden mobilisiert, um der Bedrohung zu begegnen.
Am Ende wurden sie schon in den ausländischen Flughäfen auf Befehl Israels aufgehalten. Kaum einer kam am Ben-Gurion-Flughafen an.

All dies sind automatische Reflexreaktionen. Wir müssen stark sein. Überall lauern tödliche Gefahren. Israel muss sich selbst verteidigen. Sonst gibt es einen zweiten Holocaust.

DIES IST ein interessantes Phänomen: die Leute sehen auf ihrem Bildschirmen unschuldig aussehende ältere Menschenrechtsaktivisten und glauben, sie sähen gefährliche Provokateure, weil die Regierung und die meisten Medien ihnen das so sagen. Unheimliche arabische und muslimische Individuen verstecken sich in den Booten. Ein arabischer Amerikaner auf einem der Boote ist entlarvt worden als einer, der Geld für eine soziale Hamas-Institution gesammelt hat. Ein gefährlicher Terrorist. Wie schrecklich!
Das Phänomen der Leute, die etwas sehen und denken, sie würden etwas anderes sehen, hat mich immer fasziniert. Wie können Leute ihren eigenen Augen nicht trauen, sondern den Augen anderer?
In dieser Woche bekam ich eine Email von einem Mann, der sich an etwas aus der Zeit erinnerte, als er ein Schüler meiner verstorbenen Frau Rachel in der 1. Klasse war.

Rachel bat ihn, er solle seine rechte Hand heben. Als der Junge dies tat, sagte Rachel: „Nein, nein, das ist deine linke Hand!“ Sie wandte sich an die anderen Kinder und fragte sie, welche Hand ist das. Ihrer Lehrerin folgend riefen sie wie mit einer Stimme: „Die Linke, die Linke!“
Als der Junge dies sah, wurde er unsicher. Schließlich gab er zu: „Ja, es ist die Linke.“
„Nein, du hattest zuerst Recht!“ versicherte Rachel ihm. „Lasst euch allen dies eine Lehre sein: wenn ihr meint, Recht zu haben, besteht darauf. Ändert nie eure Ansicht, weil Leute das Gegenteil behaupten.“

Ganz zufällig, sah ich, kurz nachdem ich diese Aussage gelesen hatte, im Fernsehen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung von israelischen Forschern über „eingeschleustes Gedächtnis“. Ihre Experimente zeigen, dass Leute, die etwas mit eigenen Augen gesehen haben, denen aber von anderen gesagt wird, sie hätten etwas anderes gesehen, damit beginnen, ihr eigenes Gedächtnis zu unterdrücken und „sich an das erinnern“, was andere angeblich gesehen haben. Neurologische Forschung zeigte dann , dass dies tatsächlich im Gehirn geschieht und gesehen werden kann: Die eingebildete Erinnerung ersetzt die wirkliche. Sozialer Druck hat dies bewirkt: die eingebildete Erinnerung ist wirkliche Erinnerung geworden.

Ich bin davon überzeugt, dass dies sogar noch mehr für eine ganze Nation gültig ist, die natürlich aus Individuen zusammen gesetzt ist. Ich habe dies viele Male beobachtet.

Zum Beispiel: elf Monate vor dem 1.Libanonkrieg war kein einziger Schuss aus dem Libanon nach Israel abgeschossen worden. Gegen alle Erwartung war es Yasser Arafat gelungen, eine totale Feuerpause sogar bei seinen palästinensischen Gegnern zu erreichen. Doch nachdem Ariel Sharon den Krieg begonnen hatte, „erinnerten“ sich praktisch alle Israelis deutlich, dass die Palästinenser jeden einzelnen Tag über die Grenze geschossen und so das Leben in Israel zur Hölle gemacht hätten.

Ich nenne dies „umgedrehte Alzheimer“ – während Patienten mit fortgeschrittenem Alzheimer sich nicht an Dinge erinnern, die geschehen sind, erinnern sich diese Patienten an Dinge, die nie geschehen sind.

ES GIBT eine psychische Krankheit, die man „Paranoia vera“ nennt. Patienten nehmen eine verrückte Vermutung an – z.B. „Jeder hasst mich“ – und dann bauen sie eine komplizierte Struktur rund herum. Jede kleinste Information, die dies zu unterstützen scheint, wird eifrig aufgenommen; alles, was dem widerspricht, wird unterdrückt. Alles wird so interpretiert, dass es die erste Vermutung bestärkt. Das Muster ist streng logisch – je vollständiger und je logischer die Struktur ist, um so ernster ist die Krankheit.
Zu den begleitenden Symptomen gehören streitlustiges Verhalten, wiederkehrende Verdächtigungen, Trennung von der realen Welt, Verschwörungstheorien und Narzissmus.

Es scheint, dass ganze Nationen Opfer dieser Krankheit werden. Die unsrige hat sie sicher.
Die ganze Welt ist gegen uns. Jeder ist darauf aus, uns zu zerstören. Jeder Schritt ist für unsere bloße Existenz eine Bedrohung. Jeder der die israelische Politik kritisiert, ist ein Antisemit oder ein selbsthassender Jude.
Selbst wenn wir etwas Gutes tun, wendet es sich gegen uns.
Bestätigung:: „Wir verließen den Gazastreifen und lösten dort sogar unsere Siedlungen auf, und was bekamen wir dafür? Qassam-Raketen!“
(Egal, ob Sharon sich weigerte, den Gazastreifen einer palästinensischen Körperschaft zu übergeben –und eine Leere hinterließ. Er schnitt ihn von der Welt ab und machte ihn zu einem großen Gefängnislager.)

Bestätigung:: „Nach Oslo bewaffneten wir Arafats Sicherheitskräfte, und sie wandten ihre Waffen gegen uns!“
(Egal, dass wir unseren Verpflichtungen nach den Oslo-Abkommen nie erfüllt haben, dass die Unterdrückung der Besatzung immer schlimmer wurde und dass die Siedlungen auf palästinensischem Land sprunghaft gewachsen sind. Die palästinensischen Sicherheitskräfte haben nie gegen Israel gehandelt.)

Bestätigung: „Wir zogen uns aus dem Südlibanon zurück, und was bekamen wir dafür? Die Hisbollah und den 2. Libanonkrieg!“
(Egal , dass die Hisbollah als Reaktion aus einer 18 Jahre langen Besatzung entstand, und dass wir selbst den 2. Libanonkrieg nach einem kleinen Grenzzwischenfall angefangen haben.)

ES IST gesagt worden, dass Paranoiker auch wirkliche Feinde haben. Das Problem ist, dass Paranoide durch ihr offensives und misstrauisches Verhalten sich mehr und mehr wirkliche Feinde schaffen.
Der Slogan „Alle Welt ist gegen uns“ mag leicht als eine sich selbst erfüllende Prophetie funktionieren.

Israel ist nicht das einzige Land, das an dieser Krankheit leidet. In einer bestimmten Zeit litten die Deutschen auch an dieser Krankheit. Auch die Serben. Und bis zu einem bestimmten Grad auch die US und viele andere. Leider ist der Preis der Paranoia sehr hoch.

Drum lasst uns anfangen, uns wie gesunde Menschen zu verhalten. Lasst die kleinen Boote nach Gaza segeln. Lasst die am Ben-Gurion-Flughafen ankommenden Aktivisten nach Palästina fahren und Oliven pflücken, wenn es das ist, was sie wollen.
Selbst wenn wir uns wie eine normale Nation verhalten, wird Israel weiter existieren. Dies verspreche ich!

108 Kommentare zu “Flottillentheater: Eingetrichtertes Gedächtnis

  1. Wo, Herr Pfeifer, hat GerdErich denn den Antisemitismus gerechtfertigt?

    GerdErich schreibt etwas vongewschichtlichen Folgen. Ist für mich nachvollziehbar.
    Oder wollen Sie bestreiten, dass das Zarenreich antsisemitisch war?
    das es im Zarenreich immer wieder zu Progromen kam?
    das der Antisemitismus in Rußland in allen Schichten vorhanden war?
    das also der Antisemitismus der russischen Kommunisten dann wohl eher aus ihrer Gesellschaft als aus ihrer politischen Einstellung kam?

    Nichts davon entspricht einer „Rechtfertigung“. Oder finden Sie es gerechtfertigt, wenn mensch antisemitisch ist, weil er so erzogen wurde?
    Ich nicht!

  2. GerdErich, wie beschränkt muss man sein, um den Antisemitismus, den Kommunisten in einigen Länder zum Teil blutig ausgeübt haben zu rechtfertigen, z.B. die Auslieferung vieler auch jüdischer Kommunisten durch die NKWD and die Gestapo und all das was ich oben geschildert habe, die Liquidierung der vielen jüdischen Intellektuellen in der Sowjetunion zu Stalins Zeiten.
    Sie sind anscheinend ein Stalinist mit beschränkter Fähigkeit zur Wahrnehmung all der Geschehnisse, die nicht in ihre Glaubenslehre passen.
    Und zum skrupellosen Apparatschik´Emil Carlebach gibt es einen interessanten Artikel in der Zeit
    http://www.zeit.de/1994/45/im-dschungel-der-wolfsgesellschaft/
    Hagalil hat auch darüber berichtet
    „Ernst Federn hat diese Aussage inzwischen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt wiederholt; sie führte zu einer Revision des früheren Urteils zugunsten von Schafranek. Die „Frankfurter Rundschau“ faßte das Urteil unter der Überschrift: „Historiker darf KZ-Häftling `skrupellosen Apparatschik´ nennen“ so zusammen: „… Schafraneks Prozeßgegner, der ehemalige Buchenwald-Häftling Emil Carlebach, muß sich nun doch den Vorwurf gefallen lassen, er sei `ein skrupelloser Apparatschik´ gewesen, der versucht habe, `einen ihm mißliebigen österreichischen politischen Häftling auf Block 46 (Fleckentyphus-Versuchsanstalt) zu bringen´. (…) Ausschlaggebend hierfür war die Aussage des in Frankfurt als Zeuge vernommenen Wiener Professors Ernst Federn. Als sogenannter `Austro-Marxist´ selber in Buchenwald interniert, konnte er Carlebachs Auftreten genau beschreiben“ („Frankfurter Rundschau“, 6.7.94, S. 1, s. auch „die tageszeitung“, 22.7.94). [
    http://test.hagalil.com/2010/08/25/federn/#footnote_2_13880

  3. GerdErich, der sich hier als Arbeiter ausgibt, ist Journalist. Und da er anscheinend von Technik etwas versteht, glaubt er auch über Themen schreiben zu können, von denen er keine blasse Ahnung hat.
    Er ist bereit alle Schuld für die Ermordung der meisten Mitglieder des antifaschistischen Komitees in der SU nach dem Zweiten Weltkrieg dem Zarismus zu unterstellen.
    Er hat noch nie gehört von der Beschuldigung jüdischer Ärzte in der Sowjetunion Anfang 1953, sie hätten führende Sowjetfunktionäre ermordet. Nach dem Tod von Stalin stellte sich heraus, dass da ein Schauprozess geplant war.
    Gerd Erich hat auch nicht gehört vom Slansky Prozess in Prag, als von 14 gehängten 11 Juden waren, als der Staatsanwalt von der „typtisch kosmopolitischen Visage“ von Rudolf Slansky sprach. Ist auch dafür der Zarismus verantwortlich?
    GerdErich hat auch noch nicht gehört, von den antisemitischen Pogromen in Polen, Slowakei und Ungarn nach 1945, die zum Teil in Ungarn von Kommunisten provoziert wurden.
    GerdErich hat auch noch nie gehört von den antisemitischen Säuberunswellen in Volkspolen, die letzte fand 1968 statt. Viele tausende Juden wurden damals zur Auswanderung gezwungen.
    Lernen Sie doch Geschichte bevor Sie hier posten!
     
     

    • Herr Pfeiffer, nun entblöden Sie sich doch nicht.
      Die Zarenzeit dauerte wesentlich länger als das „bisschen“ Sowjetunion (ich weiss, das ist zynisch, und dass die ersten Opfer des nationalsozialismus SOzialisten und Kommunisten ware, das wissen Sie selbst.
      Fragen Sie Emil Carlebach, der war übrigens beides, Kommunist und Jude!

  4. …dass ein Deutscher seinem Vaterland – trotz aller Fehler – sehr verbunden und dankbar ist…
     
    Das können Sie doch gern sein, da hat doch niemand etwas dagegen, das will Ihnen doch keiner rauben, aber das darf doch nicht zugleich heißen, dass man Schlechtes gut redet, fragwürdige Zustände selbstgerecht durchwinkt, die Augen vor Tatsachen verschließt!
     
    Und Deutschland, unser Deutschland, also auch mein Deutschland – hat ein ganz offensichtliches Problem mit seinem Antisemitismus. Da hilft kein Leugnen und kein Gesundbeten.
     
    Was hält Sie nur davon ab einmal diese Studie zu lesen(?):
    http://www.fasena.de/download/forschung/Gerlich.pdf

  5. Werter Herr Schlickewitz: 
     
    da Sie nun wiederholt in bösartige Unterstellungen und Beleidigungen mir gegenüber abgerutscht sind, erlauben Sie mir, dass ich auf Ihre Anwürfe nicht mehr antworte. Wenn Sie in anderen Bloggern eine Stütze gefunden haben, so freut es mich, dass auch Sie Mitstreiter ihrer irrigen Mutmaßungen und fehlerhaften Schlussfolgerungen gefunden haben. 
     
    Möglicherweise erscheint es einigen Zeitgenossen grundsätzlich suspekt zu sein, dass ein Deutscher seinem Vaterland – trotz aller Fehler – sehr verbunden und dankbar ist – und dies auch noch auf HaGalil zum Ausdruck bringt. Dass wir nicht immer die politische Führung hatten, die ich mir gewünscht hätte, tut dabei keinen Abbruch. Es sind die vielen strebsamen Menschen, die im Mittelpunkt meines Denkens und Empfindens sind, nicht die Politgangster und ihre Helferlein, die ein seltsames Geschick an die Oberfläche gespült hat und die bestimmt nicht die ersten Diener ihres Landes waren.
     
    Ich schreibe dies nicht für Sie, werter Herr Schlickewitz, sondern für die Menschen, die meine Kommentare lesen und ggf. damit ein besseres Verständnis finden. 
     
    Zum Abschluss ein kleines Goethe Zitat für Sie: „Du begreifst den Geist, dem Du gleichst.“

  6. GerdErich,
    ich bin in der Regel hilfsbereit, aber in Ihrem Fall, habe ich den Braten gerochen und natürlich abgelehnt Ihr „Manuskript“ zu lesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das abdruckt, wovon Sie uns hier Kostproben liefern. Freilich wenn Sie bereit sind zu zahlen, dann könnte sogar Ihr „Werk“ in irgendeinem auf solche Autoren wie Sie spezialisierten Verlag erscheinen. Deren Inserate erscheinen oft genug in den Medien.
    Sie behaupten, ich wäre beim Mossad und legen los über Themen, die Sie überhaupt nicht kennen. Da kann man schwer mit Ihnen diskutieren. Sie schwadronieren über die FIS, behaupten ich würde die als islamistisch diffamieren.
    Und was den mörderischen Antisemitismus in „sozialistischen“ Staaten betrifft, schlage ich Ihnen doch vor, bevor Sie zum PC greifen, sich kundig zu machen. Dann würden Sie nicht versuchen diesen als lächerlich hinzustellen.
     
     

    • Von welchem Manuskript reden Sie? Und seien Sie nicht so empfindlich, Sie sind ja auch nicht „zurückhaltend“.
      Demokratie heisst nun mal, dass man nicht weiss, wer die Mehrheit haben wird, das kann schon mal daneben gehen, aber ausländische Dienste haben sich da nicht einzumischen, denn wie werden die mit Demokratie Zuhause umgehen? Die FIS wäre heute längst wieder fort.

      PS: Was meinen Sie mit dem „mörderischen Antisemitismus in “sozialistischen” Staaten „? Meinen Sie in der Sowjetunion? Glauben Sie nicht auch, dass das eher eine geschichtliche Folge ist, aus der Zarenzeit, und Russland ist heute wohl kaum weniger Antisemitisch.

  7. @Karl K.
    Ihr Empathiehinweis kam keineswegs allgemein rüber, er war in obigem Zusammenhang mehr als missverständlich. 
     
    Nachdem auch Herr Pfeifer Sie an anderer Stelle auf die Unsinnigkeit Ihrer allzu deutsch-naiven Haltung aufmerksam gemacht hat, sollten Sie tatsächlich den eigenen Geisteszustand einer gründlichen Analyse unterwerfen. Selten habe ich einen derartig pathologischen Verdränger von Tatsachen und hartnäckigen Gesundbeter seines Landes angetroffen wie Sie.
     
    Wie schon an anderer Stelle gesagt: Kopf in den Sand, Decke über’n Kopp, was nicht sein darf, kann einfach nicht sein – so lautet ganz offensichtlich Ihre Devise.
    Gewiss doch, Deutschland hat kein Problem mit dem Antisemitismus und die Erde ist eine Scheibe. Sind Sie nun zufrieden?

  8. @GerdEric: „Ach, Karl Pfeifer, sicher sind Sie Mitarbeiter des Mossad und haben das Wissen mit Löffeln gefressen.“ Ich erinner mich, wie Sie vor wenigen Wochen ein bekannterer grüner MdB wegen Ihrer erhellenden Beiträge, gerade auch zu Israel, aus seinem facebook Freundeskreis rauswarf – was Sie bitterlich beklagten. Das Niveau Ihrer Beiträge und Kommentare hat sich ja seitdem erkennbar erhöht…
    Grüße aus´m Lommerzheim 🙂

    • Dann können Sie es ja hier zum Besten geben. Wenn der zu beschränkt ist und sich einer fairen Auseinandersetzung feige entzieht?
      Nein, beklagt habe ich mich weniger, eher ihn blossgestellt, dass er selbst provokant schreibt, er aber nicht in der Lage ist, damit umzugehen.
      Volker ist halt eine Heulsuse. 😐

  9. Sie gerderich behaupteten ich diffamiere die FIS als islamistisch. Ihrer Behauptung bin ich mit Fakten entgegentreten und jetzt wollen Sie mit mir darüber diskutieren, was ich überhaupt nicht bestreite, dass die französische Kolonialmacht im Krieg mit den Algeriern so wie die Algerier auch viele Menschenrechtsverletzungen begangen haben. 
    Aber was hat das damit zu tun, dass im algerischen Bürgerkrieg 30 Jahre später 100.000 Todesopfer gab?
    GerdErich, klar doch in ihren Halluzinationen gibt es eine jüdische Weltverschwörung, und ich bin einer der Vordenker dieser und als solcher beim Mossad.
    Wenn Sie dann aufwachen und die Realität sehen und so über ihr Schreiben hier nachdenken könnten, dann würde Ihnen das helfen. Dann würden Sie vielleicht begreifen, dass Kommunisten in einigen Ländern des „Realsozialismus“ mit solchen Beschuldigungen Leute an den Galgen brachten. Zum Beispiel in der Tschechoslowakei, wo von den ersten 14 Gehängten, 11 Juden waren. Da sprach der Prager Generalstaatsanwalt von der typisch „kosmopolitischen Visage“ von Rudolf Slansky, des Hauptbeschuldigten. An diese „ruhmreiche“ Tradition schliessen Sie nahtlos an. Gut, dass Leute Ihres Schlages null Einfluss und null Macht in Deutschland haben.
    Sie versuchen hier – wie auch jj ihre Unwissenheit durch Arroganz zu kompensieren.
     
     
     

    • Herr Pfeiffer, die Greul in Algerien gingen von Frankreich aus, und solche Untaten, sind sie einmal in der Welt, werden weiter gegeben. Die Brutalität der Besetzung Algeriens ist die Wurzel des Übels der Jahre nach der Unabhängigkeit.
      Wo habe ich etwas von jüdischer Weltverschwörung geschrieben (wer hier wohl an Halluzinationen leidet)?
      Dann würden Sie vielleicht begreifen, dass Kommunisten in einigen Ländern des “Realsozialismus” mit solchen Beschuldigungen Leute an den Galgen brachten. Zum Beispiel in der Tschechoslowakei, wo von den ersten 14 Gehängten, 11 Juden waren. Da sprach der Prager Generalstaatsanwalt von der typisch “kosmopolitischen Visage” von Rudolf Slansky, des Hauptbeschuldigten.“ 
      Komisch, andere heben immer hervor, wie hoch doch der Anteil der Juden in den Führungewn der jeweiligen kommunistischen Führungen waren.

      Einen schönen guten Morgen, Herr Pfeiffer. 😉
      GerdEric

  10. Ach, Karl Pfeifer, sicher sind Sie Mitarbeiter des Mossad und haben das Wissen mit Löffeln gefressen.
    Haben nicht Sie von der Unabhängigkeit Algeriens (62) geschrieben?  DIe Ermordeten Algerier in Paris waren nur ein Bruchteil der Verbrechen der Franzosen in dem Krieg.
    Auch der Sechstage-Krieg war kein Schlussstrich.
    Dass die FIS eine islamische Partei war, ist also auch Ihnen bekannt, dass nicht alles in der Erkämpfung Israels war, auch von israelischer Seite, werden auch Sie zugeben.
    Welcher Bücher sollte ich lesen, Ihre?

  11. Herr Pfeifer, dann wissen Sie auch, dass Frankreich massiv in Paris 1961 Algerier ermordete…von wegen der Unschuld.
    Und zur Demokratie gehört auch, dass es Wahlsieger gibt, und das war eindeutig und sicher sind Sie Augenzeuge.

    „Als Massaker von Paris 1961 ging ein Massaker in Paris am 17. Oktober 1961 während des Algerienkriegs (1954–1962) in die Geschichte ein. Die Pariser Polizei unter Maurice Papon ging brutal gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration mehrerer zehntausend Algerier vor, zu der die algerische Unabhängigkeitsbewegung FLN aufgerufen hatte. Man schätzt, dass etwa 200 Nordafrikaner ums Leben kamen. Sie wurden erschossen, erschlagen und in der Seine ertränkt. Die blutig verlaufene Massendemonstration wurde in den französischen Medien seinerzeit nahezu flächendeckend totgeschwiegen und erst mit großem zeitlichen Abstand zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion in Frankreich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Paris_1961

    • GerdErich, ich beziehe meine Informationen nicht aus wikipedia.
      Was bitte haben die von Papon angeordneten Morde mit der Situation in Algerien 1991 also 30 Jahre später zu tun? Das buchstäbliche Abschlachten ganzer Dörfer war nicht Werk der Franzosen.
      GerdErich Orinalton: >Was Sie als Islamisten in Algerien diffamieren sind nichts weiter als “Mafiosi”<
      Sie beziehen Ihre Informationen aus wikipedia und glauben etwas zu wissen. Doch FIS war eine islamistische Partei.
      Vielleicht lesen Sie ein paar gute Bücher über die Geschichte des Nahen Ostens bevor Sie hier über den Nahen Osten schreiben?
       
       

  12. Karl Pfeifer: „Nun die algerischen Machthaber und die Islamisten sind verantwortlich für mehr als 100.000 Opfer.“

    Wer hat die Machthaber ausgebildet, wer bildet Soldaten im Jemen aus, wer schickt Waffen nach Saudi Arabien?
    USA usw haben sich wohl für einen Krieg für Kuwait engagiert, für die paar Scheichs, aber für Darfur oder Algerien auch nicht.

    PS: Was Sie als Islamisten in Algerien diffamieren sind nichts weiter als „Mafiosi“, und die Machthaber haben nicht versucht die Gewalt der „Mafia“ einzudämmen, es war Gewalt der Mafiosi untereinander, die ihre Claims „absteckten“.

    • GerdEric, also die algerische FIS war eine islamistische Partei und sie hat Ende 91 einen riesigen Wahlsieg errungen, kein Wunder gab es damals schon eine Arbeitslosenrate von 20 Prozent. Bereits am 2.1.1992 forderten über 150.000 Demonstranten die Absetzung des zweiten Wahlgangens. FIS, der sich seines Sieges sicher schien, publizierte darauf ein neues Wahlprogramm, in dem eine weitere Radikalisierung des islamistischen Standpunkts festgeschrieben wurde. So sollte die Geschlechtertrennung in den Schulen durchgesetzt werden und dem >>islamischen Recht<< absolute Hoheit eingeräumt werden. Ab  11./12. Januar 1992 putschte die Armee, setzte Bendjedid (ein Parvenu, ohne Anhang im Volk) ab, löste das Parlament auf und erklärte am 9.2. den Ausnahmezustand. Die neue Regierung gegen nun entschieden gegen die islamistische Opposition vor. Alle von dem FIS dominierten Kommunalverwaltungen wurden aufgelöst, der FIS am 29.4.92 verboten. Die Führer der FIS Abbasi Madani und Ibn al-Hagg wurden zu 15 Jahren verurteilt und zahllose Islamisten in Internierungslager gebracht.
      Den Bürgerkrieg als Kampf von Maffiagruppen zu schildern ist ein wenig seltsam, hat natürlich nichts mit der Wirklichkeit von Algerien zu tun.
      Und es geht auch nicht an, alles was da schief ging, den Franzosen in die Schuhe zu schieben.Seit der Unabhängigkeitserklärung (62) bis zum Bürgerkrieg sind 30 Jahre vergangen und da kann man nicht für die Barbarei des Bürgerkrieges die Franzosen verantwortlich machen.
      Zumal ja fast die gesamte algerisch-französische Gemeinschaft, die um 1955 noch 10% der Bevölkerung ausmachte floh oder zur Flucht gezwungen wurde.
      Das sind solide Tatsachen und keine Kaffesatzleserei über Maffia.
       
       
       

  13. Werter Herr Schlickewitz: 
     
    Ein letzter Versuch: mein Hinweis auf Empathie bezieht sich allgemein auf die Aussöhnung zwischen Ländern, die einander Leid angetan. Es bezog sich ganz bestimmt nicht auf das Verhältnis zwischen Juden und Deutschen, wie Sie unschwer hätten erkennen können.  
     
    Ihre Suche, in mir Ihr Wunschbild vom häßlichen Deutschen als  primären oder sekundären Antisemiten, Geschichtsverfälscher, Relativierer oder gar Nazi usw. usf. zu entdecken, geht fehl. Ich entspreche sowohl von meiner Herkunft wie auch von meiner Bildung nicht Ihrem gewünschten Feindbild. Lassen Sie mich bitte mit Ihren Unterstellungen  („Angehöriger der Tätergeneration“ usw.) in Ruhe. Ich nehme hier auch keine Analyse Ihres Geisteszustandes vor, der mir – vorsichtig formuliert – etwas unfrei erscheint.

  14. „…wir sollten die rechten Lehren daraus ziehen. Dazu gehört Empathie für das einander angetane Leid ebenso wie der unbedingte Wille…“
     
    Welches Leid haben Ihnen denn die Juden angetan, Ihnen als Deutschem und als Christ? Auf welche größere Deutschenverfolgung durch Juden spielen Sie an, Karl K.?
     
    Das Wort „einander“ impliziert doch auf eindeutige Weise, dass Sie davon ausgehen, Juden hätten auch christlichen Deutschen „Leid“ zugefügt. Wann und wo soll das denn gewesen sein?
    Oder spielen Sie gar auf das Zitat “Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen” an?
    Lässt in jedem Falle eine Menge auf Sie schließen, Karl K.!

  15.  „Das heißt, Sie sind Angehöriger der Tätergeneration. Kann es nicht sein, dass Sie, Ihr irdisches Ende vor Augen, gegen Schluss sozusagen, gern ein bestelltes Feld hinterlassen würden?“ 
     

     Werter Herr Schlickewitz,   Ihre ausführlichen Schlussfolgerungen unterliegen schlicht falschen Mutmaßungen. Zu Ihrer persönlichen Kenntnis: ich bin im April 1946 auf einem alteingesessenen Bauernhof in Nordhessen geboren, habe studiert und mehrere Jahre in Afrika, sowohl in moslemischen wie in christlichen Ländern gearbeitet.   Nun bin ich mal gespannt, welche Probleme Sie mir nun unterstellen.
     
    Da Sie den Begriff „Tätergeneration“ nach wie vor verwenden gehe ich davon aus, dass Sie Ihre kollektivistische Sicht auf mich als Deutschen beibehalten wollen. Nun ja, wenn es denn so ist kann ich damit leben. Einem Antisemiten kann man seine grundsätzliche Abneigung gegen Juden auch nicht beikommen.

  16. @GerdEric

    Sie ahnen nicht, wie nahe sich grade Deutsche und Israelis sind.“

    Immerhin haben wir Juden fast 1000 Jahre bei den Germanen gelebt. Die deutsche Sprache ist sehr stark von der Hebräischen Sprache geprägt, andersrum haben wir Juden das Jiddisch was eine deutscher Dialekt ist mit Hebräischen Buchstaben. Und  Jiddische Lieder und Gedichte die langsam wieder in Israel beliebt werden.
    Es gibt sehr viel Verbindungen und einige gemeinsamkeiten zwischen Juden und deutschen um so erschreckender waren der Schock für die Juden nach der Weimarer Republick.

    Der Wettlauf um den ersten Platz. Israelis und deutschen wollen und brauchen immer Anerkennung in der und von der Welt.

  17. Wenn man den Rest Europas ausblendet, kann man auch zu so einer Sichtweise kommen.  Wir haben eine christliche Kultur, die vom römischen Recht geprägt wurde – und dies unterscheidet uns ganz wesentlich von archaischen Völkern mit Sippenhaftung.
    Schaut man sich die Sammlungen über das Böse in einzelnen Völkern/Religionsgemeinschaften an, so finden diese „Sucher“  genau das was sie suchen.
     
     
    Auch wenn man den Rest des christlichen Europas einblendet, muss man zum einzig möglichen Schluss kommen, eine derartig einzigartige Verfolgung, sowohl was Quantität als auch Qualität anbelangt, von Frauen (in keinem Land Europas wurden mehr Frauen als Hexen hingerichtet als in den deutschen Gebieten), eine derartige Verfolgung von Juden (eine Verfolgungsgeschichte, die selbstverständlich die Zeit des NS mit einschließt) und eine derartige Verfolgung von Sinti und Roma wie bei uns – hat es nirgends in Europa gegeben.
     
    Nachsatz: Es gibt keine Schuld der Deutschen!
     
    Von „Sippenhaftung“ war bei mir nirgends die Rede. Vielmehr haben wir Nachgeborenen die Verpflichtung das, was geschehen ist in unseren Geschichtsbüchern und in unseren Hirnen fest zu verankern und alles zu tun, um zu verhindern, das es sich wiederholt. Vor allem ist es unsere Aufgabe es nicht ständig klein- und unbedeutend zu reden, indem wir groteske Vergleiche mit anderen Ländern bemühen, wie Sie, Karl K., uns dies auf geradezu pathologische Weise vorführen.
     
    Was mögen nur Ihre Motive sein, Karl K., hier auf haGalil immer wieder die traurige historische Wahrheit derart zu verbiegen und zu versuchen das Deutschlandimage geradezu grotesk zu schönen? –
    Sie schrieben, dass Ihr Vater Jahrgang 1899 war, wenn ich mich recht erinnere. Das heißt, Sie sind Angehöriger der Tätergeneration. Kann es nicht sein, dass Sie, Ihr irdisches Ende vor Augen, gegen Schluss sozusagen, gern ein bestelltes Feld hinterlassen würden? Ein idealisiertes Deutschland, mit kleineren Mängeln und Fehlern zwar behaftet, jedoch ansonsten endgültig vom Judenhass befreit, sozusagen geläutert aus den schlimmen Zeiten hervorgegangen? –
    Die Tatsachen sprechen bedauerlicherweise eine nur zu deutliche andere Sprache.
    Unser Deutschland ist zu Beginn des 21. Jh. eines der Hauptantisemitismusländer Europas, immer noch und trotz einer beispiellosen, sich über drei Generationen erstreckenden Aufklärung auf allen Kanälen. Mit anderen Worten: Deutschland hat nicht wirklich viel aus seiner Geschichte gelernt, ein Armutszeugnis für seine Gesellschaft und Politik.
    Vom Leid der Sinti und Roma und dem deutschen Antiziganismus ganz zu schweigen...
     
     

  18. Karl Pfeifer: „Hier versuchen uns einige einzureden, dass auf der arabischen Seite es doch eine
    laizistische Revolution gibt, und wer es wagte vor einem halben Jahr Zweifel an dieser in Tunis begonnenen Revolution zu äußern, wurde als Rassist, Reaktionär und natürlich als >>Zionist<< hingestellt.“
    Der berechtigte und erklärbare Unmut in den Ländern hat seine Gründe, und die Gründe wurden nicht allein durch die dortigen Diktatoren gelegt, auch äussere Einflüsse haben ihren Anteil.
    Wenn ich noch den Jubel in den Ohren habe, als die Wahl der FIS in Algerien niedergeschlagen wurde, dass man die dortigen Machthaber hofierte, die gezielt bei den Terrorakten wegschauten, ihre Soldatgen in den Kasernen liessen, wenn wieder mal ein Ort von einer der „Mafia“-Banden ausgelöscht wurde…
    Diese Länder müssen ihren Weg selbst finden, ungestört von aussen. Jeder Eingriff stärkt die, die man nicht gern an der Macht sähe (genauso ist es im Gaza passiert).

    • GerdEric
      Sie haben also die Lösung gefunden, nicht zu intervenieren, wenn im Nahen Osten Menschen massakriert werden – wie jetzt in Syrien – wenn es Pogrome gegen Kopten gibt, wie in Ägypten, wenn es zur blutiger Abrechnung unter Muslimen in Darfur kommt und bereits mehr als zwei Millionen Binnenflüchtlinge in Lagern darben.
      Gerade heute bemerkt ein Schreiber in der FAZ, dass auch die Opposition in Lybien schlimme Menschenrechtsverletzungen begeht.
      Nun die algerischen Machthaber und die Islamisten sind verantwortlich für mehr als 100.000 Opfer.
      Ich denke, dass es da keine eindeutige Lösung gibt. Doch sollten wir uns hier in Europa keine Illusionen machen, über die Chancen für eine moderne laizistische Demokratie in der arabischen/muslimischen Welt.

  19. „der mörderische Judenhass ist untrennbar mit der deutsch-christlichen Kultur verbunden“ 
     
    Werter Herr Schlickewitz, 
     
    Wenn man den Rest Europas ausblendet, kann man auch zu so einer Sichtweise kommen.  Wir haben eine christliche Kultur, die vom römischen Recht geprägt wurde – und dies unterscheidet uns ganz wesentlich von archaischen Völkern mit Sippenhaftung.  
     
    Ich freue mich über meine Vorfahren, dass sie dem „sapere aude“ sehr verpflichtet waren  und – sehen Sie es mir bitte nach – auch durch ihre Sammlung von Untaten, die Deutsche ohne mich zu fragen begangen haben, wird es Ihnen nicht gelingen, dass ich Ihren kollektivistischen Gedankenansatz von Schuld oder auch die Konstruktion eines sekundären A. akzeptieren kann.
     
    Schaut man sich die Sammlungen über das Böse in einzelnen Völkern/Religionsgemeinschaften an, so finden diese „Sucher“  genau das was sie suchen. Der Antisemitismus in Europa hat genau diese Ursache, im jüdischen Volk die Inkarnation des Bösen zu belegen wie es auch „Wissenschaftler“ gibt, die zu dem Ergebnis kommen, dass ganze deutsche Volk sei ein Tätervolk.  
     
    Uri Avneri, der sehr genau die Deutsche Geschichte kennt und Israel trotz aller Fehler liebt, sieht Fehlentwicklungen in Israel, die ihn sehr besorgen und ihn immer wieder an Fehlentwicklungen in der Geschichte der Deutschen erinnern. Geschehnisse lassen sich nicht ändern, wir sollten die rechten Lehren daraus ziehen. Dazu gehört Empathie für das einander angetane Leid ebenso wie der unbedingte Wille, mit seinem Nachbarn in Respekt und Frieden leben zu wollen.
     
    Wer allerdings – frei nach A. Burg – im Ohr das Shoah-Rauschen hat, wird wenig von diesen Stimmen zur Kenntnis nehmen können. Er kann nur noch zwischen einer unbedingten, kritiklosen „Freundschaft“ und „Antisemitismus“ – ob primär, sekundär oder tertiär –  unterscheiden.

  20. Baruch Zion: „Deutschland ist Sauber Ordentlich und alle sagen Danke und Bitte zum Satzende, aber die Israelische Mentalität ist sehr schwungvoll und in deutschland ist alles so steif und streng.“

    Sie waren schon mal in Deutschland? 😉
    Sie ahnen nicht, wie nahe sich grade Deutsche und Israelis sind.

  21. @GerdEric

    Wenn SIe nicht wissen, was Österreich mit Deutschland zu tun hat“

    Schweiz ist Schweiz und Österreich ist Österreich und deutschland ist deutschland.
    Kein Schweizer möchter als deutscher angesprochen werden genauso wie ein Österreicher auch nicht als deutscher angesprochen werden will.
    Österreich spricht einen deutschen Dialekt was aber nicht heisst das Österreich deutsch ist und schon gar nicht weil Hitler Österreich zwangsweise ans dritte Reich annektiert hatte.

    Und welchem “Prinzip” folgen dann Israelis, wenn die sich einen deutschen Pass besorgen, ist Deutschland doch so schrecklich.“

    Es gibt in deutschland Städte und Universitäten die sind aus Israelischer Sicht sehr interessant und gut. Die Unistadt Heidelberg ist nach wie vor für Israelischen Studenten sehr gut und Berlin mit seinen Möglichkeiten Kunst und Musik zu Studieren.
    Berlin hat sich für junge Israelis sehr gut Entwickelt so das in Berlin viele Studieren sich zeitweise aufhalten bevor sie weiterziehen nach New Yorck oder in Berlin hängen bleiben.
    Berlin hat ein wenig von Israel, Israel ist laut schnell Lebendig rund um die Uhr ist immer irgendwo was los. Und die Kunst und Musikzene ist in Berlin sehr aktiv.

    Berlin ist in Israel seid 2-4 Jahren hoch im Kurs für Kurzurlaub, also eine Woche.

    Aber hier leben und wohnen für immer das ist was anderes und nur für die wnigsten interessant. Es sei denn es wird die grosse Liebe gefunden!!!
    Deutschland ist Sauber Ordentlich und alle sagen Danke und Bitte zum Satzende, aber die Israelische Mentalität ist sehr schwungvoll und in deutschland ist alles so steif und streng.  
    Die Israelis sind sehr Familienbetonte Menschen und wenn die Jüdische Mamele nicht in der nähe ist dann ist ist noch schwieriger. Ich könnte jetzt noch ein stunde weiterschreiben aber der Hauptgrund ist Wirtschaftlich und Geldverdienen nicht Interessant. Und das sagt auch das Ergebniss der OECD Studie aus für Fachkräfte nach deutschland. Viele entscheiden sich für andere Europäische Länder oder Asien und Mittlerer Osten.
      

  22. Hier versuchen uns einige einzureden, dass auf der arabischen Seite es doch eine
    laizistische Revolution gibt, und wer es wagte vor einem halben Jahr Zweifel an dieser in Tunis begonnenen Revolution zu äußern, wurde als Rassist, Reaktionär und natürlich als >>Zionist<< hingestellt. Heute berichtet das österreichische Radio über den Terror den die Islamisten in Tunis machen. Hören Sie sich das an.
    REVOLUTIONSJAHR 2011
    Theatermacher Fadhel Jaibi
    Zur Situation in Tunesien
    Vor genau sechs Monaten, am 14. Januar 2011, musste der Diktator Ben Ali aus Tunesien fliehen – es war der Triumph der sogenannten Jasmin-Revolution. Doch wie geht es seitdem weiter? Anders als er gehofft hatte, sagt der bedeutendste Intellektuelle des Landes, der Theatermacher Fadhel Jaibi, der seine Stücke auch schon in Bochum und Berlin gezeigt hat.
    http://oe1.orf.at/konsole_small?audio_title=&url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fclips%2F00002D1D.MP3

  23. „Es ist interessant, wie hier die Diskutanten vom Thema abweichen …
    … Aber Herr Grosser, der Probleme hat mit dem Judentum und die “als Juden” schreibende und agierende israelbashende Zunft interessieren mich überhaupt nicht. …
    … Hier auf Hagalil habe ich die deutsche Übersetzung meiner Eingabe an die ungarische Medienbehörde publiziert  und keine Solidarität hat sich mit mir geregt in Deutschland. Kein Zeichen….
    ….. Ich sehe schon, wenn das ungarische Beispiel Schule in Europa macht, wie eine Menge Leute den Weg zu den expliziten Antisemiten finden, die früher Kommunisten und Linksradikale waren.“

    Ja Herr Pffeifer,
    manche Postings sind wirklich interessant:

    1) Abweichung vom Thema
    hier in diesem Thema geht es ganz sicher nicht um Ungarn. Trotzdem können Sie es mal wieder nicht lassen, Ihre Matras loszukübeln. Ohne, dass mich  Ungarn besonders interssiert sag ich es mal mit ‚Ihren Worten‘:
    a) “ Es ist Sache der ungarischen Bürger zu entscheiden, wie die Politik ihres Landes geführt werden soll. Jede Kritik an xxx, die vom Ausland kommt nützt ihm nur.“
    (Das Argument ist Schwachsinn – kommt aber struktuell von Ihnen!)
    b) Die Juden Ungarns (Deutschlands, Österreichs (Sie auch Herr Pfeier)) leben lieber in Ungarn (Deutschland, Österrerich) als in Israel – also muss Ungarn (Deutschland, Österreich) besser sein als Israel!
    (Das Argument ist Schwachsinn – kommt aber struktuell von Ihnen!)
    c) Millionen von Menschen (auch Juden) in Afrika würden lieber in Ungarn (Deutschland, Österreich) leben als in Israel. Folglich muss nach Ihrer – schwachsinnigen – Logik Ungarn (deutschland, Österreich) doch toll sein im Vergleich mit Israel.
    (Jepp – auch hier völliger Schwachsinn!)
    Warum müllen Sie uns dann eigentlich – meist völlig vom Thema abweichend – mit kritik an der ungarischen Regierung zu???

    2) Kritik an Herrn Grosser
    Herr Pffeiffer – Herr Grosser hat in jedem seiner Fussnägel mehr Format als Sie.
    Er hat es auch ganz sicher nicht nötig, sich ständig darüber zu beschweren, wenn in seinem Namen ein Buchstabe zu viel oder zu weing auftaucht. Wen interssiert denn so etwas? Höchstens denjenigen, der Angst hat, bei Suchmaschinen nicht genug gefunden zu werden.
    Echt peinlich.
    Für manchen muss mensch sich offensichtlich fremdschämen, da er nicht selber dazu in der Lage ist.

    3) Solidarität
    Herr Pfeifer,
    wer so wie Sie die ‚Axt im Walde‘ gibt, sollte sich wirklich nicht wundern, wenn es keinen interessiert, qwenn Ihnen der ‚Stinkefinger‘ vorgehalten wird.

    • mfb Es geht um die Solidarität einiger deutscher Linken mit Hamas. Und ich wies darauf hin, wie beschränkt diese Solidarität ist. Denn die gleichen Leute betonen ja, sie wären gegen Rassismus und Antisemitismus. Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie die Tatsache, dass ich in einer regierungsnahen ungarischen Tageszeitung als Gasofen Deserteur“ und „Abfalljude“ hingestellt werde nicht stört, dass Sie glauben, das sei nur meine Privatangelegenheit. Und damit haben Sie schon die ganze Schwäche Ihrer Argumentation gezeigt. Denn Sie verstehen also wenn sich deutsche Linke zwar mit Hamas solidarisch zeigen, nicht aber mit denen die Rassismus, Antisemitismus und Homophobie in Ungarn ausgesetzt sind. mfb: >>wer so wie Sie die ‘Axt im Walde’ gibt, sollte sich wirklich nicht wundern, wenn es keinen interessiert, wenn Ihnen der ‘Stinkefinger’ vorgehalten wird.<<
      Den Linken für Hamas ihre einseitige Solidarität vorzuhalten ist wichtig und mfb liefert den Beweis wie wichtig das ist, denn er/sie fühlt sich betroffen.
      Und Sie haben auch Recht, Herr Grosser beschwert sich nicht, wenn ein Buchstabe zuviel in seinem Namen auftaucht. Ich beschwere mich auch nur in zehn Fällen einmal.
      Interessant, dass Neonazi, Rechtsextreme und hier einige Poster meinen Namen falsch schreiben. Ich hätte viel Arbeit, wenn ich immer reklamieren würde. Mangels wichtiger Argumente, braucht mfb ein solches „triftiges“ Argument.
       

  24. Redpalestino, wo bitte kann man etwas über diese Bewegung erfahren? Gibt es eine Website? Haben Medien darüber berichtet?
    Und es ist leicht in Berlin oder anderswo in Europa auf Hamas und Fatah zu sch…..
    aber es scheint doch schwierig zu sein, dass in Ramallah oder Gaza zu tun.

    • Da würd‘ ich nicht Häme ausgiessen, vielmehr sollte Israel sehen, dass dort der Wille nach Freiheit keimt, Israel sollte dieses nicht zertreten, Israel hat ganz andere „Pflänzchen“ gedüngt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.